Hund ausgebüxt - Aufsichtspflicht?

Diskutiere Hund ausgebüxt - Aufsichtspflicht? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen. Da ich selbst keinen Hund habe und auch in absehbarer Zukunft keinen haben kann, bin ich da auch nicht wirklich im Thema und muss...
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Ina4482

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Hallo zusammen.

Da ich selbst keinen Hund habe und auch in absehbarer Zukunft keinen haben kann, bin ich da auch nicht wirklich im Thema und muss euch mal um Rat fragen.

Allerdings muss ich etwas weiter ausholen:
Mein Lebensgefährte und ich haben im März ein Haus gekauft, mit Mieterin in der Einliegerwohnung (Keller). Unsere Mieterin wohnte dort mit 5 Katzen (reine Wohnungshaltung) und ihrem Hund, eine Katze ist mittlerweile verstorben. Jedenfalls war sie wohl immer sehr aktiv im Tierschutz, vor allem im Bereich Katzen halt, und war super-dankbar, dass wir sie als Mieterin behalten wollten. Mit großem Hund und der Anzahl an Katzen findet sich ja kaum eine neue Wohnung.
Alles schön und gut, nur hat sie seit einigen Monaten einen neuen Freund, der jetzt scheinbar deutlich über den Tieren steht. Die armen Mäuse sind nur noch alleine, weil
sie auch seit Monaten keine Nacht mehr zu Hause verbracht hat :?. Der Hund (Buddy heißt er übrigens, ein Pyrenäenberghund) wird morgens eben um den Block geführt, mittags von ihrer Schwester kurz rausgelassen und dann kommt sie nach der Arbeit und geht eine kurze Runde mit ihm. Wenn es passt, nimmt sie ihn dann mit zu ihrem Freund in den Garten, ansonsten hockt er bis ca. 10 Uhr wieder 4-5 Stunden alleine da, wird dann noch mal kurz rausgelassen und ist dann wieder die Nacht alleine mit den Katzen.
Mir tun die Tiere von Herzen Leid, aber da kann ich wohl gar nichts machen, außer ihr regelmäßig zu sagen, wie sehr Buddy heult, wenn sie fährt.

Letzte Nacht hatten wir dann aber den Super-Gau schlechthin: Buddy hat Angst vor Gewitter und letzte Nacht hat es hier richtig gekracht. Ich habe nichts mitbekommen, aber als mein Freund gegen drei Uhr die Fenster wieder aufmachte, hörte er Buddy extrem laut bellen und hat mal einen Blick nach draußen riskiert. Da rannte Buddy panisch bellend auf unserem Grundstück, das nicht eingezäunt ist, herum :shock:. Irgendwie hat er es geschafft, das Badezimmerfenster zu öffnen und auszubüxen. Mein Freund hat versucht, unsere Mieterin telefonisch zu erreichen, sie ging aber nicht dran. Gleichzeitig ist er raus und hat versucht Buddy einzufangen. Hat er auch geschafft. Jetzt stand unten aber das Fenster auf und er konnte das nicht einfach schließen, weil er nicht wusste, ob die Katzen schon entwischt waren. Also hat er Buddy kurzerhand ins Auto verfrachtet, weil wir auch schlecht einen knapp 60 kg Hund nachts zu unseren 7 Katzen setzen konnten, die alle keine Hunde kennen :?. Der arme Kerl hat also den Rest der Nacht im Auto verbracht und um halb 7 hat sie sich dann auch mal gemeldet. Kommentar bei Übergabe des Hundes ihrerseits: "Ich muss mir da was einfallen lassen, dieses Hin und Her schlaucht mich total, deshalb habe ich auch das Telefon nicht gehört."... Tja, mein Freund ist da dann nicht mehr so freundlich gewesen. Es hätte wer weiß was passieren können und die Tiere werden schon arg vernachlässigt, da sind uns ihre Befindlichkeiten grade herzlich egal. 2 von den Katzen sind übrigens verschwunden :(.

