Gebisslosezäumung

Diskutiere Gebisslosezäumung im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo, Ich möchte gerne mein pferd gebisslos reiten habe alldings keine ahnung welche ich firstnehmen soll. Ich bin sie auch noch nie mit...
K

Kitty:*

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Hallo,
Ich möchte gerne mein pferd gebisslos reiten habe alldings keine ahnung welche ich
nehmen soll. Ich bin sie auch noch nie mit richtiger gebisslos geritten nur mit halfter und halsring aber auch dann nur schritt. Ich möchte am anfang nicht sooo viel dafür ausgeben. Mit halfter läst sie sich recht gut reiten.

Lg kity:*
 
24.04.2013
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.
ponnyfreundin

ponnyfreundin

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Hey,
Ich habe mir vor kurzem bei Ebay ein Sidepull gekauft (25€) gebraucht neu liegen die bei so 50-70€. Ist im Prinzip wie dein Halfter aber halt genauer in der Hilfengebung, da es enger anliegt und sich nicht so verzieht. Dann gibt es noch den LG-Zaum aber der kostet um die 100€.
Mein drei gehen damit super nur mit dem Pony ungeeignet der geht ins Gelände mit nem mechanischen Hackamore da ist das Siedepull dann zu lasch:D im Gelände.
 
K

Kitty:*

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an ein sidpul habe ich auchschon gedacht. reagieren deine pferd anders auf die hilfen mit dem sidpul als mit deiner trense?
 
ponnyfreundin

ponnyfreundin

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Meine Pferde reagieren da anders drauf ja, vor allem müssen die erst mal verstehen, das die Hilfen ein wenig anders kommen. Aber nachdem die das schon mal verstanden hatten ging das super. Die Araber gehen damit auch am Zügel aber der Fjordi lässt sich davon nicht beeindrucken. Anhalten findet er generell doof also denke ich das es daran liegt wenn er mit dem Sidepull nicht sofort stehen bleiben will...:D
Aber die anderen beiden gehen super damit. Die Stute ist ein wenig empfindlich auf der Nase aber geht trotzdem super toll. Seitwärtsgänge, Wendungen... Biegen geht alles super.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Und du gibst fast genau die gleichen Hilfen an der Hand wie mit Trense. Aber die feinheiten wirst du beim reiten an sich dann denke ich ändern.
 
L

lexa900

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bin schon ein wenig raus, da es etwas länger her ist, wo wir das getestet haben. Ich dächte Sidepull und Bosal sind die etwas sanfteren Zäumungen, dann glaube Hackamor und und diese mit dem Rad in der mitte. Wir hatten damals unseren Hengst und die Leitstute auf Hackamor. die sind beide immer zügig unterwegs und schon recht abgestumpft im Maul, wenn man das so sagen kann. Viele haben uns gesagt, dass wir auf kandarre umstellen sollten, aber das kam für uns nicht in frage.

auf jeden fall bleibt die entscheidung bei dir, und von deinem pferdchen abhängig, wie empfindlich es auf Genick-, Kinn- und Naseneinwirkung ist. Auf jeden Falls solltest auch du dich (falls du sowas noch nicht geritten bist) damit auseinandersetzen. Die Hilfen sind zwar dann ähnlich, aber man sollte nicht unterschätzen welche Hebelwirkung die Dinger haben! also bitte nicht einfach drauf und ab ins gelände, wenn du die möglichkeit hast dein pferd und dich ein wenig drauf vorzubereiten.

Viel erfolg. LG ALexa
 
ponnyfreundin

ponnyfreundin

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Ich kenne die Rangfolge so:

1. Bosal (weil es liegt ja nur auf der Nase und da ist ja gar kein Druck bei, geht aber glaube ich dann auch nur bei sehr gut ausgebildeten Westernpferden)

2. Sidepull (liegt um das Maul herum an, Wirkung auf Nase und ganz leicht auf´s Kinn, Einwirkung seitlich)


3. LG Zaum (liegt eng an Leder auf der Nase Leder/Kette am Kinn und wirkt leicht wie Hackamore nur ohne großen Hebel. hat aber trotzdem eine Hebelwirkung ist aber auch LPO unbegrenzt)


4. Hackamore (wirkt stark auf Nase und Kinn man sagt dem nach dass man damit dem Pferd die Nase brechen kann. Also schon stärkere Einwirkung durch Hebel)


5. Mechanisches Hackamore (wie normales aber mit mehr also längeren Hebeln und ja. Hab ich bei meinem Fjord im Geläde super musst aber vorsichtig sein im Anzug. Da schon sehr "scharf")

Es gibt natürlich auch noch andere aber das sind die regulären und gängigsten.

