Ponyreiten auf Kirmes?

Diskutiere Ponyreiten auf Kirmes? im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; firstWürde gerne mal Eure Meinungen hören, ich hoffe, das ist im richtigen Thread ;) Es geht um Ponyreiten auf der Kirmes. Man hört immer...
Aylinx3

Aylinx3

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Würde gerne mal Eure Meinungen hören, ich hoffe, das ist im richtigen Thread ;)

Es geht um Ponyreiten auf der Kirmes.

Man hört immer wieder, dass die Menschen sich aufregen und völlig gegen Ponyreiten sind.
Jedem wird geraten, seine Kinder nicht auf diese "Kirmesattraktion" zu setzen und dies nicht zu unterstützen.

Ehrlichgesagt versteh ich dieses ganze Drama nicht wirklich.;)

Glaubt ihr im ernst, ein Pferd, das longiert wird, hat es besser, als Ponys, die im Kreis an der Longe laufen, mit einem kleinen Gewicht obendrauf?

Im Prinzip ist das das selbe.
Auch die Leute dort machen regelmäßig einen Handwechsel.
Die Ponys müssen keine zu schwere Last tragen und werden immer wieder ausgetauscht, damit sie sich ausruhen können.
Nach 3-4 Schrittrunden wird wieder eine kleine Pause gemacht und die nächsten Kinder kommen drauf.
Keiner zerrt am Zügel rum oder gibt falsche Hilfen. Die Ponys werden lediglich an der Longe im Kreis geführt.
Sie haben sogar Ausbinder dran.

Meistens sind das sogar alte Tiere, die froh sind, dass sie wenigstens noch so schonend bewegt werden und nicht sofort in der Wurst landen.

Und, wo ist denn jetzt das Problem, ich seh es nicht?
Ich bin früher auch gerne beim Ponyreiten mitgeritten und die Pferde haben keinen schlechten Eindruck gemacht.
Mich interessiert es nur, wieso sowas nicht mehr unterstützt werden soll und wieso alle so ein Drama machen?

:?:
 
22.06.2013
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.
Crocuta

Crocuta

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Naja, da wäre noch die laute Musik, die ganzen Menschen, die dann da und da mal hin tatschen müssen, sie müssen stundenlang im Kreis laufen... also bei uns auf der Kirmes werden die Ponies nicht ausgetauscht?
ich persönlich finde es nicht gut.
 
Fluffy122012

Fluffy122012

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Also ich sehe den Unterschied dort:

Die Ponys auf der Kirmes laufen NUR, ausschließlich, in diesem kleinen Kreis herum, bleiben mal stehen, und dann gehts weiter.
Wenn sie gerade nicht im Einsatz sind, haben sie keine Weide oder keinen Stall, in dem sie sich nach eigenem Belieben bewegen können.

Läuft ein Pony oder Pferd auf einem Reiterhof an der Longe, haben sie aber trotzdem einen weiteren Radius (zumindest soweit ich mich erinnere) und vor allem auch noch andre Bewegungsmuster (Koppel, Reitgruppe, Ausritte...) als NUR, auschließlich diesen eintönigen Kreis.

Dort sehe ich den Unterschied. Und ich würde nicht tagtäglich immer nur im Kreis laufen, keine Möglichkeit haben, mich mal anders bewegen zu können. Mal längeren Strecken geradeaus laufen und so weiter...
 
Calimero

Calimero

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Die Ponys werden meistens selten oder nie ausgetauscht, haben meistens einen sehr schlechten Boden zum Laufen, haben alle einen gebrochenen Willen (welches Pferd ist schon stundenlang und immer so brav, bleibt immer ruhig stehen etc.?). Der ständige Ortswechsel ist sicher auch anstrengend für die Pferde und dass die Koppeln haben, würde ich auch mal bezweifeln. Und gerade für alte Tiere ist "longieren" auf einem engen Zirkel absolut ungeeignet.
 
