Bisse durch einheimische Spinnen

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Buebchen

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Hallo!
Wenn in Foren nach der Möglichkeit in Deutschland von einer Spinne gebissen zu werden gefragt wird erhält man meist die Antwort das so etwas nicht sein kann.
Maximal die Kreuzspinnen und der eingewanderte und inzwischen auch in ganz Deutschland verbreitete Dornfinger sollen dazu in der Lage sein.
Aus eigenem Erleben weis ich jedoch das die in den letzen 200 Jahren aus Südeuropa eingewanderten Winkelspinnen die vor ungefähr zehn Jahren, also im Jahre 2000 bis zur Ostseeküste vorgedrungen sind sehr wohl dazu in der Lage sind mit ihren bis zu 5 mm langen Cheliceren auch die dickere Haut der Handinnenflächen zu verletzen.
Besonders die Tegenaria agrestes im freien auf Wiesen und die Tegenaria atrica in Wohnungen und Kellern führen zu Bissverletzungen. In meiner Familie, an mir selbst und bei einem Nachbarn habe ich mehrmals erlebt das eine sich bedroht fühlende Tegenaria sehr wohl zubeisst was teilweise grosse Schmerzen bereiten kann und
zu sehr langen Bissfolgen geführt hatte.
In unserem Einfamilienhaus hielten sich einige Hauswinkelspinnen (Tegenaria atrica) auf die mich nie gestört haben bis ich einmal durch das Geschrei meines jüngsten Sohnes aufgeschreckt ins Kinderzimmer lief. Mein Sohn klagte darüber das er einen Biss verspürt hat und Schmerzen im Unterschenkel habe. Neben der Bisstelle am Bein fand ich eine Tegenaria atrica. Die Bisstelle entwickelte sich schnell zu einer zwei Euro grossen Wunde wie eine Brandblase die nach einem Monat wie eingetrocknet aussah, eine leichte Vertiefung hatte, aber immer noch schmerzte und juckte. Erst nach einem Jahr war die Stelle bei Ihm völlig verheilt.
Solche Wunden kannte ich von meiner Frau und mir. Mir wurde aber erst nach dem Erlebnis meines Sohnes mit dem Spinnenbiss klar worum es sich bei diesen Stellen die bei uns bis zu drei Jahre zum völligen abheilen brauchten handelte.
Sämtliche Bissatacken traten im Hochsommer bei grosser Hitze auf. Warscheinlich sind die Spinnen als wir schliefen über unsere Beine gelaufen die dabei unwillkürlich angezogen wurden. Dabei geriet die Spinne unter die Bettdecke und hat weil sie sich bedroht fühlte zugebissen.
Einen weiteren Biss einer Tegenaria atrica zog ich mir zu als mir eine dieser Spinnen unter das Hemd geriet und ich sie in der Gegend um den Solarplexus erwischte. Dabei hat sie mich gebissen was sich wie ein starker Hammerschlag anfühlte und mir über mehrere Monate das Luftholen sehr erschwerte.
Ich habe es wegen meiner Erfahrungen nicht probiert, Tegenarien sollen sich aber nur sehr schwer zum beissen provozieren lassen. Ein You Tube Viedeo in dem so etwas gezeigt wurde sah für mich allerdings anders aus. Eine mit einem Finger provozierte Tegenaria atrica hatte dabei blitzschnell zugebissen und ist anschliessend geflüchtet.
Ähnliche Berichte in anderen Foren in denen Ärzte auf die Möglichkeit eines Spinnenbisses hinwiesen werden regelmässig bagatellisiert oder als Unmöglichkeit dargestellt.
Dabei wird vergessen das die Hauswinkelspinne "Tegenaria atrica" und ihre kleinere aber gefährlichere Verwandte die "Tegenaria agrestes" in den letzten einhundert Jahren eingewanderte Spinnen sind, über die noch nicht viele Erfahrungen vorliegen können.
Alte überlieferte Weisheiten also nicht zutreffen müssen.
Beide Spinnen sind auch in den USA Heimisch geworden von wo es mehrere Berichte über Bisse gibt die zu mehr oder weniger starken Nekrosen oder sogar zum Tode geführt haben.
Meiner Meinung nach bringt es nichts alte nicht mehr stimmende Weisheiten immer wieder anzuführen ohne sich der geänderten Situation durch die Neueingewanderten Spinnenarten zu stellen.
In meiner Kindheit gab es in und um Berlin noch keine Hauswinkelspinnen! Die "schrecklichste" Spinne für mich als Kind war die Kreuzspinne und sonst gab es fast nur noch den Weberknecht.
Spinnenbisse waren mir damals völlig unbekannt!
Erst ab 1980 sind mir Hauswinkelspinnen in Berlin aufgefallen und seitdem kenne ich die durch sie verursachten Wunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
07.06.2012
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Guest

