Soll ich beim einschläfern dabei sein

Diskutiere Soll ich beim einschläfern dabei sein im Katzen Gesundheit Forum im Bereich Katzen Forum; Nun ist es leider bald soweit, dass unsere Schatzi-Katzi Gino (erst 7 Jahre alt) nicht mehr länger unter uns weilen darf. Seit zwei Jahren...
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Laluele

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Nun ist es leider bald soweit, dass unsere Schatzi-Katzi Gino (erst 7 Jahre alt) nicht mehr länger unter uns weilen darf. Seit zwei Jahren kämpfen wir gegen den Krebs

Vor einigen Wochen ist dann der erste Tumor (Fibrosarkom) nach außen aufgeplatzt. Seitdem bekam er mehrere Spritzen (Antibiotika und Cortison) die ihm die Schmerzen nahmen und die Wunden austrocknen ließen. Nach den
Spritzen hat er sich immer wieder gut gefühlt (ca 1 Woche bis zur nächsten Spritze). Gestern hat er sogar einen Vogel gefangen und vor meine Füße gelegt.
Man ist so hilflos... und wenn die Wirkung der Medikamente nachlässt leckt und beisst er wie verrückt an den aufgeplatzten Stellen.
Er tut mir soooo leid und ich weiß, dass es an der Zeit ist ihn zu "erlösen"...
Es ist nur so verdammt schwer!!! Auch weil ich weiß, dass er sich nach den Spritzen wieder für eine kurze Zeit besser fühlt.
Aber mir ist leider klar, dass das kein Zustand auf Dauer sein kann. Weder für Mensch noch für Tier

Ich weiß nicht was ich machen soll!
Beim TA in der Praxis möchte ich ihn nicht einschlafen lassen. Die Fahrt dorthin ist für ihn sowieso schon jedes Mal eine Tortur. Aber ich komm auch nicht mit dem Gedanken klar es zu Hause zu tun. Ich stell mir vor wie Gino friedlich auf seiner Bank im Garten schläft, oder ich ihn rufe, er voll Vertrauen angelaufen kommt, sich von mir hochheben lässt, und dann...
Oh Gott, ist das besch...
Was soll ich machen? Soll ich überhaupt dabei sein?
[HR][/HR]
 
02.05.2013
#1
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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Notfälle bei Katzen geworfen? Wissen schafft Vorsprung... und das ist bei der Behandlung von Notfällen von Vorteil. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
Ina4482

Ina4482

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Hallo Laluele und Willkommen im Forum, wenn auch aus so einem traurigen Anlass :(.

Die Entscheidung, die du zu treffen hast, ist unglaublich schwer und keiner kann sie dir abnehmen. Wenn du der Meinung bist, dass das kein tragbarer Zustand und für Gino kein lebenswertes Leben mehr ist, dann ist es wirklich die richtige Entscheidung ihn zu erlösen.

Was dann genau das Richtige ist... das ist wirklich schwierig.
Ich persönlich würde NIEMALS eine meiner Katzen alleine lassen. Ich bin der Meinung, dass ich die Verantwortung übernommen habe, in guten wie in schlechten Zeiten und dann habe ich auch im letzten Moment für meine Tiere da zu sein, so weh das auch tut.

Wenn man die Möglichkeit hat, die Katze zu Hause einschlafen zu lassen, ist das eigentlich ideal - finde ich zumindest.
Wir mussten im Februar unseren Senior Baghira gehen lassen und wir sind wirklich "glücklich" im Nachhinein, dass er zu Hause erlöst wurde. Es war ein Sonntag, der TA kam ganz unspektakulär rein, hat Baghi kurz gekrault und wir konnten unseren Süßen im Arm halten während er auf dem Sofa auf seinem Lieblingsplatz ganz friedlich eingeschlafen ist. Das war absolut würdevoll und vor allem ohne zusätzlichen Stress für Baghira.

Diesen letzten Weg gemeinsam zu gehen, das ist kein Verrat an deinem Gino, das ist ein letzter Liebesdienst, den du ihm erweisen kannst. Er wird sich wohl und geborgen bei dir fühlen und er weiß ja nicht, was passiert. Du darfst dich dann auf keinen Fall schuldig fühlen, denn das bist du nicht.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen oder dich zumindest etwas unterstützen ohne dir zu nahe zu treten.
Das ist schließlich wirklich ein unglaublich schwieriges und sensibles Thema.

