Australische Studie zweifelt an Monty Roberts Methode

Diskutiere Australische Studie zweifelt an Monty Roberts Methode im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Quelle und firstvollständiger Bericht: http://www.pferdplus.com/news/neue-studie-wie-pferdefreundlich-ist-monty-roberts-trainingsmethode-wirklich...
Foss

Foss

Registriert seit
06.07.2010
Beiträge
4.912
Reaktionen
19
„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass diese Methode letztlich auf dem Wechselspiel von Furcht und Sicherheit basiert – und dass das Pferd in gewisser Weise gezwungen ist, sich entweder ständig zu fürchten und davongejagt zu werden, oder aber sich dem Trainer anzunähern. Wir stellen in Frage, ob es besonders pferdefreundlich ist, in der Pferdeausbildung mit dem gezielten und bewussten Einsatz von Angstreizen zu arbeiten.“, so Henshall
Quelle und
vollständiger Bericht: http://www.pferdplus.com/news/neue-studie-wie-pferdefreundlich-ist-monty-roberts-trainingsmethode-wirklich

Was sind eure Meinungen?

LG Foss
 
16.07.2012
#1
A

Anzeige

Guest

Schau mal hier: Australische Studie zweifelt an Monty Roberts Methode . Dort wird jeder fündig!
Tompina

Tompina

Moderator
Registriert seit
03.09.2009
Beiträge
6.005
Reaktionen
71
*sich mal ins Pferde-UFO verirrt*

Also, ich habe relativ viel Material zu Monty Roberts gelesen, habe ihn auch einmal live erlebt (wobei ich diese Veranstaltungen für sehr fragwürdig halte...:eusa_shhh:) und habe auch verschiedene Dinge an meinem damaligen Pflegepferd anhand seiner Methoden erarbeitet.

Ich kann dazu nur sagen, wenn man bereit ist sich auf die Körpersprache des Pferdes einzulassen und das Ganze nicht als Machtspiel, sondern als Miteinander ansieht, dann finde ich grundsätzlich erstmal nichts Verwerfliches an seiner Methode (die inzwischen durch Medien und Geld sicher aufgebauschter und verfremdeter ist, als sie es in den Anfangszeiten war!).

Zumal der berühmte "Join Up", eine einmalige Sache sein sollte und kein ständiges Gescheuche oder Gejage. Bei vielen Pferden reicht ein ausgestreckter Arm und eine starre Körperhaltung um sie von sich weg zu halten, da muss man nicht schreien, fuchteln oder sonst was, was dann wirklich Angst auslösen könnte! Und das Ganze macht man wie gesagt EINMAL. Ab da geht es ja darum MIT dem Pferd zu arbeiten und nicht GEGEN das Pferd!

Leider gibt es inzwischen viele Leute, die das Alles kopieren - viele davon falsch oder mit falscher Einstellung. Es geht immer mehr um Geld und Image und immer weniger um die Tiere - in wie weit das dann noch mit dem ursprünglichen Grundgedanken konform geht, sei dahin gestellt! Ich finde auch diese ach so tollen "Live-Auftritte" ziemlich bescheuert...das muss nicht sein und das hat auch mit der Methode wenig zu tun. Das Pferd muss mit seinen Besitzern funktionieren, die müssen erstmal anfangen zu verstehen und da hilft es keinem, wenn ein Herr Roberts es in einer halben Stunde schafft, dass Pferd zu verladen. Das Problem zwischen Besitzer und Pferd bleibt ja weiterhin bestehen.

Ich habe an meinem Pflegepferd gesehen, dass es geht. Ich habe es an vielen anderen Pferden gesehen. Ich habe vieles selbst ausprobiert und ich finde, wenn man mit ein bisschen Menschenverstand an die Sache geht, dann hat das nichts mit Angst zu tun!
 
M

Moosi13

Registriert seit
04.04.2013
Beiträge
9
Reaktionen
0
ich finde seine bücher gut, da er wirklich das pferdeverhalten studiert hat und die verbale kommunikation in den bücher auch sehr gut beschreibt, sodass man ein bisschen davon auch im umgang mit dem pferd anwenden kann.
Allerdings preist er immer an, dass seine methode "gewaltfrei" sei. Das sehe ich überhaupt nicht so. Es ist zwar keine körperliche gewalt, aber psychische Gewalt wendet er allenfalls an, indem er am anfang des join up ein raubtier "nachahmt" und dem pferd im prinzip keine andere wahl lässt als zu ihm zu kommen, weil es sonst ja noch ewig im galopp rennen müsste... Ich persönlich finde die Rolle des passiven Führers (Mark Rashid) und des ranghöheren Freundes viel besser!
 
