Macrorhabdiose (Megabakterien) sind ausgebrochen

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Amber

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Hallo,

schon seit Monaten beschlich mich das Gefühl, dass es kommen würde, dass sie an irgendwas erkranken werden, obwohl noch nichts da war und nun ist es soweit.:(

Heute ging es mit beiden zur Tierärztin, da beide Gewicht verloren haben (das Männchen ist von 40 auf 35 Gramm und seine Partnerin auf zu viele 48 auf 41 Gramm) und es beiden, vor allem dem Weibchen, das Wochenende nicht gut ging (Plustern, viel schlafen, wenig fressen).
Die mikroskopische
Untersuchung des Kotes der beiden ergab dann leider, dass es sich um diese Erkrankung handelt und diese nach dem Symptomen nach auch ausgebrochen sind.

Grob wusste ich bereits etwas über die Erkrankung, den Rest habe ich mir den Abend jetzt genau durchgelesen, trotzdem ist mir manches nicht ganz klar... was ich bei der Suche jetzt auch nicht finden konnte...
Behandelt werden sie mit AB und Ampho moronal.
Ich habe gelesen, dass manche meinten, dass Ampho auf die Leber geht und man deswegen zu der Behandlung was vorbeugendes für sie mit verabreichen sollte, wieder andere meinten, dass dies nicht stimmt und man Ampho auch nicht überdosieren kann? Die Tierärztin hat nichts in der Art mitgegeben und anscheinend auch nichts davon gesagt (Bei der Tierärztin war ich leider nicht dabei).

Was ich ihnen gerne geben würde währe was für die Darmflora und das Immunsystem, denn der Kot schwangt bereits etwas und durch das AB wird das sicherlich nicht gerade besser, auch mit dem Immunsystem der beiden...
Bene Bac Gel fällt leider aus, alternativ würde mir nur noch Omniflora N einfallen, da man das auch für Kaninchen verwenden kann... würde das für sie auch gehen?
Wie sieht es mit Korvimin aus? Auch dort scheinen die Meinungen eher auseinander zu gehen...

Nochmal angerufen wird zwar, auch weil die Angabe der Dosierung des Amphro etwas verwirrend ist.
Ein paar Infos zuvor währen mir aber trotzdem lieber.;)



Liebe Grüße
 
08.01.2013
#1
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Lunai

Lunai

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Hallo Amber!

Mensch, das ist ja großer Mist. :( Leider ist es so, dass wirklich immer mehr Wellis Megas bekommen... Ich selber hatte nie Vögel mit welchen, habe aber immer mal wieder etwas aufschnappen können, ich schau mal, ob ich dir da was neues erzählen kann.

Ich kannte ein paar Leute, die Mega-Wellis in ihrem Bestand hatten. Wenn einer dieser Wellis die typischen Anzeichen eines Schubs zeigten, wurde erstmal prophylaktisch Ampho gegeben, in den meisten Fällen war es dann wirklich ein Schub und es wurde besser, wenn nicht, wurde zum TA gefahren. Das sag ich wegen der Wirkung auf die Leber. Ich bin mir nicht sicher, ob man mit dem Medikament so einfach um sich geworfen hätte, wenn es so schädlich gewesen wäre. Die Halter, die mir das erzählt haben, haben sich immer mit ihrem guten vk TA abgesprochen und waren auch sonst sehr pflichtbewusst dabei. Aber mehr kann ich dazu nicht sagen.

Meine vk TA bietet schon gar kein Korvimin mehr an, eine Begründung wollte sie nicht nennen... Aber ich weiß nicht, ob es da nicht andere Möglichkeiten gäbe.
Propolis würde ich empfehlen. Ich selber als Mensch habe damit schon gute Erfahrungen gemacht, zur Stärkung des Immunsystems, viele Wellihalter schwören darauf, ich hatte zum Glück nie wirklich kranke Wellis. Bei Kaninchen hat Propolis aber auch gewirkt.

