Hündin kastrieren

Diskutiere Hündin kastrieren im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Wahrscheinlich nerve ich jetzt mit einem Thema das tausendfach gefragt wird und wenn es so sein sollte, dann könnt ihr den thread gerne...
  • Hündin kastrieren Beitrag #1
Lillium

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Hallo

Wahrscheinlich nerve ich jetzt mit einem Thema das tausendfach gefragt wird und wenn es so sein sollte, dann könnt ihr den thread gerne schließen. Aber ich spiele mit dem Gedanken meine Hündin kastrieren zu lassen.

Jetzt weniger deshalb, dass mich die Läufigkeit stören würde, aber mein TA hat gesagt, dass gerade bei Hunden dieser großen Rasse ( Bernhardiner) das Krebsrisiko, Scheinträchtigkeit und Milchdrüsenkrebs sehr hoch ist, wenn sie nicht kastriert ist und er hat gesagt die mögliche Inkontinenz die in vielen Fällen auftritt würde er persönlich in kauf nehmen, da man diese sehr gut hormonell behandeln kann.

weiters würde der Hund nicht beeinträchtigt sein und desto früher wir sie kastrieren lassen desto besser ( Ilvy ist jetzt ca 1 1/2) Jahre.

Und dann kommt eben auch dazu dass wir hier noch viele freilaufende Rüden haben und Ilvy doch immer selbst entscheidet wann sie raus geht und wann nicht...sie bewacht eben haus und hof, sie ist zwar im eingezäunten Bereich aber ich denke einen Rüden beeindruckt dieser zaun eher wenig........

Hat jemand erfahrung mit kastrierten Hündinnen einer großen Rasse?

lg lilli
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #2
F

Fiesta1

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Wenn sie raus geht oder nicht, heißt von Wohnung auf den Hof, wo dann evtl. Rüden über den Zaun kommen, habe ich das richtig verstanden ?
Wie hoch ist der Zaun ?

Also Krebsrisiko haben natürlich Hündinnen aller Rassen und der Bernhardiner ist nicht mehr oder weniger betroffen, als andere Rassen. Wird er natürlich nur im Freien gehalten sind Entzündungen und evtl. Krebs fast vorprogrammiert, nur ist das eine Haltungsfrage, auch ist es im Moment gerade Trendy, sich die Hündinnen "zurecht pitzeln/schneiden" zu lassen, immer dann wenn den Besitzer das Geringste stört und der TA verdienen will. Es gibt keinerlei medizinische Indikation dafür und insofern halte ich so ein Vorschlag eher für eine Frechheit, denn die Inkontinenz wird hier gleich mal billigend in Kauf genommen, selbstverständlich incl. Medis, bringt ja auch wieder Geld.
Die häufigsten Probleme auftretenden Krankheiten bei Bernhardiner sind eher HD, Knochenkrebs, Magendrehung, Augenprobleme und man kann nicht immer die Teile amputieren, nur weil man Angst hat, das "Hund" daran erkrankt, wo kommen wir da hin.
Es macht auch keinen Sinn, wenn ich die Innereien entfernen lasse, also kastrieren, und der Hund danach vielleicht Knochenkrebs bekommt.

Ich würde es nicht machen lassen, sondern mir die Haltung überdenken, z.B. höherer Zaun, sonst. techn. Abwehrmaßnahmen am Zaun wegen möglicher Rüden usw.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #3
T

Tapa

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Also ob größere Hündinnen bei Kastrationen eher zu Problemen neigen als kleinere, weiß ich nicht. Unsere mittelgroße Hündin wurde von den früheren Besitzern kastriert, als sie 2 Jahre alt war. Sie hat keinerlei gesundheitliche Einschränkungen, ist vom Verhalten her lieb und unproblematisch und weiß offenbar auch noch sehr genau, dass sie eine "Frau" ist - ebenso wie andere Hunde, die ihr begegnen. (manchmal ist zu lesen, andere würden kastrierte Hunde als "Neutrum" empfinden und könnten das Geschlecht nach einer Kastration nicht mehr einordnen - halte ich persönlich für absoluten Quatsch)

