Australian Shepherd - Wirklich eine schlechte Wahl?!

Diskutiere Australian Shepherd - Wirklich eine schlechte Wahl?! im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, ich bin neu hier und hab mich auch eigentlich nur wegen einem katzenproblem hier angemeldet. aber schaden kann es ja nicht, sich...
J

Joy298

Registriert seit
26.02.2013
Beiträge
11
Reaktionen
0
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und hab mich auch eigentlich nur wegen einem katzenproblem hier angemeldet.
aber schaden kann es ja nicht, sich hier mal zu informieren.

also zu meinem "problem"...
ich wünsche mir schon seit kleines mädchen einen hund. (naja welches kind wünscht sich das nicht...)
bei mir ist es nur so, dass es immer schon der Aussi sein sollte... ich habe früher so viele bücher gelesen und als es dann mit dem internet angefangen hat, habe ich mir dort die informationen geholt.
ich bin jetzt 21. habe eine eigene wohnung mit kleinem garten und zwei stubentiger.
es soll nun nicht sein, dass ich mir jetzt sofort ein hund holen will... da es hier in der wohnung sehr eng wird und ich nicht
so einen haushalt haben möchte wo mehr tiere als quadrantmeter existieren.:)

ich bin oft auf der hundewiese bei uns im dorf... einfach nur um die leute und ihre hunde zu beobachten. jedenfalls habe ich davon auch schon den ein oder anderen angesprochen und ihm meine ängste erzählt. und fast alle haben mir zugestimmt.

kann man einen aussi mit einem border colli vergleichen? NIEMALS müde zu kriegen?! IMMER in aktion?! nichts für anfänger!

ich weiß natürlich, dass es keine hunderasse gibt, die NUR auf der couch liegen will und sich den bauch kraulen lässt und damit schon rundum zufrieden ist. aber ist es so, dass der Aussi immer auf Juck sein muss um wirklich glücklich zu sein?
ich möchte einen hund, mit dem ich mich richtig beschäftigen kann. nicht nur 3x am tag eine runde um den block zu laufen. ich möchte was mit ihm unternehmen und wirklich viel mit ihm arbeiten. jedoch wenn ich so manchen border colli sehe der zuhause nach 3 stunden waldspaziergang immer noch fragt, was als nächstes ansteht, dann macht es mir schon etwas angst ;)

und dann habe ich noch eine frage...
ich schau oft bei ebay-kleinanzeigen rein und bin ziemlich erstaunt. es ist ja so, dass der aussi ein wirklicher modehund in den letzen jahren geworden ist... als ich mir den hund in den kopf gesetzt habe, da war der aussi noch nicht so populär.
wie kann es denn sein dass die preisspanne von den aussis sooooo groß ist?! da bieten welche den welpen für 150 € an und dann gibt es da wieder welche die ihre welpen für 1100 € anbieten. ist hier TEUER = BESSER ?
ich würd mich wahrscheinlich für den teuren entscheiden, weil meistens schon in den anzeigen erkennbar ist, dass dort viel mehr herz bei der sache ist.
aber manche deckrüden haben ja schon eine decktaxe von 200 € . da wäre der günstigere hund sicher nicht so legal wie der für 1100.

vielleicht gibt es hier ja auch aussi-züchter die mir meine fragen beantworten können...
ist der aussi wirklich ungeeignet für einen hundeanfänger?

ich freu mich auf eure antworten...
vielleicht sind ja auch aussihalter hier die ihre erfahrungen mir mal mitteilen können :)

schönen abend und lieben gruß
 
26.02.2013
#1
A

Anzeige

Guest

Schau mal hier: Australian Shepherd - Wirklich eine schlechte Wahl?! . Dort wird jeder fündig!
Furby&Sippi

