Massentierhaltung ???

Diskutiere Massentierhaltung ??? im Smalltalk Archiv Forum im Bereich Smalltalk; Hey Leute, Ich wollt euch mal ganz lieb fragen, ob ihr mir kurz bei zwei fragen helfen könntet die mit der Massentierhaltung(:evil:)zu tun haben...
Nini1211

Nini1211

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Hey Leute,

Ich wollt euch mal ganz lieb fragen, ob ihr mir kurz bei zwei fragen helfen könntet die mit der Massentierhaltung:)evil:)zu tun haben
helfen :D

also meine Fragen sind :

1. Welche Nachteile verursacht die Massentierhaltung für das Vieh?.... Also sowas wie das die Tiere verstört werden und so, aber mehr weiß ich so nich :D

2. Welche Nachteile ergeben sich für denn Konsumenten?


In Dr. Google habe ich auch schon geschaut, aber etwas richtiges dazu habe ich auch nicht gefunden :|
Wäre wirklich lieb wenn ihr mir helfen könntet :D:D

LG : Nini1211 :D
 
19.06.2012
#1
A

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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
Maze of the Haze

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Wer sagt denn das Massentierhaltung unbedingt schlecht sein muss? Frag dich doch auch mal wo sind die Vorteile
 
Nini1211

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Ja die Fragen hatte ich ja auch schon , ( Da gings aber nur um die voteile für die Menschen ) aber zu diesen beiden finde ich grad keine wirkliche antwort :D
Ich muss eine Mappe zum thema Massentierhaltung machen, und jaaa, die einen fragen hatte ich beantwortet bekommen denn rest .... dazu hatte ich einfach nichts gefunden.

ich möchte ja nicht sagen das Massentierhaltung nur nachteile bringt, das waren eben die fragen die auf meinen Zettel standen :D
 
Nienor

Nienor

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Nunja, Massentierhaltung geht ja oft nicht nur mit einer grossen Anzahl Tiere einher, sondern auch mit wenig Abwechslung im Alltag. Da gibt es wenig Strukturen / Verstecke. Im schlimmsten Fall leben die Tiere in einer grossen Halle, wo es nur Futter- und Wasserspender gibt. Dazu Artgenossen in hoher Dichte, keine Ausweichmoeglichkeiten.
Das fuehrt zu Stress, schwaecht das Immunsystem. Dazu der enge Kontakt zu Artgenossen. Wenn da einer krank ist, sind es bald alle.
Dann kommen Antibiotika ins Spiel - und da noch relativ berechtigt, ich habe gehoert, die werden/wurden auch nur zur Wachstumssteigerung eingesetzt. Diese Antibiotika bleiben dann auch im Fleisch, das der Mensch zu sich nimmt und foerdern multiresitente Bakterien.
In schlimmen Betrieben hat man dann auch die toten Tiere in den Hallen, die keiner wegraeumt und spezielle Qualzuchten an Tieren, die unter ihrem Gewicht zusammenbrechen.
Das ist jetzt hauptsaechlich auf Gefluegel ausgerichtet, aber Antibiotikaeinsatz ist auch normal bei der Kaelbermast, weil die Tiere ja aus verschiedenen Milchstaellen kommen und ihre eigenen Bakterien mitbringen.
Genauso hat man bei Schweinemassentierhaltung haeufig das Problem der Geburts- und Kastenstaenden, die keine artgerechte Bewegung erlauben. Den Tieren fehlt auch in den Gruppenboxen haeufig Beschaeftigung, daher fangen sie an, sich in die Schwaenze zu beissen und wenns es dann blutet, kommt endlich ein neuer Reiz und sie machen weiter - gern als Kanibalismus bezeichnet, hat aber wenig damit zu tun.