Ich finde es auch überhaupt nicht schlimm, ein Tier zu kastrieren. Besser als ungewollt Nachwuchs zu produzieren.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #4
Infano

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Ob du deine Hündin kastrieren lässt oder nicht ist hier im Forum genauso unbeantwortet wie überall anders auch :)
Du kannst einfach mal die Suchfunktion benutzen, da kommt einiges Interessantes :D
Da ich keine Hündin habe kann ich dir da leider nicht weiterhelfen.

Fakt ist aber, dass du deine Hündin während der Läufigkeit nicht alleine raus gehen lassen solltest. Meines Wissens gibt es durchaus auch Hündinnen, die sich aktiv auf die Suche nach einem Freier machen bzw dann eben auch ausbüchsen, wenn einer vorbei läuft. Außerdem hast du ja schon selbst erkannt, dass es auch Rüden gibt, die sich auch von einem normalen Zaun nicht aufhalten lassen.
Heißt, dass du deine Hündin während der Läufigkeit bitte nicht aus den Augen lassen solltest und auch beim Gassi gehen an der Leine lässt, um eben eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern!
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #5
D

Diddellaus

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Vor 6 Tagen haben wir unsere Hündin kastrieren lassen, weil die Kerle notgeil waren ect...anderes Thema.
Die OP hat sie gut überstanden, allerdings war sie am Tag nach der OP neben der Spur, hat aber getrunken und gefressen.
Antibiotika hat sie in Hundewurst gefressen.
Kosten 280 Euro!
Mit Sicherheit sinkt nicht nur das Krebsrisiko, es sinkt auch das Risiko einer Gebährmutterentzündung.
Unsere Hibbelmaus musste natürlich alles untersuchen...sie hat sich trotz Hundebadematelmantel und Pflaster die Wunde aufgeschleckt auch wenn man 23 Stunden "Pfui, Nein" rief.
Es ist eine stressige Zeit.
Gestern musste sie noch einmal zur OP, dieses mal wurde ein Tupfer eingenäht das die Wunde nun wirklich heilen kann.
Kosten 107 Euro!
Sie trägt nun noch zusätzlich ein T-Shirt, nun könnte sie nur am Shirt lecken.
Muss man natürlich auch unterbinden.
Ihr geht es gut, bekommt ihr Futter über den Tag verteilt.

Bei einer Einzelhündin würde ich es nicht machen lassen, es ist ein schwieriger Eingriff und das Krebsrisiko...ich weis nicht....auch steigt dadurch das Risko Inkontinenz.
Es hat alles Vor und Nachteile, und jeder Hund steckt das anders weg...
Ich würde während sie läufig ist, noch besser aufpassen und nie "Leine los" machen!
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #6
Pewee

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Huhu,

ich finde eine Aussage von deinem Tierarzt sehr interessant:

dass gerade bei Hunden dieser großen Rasse ( Bernhardiner) das Krebsrisiko, Scheinträchtigkeit und Milchdrüsenkrebs sehr hoch ist, wenn sie nicht kastriert ist und er hat gesagt die mögliche Inkontinenz die in vielen Fällen auftritt würde er persönlich in kauf nehmen, da man diese sehr gut hormonell behandeln kann.

Also er möchte u.a. kastrieren lassen, damit deine Hündin ein vermindertes Krebsrisiko hat. Will sie aber im schlimmsten Fall (nämlich bei Inkontinenz) mit Hormonen behandeln, was ein solches Risiko ebenso wieder erhöht bzw. den Körper angreifen kann... nur an anderer Stelle :eusa_eh: Eine gewagte Aussage.
Ich habe schon mehrfach gelesen, dass gerade große Hündinnen ein höheres Inkontinenzrisiko haben als kleine Hunde nach einer Kastration. Die Statistiken sind da allerdings relativ ausgeglichen. Persönlich kenne ich nur eine ältere Hündin, die inkontinent ist. Das würde ich allerdings weniger auf die Kastra schieben (sie wurde erst mit 7 kastriert), sondern mehr auf die zunehmende Demenz, sie ist nämlich schon 15 ;)