Furby&Sippi

Registriert seit
25.02.2012
Beiträge
217
Reaktionen
0
Hiho :) also zum Thema Hunde für Anfänger: Ich finde es gibt keine Anfängerhunde. Hier , mein Aussie - total ausgeglichen eher ruhig und leicht auszulasten. Der Bruder allerdings - Energie pur. Ständig auf Action usw. Man muss wissen, solche Hunde dementsprechend auszulasten allerdings auch nicht zu überlasten. Ein gesundes Mittelmaß zu finden. Und sie müssen auch lernen was "Ruhe" bedeutet.
Allerdings sich den Aussie nur wegen seines Aussehens zu holen finde ich nicht in Ordnung. Wenn du alles einhältst, viel Sport mit ihm treibst usw finde ich ihn schon geeignet für dich. Aber es gibt eben auch in der Rasse selber total unterschiedliche Typen.
Welpen die für 100 € Angeboten werden stammen meist nicht von Züchtern, sondern von Vermehrern. Die Hunde sind nicht gut sozialisiert wrs nicht ausreichend entwurmt geimpft usw. Bei jeder Rasse sollte der Züchter sorgfältigst ausgewählt werden. MIt Papieren usw darf man schon mal 900€ Tendenz steigend hinblättern.
 
Pewee

Pewee

Registriert seit
21.10.2009
Beiträge
28.757
Reaktionen
2
Huhu,

Zum Thema Rasse lasse ich die Profis mal sprechen, aber eine Kleinigkeit zum Thema Preis:

Teuer ist natürlich nicht zwangsweise besser. Allerdings frage ich mich immer, was die Leute erwarten, wenn sie einen Hund für 100 Euro zum Verkauf sehen. Selbst Tierschutzhunde haben eine höhere Schutzgebühr und die ist ja schon bewusst so gehalten, dass es nicht zu viel aber auch nicht zu wenig ist. Ein echter Züchter will mit seinen Welpen nicht verdienen (im besten Fall kommt er bei 0 raus, wenn man mal alle Kosten zusammen nimmt), aber eine gewisse Summe muss schon sein, um alles Notwendige abzudecken.

Es KANN natürlich sein, dass du mal an einen ehrlichen Unfallwurf rangekommen bist, wo der Hund nur 150 Euro kostet. Dieser Halter kann es natürlich trotzdem gut meinen, will aber eben einfach nicht so viel für den Hund nehmen. Aber wer drauf wert legt, die beste möglichen Chancen für einen gesunden Hund zu haben, sollte dort nicht zugreifen.

Ansonsten ist der Hund für 1500 Euro nicht zwangsweise gesünder oder robuster oder schöner als der Hund für 750 Euro. In beiden Fällen (bzw. auch billiger) habe ich schon Halter erlebt, die dennoch teure Ops bezahlen müssen oder mussten. Ein Restrisiko bleibt immer. Ich würde mich weniger auf den Preis fixieren als auf den Züchter selbst. Wie geht er mit seinen Tieren um? Kennt er die rassetypischen Krankheiten? Kann er mich beraten? Hilft er mir bei der Welpenwahl seines Wurfes? Kann er mir entsprechende Papiere zeigen? Darf ich die Eltern bzw. die Mama sehen? Wie ist die Umgebung? Ist es sauber, werden die Welpen gut und warm gehalten? Will er mich kennenlernen? Darf ich die Welpen öfter besuchen, bis sie Abgabealter haben? Wenn man sowas ruhigen Gewissens beantworten kann, dann ist es auch nicht so wichtig, ob der Hund 1500 Euro oder nur 1000 Euro oder auch nur 800 Euro kostet. Bei allem darunter würde ich nicht sagen, dass die "Qualität" zwangsweise schlechter ist, aber da würde ich vielleicht noch etwas genauer schauen. Der Grat zwischen günstig und "dumping" ist recht schmal, finde ich.

Liebe Grüße
Pewee
 
Furby&Sippi

Furby&Sippi

Registriert seit
25.02.2012
Beiträge
217
Reaktionen
0
gebe Pewee zu 100% Recht :)
 
Tayet

Tayet

Registriert seit
22.05.2008
Beiträge
4.544
Reaktionen
0
Als erstes würde mich interessieren warum ein Aussie? Was gefällt dir an diese Rasse? Was kannst du dem Hund bieten? (Gehst du im Moment zu Uni? Arbeitest du? Wie sieht dein Tagesablauf aus?)