Meine Frage wäre jetzt, ob so was in den Bereich einer Aufsichtspflicht fällt :eusa_think:. Der Hund ist ja prinzipiell sicher untergebracht in der Wohnung. Dass er Fenster öffnen kann, wußte ja keiner. Wahrscheinlich können wir da gar nichts machen, außer weiter auf sie einzureden, oder?
 
16.08.2012
#1
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*Mischling*

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Hey,

erstmal zur eigentlichen Frage:
Der Aufenthaltsort des Hundes muss prinzipiell ausbruchsicher sein. Das ist nicht genauer definiert, er darf eben nicht nach draußen kommen.
Eigentlich schaut da auch keiner so genau hin, bis der Hund eben mal ausbüchst. Die Aufsichtspflicht für den Hund besteht immer, egal ob ich als Halter da bin oder nicht.
Verursacht er einen Unfall, zerstört fremdes Eigentum oder greift in seiner Panik jemanden an ist eure Mieterin haftbar.
Im Prinzip kann sie sogar die Haustüre offen lassen, solange der Hund im Haus ist kräht kein Hahn danach. Wenn er aber ausbricht ist es egal ob die Türe zu oder das gesamte Haus zugeschweißt war - kann er raus, war es nicht ausbruchsicher.

Aber mal so allgemein: Kann man da nix tun? Du schreibst, sie ist/war im TS aktiv - weißt du, in welchem Verein? Vielleicht kann man mit denen mal sprechen, dass die Frau überfordert scheint.
Vielleicht könnt ihr auch mit ihrem Freund reden? Vielleicht weiß er gar nicht, was seine Freundin seinetwegen "opfert"?
Oder ihr könnt ihr deutlich machen, dass ihr Freund auch zu euch kommen kann.
Aber so geht das ja nicht, der Hund vereinsamt ja zusehens und besonders nachts finde ich es furchtbar für ihn, wenn er alleine ist.
Bei der Rasse wird sie dann bald auch noch richtig Freude haben, denn der macht das nicht lange mit und bleibt dabei freundlich :?.
Auf offiziellem Wege fällt mir leider keine Lösung ein, solange die Tiere nicht in schlechtem Zustand sind, aber so geht das ja auch nicht weiter...

Joa, besonders hilfreich war ich jetzt auch nicht :(.
Ich drück euch/ihr auf jeden Fall die Daumen, dass ihr die Katzen wiederfindet!
Da kannst du ihr ja sicher mit Rat und Tat zur Seite stehen ;).

Liebe Grüße
 
Ina4482

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Aber mal so allgemein: Kann man da nix tun? Du schreibst, sie ist/war im TS aktiv - weißt du, in welchem Verein? Vielleicht kann man mit denen mal sprechen, dass die Frau überfordert scheint.
Sie hat das immer privat und auf eigene Kosten gemacht. Sie füttert auf unserem Grundstück einige halbwilde Katzen, die sie auch eingefangen hat für die Kastration. 2 ihrer Katzen stammen von draußen, die wurden hier geboren und sie hat den Wurf reingeholt und großgezogen. Kontakte gibt es da also meines Wissens nach nicht.

Vielleicht könnt ihr auch mit ihrem Freund reden? Vielleicht weiß er gar nicht, was seine Freundin seinetwegen "opfert"?
Oder ihr könnt ihr deutlich machen, dass ihr Freund auch zu euch kommen kann.
Der Herr weiß das sehr wohl. Er mag nur keine Katzen und hat immer panische Angst vor Hunden gehabt. Zu Anfang ist er immer drei Meter hinter ihr und Buddy hergegangen, mittlerweile hat er sich an ihn gewöhnt und das geht. Aber ins Haus darf er da wohl nicht, soweit ich weiß :eusa_think:. Bei ihm wird gerade eine isolierte Hundehütte im Garten gebaut, in der Buddy dann wohl schlafen soll :eusa_eh:. Dementsprechend sind die beiden auch nie hier - wir hätten da aber gar kein Problem mit, auch wenn ich ihn nicht besonders mag ;).

