Wieviel Geld gebt Ihr für ein krankes Tier aus?

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Joycy

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Hallo Ihr Lieben!

Ich habe mal eine sehr gewagte Frage an Euch und bin gespannt auf Eure Antworten! Also, meine Frage: Gibt es für Euch irgendwo eine finanzielle Grenze?

Hier meine eigenen Vorstellungen: Ich habe 3 Chinchillas und zwei Katzen. Ich bin im Babyjahr und nicht besonders wohlhabend. Wird eins meiner Tiere krank, geh ich slebstverständlich mit ihm zum TA und die Kosten sind erstmal Nebensache. Für meine durchfallkranke Katze hab ich innerhalb von 8 Monaten 800E TA-Kosten gehabt und nebenher mit einer Kastratin, die verpfuscht wurde und dauerrollig geworden war, auch etwa 300E.
Ich hatte das Geld dazu damals noch eher als jetzt, denn ich ging derzeit noch voll arbeiten. Allerdings stellte ich dafür das Reiten (2mal die Woche) ein, um das noch finanzieren zu können. Außerdem hätte mein Mann das anders glaub ich auch gar nicht mehr toleriert, denn er ist nicht der Tierfan, ich wollte die Tiere haben und er gesteht mir das zu. Auch TA-Kosten waren mit abgesprochen, aber in Maßen, und ich habe Verständnis, daß er irgendwo eine Grenze zieht.

Für ein Chinchilla hätte ich schon kein solches Pensum mehr, das in die Hunderte geht. Über die Jahre verteilt immer mal was, das wär für ihn noch okay. Aber kostenspielige OP`s usw. in diesen Größenordnungen wären nicht drin. Natürlich würde ich das Tier nicht einschläfern lassen, aber ich müßte es dann an einen guten Tierfreund abgeben. Ich muß sagen, ich verstehe das und hab mich auch schon einigen Streits ausgesetzt, um bis an die Grenzen zu gehen für ein krankes Tier. Allerdings gibt es für mich auch irgendwo eine Grenze, die ich nicht an einer bestimmten Summe abhängig machen kann, aber wo ich dann irgendwo nach einem anderen Halter suchen würde, der sich Behandlungen in diesen Größenordnungen leisten kann und will.

>Wie seht Ihr das?
>Was ist, wenn man gerade so viel Geld auch einfach nicht zur Verfügung hat, trotz daß man anderswo kürzer getreten ist. Verschuldet Ihr Euch dann? (Das käme für meinen Mann z.B.schon gar nicht in Frage)
> Macht Ihr Unterschiede in der Tierart, wieviel der TA max.kosten kann? Z.B. für einen Hund mehr als für ein Meerschweinchen?
> Wo ist die Grenze? (Immer vorausgesetzt, es bestehen auch gute Chancen für das Tier)

LG Sandy
 
07.03.2007
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Guest

Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber geworfen? Vielleicht hilft dir dieser ja weiter?
Favole

Favole

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Wenn eines meiner Tiere krank ist und die Chance besteht dass es ohne Schmerzen und ohne zu leiden weiterleben kann würd ich alles dafür tun um das auch finanzieren zu können (Wenn ich an die Klinikrechnung bei meine Fil damals denke...)
Momentan ist das bei uns kein Problem, aber selbst wenn es finanziell eng wäre, würde ich verzichten, mich nach Nebenjobs umgucken, schauen dass Familie/Freunde vielleicht was leihen können oder auch einen Kredit bei der Bank aufnehmen.
Dabei ist egal um welche Tierart es sich handelt, denn die Kaninchen gehören genauso wie die Hunde und Pferde zur Familie. Nur weil sie kleiner und günstiger in der Anschaffung ( :roll: ) sind heißt das ja nicht dass sie weniger Wert sind oder weniger Rechte haben.
 
Pologirl

Pologirl

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@ Joycy: also ich kann das was du schreibst einerseits nachvollziehen.