L

loulou2008

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Diese kleinen ponys müssen vieles mitmachen. Eine kirmes zieht sehr oft um, dass heißt die armen kleinen haben keinen festen platz was garantiert nicht gut ist.
Außerdem würde es dir doch bestimmt auch nicht gefallen den gannzen tagg nur im kreis zu laufen oder?
Wenn die ponys müde sind müssen sie trotzdem immer weiterlaufen.
Diese ponys kennen keine koppel oftmals sind die ställe viel zu klein.
Es gibt auch viele kinder die grob mit den Tieren umgehn und dass vielleicht auch nichtmals mit Absicht machen aber es kommt doch oftmals vor dass zu fest an der mähhne gezogen wird oder die kinder die ponys antreibben wollen und dann mit den beinen in die seiten drücken und das nicht gerade sanft ( alles schon selbst gesehn)
Alte oder kranke tiere landen beim schlachter und der Tierarzt wird oftmals nicht gerufen
Dass sind jetzt ziemlich viele Vorwürfe und die mögen vielleicht auch nicht immer zutreffen aber leider habe ich diese Erfahrungen schon sehr oft gemacht dass die Umstände so sind wie oben beschrieben.
 
Orage

Orage

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Stimme den anderen vollkommen zu.
Ich bin als Kind auch auf so Ponys gesetzt worden, das tut mir echt leid wenn ich heute bedenke, wie diese Tiere leben. Sie sehen nie eine Weide oder etwas anderes außer den Transporter und das Rundell, wenn sie Glück haben noch einen abgesteckten Bereich auf Beton über Nacht vor dem Transporter und gut ist. Jeden Tag der Lärm, die Menschen, die Gerüche und das Laufen im Kreis. Ich finde nicht, dass die Tiere ein schönes Leben führen. :|
 
Caro_Fiodora

Caro_Fiodora

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Ich muss auch zugeben, für mich war es damals das Highlight auf der Kirmes (Schande über mein Haupt :silence:). Und seit ein paar Jahren werde ich IMMER, wenn ich an sowas vorbeikomme etwas lauter und sage laut und deutlich, dass das Tierquälerei ist, in der Hoffnung, irgendwelche Mütter oder Väter sehen davon ab.

Bei uns beginnt die Kirmes meist schon gegen 14 Uhr am Tag und endet irgendwann nachts/morgens. Und die Ponys? Sind von 14 bis 22 Uhr in diesem Kreis!! Da ich immer nur abends dort bin, weiß ich nicht, ob die Tiere mal ausgetauscht werden am Tag, abends sinds auf jeden Fall immer dieselben. Und dann steht diese 'Manege' ja nicht irgendwo in einer ruhigen Ecke, sondern zwischen zwei Fahrgeschäften, wo laute Musik zugehört. Ganz zu schweigen von dem Kreischen der Kinder und dem generellen Lautstärkenpegel auf so einer Kirmes. Der Boden ist aus Holz, wo lieblos ein paar Sägespäne draufgestreut sind, aber die könnte man auch weglassen, bringen tun sie nichts. Dann sind die Ponies ja meist noch an dem vorauslaufenden angebunden, sodass deren Köpfe in den Popos des anderen stecken. Eine Tränke oder ähnliches habe ich dort auch noch nicht gesehen.
Und denen soll es gut gehen? Nein, das kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen.

Das Schlimmste, was ich in diesem Bezug mal gesehen habe, war in Wien auf dem Prater. Dort gab es ein Karusell, dass aus einer Platte bestand, die sich drehte. Diese Platte war aber nicht durchgehend, sondern nur da, wo Kutschen standen. Hinter den Kutschen und jetzt kommts, standen lebende Ponies, die an den Kutschen festgebunden waren und die, sobald sich das Karusell in Bewegung setzte, von diesen Kutschen gezogen wurden!!! Ich war mit einer Freundin dort, die selbst auch ein Pferd hat und uns standen die Tränen in den Augen, weil wir das so grausam fanden. Aber wir konnten nichts machen, die Leute dort haben natürlich nichts eingesehen.