Mich würde interessieren, wie oft deine Hündin schon läufig war? Je nachdem, wie oft die Läufigkeit schon da war, wird eine Kastra zur Prophylaxe nämlich nicht so viel bringen. Die Kastra sollte innerhalb der ersten 3 Läufigkeiten stattfinden, wenn man noch einen guten Schutz gegen Krebs und Mammatumore haben möchte.
Vor allem würde mich interessieren, ob DU sie kastrieren lassen möchtest oder ob du dir von deinem TA einen Floh ins Ohr hast setzen lassen ;) Also nicht, dass ich generell gegen Kastras bin - meine beiden sind auch kastriert - aber man sollte sich auf jeden Fall beide Seiten genau anschauen, ehe man so eine Entscheidung trifft und leider sind viele TÄ da sehr... einseitig in ihrer Argumentation. Die meisten sind pro-Kastra, erwähnen aber die Nachteile nur sehr selten und sowas geht nicht. Ich würde mich vor allem beraten lassen, ob nur die Eierstöcke raus sollen oder auch ein Großteil der Gebärmutter und wieso er es so hält, wie er es hält. Viele holen einen Großteil der Gebärmutter (nicht die vollständige Gebärmutter!) auch raus, weil häufig behauptet wird, dass damit das Risiko für Krebs noch weiter sinkt. Das stimmt aber nicht so ohne Weiteres. Vorteile hat die Entnahme keine, aber sie erhöht das Inkontinenzrisiko und die Größe der OP um Einiges. Da solltest du dich im Falle einer Kastra auf jeden Fall mit ihm beratschlagen.

Du siehst, es gibt viel zu bedenken :001:
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #7
Lillium

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Danke mal für die vielen Antworten.

Ilvy war erst einmal läufig. Unser Zaun ist 1, 50 hoch und hat zusätzlich einen elektrozaun auf der obersten Latte, damit die Pferde ihn nicht anknabbern. Ilvy springt nicht über den Zaun unsere beiden kleinen Hunde scheinen auch die Spannung des elektrozauns zu spüren und gehen auch nicht ran, bei einem Rüden weiß ich nicht, ob die Spannung abhalten würde.

Bei der ersten Läufigkeit war Ilvy hauptsächlich im Haus, ich hab sie nicht allein rausgehen lassen, da damals der nachbarrüde noch nicht kastriert war. Sie ist aber denke ich eine, die einen Freier suchen geht, wenn wir in den Stall gehen die Tiere füttern und Stall misten, ist sie immer mit dabei. Unser Stall ist nebenan. Als sie läufig wurde ist sie dauernd abgehauen, wenn mein Freund allein mit ihr in den Stall ging. Bei mir hat sie das nicht gemacht.

@didllaus was meinst du mit "bei einer Einzelhündin würde ich es nicht machen"

Knochenkrebs und das Zeugs ist mir schon klar, das sind eben eh Rassetypische Krankheiten, wo man nicht wirklich vorbeugen kann ...der TA meinte nur bei einer gebärmutterentzündung ist sofort eine OP notwendig und wenn es durch eine kastration vermieden werden kann....

und nur kurz...die Haltung die wir haben für unseren Bernhardiner ist der rasse sehr gut angepasst....
Die gefahr, dass sie von einem Rüden gedeckt wird liegt nicht an unserer Haltung, denn unser Hund springt ja nicht über den zaun, eher an der Haltung unserer eingeschworenen Bauern in unserer Umgebung die ihre Rüden immer noch frei rumlaufen lassen, soll ich jetzt hinlaufen und es ihnen verbieten? Die belächeln das nur, denn in dieser gesellschaft wird unerwünschtes immer noch ertränkt
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hündin kastrieren Beitrag #8
Pewee