Die Masse der Tiere waere womoeglich gar nicht das Problem, wenn es nicht alles so guenstig wie moeglich sein muesste. Gaebe es mehr Platz, mehr Struktur, kleinere Gruppen, mehr Beschaeftigung, etcpp. waere es schon viel angenehmer fuer die Tiere. Und auch gegen den massigen Einsatz von Antibiotika kann man mit dem richtigen Management sicher vorgehen, aber es kostet eben mehr und der Verbraucher will das eben leider nicht zahlen.
 
Midoriyuki

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Hallöchen:)
Ich gehe davon aus, dass du die industrielle Massentierhaltung im großen Stile meinst und nicht den Bauernhof von nebenan, richtig?

Also:
1. Welche Nachteile verursacht die Massentierhaltung für das Vieh?.... Also sowas wie das die Tiere verstört werden und so, aber mehr weiß ich so nich
:D

- die Tiere werden meist in zu kleinen Gehegen/Stallungen gehalten-> Stress und aggressives Verhalten sind die Folgen (sowohl gegen sich selbst als auch gegen andere)
- die Zucht der Massentierhaltung hat den größten Profit im Auge, d.h., dass Hühner nicht mehr aufrecht stehen können, weil ihre Brust zu groß/schwer ist, Schweine, die nicht mehr gehen können, weil ihre Knochen und Sehnen das Gewicht nicht halten können und Kühe, die unter chronischen Entzündungen ihrer viel zu großen Euter leiden
- die hygienischen Bedingungen sind meist "unter aller Sau" und Infektionen an der Tagesordnung
- veterinärmedizinische Untersuchen zielen auf "Essbarkeit" ab und ignorieren meist die willkürliche Tötung von "Kümmerlingen" (zu kleine/schwache Ferkel werden so lange auf den Boden geschlagen bis sie tot sind...das ist gängige Praxis)
- Kühe leiden unter den ständigen Schwangerschaften, die notwendig sind um Milch bekommen zu können ( schmerzhafte Euterentzündungen sind sehr häufig)
- Kälber werden ohne Licht und Bewegungsmöglichkeiten aufgezogen um möglichst weißes Fleisch verkaufen zu können. Gefüttert werden sie nur mit Futter, das kaum Eisen enthält um das Blut hell zu halten (sie dürfen auch nicht an den Eisenstangen an die sie gebunden sind lecken)
- männliche Küken werden vergast oder geschreddert (durchaus auch lebendig)
- der Stress der Schlachtung und der Transport dahin ohne Futter, Wasser und Platz
- die Schlachthelfer schlagen, treten, teletakten und drangsalieren die Tiere
- die automatisierte Schlachtung führt dazu, dass Tiere lebendig gehäutet/überbrüht/zerteilt werden
- ungeborene, jedoch lebende Kälber von Mutterkühen, die in die Schlachtung kommen werden herausgeschnitten und der Forschung zur Verfügung gestellt (so genannte "Glitscher")


Selbst wenn die Tiere übrigens aus einem Bio-Betrieb kommen werden sie in die gleichen Schlachtbetriebe gebracht wie die "Billig-Tiere". Sie leiden also nicht weniger.


2. Welche Nachteile ergeben sich für denn Konsumenten?

-Antibiotika ohne Ende um die Krankheiten einzudämmen (Hühnersuppe ist nicht nur so gesund, weil es ein altes Hausrezept ist)
- Milch voller Entzündungserreger durch die Euterentzündungen und ein permanenter Schwangerschaftshormon und Stresshormoncocktail (Milch wird immer zusammengemischt. Das heißt, dass von z.B. 6 Höfen alles in einer Produktionsphase zusammen abgekocht wird etc. )
- ganz simple Probleme wie: Wohin mit den Tonnen von Fäkalien? Das Grundwasser leidet unter der Gülle, die permanent auf Felder gefahren wird.
- Geruchsbelästigung
- Eier mit den unterschiedlichsten Giftstoffen (s. Dioxin)
- etwas davon losgelöst: hoher Fleisch, Milch und Eierkonsum ist einer der Faktoren der Herzkrankheiten, Übergewicht und Osteoporose fördert

Das mal ganz grob dazu.