LG
 
ShiGi

ShiGi

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Soviel ich weiß, ist der Unterschied zwischen mechanischem und "normalem" Hackamore nicht die Länge der Anzüge sondern das Material. Beim normalen ist der Riemen auf der Nase in der Regel aus Leder, wogegegen beim mechanischen alles aus Metall besteht (meist mit einer mehr oder weniger dicken Polsterung, aber darunter befindet sich eben Metall)
 
ponnyfreundin

ponnyfreundin

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Hmm. Ich hab ein mechanisches Hackamore für mein Fjordi und der hat einen breiten Lederriemen auf der Nase OHNE Metall und an den Hebeln eine Kette.
Und mechanisch sagt ja eigentlich schon alles, es wirkt halt über einen Hebel am Ende des Nasenriemens.


So sieht meins aus, natürlich ohne Metall. Hab mal geschaut und hab tatsächlich welche mit Metall gefunden, Jetzt weiß ich auch warum man damit seinem Pferd die Nase brechen kann....
 
ShiGi

ShiGi

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Ich bin verwirrt :D Hab gerade nochmal gegoogelt und so wie ich das verstehe, ist eigentlich alles, was allgemein Hackamore genannt wird, machanisch. Dann gibt es noch das kalifornische Hackamore, was das selbe ist wie ein Bosal. Und je nach Material, Aufbau etc. gibt es nochmal verschiedene Namen für die mechanischen Hackamores...
 
K

Kitty:*

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okay danke werde mal ein paar ausprobieren mit weöchem sie am besten läuft, denke hole mir aber kein hackamore da ich angst habe die nase zubrechen.
 
ponnyfreundin

ponnyfreundin

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Also mir wurde das mal so nahe gebracht, dass ein normales Hackamore einfach in 4 richtungen die Einschnallungen hat, das was ich habe "soll" ein mechanisches sein, WEIL... es nicht nur eine normale Hebelwirkung hat sondern, ich weiß nicht recht wie ich das erklären soll. Naja der hat halt keinen festen Hebel nach vorn sondern eine Wippe an der der Hebel hängt und mechanisch über diesen umlenkpunkt auf das Kinn einwirkt also Physikalisch gesehen einen stärkere Hebelwirkung hat durch diesen "Drehpunkt".

Ich hoffe du hast mich verstanden :D Ich will damit auch auf jeden Fall niemanden auf die Füsse treten so wurde mir das nur erklärt. Und ich hab so eins...... Manno:D

@Kitty
Mit einem Hackamore ist Platzarbeit auchkaum möglich. An deiner Stelle würd ich glaub ich nen Sidepull erst mal nehmen oder den LG -Zaum der ist natürlich teuer aber ein von den beiden ist denke ich ganz gut.
 
M

Machtnix

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Ich kenne die Rangfolge so:

1. Bosal (weil es liegt ja nur auf der Nase und da ist ja gar kein Druck bei, geht aber glaube ich dann auch nur bei sehr gut ausgebildeten Westernpferden)

2. Sidepull (liegt um das Maul herum an, Wirkung auf Nase und ganz leicht auf´s Kinn, Einwirkung seitlich)


3. LG Zaum (liegt eng an Leder auf der Nase Leder/Kette am Kinn und wirkt leicht wie Hackamore nur ohne großen Hebel. hat aber trotzdem eine Hebelwirkung ist aber auch LPO unbegrenzt)


4. Hackamore (wirkt stark auf Nase und Kinn man sagt dem nach dass man damit dem Pferd die Nase brechen kann. Also schon stärkere Einwirkung durch Hebel)


5. Mechanisches Hackamore (wie normales aber mit mehr also längeren Hebeln und ja. Hab ich bei meinem Fjord im Geläde super musst aber vorsichtig sein im Anzug. Da schon sehr "scharf")

Es gibt natürlich auch noch andere aber das sind die regulären und gängigsten.

LG
Sorry, aber das ist nicht richtig.

