Mein Hund wurde angefallen, ich ging dazwischen - Anzeige? Schmerzensgeld?

Diskutiere Mein Hund wurde angefallen, ich ging dazwischen - Anzeige? Schmerzensgeld? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, hatte gestern ein schockierendes Erlebnis mit meinem Mischling Maxl ... wir waren gerade ein paar Meter unserer Gassirunde in Richtung...
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Maxl

Maxl

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Hallo,

hatte gestern ein schockierendes Erlebnis mit meinem Mischling Maxl ...
wir waren gerade ein paar Meter unserer Gassirunde in Richtung Park gegangen da kam aus einem Haus aus der Straße ein unangeleinter Labrador-Mix zielstrebig auf uns zu gerannt und verbiss sich sofort in meinen Hund ... keine Halterin in Sicht :x (und dabei sagt man ja diese Rasse sei sehr friedlich)
Erst durch meine Hilferufe kam dann jemand angerannt. Da hatte ich allerdings schon versucht die beiden zu trennen, weil ich sah dass mein Hund blutete und sich der andere immer mehr in ihn verbiss... hab
auch was abbekommen als ich sie trennen wollte... jetzt hab ich 2 Bisse im Finger und einen im Bein :( Passanten haben gleich die Polizei und die Sanitäter gerufen, die Halterin hat sich bei mir entschuldigt, dass sie nicht wisse, wer die Tür offen stehen gelassen habe *wasfürnerechtfertigung*
Sie hat mir dann gleich Ihre Daten gegeben und den Vorfall ihrer Versicherung gemeldet ... die Polizei hat natürlich alle Daten aufgenommen für eine Anzeige. Ich bin dann gleich mit den Sani's ins Krankenhaus, hab ja auch geblutet wie sau und mein Freund ist sofort mit unserem Hund in die Notfallklinik ... er hat einige Bisswunden und humpelt auf seinem Vorderbein *tutmirinderseelewehihnsozusehen*

die Halterin hat sich auch mittlerweile noch einige male per SMS bei mir entschuldigt und mich gebeten die Anzeige doch vielleicht zurück zu ziehen ... ich weiß nicht genau, ich will ihr ja auch nichts böses und ich möchte auch nicht, dass ihr hund irgendwelche aufflagen bekommt o.ä. aber ich kann auf der anderen Seite auch nicht hinnehmen, warum ich und mein hund jetzt leiden müssen und ich dieses Verhalten nicht anzeigen sollte.
Was würdet Ihr machen?

Mein Hund hat jetzt auch wieder angefangen in jedem an uns vorbeilaufenden Hund einen potentiellen Feind zu sehen ... reagiert wieder aggressiv und so ... kann ich ihr aus diesem Grund eine Resozialisierung mit Hilfe einer Hundeschule aufdrücken? Bezahlen Versicherungen sowas?
War so froh, dass unser Maxl um so vieles ruhiger geworden ist, wenn es um andere Hunde ging. Und jetzt das ....

Bekommt man in solchen Fällen auch Schmerzensgeld? Ich hab ja mal gelesen, dass man selbst schuld ist, wenn man bei solch einer Beißerei dazwischen geht und auch was abkriegt ...???

Wäre euch für eure Antworten sehr dankbar.
 
17.09.2012
#1
A

Anzeige

Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
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Puh, schwere Frage...
Im ersten Moment wäre ich wohl so sauer, dass ich sie anzeigen würde.
Wenn ich mir das aber rational überlege denke ich immer "wer wird denn bestraft? Der Hund oder sie?"
Vermutlich bekommt sie die Auflage, den Hund mit Leine und Maulkorb zu führen oder muss ihn gar abgeben, das kann ich so schwer einschätzen, allerdings ist alles möglich, wenn ein Mensch verletzt wurde.
Allerdings leidet darunter nur der Hund, der in meinen Augen am wenigsten dafür kann. Sie ist für ihn verantwortlich und sie hätte auf ihn aufpassen müssen. Der Hund hat seiner Meinung nach etwas völlig natürliches getan - er hat sein Grundstück beschützt.