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Dein letzter Abschnitt war damals auch für mich ein Mitgrund, wieso ich meine Hündin hab kastrieren lassen. Wenn du nicht gewährleisten kannst, deine Hündin zu schützen - und sei es deswegen, weil deine Nachbarn verantwortungslos sind -, ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Dennoch finde ich das auch recht unverschämt, dass der TA die Inkontinenz billigend in Kauf nimmt, denn das das IMMER mit Hormonen gut zu behandeln ist, stimmt ja nun auch nicht. Erstens ist so eine Zuführung von Hormonen auch nicht gerade ungefährlich für den Körper (ist damit auch nicht frei von gefährlichen (Spät)folgen) und zweitens heilt das die Inkontinenz nicht zwangsweise. Es kann sein, dass die Inkontinenz bleibt und nur ein wenig schwächer wird. Irgendwie sind mir solche Aussagen einfach zu mutwillig und man spielt da viel runter. Allerdings hat deine Hündin den Vorteil, dass sie schon eine Läufigkeit hatte und das Inkontinenzrisiko höher ist, wenn man die Hündin frühkastriert - also, wenn sie noch gar keine Läufigkeit durchlebt hat.

Ich hoffe, man versteht das Problem, was ich damit habe: Ich kastriere eine Hündin nicht mit der Argumentation, ich wolle ihre Gesundheit schützen und nehme dann eine Folge in Kauf, deren vermeintliche Genesung nur durch Mittel herbeizuführen ist, die ebenso schlimme Folgen haben kann. Natürlich kann er sagen, dass er persönlich die Inkontinenz nicht so schlimm findet wie eine Gebärmutterentzündung, aber er muss auch darauf hinweisen, dass das lebenslange Medikation bedeutet und sowas ist grundsätzlich nie der Kracher.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #9
scarlett1991

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Also wir haben unsere Hündin auch nicht freiwillig kastrieren lassen. Wenn sie läufig war, bekam sie eine "windel" damit wir nicht jeden Tag 10 mal wischen mussten (Und auf den Teppichen war das ja nicht so einfach) und sie lief in dieser Zeit nur an der Leine.
Aber eines morgens lag sie in einer Blutlache: sofort ab zum TA, gebärmutterverkapselung, not-op. Wenn wir nur eine halbe Stunde später gekommen wären, dann wäre es zu spät gewesen. Sie hat die OP gut weg gesteckt und hat keinerlei beschwerden oder sowas.
Aber ich muss sagen: Wenn ich die Entscheidung treffen müsste, meinen (nicht vorhandenen) Hund kastrieren zu lassen, dann wäre ich auch unsicher.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #10
F

Fiesta1

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Bei der ersten Läufigkeit war Ilvy hauptsächlich im Haus, ich hab sie nicht allein rausgehen lassen, da damals der nachbarrüde noch nicht kastriert war. Sie ist aber denke ich eine, die einen Freier suchen geht, wenn wir in den Stall gehen die Tiere füttern und Stall misten, ist sie immer mit dabei. Unser Stall ist nebenan. Als sie läufig wurde ist sie dauernd abgehauen, wenn mein Freund allein mit ihr in den Stall ging. Bei mir hat sie das nicht gemacht.

und nur kurz...die Haltung die wir haben für unseren Bernhardiner ist der rasse sehr gut angepasst....
Die gefahr, dass sie von einem Rüden gedeckt wird liegt nicht an unserer Haltung, denn unser Hund springt ja nicht über den zaun, eher an der Haltung unserer eingeschworenen Bauern in unserer Umgebung die ihre Rüden immer noch frei rumlaufen lassen, soll ich jetzt hinlaufen und es ihnen verbieten? Die belächeln das nur, denn in dieser gesellschaft wird unerwünschtes immer noch ertränkt