1. Bosal
Das Bosal ist nicht nur für sehr gut ausgebildete Westernpferde und der Druck geht absolut nicht nur auf die Nase. Das wäre auch fatal. Das Bosal (bzw. die californische Hackamore, was das Gleiche ist), kann ganz unterschiedlich einwirken. Ein Pferd wird auf diese Einwirkung umgestellt. Welchen Ausbildungsstand das Pferd zu dem Zeitpunkt hat, ist vollkommen unerheblich. Man kann das Bosal daher auch zum Anreiten nehmen.
Das Bosal ist ein aus Rohhaut geflochtener ovaler Ring mit einem dicken Knoten am unteren Ende. Daher wird das Bosal vor verwendung erst geformt (das ist wichtig!). Als Zügel verwendet man ein Mecate, das ist ein ca. 7-7.5m langes Seil (meist aus Schweif- oder Mähnenhaar geflochten, es kommen aber auch Baumwolle oder Seemanstau zum einsatz, die sind glatter). Das Mecate bestimmt die Größe des Bosals und muss sorgfältig gebunden werden, denn es hat eine große Wirkung.
Die Wirkung ist entweder seitlich durch drehen des Bodals auf der Haut des Nasenbeins und seitlichem Druck oder gerade, sanft aufs Nasenbein und mehr am Unterkiefer. Beim geraden Druck wird die Hand hochgenommen und das Bosal so nach oben mit etwas Druck gedreht. Somit hat das Pferd Druck auf dem Nasenbein und Reibung auf dem Unterkiefer, evtl. sogar Druck, da dort ja auch der Knoten liegt. Das Mecate (Zügelteil) drückt auf den Unterkiefer. Daher darf das Bosal nur impulsartig eingesetzt werden. Zug auf dem Nasenbein ist ein absolutes NO GO.

2. Sidepull
Das Sidepull ist eine Mischung aus Halfter und Trense. Es ist eine Trense ohne Gebiss, sondern die Zügelringe sind seitlich angebracht. Das Nasenteil ist klassisch aus Lassoseil. Es gibt auch Varrianten aus Leder oder einem anderen weichen Material, was meiner Meinung nach kontraproduktiv ist. Ich selber habe ein Nasenteil aus Lassoseil, dass ich mich Latigoleder umwickeln ließ, damit die Haut nicht aufgescheuert wird.
Das Sidepull hat daher eine meist seitliche Einwirkung. Zug auf dem Unterkiefer des Pferdes ist nicht möglich. Zug auf dem Nasenrücken ist kontraproduktiv -es sei denn, das Pferd hat einen höheren Ausbildungsstand. Das Sidepull wirkt - wie sein Name schon sagt - seitlich ein. Das Pferd lernt, durch seitlichen Zug den Hals zu biegen, das löst und das Pferd lässt durch Lösung den Hals fallen.
Das Sidepull ist hervorragend zum Anreiten von Jungpferden geeignet, da der Zug bei entsprechender Handhaltung dem Zug am Halfter -z.B. beim Longieren (was das Pferd ja kennt) gleicht.

3. LG Zaum / Glücksrad
Hier wird nicht nur auf Nasenbein und Unterkiefer eingewirkt, sondern auch auf das Genick. Der Pferdekopf wird je nach Verschnallung gleichermaßen gestaucht. Diese Druckverteilung ist einigen Pferden angenehmer, andere leiden.

4. Hackamore
Wird mechanisches Hackamore genannt, da die klassische Hackamore ja das Bosal ist.
Das mechanische Hackamore ist in 2 Varrianten im Handel. (Punkt 4 und 5) Beide sind recht scharf, wobei eine der Varrianten auf der Nase eine dick mit Leder umwickelte Kette enthält und sehr lange Anzüge hat - extrem scharf.
Ein Nasenbein kann man mit einem mechanischen Hackamore nur brechen, wenn es falsch verschnallt ist.
Das mechanische Hackamore wirkt nicht nur auf Nasenbein und Unterkiefer ein, sondern auch auf das Genick. Es staucht den Pferdekopf.

5. Vosal
Das Vosal ist eine schärfere Form des Bosals. Der Nasenteil ist gleich, der untere Teil ist beim Vosal aus Metall, daher ergibt sich eine schärfere Wirkung auf die Unterkieferknochen und einen schärferen seitlichen Druck. Das Vosal wird von vielen Trainern zur Umstellung auf das Bosal genommen, da die Umstellung eines Pferdes auf Bosal nicht wirklich immer nett ist.
Durch das glatte Metall des Vosals kann sich die Haut des Pferdes am Unterkieferknochen auf die neue Belastund einstellen.
(Ein Vosal habe ich selber noch nie benutzt, daher ist diese Beschreibung nur von dem was mir anderen Trainer erzählt haben)


Ich selber bilde folgendermaßen aus:
Western: Sidepull, Snaffle (Wassertrense entweder einfach gebrochen und anatomisch geformt oder 3-teilig mit Kupferrolle in der Mitte) nur bis zur Nachgiebigkeit, Bosal, dann wieder Snaffle und später dann Bit (Kandarengebiss).
Englisch: Sidepull, Wassertrense (meist doppelt gebrochen mit gedrehter Mittelolive), evtl. Wassertrense (einfach gebrochen und anatomisch geformt), Kandare.