Das mit dem selbst schuld ist Auslegungssache. Je nach Fall bekommen manche Schmerzensgeld, bei anderen heißt es, sie hätten die Gefahr kennen müssen. In letzter Zeit geht die Tendenz aber meinem Empfinden nach dahin, dass der Geschädigte immer Schmerzensgeld bekommt, zumindest in Situationen, in denen kein Halter in Sicht war. Immerhin ist der Hund vor Gesetz dein Besitz und du hast ihn beschützt, daraus kann man dir keinen Strick drehen. So wird meines Wissens auch meist argumentiert, wenn der Geschädigte dann Schmerzensgeld bekommt. Das müsste dann normaler Weise - sowie die TA-Rechnung auch - die Versicherung der Halterin übernehmen.

Ich frage mich, ob du die Anzeige überhaupt noch zurückziehen kannst. Die Polizei war vor Ort, hat den Fall aufgenommen - ob das so einfach geht?
Auf jeden Fall würde ich mir genau überlegen, ob du die Anzeige bestehen lassen möchtest oder nicht, denn meist wird der falsche bestraft, nämlich der Hund. Andererseits verstehe ich den Gedanken, eventuell auch andere Leute zu schützen, sollte der Hund gefährlich und sie mit ihm überfordert sein.
Deine TA-Rechnung wird aber auf jeden Fall von ihrer Versicherung bzw. ihr gezahlt.

Ich wünsche deinem Hund auf jeden Fall alles Gute sowie dir auch. Ich hoffe, ihr erholt euch bald - von den Verletzungen und dem Schock!
 
Elkeupina

Elkeupina

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Oh je, das klingt ja sehr dramatisch. Leider kenne ich mich da überhaupt nicht aus .... aber....
...das ist genau die Horror-Szenerie, die ich mir hier auf dem Land immer ausmale. Hier laufen nämlich soooo viele Hunde alleine in der Gegend rum, weil jeder 2. Bauer hier denkt er hätte uneingeschränkte Narrenfreiheit. Ich trau´ mich meinen Hund hier kaum loszumachen... zumal ich weiß, daß er anderen Rüden gegenüber auch nicht immer freundlich gestimmt ist.

Ich werde mal wieder hier reinschauen um auf dem Laufenden zu bleiben.

Ich wünsche Dir und Deinem Hund in jedem Fall schon mal Gute Besserung.
 
Dana92

Dana92

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Hallo,

es tut mir erstmal sehr, sehr leid um deinen Hund und dich :(
Sowas ist schrecklich und möchte ich auch nicht erleben.
Wie geht es dir denn inzwischen?

So.. nun rede ich mal aus Sicht des anderen Hundes.
Zu erst: Mein Hund hat sich vor knapp 3 Wochen durch einen Angriff eines Hundes zur Wehr gesetzt, da es ein kleiner Hund ist, hat er ihn doof erwischt und das Auge musste nach 1,5 Wochen raus.
Es traten Lügen auf und eine Hetzjagd auf mich und meinen Hund.

Solltest du eine Anzeige starten, dann sei dir Bewusst, dass der Hund Maulkorb und Leinenpflicht bekommen wird.
Meiner hat es nun auch :? (wir gehen aber dagegen an.. )
Der Hund kann wenig dafür. Und wer weiß was in ihn gefahren ist.
Ich persönlich würde mich mit denen zusammen setzen. Alles klären und mir den Hund mal anschauen.
Gegebenenfalls würde ich diese Leute dazu bringen freiwillig einen Wesenstest durch zuführen. Dies wird vom Vet. Amt gemacht.
Hierbei lässt sich zeigen, ob der Hund "Gefährlich" ein zustufen ist oder eben nicht.
Sollte er durch fallen, dann bekommt er die Maulkorb und Leinenpflicht.
Wird dies positiv enden, dann rate ihr trotzdem, je nach dem wie der Test sonst ausfiel, dass sie eine Hundeschule besuchen sollte ;)

So bietest du ihr eine Möglichkeit an selbst zu handeln.
Und der Hund wird nicht gleich "bestraft" und darf "behandelt" werden, damit so etwas nie wieder passiert. Ohne Maulkorb ;)

Ich hoffe man konnte verstehen was ich damit meine und vorschlage.
Hab es ja anders erlebt. Ich hab nun einen "gefährlich" eingestuften Hund, obwohl alles auf Lügen basiert.
Ohne es jetzt mit eurer Situation zu vergleichen ne.

Wünsche euch Gute Besserung und bitte berichte weiter. :angel:
Lieben Gruß
 
Amicara

Amicara

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Hallo,

also erstmal vorweg, dass was dir passiert ist, ist wirklich sehr schlimm und ich wünsche deinem Hund und dir gute Besserung.