Ich persönlich sehe es immer zuerst sehr kritisch wenn Leute sich einen Border ColliE oder AussiE wünschen. Es ist leider zur Zeit total "in" einen Hütehund zu haben. Die sind bunt und intelligent. Lernen schnell. Das alles beeindruckt sehr oft die Leute und zack: mochte man unbedingt eine diese Rasse. Doch es ist manchmal etwas zu wenig, und oft sehr gefährlich sich in nur optische Eigenschaften zu verlieben oder wegen solche Sachen wie Intelligenz.
Ich bin auch der Meinung es gibt keine Anfängerrassen, es gibt welche die dafür weniger geeignet als andere, aber es ist meine Meinung nach alles eine Frage des Wollens. Ist man bereit zu arbeiten, Zeit zu investieren, womöglich sein Lebensablauf ändern kann man einem Aussie oder Border oder wem auch immer gerecht werden. Ich finde es ist wichtig zu überlegen, was genau gefällt einem an diese Rasse. Klar ist es irgendwie normal optische Vorlieben zu haben (z.B langes Fell, keine Platte Nase etc.) doch viel wichter ist es ehrlich zu sein mit sich selbst und ehrlich sich zu fragen: Warum? Warum genau diese Rasse. Die Ehrlichkeit ist dabei sehr wichtig, lügt man sich selbst an, steht man am Ende womöglich bei der Entscheidung dass man dem Hund nicht gerecht wird und abgeben muss, oder weil die Zeit doch unspassend ist. Es werden jedes mal Aussies im Erwachsenenalter abgegeben weil die Leute irgendwann merken, ok doch ne Nummer zu groß für mich. Ich hab doch kein Bock ihn zu beschäftigen usw. Klar passieren kann sowas mit jede Rasse, doch hier geht es um Aussie und als Besitzer von einem, liegt es mir verdammt nah dass man überlegt ob sowas das Richtige ist.

Meine Hündin ist ein totales Powerpaket, wie alle ihre Geschwister auch. Sie werden alle von Besitzer beschäftigt und sportlich geführt. Ich würde jetzt nicht sagen das alle 24h die Beschäftigung brauchen, man merkt aber dennoch das diese Hunde arbeiten möchten und mit nur spazieren gehen, ist es nicht getan. Diese von allen geliebte Intelligenz kann auch ein Segen und Fluch sein. Meine lernt unglaublich schnell, gute Sachen und ebenso schnell die schlechten. Ich muss ihr mind. 5 Schritte voraus sein im Denken, weil sonst stehe ich doof da. Ich muss drauf achten wie ich sie z.B lobe beim Üben von bestimmten Sachen. Mal ein Beispiel: ein markierter Quadrat 3x3m auf dem Boden, der Hund soll möglichst mittig stehen. Ich belohne sie einmal als sie in eine Ecke steht und zack beim nächsten mal stellt sie sich dahin. Es ist mein Fehler gewesen dass ich sie da belohnt habe, und ich werde zu Recht von ihr angemotzt wenn ich sage das es beim 2 mal plötzlich falsch ist.

Verstehst du was ich meine? Jede Schwäche und fehlende Konsequenz wird sehr schnell ausgenutzt. Natürlich gibt es Exemplare die sind bisschen einfacher und nicht so extrem, aber rechnen muss man damit. Und mich ko** nichts mehr an als Leute die sagen einen Aussie, aber am liebsten einen ohne Trieb, ohne das er jagt usw.
Ahja jagen...können manche auch. Es sind Hütehund, mit einem Hüteinstinkt, und der wurde von einem Jagdinstinkt entwickelt. Das muss man auch vor Augen haben.

Natürlich gibt es wie in jede Rasse einige Ausnahmen, aber dafür liebe ich diese Rasse zum Beispiel einfach für immer. Für diese Irre Genialität, diese Unberechenbarkeit, diese Selbstständigkeit viele Sachen selbst zu entscheiden. Im Vergleich zur Border der einfach funktioniert wenn er bestimmte Sachen kennt, überlegt ein Aussie ob er das wirklich macht. Es ist manchmal ein wahres Ar***. Und entweder liebt man die so, oder nimmt eine andere Rasse.