Auf offiziellem Wege fällt mir leider keine Lösung ein, solange die Tiere nicht in schlechtem Zustand sind, aber so geht das ja auch nicht weiter...
Die Tiere sind top gepflegt und gesund. Rein versorgungstechnisch bleibt da nichts auf der Strecke. Sie vernachlässigt sie "nur" , indem sie halt gar keine Zeit zum Spielen, Kuscheln usw. für sie hat und dass sie nachts nie da ist und eben Vollzeit arbeiten ist.

Ich verstehe es auch wirklich nicht :(. Sie ist tierlieb und ich war ja im Mai noch mit ihr beim Notdienst mit einer der wilden Katzen. Aber jetzt ist halt der Mann wichtiger. Wir dachten erst, das legt sich nach ein paar Wochen, aber das geht nun schon seit fast 5 Monaten so :(.
 
*Mischling*

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Bei ihm wird gerade eine isolierte Hundehütte im Garten gebaut, in der Buddy dann wohl schlafen soll :eusa_eh:.
Och ne, bitte nicht :(.
Das endet wie so viele Geschichten hier - er will den Hund nicht, aber man kann es ja mal zu seinen Bedingungen auf Kosten des Hundes versuchen. Als nächstes wird er krank, darf aber nicht zum TA, weil das Geld kostet, darf nicht ins Haus, wenn es draußen stürmt und der Hund krank ist usw..
Da fragt man sich doch, wie so eine Frau an so einen Kerl kommt :eusa_eh:.
Und was soll dann eigentlich mit den Katzen passieren, wenn er die auch nicht mag? Kommt sie dann überhaupt noch, um sie selbst zu füttern?

Ich finde das sehr schade, weil ich der Meinung bin, dass die Tiere unter einer solchen Vernachlässigung genauso leiden wie unter einer körperlichen.
Die Katzen mögen das in gewissem Maße noch vertragen, sie sind immerhin zu mehreren. Aber der Hund leidet darunter seelisch wirklich - keine Gesellschaft, kein Rudel, keine Auslastung. Das kann es doch nicht sein?

Irgendwie muss man mit der Frau doch reden können, immerhin scheint sie das Herz ja am rechten Fleck zu haben. Das erinnert mich an einen Teenie, der unter dem schlechten Einfluss eines Freundes steht...
 
Ina4482

Ina4482

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Und was soll dann eigentlich mit den Katzen passieren, wenn er die auch nicht mag? Kommt sie dann überhaupt noch, um sie selbst zu füttern?
Sie hatte schon mal angedeutet, die Wohnung so lange zu halten, wie es die Katzen gibt. Das ist aber auch alles andere als ideal.

Irgendwie muss man mit der Frau doch reden können, immerhin scheint sie das Herz ja am rechten Fleck zu haben. Das erinnert mich an einen Teenie, der unter dem schlechten Einfluss eines Freundes steht...
Ja, nur dass sie eben über 40 ist. Und jahrelang alleine war. Ich verstehe das also schon irgendwie, aber er hat wohl bereits nach 2 Wochen gefragt, ob sie die Katzen abgeben würde. Sie hat direkt "nein" gesagt. Ich hätte direkt "Tschüs" hinzugefügt ;).

Naja, dann werde ich wohl noch mal versuchen mit ihr zu reden. Es ist ja leider auch so, dass wir oft wenig Schlaf bekommen, weil Buddy ordentlich Stimmgewalt hat :?.
 
