"Roher" 13jähriger Shetty-Henst - wie sollte man mit ihm umgehen?

Diskutiere "Roher" 13jähriger Shetty-Henst - wie sollte man mit ihm umgehen? im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallöchen, seit einer ganzen Weile treibe ich mich hier nun schon als stiller Mitleser hier herum und möchte jetzt hier doch auch mal was...
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
5.979
Reaktionen
266
Hallöchen,

seit einer ganzen Weile treibe ich mich hier nun schon als stiller Mitleser hier herum und möchte jetzt hier doch auch mal was nachfragen;)

"Was" ist übrigens gut...Ist schon etwas mehr.

Durch ziemlich verkorkste Umstände habe ich jetzt mehr oder minder freiwillig ein Pflegepferd, wenn man so will.
Das genauer Auszuführen würde jetzt so ziemlich jeden Rahmen sprengen, daher nur so viel: Die Besitzerin kann sich aus gesundheitlichen Gründen nicht um das Hengstlein kümmern, will ihn aber auch auf gar keinen Fall abgeben.
Da besteht leider auch überhaupt keine Diskussionsmöglichkeit, da sie es einfach auf gar keinen Fall niemals will.

Zum Hengstlein:
13 Jahre alt, kennt fast nichts und steht allein.

Was er kann/kennt: Sich von mir das Halfter anlegen lassen, geputzt werden, Hufe geben (wenn man mit etwas Nachdruck an die Sache rangeht) und seit Neuestem kann man auch mehr oder minder problemlos die Fliegendecke drauf kriegen.
Versorgung seines Sommerekzems (einreiben etc.) lässt
er sich ebenfalls gefallen.
Hab ich mir aber auch alles hart erarbeitet- alles ziemlich intuitiv, da ich eig. nie was mit Pferden am Hut hatte. Bisher habe ich mir alles irgendwie irgendwo zusammengelesen oder schlicht und ergreifend aus Lerntheorien abgeleitet.
Daher clickere ich bestimmte Sachen übrigens auch mit ihm.

Was er nicht kennt: Am Halfter geführt werden, "Nein", Abstand halten, bewegt werden, Arbeit in irgendeiner Form

Soll heißen, dass er seit seinem 1. Lebensjahr absolut nichts kennen gelernt hat außer mal zwangsweise das Halfter für den Hufschmied etc.

Mein Problem mit ihm ist jetzt folgendes:
Er hält absolut keinen Abstand zu mir.
Will er etwas haben knibbelt er an meiner Hose rum, beißt in meine Taschen etc.

Mache ich etwas was ihm nicht passt, dreht er sich um und droht.

Alles was mit oder an ihm macht geht nur in absoluter Hab-Acht-Stellung meinerseits, da er auch dabei manchmal einfach keinen Bock hat.
Wirklich ernsthaft gebissen hat er mich bisher noch nicht, da ich immer darauf achte außerhalb der "Schusslinie" zu arbeiten bzw. ihm genug Fluchtmöglichkeiten zu lassen.
Beinhaltet auch, dass er nicht fixiert wird, sondern das Führseil immer nur über den Haken gelegt wird -er bleibt Gott sei Dank bisher stehen und geht nicht direkt stiften.

So: Wie bringe ich diesem alten Sturschädel nu bei, dass "nein" "nein" heißt?
Hab das bisher wie bei meinem Hund aufgebaut:p Soll Leckerlie ein paar Mal mit "Nimm" geben, irgendwann "Nein" und ihn mit Weg verstellen etc. daran hindern dran zu kommen. Bei "Nimm" darf er das dann wieder nehmen.
Kann ich das so machen?

Nächste Frage: Wie halte ich ihn auf Abstand?
Zur Zeit plustere ich mich einfach auf, stampfe auf den Boden und sage eben "Nein", wenn er mir zu aufdringlich wird.
Ebenfalls so ok?

Und vorerst zu guter Letzt: Wie gewöhne ich ihn daran sich am Halfter vernünftig führen zu lassen?
Ich würde ihn unheimlich gerne mehr bewegen, aber wenn er nicht "mitgeht" ist das doch sehr schwierig.


Dass es nicht optimal ist, dass er allein steht weiß ich übrigens, aber meine einzige Chance ihn in eine Wallachgruppe abzugeben hat sich leider erledigt, da die Besitzerin der Gruppe nach einem Besuch bei unserm Hengstchen abgelehnt hat ihn mit auf die Weide zu stellen.
Ja.
Daher will die Besitzerin ihn jetzt auch wirklich nicht mehr abgeben, da ihn eh keiner will etc.

Falls das jetzt übrigens falsch rüber kommt: Er ist unheimlich dankbar für Zuwendung. Wenn er erstmal das Gefühl hat, dass jetzt gerade nichts Schlimmes passiert ist er sogar richtig schmusig, lehnt sich an die Streichelhand, albert rum, versucht mich im Heu-Schuppen einzusperren, klaut mir meine Heugabel etc. etc. Er ist also schon durchaus bereit zur Kooperation nur halt nicht immer und irgendwie findet er das doch alles etwas gruselig...So Menschen, die etwas von ihm fordern und so;)

Lieben Gruß,
Midori
 
Zuletzt bearbeitet:
21.07.2013
#1
A

Anzeige

Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Susanne zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
L

