Rudel oder nicht?

Diskutiere Rudel oder nicht? im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr lieben. Ich hab einen TRail kammeraden mit den ich oft in Hitzige diskussionen gerate. Eine die immer wieder aufkommt ist das thema...
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_jack_09

_jack_09

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Hallo ihr lieben.
Ich hab einen TRail kammeraden mit den ich oft in Hitzige diskussionen gerate. Eine die immer wieder aufkommt ist das thema rudel.

Er meint weil (dr. ich weiß jetzt nicht wer) gesagt
hat ein Rudel ist nur dann ein Rudel wenn sich die mitglieder vermehren, somit hätten wir zuhause mit unseren wuffs auch kein rudelähnliches lebensverhältniss. Ich bin allerdings der meinung, dass ein Rudel für nahrungssuche, Schutz, zusammenhalt, überleben und vielleicht auch geborgenheit steht und wir somit zumindest ein rudelähnliches verhältniss in unserem Hause führen.

Leider ist er auch jemand der sehr auf seiner meinung pocht auch wenn er es nicht zugeben würde, deswegen würde ich gerne wissen was ihr dazu denkt und ob mir jemand einen schönen link oder so sagen kann dem ich meinem lieben bekannten dann mal zuschicken kann:D
 
05.12.2012
#1
A

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Guest

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Zapzarap

Zapzarap

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Ein "echtes" Rudel wird aus den Elterntieren und ihrem jeweiligen Nachwuchs gebildet, da hat dein Kollege Recht.
Aber wie vieles im Leben, ist es in der Realität komplexer. Ein echtes Rudel ist ein komplexer Familienverband aus zusammengehörenden Individuen.

Nimm eine menschliche Familie, Vater, Mutter und die Kinder.
Alle zusammen bilden das 'Familierudel'
Vater geht mit den Kumpels abends in die Kneipe, gibt es Ärger mit anderen, halten die Kumpels zusammen, sind also eine zusammengehörende Gruppe, aber keine Familie, kein 'echtes Rudel'.

Ein Freund der Familie zieht für eine Weile mit ins Haus, ins 'Familienrudel'. er bildet dann eine Gruppe mit der Familie, gehört aber nicht zum "Rudel" im eigentlichen Sinn, integriert er sich aber über die Zeit als fester Bestandteil, kann sich aus der Gruppe ein Rudel entwickeln und der Freund ist kein Freund mehr, sondern der 'Onkel' und Familienmitglied.

Mehrere junge Leute bilden eine WG, sie sind kein Rudel, keine Familie, aber sie bilden einen festen Grupenverband. So könnten sie nun jahrelang zusammen leben, ohne ein Rudel zu bilden, es könnte sich aber aus dieser Gruppe auch mit einzelnen Individuen ein Rudel bilden.

Bei Hunden ist es wie bei uns eben nicht nur so oder so, sondern es gibt unzählige Zwischenstufen im Gemeinschaftsleben.
Zusammengewürfelte Hunde bilden, auch wenn sie im selben Haushalt leben, nicht zwangsweise ein Rudel, aber aus einer bestehenden Gemeinschaft kann sich im Lauf der Zeit ein echtes Rudel bilden.
Bei meinen fünf Hunden herrsch mittlerweile ein Rudelleben, sie sind ein zusammengehörender Familienverband, mit dem im selben Haus lebenden Hund meinner Mutter bilden sie aber lediglich eine Gruppe, auch wenn sie ständig zusammen sind.
 
Anna-Lena

Anna-Lena

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Mal ne doofe Zwischenfrage, ab wie vielen Hunden spricht man denn von einem Rudel? Sind 2 Wuffs bereits eins, erst drei oder gar noch mehr?
 
Zapzarap

Zapzarap

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Ab zwei Hunden kann man von einer Gruppe sprechen, ob sie zusammen ein Rudel bilden, liegt an den Gegebenheiten.
Zwei gleichgeschlechtliche Hunde bilden zusammen niemals ein Rudel.
Ein Pärchen kann unter Umständen zu einem Familienrudel werden, kann aber auch bei einem Gruppenverband bleiben, das ganze entwickelt sich und ist von den Gegebenheiten abhängig.
 
Anna-Lena

Anna-Lena

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okay danke
 
Yvi179

Yvi179

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Woran erkennt man das aus einer Gruppe ein Rudel geworden ist?? Hast du da vielleicht ein paar Beispiele??

Lg Yvi
 
R

Rosine

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Hallo:D
ich hoffe man darf sich mit seinen "Erfahrungen" einfach in das Thema schreiben.
Ich halte seit vielen Jahren Rudel. Allerdings nur von zwei Hunderassen. Viele Verhaltensmuster bei Hunden sind gleich, einige jedoch sind grundsätzliche Rassemerkmale. Es gibt also durchaus Rassen, die aufgrund ihrer Rassemerkmale nicht in einem Rudel zu halten sind. Und es gibt Hunde, z.B. native Rassen, die ein ganz anderes Familienleben führen, als die meinigen.

Ein Rudel ist ein enger Familienverbund in dem Vertrauen, das Für -und Miteinander den harten Kern bildet. Eine Gruppe hingegen ist eine lockere Zusammenkunft in der alles alltägliche (zusammen laufen, spielen etc.) gemacht wird. In einer Gruppe kann es zu harten Auseinandersetzungen kommen, in einem Rudel hingegen werden Auseinandersetzungen untereinander strikt gemieden. Für eine Hundegruppe dürfte es in der Regel kein Problem sein, wenn ein Fremder Artgenosse sich anschließt. Ein Rudel hingegen akzeptiert Fremde nicht, wobei die jüngeren des Rudels durchaus mit dem Fremden spielen, jedoch die älteren ihn mit Ignoranz begegnen. Sollte der Fremde nun auch ein älteres Rudelmitglied zum Spiel auffordern, bekommt er ein scharfes "lass das und hau ab" zu hören. Die jüngeren Rudelmitglieder reagieren hierauf empfindlich und das Spiel mit dem Fremden wird beendet. Jeder trollt sich seiner Wege - das Rudel in die eine, der Fremde in die andere Richtung.
Ein Rudel trennt sich draußen nicht. Sie laufen grundsätzlich nah beim Rudelführer und halten Blickkontakt. Eine Gruppe splittet sich ab und an, oder ein Einzelner läuft "auf und davon."

In einem Rudel essen alle gemeinsam. Ist der Futterplatz zu eng, z.B. nur ein Futternapf, wird sich hinten angestellt. Eine Rangordnung gibt es hierbei nicht.

Einen Neuzugang in ein Rudel zu integrieren bedeutet Fingerspitzengefühl, Zeit, Geduld und die Position des Vertrauten. Ein Neuzugang in einer Hundegruppe dürfte kein Problem darstellen.

Wir halten Mastiff. Zu uns gehörte grundsätzlich ein (1) Pit Bullterrier aus Tierheimen.
Hoffe ich konnte Yvi bei ihrer Frage etwas weiterhelfen.
Lieben Gruß
 
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