Ich denke schon, das auf Grund der Haltung und Gegebenheiten eine Kastration unumgänglich sein wird, denn bei diesen Bauerhof-Arbeiten kann man nun mal nicht
die Augen "rundherum" werfen, denn einmal wird sie sich ihren Freier selbst suchen oder dieser steht "höchst persönlich" neben ihr, auf Deinem Hof.
Alles andere spielt eh eine untergeordnete Rolle, denn ein Pyometra muss sie erst mal bekommen und dann wäre immer noch Zeit für die Kastra.
Schade, das wird wohl wieder den Hund mal treffen.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #11
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Diddellaus

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Lillium, damit meine ich, das ich eine Kastration bei einem Einzel-Hund nicht machen lassen würde.
Sorry, aber während der Läufigkeit muss man halt doppelt und dreifach aufpassen.
Klar notgeile Hundinnen oder Rüden...vergiss es, da hat man keine Chance...die finden immer einen Weg.
Zuvor habe ich es mit Windeln versucht....vergiss es...
Aber auch diese stressige Zeit geht vorbei.
Eine OP birgt immer, immer ein Risiko.
Kastration ist kein "normaler" EINGRIFF!
Stell dir mal vor wie du dich fühlen würdest wenn man dir den Bauch aufschneiden würde?
Da liegst du bestimmt eine Woche, steril auf der Intensivstation.
Ich bin froh das wir unsere Maus in Griff haben und sie nun stolz ihr T-Shirt und ihren Hundebademantel trägt, um ein abschlecken der Wunde zu verhindern.
Ihr geht es gut auch wenn die Wunde kitzelt und sie sich immer daran kratzen möchte.
Raus geht es nur zum Pipimachen und AA-Machen.
Die zweite Nach-OP mit Vollnarkose hätte ich ihr gern erspart.

Gegen Krebs kann man eh nichts machen und bin auch der Meinung das die Volkskrankheiten Futterbedingt sind!
Ob du nun deine Hündin kastrieren lassen willst, musst du selbst entscheiden.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #12
*purdey*

*purdey*

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Lilli,

das Gesäugekrebsrisiko mag zwar bei kastrierten Hündinnen etwas geringer sein?
Aber dafür werden allerhand andere Erkrankungen provoziert.
Die Studie mit dem "vor der ersten Läufigkeit 0,5%, nach der ersten Läufigkeit.....usw. stammt aus den USA und ist mittlerweile 44 Jahre alt!
Zu der Zeit und auch später noch wurden - dort drüben sowieso, aber auch bei uns - regelmäßig die Läufigkeiten "weggespritzt.
Das ist natürlich nach einer Kastration nicht mehr notwendig............und wer weiß, ob das (angeblich) stark verminderte Krebsrisiko nicht mehr mit der fehlenden Wegspritzerei zu tun hat, als mit dem Kastrieren?


Gruß
Jörg
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #13
Pewee

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Es gibt irgendwo eine aktuelle Studie mit ähnlichen Ergebnissen. Da geht es auch um die möglichen Krankheiten, wenn die Tiere kastriert wurden, was ja auch nicht ganz ungefährlich ist. Leider finde ich sie spontan gerade nicht, ich hoffe, ich kann sie demnächst posten.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #14
*purdey*

*purdey*

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Meinst du diese hier?



http://www.naiaonline.org/pdfs/LongT...uterInDogs.pdf

Eine kurze Zusammenfassung dieser Studie auf deutsch: (für Hündinnen)

.
Die Vor- und Nachteile bei Hündinnen zusammengefasst (übersetzt aus der Studie):

Vorteile der Kastration:
- wenn vor einem Alter von 2.5 Jahren durchgeführt, ist das Risiko für Gesäugekrebs, dem häufigsten Krebs bei Hündinnen, in hohem Maße reduziert
- das Risiko für Pyometra ist fast gleich Null. An Pyometra erkranken 23% aller nichtkastrierten Hündinnen, über 1% davon sterben.
- sie reduziert das Risiko von Perianalfisteln
- sie beseitigt das sehr geringe Risiko (<0,5%) für Gebärmutter-, Gebärmutterhals- und Eierstockkrebs