Zum Thema Preise: ein Aussie ist leider auch eine Rasse die einiges an typischen Rassekrankheiten leiden kann. Um diese auszuschließen müssen die Elterntiere ausgewertet sein, dazu kommen jährliche Augenuntersuchungen, Impfungen etc. Die sind MDR-1 ausgewertet, usw. Das alles kostet Geld, sind aber alles wichtige und notwendige Sachen. Billige Welpen sind meistens ohne Impfung, man weiß nicht was für Tiere sie als Vorfahren haben, waren womöglich irgendwelche Krankheiten bei den Vorfahren aufgetreten? Zudem unterstützt man mit so einem Kauf die Vermehrer und er setzt paar Monate später wieder die Welpen in die Welt.
Ein guter Züchter, kennt sich mit Vorfahren seine Hunde aus, er steht bei Fragen immer zur Seite und hilft bei dem Auswahl von richtigen Welpen. Natürlich ist es nie eine 100% Garantie das ein Welpe von Züchter für immer gesund wird, aber viele Sachen können ausgeschlossen werden.


So, ich weiß das es total negativ klingt. Mir liegt aber diese Rasse sehr am Herzen. Und lieber erschrecke ich einen, er wird überlegen und Möglichkeiten wissen die auf ihn zukommen können, als paar Jahre später wieder ein Aussie im Tierheim sitzt...
 
Infano

Infano

Registriert seit
13.06.2012
Beiträge
6.002
Reaktionen
0
Tayet: Ich finde nicht, dass du negativ klingst. Halt realistisch :D

Ich habe zwar keinen Aussie, aber auch schon einige kennen gelernt und auch hier im Forum sieht man ja immer wieder... ein Aussie ist ein Arbeitstier. Der will und braucht geistige und körperliche Auslastung. Deswegen kommt es halt drauf an, was du in den 3h draußen sein machst.
Ein Aussie ist ein Sturkopf. Ein Hund, der gezüchtet wurde, auch außerhalb des Schäfers die Schafe zu hüten und selbstständig zu agieren. Das ist geblieben, auch wenn viele nicht mehr hüten dürfen. Der Aussie trifft eigene Entscheidungen und wird deine immer und immer wieder hinterfragen :)
Wenn er gerade gelangweilt ist kann es sein, dass er mal spontan alles vergisst und jagen geht. Oder Jogger hütet.

Man sollte sich einfach bewusst sein, dass ein Aussie einfach kein Hund ist, der irgendwann mal nur so "nebenbei mitläuft", denn das wird er nicht. Deswegen sollte hier schon klar sein, was in deiner näheren Zukunft ist. Was ist nach Ausbildung/Studium etc pp.

Ansonsten finde ich es gut, dass du dich vorher schon informierst. Jetzt fehlt nur noch, dass du sehr, sehr ehrlich zu dir bist und dir überlegst, ob du das 10-15 Jahre lang leisten kannst...
 
ST0FFEL

ST0FFEL

Registriert seit
21.01.2010
Beiträge
3.164
Reaktionen
0
Man sollte sich halt die Frage stellen:

- Möchte ich einen Hund, der mich als netter Begleiter in meinem Leben bereichert und der sich an meine Lebensumstände anpasst und einfügt, mit dem ich vielleicht spaßmäßig 1mal wöchentlich Hundesport mache und dem ich ein paar Tricks beibringe? --> Dafür braucht es keine Arbeitsrasse. Hier tut man sich selbst und den Hunden einen Gefallen, wenn man sich eine etablierte "Familienhund"rasse holt. Eben eine anpassungsfähige Rasse mit normalem Temperament und Bedürfnis an Auslastung.

oder:

- Möchte ich eine spezielle, mich faszinierende Arbeitshunderasse? Dann passt sich der Hund aber nicht unbedingt in mein Leben ein, sondern ich muss bereit sein, mein Leben nach dem Hund umzustellen. Besonders die Auslastung und Erziehung wird hier deutlich mehr Raum einnehmen.