Das Anreiten mit gebisslosen Zäumungen hat den Vorteil, dass das Pferd lernt den Hals durch Lösung zu entspannen und fallen zu lassen, die Geraderichtung des Pferdes wird daher schon auf einem sehr frühen Niveau der Ausbildungsskala mit aufgenommen und gefördert, die Findung des Gleichgewichts unter dem Reiter wird gefördert, die Schultern des Pferdes werden gleichermaßen hochgenommen, außerdem kann man immer wieder darauf zurückgreifen wenn das Pferd große Probleme beim Zahnwechsel haben sollte und ein Gebiss für längere Zeit ablehnt. Umstellungspferde werden anfangs wie Jungpferde geritten.
Das Anreiten bzw. die Umstellung dauern zwar anfangs etwas länger, das Ergebnis ist allerdings stabiler und das Pferd macht später in der Ausbildung sehr viel schnellere Fortschritte. Da der Anfang (Fundament) reell war und dem Pferd nicht schon durch Kleinigkeiten (kleine Tricks und Paraden) geholfen wurde.
 
K

Kitty:*

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Danke für die verbeaserung. Habe es leider noch nicht geschafft eins auszuprobieren da ich noch im urlaub war und ich davor prüfungen hatte.werde mich jetzt dem nächst mal umschauen wo es welche gibt
 
M

Machtnix

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Ich will hier nicht der Schlauschnack sein und Jeden verbessern, der etwas postet. Ich bin halt nur schon recht lange mit Pferden unterwegs und habe schon die verschiedensten Pferde mit den verschiedensten Besitzerwünschen unter mir gehabt. Daher kenne ich alle von mir beschriebenen gebisslosen Zäumungen sehr gut. Außerdem kann ich nur gute (!) Kurse in funktioneller Anatomie empfehlen.

Einige gebisslose Zäumungen kann man leider auch nicht einfach ausprobieren, sondern das Pferd muss darauf umgestellt bzw. eingestellt werden. Das braucht Vorarbeit.
Viele Reiter haben Probleme mit gebisslosen Zäumungen, weil die Pferde einfach nicht auf die Wirkungen der neuen Zäumung entsprechend eingestellt sind.
Wenn ein Pferd vom Anreiten an gleich gewisse Dingen kennt, dann hat man nicht nur mit anderen Zäumungen (Gebiss oder gebisslos) sondern hat auch keine Probleme mit der späteren Umstellung auf einhändiges Reiten (Western). Je weniger sich ein Pferd während seines Reitpferdelebens umstellen muss, je besser.
Im Idealfall ist ein Pferd vom Anreiten an, so geritten worden, dass es später mit jeder Zäumung problemlos laufen kann.
Diese Art des Anreitens erfordert jedoch viel Mühe und mehr Zeit als beim einfachen Anreiten auf Snaffle.
Die Mühe lohnt sich später allemal aber nur die wenigsten Reiter wollen oder können 7 statt 3 Monate Beritt in ein Pferd investieren. Daher muss man sich mit solchen Pferden später sehr viel mehr Zeit nehmen und sich relativ lange mit der Basisarbeit aufhalten (es geht zwar auch anders aber dann baut man sich wieder Probleme die später auftreten und sehr viel schwieriger zu korrigieren sind).

Eine gute Grundlage ist alles.

Es wäre daher wichtig zu wissen, wie alt dein Pferd ist, wie es geritten wird, wie gut es reagiert, wie gut du reitest, wie seine Muskulatur ist und wo du reiterlich mit dem Pferd hin willst und warum du überhaupt gern gebisslos reiten willst.
Um einem rittigen Pferd beispielsweise Abwechslung zu bieten, reicht ein Knotenhalfter.
Um ein fertig ausgebildetes Pferd in den Übungen zu kontrollieren, kann man einen Halsring / Strick / Zügel um den Hals nehmen.
Für ein faules und steifes Korrekturpferd eignet sich das Sidepul.
Ein sensibles Pferd mit Gleichgewichtsproblemen wird mit dem Bosal schnell glücklich und korrigiert.
Ein älteres, stürmisches Pferd mit Maulproblemen und brauchbarer Rittigkeit wird vielleicht die Druckverteilung eines LG Zaums oder eines mechanischen Hackamores zu schätzen wissen.
Das Mechanische Hackamore mit Kette und langen Anzügen ist nur für sehr wenige Pferde und Reiter geeignet.
Das Jungpferd mit Zahnungsproblemen wird sich über eine gebisslose Zäumung freuen, die sowohl im Maul als auch von außen nicht gegen die schmerzenden Stellen drückt und kann gebisslos normal weitergearbeitet werden - es verliert nicht die Motivation und kann so für die Zukunft zu einem Partner erzogen werden, der es dem Reiter gern recht machen will, da es keine Schmerzen und Verständnis vom Reiter erwarten kann. Genauso Pferde mit extremen Gebissproblemen wie beispielsweise einem starken Wellengebiss (dieses kann der Zahnarzt oft nicht gleich korrigieren, da die Zähne dann zu kurz geschliffen werden müssten).