Ansonsten, so doof es sich für dich anhören mag, finde ich dass sich die Halterin nach dem Vorfall sehr sehr vorbildlich verhalten hat. Sie hat sich entschuldigt, dir alle nötigen Informationen gegeben und den Vorfall gleich der Versicherung gemeldet. Ich finde so jemand hat dann keine Anzeige verdient.

Ich habe hier schon ganz andere Erfahrungen machen müssen und wäre froh um so eine HH gewesen.

lg Amicara
 
Infano

Infano

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Vielleicht kann man ja nen Deal machen?
Du sagst, du lässt die Anzeige fallen, wenn sie bereit ist, mit ihrem Hund eine HuSchu zu besuchen und dir ebenfalls zumindest die Hälfte dazu gibt, damit du mit deinem Hund auch wieder arbeiten kannst...
Vielleicht bin ich da gerade etwas zu blauäugig oder harmoniesüchtig, ich denke aber, nachdem sie so vorbildlich reagiert hat wäre es einen Versuch wert... Also ich würde es zumindest probieren :)

Dir und deinem Hund gute Besserung!
 
suno

suno

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Hallo,
Infano ich finde deinen Lösungsvorschlag absolut nicht blauäugig oder harmoniesüchtig. Ich finde da ist eine Menge Civilcourafge dahinter. Das Problem selbst anpacken - bevor man die "Gesetzteshüter" ruft, finde ich klasse.

Ich würde auch hingehen, (ohne Hund) und mit der Frau bei einer Tasse Kaffee reden. je nachdem was dabei herauskommt, würde ich mich entscheiden.Schmerzengelt - ich weiß nicht - lohnen sich 200 - 300 Euro für so einen Stress?
Ich finde "Maxl" klingt sehr sympathisch und die andere Hundebesitzerin hat wirklich vorbildlich reagiert - vielleicht könnt ihr zwei euch zum Wohl eurer Tiere einigen....

LG Suno
 
R

Retic

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Hallo,

bei Vorfällen mit freilaufenden Hunden, gerade wenn da noch ein großes Theater mit Polizei usw. draus entsteht, kann es eh sein, dass auf deine Anzeige nicht ankommt, da dann ein öffentliches Interesse bejaht wird, was Strafverfolgung und andere Maßnahmen angeht.

Ich würde in der Konstellation wohl nicht noch extra Anzeige erstatten, damit die Halterin zusätzlich von den Behörden in die Mangel genommen wird. Das wäre natürlich etwas anderes gewesen, wenn der Hund speziell dich angegriffen hätte.

Allerdings wollte ich dann schon Schmerzensgeld und Schadensersatz haben. Dafür kannst du dich ja mit ihr an einen Tisch setzen. Und ja, du kannst auch zur Sprache bringen, dass der Hund seit dem Vorfall traumatisiert ist und du einen Hundetrainer brauchst, um seine Verhaltensauffälligkeiten zu beseitigen. Also da wäre ich nicht schüchtern, die Halterin soll froh sein, wenn sie die Sache mit Geld klären kann.
 
Sissy1982

Sissy1982

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Hey,

ich denke jeder muss für sich entscheiden, ich kann nur sagen ich würde die Frau Anzeigen. Vor so einem Erlebnis habe ich auch immer Angst,meine Hündin ist auch schon 3-4 mal einfach so attackiert worden, zum Glück ist nichts schlimmes passiert. Ok, die Frau konnte in dem Fall nicht wiklich etwas dafür, aber ich glaube dieser Hund wird öfters so reagieren oder hat es schon.
Es ist doch kein normales Hundeverhalten wenn ein Hund direkt auf einen anderen zurennt und diesem so extrem beisst. Da kann man sich den Wesenstest doch fast sparen, ich finde es richtig, wenn dieser hund mit Maulkorb laufen muss.
Ich möchte nicht auf diesen Hund treffen, der sich dann doch mal von der Leine oder so reisst!!!????:eusa_think:

Wie gesagt, ich würde so entscheiden. Habe halt Angst um meinen Hund und wahrscheinlich auch um mich (ich würde auch dazwischen gehen)
 