Ich halte nun seit einigen Jahren Hunde. Und ich würde den Teufel tun, mir einen Hund zu holen, der so viel körperliche und geistige Auslastung braucht.
Viele wollen ja einen intelligenten, temperamentvollen Hund. Das habe ich auch mit einem kleinen, netten Terrier, das hat Pewee mit ihrem Terriermix, das hat Schattenseele mit ihrem Dackelmix, das hat Loscampesinos mit ihren Mischlingen und Infano auch.
Auch unsere Hunde sind intelligent und sportlich und halten mit, wenn man lange spazieren geht. Sie lernen Tricks und machen vielseitig bei Sportarten mit. Aber sie verzeihen es einem, wenn man anfangs nicht so ausdauernd auf abschalten können erzieht und sie verzeihen es, wenn es später aufgrund familiären Situationen (oder bei mir aktuell zB Hausbaustress) mal etwas ruhiger zugeht.

Warum genau soll es denn ein Aussie werden? Was fasziniert dich an ihm?

[HR][/HR]
Ansonsten kann ich bezüglich Welpenkauf nur ganz dringend raten, einen Züchter zu nehmen, der in einem Verein des VdHs züchtet.
Welche Verbände dem VdH angeschlossen sind und für den Aussie zuständig, siehst du hier: http://www.vdh.de/welpen/zuechter?id=23 Da sind dann auch schon ein paar Züchter aufgelistet, aber es gibt deutlich mehr.
Über ebay und sonstige Portale solltest du nicht gehen. Ruf beim Club für Australian Shepherd Deutschland e.V. an und erkundige dich nach Züchtern deiner Nähe.
 
Fini

Fini

Registriert seit
15.02.2006
Beiträge
7.890
Reaktionen
0
Meine Vorschreiber haben ja schon mal ganz wichtige Dinge genannt und beantwortet, da möchte ich mich anschliessen. Es ist leider so, dass durch die Popularität der Rasse plötzlich ganz viele Menschen auf diesen Hund kommen zu deren Alltag und Umstände eine andere Rasse deutlich besser passen würde. Das man dann aber die nächsten 15 Jahre mit dem Hund lebt - also tagtäglich ein Programm hat, ist wenigen richtig bewusst. Deswegen wirst du wohl eher erleben, dass die Leute kritisch reagieren wenn jemand diese Rasse plant anzuschaffen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die ruhigeren Aussies wohl eher selten sind. Wenn man also hofft eher einen ruhigeren Hund zu bekommen, dann würde ich mich für eine andere Rasse entscheiden. Meine beiden sind sehr temperamentvoll und immer auf zack, natürlich liegen die gerade auch ganz ruhig auf der Seite und schlummern vor sich hin, dass ist einerseits Auslastung, anderseits Erziehung (in der Wohnung ist Ruhe). Das ist beim Border Collie nichts anderes.

kann man einen aussi mit einem border colli vergleichen? NIEMALS müde zu kriegen?! IMMER in aktion?! nichts für anfänger!

ich weiß natürlich, dass es keine hunderasse gibt, die NUR auf der couch liegen will und sich den bauch kraulen lässt und damit schon rundum zufrieden ist. aber ist es so, dass der Aussi immer auf Juck sein muss um wirklich glücklich zu sein?
ich möchte einen hund, mit dem ich mich richtig beschäftigen kann. nicht nur 3x am tag eine runde um den block zu laufen. ich möchte was mit ihm unternehmen und wirklich viel mit ihm arbeiten. jedoch wenn ich so manchen border colli sehe der zuhause nach 3 stunden waldspaziergang immer noch fragt, was als nächstes ansteht, dann macht es mir schon etwas angst
Für den Vergleich Aussie und Border Collie verlinke ich immer gern den Artikel: Aussie & BC
Viele glauben, wenn ein Border Collie auslastungsmässig zu anstrengend scheint, dann nehme ich halt den Aussie. Auch der Border Collie muss lernen dass es in der Wohnung keine action mehr gibt, das muss von Anfang an Teil der Erziehung sein. Meine Aussies würden - wenn ich sie lassen würde - auch nach 4 Stunden noch "fragen" was wir als nächstes machen. Sie wissen aber ganz genau wann Ruhe angesagt ist, was nicht heisst sie wären nicht bereit nochmal los zu gehen. Kein Hund wird 24 Stunden am Tag beschäftigt, wenn der Hund das fordert, dann hat man was falsch gemacht.
Ich kann dir raten, liess den Text. Dort findest du auch noch andere wichtige Eigenschaften der beiden Rassen, die deinen Alltag beeinflussen können. Beim Aussie kommt da noch eine Portion Schutztrieb und Eigenständigkeit dazu.