Pewee

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Huhu,

ich würde versuchen sie vor vollendete Tatsachen zu stellen. Natürlich nicht drohen, aber klar sagen, dass ihr nicht schlafen könnt, dass der Hund leidet und sie ja offensichtlich auch unzufrieden mit der Situation ist. Dann würde ich mir ein paar Links nehmen: http://www.pro-herdenschutzhunde.de/cgi-bin/contray/contray.cgi?DATA=&ID=000&GROUP=001 und/oder http://www.kumpel-kuvasz.de/hilfe und ihr sagen (vielleicht mit deiner Hilfe, damit nicht nur Lippenbekenntnisse kommen), dass diese Leute hier den Hund aufnehmen und in ein besseres Zuhause bringen könnten.

Dem Hund eine Hütte zu bauen, finde ich auch sehr tragisch. Das ist meist dieser klägliche Versuch, dem Hund Auslastung zu verschaffen, weil er sich draußen ja dann selbst beschäftigen kann... Soweit würde ich es gar nicht kommen lassen, weil sich die Halter das ganz schnell schönreden.
 
Ina4482

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Danke für die Links, Peewee :). Auch wenn ich bezweifel, dass sie das hören will.
Es ist auch nicht ihr erster Hund dieser Rasse, sein Vorgänger ist vor knapp 4 Jahren im Alter von 13 Jahren verstorben. Sie wußte also ganz genau worauf sie sich einlässt. Buddy ist allerdings im Gegensatz zu seinem Vorgänger sehr pflegeleicht und verträglich, das macht es leider einfach, ihn auch mal kürzer kommen zu lassen :(.

Wenn ich könnte wie ich wollte, hätte ich ihn heute nacht direkt einkassiert, weil er so ein Schatz ist...
 
Pewee

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Ja, das kann ich mir vorstellen :( Ich hab Erfolg auch meistens nur dadurch erzielt, dass ich hartnäckig geblieben bin und immer mal wieder unterschwellig damit anfing. Beim ersten Mal ansprechen ist das meist noch ein Schock für die Leute, aber manchmal kommt dann doch die Einsicht - vor allem, wenn man verständnisvoll bleibt. Vielleicht könnte man einfach appellieren, dass sie die Rasse und speziell Buddy kennt und es einfach besser wissen müsste, dass man ihn nicht in den Garten "wirft" und sich selbst überlässt.
 
Knopfstern

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Hallo Ina,

Das ganze klingt absolut tragisch und grausam. :(
Mir zerreisst es das Herz.
Allerdings solltest du, als Vermieterin, jetzt mit ihr klare Worte reden und das es so nicht weiter geht.
Und wenn sich nichts ändert, das es Konsequenzen nach sich ziehen wird.
Natürlich würde ich ihr das nicht so hart aufm Tisch hauen, aber wenn sich da nichts ändert, dann müsst ihr als Vermieter handeln.
Es kann nicht sein, das ein Hund darunter leidet, weil die Besitzerin einen neuen Partner hat.
Das sollte die Dame eigentlich wissen.

Und ich denke auch, wenn der Hund erstmal die Hütte hat, dann ist eh alles verloren...

Ich drücke die Daumen für die Tiere.

Hat man hoffnung, das die Katzen wieder kommen?
 
Ina4482

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Allerdings solltest du, als Vermieterin, jetzt mit ihr klare Worte reden und das es so nicht weiter geht.
Und wenn sich nichts ändert, das es Konsequenzen nach sich ziehen wird.
Ich weiß :(. So schwer mir das auch fällt. Ich bin so ungerne die "Böse"... Hab ihr jetzt erst mal eine SMS geschickt und wegen der Katzen gefragt. Wenn eine Antwort kommt, frage ich nach, wann sie Zeit für ein Gespräch hat.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Eine Katze ist jetzt wieder aufgetaucht, eine fehlt noch. Und um ein Gespräch habe ich jetzt auch gebeten. Wohl fühle ich mich damit jetzt nicht wirklich, aber eine andere Wahl habe ich ja sowieso nicht :?.
 