Fellieknuddler

Fellieknuddler

Registriert seit
30.08.2011
Beiträge
23
Reaktionen
0
Ich finde seine Methoden klasse! Meiner Meinung nach ist das eine gute Art, seinem Pferd ohne Gewalt zu zeigen, wo sein Platz in der Rangfolge ist. Und zwar unter mir! In der Natur wird dem Pferd auch von dem Leittier gezeigt, wo der Hase lang läuft! Solange dies ohne Gewalt geschieht, habe ich keinerlei Einwände! Außerdem schafft die Kommunikation MIT dem Pferd Vertrauen.
 
O

oofranzeroo

Registriert seit
13.03.2012
Beiträge
343
Reaktionen
0
Ich finde es auch super was er macht. Grade heute hab ich wieder aus Pferde sicht ein join up gesehen. Ein neues pferd kam in die gruppe und der leitwallach hat die neue stute immer wieder weggejagt. So lange bis sich die neue Stute unter geordnet hat durfte sie dann endlich bei der gruppe stehen. Allerdings finde ich Nachahmer von monty gefährlich. So ungefähr i jag das pferd so lang bis es selber kommt. Ich finde es gehört eine enorme kontrolle der eigenen Körpersprache dazu um sowas zu machen. Ansonstengeht viel kaputt.
Und gewaltfrei..... schlagen geht gar nicht aber in der natur zeigt das leittier den andern auch grenzen auf. Von daher finde ich daran nix verwerfliches.
 
ponnyfreundin

ponnyfreundin

Registriert seit
02.10.2012
Beiträge
1.045
Reaktionen
0
Verfechter der Monty Roberts-Methode behaupten weiters, dass diese Technik besonders pferdefreundlich ist, weil einerseits keinerlei Ausrüstung, Zaumzeug oder Hilfszügel etc. am Pferdekörper eingesetzt wird – aber auch, weil das Pferd wählen kann, ob es sich dem Trainer annähert oder nicht.
Das Pferd muss sich ja letztendlich ergeben. aber was machen wir denn von oben? eigentlich das gleiche, reagierst du nicht auf druck mach ich so lange Druck bis du nach gibst. Immer noch besser als das Pferd auf brutale Art und weise zu brechen.
 
Queeny87

Queeny87

Registriert seit
25.08.2011
Beiträge
1.199
Reaktionen
0
Das Pferd muss sich ja letztendlich ergeben. aber was machen wir denn von oben? eigentlich das gleiche, reagierst du nicht auf druck mach ich so lange Druck bis du nach gibst. Immer noch besser als das Pferd auf brutale Art und weise zu brechen.
Jop egal wie schön man es redet, es ist Druck und wird solange praktiziert bis das Pferd nachgibt....nicht schondender als andere Methoden, nur anders...
Und was mir sauer aufstößt: Ich habe bereits mehrmals gelesen (ist schon länger her) das die Pferde zwar bei Monty funktionieren, bei den Besitzern danach aber nicht mehr....also naja :?
 
Bec

Bec

Registriert seit
19.02.2011
Beiträge
3.046
Reaktionen
7
Na ja, wenn sich die Besitzer nicht wie ein Leittier verhalten bzw dem Pferd einfach keine Sicherheit geben, dann ist doch klar, dass sich da nichst ändert. Es wird nicht ohne Grund oft genug gesagt, dass nicht das Tier Schuld ist, sondern meistens der Besitzer :)
Wenn da keine Änderung statt findet, dann wird sich auch beim Pferd nichts ändern (im Verhalten gegenüber dem Besitzer).
 
ponnyfreundin

ponnyfreundin

Registriert seit
02.10.2012
Beiträge
1.045
Reaktionen
0
Man sagt ja auch man hilft nicht dem Besitzer mit Pferdeproblemen sondern dem Pferd mit Menschenproblemen;)
 
Thema:

Australische Studie zweifelt an Monty Roberts Methode