LabbiPower

Registriert seit
01.06.2013
Beiträge
16
Reaktionen
0
hey, da hast du dir ja eine Aufgabe aufdrücken lassen :D also als erstes, ich musste mich zusammenreißen das ich nicht anfange zu lachen :mrgreen: du kannst ein Pferd definitiv nicht mit einem Hund vergleichen und auch nicht so erziehen :mrgreen: bei pferden geht "Erziehung" über das aufbauen von Vertrauen. Das ist das A und O in einer Pferd-Mensch-Beziehung, dadurch verschaffst du dir Respekt beim Pferd und es wird dir nach einiger Zeit nicht mehr zu Nahe kommen oder drohen usw.(Es dauert seine Zeit, kommt nicht von Heut auf Morgen). Das schaffst du am besten in dem du mit ihm viel Bodenarbeit machst. Hast du die Möglichkeit mit ihm auf einem Stück eingezäunten Platz zu arbeiten?(egal ob mit Sand oder Gras) am besten in runder Form(Roundpen genannt, ich drücke mich nun mal so aus weil ich ja nich weiß inwiefern du da Ahnung hast). Es ist nun schwierig hierüber zu erklären wie und was du alles machen kannst bei der Bodenarbeit, schau mal im Internet ob du gute Seiten findest, wo sowas gut beschrieben ist womit du dann auch etwas anfangen kannst. Am einfachsten finde ich es, damit zu beginnen, das Pferd erstmal laufen zu lassen immer wieder weg zu schicken wenn es zu dicht kommt. Da dürftest du dir auch einen Meinungsverstärker zu nehmen(Longierpeitsche, aber bitte niemals das Pferd damit treffen!!). Es geht darum, das DU entscheidest wann und wie nah er zu dir kommen darf. Dann kannst du auch auf einem normalen eingezäunten Reitplatz o.ä. ihn an den Strick nehmen und einfach führen. In die Richtung in die DU möchtest, nicht in welche er es gerne würde. Gehe geradeaus, links, rechts, bleib stehen(Dann aber deutlich, so wie du es schon machst auf dem Boden stampfend und seblstbewusst stehen bleiben, damit er es auch mitbekommt) da du ihn wahrscheinlich auf deiner rechten seite hast, gehe auch öfter nach rechts, er muss dir ausweichen und folgen(das wird wohl auch nicht von jetzt auf gleich klappen, aber das sollte nach einer Zeit der Fall sein). Das sind erstmal so die ersten Schritte wie ich mit ihm Anfangen würde. Und ich persönlich halte nicht so viel von Leckerchen geben(dann lieber als Belohnung ausgiebig kraulen und streicheln an Kopf, Hals, wo er es eben gern mag) Und wenn Leckerchen, dann wirklich nur wenn er etwas ganz toll gemacht hat, niemals einfach nurmal so( du bist ja schließlich nicht die unterwürfige Stute, die ihm das Futter überlässt ;)) JA man sollte sich mal überlegen, wie Pferde unter einander Agieren, was die Unterwürfigen dem Leittier alles für Gefallen tun. Als Mensch sollte man natürlich das Leittier werden. Wenn du noch fragen hast, her damit :D
 
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
5.979
Reaktionen
266
also als erstes, ich musste mich zusammenreißen das ich nicht anfange zu lachen :mrgreen: du kannst ein Pferd definitiv nicht mit einem Hund vergleichen und auch nicht so erziehen :mrgreen: bei pferden geht "Erziehung" über das aufbauen von Vertrauen. Das ist das A und O in einer Pferd-Mensch-Beziehung,
Wie man sich halt so behilft, wenn man mehr oder minder keine Ahnung hat:p
Dass er mir vertrauen muss ist logisch...So langsam hab ich auch mehr oder weniger den Eindruck, dass er das tut. Heute z.B. stand er ganz entspannt rum, während ich seine Ekzemdinger versorgt hab und mümmelte sein Heu:)

Okay, einen abtrennbaren Bereich kann ich möglich machen:)
Danke erstmal für die Tips:)

Leckerchen gibt´s eh meistens als Belohnung, nicht als Lockmittel;)
 
Herr Jefferson

Herr Jefferson

Registriert seit
05.07.2013
Beiträge
590
Reaktionen
0
Mein Problem mit ihm ist jetzt folgendes:
Er hält absolut keinen Abstand zu mir.
Will er etwas haben knibbelt er an meiner Hose rum, beißt in meine Taschen etc.
lass mal die leckerlie ganz weg und versuch mit Lob. Und Leckerlie nicht aus der hand sondern nach getaner "Trainingseinheit" aus dem Eimer und in seinem Stall.


Mache ich etwas was ihm nicht passt, dreht er sich um und droht.
Beschreib das mal näher, was meinst du mit drohen udn wie und wohin dreht er sich, um dir zu drohen, ich bekomm da gerade kein visuelles Bild zu, um mir die Situation vor Augen zu führen.


Alles was mit oder an ihm macht geht nur in absoluter Hab-Acht-Stellung meinerseits, da er auch dabei manchmal einfach keinen Bock hat.
Wirklich ernsthaft gebissen hat er mich bisher noch nicht, da ich immer darauf achte außerhalb der "Schusslinie" zu arbeiten bzw. ihm genug Fluchtmöglichkeiten zu lassen.
Beinhaltet auch, dass er nicht fixiert wird, sondern das Führseil immer nur über den Haken gelegt wird -er bleibt Gott sei Dank bisher stehen und geht nicht direkt stiften.
Das mit dem beißen könnte aggressives Betteln sein. Schau mal ob er noch nach dir schnappt, wenn du keine Leckerlie dabei hast.
Dass er stehen bleibt ist schon mal ein gutes Zeichen auch dass er Hufe gibt.


So: Wie bringe ich diesem alten Sturschädel nu bei, dass "nein" "nein" heißt?
Hab das bisher wie bei meinem Hund aufgebaut:p Soll Leckerlie ein paar Mal mit "Nimm" geben, irgendwann "Nein" und ihn mit Weg verstellen etc. daran hindern dran zu kommen. Bei "Nimm" darf er das dann wieder nehmen.
Kann ich das so machen?
das hört sich nicht danach an, als hättest du damit Erfolg :)
Pferd ist kein Hund. Hund hat viel mehr respekt vor dir, als ein Pferd. Das Pferd weiß sehr wohl, dass es dich übern platz schleift, wenns sein muss und dass du bei nem direkten Kräftemessen verlierst.
Ein Hund hat viel mehr das bedürfnis, etwas zu tun, was dir taugt und "gefällig" zu sein, als ein pferd und ein Hund ist selten groß und stark genug, nen Menschen übern Platz zu zerren.