Vorteile sehe ich übrigens eklatant wenige
- billig
- wir können es uns leisten jeden Tag Fleisch auf dem Tisch zu haben

Lieben Gruß,
Midori


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Nienor war etwas schneller;)
 
H

Hundenase

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Also die Beobachtung vieler Tierärzte ist, dass es den Tieren in Massentierhaltung oft besser geht als denen in Minihaltung, aber zu sagen, dass eine ist schlecht, das andere ist gut ist VIEL zu einfach.
 
Midoriyuki

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Natürlich gibt es auch "gute" Höfe, allerdings sind die wohl eher verschwindend gering. Selbst die Höfe mit einem positiven Image misshandeln Tiere ohne Ende (Wiesenhof ist da ein wundervolles Beispiel). Man sollte einfach bedenken, dass Tiere aus Massenhaltung immer unter grausamsten Umständen getötet werden. Selbst wenn ihr Leben vorher erträglich war, ihr Tod ist es mit Sicherheit nicht. Wenn sie "Glück" haben landen sie in einer kleinen Schlachterei wo der Metzger weiß was er tut und nicht glaubt, dass ein halbherziger Bolzenschuss ein ausgewachsenes Rind töten kann.

Wenn man bedenkt, dass Folter in Deutschland eig. verboten ist, frage ich mich warum das nicht auch dafür gilt, wenn Tiere zu Tode gefoltert werden.

Der Film "Glasswalls" von Paul McCartney zeigt das übrigens ganz schön. Sollte man sich allerdings nur ansehen, wenn man wirklich starke Nerven hat und sowas sehen kann.
 
Mieze_lr

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:( Eigentlich wollte ich nichts schrieben...


Wer sagt denn das Massentierhaltung unbedingt schlecht sein muss? Frag dich doch auch mal wo sind die Vorteile
Gibt es denn Vorteile?
Mir würde jetzt nur billiges Fleisch bzw. billige tierische Lebensmittel einfallen.
Aber ist das denn wirklich ein Vorteil?
Wir essen im Schnitt doch eh viel zu viel Fleisch und tierische Produkte, dadurch kommt es vermehrt zu Krankheiten. Dann wäre da noch die Fütterung. Was essen Tiere in Massentierhaltung? Gras bestimmt nicht, eher gutes Regenwaldsoja. Und zwar viel davon.
Wäre es nicht vielleicht Sinnvoller, weniger Pflanzen an Tiere zu verfüttern, von deren Fleisch wir eh viel zu viel essen, und stattdessen die Pflanzen hungernden Menschen zu essen zu geben, z.b. in Afrika? :eusa_think:

Ich will hier wirklich niemanden angreifen und es hat echt ein bisschen Überwindung gekostet, sich hier zu melden. Das ist MEINE Meinung und MEINE Gedanken. mehr nicht. ;)

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Tieren in Massentierhaltung oft besser geht als denen in Minihaltung
Was ist denn Minihaltung?
 
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Hundenase

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- die hygienischen Bedingungen sind meist "unter aller Sau" und Infektionen an der Tagesordnung
Das kann man so nicht sagen. Ich kenn etliche extensive Haltungen, die ne Katastrophe sind, und ein paar wenige intensive, die schlimm sind. Es ist auch einfach erklärbar, warum meist die richtigen Massentierhaltungen hygienisch sehr gut sind: die Bauern leben von diesen Tieren. Ausfälle bedeuten auch Profitausfälle und das kann den Bauer die Existenz kosten.