Naja.. Und keine Früchte mehr. Aber ich denke, das stand sicher schon irgendwo ganz groß.

Ich drücke deinen beiden die Daumen und für dich viel Kraft und Geduld mit jedem Schub...
 
Mariama

Mariama

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Hallo Amber,

das ist keine schöne Diagnose, aber glücklicherweise auch kein Todesurteil, wenn ihr die Kleinen gut beobachtet und jede Sekundärinfektion umgehend behandelt.

Amphomoronal ist leider wirklich stark leber- und nierentoxisch, aber das trifft leider auf die meisten Medikamente der Schulmedizin zu. Es gibt Leute, die sich entschieden haben, ihre Vögel ausschließlich mit naturheilkundlichen Mitteln wie Thymian und Eccinacea in homöopathischer Verdünnung zu behandeln. Ob der schulmedizinische oder der naturheilkundliche Weg der bessere ist, kann ich dir nicht sagen; das müsst ihr letztendlich selbst entscheiden.

Auf jeden Fall würde ich Amphomoronal immer nur so kurz und in so geringer Dosierung wie möglich verabreichen und wie du schon sagst, das Immunsystem unterstützen.

Genau wie Lunai bin ich von der Wirksamkeit von Propolis überzeugt. Hier kannst du eine der Studien dazu lesen: http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000000187

Eine gesunde Darmflora bietet die Grundlage eines starken Immunsystems. Dafür könnt ihr den Piepsern PT 12 verabreichen. Es enthält keine Zuckerart und hält sich im Tiefkühlfach recht lange. Ich würde nicht nur direkt nach einer AB Behandlung eine Kur damit durchführen sondern alle paar Monate.

Eine weitere Entlastung des Immunsystems bietet Biofutter. Insektizide und Pestizide, die mit dem normalen Körnerfutter aufgenommen werden, greifen insbesondere das Immunsystem an.

Zur Regeneration der Leber kannst du ihnen Silymarin CT über das Futter geben. Nur das Präparat der Firma CT ist laktosefrei.

Korvimin enthält Zucker, nicht wahr? In diesem Fall würde es eher schaden.

Hier noch eine Dissertation zum Thema, bei der du viele Seiten auslassen kannst, aber vielleicht auch tiefergehende und hilfreiche Informationen findest: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/6721/pdf/HankaKatrin-2008-11-28.pdf

Ich wünsche den beiden Süßen gute Besserung!
 
Amber

Amber

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Hallo ihr Lieben,

vielen lieben Dank für eure Antworten.
Sie helfen mir sehr.:D

Propolis habe ich bisher noch nie angewendet, weder an mir noch an den Tieren. Ich selbst nehme keine Medikamente solange es auch ohne geht und bei den Tieren verwende ich gern die Heilende Wirkung von Kräuter oder Tees.
Momentan bekommen sie neben dem Wasser auch Tymiantee, den ich aber immer wieder mal mit Fenchtee im wechsel geben möchte...
Ansonsten gibt es viel Gemüse. Obst habe ich ohnehin sehr sehr selten und seit dem Funny mit dem Gewicht immer wieder zwischen normal und zu hoch schwangt, ganz weg gelassen.

Ich habe schon viel gutes von Propolis gehört, genauso wie ihr, waren auch viele überzeugt davon und ich werde mich mal dran setzen und versuchen etwas davon zu besorgen.
Muss ich denn beim kauf etwas beachten und wie viel dürfte ich den beiden pro Tag geben? Kann man es unbegrenzt mit der Behandlung geben oder sollte man Pausen dazwischen setzen?
Die selben fragen hätte ich auch an das Silymarin CT...

Biofutter und PT12 bestell ich gleich mal mit dem Heu und den Ästen zusammen.

Den Federbacken geht es glücklicherweise schon ein wenig besser, erbrochen hat sich Funny, soweit ich mitbekommen habe, nicht mehr.... ihr Freund muss nur wieder etwas zunehmen, aber das wird schon alles noch.