Sollte mein Kind später einmal Ponyreiten wollen, dann bekommt es von mir zwei Ponys, aber mit Sicherheit wird es nicht auf der Kirmes reiten dürfen.
 
M

malzia

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Hallo.

Ich war zwar noch nie auf Kirmes (zu weit weg), aber auch hier gibt es auf verschiedenen Veranstaltungen Ponyreiten. Zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt oder auf einem normalen Jahrmarkt. Um beurteilen zu können, ob es diesen Ponys gut oder schlecht geht, müsste man erstmal wissen wie sie außerhalb dieser Festzeiten leben. Ich habe jetzt schon öfter gehört, das sie keine Koppeln haben und keine andere Beschäftigung als dieses "kreisen" ..Wenn es wirklich so ist, dass sie nur für diese Jahrmarkt-Attraktion leben, dann finde ich es alles andere als gut oder okay :?

Liebe Grüße, malzia.
 
C

Crescendo

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Ich denke, dass es dabei wirklich auf die eigentliche Situation ankommt. Unser Reitverein veranstaltet hin und wieder bei Jahrmärkten Ponyreiten... Die Ponys laufen dann ein ganzes Stück von der lauten Musik und den Fahrgeschäften entfernt, wo es am leisesten ist. Das ist dann aber auch nur 3 mal im Jahr und die Ponys sind pro Tag auch nur 2-3 STunden im Eisatz, kkommen danach wieder auf die Koppel... Ich finde, unter diesen Umständen ist gegen Ponyreiten nichts einzuwenden...
Ponyeiten kann aber natürlich auch ganz anders aussehen...
 
Warp-One

Warp-One

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Ich denke auch mal das wie bei allem der Ton die Musik bzw. hier der Veranstalter es gut oder schlecht macht. Ein Schausteller der wie jeder andere Betrieb Gewinnorientiert arbeiten muss wird anders mit seinen Ponys umgehen wie ein Reiterverein der alle paar Monate mal ein paar seiner Ponys dafür einsetzt. Von daher bin ich nicht prinzipiell gegen Ponyreiten sondern nur ,wenn es so betrieben wird , dass das Pferd dabei ausgebeutet wird
 
Pewee

Pewee

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Ich sehe das auch gespalten. Im November ist bei uns immer eine Kirmes, wo 5-6 kleine Ponys Kopf an Bobbes stehen und den ganzen Tag lang Kinder im Kreis herumbefördern. Sie sehen nichts Anderes als den Hintern des Vordertieres. Das sieht mir alles andere als... gut aus.
Auf der anderen Seite haben wir hier unseren kleinen Wildpark, wo es auch Ponyreiten gibt. Die Tiere müssen nicht so oft ran (werden regelmäßig ausgetauscht), dürfen auch mal bocken (dann werden die eben ausgetauscht) und man kann die Tiere, die pausieren, beobachten, wie sie auf der Weide grasen. Die Tiere sehen gepflegt und nach meiner laienhaften Kenntnis zumindest nicht schlecht aus. Hier wird aber auch nicht wirtschaftlich gearbeitet.
 
Aquasteffi

Aquasteffi

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Ich sehe das so wie Fluffy,
ich war als Kind auch öfters mal in Wildparks Pony reiten, da standen dann meist 2 3 Ponys zur Auswahl, der Rest war frei auf der Wiese.
Die Ponys wurden dann auch mindestens täglich ausgetauscht. Da finde ich jetzt nix schlimmes dran. Ab und an wurde mal ein Kind draufgesetzt, aber das war keine Massenabfertigung oder Ausbeute am Pony.

Auf Kirmes die Tiere laufen nur im Kreis und stehen den ganzen Tag eingepfercht in diesem Kreis.
Dazu kommt dann noch die Musik. Die Tiere müssen dann ja irgendwann total gestört im Kopd werden :(

Auf Kirmes gehört sowas meiner Meinung nach verboten.
 