Ginny1982

Ginny1982

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Hallo Maxl,

also erst einmal möchte auch ich dir sagen, dass du da ein ganz schlimmes Erlebnis hattest und das tut mir wirklich sehr Leid! Sowohl für dich, als auch für deinen Hund!
Ich hatte mal ein ähnliches Erlebnis mit unserem damaligen Rüden. Nur dass ich eben das Glück hatte und Rico (so hieß unser damaliger Hund) einfach stärker war. Der andere Rüde (Rottweiler!) war sowas von aggressiv und selbst von der Besitzerin kaum zu beruhigen. Naja, ich weiss bis heute nicht was der Hund an Verletzungen von sich getragen hatte, da ich stinkesauer und wirklich böse schimpfend weitergegangen bin als sie endlich den Hund an der Leine hatte!!
Also ICH würde dich gut verstehen wenn du Anzeige erstatten würdest und dich auch nach Schmerzensgeld erkundigen würdest! Nett entschuldigt hin oder her, aber ich finde schon, dass dies Konsequenzen haben sollte für diese Besitzerin. Und gut... für den Hund auch, aber sicherlich nicht unbedingt negativ! Vielleicht bringt das ja auch eine Sache ins Rollen und der Besitzerin geht dadurch ein Licht auf und versucht ihren Hund mal in den Griff zu bekommen.
Ich hoffe, du verstehst wie ich das meine. ;)
Letztendlich denkt da sicherlich jeder anders drüber und du solltest für dich entscheiden was du richtig findest. MITLEID, finde ICH, ist in solch einer Thematik NICHT angebracht.

Alles Gute für deinen Süßen und dich! :)
 
kleiner Falke

kleiner Falke

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Hallöchen

Sowas liest sich ja wie ne Horrorstory. :shock: Also ich würde sie auch anzeigen. Sie hat ihre Aufsichtspflicht auf jeden Fall verletzt! Schon dafür kann sie büssen. Und dass ein Hund einfach so mal angerannt kommt und sich gleich in Deinen Hund verbeisst, ist auch kein normales Verhalten. Wenn er wirklich sein Haus verteidigen will, was aber schon mal ein völlig falscher Aspekt ist denn in einer guten Hund / Mensch Beziehung hat der Mensch das Sagen, verteidigt der Mensch die Resourcen (zu denen nun mal auch das Haus gehört) und nicht der Hund. Also schon da hat diese Besitzerin definitiv einen guten Hundetrainer nötig, der ihr diesbezüglich auch mal ne Nachhilfestunde gibt und den Hund resozialisert. :eusa_shhh:

Und Deinen, nach dem blöden Erlebnis, auch gleich noch. Glaub mir, da wirst Du noch Probleme haben denn Dein Hund hat nun auch ein Trauma, was Du wohl schwer wieder rausbekommst. Das kannst Du mit keinem Geld der Welt bezahlen... :?

Vielleicht ist da auch schon mal was in die Richtung passiert und da hat eben auch keiner Anzeige gemacht. Ja gut, wenn es nie jemand meldet, dann beisst der irgendwann ein Kind, was halt dummerweise auch gleich vor dem Haus durchläuft und da der Hund ja "sein" Haus verteidigt (und das anscheinend auch darf), warum nicht auch gegen ein Kind? Ne, ne, da würde ich durchgreifen. Sorry, in sowas bin ich knallhart!
Dann lernt die Frau es nämlich JETZT und nicht erst dann, wenn noch einer zu Tode kommt... :silence: (und wenn es der Hund ist, der überfahren wird...)
Sollte dies tatsächlich ein super erzogener, todlieber Hund sein, wird sie die Auflagen auch wieder wegbekommen---ein Hund der aber einfach mal so angerannt kommt und sich verbeisst, hat definitiv ein Problem! Und das gehört gemeldet.
 
pc.lieschen

pc.lieschen

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Wie geht es dir und deinen Hund denn heute?