Knopfstern

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Ina,

Es gibt zwei möglichkeiten, du lässt alles so weiter laufen, wie bisher und lässt die Tiere ihrem schicksal, was so definitiv irgendwann in Aggression und evtl im schlimmeren endet.
Oder du sprichst mit ihr und versuchst ihr klar zumachen, das dass, was sie da tut, auf keine Kuh haut geht.

Und ich denke, du wirst das richtige tuen.
Ich für meinen teil, kann da nur mitm Kopf schütteln und bin sprachlos.
Und denke, Mischling und Pewee wird es da nicht anders ergehen.

Ich drücke die Daumen, das ihr eine Lösung für alle findet.
Und wenn du luft raus lassen musst, du weisst, wo du uns findest. ;)
 
Ina4482

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Es gibt zwei möglichkeiten, du lässt alles so weiter laufen, wie bisher und lässt die Tiere ihrem schicksal, was so definitiv irgendwann in Aggression und evtl im schlimmeren endet.
Oder du sprichst mit ihr und versuchst ihr klar zumachen, das dass, was sie da tut, auf keine Kuh haut geht.
Deswegen meinte ich ja, dass ich keine Wahl habe :102:. Ich kann das nicht mehr mit ansehen und werde das auch deutlich ansprechen; wenn sie nachher zu Hause ist, direkt heute abend schon.
 
Pewee

Pewee

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Du schaffst das! Seinen Mitlebewesen zu helfen, heißt leider nur sehr selten, dass es ohne Murren und Gezanke geht... da muss man drüber stehen :(

Ich drücke die Daumen und würde mich über einen Bericht freuen!
 
silbermond

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zum eingangsposting: das gehört difinitiv zur aufsichtspflicht. der hund war schließlich ohne aufsicht und ist ausgebüchst.

meiner damaligen nachbarin ist das mit luca passiert. er und sein freund, mops enrico, sind gemeinsam aus dem garten ausgebüchst. sie sind auf einen anderen hund gestoßen und es gab krach. die polizei wurde eingeschalten und meine nachbarin musste 100,- strafe wegen verletzung der aufsichtspflicht bezahlen.
 
Ina4482

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Es ging aber tatsächlich ohne Streit :).

Ihr ist durchaus bewusst, dass da grade einiges falsch läuft und ich habe grad mit einer ziemlich verzweifelten Frau geredet. Ich habe ihr klipp und klar gesagt, dass das so nicht weitergehen kann und es bestimmt auch keine Lösung ist, wenn der Hund schließlich dort nur im Garten lebt. Ich habe auch noch mal gefragt, wieso das überhaupt so sein soll. Tja, wegen der Haare, die will ihr Freund nicht im Haus haben.

Insgesamt belastet sie das ganze weit mehr als ich gedacht habe. Sie kurvt nur noch zwischen Arbeit, seinem Haus und ihren Tieren hin und her, besorgt Sachen aus dem Baumarkt, kocht da auch noch jeden Abend und bei der Arbeit gibt es auch noch Streß. Heute hat sie dann nach der Aktion einen Schlussstrich gezogen, ist beim Arzt gewesen, weil sie seit Wochen nicht schlafen kann und hat sich krankgemeldet. Ihr Freund hat einiges zu hören gekriegt, weil sein einziger Kommentar war "ist ja nix passiert" :?. Nix passiert ist gut - mein Freund hat mir erzählt, dass Buddy ihn heute nacht erst gar nicht erkannt hat und knurrte und sogar die Zähne gefletscht hat anfangs :shock:. Da kann man froh sein, dass mein Freund Hundeerfahrung hat, auch mit größeren Hunden (seine Familie hatte immer welche, aktuell 2 Dobermänner und ein Schäferhundmix) und die Situation in den Griff gekriegt hat.