- veterinärmedizinische Untersuchen zielen auf "Essbarkeit" ab und ignorieren meist die willkürliche Tötung von "Kümmerlingen" (zu kleine/schwache Ferkel werden so lange auf den Boden geschlagen bis sie tot sind...das ist gängige Praxis)
Kümmerlinge würden eh sterben, das sind nicht überlebensfähige Tiere, die meistens verdursten/verhungern würden, weil sie den Kampf um die Zitze nicht schaffen und wenn sie eine abbekommen, dann die, in der nur wenig oder gar keine Milch ist. Das über die Kante schlagen ist, sofern man es beherrscht, tatsächlich die humanste Art mit Kümmerlingen umzugehen. Beherrschen heißt, dass man eben nicht so lange bis, sondern ein präziser Schlag.

- Kühe leiden unter den ständigen Schwangerschaften, die notwendig sind um Milch bekommen zu können ( schmerzhafte Euterentzündungen sind sehr häufig)
Nur bei mangelnder Hygiene. Und wie bereits gesagt die Intensivbauern sind sehr dahinter her, dass das nicht passiert.

- Kälber werden ohne Licht und Bewegungsmöglichkeiten aufgezogen um möglichst weißes Fleisch verkaufen zu können. Gefüttert werden sie nur mit Futter, das kaum Eisen enthält um das Blut hell zu halten (sie dürfen auch nicht an den Eisenstangen an die sie gebunden sind lecken)
Das stimmt nicht.
1. Kälber dürfen nicht angebunden sein. Falls du so etwas bei einem Bauern gesehen hast, dann kannst du das bei einem Veterinäramt melden.
2. Das mit dem Futter stimmt auch nicht. Nur ein Teil der Kälber werden auf weißes Fleisch gezüchtet. Dafür werden sie schlicht und ergreifend nur mit Milchaustauscher gefüttert bis zur Schlachtung.
3. Kälber müssen ab der ich weiß nicht mehr wievielten Woche bei genügend Licht in einer Gruppenhaltung auf Stroh gehalten werden. Alles andere ist Tierschutzwidrig und darf gerne angezeigt werden (ich hab das allerdings noch nie gesehen, also diese falsche Haltung).

- männliche Küken werden vergast oder geschreddert (durchaus auch lebendig)
Nicht nur männliche Küken, auch männliche Kälber von Milchviehrassen.

- der Stress der Schlachtung und der Transport dahin ohne Futter, Wasser und Platz
Auch das stimmt hinten und vorne nicht. Wasser müssen sie haben. Es gibt ordentlich schwarze Schafe bei den Transportern, ABER da haben wir ein schönes bürokratisches System, das da schön greift: der Bauer übergibt seine Tiere einem unabhängigen Transportübernehmen, das die Tiere zum Schlachthof bringt. Geht da zu viel schief, bekommt der Bauer weniger Geld vom Schlachthof, der Bauer wird also dem Transportunternehmen bald nimmer vertrauen. Kurzum: alle beteiligten werden unterm Strich darauf achten, dass da möglichst viel richtig läuft.

- die Schlachthelfer schlagen, treten, teletakten und drangsalieren die Tiere
Ob extensiv oder intensiv gehaltene Tiere: am Ende landen alle am selben Schlachthof. Und hier ist v.a. der Veterinär/die Veterinäre gefragt, dass die ihre Leute a Bisserl unter Kontrolle haben, wobei natürlich da auch wieder das Problem ist, dass der Schlachthofbetreiber Profit will und Profit oft nix mit Tierschutz zu tun hat. Und er Hauptveterinär steht zwischen den Fronten. Ein sehr weites Feld.

- die automatisierte Schlachtung führt dazu, dass Tiere lebendig gehäutet/überbrüht/zerteilt werden
Na ganz so schlimm ist es nicht. Das sind absolute Ausnahmefälle. Und auch hier gilt: ob extensiv oder intensiv, alles landet auf demselben Schlachtband.

- ungeborene, jedoch lebende Kälber von Mutterkühen, die in die Schlachtung kommen werden herausgeschnitten und der Forschung zur Verfügung gestellt (so genannte "Glitscher")
Das hätte ich noch nie gehört.