Eigentlich machst du was ganz fieses, du gibts ihm was und versuchst ihn dann dank deiner Körperlichkeit davon wegzudrängen, das schnallt der ganz schnell, dass er da in der besseren Position ist, an das zu kommen, was du da vor ihm verbergen willst. Und verstehen tut er das sicher auch nicht.
Wenn du ihm beibringen willst, die Leckerlie aus der hand zu nehmen und dabei auf dich acht zu geben, dann halt die geschlossene hand mit leckerlie hin und mach sie er auf, wenn er ganz vorsichtig danach fragt (laos ganz vorsichtig tastet, so als wüsste er nicht, ob er nach deiner hand oder nem elektrischen Zaun tastet), dann mach die hand auf, lass ihn das haben und lob ihn.

ich würde aber bei dem "Ausbildungsstand" glaub nur mit Lob und erst mal ohne Leckerchen versuchen, einfach weil die Fressgier dann nicht dazwischen funkt und son pferd rennt dich auch mal um, wenns zum Trog will und nicht "erzogen" ist.

Und nicht alles auf einmal. Also wenn der brav stehen bleibt, kann man ihn ruhig schon mal loben, in den Stall zurück bringen und ihm die leckerlie in den Eimer tun.


Nächste Frage: Wie halte ich ihn auf Abstand?
Zur Zeit plustere ich mich einfach auf, stampfe auf den Boden und sage eben "Nein", wenn er mir zu aufdringlich wird.
Ebenfalls so ok?
Ich analysiere hier blind, weil du nicht genau beschreibst in welcher Situation. Wenn du ihn führst, wenn du ihn putzt, wenn du in den Stall gehst?
Wenn du ihn führst und er rennt dich bald um, dann musst du dafür sorgen, dass er langsamer geht. das geht am besten, wenn du ihn statt am Strick dann am halfter nimmst, einmal fest nach unten zurück zeiehn und den Zug halten während du woah, oder hoo oder ruhig und am besten eben auch mit ner ruhigen tiefen Stimme sagst. Und du musst evtl. dein Gewicht dagegen hängen.

Wenn er auf dich draufläuft kannst ihn auch in deinen Ellenbogen laufen lassen und mit dem Ellenbogen leicht zurück schubbsen, dazu sagst du dann eben bestimmt: nein oder halt oder zurück.

Kommt er dir frontal zu nahe, geh schräg an ihm vorbei und schubse ihn ebenfalls mit dem Ellebogen, Arm gegen die Brust zurück und achte drauf, dass du seitlich neben ihm bist und ihm nicht in die Augen schaust. das ganze ebenfalls mit Nein, zurück, steh je nachdem...

Und vorerst zu guter Letzt: Wie gewöhne ich ihn daran sich am Halfter vernünftig führen zu lassen?
Ich würde ihn unheimlich gerne mehr bewegen, aber wenn er nicht "mitgeht" ist das doch sehr schwierig.
nicht ziehen und zerren und schon gar nicht nach vorn zeiehn und zerren.
Tu ihm das halfter dran und nimm ihn am halfter, wenn er nicht vorwärts geht, sagst du komm und ziehst in einem leichten Winkel (so dass er quasi recht oder links ne Kurve laufen müsste) als wolltest du ihn umdrehen. Wenn er den ersten schritt gemacht hat, korrigiere die Richtung nach vorne und wenn er ein paar Schritte gemacht hat, lob ihn ausgiebig und lass gut sein.
das steigerst du dann jeden tag bis er halt nicht ein paar Schritte, sondern ein paar meter geht und immer wenn er stehen bleibt, versuch ihn durch die angetäuschte Wendung (also im Winkel schräg nach vorn führen) wieder in bewegung zu bekommen.


Dass es nicht optimal ist, dass er allein steht weiß ich übrigens, aber meine einzige Chance ihn in eine Wallachgruppe abzugeben hat sich leider erledigt, da die Besitzerin der Gruppe nach einem Besuch bei unserm Hengstchen abgelehnt hat ihn mit auf die Weide zu stellen.
Ja.
Daher will die Besitzerin ihn jetzt auch wirklich nicht mehr abgeben, da ihn eh keiner will etc.
Also unkastriert würd ich den auch nicht bei meinem Wallach haben wollen.
Muss der unkastriert belieben? Soll der decken oder warum ist er nicht kastriert?

Falls das jetzt übrigens falsch rüber kommt: Er ist unheimlich dankbar für Zuwendung. Wenn er erstmal das Gefühl hat, dass jetzt gerade nichts Schlimmes passiert ist er sogar richtig schmusig, lehnt sich an die Streichelhand, albert rum, versucht mich im Heu-Schuppen einzusperren, klaut mir meine Heugabel etc. etc. Er ist also schon durchaus bereit zur Kooperation nur halt nicht immer und irgendwie findet er das doch alles etwas gruselig...So Menschen, die etwas von ihm fordern und so;)

Lieben Gruß,
Midori
hat er ja auch nicht gelernt, dass er was "richtig" macht und dafür gelobt wird.
ich seh das nicht hoffnungslos, sondern einfach nur viel zeit und geduld erfordern.

Und wichtig ist, dass dein verhalten ihm gegenüber konstant ist und er lernt, dir zu vertrauen, dadurch dass er lernt, dich einzuschätzen.

Wenn du magst, schreib doch mal die Situationen, wo ich jetzt quasi die Blindfluganalyse gemacht habe, genauer, dann kann ich dir genauer antworten, was ich machen würde.