Alexandra (Tierärztin) hat einen Ratgeber über Degus geschrieben. Sie erklärt in diesem Ratgeber, was die aufgeweckten Hörnchen brauchen, um sich als Heimtiere wohl zu fühlen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
Schlitzer

Schlitzer

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lustig, dass du gerade davon sprichst. Bin vor ca. einem Monat vermutlich von einer Tegenaria agrestes ins Bein gebissen worden. Ich meine sie als solche erkennen zu können.
Hier sind die Bilder von der leichten Nekrose, einen Monat nach dem Biss, in der Abheilungsphase:

IMG_0173.JPG

IMG_0174.JPG



Vor 2 Wochen war die Nekrose etwa 4 mal so groß und hat stark gejuckt. Mittlerweile spüre ich kaum noch etwas und ich vermute, dass in 2 Wochen alles komplett abgeheilt ist.
Ich würde den Biss, hierzulande, als nicht bedrohlich einstufen.
 
B

Buebchen

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Hallo Schlitzer!
Da hast Du ja wenn das jetzt am abheilen ist noch einmal Glück gehabt.
Bei mir hatte die Nekrose unter der art Brandblase ungefähr 2mm tief das Gewebe zersetzt und nach dem eintrocknen nach ungefähr 6 Wochen dauerte es noch zwei Jahre nach dem ersten und drei Jahre nach dem zweiten Biss, bis die entstandene Narbe wieder verschwunden war.
Die Narbenoberfläche sah wie beschrieben über sehr lange Zeit wie eine eingetrocknete Brandblase aus.
Bei weiteren Bissen habe ich nach dem Rat eines Arztes Soventol HC aufgetragen oder auch den Saft einer aufgenittenen Knoblauchzehe. Dann heilte die Wunde sehr schnell ab.
Seitdem ich in Graal-Müritz lebe bin ich nicht mehr gebissen worden obwohl es auch hier verschiedene Tegenarien gibt.
Eine genaue Beurteilung über die Wirksamkeit der Mittel kann ich aber nicht geben da von Fall zu Fall sehr unterschiedliche Giftmengen von der Spinne abgegeben werden.
Gute Besserung!
 
S

Suselchen

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Timera

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Hat nicht geklappt mit den Bildern, wird nur Werbung angezeigt :(
Was genau möchtest du denn eigentlich jetzt wissen? Ob es wirklich eine Plattbauchspinne war, oder wie man jetzt mit den Bissen umgehen sollte?
 
S

Suselchen

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du musst oben recht auf continue to the media drücken dann öffnet sich zwar noch ein fenster aber im alten fenster taucht dann das bild auf
 
Adraste

Adraste

Moderator
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Hallo,
das ist keine Plattbauchspinne gewesen. Leider sieht sie schon ziemlich mitgenommen aus, aber ich denke, es handelt sich um eine männliche Winkelspinne (Tegenaria spec.) handelt. Die Große Winkelspinne ist es aber nicht, denn die hat keine gestreiften Beine, allerdings wäre es die einzige, die überhaupt in der Lage wäre zu beißen, wobei sie sehr friedlich ist und es nur gezwungenermaßen machen:eusa_think:. Zu Spinnenbissen allgemein haben wir in dem Thread: https://www.tierforum.de/t173446-welche-spinnen-in-deutschland-beissen-menschen.html#.UbHL-PjwCM8 auch einen netten Artikel verlinkt.
 
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