Ich denke da vor ca. 6 jahren an den unfall meines hundes, der lief vor ein rennrad und brach sich ein vorderbein, mehrere rippen geprellt und ein paar blaue flecke. 6 wochen gips der jede woche neu gemacht wurde, verschlangen mal eben knapp 900 DM.

nun habe ich zwar keinen hund mehr dafür frettchen. Im sommer 06 bekam eines meiner rüden einen abzess im kiefer, er musste operiert werden. die OP mit den ganzen untersuchungen lag (dank meines TA`s) bei gerade mal 100€. Im november dann wieder ständige TA besuche, auch eben mal 120€. (incl. einschläferung, da wir den kampf aufgeben mussten)

Nun wurde am Dienstag mein Rüde taiger kastriert mit den routine untersuchungen im januar (kotproben, Ohrmilben-medi ect. ) kam ich wieder auf 110€.

Wobei ich sagen muss, diese ganzen TA untersuchungen sind auch nur möglich weil mein TA unwarscheinlich kulant ist. ich habe die routineuntersuchungen im januar gemacht und die rechnung dann nun am Dienstag mit der Kastra komplett beglichen. Er weiß das es seit Mickeys OP etwas eng geworden ist, da Mickey die ersparnisse für Notfälle leider vertilgt hat. Aber ich kann trotzdem jederzeit hin gehen. und es auf die rechnung setzen lassen. sobald ich dann geld habe gehe ich hin und bezahle es.

klar unterschiede mache ich schon, auch wenn mich jetzt einige steinigen würden, würde ich zb nie meine wüstenrennmäuse operieren lassen!

Auch wenn es finanziell so arg bei uns aussehen würde, und auch mein TA nicht so nett wäre hätte ich immernoch meine Familie, mein mann ist ähnlich wie deiner, der hat auch schon bei der Kastra gemosert, obwohl die noch recht günstig mit 36€ war, die fähe ist auch bald dran und verschlingt knapp 100€ für kastra. aber meine Eltern und schwester würden immer helfen. die wollten damals sogar einen kredit aufnehmen für die geplante OP an meinem Hund, denn die sollte mal eben 4.500DM kosten. Leider war die aber nicht möglich, da er die OP nicht überlebt hätte.

also kurz und knapp: eigendlich würde auch ich für meine tiere einen kredit aufnehmen, wenn zb eine wichtige OP ansteht. allerdings nicht für kleine tiere wie mäuse oder unsere fische :roll: In dem moment bin ich realist und überlege mir das 10 mal bevor ich ein tier operieren lasse,deren lebenserwartung ca. 2-3 jahre entspricht.

so nun dürft ihr los steinigen :mrgreen:
 
Q

Quantenbit

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Für mich gibt es keine Grenze - egal wie groß oder klein das Tier ist.

Ich habe auch schon für eine OP bei einem Zwerghamster über 100 Euro bezahlt und ihm damit weitere 8 beschwerdefreie Monate ermöglicht. 8 Monate sind für so ein Tier immerhin ein Drittel seines Lebens.

Allerdings: ich würde nur so viel Geld ausgeben, wenn ich einen Sinn in der OP oder der Behandlung sehe. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die ohne Ende weiter Therapieren, auch wenn keine Heilungschancen mehr bestehen.

So lange es aber eine gute Behandlungsmöglichkeit gibt, wird das Tier behandelt. Ich habe für diese Fälle ein Notfallkonto, auf das wir ziehmlich regelmäßig einzahlen. Sollte das mal erschöpft sein, bin ich mir sicher, dass ich bei meinen TAs in Raten zahlen kann - und diese Schulden würde ich bedenkenlos für meine Tiere machen, dann muss man dann eben selber mal kürzer treten.

Für mich hat jedes meiner Tiere ein Recht auf ein tiergerechtes Leben und eine umfassende medizinische Behandlung wenn es krank ist und ich sehe nicht, warum das Leben meines Zwerghamsters oder eine meiner Rennmäuse weniger Wert sein sollte, als ein Meerschweinchen, Hund oder Pferd. Alle diese Tiere leiden wenn sie krank sind und brauchen dann Hilfe.