Für die Welpensuche: Bitte vergiss solche Online-Märkte. Dort unter den 100 unseriösen Anzeigen den einen seriösen Züchter zu finden ist schwer. Die Welpen für 150 Euro sind fast immer Kamerun-Betrüger oder Welpen aus Osteuropa. Die klauen zur Zeit Bilder von deutschen Züchtern und die Texte dazu um seriös zu klingen. Ein üblicher Preis für einen Welpen beim Züchter sind 1.000 bis 1.400 Euro. Der hohe Preis kann dir zwar auch keinen gesunden Hund garantieren, aber bei einem Preis von 300 Euro weisst du gleich, dass etwas nicht stimmen kann.
Schau mal hier rein, dort findest du Tipps wie du einen seriösen Züchter erkennen kannst: https://www.tierforum.de/t72427-tipps-wie-erkenne-ich-einen-serioesen-zuechter.html

Wende dich lieber direkt an die Clubs der Rasse, dann hast du viele schon mal aussortiert!
 
Pewee

Pewee

Registriert seit
21.10.2009
Beiträge
28.757
Reaktionen
2
Auch unsere Hunde sind intelligent und sportlich und halten mit, wenn man lange spazieren geht. Sie lernen Tricks und machen vielseitig bei Sportarten mit. Aber sie verzeihen es einem, wenn man anfangs nicht so ausdauernd auf abschalten können erzieht und sie verzeihen es, wenn es später aufgrund familiären Situationen (oder bei mir aktuell zB Hausbaustress) mal etwas ruhiger zugeht.
Da kann ich mich Stoffel nur anschließen. Neben dem Terrier-Mix habe ich noch den wahrscheinlichen Schnauzer-Mix. Beide sind total flexibel, das liebe ich an ihnen. Sie brauchen das auch, denn der eine geht sonst jagen und der andere bewacht dann unser Grundstück, wenn sie nichts zu tun haben. Wir können Tagesausflüge von über 5 Stunden machen, ich kann mit ihnen alle möglichen Funsportarten machen (selbst Powersportenarten, wo manche Hunde zum Aufdrehen neigen, was meine nicht tun: hibbelig ist nicht gleich agil, agil ist agil ;)) und geistige Auslastung lieben sie. ABER: die verzeihen es mir, wenn ich mal länger nichts mit ihnen machen kann. Es gab schon Situationen, wo ich 2 Wochen lang nicht aus dem Bett kam, weil es mir so schlecht ging. Meine Hunde legten sich zu mir und es war ok für sie. Lediglich mein Terrier wurde ein wenig garstig zum Schluss hin. Aber nach 2 Wochen "nur das nötigste" kann ich ihr das nicht verübeln.

Ich möchte natürlich nicht vom Aussie Shepherd abraten. Nur manchmal entsteht der Eindruck, dass Hundehalter mit dem Temperament und der Agilität des Aussie Shepherd das verbinden, was man mit fast allen Rassen/Mixen hat und nicht das Temperament und die Agilität, die man mit einer Arbeitsrasse hat. Man denkt irgendwie: "Naja, mit "normalen" Rassen gehe ich täglich ne Stunde spazieren, mit dem Aussie kann ich noch Hundesport machen". Eigentlich ist es aber eher so "ich kann mit "normalen" Rassen lange spazieren gehen, Hundesport machen und ein aktives Leben führen; mit Aussies kann ich das auch, muss aber immer schauen, dass ich nicht zu viel und nicht zu wenig mache, dass ich sie nicht überdrehen lasse usw."

Was ich z.B. sehr anstrengend fände und womit ich nicht gut klar käme, wäre diese Hibbeligkeit, die ich schon öfter mal beispielsweise von Haltern wie Tayet oder Fini gehört hab. Da ist, glaube ich, die Auslastung nicht zwangsweise der Knackpunkt, sondern dieser schmale Grat zwischen effizienter Auslastung und dem Nicht-aufdrehen des Hundes, dass er bellt, fiepst oder vor Anspannung fast platzt oder den Agilty Parkour ohne Frauchen läuft und einfach mal ein paar Geräte mitnimmt. Ruhe und Stressübungen erscheinen mir fast wichtiger als alles andere. Das hat aber oft nichts mit der Vorstellung mancher zu tun, die einen A.S. haben wollen.