Wobichta

Wobichta

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Also bei uns in Berlin gibt es in einer Fussgaengerzone Dauer-Ponyreiten. Im Winter war ich noch nicht da, Herbst, Frühjahr, Sommer aber schon. Mitten in der Fussgaengerzone steht dieses Zelt, Durchmesser vielleicht zehn Meter. Drei Ponys warten, dass irgendwelche Kinder raufkrabbeln und wie die Irren ihre Beine in den Bauch kloppen. Es sind insgesamt glaube ich sechs Ponys, einige Meter vom Zelt, ebenfalls mitten in der Fussgaengerzone steht dann das 'Erholungszelt'. Lieblos etwas Stroh und Heu, ca sieben mal drei Meter, für die nicht gebrauchten Ponys und einen Esel, wozu auch immer der da ist. Das Zelt ist eher ein Pavillion mit Gitter. Von allen vier Seiten kommt man da ran, alle müssen natürlich betatscht werden, oft genug schmeissen Kinder da ihre Essenreste rein. Ruhepausen sehen für mich anders aus. Wo sie nachts stehen, weiss ich nicht, aber nicht einmal für eine Stunde würde ich da mein Tier hinstellen. Die Tiere machen auch nicht den besten Eindruck..
Früher bei unserem Schulfest gab es einmal im Jahr dann Ponyreiten, auf einer Wiese, fernab der Musik. Die Tiere kommen von einem Reiterhof und wurden ausgewechselt.
Beides ist Ponyreiten. Ersteres sollte verboten werden. Meiner Meinung nach auch ruhig Strafe auf sowas setzen. Das zweite ist okay, wenn man eben aufhört wenn es den Tieren zu viel wird.
Aber da sieht man halt, das bei Geld die Tierliebe doch bei mehr als genug Leuten aufhört
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Es kommt darauf an.
Wenn ich mit Sicherheit sagen kann, dass die Tiere nach getaner Arbeit einen artgerecht großen Auslauf sehen und im Sommer auch eine Weide haben, bin ich schonmal viel zufriedener. Pferde sind Lauftiere und brauchen ausreichend Bewegung. Stundenlang im Kreis führen entspricht nicht ihrem natürlichem Bewegungsdrang und der Pflege ihres Sozialkontakts. Egal ob mit oder ohne Pause.
Wenn es sich nicht um ein Rondell, sondern um eine rechteckige Bahn handelt, gehts mir auch gleich besser. Wenn ein Pferd (bzw. bei jedem anderen Lebewesen ist es natürlich genauso) im Kreis läuft, läuft es ständig gebogen, es belastet dadurch eine Seite stärker als die andere. Auch wenn ich zwischenzeitlich einen Handwechsel durchführe, so habe ich dennoch immer nur eine einseitige starke Belastung.
Longieren ist wie dargestellt keine Art von Pferde-Zentrifuge, sondern soll zum Beispiel der Arbeit an gewissen Probleme bei Taktunreinheiten, Schwierigkeiten bei der Anlehnung dienen oder ganz einfach die Losgelassenheit fördern. Auch macht longieren nach längerer Standzeit Sinn, um das Pferd zum Beispiel nach einer Sehnenentzündung wieder schonend an die Arbeit zu gewöhnen. Longieren muss man nicht nur im Kreis man kann auch ganze Bahn longieren, was bei bereits ausgebildeten Pferden auch Sinn macht um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Stangenarbeit ist möglich oder Doppellonge. Longieren dient außerdem zur Gewöhnung von Jungpferden an die Arbeit/Sattel und co.
Also bitte: Longieren ist wirklich viel mehr als im Kreis laufen... vorrausgesetzt am Ende der "Leine" steht der richtige Mensch.