LG
Christine
 
kathrin22

kathrin22

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für mich gibt es auch fast keine grenze.Zum beispiel mein Hase,für ihn habe ich schon so ca.800 euro ausgegeben weil er andauernt krank war.Für meinen Hund habe ich (er ist ein jahr alt) nur das normale ausgegeben so ca. 100 euro an TA kosten,chippen impfen usw. da er auch zum glück noch nie was hatte.Wenn irgendentwas mit meinem tier wäre und ich hätte das geld nicht,würde ich sogar ein kredit aufnehmen und putzen gehen.Anders wäre es warscheinlich,wenn man ein kleines kind hätte,da hat man nunmal soviel verantwortung,dass man nicht so einfach mal n dicken kredit aufnehmen kann denke ich.Aber ja, wenn ich genau weiss es würde heilungschancen geben ob es physiotherapie für tiere wäre oder anderes,würde ich es sofort für mein tier machen!
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(Neuer Post des gleichen Users unten angefügt)
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Ich habe für diese Fälle ein Notfallkonto, auf das wir ziehmlich regelmäßig einzahlen.
ja sowas haben wir auch !
 
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BineKoeln

BineKoeln

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Hi!
Ich glaube, die Frage hat sich jeder von uns schon mal gestellt und ich glaube, wenn man noch nie in einer solchen Notsituatuon war, kann man die Frage auch nicht beantworten.
Ich war noch nie in dieser Situation, gott sei dank!


Allerdings: ich würde nur so viel Geld ausgeben, wenn ich einen Sinn in der OP oder der Behandlung sehe. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die ohne Ende weiter Therapieren, auch wenn keine Heilungschancen mehr bestehen.
Das sehe ich genauso, aber ob ich wirklich einen Kredit aufnehmen würde... Jetzt in diesem Moment würde ich sagen: nein. Aber wer weiß, wie ich entscheiden würde, wenn es mal soweit wäre.

Ich bin auch der Meinung, dass jedes Tier das selbe Recht auf Leben hat, aber muß auch bedenken, dass die Summen der Arzt-Rechnung bei den verschiedenen Tieren doch sehr variieren. 800€ für eine Hase-TA-Rechnung finde ich schon viel, aber bei einem Pferd z.B. kommt man mit 800€ bei einer sehr schlimmen Verletzung nicht weit... Gut, dass muß man selbstverständlich bedenken bevor man sich ein Tier zulegt!

Um die Frage mal vage zu beantworten:
Jetzt (also ohne es erlebt zu haben) würde ich sagen, dass ich keinen Kredit aufnehmen würde. Ich würde wohl eher versuchen jemanden zu finden, der das Tier übernimmt, der in der Lage ist auch evt. weitere Behandlungen zu bezahlen (ich weiß, das wäre so gut wie unmöglich). Das wäre zwar sehr schlimm für mich, aber in jedem Fall besser fürs Tier. Denn spätestens beim zweiten Kredit für Folgebehandlungen wäre bei mir Schluss. Glaube ich...
 
Julianelchen

Julianelchen

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Sowas schlimmes hatte ich noch nicht... Ich hab seit dem ich 8 war Tiere. Zuerst einen Welli, dann immer 2 und jetzt dazu noch 2 Meeris. Wenn eine reele Überlebenschance besteht, würd ich alles ausgeben. OK, als Schülerin hab ich nicht viel, mein Taschengeld, vom Geburtstag, Weihnachten... und dann noch was gespartes von Jugendweihe... Wahrscheinlich würd ich alles ausgeben... Eine Grenze kann ich mir nicht setzen, aber wenn das Geld auftreibbar wär, würd ich es wohl nehmen...
Bis jetzt hab ich vielleicht für die fast 10 Jahre Tierhaltung 150€ ausgeben. Maximal...
 
puschy

puschy

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wir ahben unsere colli hündin behandeln lassen da sie so was wie ne schwester war für mich sie is trotzdem tot und ne rechnung von 650€ haben wir
 
eifelbiene

eifelbiene

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puhhhh, schwierige Frage, kann ich gar nicht so direkt beantworten, weil es doch von vielen Faktoren abhängt.