- Milch voller Entzündungserreger durch die Euterentzündungen und ein permanenter Schwangerschaftshormon und Stresshormoncocktail (Milch wird immer zusammengemischt. Das heißt, dass von z.B. 6 Höfen alles in einer Produktionsphase zusammen abgekocht wird etc. )
Milch wird sehr genau kontrolliert, je größer der Betrieb, desto genauer. Kurzum: Entzündungserreger sind da normalerweise keine drin.




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Selbst die Höfe mit einem positiven Image misshandeln Tiere ohne Ende (Wiesenhof ist da ein wundervolles Beispiel).
Wiesenhof ist nicht wirklich ein gutes Beispiel, weil Wiesenhof hat alles, aber ganz bestimmt kein positives Image, jedenfalls nicht in Fachkreisen ...

Wenn sie "Glück" haben landen sie in einer kleinen Schlachterei wo der Metzger weiß was er tut und nicht glaubt, dass ein halbherziger Bolzenschuss ein ausgewachsenes Rind töten kann.
Der Bolzenschuss soll das Tier gar nicht töten, sondern nur betäuben.

Wenn man bedenkt, dass Folter in Deutschland eig. verboten ist, frage ich mich warum das nicht auch dafür gilt, wenn Tiere zu Tode gefoltert werden.
Ähm, das ist verboten, deswegen haben wir auch Gesetze, wie eine Schlachtung ablaufen muss. Schlimm ist, dass diese Gesetze nicht immer korrekt eingehalten werden.

Der Film "Glasswalls" von Paul McCartney zeigt das übrigens ganz schön. Sollte man sich allerdings nur ansehen, wenn man wirklich starke Nerven hat und sowas sehen kann.
Ganz so krass geht's bei uns aber nicht ab.

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Tatsächlich sind oft die Tiere in der intensiver Haltung wesentlich gesünder und besser gepflegt als die in extensiver Haltung, da bei letzterer der Bauer wirklich von den Tieren lebt und sich Ausfälle nicht erlauben kann.

Was essen Tiere in Massentierhaltung? Gras bestimmt nicht, eher gutes Regenwaldsoja. Und zwar viel davon.
Aber nicht nur die Tiere in intensiver Haltung, auch die in extensiver Haltung.

Wäre es nicht vielleicht Sinnvoller, weniger Pflanzen an Tiere zu verfüttern, von deren Fleisch wir eh viel zu viel essen, und stattdessen die Pflanzen hungernden Menschen zu essen zu geben, z.b. in Afrika? :eusa_think:
Du weißt schon was das Grundnahrungsmittel in vielen afrikanischen Ländern ist, oder? ;) Davon mal abgesehen, ist es ein absolut utopischer Glaube, dass diese Pflanzen an hungernde Menschen gehen würde.

Ich meinte damit extensive Haltung.
 
Turtle28

Turtle28

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Noch als Nachteil für die Menschen:
Die Umweltbelastung. Die Fleischproduktion führt zu mehr Co2-Austoß,
als der Autoverkehr.
75% der Agrarfläche werden für die Futter-produktion verwendet (besonders auf Regenwaldfläche).
Wenn unser Fleischkonsum soweit ansteigt, wie bis jetzt bräuchten wir bis zum Jahre 2050 2 Welten.
Hier ein schöner Film, der teils darüber informiert,dazu:
[YOUTUBE]xDt2bAVyXnI[/YOUTUBE]

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PS: Von dem Soja für 1kg (!!!) Rindfleisch könnten 10 Menschen Tofu essen ;)
 
Midoriyuki

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Hundenase, wie gesagt: Es gibt auch die "guten" Höfe. Allerdings sind alle diese Kontrollen davon abhängig, dass es die jeweiligen Kontrolleure interessiert, dass die Vorgaben eingehalten werden. Profitausfälle sind natürlich ärgerlich, lassen sich jedoch durch Antibiotika ganz gut im Griff halten. Ausserdem kalkulieren die Bauern bestimmte Verlustzahlen ein.