Traurige Grüße,
Ina
 
Dazzle

Dazzle

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Lass dich mal drücken, das tut mir unglaublich leid. :056:
Ja, alleine der Gedanke nicht mehr das alltägliche, schöne mit ihm machen zu können, macht jeden verrückt.
Aber würdest du lieber alleine sterben, oder den letzten Weg gemeinsam mit der wichtigsten Person verbringen?
Wenn du stark genug bist, erweise ihm dadurch das letzte mal deine Liebe.
Ihn zuhause gehen zu lassen, wird das Beste sein, er wird nicht irgendwo hingeschleppt, auf einen Tisch gelegt und erlöst, sondern befindet sich im gewohnten Umfeld und wird in deiner Gegenwart einschlafen.

Bleib stark.
Liebe, tröstende Grüße an dich und deinen kleinen Gizmo.
 
seven

seven

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Ich kann mich den beiden anderen nur anschließen - das ist eine verdammt schwere und auch traurige Entscheidung und ein extrem schwerer Gang, den Du da anzutreten hast.
Ich sehe es aber genauso wie Ina und Dazzle - Dein Gino wäre Dir sehr dankbar, wenn Du ihm die letzte Fahrt zum Tierarzt und die unangenehme Atmosphäre (zumindest aus Katzensicht ;) ) dort ersparen würdest und ihn in seinem vertrauten Umfeld den letzten Weg gehen ließest. Und für Gino wäre es auf jeden Fall eine Erleichterung, wenn Du bei ihm wärest...
Dass das unheimlich schwer und auch unendlich traurig ist, das ist mir klar.... Es gibt auch Menschen, die das einfach nicht können - einen Vorwurf würde ich denen auch nicht machen, denn niemand kann aus seiner Haut... aber wenn Du es Dir irgendwie vorstellen kannst, dass Du es verkraftest - dann tu es... Deinem Gino zuliebe...

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Stärke in dieser schweren Zeit!

LG, seven
 
L

Laluele

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Muss jetzt schon total weinen :sad: :sad: :sad:
Am Samstag ist der nächte TA-Termin. Dann muss ich entscheiden wie wir weiter vorgehen. Bzw. wie lange wir das Ganze noch hinauszögern wollen und können. Denn die Tumore wachsen ja trotz Spritzen weiter. Ich will gar nicht daran denken was passiert, wenn wir zu lange warten.
Aber als wir uns letztes Jahr, nach dem Ausbruch der Rezidive gegen eine weitere OP entschieden, meinte der TA, dass er nicht mehr länger als bis Weihnachten (2012) hätte. Nun ist MAI und er ist immer noch da. Wer sagt mir also, dass er nicht NOCH ein halbes Jahr leben könnte?!?
Was soll ich nur machen...
Seine letzte Ruhestätte habe ich trotzdem bereits vorbereitet, hinter seiner Bank bei uns im Garten.
Ich glaube er ahnt was, denn als er das Loch gesehen hat, ist er geduckt davongelaufen :reallysad:
 
seven

seven

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Laluele,
die Entscheidung kann Dir am Ende keiner abnehmen. Und dass Dir die Vorstellung vom Abschied unendlich schwerfällt und Du das am liebsten gar nicht möchtest, kann ich auch verstehen....
Andererseits - es ist Dein Gino, der leidet. Er kann nicht sagen, dass er Schmerzen hat.... Und ein Tumor ist ja schon aufgeplatzt...
So schwer es auch fällt - und jetzt magst Du sagen, dass ich ja gut reden habe, weil es nicht mein Kater ist - aber ich fürchte, es wird wirklich Zeit, ihn gehen zu lassen.
Bei Katzen habe ich diese Erfahrung zum Glück noch nicht machen müssen - aber wir hatten zuvor viele Mäuse und Ratten, die ja nunmal auch sehr tumoranfällig sind. Wir standen quasi monatlich vor dieser Entscheidung und es war jedes Mal schwer (jetzt kannst Du sagen: "Ja, bei Mäusen oder Ratten ist das nochmal was anderes" - auf der einen Seite stimmt das, eben weil diese Tiere ohnehin nur eine sehr kurze Lebenserwartung von maximal 2 Jahren (Mäuse) bzw. 3 Jahren (Ratten) haben - trotzdem wachsen einem die Tiere sehr ans Herz, und es war jedes Mal schwer.... Besonders bei unserer ältesten Ratte war es richtig tragisch, da sie ein Seelchen von Tier war und so an uns hing und wir an ihr.... aber bevor die Tumore aufplatzen konnten, haben wir sie gehen lassen - auch wenn sie vielleicht noch ein paar Wochen hätte haben können. Aber wie wäre es ihr in den Wochen gegangen? Sie bekam schon Schmerzmittel und man merkte jedes Mal, wenn diese wieder in ihrer Wirkung nachließen.... Wir wollten das Tier dann nicht weiter leiden lassen und sind schweren Herzens mit ihr zum letzten Gang aufgebrochen... sie ist in meinen Händen friedlich eingeschlafen und ich habe Rotz und Wasser geheult und könnte das bei der Erinnerung daran gerade schon wieder - aber es war besser so für sie...

