Rätselhaftes Sterben von Amphibien auf der ganzen Welt

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Weltweit sterben Frösche, Kröten und Salamander derzeit rasch aus - oft aus rätselhaften Gründen. Die Zahl von 43 Prozent aller bekannten 5743 Amphibienarten sinkt. Bei fast der Hälfte der 435 am stärksten bedrohten Arten ist die Ursache des Sterbens nicht bekannt.

Sie verschwinden sogar in Schutzgebieten. Diesen weltweiten Überblick mit Daten von mehr als 500 Forscher aus über 60 Ländern präsentiert
die Online-Ausgabe des US-Fachblattes «Science» (10.1126/science.1103538). Besonders gefährdet sind beispielsweise Magenbrüterfrösche und Pfeiffrösche.

Das Aussterben der Amphibien übertreffe das von Vögeln und Säugern, berichtet das Team um Simon Stuart von der Weltnaturschutzunion (IUCN) in Washington. Bei den Amphibien seien 7 Prozent aller Arten kritisch bedroht. Bei Säugern seien es knapp 4, bei Vögeln knapp 2 Prozent der bekannten Arten.

Allein in den vergangenen 25 Jahren seien wahrscheinlich 113 Amphibienarten ausgestorben. Gerade für die rätselhaft verschwindenden Arten gebe es bislang keine Schutzmöglichkeit. Selbst die Zucht in Gefangenschaft sei häufig schwierig.

Das bislang rätselhafte Amphibien-Sterben dominiere in Süd- und Mittelamerika sowie in Australien, schreiben die Wissenschaftler. Dieses Phänomen betreffe 207, und damit fast die Hälfte, aller am stärksten bedrohten Arten. Derzeit breite sich das mysteriöse Aussterben auf Peru und Chile, die Dominkanische Republik, Tansania und Spanien aus. Gerade das dieses Artensterben verlaufe besonders schnell.

Von den am stärksten bedrohten 435 Arten verschwinden 50 auf Grund extremer Naturausbeutung. Diese leben der Studie zufolge vor allem in Ost- und Südost-Asien. Die Zerstörung der Lebensräume bedrohe aber auch zahlreiche Arten in der Karibik, Südost-Asien und Westafrika sehr stark.

Quelle: de.news.yahoo.com
 
19.10.2004
#1
A

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Guest

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L

Lakei pitah jalan

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In unserer Vorlesung über die Diversität und Phylogenie der Amphibien hat unser Dozent auch etwas zum Artensterben erzählt. Vielleicht interessiert es euch.

Durch die starke Umweltverschmutzung wird das Immunsystem der Amphibien stark geschwächt. Ein Bekannter von mir hat die Auswirkungen von Sonnenmilch, welche über die Sonnenbader ins Wasser gelangen, auf die Amphibien erforscht. Herausgefunden hat er, dass sich diese Stoffe in den gefunden Konzentrationen negativ auf die Fortpflanzung vieler Amphibien auswirken. Das nur als Beispiel für den Stress, welcher durch die Umweltverschmutzung verursacht wurde.
Desweiteren wurde auch in Europa ein parasitischer Chytridpilz eingeschleppt, welcher genau diese schon geschwächten Amphibien befallen und töten kann.
Eingeschleppt wurde er über den afrikanischen Krallenfrosch, welcher gegenüber dem Pilz resistent ist. Angeblich wurden die Krallenfrösche früher nach Europa gebracht um als ersten "Schwangerschaftstest" zu dienen, da er auf ein menschliches Hormon reagiert.

Soviel zu einer Theorie zum Artensterben der Amphibien, die wohl momentan am glaubwürdigsten ist.
 
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