Die Suche nach der richtigen gebisslosen Zäumung ist leider genauso schwer, wie die Suche nach dem richtigen Gebiss.
 
K

Kitty:*

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das genaue alter kann ich nicht sagen da sie aus schlechter haltung kommt. laut pass ist sie 17 jahre alt ta meint das sie auch schon 1-2 jahre älter sein könnte. ich reite nur freizeitmäßig und werde es in den negsten jahren warscheinlich auch noch machen. auf die hilfen reagiert sie recht gut. wie gut ich reite, finde ich immer schwer zu sagen da für jedem etwas anderes gut ist. ich finde ich reite recht gut kann natürlich nicht alles (habe vor 2 jahren mal das deutsche reitabzeichen gemacht, bin aber nie so auf eine turnier gewesen da ich kein pferd dafür habe. habe auch schon geholfen 3 pferde einzureiten). ich möchte gerne gebisslos reiten da ich nicht immer mit der trense reiten möchte und ihre zähne durch die schlechte haltung nicht besonders gut sind (zähne wurden ihr vor ein paar monaten gemacht, ta meinte aber auch das die zähne schlecht sind, warscheinlich durch die schlechtehaltung).

so wie ich das jetzt verstanden habe würde dann ein das lg-zaun oder das mechanisches hackamore zu ihr passen ?
 
Missymannmensch

Missymannmensch

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@Machtnix

:clap: So schön habe ich die Beschreibungen lange nicht mehr in Foren gelesen:!:
Wollte grade schon in die Tasten hauen, bis ich deinen Beitrag ggelesen habe.
Klasse und danke.

LG Shorty
 
M

Machtnix

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Liebe Kitty,
welche Zäumung für das Pferd passen ist, kann ich nicht sagen. LG Zaum und mechanisches Hackamore sind beides Zäumungen, die den Druck auf Nase, Genick und Kinn verteilen, also den Pferdekopf komprimieren. Wenn dem Pferd das angenehmer ist, wäre eine Umstellung auf eine dieser Zäumungen vermutlich OK.
Ob die Zähne des Pferdes gut oder schlecht sind, ist für das Reiten mit Gebiss egal. Ein Gebiss hat nichts an den Zähnen des Pferdes zu suchen. Falls das Pferd ein sog. Wellengebiss hat und unter starken Haken leidet (sind nicht immer alle zu entfernen, da sonst die Zähne zu kurz geschliffen werden müssten, genau wie die Korrektur eines Wellengebisses), darf man das Reithalfter nur nicht zu eng schnallen bzw. sollte es komplett weg lassen.
Um den Kopf zurückzunehmen muss das Pferd den Unterkiefer leicht vorschieben. Das ist bei einem Wellengebiss oder starken Haken nicht möglich. Durch den Verzicht auf ein Reithalfter oder eine sehr lockere Verschnallung, kann das Pferd das Maul leicht öffnen und so den Unterkiefer in die komfortable Position verschieben.
Pferde mit Maulproblemen sind auch oft sehr gut mit merothischem Ledergebiss (verschnallt ohne Kopfstück) zu reiten. Vielleicht solltest du auch darüber mal nachdenken.
 
ponnyfreundin

ponnyfreundin

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Irgendwie sieht das seltsam aus, so ungewohnter "Anblick" und das hält richtig, also fällt nicht raus?
 
K

Kitty:*

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Darüber habe ich auh schon gedacht. Aaber fälltdas denn nicht raus wenn ein pferd mal den mund auf macht beim reiten ?
 
Missymannmensch

Missymannmensch

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Denke nicht das es rausfällt.
Kenne sogar einen Springreiter der Klasse S damit springt;)
 
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