Unsere Blaustirnamazone Cleo

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GustavScheer

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Meine Blaustirnamazone (weiblich / Cleo ) spreizt die Flügel und Schwanzfedern , kleine Pupillen ( aber nicht böse ) und bewegt sich langsam ( zeitlupenähnlich) von Stamm zu Stamm.
die Voliere ist 2m x 1,8m x2m. Kann ich da noch eine beliebige Amazone dazu setzten ?
 
13.08.2012
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Greg zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Mariama

Mariama

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Hallo Gustav,

herzlich willkommen im Tierforum! ;)

Deine Frage muss ich leider mit einem ganz klaren Nein beantworten. So einfach ist die Vergesellschaftung von Amazonen nicht. Als möglicher Partner kommt nur ein geschlechtsreifer Blaustirnamazonenhahn in Frage.

Erzähle doch bitte etwas mehr aus dem bisherigen Leben deiner Cleo. Ist sie eine Handaufzucht? Hatte sie schon mal einen Partner, etc.
 
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GustavScheer

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Hallo Mariama,

vielen Dank für deine schnelle Antwort!

Cleo ist am 29. Mai 2011 auf die Welt gekommen und wir haben Sie direkt im August 2011 bekommen. Sie hatte noch nie einen Partner.
Wir haben gesagt bekommen,dass es eine Handaufzucht wäre , aber uns kommt es leider nicht so vor.
Sie ist in einem Holzkasten "geliefert" worden , aber nur weil uns versichert wurde , dass das "liefern" sicher wäre und das es der "kleinen" dann auch gut gehen würde.
Meine Frau hat dann auch direkt den Holzkasten geöffnet und was sie dann sah war eine verstörte Amazone die total angst hatte.Mittlerweile redet sie schon und sagt dann auch "komm mich kraulen" , ich darf sie dann auch kraulen , aber dann wird sie von einer Sekunde zur anderen böse und versucht mich dann zu petzen und wenn sie einen guten Tag hat kommt sie dann auch auf die Hand , aber springt direkt wieder runter , als wenn sie kein Vertrauen hätte.
Ab wann sind die Amazonen denn Geschlechtsreif?

Liebe Grüße
Gustav
 
Mariama

Mariama

Moderator
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Hallo Gustav,

dann ist eure Cleo noch lange nicht geschlechtsreif. Amazonen erreichen die Geschlechtsreife zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr. Sie braucht also einen gegengeschlechtlichen Partner in ihrem Alter.

Wie gut, dass sie noch so jung ist, denn das erleichtert die Verpaarung, selbst wenn sie unglücklicherweise eine Handaufzucht sein sollte. Erkundige dich doch mal bei Fachärzten für Ziervögel in deiner Umgebung, ob sie von einem Abgabevogel im passenden Alter wissen. Ist durch einen DNA Test nachgewiesen, dass Cleo tatsächlich weiblich ist? Sonst würde ich das nachholen, um absolute Sicherheit zu haben.

Ansonsten würde ich bei einem seriösen Züchter nach einem Partnervogel Ausschau halten. Einen seriösen Züchter erkennst du unter Anderem daran, dass er dir keine Handaufzucht aufzuschwatzen versucht - wohl wissend, dass Handaufzuchten kein adäquates Sozialverhalten gelernt haben, schwerer zu Verpaaren sind und auf diesem Grund nach Erlangung der Geschlechtsreife zu Wanderpokalen werden, weil die Menschen nicht mehr mit ihnen zurecht kommen. Das ist Geschäftemacherei, die leider zu einem sehr traurigen Papageienleben führt.
 
Sunna

Sunna

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Hallo Gustav,

die Papiere für 'Cleo' habt ihr aber oder? Seid ihr euch sicher das sie das angegebene Alter hat?
Kommt sie auf eure Hand euren Arm?

Schaut euch den Züchter und die Elterntiere das nächste Mal an. Lasst euch alles zeigen.

Handaufzucht, ist nicht gleich Handaufzucht.

Es gibt mehrere Varianten:

1. Ab Ei, dass bedeuted die Tiere wurden in einem Inkubator bebrütet und seit dem Schlupf nur vom Menschen gefüttert - sprich dies sollte man auf gar keinen Fall unterstützen! Hier kommen wirklich 'Seelenkrüppel' her.

2. Die Kücken werden ab einer bestimmten Zeit nach dem Schlupf ( ca. 4 -6 Wochen) aus dem Nest der Elterntiere genommen und dann weiter per Handaufgezogen

3. Begleitende Aufzucht, dies ist meiner Meinung nach die optimalste Aufzucht. Das bedeuted beide Elterntiere dürfen ab Eiablage bis zum Ausfliegen die Kücken aufziehen. Lediglich der Züchter nimmt die Kücken mal in die Hand (wiegen/Anschauen wg. eventueller Krankheiten) und gewöhnt sie somit schrittweise an diese. Die Elterntiere kennen diesen Prozess/Ablauf schon und sind dementsprechend entspannt, dass schafft eine Vertrauensbasis auf beiden Seiten.

Der Züchter hat also auch ein inniges Verhältnis zu den Alttieren .

Bei Naturbruten aus Großvolierenhaltung oder Außenvolieren, dass ist meiner Meinung nach ebenso nicht gut.
Papageien gehören noch nicht zu den domestizierten Haustieren - ergo, hier ist noch viel Wild'gen' vorhanden.