Vor ca. 8 Jahren habe ich für zwei Kolik-OP´s mit einem 6wöchigen Klinikaufenthalt 9000,00 DM bezahlt. Damals war mein Pferd 12 Jahre alt. Glücklicherweise hatte ich diese Summe bereits auf dem Sparbuch. Aber abgesehen davon, hätte ich alles getan, um diese OP´s zu ermöglichen. Die Chancen standen 50:50. Mein Pferd hat super gekämpft. Inzwischen ist er in "Rente" und tobt über die Weide. Heute würde ich in Anbetracht seines Alters und meiner finanziellen Situation keiner OP mehr zustimmen.

Für meinen Kater Mogli habe ich in den letzten 3 Monaten insgesamt 720 € ausgegeben. Er war 8 Jahre alt, von klein auf behindert (Gleichgewichtsstörung) und herzkrank. Hinzu kam dann noch Leukose. Letztendlich hat jedoch sein Herz nicht mehr mitgespielt. Für ihn hätte ich alles getan, aber ich musste leider einsehen, dass es irgendwann keinen Sinn mehr hat. Um ihn nicht leiden zu lassen, ist er vor Kurzem eingeschläfert worden.

Grundsätzlich bin ich bereit, für jedes meiner Tier viel auf mich zu nehmen, aber es muss eine realistische Chance bestehen und es kommt auch auf das Alter des Tieres an. Z. B. ein Geschwür bei meiner 3,5 Jahre alten Rennmaus habe ich nicht operieren lassen.
 
seven

seven

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Ich denke auch, dass es selbstverständlich sein sollte, dass man für seine Tiere die anfallenden Kosten bei Tierarztbehandlungen zu zahlen bereit ist. Wenn ich mir ein Tier anschaffe, überlege ich vorher, ob ich es mir leisten kann (ein Pferd z. B. könnte ich mir gewiss nicht leisten...). Die Idee mit dem Notgroschen für Krankheitsfälle finde ich prima, denn für manche Tiere wird man ja wirklich gleich ´ne Stange Geld los, wenn das Tier krank wird...
Wir haben Farbmäuse, da halten sich die Kosten pro Tierarztbesuch zwar in Grenzen (10-12 Euro für Untersuchung und Medikamente). Aber in diesem Jahr waren wir mit verschiedenen Mäusen schon ca. 8 oder 9 mal bei der Tierärztin, dann läppert´s sich irgendwann auch.
Allerdings würde ich unsere Mäuschen auch nicht operieren lassen, wenn sie z. B. einen Tumor haben - da geht´s dann aber nicht ums Geld, sondern darum, dass das Risiko einfach zu groß ist und ein Tumor meist schon gestreut hat, wenn man ihn entdeckt. Das gilt übrigens für alle medizinischen Behandlungen: Wenn es realistische Chancen gibt, dass die Maus wieder gesund wird und sie noch ein paar schöne Wochen oder Monate haben kann, dann bekommt sie die Behandlung. Wenn man das Leiden der Maus nur verlängert ohne Aussicht auf Erfolg, dann wird sie erlöst...
LG, seven
 
G

Gnom

Guest
Hallo!
Ich habe mein Meerschweinchen jetzt seit gut 2 Monaten, nach einer Woche hatte es Milben, bis das wieder weg war, waren 100 Euro weg und jetzt hatte er was am Auge, das dürften auch wieder so 100 Euro sein. Und das innerhalb von 2 Monaten. Wenn das so weiter geht, kann ich mir das nicht mehr leisten, aber ich werde alles dafür tun, dass es ihm gut geht und ich mir den Arzt leisten kann wenn er krank ist.
 
L

Lycidas

Guest
Nun, ich würde für das Wohl meiner Tiere mein Leben hergeben und somit auch alles Geld, dass ich besitze. Egal ob ich dann Kredite aufnehmen müsste oder einen 90Stunde Job machen muss, für meine Tiere wäre es mir das allemal wert.
 