Good Luck :)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
5.979
Reaktionen
266
lass mal die leckerlie ganz weg und versuch mit Lob. Und Leckerlie nicht aus der hand sondern nach getaner "Trainingseinheit" aus dem Eimer und in seinem Stall.
Das macht er nicht nur bei Leckerlies, sondern eig. bei allem was ihm gerade erstrebenswert erscheint. Und sei es nur altes Heu, das weggefegt wird o.ä.
Aber okay, Leckerlies sind dann erstmal weg:)

Beschreib das mal näher, was meinst du mit drohen udn wie und wohin dreht er sich, um dir zu drohen, ich bekomm da gerade kein visuelles Bild zu, um mir die Situation vor Augen zu führen.
Will ich ihn z.B. zur Seite schieben, weil er mir im Weg steht, dreht er sich mit angelegten Ohren um und hebt einen Huf an. Hab das jetzt einfach mal als Drohung aufgefasst...Oder liege ich da falsch?

Das mit dem beißen könnte aggressives Betteln sein. Schau mal ob er noch nach dir schnappt, wenn du keine Leckerlie dabei hast.
Dass er stehen bleibt ist schon mal ein gutes Zeichen auch dass er Hufe gibt.
Mh...Aggressives Betteln klingt logisch...Meistens will er dann ja irgendwas...Leckerlies habe ich meistens sowieso nicht irgendwie dabei, also in der Hosentasche oder so, sondern hole die zwischenzeitlich einfach mal aus dem Stall und gebe ihm dann ein paar. Hätte ich die in der Tasche oder so würde ich ihn wahrschienlich gar nicht mehr von den Hacken kriegen:mrgreen:

das hört sich nicht danach an, als hättest du damit Erfolg :)
Pferd ist kein Hund. Hund hat viel mehr respekt vor dir, als ein Pferd. Das Pferd weiß sehr wohl, dass es dich übern platz schleift, wenns sein muss und dass du bei nem direkten Kräftemessen verlierst.
Ein Hund hat viel mehr das bedürfnis, etwas zu tun, was dir taugt und "gefällig" zu sein, als ein pferd und ein Hund ist selten groß und stark genug, nen Menschen übern Platz zu zerren.

Eigentlich machst du was ganz fieses, du gibts ihm was und versuchst ihn dann dank deiner Körperlichkeit davon wegzudrängen, das schnallt der ganz schnell, dass er da in der besseren Position ist, an das zu kommen, was du da vor ihm verbergen willst. Und verstehen tut er das sicher auch nicht.
Wenn du ihm beibringen willst, die Leckerlie aus der hand zu nehmen und dabei auf dich acht zu geben, dann halt die geschlossene hand mit leckerlie hin und mach sie er auf, wenn er ganz vorsichtig danach fragt (laos ganz vorsichtig tastet, so als wüsste er nicht, ob er nach deiner hand oder nem elektrischen Zaun tastet), dann mach die hand auf, lass ihn das haben und lob ihn.

ich würde aber bei dem "Ausbildungsstand" glaub nur mit Lob und erst mal ohne Leckerchen versuchen, einfach weil die Fressgier dann nicht dazwischen funkt und son pferd rennt dich auch mal um, wenns zum Trog will und nicht "erzogen" ist.

Und nicht alles auf einmal. Also wenn der brav stehen bleibt, kann man ihn ruhig schon mal loben, in den Stall zurück bringen und ihm die leckerlie in den Eimer tun.
Ne, klappt nicht so wirklich:D
Hab das mehr oder weniger erstmal aus dem Bauch raus gemacht, weil ich irgendwie nirgendwo etwas darüber gefunden habe, wie ich einem Pferd so etwas vernünftig nahe bringe.
Mit Lob versuche ich ganz viel zu arbeiten, aber manchmal hab ich den Eindruck, dass er gar nicht wirklich weiß was ich von ihm will.
Spreche ich zu tief, wirft er durchaus auch mal den Kopf hoch, dreht sich um und ist auf Nimmerwiedersehen entschwunden- mit Männern hat er auch nicht so die besten Erfahrungen gemacht.

Ich analysiere hier blind, weil du nicht genau beschreibst in welcher Situation. Wenn du ihn führst, wenn du ihn putzt, wenn du in den Stall gehst?
Wenn du ihn führst und er rennt dich bald um, dann musst du dafür sorgen, dass er langsamer geht. das geht am besten, wenn du ihn statt am Strick dann am halfter nimmst, einmal fest nach unten zurück zeiehn und den Zug halten während du woah, oder hoo oder ruhig und am besten eben auch mit ner ruhigen tiefen Stimme sagst. Und du musst evtl. dein Gewicht dagegen hängen.

Wenn er auf dich draufläuft kannst ihn auch in deinen Ellenbogen laufen lassen und mit dem Ellenbogen leicht zurück schubbsen, dazu sagst du dann eben bestimmt: nein oder halt oder zurück.

Kommt er dir frontal zu nahe, geh schräg an ihm vorbei und schubse ihn ebenfalls mit dem Ellebogen, Arm gegen die Brust zurück und achte drauf, dass du seitlich neben ihm bist und ihm nicht in die Augen schaust. das ganze ebenfalls mit Nein, zurück, steh je nachdem...
Eigentlich in allen Situationen, die du beschreibst:p
Tue ich ihm damit nicht weh, wenn ich nach unten ziehe?:eusa_think:
Und tiefe Stimme ist bei ihm auch eher doof...Mh. Aber ruhig sprechen, das kann ich:mrgreen:

Also schubsen ist okay?
Hatte das jetzt sonst auch durchaus mal gemacht, wenn er mir zu sehr auf die Pelle rückte, war mir aber nicht sicher, ob das ok ist.