Stell dir mal vor nach 3 Monaten deines Lebens (das ja mit das intensivste Prägungsverhältnis darstellt) in denen du den Wind, Sonne, Regen und nur andere Papageien gesehen und gespürt hast - wirst du auf einmal raus'gekeschert' oder per Handschuh gefangen - und landest dann (seien wir ehrlich die meisten Vogelbesitzer haben viel zu kleine Käfige) in einem winzigen Verschlag in einem trocken-luft Wohnzimmer, in dem auch noch permanent der Fernseher läuft, Kinder rumspringen, womöglich noch andere Tiere dich einschüchtern, Staubsauger etc .... pp ...

Gerne kann ich auch per PN behilflich mit mehr Tipps sein.
 
Anitram

Anitram

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Hallo Sunna,

dazu möchte ich gern noch etwas sagen, denn so ganz kann ich mich Deiner Meinung nicht anschließen.

Sicher, die begleitende Handaufzucht ist von allen 3 Möglichkeiten noch die tiergerechteste - was aber geschieht nach dem Ausfliegen? Junge Papageien lernen eben das Wenigste von ihren Geschwistern, sondern sind in punkto Erlernung von Sozialverhalten auch und gerade auf ihre Eltern angewiesen. Dieser wichtige Teil wird ihnen genommen - damit sie für die zukünftigen Halter leichter "händelbar" sind. Was sich mit der Pubertät dann sehr oft als Trugschluss herausstellt, auch bei begleiteten Handaufzuchten.

Zudem stört mich persönlich einfach, dass hier Tiere eines natürlichen Teils ihrer Entwicklung beraubt werden, einfach weil die Nachfrage besteht und sie gut und gewinnbringend verkauft werden können.

Wer ein Kuscheltier möchte, ist mit Vögeln nicht gut beraten und sollte lieber auf Hunde-oder Katzenhaltung ausweichen.Großpapageien gehören für mich generell nicht in ein Wohnzimmer, sondern höchstens noch, wenn schon Wohnungshaltung, in großzügige Vogelzimmer mit Außenvolierenanschluss. Und wer das nicht bieten kann, hat eben auch nicht die Voraussetzungen für die Haltung dieser Tiere - denn, wie Du ganz richtig schriebst, es sind immer noch Wild-und keine Haustiere.

Was die von Dir angebotene Pn-Beratung angeht - warum nicht hier im Forum, so dass alle Leser davon profitieren können ;)

@ GustavScheer: Deine Voliere hat schöne Maße und Eure Amazone ist noch sehr jung, ich würde es mit einer Vergesellschaftung versuchen. Dazu muss ein gegengeschlechtlicher Partner gefunden werden, wenn es geht, einer, der aus einer Naturbrut stammt - und bitte, verabschiedet Euch von dem Gedanken, dass Amazonen "zahm" sein und "sprechen" müssen. Wenn sie es im Laufe Ihres Lebens bei Euch lernen, ist es bestimmt schön für Euch, wenn nicht, ist es aber auch kein Drama. Hauptsache, die beiden können einigermaßen amazonengerecht bei Euch leben. Evtl. besteht ja tatsächlich die Möglichkeit, auf Dauer eine Außenvoliere anzuschließen, das wäre super!
 
Sunna

Sunna

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Hallo Anitram,

Sicher, die begleitende Handaufzucht ist von allen 3 Möglichkeiten noch die tiergerechteste - was aber geschieht nach dem Ausfliegen? Junge Papageien lernen eben das Wenigste von ihren Geschwistern, sondern sind in punkto Erlernung von Sozialverhalten auch und gerade auf ihre Eltern angewiesen. Dieser wichtige Teil wird ihnen genommen - damit sie für die zukünftigen Halter leichter "händelbar" sind. Was sich mit der Pubertät dann sehr oft als Trugschluss herausstellt, auch bei begleiteten Handaufzuchten.
Wieso sollen die juvenilen Papageien durch die 'begleitende Handaufzucht' kein Sozialverhalten durch die adulten Tiere lernen? :eusa_eh:
Die juvenilen Papageien sitzen doch nach dem Ausflug mit den Adulten zusammen ... :)

[VERSTECK]Oder reden wir aneinander vorbei, meinen aber dasselbe? :mrgreen:[/VERSTECK]

Zudem stört mich persönlich einfach, dass hier Tiere eines natürlichen Teils ihrer Entwicklung beraubt werden, einfach weil die Nachfrage besteht und sie gut und gewinnbringend verkauft werden können.
Wie oben erklärt, es sind immer noch Wildtiere, deswegen finde ich es nicht befürwortend den Menschen bei der Aufzucht völlig außen vor zu lassen.
Die 'begleitende Naturbrut' ist eine sanfte Methode die für beide Seiten Vorteile hat, die Jungvögel werden etappenweise an den Menschen gewöhnt, die Alttiere dürfen ihre Jungen komplett aufziehen.

[VERSTECK]OMG:shock:, ich meinte natürlich BEGLEITENDE NATURBRUT ! :uups: [/VERSTECK]

Wissenswert: Die Handaufzucht ist nicht nur für den Jungvogel nicht gut (Verhaltensstörungen/fehlende Sozialisation) sondern für die Alttiere purer Stress.
Die adulten Tiere können gar nicht nachvollziehen, warum ihr Nachwuchs plötzlich nicht mehr im Nest sitzt.
Die Folge :arrow: Meist legen die Alttiere dann umgehend wieder Eier und bebrüten diese. Das macht die adulte Henne ein paar mal und ihr Körper ist am Ende. (Kalziumentzug durch Eiablage) Die HZ hat auch einen hohen Preis an die Alttiere.

Die Handaufzucht im üblichen Sinne, die Tiere aus dem Nest entnehmen und per Spritze sowie Löffel aufziehen - ist mehr als veraltet & Tierquälerei.
[VERSTECK]Nicht das ihr denkt ich befürworte das :mrgreen:[/VERSTECK]
 
Thema:

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