Vielleicht kann man es so ganz gut beschreiben: Mit "normalen" Rassen kann man viel. Mit Arbeitsrassen muss man viel (und damit meine ich nicht nur Hundesport). Und auch das sage ich eigentlich nur ungern, weil solche Aussagen nicht selten zu diesem prestige-Verhalten führten: Wenn ich einen Aussie Shepherd hole und den halbwegs erzogen krieg, dann hab ich mal gezeigt, was ich für ein toller Hunde-bändiger bin. Und genau darum sollte es ja eigentlich nicht gehen. Man sollte um des Hundes willen bock drauf haben und nicht um das Prestige.
 
Finou

Finou

Registriert seit
23.07.2011
Beiträge
1.503
Reaktionen
0
Meine Vorrednerinnen haben schon ausgezeichnete Ausführungen abgeliefert, dem ich nicht viel hinzuzufügen habe.
Mein Tipp: wende dich an seriöse Züchter! Diese werden dich beraten. Frag, ob du mal einen Tag oder Halbtag mit ihnen verbringen darfst, um zu sehen, was ein Aussie wirklich bedeutet. Lass dir erzählen oder zeigen, was Welpenaufzucht und Zucht allgemein wirklich bedeutet - dann ist dir auch schnell klar, wie diese Preise zustande kommen! Denn Zucht bedeutet nicht nur bisschen impfen, entwurmen und Wurfkiste bauen! Da kommen noch zig andere Posten dazu wie Nenngebühr bei Ausstellungen, Anfahrt dorthin, Untersuchungen (Augen, MDR-1, HD, ED etc.pp), Decktaxen, Fahrt zum Deckrüden, Unterkunft für ca. 3 Tage dort, bei nebenberuflichen Züchtern kommen Einkommenseinbußen in der Welpenaufzuchtzeit dazu, Ultraschall der Hündin, Zertifikate (über die Zuchtstätte bspw.).... Dann gibt es noch Nebenerscheinungen wie zB dass eine Hündin nun doch nicht in die Zucht gehen kann (aus gesundheitlichen Gründen zB), was für Züchter mit Herz natürlich nicht bedeutet, diese Hündin los zu werden. Oder die Hündin nicht aufnimmt und man Leergeld für Decktaxe, Anreise, Unterkunft, TA Untersuchung vorm Decken etc. zahlt.
Ich habe einiges nicht aufgelistet. Aber schon anhand dieser Punkte lässt sich glaub ich erkennen, dass man da mit €150 - €500 nicht auskommen kann!

Daher: Augen auf! Ohren auf! Lass dich von Profis noch näher beraten!
 
J

Joy298

Registriert seit
26.02.2013
Beiträge
11
Reaktionen
0
Halllo ihr lieben.also erstmal ein riesen danke an euch. Genau solche antworten habe ich erwartet und gebraucht. Frei raus und ohne blatt vor dem mund.
Also im moment bin ich verkäuferin. Habe dem hund zeitlich nicht viel zu bieten aber genau das hatte ich ja auch in meiner einleitung geschrieben. Ich möchte mir erst ganz sicher sein und ein hundegerechtes leben aufbauen und meiner meinung nach könnte das noch 2-4 jahre dauern.

Zum thema wieso grade die rasse:
So wie ihr es beschreibt habe ich es mir vorgestellt. Natürlich gefällt mir der aussie vom aussehen. Irgendwie haben die für mich sowas königliches... Was hohes... Stolzes... Diese mimik die fesselt. Schwer zu beschreiben aber ich hoffe ihr versteht was ich ausdrücken will :)

ich möchte dem hund mein leben witmen... Eine grosse herrausforderung mit ihm zusammen meistern. Richtig mit ihm arbeiten und viel leißten. Das einmal die woche hundesport nicht reicht, das weiss ich... Aber genau das will ich ja auch nicht.