nicht ziehen und zerren und schon gar nicht nach vorn zeiehn und zerren.
Tu ihm das halfter dran und nimm ihn am halfter, wenn er nicht vorwärts geht, sagst du komm und ziehst in einem leichten Winkel (so dass er quasi recht oder links ne Kurve laufen müsste) als wolltest du ihn umdrehen. Wenn er den ersten schritt gemacht hat, korrigiere die Richtung nach vorne und wenn er ein paar Schritte gemacht hat, lob ihn ausgiebig und lass gut sein.
das steigerst du dann jeden tag bis er halt nicht ein paar Schritte, sondern ein paar meter geht und immer wenn er stehen bleibt, versuch ihn durch die angetäuschte Wendung (also im Winkel schräg nach vorn führen) wieder in bewegung zu bekommen.
Okay, mit Zerren hab ichs erst gar nicht versucht:p
Er wäre ja eh stärker als ich:)

Aber das mit der Wendung werde ich morgen direkt mal testen:)

Also unkastriert würd ich den auch nicht bei meinem Wallach haben wollen.
Muss der unkastriert belieben? Soll der decken oder warum ist er nicht kastriert?
Tja...Laut TA kann man ihn nicht mehr kastrieren, weil seine Lunge das nicht mitmachen würde (Lungenemphysem).
Decken soll er auf gar keinen Fall, nur hat die Besitzerin keine Notwendigkeit gesehen, die damals noch zu zweit stehenden Hengste kastrieren zu lassen, da sie immer Hengste zusammenstehen hatte.
Allerdings ist das zum Schluss als das jetzt noch "übrige" Hengstchen älter wurde immer schlimmer mit Prügeleien untereinander geworden.
Zum Schluss ist der Alt-Hengst an einer Kolik verstorben und seitdem steht unser Hengst eben allein.


hat er ja auch nicht gelernt, dass er was "richtig" macht und dafür gelobt wird.
ich seh das nicht hoffnungslos, sondern einfach nur viel zeit und geduld erfordern.

Und wichtig ist, dass dein verhalten ihm gegenüber konstant ist und er lernt, dir zu vertrauen, dadurch dass er lernt, dich einzuschätzen.

Wenn du magst, schreib doch mal die Situationen, wo ich jetzt quasi die Blindfluganalyse gemacht habe, genauer, dann kann ich dir genauer antworten, was ich machen würde.
Zeit und Geduld hab ich ja wohl:)
Wenn auch unfreiwillig und ohne Vorerfahrung gebe ich mir ja auch Mühe und versuche ihm das alles so angenehm wie möglich zu gestalten.

Konstantes Verhalten sollte auch machbar sein...Hoffe ich:p

War das jetzt ausführlich genug? Wenn du noch weitere Hintergrundfragen ist, immer her damit. Bin immer so schlecht im Situationen ausreichend für andere beschreiben...

Lieben Gruß und vielen Dank:)
 
Herr Jefferson

Herr Jefferson

Registriert seit
05.07.2013
Beiträge
590
Reaktionen
0
damit kann ich "arbeiten" :)
ich schreib gleich mehr, ich muss jetzt mal zu meinem Pferdi :)
bis später.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
5.979
Reaktionen
266
Off-Topic
Herr Jefferson über weitere Tips würde ich mich total freuen:p Natürlich auch von anderen;)


Muss mal kurz etwas rummoppern.

Uns wurde jetzt ernsthaft die Fliegendecke vom Pony geklaut.
Ich bin sowas von stinksauer...Weiß der Kuckuck welcher Voll***** da auf die Weide stiefelt und einem wildfremden Pferd die verfluchte Decke klaut.
Könnt echt k****.

Das doofe Ding hatte ich in totaler Fisselarbeit an seine Größe angepasst und alles und dann so ein Mist.

Könnte echt heulen...


Aber ein Erfolg: Er hat mir heute vernünftig die Hufe gegeben:)
 
Herr Jefferson

Herr Jefferson

Registriert seit
05.07.2013
Beiträge
590
Reaktionen
0
Sorry dass es nen tag später geworden ist.

Das macht er nicht nur bei Leckerlies, sondern eig. bei allem was ihm gerade erstrebenswert erscheint. Und sei es nur altes Heu, das weggefegt wird o.ä.
Aber okay, Leckerlies sind dann erstmal weg:)



Will ich ihn z.B. zur Seite schieben, weil er mir im Weg steht, dreht er sich mit angelegten Ohren um und hebt einen Huf an. Hab das jetzt einfach mal als Drohung aufgefasst...Oder liege ich da falsch?
würd ich als agressives betteln auffassen. Aber in jedem Fall geht das nicht.
Wie schiebst du ihn denn zur Seite?



Mh...Aggressives Betteln klingt logisch...Meistens will er dann ja irgendwas...Leckerlies habe ich meistens sowieso nicht irgendwie dabei, also in der Hosentasche oder so, sondern hole die zwischenzeitlich einfach mal aus dem Stall und gebe ihm dann ein paar. Hätte ich die in der Tasche oder so würde ich ihn wahrschienlich gar nicht mehr von den Hacken kriegen:mrgreen:
Also das könnte wirklich in die Richtung gehen wie, wenn du was von mir willst (dass ich weg gehe) dann will ich erst was von dir.
Du musst versuchen, ihm klar zu machen, dass es besser ist für euch beide, wenn er dir aus dem Weg geht.
Drohen gegen dich, geht gar nicht (auch nicht um zu betteln).
Ich würd ihm direkt mit dem Ellenbogen in die Seite schubbsen und den Fuß ganz ruhig aber mit nachdruck hinstellen und da auch eine Sekunde/zwei festhalten.
Wenn er steht und der Fuß steht und er die Ohren wieder normal hat, loben.