Nachteile der Kastration:
- wenn vor einem alter von 1 Jahr durchgeführt, steigt das Risiko für Osteosarkom (Knochenkrebs) erheblich an; dies ist ein häufiger Krebs bei mittelgroßen bis großen Rassen mit schlechter Prognose.
- sie erhöht das Risiko für Hämangiosarkom (Blutgefäßkrebs) in der Milz um das 2,2-fache und im Herz um das über 5-fache; dies ist ein häufiger Krebs und Haupttodesursache bei einigen Rassen
- verdreifacht das Risiko für Schilddrüsenunterfunktion
- erhöht das Risiko für Fettleibigkeit um das 1,6-2 -fache, ein häufiges Gesundheitsproblem bei Hunden, mit vielen damit zusammenhängenden anderen Gesundheitsproblemen (z.B. HD, aus einer anderen Studie)
- sie verursacht Inkontinenz bei 4-20% der Hündinnen
- sie erhöht das Risiko für ständige oder chronische Harnwegsinfekte um das 3-4 - fache
- sie erhöht das Risiko für eine nach innen Wölbung der Vulva, vaginaler Dermatitis und Vaginitis, besonders für Hündinnen, die vor der Pubertät kastriert werden
- sie verdoppelt das geringe Risiko (< 1%) für Blasenkrebs
- sie erhöht das Risiko für orthopädische Erkrankungen
- sie erhöht das Risiko für Impfnebenwirkungen (um 30%)


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Außerdem wird eventuell auch noch das Risiko für Kreuzbandriße erhöht?

http://www.vetion.de/service/print.cfm?aktuell_id=14039
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #15
masterschatzy

masterschatzy

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Es ist ein für und wieder.....
Ich bin gegen die Kastration von Gesunden Hündinnen !
Ich halte meine Peaches in der Zeit an der Leine,Schlepp oder Flex !
Kommt ein anderer Rüde warne ich den Halter schon von weitem :mrgreen:
Ich würde mir aber auch Vorwürfe machen wenn bei der OP oder eine Inkontinenz auftreten würde !

Dafür spricht aber das einige Krebserkrankungen nicht auftreten oder wie schon gesagt Gebärmutterverkapselung
oder eine Scheinträchtigkeit nicht passieren !
Meine letzte Hündin hatte nach der ersten Läufigkeit schon eine Scheinträchtigkeit und dann darauffolgend eine Gebärmuttervereiterung ! Zwangskastration !!!

Auf das ich jetzt von Rüdenbesitzer ein aufn Sack bekomme :roll:
Einen Rüden zu kastrieren ist doch einfacher,die Narkose ist auch nicht so tief wie bei Hündinnen :mrgreen:

Solang Peaches keine Probleme hat,bleibt sie unkastriert !
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #16
Infano

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Auf das ich jetzt von Rüdenbesitzer ein aufn Sack bekomme :roll:
Einen Rüden zu kastrieren ist doch einfacher,die Narkose ist auch nicht so tief wie bei Hündinnen :mrgreen:

Naja, da gelten deine Argumente ja genauso. Wieso einen gesunden Rüden kastrieren? Wenn der keine Probleme hat, keinen Stress leidet? Abrufbar bleibt bei läufigen Hündinnen? Macht doch dann genauso wenig Sinn.. ;)
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #17
masterschatzy

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Naja, da gelten deine Argumente ja genauso. Wieso einen gesunden Rüden kastrieren? Wenn der keine Probleme hat, keinen Stress leidet? Abrufbar bleibt bei läufigen Hündinnen? Macht doch dann genauso wenig Sinn.. ;)

Das macht es mir einfacher ;)
Da seh ich es aber genauso,auch nicht kastrieren wenn sie nicht abhauen und nachstellen !!!:mrgreen:
Hatte letzte Woche nen Rüde der aber nimmer Abrufbar war :eusa_doh:
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #18
Lillium

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Hm danke ich bin immer noch im grübeln.