Klingt wahrscheinlich ziemlich blöde aber ich kann es nicht so gut im worte fassen wie ich es vorhatte...

Ich danke euch jedenfalls für die offenen und sehr deutlichen worte .
 
L

loulou2008

Registriert seit
14.05.2012
Beiträge
1.193
Reaktionen
8
Ich denke dass meine Vorrschreiber schon alles wichtige gesagt haben, vielleicht gäbe es bei dir aber auch noch einen Platz für einen Th- Hund oder muss es unbedingt ein Welpe sein? Denn Bei Wlepne kommen noch zusätzliche zeitliche Aufwände hinzu, wie Stubenreinheit, etc...
Denn es sitzen viele Aussis im Th weil die Leute mit der Rasse überfordert waren, denn die Aussis sind auch in " Mode " gekommen und immer mehr mehr Leute wollen diese rasse, desshalb musst du es für dich selbst beantworten, ob du diese Verantwortung tragen kannst..
Wäre denn auch dafür gesorgt, dass der HUnd wenn du mal nicht da bist( Urlaub.. ) bei Verwandten Freunden... untergebracht werden kann oder wenn du krank bist und eine Woche im Bett liegen musst ??
Ich will dir die Rasse nicht ausreden, aber dich dazu anregen dass nochmal genau zu überdenken und auch ob es denn unbedingt ein Weloe sein muss.;)
 
Thema:

Australian Shepherd - Wirklich eine schlechte Wahl?!

Australian Shepherd - Wirklich eine schlechte Wahl?! - Ähnliche Themen

  • Australian Shepherd Welpen kaufen

    Australian Shepherd Welpen kaufen: Hallo, ich bin neu hier und hab eine frage: Ich würde mir gerne irgendwann mal einne Australian Shepherd Welpen zu mir holen und ihn dann auch...
  • Australian Shepherd, ja oder nein?

    Australian Shepherd, ja oder nein?: Hallo Tierfreunde! seitdem unser Berner Sennnenhund vor 6Jahren gestorben ist, gab es für mich leider keinen neuen Hund. Jetzt wohne ich seit...
  • Australian Shepherd

    Australian Shepherd: Hallo, nachdem ich schon lange nach einer passenden Hunderasse suche, habe ich nun überlegt einen Aussie aus einer Showlinie zu treffen ,daher...
  • Australian Shepherd und ich :)

    Australian Shepherd und ich :): Hey Leute! Ich bin 13 Jahre alt und weiblich( ich weiß nicht ob diese Information für euch relevant ist, da Mädchen in diesem Alter ja oft...
  • Australian Shepherd als Anfängerhund?!

    Australian Shepherd als Anfängerhund?!: Hallo, meine Freundin hat vor sich einen Hund anzulegen,und will umbedingt einen Aussie, weil ich auch einen hatte und er ihr soooooooooooo...
  • Australian Shepherd als Anfängerhund?! - Ähnliche Themen

  • Australian Shepherd Welpen kaufen

    Australian Shepherd Welpen kaufen: Hallo, ich bin neu hier und hab eine frage: Ich würde mir gerne irgendwann mal einne Australian Shepherd Welpen zu mir holen und ihn dann auch...
  • Australian Shepherd, ja oder nein?

    Australian Shepherd, ja oder nein?: Hallo Tierfreunde! seitdem unser Berner Sennnenhund vor 6Jahren gestorben ist, gab es für mich leider keinen neuen Hund. Jetzt wohne ich seit...
  • Australian Shepherd

    Australian Shepherd: Hallo, nachdem ich schon lange nach einer passenden Hunderasse suche, habe ich nun überlegt einen Aussie aus einer Showlinie zu treffen ,daher...
  • Australian Shepherd und ich :)

    Australian Shepherd und ich :): Hey Leute! Ich bin 13 Jahre alt und weiblich( ich weiß nicht ob diese Information für euch relevant ist, da Mädchen in diesem Alter ja oft...
  • Australian Shepherd als Anfängerhund?!

    Australian Shepherd als Anfängerhund?!: Hallo, meine Freundin hat vor sich einen Hund anzulegen,und will umbedingt einen Aussie, weil ich auch einen hatte und er ihr soooooooooooo...