Zudem will ich behaupten, dass ein Pferd sich nicht über jede Aufmerksamkeit einen Keks freut. Wenn ich ein altes Pferd wäre, würde ich nicht in Freudenstürmen ausbrechen, würde sich da so ein kleiner Wurm auf mich fletzen und ich müsst ne Stunde unterwegs - nein, viel lieber wäre ich auf der Weide, bei meinen Pferdekumpels und würde Gras mampfen. Nicht jedes alte Pferd kommt in die Wurst, nur weil es im Betrieb nicht mehr einsetzbar ist. Viele Reitschulen behalten ihre alten Pferde als Rentner - erklär das auch mal deinen täglichen Reitgästen wo denn das heißgeliebte Pony hin ist, wenn du sie früh vor ihrem Ende wegfährst, irgendwann kommen auch die Kinder hinter die Masche.

Kommen wir zur Kirmes zurück. Dort ist es laut, Menschenmassen sind unterwegs, es ist hektisch und tausend Gerüche sind in der Luft. Alles Dinge, die einem Pferd sagen müssten: Lauf weg, so schnell du kannst. Kein Pferd ist gern an solchen Orten.

Und zum Thema ausgebunden. Das ist zwar ganz nett gedacht, aber es ist auch reichlich unangenehm, so lange Ausbinder angeschnallt zu haben. Die Pferde können sich doch gar nicht strecken und dehnen. Wie gefiel dir das so lange mit einem Korsett herumzulaufen ? Das klingt weit hergeholt, aber unbequem ist es auf Dauer mindestens genauso...
Und dann das ständige Aufgesteige. Es handelt sich zwar um Zwerge, die da rauf kommen, doch sind die Ponys auch nicht viel größer, sodass sich das ganze schon eher relativiert. Wenn sich da 20 Mal am Tag so ein Zwerg in den Sattel plumpsen lässt - und aus Erfahrung kann ich sagen, viele Kinder tun das - ist da auch nichts schönes bei erreicht.

Meist sieht man den Tieren ihr Elend auch an. Die Augen wirken leer, tot irgendwie. Total abgestumpft, fertig mit dem Leben. Da ist gar kein Glanz, kein Feuer mehr. Der Wille ist gebrochen, die Pferden wollen nicht, sie machen einfach. Da habe ich mal etwas "schönes" gelesen, bezüglich Rollkur. "Erlernte Hilflosigkeit" nannte sich das ganze. Den Begriff würde ich hier doch auch gerne mal einführen.


Reiten ist und bleibt immer ein schmaler Grat zwischen Tierquälerei und Freude. Einerseits ist Reiten für ein Pferd widernatürlich, andererseits kann ich durch anständiges Reiten mein Pferd gut unterstützen und kann mit ihm Freude daran haben. Aber da nunmal keiner von uns als Meister geboren wird, müssen wir das alle irgendwann mal lernen und genau dieses lernen ist es, was den Pferden am meisten Leid bedeuten kann, wenn ein Reitlehrer nicht gut genug ausgebildet ist um seine Kinder rechtzeitig diesbezüglich zu schulen.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Meist sieht man den Tieren ihr Elend auch an. Die Augen wirken leer, tot irgendwie. Total abgestumpft, fertig mit dem Leben. Da ist gar kein Glanz, kein Feuer mehr. Der Wille ist gebrochen, die Pferden wollen nicht, sie machen einfach. Da habe ich mal etwas "schönes" gelesen, bezüglich Rollkur. "Erlernte Hilflosigkeit" nannte sich das ganze. Den Begriff würde ich hier doch auch gerne mal einführen.
Hier möchte ich auch nochmal kurz den Begriff "Flooding" einbringen. Denn genau das ist es was mit diesen Tieren gemacht wird.
[VERSTECK]http://de.wikipedia.org/wiki/Flooding_(Psychotherapie)[/VERSTECK]

Wichtig hierbei: Für das Tier gibt es kein Entkommen, kein Vertrauen und auch sonst nichts. Das ist nicht nur erlernte Hilflosigkeit, das ist Folter.
 
Hamster_Lover

Hamster_Lover

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Ich kann mich da SoylentGreen absolut anschließen, für mich ist das extreme Quälerei.