Ne, klappt nicht so wirklich:D
Hab das mehr oder weniger erstmal aus dem Bauch raus gemacht, weil ich irgendwie nirgendwo etwas darüber gefunden habe, wie ich einem Pferd so etwas vernünftig nahe bringe.
Mit Lob versuche ich ganz viel zu arbeiten, aber manchmal hab ich den Eindruck, dass er gar nicht wirklich weiß was ich von ihm will.
Spreche ich zu tief, wirft er durchaus auch mal den Kopf hoch, dreht sich um und ist auf Nimmerwiedersehen entschwunden- mit Männern hat er auch nicht so die besten Erfahrungen gemacht.
Meiner schnallt das auch alles noch nicht und mit Männern hat meiner auch en Prob.
mit ruhiger tiefer Stimme mein ich auch eher, dass du nicht hektisch und schrill wirst, sondern nen gleichbleibened Tonus hast und varieren tust du quasi nur bei Lob und wenn er langsam machen soll.
Du musst ihn das echt von null beibringen und wenn er aus Versehen macht, was du willst, gleich loben.

Und das mit leckerlie haben wollen und von dir gesagt bekommen, wann und wie, das ist echt ne fortgeschrittene Übung. Das würd ich mal noch ganz weglassen.




Eigentlich in allen Situationen, die du beschreibst:p
*lach--- ok.

Tue ich ihm damit nicht weh, wenn ich nach unten ziehe?:eusa_think:
Du sollst ja nicht ruckartig zerren, sondern mit fester hand, nach unten und zurück ziehen, das drückt auf die Nase und Pferd weicht dem Druck aus und geht dahin, wo der Kopf hingeht. Geht der Kopf nach unten hinten, macht Pferd automatisch langsam.
Wenn der dich umrennt hat er sicher den Kopf oben, den ziehst dann eben nach unten in Richtung seiner Brust und, lauf ne Volte um ihn abzubremsen, also gleich wenn er auf dich drauf rennt, Halfter nehmen, Kopf runter und zurück, woah Ho oder langsam sagen und in nen kleinen Zirkeln führen.

Wenn er auf dich zuläuft, weich ihm seitlicha us aber so, dass du eben mit dem angewinkelten Ellebogen gegen seine Brust schubbsen kannst und sag: zurück- wenn er nur einen Schritt weicht kannst ihn schon loben. Und einfach weiter machen, was du machen wolltest.


Wenn er dir beim Putzen auf die Pelle rückt, schieb ihn weg.

Und tiefe Stimme ist bei ihm auch eher doof...Mh. Aber ruhig sprechen, das kann ich:mrgreen:
siehe oben.

Also schubsen ist okay?
Hatte das jetzt sonst auch durchaus mal gemacht, wenn er mir zu sehr auf die Pelle rückte, war mir aber nicht sicher, ob das ok ist.
Schubbsen ist von daher okay, dass wenn du mal schaust, wie pferde auf der Koppel lästige "Bully" vertreuben, die drehen sich um und dengeln denen mit dem Hinterhuf vor die Brust.
das würde dein henglstlein genausso machen, wenn du ein pferd wärst. Er versteht aber sehr wohl, wenn du ihm vor die Brust schubbst, dass das für ihn heißt: geh mal nen Schritt weg, du bist mir zu nahe.


Okay, mit Zerren hab ichs erst gar nicht versucht:p
Er wäre ja eh stärker als ich:)

Aber das mit der Wendung werde ich morgen direkt mal testen:)
pferd geht wie gesagt dahin, wo der Kopf hingeht/hinschaut.
Wenn du ihn quasi wendest, muss er nen schritt machen, dann ist er in bewegung und du kannst ihn wieder geradeaus dirigieren.




Tja...Laut TA kann man ihn nicht mehr kastrieren, weil seine Lunge das nicht mitmachen würde (Lungenemphysem).
Decken soll er auf gar keinen Fall, nur hat die Besitzerin keine Notwendigkeit gesehen, die damals noch zu zweit stehenden Hengste kastrieren zu lassen, da sie immer Hengste zusammenstehen hatte.
Allerdings ist das zum Schluss als das jetzt noch "übrige" Hengstchen älter wurde immer schlimmer mit Prügeleien untereinander geworden.
Zum Schluss ist der Alt-Hengst an einer Kolik verstorben und seitdem steht unser Hengst eben allein.
Würd ich glaub ne zweite meinung haben wollen, wegen der kastration. Das mit der Lunge is allerdings echt doof.




Zeit und Geduld hab ich ja wohl:)
Wenn auch unfreiwillig und ohne Vorerfahrung gebe ich mir ja auch Mühe und versuche ihm das alles so angenehm wie möglich zu gestalten.
ich glaube, du machst das gut. Vieles findet man auch intuitiv und mit gesundem Menschnverstand heraus und dann hat eben auch jedes Pferd nen eigenen Charakter.
Ich versuche meinen komplett ohne bestrafung zu trainieren. Immer geht das nicht, der braucht ab und an nen schubbser, aber wenn man den Fehler immer erst mal bei dem, was man selbst macht sucht, dann findet man meist den richtigen Weg,
Und da dein Hengstlein irgendwie nix gelernt hat und auch keine Herde als regulativ hat, musste dem halt alles von null beibringen.
Welche "Clues" du ihm antrainierst ist dann wurscht, hauptsache ihr beide versteht sie.

Find das toll, dass du dich um ihn kümmerst

Thumbs up!

Konstantes Verhalten sollte auch machbar sein...Hoffe ich:p

War das jetzt ausführlich genug? Wenn du noch weitere Hintergrundfragen ist, immer her damit. Bin immer so schlecht im Situationen ausreichend für andere beschreiben...