Meine wurde einmal angegriffen, böse am Auge verletzt und in der Backe war der Gegenbiss. Die Hundehalterin hat sich bei mir mehrfach entschuldigt und alle TA Kosten getragen sowie mehrfach nachgefragt wie es meiner geht.
Ich war so gerührt das es noch so nette Menschen gibt, das ich ihr und ihrer Hündin noch was in den Briefkasten gelegt habe (Lecker für jeden was)
 
kleiner Falke

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ja! Wenn der Hund tatsächlich so dermassen territorial veranlagt ist, unterscheidet er eventuell nicht zwischen Hund und Kind. Immerhin wurde ja die Halterin des angefallenen Hundes auch 3 mal (2x Hand 1x Bein) gebissen, heisst also, der Hund hat nicht nur "gedroht" sondern richtig zugepackt. Und nachgegriffen!Immerhin hat der angefallene Hund auch einige (!) Bisswunden. Nicht eine. Einige! Und das ist kein Spass mehr! Immerhin kam dann auch die Sanität und hat die Hundehalterin sogar mitgenommen! Hey, das machen die nicht ohne Gründe! :eusa_shhh:

Ich kennen div. Hunde, welche ziemlich "scharf" sind, wenn sie "ihr Revier" verteidigen. Und denen ist es egal, ob Mensch oder Hund. Ein Freund von mir geht regelmässig joggen, an einem Bauernhof vorbei. Da hat der Hund auch mal einen Hunde angefallen. Dann wieder einen. Inzwischen sind 5 Monate vergangen und der geht auf alles. Wanderer, Hunde, Biker, Jogger, letztens sogar ein Pferd. Da läuft jetzt auch ne Anzeige, endlich. :?

Ich meine, angenommen, der Hund hätte in diesem Fall nicht den Hund sondern ein Kind angefallen--würde man dann über eine Anzeige nachdenken? Aber neee, es war halt "nur" ein Hund, kann ja mal passieren. Wäre das Kind (so wie der Hund) in die Notfallklinik gekommen, käme das jetzt sogar in der Zeitung.
Sorry, ich bin tolerant aber mit sowas kann ich mich nicht anfreunden! Warum immer warten bis wirklich was richtig Schlimmes (als ob das nicht schlimm genug wäre) passiert. :roll:
 
Amicara

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ja! Wenn der Hund tatsächlich so dermassen territorial veranlagt ist, unterscheidet er eventuell nicht zwischen Hund und Kind. Immerhin wurde ja die Halterin des angefallenen Hundes auch 3 mal (2x Hand 1x Bein) gebissen, heisst also, der Hund hat nicht nur "gedroht" sondern richtig zugepackt. Und nachgegriffen!Immerhin hat der angefallene Hund auch einige (!) Bisswunden. Nicht eine. Einige! Und das ist kein Spass mehr! Immerhin kam dann auch die Sanität und hat die Hundehalterin sogar mitgenommen! Hey, das machen die nicht ohne Gründe! :eusa_shhh:

Mein erster Hund war auch genau so ein Hund wie er hier beschrieben wurde, der hätte in den ersten 2 jahren nachdem ich ihn bekommen habe, liebendgerne jeden anderen Hund zerfleischt. Und wäre es soweit gekommen, hätte der andere Hund mindestens auch mehrere Bisswunden gehabt. bei jedem Hund sah er einfach nur rot.
Was war er denn dann nun, eine böse Hunde und Kinder reißende Bestie?
 
ShadyLady

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Huhu,

ich war am Anfang meiner "Hundekarriere" auch sehr harmoniebedürftig und habe versucht oft solche Dinge ohne Anzeigen und Co laufen zu lassen. Resultat war meist, dass sich nichts geändert hat!
Mitlerweile sieht das ganz anders aus.

Revierverhalten hin oder her... ein gut sozialisierter Hund rennt nicht los und beißt wahrlos andere Hunde. Was wäre wenn da n junges Mädel mit nem Chi gelaufen wäre? Der wäre höchstens noch n Fetzenteppich.
Zudem kommt auf dich wieder ne menge Arbeit zu. Du musst deinem Hund -was manchmal nie wieder klappt- wieder beibringen, dass nicht alle Hunde so aggressiv sind. Wer kommt da für deine investierte Zeit auf und das Geld für die HuSchu?

Freundliches Verhalten hin oder her, ich würde bei der Anzeige bleiben. Denn meistens ändert sich nie etwas und der Vorfall ist spätestens in nem Jahr vergessen.
Vlt hat der hund auch noch nie wirkliche Erziehung genossen und durch ne Anordnung könnte das auch geändert werden. Ne Maulkorbpflicht wird wahrsch auch nicht schlecht sein, solange die Halter den Hund nicht unter Kontrolle haben. Und selbst wenn man sich auf iwelche Kompromisse einigt... wer versichert dir, dass die Dame sich dran hält? N Gerichtsurteil is glaub einschüchternder als ne mündliche(!!) Abmachung zwischen Fremden.