Ich denke, dass es für Deinen Gino ähnlich sein wird... Er weiß nicht, dass er vielleicht noch ein paar Tage oder sogar Wochen zu leben gehabt hätte.... Er weiß nur, dass er JETZT Schmerzen hat, die er aber weitestgehend zu verbergen versucht, um nicht als schwach zu gelten (Tiere machen das, um eben nicht aus dem Rudel ausgeschlossen zu werden bzw. für andere Tiere leichter angreifbar zu sein)...
Lass´ ihn gehen.... Er wird sich hinter der Regenbogenbrücke an alles erinnern, was Du Gutes für ihn getan hast - und auch daran, dass Du ihn von seinen Schmerzen erlöst hast....

Alles Liebe,
seven
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Ich denke auch Du solltest den letzten Weg mit Deinen Mietzel gehen.
Auch wir haben schon mehrfach Abschied nehmen müssen.
Ich war immer auf dem letzten Weg dabei, weil es mir ein Bedürfnis war die Tiere im Arm zu halten.
Obwohl ich nie bei einer (Menschen) Beisetzung geheult habe,
aber beim Abschied von meinen Tieren liefen mir die Tränen.
 
Maische

Maische

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Keiner kann dir die Entscheidung abnehmen, aber wenn du meinst, es ist Zeit dann ist es zeit.
Lieber so, als weiter leiden, oder?
Er wird dir das richtige schon sagen, was du zutun hast!
Wie die anderen schon schrieben, fände ich es auch besser, dass er bei dir Sterben sollte, Zuhause, ohne Stress etc...
Ich wünsche dir viel Kraft, wofür du dich auch immer entscheidest!

Lieben gruß
 
Die 7 M´s

Die 7 M´s

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Du wirst den letzten Blick erkennen und wissen, wann die Zeit gekommen ist und was zu tun ist...

Alles Liebe und viel Kraft wünsche ich Dir bei dieser schwersten aller Entscheidungen. Ich habe dasselbe leider auch schon ein paar mal mitgemacht und ich weiss, wie schrecklich das alles ist.:(
Und bitte bleib bei ihm, er wird dann friedlich bei seinem geliebten Menschen einschlafen.

Mitfühlende Grüße
Petra
 
Dori72

Dori72

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Ich finde auch du solltest ihn auf seinem letzten Weg begleiten, er wird es dir ewig danken.

[SCHILD]Sei Tapfer !!![/SCHILD]
 
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nadsche123

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Ich mußte die Entscheidung vor 6 Wochen treffen, habe in den Wochen davor immer wieder überlegt und 2 x schon einen Termin beim TA gemacht aber sie hat sich immer wieder aufgerappelt und sich meiner Meinung nach nicht gequält. Irgendwann fing sie mit Atemproblemen an und das war für mich das letzte Zeichen was ich brauchte. Ich wollte sie sich nicht quälen lassen und habe den TA angerufen.
Sie lag in meinem Arm als sie die Spritze bekam, ich bin mir sicher *heul* das es für sie nicht hätte besser sein können. Sie hatte den ganzen nachmittag mit mir geschmust und war ganz ruhig.
Für mich war das der letzte Liebesdienst den ich ihr habe geben können.
Auch wenn es immer noch weh tut - es war die richtige Entscheidung für sie und für uns. Wir haben jetzt nicht mehr den Stress Ihr Infusionen geben zu müssen bzw. immer wieder zum TA mit ihr zu gehen.
Letztendlich ist es Deine Entscheidung, wenn du dabei an Deinen Kater denkst und ihn nicht quälen lassen willst wirst Du wissen wann der richtige Zeitpunkt ist.
 
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