Die Informationen, Mariama, die du zu der Krankheit verlinkt hast sind wirklich super interessant, Danke.
Ich hab gestern schon etwas begonnen zu lesen und werde mich gleich mal weiter durchwühlen, da es gestern sonst zu spät geworden währe.... wirklich sehr interessant.:)



Liebe Grüße
Amber
 
Mariama

Mariama

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Dabei habe ich bei der Suche nach hilfreichen Informationen noch gar nicht gewusst, wie schnell ich diese selbst benötigen würde. :(

Nun ist vorgestern auch eines meiner Vögelchen ganz akut an Megas erkrankt. Und zwar so schlimm, dass er stationär in der Vogelpraxis aufgenommen werden musste.

Magst du berichten, wie sich der Zustand deiner Süßen inzwischen entwickelt hat und wie du sie weiterhin behandelst?
 
Amber

Amber

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Hallo Mariama,

davon hattest du mir ja schon berichtet...:(


Wie du weist, ging es beiden schon nach 2 Tagen deutlich besser.
Das Problem was wir nur hatten, ist das selbe wie du mit deiner Hanni auch hast.... einfangen.
Wir sperrten sie schon von der Voliere in den Käfig, doch war das jedes mal trotzdem mit Stress verbunden, vor allem das Männchen schrie jedes mal schrecklich aus angst, obwohl die Käfigtüre noch nicht mal geöffnet war.:(
Das Wiegen Mitte der Woche, ergab dann auch, dass beide erneut abgenommen hatten (Sunny 34g und Funny erschreckende 36g) und das obwohl beide wirklich gut Nahrung zu sich nahmen.

Am Samstag (12.1.) ging es dann noch mal zur Tierärztin, damit die AB Spritze aufgefrischt werden konnte.
Zum Gewichtsverlust meinte sie, dass es sehr Wahrscheinlich deswegen kommt, weil sie während des fangen sich ziemlich viel bewegen um zu flüchten - was ja auch stimmte...

Anstelle, dass wir sie jetzt die vergangene Woche wieder täglich einfangen mussten und weiter riskierten, dass beide noch mehr abnehmen, hat sie uns ein anderes Ampho mitgegeben.
Sie hat das Amphro in eine größere Einmalspritze mit was anderem gemischt, so dass dieses wesentlich flüssiger ist als das normale Ampho Moronal Suspersion.
Verabreicht wird dieses durch die Hirse. In eine Schale wird eine bestimmt Menge vom Amphro mit einer bestimmten Menge Wasser vermischt und darin werden dann so viele Hirsekolben "Paniert" wie viele gehen, nachdem sie getrocknet sind, wird es den Wellensittichen dann zum fressen angeboten.

Ich bin eigentlich kein Freund von solch einer Medikamentengabe, denn ich zweifel da sehr zum einen ob die Menge, die sie eigentlich benötigen, sie auch wirklich aufnehmen und zum anderen, auch so wie du bei dem Amphotericin B Pulver, nicht zu viel aufnehmen könnten...
Andererseits fressen beide ihre Ampho-Hirsen gut, beide haben diese Woche zugenommen (nicht viel aber immerhin) und vor allem, beiden geht es immer noch genauso gut wie in der Woche davor, als das Ampho Suspersion angeschlagen hatte.

Wie es jetzt weiter geht steht noch aus, dass werden wir wohl erst morgen weiter erfahren, wenn meine Schwester wieder Telefonisch in der Praxis den Stand der Dinge berichtet hat (ich selbst komm erst morgen Abend wieder Heim).

Ansonsten gibt es jetzt kein Gemüse mehr, da ich gelesen habe, dass es schwerer verdaulich sein soll als das normale Körnerfutter.
Zu trinken gibt es nach wie vor im wechsel Fenchel- und Tymiantee und in einem extra Napf Wasser.

