Warnung vor 'Futter für Tiere in Not'

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Lycidas

Guest
Der deutsche Tierschutzbund warnt
vor dem Unternehmen Futter für Tiere in Not.

Dessen Handelsvertreter für Futterpatenschaften für Tierheimtiere werben. Doch nach Recherchen wird nur ein Bruchteil des Geldes, das Futterpaten zahlen in Futterkäufe investiert. Mit dem größten Teil der Einnahmen werden neben den Provisionen auch Dienstfahrzeuge und die Gehälter der Geschäftsführer finanziert.
Quelle: Ein Herz für Tiere - Magazin Februar 2007
 
08.02.2007
#1
A

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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
Sheerha

Sheerha

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Huhu
Ich finde so etwas mal wieder super, da denkt man man spendet für arme, hilflose oder misshandelte Tiere und dann das.
Man bezahlt irgendwelchen Deppen das Auto und was noch so anfällt.

Ich finde es eine schweinerei Helfende Menschen so auszunutzen, soetwas müsste bestraft werden.

Wütende Jessy
 
Eyepod&Tripod

Eyepod&Tripod

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Heja Lydicas,

danke für den Hinweis. Solche Leute sind zum k....

LG Allie
 
Wölfi

Wölfi

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Danke für den Hinweis!

Leider gibts das in jeder Branche. (Nur als Beispiel, will nicht abschweifen!): Erinnert ihr euch an die Fernsehwerbung zu Weihnachten, mit einem Anruf 5 Euro zu spenden für Kinder in Afrika, für Kleidung, Schule usw? Einem Bekannten von mir wurde angeboten, dafür so etwas wie Bannerwerbung im Internet zu machen, quasi eine Vermittlertätigkeit (kanns nicht so gut beschreiben, was genau es war). Seine Provision: 3,50 EUR! Er hat`s nicht gemacht.

LG
Wölfi
 
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Mat

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Nabend Zusammen,

jo, ist bekannt ... diese Diskussion läuft ja schon seit geraumer Zeit.

Man sollte aber grundsätzlich beide Seiten der Medaille betrachten, bevor man etwas "zum k***" findet oder als Schweinerei bezeichnet.

Tatsache ist nun einmal, dass auch der Deutsche Tierschutzbund Spendengelder für verwaltungstechnische und personelle Belange sowie für Werbekampagnen usw. verwendet.
Und auch der Deutsche Tierschutzbund hat einen Geschäftsführer ...

"Futter für Tiere in Not" ist ein Einzelunternehmen mit einem Geschäftsinhaber (und nicht Geschäftsführer) und freien Handelsvertretern, die für ihre Tätigkeit der Futterpatenschaftenvermittlung wie bei jedem anderen Produkt auch und für Menschen, welche ihren Lebensunterhalt verdienen müssen ohnehin üblich, eine Provision erhalten.

Weiterhin werden von den Futterpatenschaften natürlich auch die Kosten des Unternehmens gedeckt.

Wer also eine Futterpatenschaft abschließt zahlt demnach also nicht nur das Futter, sondern auch die laufenden Kosten des Unternehmens und Vertriebs.

Soweit richtig ... aber :

1. "Futter für Tiere in Not" kauft Größtmengen bei wenigen Herstellern ein; die Margen in der Futtermittelbranche sind dermaßen hoch, dass auf diese Weise der Preis pro Kilogramm nur den Bruchteil dessen beträgt, was Otto-Normalverbraucher oder auch Tierheime bei ihrem Futtermittelhändler bezahlen.

Somit werden dem Tierheim die selben Mengen an Futter zur Verfügung gestellt, als wenn der Spender seinen Spendenbeitrag direkt an das Tierheim gezahlt hätte; die Kosten des Unternehmens tragen sich also über die Preisdifferenz.

2. "Futter für Tiere in Not" liefert monatlich um die 140 Tonnen (!) Futter an die Tierheime aus - kostenlos und pünktlich, wie etliche Schreiben der Tierheime bestätigen, welche auf der Homepage des Unternehmens aufgeführt werden.

3. Ebenfalls auf der Homepage des Unternehmens findet sich eine Liste mit sämtlichen Tierheimen, die von "Futter für Tiere in Not" auf diese Weise unterstützt werden, und zwar mit Lieferdatum und genauer Futtermenge.
Das sind Informationen, die ich auf den Seiten des deutschend Tierschutzbundes übrigens nicht finden konnte ...