Nur weil ein Tier "eh sterben" würde, gibt mir das nicht das Recht es auf diese Weise zu töten. Wer garantiert mir denn, dass derjenige das über die Kante schlagen wirklich kann?

Statistisch gesehen gibt es ziemlich häufig Euterentzündungen bei Kühen. Kein Wunder, wenn man ständig Unmengen von Milch produzieren muss.

Enge Boxen reichen, da muss man nicht anbinden. Wenn die Tiere vorher geschlachtet werden müssen sie auch nicht auf Stroh gehalten werden.

Tiere werden nur aussortiert, wenn sie wirklich nicht mehr gehen/stehen können. Da schadet ein bisschen Wassermangel nicht und fällt auch nicht weiter auf. Auch hier gilt: Es fällt nur auf, wenn man es bemerken will. Das gilt auch für die Amtsvet.

Es sind leider keine Ausnahmen, sondern ein bestimmter Durchschnitt.

Wundert mich nicht, dass du das noch nie gehört hast. Ist ja auch eine ziemlich eklige Sache. Das würde niemand freiwillig publik machen.

Je größer der Betrieb umso größer auch die Verdünnung derselben. Zudem gibt es Grenzwert, die unterschritten in Ordnung sind. D.h. es sind diese Erreger drin, aber eben nicht "zu viel".

Das alles beruht übrigens alles nur auf meiner Meinung, Dingen, die ich in Videoaufnahmen gesehen habe oder eben aus einschlägiger Literatur beziehe.

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Zu Glasswalls: Stimmt, wir essen auch nur deutsches Fleisch;) Import óle.
 
Nini1211

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Wow O_O
ganz im ernst, ich hatte keine ahnung das es wirklich so schlimm ist :(
Ich glaub ich werde Vegetarier O_O
echt Krass :(

Lieben Dank an alle :D
 
H

Hundenase

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Ich bin ja Tierarzt und schreibe von unserer Seite aus, d.h. mir ist vollkommen bewusst, dass es schwarze Schafe gibt, aber, die Liste der schwarzen Schafe ist traurigerweise bei den extensivhaltungen weit größer. Antibiotika kann man nicht so lustig einsetzen wie manch einer das glaubt. Aber auch hier ist wieder der Tierarzt gefragt, denn irgendwoher muss der Bauer ja die Medis haben. Und hier gibt's unter den Tierärzten leider viele schwarze Schafe. Trotzdem kann man nicht einfach sagen, Tier ist krank, geben wir halt Antibiotika. Es lässt sich nicht alles mit Antibiotika in den Griff bekommen und Tiere, die durchkommen, haben oft viel schlechtere Leistungen. Es ist also von vornherein das Bestreben da, möglichst geringe Krankheitszahlen zu erlangen.
Hier ist übrigens die Tierart auch entscheidend: am miesesten in der Hinsicht ist das Geflügelfleisch, dann Schwein, dann weit abgeschlagen die Kuh. Grund ist ganz einfach, dass Kühe problemlos auf Weiden gehalten werden können, bei Geflügel und Schwein machen das die Anwohner nicht mit. Den Lärm und den Gestank.

Nur weil ein Tier "eh sterben" würde, gibt mir das nicht das Recht es auf diese Weise zu töten. Wer garantiert mir denn, dass derjenige das über die Kante schlagen wirklich kann?
Die Bauern können das für gewöhnlich sehr gut. Ab und an sind sie dafür aber leider zu faul und würden das Tier lieber elendig verrecken lassen (tuschldigt den Ausdruck, aber verhungern/verdursten/niedergetrampelt werden ist auch kein so schöner Tod), dann schnappt sich halt der Tierarzt das Tier.

Statistisch gesehen gibt es ziemlich häufig Euterentzündungen bei Kühen. Kein Wunder, wenn man ständig Unmengen von Milch produzieren muss.
Mastitiden ist tatsächlich ein großes Problem, allerdings wird hier schon viel gegengearbeitet.