Lieben Gruß und vielen Dank:)

gerne, hoffe es hilft dir was bei dem Projekt :)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
5.979
Reaktionen
266
Sorry dass es nen tag später geworden ist.
Wollte auch nicht hetzen, bin nur froh mal zwischendurch auch jmd. zu finden, der mir für Pferde-Analphabeten nützliche Tips geben kann:)
Alle "Pferdemenschen", die ich so kenne haben mir bisher nur gesagt, dass ich mir die Mühe sparen kann und beim Schlachter anrufen soll. So viel Arbeit für ein Shetty lohnt sich nicht und so weiter...:eusa_doh:

würd ich als agressives betteln auffassen. Aber in jedem Fall geht das nicht.
Wie schiebst du ihn denn zur Seite?
Je nachdem welchen Teil von sich er wegbewegen soll:D
Soll er nach vorne ausweichen, weil ich neben/hinter ihm etwas machen will bzw. muss schiebe ich ihn je nach Bereitwilligkeit seinerseits entweder mit der Hand rüber oder lehne mich quasi gegen seinen Allerwertesten bis er sich bewegt.
Soll er nach hinten gehen das gleiche Spiel in Hals bzw. Schulternähe.
Hab mich dabei speziell jetzt einfach mal an das Wissen aus grauer Schulzeit gehalten, dass Fluchttiere immer einen Fluchtpunkt haben: Druck von hinten bringt sie nach vorn, Druck von vorne nach hinten.
Korrekt oder hab ich da was falsch verstanden?:D

Also das könnte wirklich in die Richtung gehen wie, wenn du was von mir willst (dass ich weg gehe) dann will ich erst was von dir.
Du musst versuchen, ihm klar zu machen, dass es besser ist für euch beide, wenn er dir aus dem Weg geht.
Drohen gegen dich, geht gar nicht (auch nicht um zu betteln).
Ich würd ihm direkt mit dem Ellenbogen in die Seite schubbsen und den Fuß ganz ruhig aber mit nachdruck hinstellen und da auch eine Sekunde/zwei festhalten.
Wenn er steht und der Fuß steht und er die Ohren wieder normal hat, loben.
Okay, das sollte ich hinkriegen.
Zur Zeit sind wir auch viel zu zweit bei ihm, dann übernimmt einer immer die "Arbeit" (ich meistens) und mein Freund achtet drauf was der Herr so macht und "warnt" mich dann, wenn er z.B. wieder mein T-Shirt ankaut oder sowas.
Dann sollte das auf jeden Fall hinhauen.

Meiner schnallt das auch alles noch nicht und mit Männern hat meiner auch en Prob.
mit ruhiger tiefer Stimme mein ich auch eher, dass du nicht hektisch und schrill wirst, sondern nen gleichbleibened Tonus hast und varieren tust du quasi nur bei Lob und wenn er langsam machen soll.
Du musst ihn das echt von null beibringen und wenn er aus Versehen macht, was du willst, gleich loben.

Und das mit leckerlie haben wollen und von dir gesagt bekommen, wann und wie, das ist echt ne fortgeschrittene Übung. Das würd ich mal noch ganz weglassen.
Okay:)
Hab ihm jetzt vorhin beim Putzen einfach mal erzählt was ich noch einkaufen muss und solcherlei langweiligen Dinge und das scheint er tatsächlich ganz nett zu finden. Wenn ich aufgehört hab, hat er sich immer umgeguckt :roll:
Scheint also vorerst die richtige Tonlage zu sein.

Du sollst ja nicht ruckartig zerren, sondern mit fester hand, nach unten und zurück ziehen, das drückt auf die Nase und Pferd weicht dem Druck aus und geht dahin, wo der Kopf hingeht. Geht der Kopf nach unten hinten, macht Pferd automatisch langsam.
Wenn der dich umrennt hat er sicher den Kopf oben, den ziehst dann eben nach unten in Richtung seiner Brust und, lauf ne Volte um ihn abzubremsen, also gleich wenn er auf dich drauf rennt, Halfter nehmen, Kopf runter und zurück, woah Ho oder langsam sagen und in nen kleinen Zirkeln führen.

Wenn er auf dich zuläuft, weich ihm seitlicha us aber so, dass du eben mit dem angewinkelten Ellebogen gegen seine Brust schubbsen kannst und sag: zurück- wenn er nur einen Schritt weicht kannst ihn schon loben. Und einfach weiter machen, was du machen wolltest.


Wenn er dir beim Putzen auf die Pelle rückt, schieb ihn weg.
Jap, Kopf ist dann sowas von oben:mrgreen:
Okay, das klingt aber sehr logisch. Kopf unten- nicht vorrennen. Okay:)

pferd geht wie gesagt dahin, wo der Kopf hingeht/hinschaut.
Wenn du ihn quasi wendest, muss er nen schritt machen, dann ist er in bewegung und du kannst ihn wieder geradeaus dirigieren.
Funktioniert:)
So kriegen wir das sogar hin mal 5 Meter am Stück ganz gesittet zu laufen:mrgreen:

Würd ich glaub ne zweite meinung haben wollen, wegen der kastration. Das mit der Lunge is allerdings echt doof.
Hätte ich auch gerne, aber das wird etwas schwierig.
Hab ja nur seine Versorgung/Pflege übernommen und die Besitzerin vertraut ihrem TA 100%.
Der hat gesagt, dass das nicht geht also geht das auch nicht.
Und über ihren Kopf hinweg entscheiden kann ich nun auch nicht...So gerne wie ichs würde.
Jetzt bei diesem trockenen Wetter ist das mit seiner Lunge auch besonders fies.
Sobald der Staub einatmet hustet der erstmal 5 Minuten.
Bei der momentanen Hitze hier ist es aber fast unvermeidlich, dass der Sandteil staubig wird...

ich glaube, du machst das gut. Vieles findet man auch intuitiv und mit gesundem Menschnverstand heraus und dann hat eben auch jedes Pferd nen eigenen Charakter.
Ich versuche meinen komplett ohne bestrafung zu trainieren. Immer geht das nicht, der braucht ab und an nen schubbser, aber wenn man den Fehler immer erst mal bei dem, was man selbst macht sucht, dann findet man meist den richtigen Weg,
Und da dein Hengstlein irgendwie nix gelernt hat und auch keine Herde als regulativ hat, musste dem halt alles von null beibringen.
Welche "Clues" du ihm antrainierst ist dann wurscht, hauptsache ihr beide versteht sie.