Ich bin noch etwas skeptisch und weiß nicht was ich allgemein davon halten soll, doch ist die Tierärztin wohl gut (war selbst davor erst 2 mal bei ihr), so dass wir ihr da einfach vertrauen.
Vielleicht hilft dir das ein wenig, mehrere Wege der Behandlung scheint es aber wohl zu geben...

Daumen für Hanni sind und bleiben auch weiterhin fest gedrückt.




Liebe Grüße
Amber
 
Anitram

Anitram

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Liebe Amber, liebe Mariama,

ich war einige Zeit gesundheitlich nicht so auf der Höhe und lese das Ganze erst jetzt - es tut mir sehr leid, eine solche Diagnose ist natürlich immer erstmal ein Schock.

Wie vielleicht einige von Euch noch wissen, war auch mein Wellensittichschwarm von Macrorhabdiose betroffen, und ich hatte deshalb seit der Erstdiagnose bei einem meiner ersten Wellis auch nur noch Vögel, die ebenfalls diesen Pilz nachweislich in sich trugen oder aus Schwärmen stammten, in denen die Krankheit nachgewiesen wurde, aufgenommen.

Von daher habe ich ein bisschen Erfahrung und möchte Euch als Erstes sagen : nicht verzweifeln!

Der Pilz , Macrorhabdus ornithogaster, existiert im Verdauungssystem fast aller Wellensittiche, ich hatte irgendwo schon mal geschrieben, statistisch ist jeder zweite Papageienvogel (also nicht nur Wellis) davon betroffen. Er ist nur schwer nachzuweisen, und das tückische ist, solange dieser Pilz nicht überhandnimmt, die Krankheit also nicht ausbricht, merkt man dem jeweiligen Vogel nichts an. Es gibt sogar Theorien, aber darüber diskutieren die Experten noch, dass dieser Pilz zur natürlichen Darmflora gehört und nur aufgrund irgendwelcher Störungen des Immunsystems sozusagen "entartet".
Es gibt auch Untersuchungen, die belegen, dass der Pilz auch bei wildlebenden Vögeln gefunden wurde.

Wie auch immer, Tatsache ist, selbst, wenn einzelne Vögel im Schwarm irgendwann deutliche Krankheitsanzeichen aufweisen und behandelt werden müssen, so erkrankt nie der ganze Schwarm gleichzeitig , bei einigen bricht die Krankheit, obwohl der Pilz nachweislich ansteckend ist, nie aus, ihr Immunsystem wird damit fertig.

Andere erkranken schnell und heftig, und das ist für Vogel und Halter wirklich grausam. Zur Medikamentation und zur allgemeinen Unterstützung wurde hier ja schon alles geschrieben. Manche vogelkundigen Tierärzte raten, vorsorglich den ganzen Schwarm mindestens 4 Wochen lang mit Ampho zu behandeln, andere wiederum sagen, das sei Unsinn und es reiche, den jeweils erkrankten Vogel zu "stressen".

Ich habe es auf Rat meiner beiden vogelkundigen Tierärzte immer so gehalten, dass ich den jeweils erkrankten Vogel zweimal täglich mit Ampho intraschnabulös behandelt habe. Ich habe ihn nicht von den anderen separiert, weil das eh zu spät gewesen wäre, nur wirklich todkranke und schwache Vögel, die von den anderen gemobbt wurden, wurden in einem Krankenkäfig untergebracht.

Und ich habe mit dieser Behandlungsmethode auch gute Erfolge erzielt, die meisten Vögel erholten sich und hatten noch eine schöne Zeit im Schwarm - wobei man aber dazu sagen muss, dass, wenn die Krankheit einmal wirklich ausgebrochen ist, auch immer wieder neue Schübe kommen, manchmal erst nach vielen Monaten, aber der betreffende Vogel hat immer wieder damit zu kämpfen.

Von der Gabe über Hirse oder auch Trinkwasser ( manche Halter berichten über ein Mittel, das
übers Trinkwasser verabreicht werden kann ) halte ich ganz persönlich nicht so viel, weil man eben die genaue Menge des aufgenommenen Medikaments nicht kontrollieren kann.