Wenn die Tiere vorher geschlachtet werden müssen sie auch nicht auf Stroh gehalten werden.
Der Anteil an produziertem Milchkalbfleisch ist verhältnismäßig gering. Wer sich recht sicher sein will, dass er Kalbfleisch von einer Mutterkuh kaufen will, der sollte sich Babybeef kaufen.

Tiere werden nur aussortiert, wenn sie wirklich nicht mehr gehen/stehen können. Da schadet ein bisschen Wassermangel nicht und fällt auch nicht weiter auf. Auch hier gilt: Es fällt nur auf, wenn man es bemerken will. Das gilt auch für die Amtsvet.
Das stimmt natürlich. Und hier sind die Kollegen vom Schlachthof gefragt.

Es sind leider keine Ausnahmen, sondern ein bestimmter Durchschnitt.
Woher nimmst du diese Gewissheit?

Wundert mich nicht, dass du das noch nie gehört hast. Ist ja auch eine ziemlich eklige Sache. Das würde niemand freiwillig publik machen.
Nun ja, da ich vom Fach bin, wundert mich das schon sehr.

Je größer der Betrieb umso größer auch die Verdünnung derselben. Zudem gibt es Grenzwert, die unterschritten in Ordnung sind. D.h. es sind diese Erreger drin, aber eben nicht "zu viel".
Das stimmt so nicht. Wie könnte man sonst zurückverfolgen welche Kuh an den hohen Keimzahlen Schuld ist?

Zu Glasswalls: Stimmt, wir essen auch nur deutsches Fleisch;) Import óle.
Genau aus dem Grund, ESSE ich nur deutsches/österreichisches Fleisch und kaufe auch nur deutsche/österreichische Eier.

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Wow O_O
ganz im ernst, ich hatte keine ahnung das es wirklich so schlimm ist :(
Ich glaub ich werde Vegetarier O_O
Wenn dann müsstest eigentlich Veganer werden. Für die Milchproduktion sterben sehr viele männliche Kälber und für Eier männliche Küken.
 
cherry-lein

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Ich hab bei einem Seminar über Multiresistente Keime einiges über Massentierhaltung gelernt
Nachteile der Tiere:
- Viel zu kleine Ställe/Boxen wodurch Tiere gestresst und aggressiv werden und sich gegenseitig verletzen oder töten
- Verletzte oder tote Tiere werden häufig erst sehr spät entdeckt wodurch andere Tiere die Kadaver anfressen oder schmerzhafte Entzündungen entstehen, die nicht versorgt werden. Nicht selten verenden die Tiere an den Folgen ihrer Verletzungen.
- Sehr stressige Schlachtung; Qualvoller, enger Transport
- In Deutschland werden jährlich rund 180 Millionen Tonnen Antibiotika an die Tiere verfüttert, tendenz steigend was nicht nur den Tieren sondern auch dem extrem Menschen schadet
- Extrem schnelle Mastaufzucht, was häufig zu Fehlbildungen oder Gelenkschäden führt wodurch die Tiere Schmerzen haben
- Extrem frühe Trennung von den Muttertieren
und die Liste könnte noch 10km weiter gehen

Nachteile für den Menschen:
- Durch regelmäßige Antibiotika aufnahme entstehen multiresistente Keime (z.B. MRSA) die man nur unter extremen Bedingungen wieder los wird, dazu kommt schnell eine Antibiotikaresistenz
- Hohe CO2 Belastung bei der Aufzucht, Schlachtung und Transport

Massentierfleisch aus Deutschland zu kaufen bringt es auch nicht weil alle diese Punkte auf Deutsche Massentierbetriebe zutreffen. Wenn du richtig gutes Fleisch willst kaufe Freilandbiofleisch (Wobei Bio auch nicht umbedingt heißt, dass die Tiere Sonne und Gras sehen. Bei Bio kommen die Tiere trotzdem häufig aus Mastbetrieben kommen nur das dort eben weniger Antibiotika gefüttert wird) oder kauf Fleisch direkt vom Bauern. Wir kaufen ausschließlich von befreundeten Bauern und wissen wie die Tiere dort leben und sterben.
Wenn du dich mal richtig über unsere Lebensmittel informieren willst schau dir mal den Film "We feed the world" an. Der sollte alle Fragen rund um Lebenmittel klären.
 