Dort wo ich öfters hingehe (ein Park) ist das Ponyreiten ganz anders. Da sind die Ponys in einem Art Unterstand wo es die ganze Zeit heu gibt, die sich putzenkönnen rumlaufen knnen etc. Man kann sich eins raussuchen und das wird dann rausgeholt, d.H. die Ponys haben oft sehr lange Pausen. Zudem haben die eigentlich keine Gebisse drinne (ausnahmen gibts manchmal) und regelmäßig bekommen 1-2 ponys sättel und Trensen ab, die darf man dann auch nicht haben, wiel die dann pause haben. Die müssen nicht im Kreis laufen die Bahn hat Wendungen in Beide Richtungen und Strecken gerade aus, die Strecke ist auch ziemlich lang im Gegensatz zum normalen Ponyreiten. Der Boden ist angenehm zum laufen und eine Mischung aus Erde und Rindenmulch, zwar festgetrampelt, aber ist ganz gut. Das ist allerdings keine Richtige Kirmes sondern ein Vergrügungspark, auch mit Essenständen, und Attraktionen (keine Achterbahnen, aber so Tower, wo man hochgefahrenwird und es schnell runter geht, etc. im kleinen Stil) und die Ponys sind ansonsten auf der Weide und die ist riesig. An der ommt man vorbei wenn man dort hinfährt und das sind mehrere Kilometer länge (auch mehrere Koppeln aber die sind super groß) und nicht jedes Tier muss da täglich hin etc. also das ist echt super geregelt und das sehe ich aber auch als Ausnahme.

Ansonsten bin ich echt gegen sowas.
 
Flumina

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ich sehe es wie die anderen und finde es echt qälerei wir haben hier 2 mal so "Kirmessen" einmal die Dult und dann noch den Ruperti kirtag und meistens sind dann da auch diese Ponykaruselle. Den Pferden sieht man an das sie machtlos. lustlos und einfach keine freude mehr haben. Die Laufen bei uns aber auch den ganzen tag die selbe richtung und gewechselt wird da auch nicht.

Wir haben teils noch ne 2. Pferde/ponnystelle da gehts etwas beser zu die Pferde laufen "freier" und es sind leute dabei die die kinder eben führen is hald wegen des lärmes auch nur minimal besser aber wenigstens besser als diese grausamen Karuselle
 
Aylinx3

Aylinx3

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Danke, dass hier so viele ihre Meinungen schildern :)
Eigentlich war ich dieses Jahr nur richtig enttäuscht davon, da auf der Pfingstkirmes hier im Ort auch so ein "Rondell" war und der Herr, der in der Mitte die Peitsche hält, den kleinen Ponys die ganze Zeit gegen die Hinterbeine gehauen hat (und das ohne Grund, einfach, um dann über die Reaktion zu kischern) und sich dann gewundert hat, wieso die kleinen einen Satz nach vorne gemacht haben und die Kinder da oben rumgeschüttelt wurden. Und was das Fass zum überlaufen gebracht hat war, dass ein Pony ausgetauscht wurde, und das eine, das durch die Mitte geführt wurde, anscheinend aus Lust und Laune, mit der Peitsche eine auf die Kruppe bekommen hat und dann das ganze Rondell aufgewirbelt hat. Auch dann wollte ich fragen, was das ganze soll, aber es war schon offensichtlich, dass der junge Mann in der Mitte keine Ahnung von seinen Tieren hatte.
Denn ich kannte es einfach anders, von einem anderen Schausteller, der eben die regelmäßigen Handwechsel,Austauschungen etc. betrieben hat, dass mit den Tieren gut umgegangen wird (Deswegen die Thesen meines Ausgangsthreads)

Durch Eure Post's ist mir einiges klargeworden und die Äußerung, dass die Tiere die ganze Zeit in Biegung laufen und das motorische Einwirkungen hat, hat mir eine andere Sichtweise des ganzen verschafft.
 
J

joymelly

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in planten un plomen hamburg gibt es eine weide und wechsel ponys ist is nicht ueberal gleich;)
 
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Ponyreiten auf Kirmes?