Folie ohne Verschnitt nutzen

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Limnos

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Hi

Wenn man den Empfehlungen diverser Teichbaufachleute folgt, so wird der Folien bedarf oft folgendermaßen angegeben: Länge/Breite + doppelte Tiefe + 2 x 50 cm Rand. Diese Empfehlung wäre nur dann korrekt, wenn der Teich senkrechte Wände hätte. Ich schlage eine andere Lösung vor, bei der es keinen Verschnitt gibt. Diese Variante löst auch das Problem, wie verstecke ich den Rand.
Man hebt die Grube wie geplant aus. Dann misst man mit einer Schnur die größte Länge und die größte Breite. Die Grube sollte sich an den gängigen Breiten von Folien orientieren, die Zahl der laufenden Meter kann man ja selbst bestimmen. Für das Auslegen der Folie sollte man einen heißen Tag
wählen. Man breitet die Folie über so über der Grube aus, so dass sie nicht bis zur tiefsten Stelle durchhängt. Dazu postiert man mit Erde gefüllte Eimer oder Plastiktüten ringsum auf den Rand, um in etwa die Spannung zu halten. Bei starker Sonne dehnt sich die Folie. passt sich dem Profil besser an und bildet viel weniger Falten. Was die Unterlage für die Folie anbelangt, habe ich nie etwas anderes als das mit Schaufel geglättete Erdreich genommen, also weder Sand noch Vlies. Spitze Steine, falls sie überhaupt in der Erde vorkommen, entfernt man vorher. Wurzeln haben zwar schon meine Folie unterwachsen, aber niemals beschädigt (in 40 Jahren).
Nun lässt man Wasser ein. Hierbei sollte man für spätere Besatzdichte die cbm von der Wasseruhr ablesen. Wenn der Teich voll ist, gräbt man die Erde unter der überstehenden Folie etwa 5cm tief weg. Damit der Teich nun hier nicht ausläuft, klappt man den Folienrand hoch entweder vor Rasenkantensteinen, die man hier einbuddelt, oder man man kann auch die Folie hochkant an ein Kantholz 6x6cm tackern, und zwar ringsherum. Hiernach gibt man die Erde, die man unter der Folie weg geholt hat, auf die Folie, wodurch sie (die Folie) nicht mehr sichtbar ist. Hierdurch gewinnt man wertvolle Pflanzflächen, für eine Menge Pflanzen, die zwar nasse Füße vertragen oder brauchen, aber nicht im offenen Wasser stehen müssen. Damit die Erde nicht in größere Tiefe abrutscht, kann man zeitweise oder auf Dauer sie mit Steinen daran hindern. Später ist sie so durchwurzelt, dass man die Steine nicht mehr braucht. Diese so gewonnen Flächen sind optisch äußerer Teichrand, also Land, biologisch aber Sumpfzone. Ein Natursteinring, der den Teich wie eine Perlenkette umgibt, und nicht sehr natürlich aussieht, entfällt. Die Kapillarsperre wird durch die am Rand hochkantgehaltene Folie solange gewährleistet, als nicht nicht Pflanzen hinüber und herüber wachsen. Ein Kantholz kann nach vielen Jahren verrotten, müsste dann durch eine Ziegelsteinreihe oder wenigsten 5 cm dicke Steinplatten ersetzt werden, was auch z.B. beim Rasenmähen in Teichnähe hilfreich ist.

MfG.
Wolfgang
 
31.05.2012
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Frank zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
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