Selbst der Papierkram bzw Beamtenrennen wird nicht viel sein. Bei deinem Fall ist ja so gesehn alles klar und die Beamten vor Ort haben bestimmt auch Aussagen aufgenommen. Ich musste bis jetzt zB immer nur zur Hundestaffel nochmal ne Aussage machen und den Rest haben die Anwälte geregelt.

Ich hoffe ihr beiden schafft den Vorfall gut zu verarbeiten und bald wieder fit seid...

LG
 
K

Kirkcy

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Hey,
bin grad im Büro und mache nur flink Pause...hab also alles nur überflogen..Falls meine Antwort nun ne Dopplung ist, nehmts mir nicht übel.

Also..Ich habe mal in einer Tierzeitschrift unter der Rubrik der Gerichtsfälle gelesen, dass es wirklich leider dein eigens Verschulden ist, wenn du beim "Hundetrennen" verletzt wirst.

Generell gilt, so schlimm es in dieser Situation auch ist, gehe NIE zwischen 2 sich beißende Hunde!!!
Klar, das kommt jetzt zu spät & in der jeweiligen Situation handelt man eh aus Reflex...

aber..vllt für alle Hundehalter:
Wenn sich 2 Hunde verbissen haben, zuerst eine 2. Person herbeirufen...dann versuchen, die Tiere durch Wasser oder ähnliches zu trennen.
Wichtig ist, dass NIEMALS an einem der Hunde gezogen werden darf...dadurch macht man Bissverletzungen noch schlimmer, da man sie so aufreißt...
Im Notfall, wenn sich die Hunde gar nicht von der Beißerei abbringen lassen, einmal beherzt die Luftzufuhr mit dem Halsband abdrücken...

Ich hoffe, ihr beide kommt gut über diesen schlimmen Vorfall hinweg :?
 
Engelchen09

Engelchen09

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Wie verhält sich der angreifende Hund denn sonst? Ist er generell unverträglich? Was hat er für eine Vorgeschichte? Wie gehen die Besitzer mit ihm um?

Von diesen Fragen würde ich eine Anzeige abhängig machen. Wenn bekannt ist, dass der Hund unverträglich ist die Besitzer sich einen Scheiß drum kümmern, dann würde ich auch bei einer Anzeige bleiben.

Weil ich meine, wie viele unverträgliche Hunde gibt es? Selbst hier im Forum gibt es welche. Und den meisten hier ist das nicht egal und sie versuchen entweder, was dagegen zu machen oder sichern den Hund zumindest ausreichend. Und nur, weil der Frau jetzt einmal der Hund entwischt ist, heißt das nicht, dass der Hund sich direkt auf Kinder stürzt.

Die Frau scheint doch kommunikationsbereit zu sein, das würde ich erstmal nutzen.
 
ShadyLady

ShadyLady

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Huhu,

also ich werd immer wieder dazwischen gehn und meine Hunde verteidigen, ganz besonders wenn ich sehe, dass es von ner normalen Verwarnung usw zu einer richitgen Beisserei kommt und meiner unterlegen ist.

Die Tipps die da oben stehn sind zwar schön und gut aber ich vertrau lieber auf meine Faust und mein Bein wenn es darum geht meinen Hund zu schützen.

Mag zwar für viele zu radikal sein, aber haben genug hinter uns und daher diese Einstellung.

LG
 
K

Kirkcy

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Die Tipps die da oben stehn sind zwar schön und gut aber ich vertrau lieber auf meine Faust und mein Bein wenn es darum geht meinen Hund zu schützen.

Mag zwar für viele zu radikal sein, aber haben genug hinter uns und daher diese Einstellung.

LG
Hey!
Wenn das bei dir und deinem Hund soweit klappt...
Ist vermutlich auch Situationsabhängig...und die Gefahr, dass dein eigener Hund dich beißt besteht halt auch noch...

Ich hoffe, dass ich niemals in so eine Situation kommen muss..

Zur Anzeige..also..bei uns in der Hundeschule sind immer mal wieder Hunde, die angezeigt wurden.
Diese üben dann bei uns für einen Wesenstest/Verhaltensprüfung.
So lang müssen sie (meines Wissens nach) einen Maulkorb tragen.
 
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