Wir haben jetzt auf der unteren latte des Zauns auch einen Stromzaun, auf der außenseite, also Ilvy und den papillons kann nix passieren aber ein Rüde, der zu nah kommt würde einen stromschlag bekommen...naja vielleicht ein bisschen fies, aber der zaun ist nicht all zu stark eingestellt. Der Karl (Neufundländer) ist jetzt auch schon unterwegs und wurde schon in unserer Nähe gesichtet, bis jetzt hat ers aber noch nicht ganz hochgeschafft weil ein paar Meter weiter unten Ilvys mama zu hause ist und noch hat sich Ilvys 2. Läufigkeit nicht angezeigt, aber ich lass sie trotzdem nicht ohne Aufsicht raus.

Im Stall traut sich Ilvy nicht abhaun, weil die Pferde genau zwischen der Stalltür stehn und während des fütterns hab ich die Boxentür offen und sie hat massig Respekt vor meiner Stute, da traut sie sich wirklich nur dran vorbei, wenn ich zuerst geh.

Wann ist denn eine Kastration bei einer Hündin wirklich notwendig? Und woran erkenne ich eine Gebärmutterentzündung, damit ich nicht zu spät reagiere, sollte sie das wirklich bekommen?

lg
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #19
Pewee

Pewee

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Wann ist denn eine Kastration bei einer Hündin wirklich notwendig?

Das ist, wie so oft, leider Auslegungssache. Ganz eindeutig ist eine Kastra notwendig, wenn sich eine Entzündung bereits gebildet hat und auch relativ weit fortgeschritten hat. Dann ist eine OP unumgänglich. Überlegenswert (aber nicht unbedingt notwendig) ist es dann, wenn die Hündin zu starken Stress erleidet. Zum Beispiel, wenn die Scheinträchtigkeiten derart heftig bei der Hündin auftreten, dass sie nicht zur Ruhe kommt, sich nicht wohl fühlt oder gar völlig teilnahmslos und weggetreten wirkt.

Das offensichtlichste Anzeichen ist ein eitriger/brauner/übelriechender Ausfluss und eine stark angeschwollene Vulva. Ansonsten können Hündinnen auch starken Durst, Appetitlosigkeit und Apathie entwickeln. Da das aber bei einigen Krankheiten der Fall ist, tippt man nicht direkt darauf. Deswegen müsste man drauf achten, ob diese Symptome wenige Wochen nach der Läufigkeit beginnen, dann könnte das eine Verbindung haben. Blöderweise sind die ganz offensichtlichen Anzeichen aber leider schon ein Signal dafür, dass die Entzündung stark vorangeschritten hat. Von daher würde ich mich nicht nur darauf verlassen und schon bei den allgemeinen Symptomen den TA aufsuchen. Vor allem, wenn es relativ direkt nach der Läufigkeit losgeht.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #20
F

Fiesta1

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Wann ist denn eine Kastration bei einer Hündin wirklich notwendig? Und woran erkenne ich eine Gebärmutterentzündung, damit ich nicht zu spät reagiere, sollte sie das wirklich bekommen?lg

Wenn eine mediz. Indikation vorliegt und das wäre bei einer Gebärmuttervereiterung/Pyometra der Fall, die sich noch in eine geschlossene oder offene einteilt.
Die ersten Anzeichen erkennst Du, wenn Deine Hündin unter 5 Monate heiß wird. Notiere Dir immer die Hitzen. Alles was unter 5 Monate liegt weißt auf eine
Pyometra hin, da kannst Du auch zum TA gehen. Dann wird das Tier auch kaum laufen, da wo es sonst immer sofort mitkam z.B. Wenn Du darauf aufpasst, ist das OK. Eine vermittelte Hündin von mir, hatte aller 2,5 Monate Hitze, durch einen Anruf bei mir, konnte dem Tier das Leben gerettet werden, durch sofortige OP und Kastration.
 
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