Übrigens haben sich alle meine Patienten nach einigen Tagen ganz gut an das zweimal tägliche Einfangen und die Medikamentengabe gewöhnt, es wurde natürlich geschimpft und gebissen, was das Zeug hielt, aber kurze Zeit danach sich geschüttelt und weitergemacht wie zuvor - wirklich nachgetragen hat mir diese Aktionen nie ein Vogel, im Gegenteil , viele waren danach sogar eher anhänglicher, als ob sie gespürt hätten, dass wir ihnen helfen wollten. Allerdings habe ich auch nie auf besonders zahme Vögel Wert gelegt.

PT12 ist super zur Unterstützung des Verdauungssystems, so wenig Stress wie möglich (bis auf die Fangaktionen, da gehts ja nicht anders, aber das wird zur alltäglichen Routine), kein Zucker in irgendeiner Form, also auch kein Obst, manche TÄ halten auch Möhren für bedenklich, aber es gibt ja noch ganz viel andere Auswahl. Leichtes Ansäuern des Trinkwassers soll helfen, ich habe immer etwas Apfelessig hineingegeben, wenn die Vögel das gar nicht mögen, geht auch Ascorbinsäure. Obwohl es auch da wieder Gegenstimmen gibt, der gesamte Themenkomplex ist halt immer noch in der Diskussion und nicht wirklich endgültig erforscht.

Fakt ist aber, es muss nicht jeder infizierte Vogel auch wirklich erkranken, und selbst erkrankte Vögel können mit der richtigen Versorgung noch eine wirklich schöne Zeit haben, bei manchen kommt nach dem ersten Schub, wenn sofort behandelt wird, auch nie wieder einer. Es kommt auch darauf an, wie lange die Pilze schon ihr Unwesen im Verdauungssystem treiben konnten und welche Folgeschäden infolgedessen bestehen.

Das war jetzt so das, was ich aus meiner Erfahrung mit einem "Megaschwarm" berichten kann, wahrscheinlich habe ich einiges vergessen zu schreiben, vielleicht gibt es da mittlerweile auch schon ganz neue Erkenntnisse. Aber Ihr wisst hoffentlich, dass ich Euch und den Kleinen alles Gute wünsche und ganz fest die Daumen drücke!

P.S.: Ganz vergessen zu schreiben : Nach meinen Infos ist Amphomoronal, intraschnabulös verabreicht, gar nicht mal so sehr leber-und nierenschädigend, wirklich schlimm wird es, wenn es subkutan verabreicht wird. Und das wird ein guter vogelundiger Tierarzt allerhöchstens bei wirklich dem Tode nahen Patienten zur Ersthilfe in Erwägung ziehen, auf gar keinen Fall längerfristig.
Die Leber lässt sich gut mit Mariendistelsamenextrakt unterstützen, das kann man während der Amphotherapie ruhig übers Körnerfutter stäuben. Einige Kräuter, z.B. Löwenzahn oder Basilikum wirken ebenfalls unterstützend, aber das habt Ihr bestimmt schon alles gelesen...
Ach Mensch, ich fühle richtig mit Euch mit!
 
Mariama

Mariama

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Hallo ihr Lieben,

danke für deine Anteilnahme und die Schilderung deiner Erfahrungen, Anitram.

Heute habe ich Hanni aus der TA Praxis geholt und ein ausführliches Gespräch mit der Ärztin geführt. Hanni hat zwar während ihres Aufenthalts dort weiterhin abgenommen, hat aber auch durch den Stress der Einsamkeit und des Verlusts ihrer gewohnten Umgebung wenig gefuttert.

Mit Obstessig angesäuertes Wasser soll ich während der akuten Phase auf gar keinen Fall geben, das es die Schleimhäute viel zu sehr reizt. Nach Abklingen der Symptome kann ich es geben, die Wirkung ist allerdings nach ihrer Aussage nicht erwiesen.