S

SaintJimmy

Guest
In dem moment bin ich realist und überlege mir das 10 mal bevor ich ein tier operieren lasse,deren lebenserwartung ca. 2-3 jahre entspricht.
Das sehe ich ganz genau so. Ich liebe zwar alle meine Tiere und noch gehts ihnen gut. Aber wenn sie mal irgendwas haben und ich kann eine OP nicht bezahlen, dann muss ich es wohl sein lassen. Ausserdem sind Mäuse so klein, ich hätte Angst dass sie die OP erst gar nicht überstehen. Mäuse/Hamster und ähnliche Kleintiere sterben so schnell an allem möglichen, ich würde mir zweimal überlegen ob es sich lohnt. Auch wenn es mir sehr weh tun würde.:cry:
 
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Joycy

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Hallo Ihr Lieben!

Danke für Eure vielen Antworten!
Ich finde auch, daß man schon bei der Anschaffung TA-Kosten mit einplanen muß, aber wenn jetzt mein Chinchilla oder Hamster mal 1-2 Wo in die Tierklinik muß, sind vielleicht 1000E oder mehr ziemlich schnell weg. Und wenn jeder vor der Anschaffung Kosten in dieser Größenordnung einplanen würde, könnte glaub ich fast keiner mehr ein Tier bei sich aufnehen und es gäber noch weit mehr Tiere im Tierheim etc., wo Behandlungskosten in dieser Höhe auch nicht drin sind. Dazu kommt, daß der Partner ja auch irgendwo noch ein Mitspracherecht behalten sollte, denn das Geld ist ja genauso seins, egal wer es jetzt verdient, und selten geht die Tierhaltung zu gleichen Teilen von beiden Seiten aus.

Außerdem finde ich es auch etwas bedenklich, wenn man bereit ist 1000E (hab die Zahl jetzt mal einfach so aus der Luft gegriffen) für einen kranken Hamster auszugeben und unter Menschen herrscht selbst in Europa teilweise größtes Elend in Kinderheimen usw....? Oder auch in der Medizin bei z.B. krebskranken Kindern, wo die Kassen oft nur einen Teil der Therapiemöglichkeiten übernehmen, obwohl unter anderen Umständen gute Heilungs- oder Besserungschancen möglich wären?? Ich denke, für ein Kind hat man noch größere Verantwortung. Kann man sich da auch nur ein Kind "anschaffen", wenn man etliche Tausende für solche Eventualitäten Rücklage hat oder kreditwürdig ist??

Davon abgesehen finde ich, man sollte seine Tiere alle gut behandeln und auch der medizinischen Betreuung nachkommen, soweit das möglich ist, und jedes Tier hat bei mir sein Recht auf Leben. Dennoch sollte man sie meiner Meinung nach nicht mit einem Menschen gleichsetzen, ein Mensch hat bei mir in den letzter Kosequenz noch "den höheren Wert". Familienmitglieder sind meine Tiere auch, aber mein Kind steht noch darüber, so wie jedes andere menschliche Familienmitglied. Ich denke, daß ein Tier auch unbewußt oft ein Kinderersatz ist, doch als ich meine Tochter bekommen habe, sind die Tiere dadurch ein Stück in den Hintergrund getreten. Das heißt nicht, daß sie mir weniger wert sind als vorher oder ich ihnen weniger Aufmerksamkeit usw.gebe, sondern einfach nur, daß das Kind darüber steht. Wäre es allergisch, würde ich die Tiere z.B. abschaffen, als mein Kind das halt mit allen Mitteln ertragen zu lassen. Klingt hier trockener und einfacher, als ich es meine, auch ich liebe meine Tiere


Wie seht Ihr das? Ich weiß, das waren anstößige Worte, aber ich möchte halt direkt sein, auch wenn ich hier unter großen Tierfreunden bin (zu denen ich mich selbst auch voll und ganz zähle)

Ciao, Joycy
 
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11Reverie

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Hallo Joycy,

ich selbst kann nur sagen, das wir als Familie damals Haus und Hof verkauft hätten wenn wir unseren ersten Familienhund Schlappi damit hätten retten können. Aber trotzdem weiß ich, das wir Kinder bei meiner Ma an erster Stelle gestanden haben. Es wurde in der Familie entschieden das wir auf bestimmte Dinge verzichtet haben um unseren Schlappi operieren zu lassen. Dafür habe ich auch auf die ein oder andere geliebte Reitstunde verzichtet und das gerne. Leider konnte ihn das auch nicht retten.