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Hundenase, du hast eine PN:)
 
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Hundenase

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- Viel zu kleine Ställe/Boxen wodurch Tiere gestresst und aggressiv werden und sich gegenseitig verletzen oder töten
- Verletzte oder tote Tiere werden häufig erst sehr spät entdeckt wodurch andere Tiere die Kadaver anfressen oder schmerzhafte Entzündungen entstehen, die nicht versorgt werden. Nicht selten verenden die Tiere an den Folgen ihrer Verletzungen.
- Sehr stressige Schlachtung; Qualvoller, enger Transport
- In Deutschland werden jährlich rund 180 Millionen Tonnen Antibiotika an die Tiere verfüttert, tendenz steigend was nicht nur den Tieren sondern auch dem extrem Menschen schadet
- Extrem schnelle Mastaufzucht, was häufig zu Fehlbildungen oder Gelenkschäden führt wodurch die Tiere Schmerzen haben
- Extrem frühe Trennung von den Muttertieren
und die Liste könnte noch 10km weiter gehen
Das sind aber alles Probleme, die nicht nur auf die Massentierhaltung zutreffen.

Wir kaufen ausschließlich von befreundeten Bauern und wissen wie die Tiere dort leben und sterben.

Das ist tatsächlich das einzig sinnvolle, das man machen kann.

Kurz noch abschließend zu meinem Statement: Ich will keine Lanze für die Massentierhaltung brechen, sondern vielmehr aufklären, dass teilweise die extensiven Betriebe noch schlimmer sind als die intensiven Betriebe. Ich mag das allgemeingültige Gehetze auf die intensive Haltung nicht.
Tatsache ist, dass JEDER bei sich anfangen muss und den Verbrauch an tierischen Produkten massiv einschränken muss. Dann können alle Tiere auch problemlos artgerecht gehalten werden und bei der Schlachtung stehen nicht mehr alle Beteiligten unter so massivem Zeitdruck. Mir ist vollkommen klar, dass das auch eine Utopie ist. Für mich ist das allerdings kein Grund, nicht trotzdem bei mir anzufangen und deswegen kaufe und esse ich sehr bewusst.
 
Maze of the Haze

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Danke Hundenase das du so ehrlich geschrieben hast und vieles richtig gestellt!! ich bin Bachelor Landwirtschaft und mag es nicht wenn alles immer so über einen Kamm geschert wird
 
cherry-lein

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Das sind aber alles Probleme, die nicht nur auf die Massentierhaltung zutreffen.
Da hast du sicher Recht, dass diese Punkte nicht "Nur" auf Massentierbetriebe zutreffen aber bei den meisten Massentierbetrieben tun sie es leider. Ich will Fleisch essen auch nicht schlecht machen oder so ich finde nur man muss genau darüber nachdenken von wo diese Dinge wie Fleisch und Fisch herkommen. Wenn man sein Fleisch bewusst kauft und isst finde ich das voll in Ordnung. Man muss eben alles im Rahmen halten.

Ich will auch nicht "alles über einen Kamm scheren". Es gibt ja durchaus viele Bauern und Betriebe die tierwürdige Bedingungen haben und bei denen man Fleisch mit "gutem Gewissen" kaufen kann. Ich finde es auch gut, dass sich immer mehr Leute damit Beschäftigen wo ihre Lebensmittel herkommen und dann auch durchaus mal auf "schlechtes Fleisch oder Fisch" zum Wohl der Tiere verzichten. Aber leider machen das noch lange nicht alle Leute.
 
Thema:

Massentierhaltung ???

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