So, und nun denkt mal nach ... Menschen, die sich tagtäglich mit ihrem Informationsstand in die Öffentlichkeit begeben, können nicht nur ehrenamtlich von Hartz IV leben, Hamsterlaufrad-Antrieb ist für die Stromversorgung eines Büros denkbar ungeeignet und auch LKWs laufen nur mit Diesel und nicht mit Luft und Tierliebe ...

Nein, ich bin weder für "Futter für Tiere in Not" tätig, noch unterhalte ich eine Futterpatenschaft ...

Herzliche Grüße

Mat
 
Eyepod&Tripod

Eyepod&Tripod

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Gut, das wusste ich nicht.
Trotzdem ist mir persönlich lieber nicht über Dritte zu gehen und zu wissen, dass meine Hilfe direkt und vollständig ankommt bzw. höchstens mit geringen Abzügen. Wenn Leute solche Patenschaften eingehen und vollständig über diese Sachen aufgeklärt werden ist es okay. Ich persönlich spende lieber direkt.

LG Allie
 
Wölfi

Wölfi

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Danke für die Gegendarstellung, Mat! ;)
Sollte "Ein Herz für Tiere" jetzt auch schon Bild-Zeitung-Allüren aufweisen? Ich hoffe jedenfalls, dass die Spenden- und Patengelder wirklich gerecht aufgeteilt und verbraucht werden (ohne dass jemand dabei eine dicke Tasche bekommt).

LG
Wölfi
 
puschy

puschy

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schweinerei....
man missbraucht die gutmütigkeit der tierfreunde für so was deshalb sage ich Spenden DIERECKT zum tierheim
 
bandit

bandit

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Hi
oder meine Freundin war mal in de Stadt und do ht a Bettler auf der Straß gesessen und hat gebettelt. Am abend hatte er so 50€ bekommen und da kamm ein dicker BMW und htt ihn abgeholt.
das finde ich voll fresch.Naja man kannst net ändern!

H*E*L*
 
Q

Quantenbit

Guest
Sollte "Ein Herz für Tiere" jetzt auch schon Bild-Zeitung-Allüren aufweisen?
Ich sitze hier und krieg mich kaum noch ein vor Lachen... das war doch ein absichtlicher Witz... oder? :mrgreen:

Grundsätlich ist es immer jedem überlassen ob einer einer großen Organisation spenden möchte, oder seine Spende direkt abgibt. Wenn die große Organisation etwas macht, was man unterstützen möchte und eine Abrechnung für Mitglieder und Spender bereit stellt, sind sie mir immer noch lieber, als kleine Möchtegerntierschützer, die sich die Wohnung mit Tierkäfigen zuknallen, dafür im Internet um Spenden werben und die Tiere trotzdem nicht vernünftig versorgen können...

Jeder der Spendet kann immer gut selber sehen, wo sein Geld landet, dass große Organisationen auch Kosten haben, sollte jedem klar sein, dafür sind sie auch effizienter als Einzelpersonen. Aber wie hoch die Kosten für die Verwaltung sind, kann bei einer guten Organisation anhand von Jahresabrechnungen eingesehen werden - bis 20 % ist mehr als normal und üblich und durchaus vertretbar.

wink
Tin
 
Anitram

Anitram

Foren-Engel
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Hallo,

über " ein Herz für Tiere" schweigen wir....;)

Ich kann mich Mat und Quantenbit nur anschliessen. Der "Knackpunkt" der Organisation Futter für Tiere in Not ist wohl, dass (noch) nicht klar für die Spender ersichtlich ist, dass eben ein Teil des gespendeten Geldes dafür verwendet wird, die Kosten des Unternehmens zu decken.

Das kann sich ja noch ändern. Ansonsten finde ich es völlig logisch, dass ein solches Unternehmen nicht umsonst arbeiten kann.

Dass hier von einigen gleich "Schweinerei" und "ausgenutzte Gutmütigkeit" gerufen wird, verwundert mich doch etwas...gelinde gesagt.;)
 
M

Mat

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Hallo Anitram,

genau so sieht´s aus !

Und was das "noch nicht ersichtlich" anbelangt, so findet jeder auf der Homepage des Unternehmens ein klares Statement :

Da wir Futtermittel und Streu ständig, tonnenweise, einkaufen und produzieren lassen, haben wir einen Preisvorteil beim Einkauf.
In unseren Futterpatenschaften werden unsere Futterpakete zum regulären Einzelhandelspreis verkauft. Durch diese Differenz werden unsere entstandenen Kosten gedeckt.
Herzliche Grüße

Mat
 
Eyepod&Tripod

Eyepod&Tripod

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So, hab mir jetzt mal die Homepage angeschaut.