Wir haben uns jetzt so geeinigt, dass sie am Wochenende ein klärendes Gespräch mit ihrem Freund führt und uns als die "bösen Vermieter" verkaufen darf, die ihr mit Kündigung drohen. Unter der Bedingung, dass sie sich da jetzt durchsetzt. Zumindest soweit, dass eine vernünftige Hundehaltung dort machbar ist. Buddy muss ja nicht gleich mit im Bett schlafen. Damit hat sie aber was in der Hand um Druck zu machen und wenn sie meint, dass das der richtige Weg ist, ist das für uns völlig in Ordnung.

Da warten wir jetzt also das Wochenende ab, weil sie uns dann Bescheid geben will. Bei der Gelegenheit hat sie uns übrigens auch die zwei angekauten Türen in der Wohnung gebeichtet :roll:. Ist mir ehrlich gesagt aber egal, wenn sich da jetzt was tut.

Eine Katze fehlt leider immer noch. Allerdings war diese früher mal Freigänger hier, von daher gehen wir davon aus, dass sie wieder auftauchen wird.
 
Knopfstern

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Na, das klingt ja immer hin ganz"okay"...

Das mit dem"bösen Vermieter",hoffen wir mal, das dass ganze nicht nachhinten los geht.
Wenn der Freund so ist, wie ich mir das Vorstelle, dann steht der nicht hoffentlich bei euch vor der Tür.
Oder Verlangt sogar, das der Hund dann ganz wegkommt.
Und vorallem, es sind dann ja auch noch die Katzen da. :?
 
*Mischling*

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Der Ansatz ist schon einmal gut, immerhin erkennt sie, dass da was falsch läuft.
Ich hoffe nur, dass sie sich gegen ihren Freund durchsetzt. Aus Erfahrung würde ich behaupten, dass kein friedliches Zusammenleben möglich ist, wenn er jetzt schon wegen der Haare meckert.
Für mich wäre das ein klares Zeichen, dass sie sich hier zwischen Beziehung und Tier entscheiden muss.
So wie es jetzt läuft bzw. geplant ist ist das meiner Meinung nach eine echte Zumutung für Hund und Katz.

Wir werden sehen, ich hoffe, sie bringt den Mut auf, sich durchzusetzen und notfalls Konsequenzen zu ziehen.

Liebe Grüße
 
Ina4482

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Das mit dem"bösen Vermieter",hoffen wir mal, das dass ganze nicht nachhinten los geht.
Wenn der Freund so ist, wie ich mir das Vorstelle, dann steht der nicht hoffentlich bei euch vor der Tür.
Das auf keinen Fall - er hat bloß einfach keinen Bezug zu Haustieren.

Ich persönlich glaube auch nicht, dass das etwas richtig Dauerhaftes sein kann. Aber das muss ja jeder irgendwo selbst wissen :102:. Ich würde das so nicht wollen.
 
Knopfstern

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Ina, ich muss dich hier jetzt mal loben.
Ich finde es super, das du sofort reagiert hast und das du sofort mit ihr gesprochen hast.
Hut ab, davon sollten sich einige Leute eine dicke, fette, Scheibe abschneiden.

Ich finde das richtig klasse von dir. :)
Andere hätten evtl weg geguckt.
 
Pewee

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Ich finds auch richtig toll, dass du das machst Ina :) Den Mut muss man ja auch erstmal haben, den Leuten knallhart ins Gesicht zu sagen, dass sie derzeit richtig Mist machen.

Und selbst wenn der Kerl vor deiner Tür steht... du hast ja als Vermieterin das Recht solche Tiere zu verbieten, wenn du wirklich wolltest. Er könnte dir also nix. So, wie sich das anhört, ist das wohl wirklich nichts dauerthaftes, also hoffen wir mal, dass sie immer im Sinne der Tiere handelt und es nicht irgendwann bereut.

Was die Tür angeht, müsste da eigentlich die Haftpftlichtversicherung des Hundes zahlen... wenn sie eine abgeschlossen hat :eusa_think:
 
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