Thymiantee soll ich nur geben, wenn die Vögel ihn mögen. Wenn sie wegen des unangenehmen Geschmacks weniger trinken als sie eigentlich benötigen, soll ich lieber Wasser anbieten. Koch- oder Quellfutter fände sie sinnvoll, weil es leichter verdaulich ist. Bevor die Vögel allerdings wenig davon fressen, weil sie es nicht kennen, soll ich lieber das gewohnte Futter geben. Kohi und anderes nährstoffhaltige Nahrung sollte immer im Angebot sein. Bisher hatte ich den Wellimix wegen des Übergewichts meiner Piepser immer ohne Hafer bestellt, ab sofort wird es ihn mit Hafer geben.

Ich drücke weiterhin ganz fest alle Daumen für die Genesung von Sunny und Funny, Amber. Lt. Aussage meiner TÄin ist erst ein Gewicht unter 30 g Besorgnis erregend. Von daher würde ich mir bei einer Stabilisierung auf dem jetzigen Niveau keine großen Sorgen machen. Die muss allerdings unbedingt erreicht werden! Meine TÄin meinte, die Chancen auf Genesung von diesem Schub stünden lediglich 50:50. :(
 
Amber

Amber

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Hallo,

vielen lieben Dank für die vielen Infos und fürs Daumen drücken, Anitram.

So ausführlich wie dein Gespräch, Mariama ist unseres leider nicht ausgefallen...
Sie meinte aber auch, dass man die Gabe von Amphro direkt in den Schnabel zu bevorzugen ist.
Die Ampho-Hirse ist eher eine Notlösung, eine richtige gewissenhafte Behandlung ist das langfristig allerdings nicht. Die zweifel, ob die Tiere genug, zu viel oder zu wenig aufnehmen, stehen bei der Behandlung einfach im Weg und macht den erfolg wohl, so wie ich es jetzt verstanden habe, nicht wirklich, eher gar nicht, möglich.
In Erwägung zog sie es bei uns nur, weil das Einfangen jedes mal in Stress ausgeartet ist und vor allem Funny innerhalb der Woche gleich mehrere Gramms verloren hatte...

Es wird Stress pur, vor allem für den armen Sunny... Der ärmste schreit sich jedes mal die Seele aus dem Leib.
Wir werden jetzt aber trotzdem mal versuchen das Ampho wieder wie zu beginn der Behandlung intraschnabulös zu verabreichen. Es scheint einfach die bessere und sicherste Behandlungsform zu sein.

Die Toxische Wirkung des Amphos auf die Organe hatte sie nur leider vergessen zu fragen.
Wenn es da aber doch nicht so schlimm ist, ist es okay. Man findet nur ziemlich viel dazu übers Internet...

Mariama, es freut mich unheimich für dich und Hanni, dass sie nun raus aus der Praxis ist. Ich werd der kleinen auch weiterhin ordentlich die Daumen drücken, denn sie hat es deutlich mehr nötig, als meine Piepser, denen es eigentlich
gut geht.
Mit den Tees mache ich es so, dass ich zum verdünnten Tee immer ein extra Schälchen mit Wasser anbiete, so können sie selbst entscheiden, was sie lieber mögen und das entsprechende wählen.



Liebe Grüße
Amber
 
Anitram

Anitram

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Ampho wird, wie jedes Medikament, über die Leber abgebaut, von daher ist es sicherlich nicht "gesund" - aber nach meinen Infos auch nicht schädlicher als viele andere Medikamente, jedenfalls, wenn es intraschnabulös verabreicht wird.

Und man hat ja auch leider keine Wahl, da Ampho das einzige Medikament ist, welches bei einem Schub wirklich hilft. Würde man nicht behandeln, bestünde zwar keine Gefahr für die Leber, dafür aber würde der Vogel an Auszehrung sterben...:(

Ich drücke weiterhin feste die Daumen für Eure Piepser!
 
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