Da steht zwar, dass natürlich die Kosten gedeckt werden müssen, aber mich persönlich stört halt der Satz darunter...
Somit wird garantiert, dass Beiträge dieser Futterpatenschaften ohne jeden Abzug im Verhältnis 1:1 in Form von Futter und Streu an das jeweilige Tierheim ausgeliefert werden.
Hört sich jetzt für mich so an, als würde jetzt genau meine Spende ohne Abzüge den Tieren zugute kommen. Ist das jetzt so, oder nicht????


LG Allie
 
M

Mat

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Hallo Allie,

jo, das Tierheim erhält genau die Menge an Futter die es auch bekommen würde, wenn es direkt mit dem Spendenbetrag Futter einkauft.

Die Differenz zwischen dem Einzelhandelspreis, den das Tierheim pro kg Futter bezahlen würde und dem Einkaufspreis, den "Futter für Tiere in Not" pro kg Futter an den Hersteller zahlt, deckt die Unternehmenskosten.

Herzlichen Grüße

Mat
 
Okapi

Okapi

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Jede Spende kommt ohne Abzüge an ;)

Wenn du meinetwegen 1Euro hast, könntest du damit eine Dose Hundefutter kaufen und die ins Tierheim bringen oder du gibst dem TH das Geld und sie kaufen es selber ein. (Dazu kommen also noch Transportkosten für dich oder das TH.)

Wenn du es an das Unternehmen gibst, können die das selbe Futter in gleicher Menge für nur 50 Cent einkaufen (Mengenrabatt) und bringen es ins TH und die *übrigen* 50 Cent werden für die laufenden Kosten (Transport, Bezahlung der Arbeitnehmer usw.) genutzt.

lg :)
 
Eyepod&Tripod

Eyepod&Tripod

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Okay, spinne das ganze mal weiter:

Wenn sich jetzt alle Tierheime, die die auf der Liste haben zusammentun und eine Einkaufsgemeinschaft bilden würden. Könnte man dann nicht statt der 50 cent ev sogar für 75 cent einkaufen?? Das die natürlich auch kosten hätten verstehe ich ja. Ich meine statt nch einen Dritten dazwischen, könnten sie sich direkt an die Hersteller weneden und auch so grope Margen einkaufen, oder:?:
 
M

Mat

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Hallo Allie,

prinzipiell ist das Bilden einer Einkaufsgemeinschaft natürlich möglich ... aber neben dem personellen und logistischen Aufwand (die Spenden müssen ja trotzdem noch eingesammelt werden) sind da auch noch ein paar andere Kleinigkeiten zu berücksichtigen.

Da wären u.a. :

- Die Verantwortung des Herstellers in Bezug auf Lieferverträge mit den Groß- und Einzelhändlern; hier würde sich der Fachhandel vermutlich wehren und die Hersteller mit einer Klagewelle überziehen.

- Der Gesetzgeber dürfte sich bei den zu erwartenden Liefermengen doch ein wenig an dem Status der Einkaufsgemeinschaft stören; bei einem Warenumschlag von fast 2.000 Tonnen jährlich dürfte sich der Begriff "Endverbraucher" nicht mehr ganz passend darstellen ... womit sich bereits der nächste Punkt herauskristallisieren würde, nämlich

- Aus der Einkaufgemeinschaft müsste ein Unternehmen werden, mit allen Pflichten und Risiken. Da sich bei der Vielzahl an beteiligten Vereinen kaum ein Einzelunternehmen mit nur einem Geschäftsinhaber bilden kann, muß dafür eine entsprechende Gesellschaftsform gewählt werden ... und was hätten wir dann gerne ?
Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, in der jeder einzelne Gesellschafter mit seinem vollständigen Privatvermögen haftbar gemacht wird ?
Oder darf es eine GmbH sein - mit der entsprechend lockeren fünfstelligen Stammkapitaleinlage eines jeden Geselschafters ?

Und dann wäre da noch das Problem des Geschäftsführers, Gesellschafterversammlungen gibt´s auch noch usw usw usw ...

Herzliche Grüße

Mat
 
Eyepod&Tripod

Eyepod&Tripod

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Ja,du hast vielleicht Recht. Dachte nur Tierheime könnten da eine Sonderstellung einnehmen.
Wäre halt ein schöner Gedanke gewesen.
 
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