Ich denke, das entscheidet jede Familie für sich. An Deinen Worten ist auf jeden Fall etwas wahres dran ob ich aber im Ernstfall nicht doch mein Erspartes für meine Meeries aufbrauchen würde - doch ich glaube schon. Dann gäbe es halt keinen Urlaub oder so. Das auch in anderen Bereichen viel Geld benötigt wird ist richtig - aber wer würde das schon spenden einfach so? Es ist ja nicht so als nähme man dann halt die 3.000 € und spendet sie. Da kann ich auch (m)einem kranken Tier helfen. Weißt Du was ich meine?

Liebe Grüße
Reverie
 
J

Joycy

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Absolut, das hab ich auch schon gedacht. Einerseits bleibt diese moralische Frage, andererseits wäre die aber ja nur sinnvoll, wenn man anderernfalls das Geld auch spenden würde.
Ich selbst bin gerade in großer Sorge um mein Chinchilla (->siehe "Chinchilla frißt nicht mehr" unter Gesundheit), das heute leider die Nacht beim TA verbringen muß und ich nicht weiß, ob es überleben wird :( Auf meinem Konto sieht es grad so schlecht aus wie noch nie, aber ich bin trotzdem gewillt, das Geld für die Behandlungen zu tragen!

LG Sandy
 
Fio

Fio

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Ich hatte auch bis vor kurzem eine Ratte (Lakritze-2 1/2 Jahre), bei dem im alter auch alle möglichen krankheiten kamen.
bindehautentzündung, dannach eine Knochenhautentdündung, was er durch unsere Tieräztin (super Rattenspezialistin) gut weg bekam, aber dann hat er es nich weiter gepackt, war auch schon zu schwach...
aber ich habe auch einiges ausgegeben, Medikamente, Röntgen, Aufbaupräperate.
aber man darf und kann nicht den "einkaufswert" von einem Tier an höchste stelle setzen und daran messen, was man ausgeben will! man verbindet sich mit dem Tier, und dafür gibt es kein limit...

Grüße, Fio
 
Lilly Leindy

Lilly Leindy

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Hallo, solange dem Tier noch geholfen werden kann, gebe ich mein Geld dafür aus. Zum Glück gab es da bei mir bisher noch keinen extremen Fall. Ich finde es immer so schlimm, wenn die Leute sagen: "Nö, einschläfern. Ist ja nur ein Kaninchen, für 15 Euro bekomme ich im nächsten Zooladen ein neues." Klingt hart, aber glaubt mir: Als Tierarzthelferin habe ich so einiges erlebt, was nicht mehr schön ist. :( Und dann gibt es auf der anderen Seite die armen Menschen, die kaum Geld für sich selbst haben und sich in Unkosten stürzen, damit Hoppel operiert werden kann.
 
*sunny*

*sunny*

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puh, wenn ich das hier alles so lese...das sind ja teilweise dimensionen an geld das ausgegeben wurde um das tier zu heilen...:shock:
ich hatte solch einen fall auch noch nicht, eben nur "standart", wie kastra, impfungen, und einmal hamster einschläfern..
aber glaubt mir, wenn mal etwas mit meinen nini´s (oder welches tier ich mir sonst noch mal so anschaffe) wäre.. ich würd jeden preis zahlen es zu retten. ich mache da keinen unterschied zu mir selber, wenn ich sehr krank wäre würd ich schließlich auch zum arzt gehen. ich hab die verantwortung für meine tiere, ich möchte das es ihnen gut geht. und sie sind halt auf mich angewiesen! wenn chancen auf heilung bestehen, so werden diese genutzt! koste es was es wolle :!:
 
J

Jenny06

Guest
Also ich habe insgesamt 6000 € für die Behandlung von meinem Pferd ausgegeben... Würde es auch jeder Zeit wieder tun. Ich sehe da auch keinen Unterschied zum Mensch. Die Tiere sind schließlich auf uns angewiesen und wir sollten alles versuchen um ihnen zu helfen.
Vorallem wenn eine Chance auf Genesung da ist und das Tier im weiteren Verlauf keine Schmerzen bekommt...

Lg
 
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