Find das toll, dass du dich um ihn kümmerst

Thumbs up!
Wollen wir´s hoffen, dass ich das nicht komplett vergeige:p
Aber mit Geduld und Spucke geht ja fast alles:)
(Danke:p)


Gibt es eig. irgendwelche Bücher, die für totale Pferde-Deppen mal erklären wie die Welt so funktioniert?
Irgendwie hab ich da bisher immer nur welche gefunden, die ein gewisses Grundwissen voraussetzen und bei jeder 2. Seite erstmal 3 Stunden googlen zu müssen was gemeint ist...NJa. Nicht so pralle :/
 
Herr Jefferson

Herr Jefferson

Registriert seit
05.07.2013
Beiträge
590
Reaktionen
0
Wollte auch nicht hetzen, bin nur froh mal zwischendurch auch jmd. zu finden, der mir für Pferde-Analphabeten nützliche Tips geben kann:)
Alle "Pferdemenschen", die ich so kenne haben mir bisher nur gesagt, dass ich mir die Mühe sparen kann und beim Schlachter anrufen soll. So viel Arbeit für ein Shetty lohnt sich nicht und so weiter...:eusa_doh:
Guten morgen,

also Abdecker seh ich ja mal gar nicht als Option.
Der ist ja nicht total verkorkst und reagiert auf nix mehr und ist nur noch agro.
Du kennst vermutlich eher Reiter, die sich mehr um die Reitbarkeit und den "Nutzen" kümmern als um das Wohlergehen des Pferdes.


Je nachdem welchen Teil von sich er wegbewegen soll:D
Soll er nach vorne ausweichen, weil ich neben/hinter ihm etwas machen will bzw. muss schiebe ich ihn je nach Bereitwilligkeit seinerseits entweder mit der Hand rüber oder lehne mich quasi gegen seinen Allerwertesten bis er sich bewegt.
Soll er nach hinten gehen das gleiche Spiel in Hals bzw. Schulternähe.
Hab mich dabei speziell jetzt einfach mal an das Wissen aus grauer Schulzeit gehalten, dass Fluchttiere immer einen Fluchtpunkt haben: Druck von hinten bringt sie nach vorn, Druck von vorne nach hinten.
Korrekt oder hab ich da was falsch verstanden?:D
das stimmt so, so gibst du ja auch Reithilfen. Pferd weicht dem Druck aus, also wenn du willst, dass er zur Seite geht, gibst du druck von der anderen Seite.



Okay, das sollte ich hinkriegen.
Zur Zeit sind wir auch viel zu zweit bei ihm, dann übernimmt einer immer die "Arbeit" (ich meistens) und mein Freund achtet drauf was der Herr so macht und "warnt" mich dann, wenn er z.B. wieder mein T-Shirt ankaut oder sowas.
Dann sollte das auf jeden Fall hinhauen.
Du kannst auch mal versuchen, einfach zu schauen, was er macht, wenn du bei ihm stehst und den Körperkontakt nicht aufgibst.
Also mal den Arm übern Rücken legen und ruhig stehen bleiben, und schauen, was er dann macht, ob er nach hinten "beißt", wann er das macht, obs aus langeweile T-Shirt annagen ist oder weil er dich verteieben will oder weil er bettelt.
Und ich würd glaub überhaupt versuchen, ihn immer wissen zu lassen, dass ich da bin, also die hand mit der ich nix mache, irgendwo auf dem Pferd zu lassen.



Okay:)
Hab ihm jetzt vorhin beim Putzen einfach mal erzählt was ich noch einkaufen muss und solcherlei langweiligen Dinge und das scheint er tatsächlich ganz nett zu finden. Wenn ich aufgehört hab, hat er sich immer umgeguckt :roll:
Scheint also vorerst die richtige Tonlage zu sein.
ja, versuch das mal mit ihn immer wissen lassen, dass du da bist und immer ganz ruhig und gleichbleibend sprechen/bewegen/putzen.



Jap, Kopf ist dann sowas von oben:mrgreen:
Okay, das klingt aber sehr logisch. Kopf unten- nicht vorrennen. Okay:)
Du kannst auch ne Führleine mit Kette holen. ich find die ja meistens überflüssig, aber bei ihm evtl. für den Anfang gar nicht blöd.
Dann legst du die Kette über die nase, machst den führstrick nicht unten am Halfter sondern an der Seite fest und ziehst durch die öse auf der gegenüberliegenden Seite.
damit hast du mehr Druck, wenn du am Führstrick zeihst auf seine empfindliche Nase und er weicht dann dem Druck eben aus, durch Kopf runter und zurück nehmen.




Funktioniert:)
So kriegen wir das sogar hin mal 5 Meter am Stück ganz gesittet zu laufen:mrgreen:
Toll! freu mich!



Hätte ich auch gerne, aber das wird etwas schwierig.
Hab ja nur seine Versorgung/Pflege übernommen und die Besitzerin vertraut ihrem TA 100%.
Der hat gesagt, dass das nicht geht also geht das auch nicht.
Und über ihren Kopf hinweg entscheiden kann ich nun auch nicht...So gerne wie ichs würde.
Jetzt bei diesem trockenen Wetter ist das mit seiner Lunge auch besonders fies.
Sobald der Staub einatmet hustet der erstmal 5 Minuten.
Bei der momentanen Hitze hier ist es aber fast unvermeidlich, dass der Sandteil staubig wird...
kann man sie auch nicht für verurteilen, ich hab meiner TA auch 100% vertraut.
Würd ich aber mal im Hinterkopf behalten und mit ihr sprechen oder mit dem TA:
Den Platz kann man gießen/wässern, um das mit dem Staub zu vermeiden.
Bekommt er denn was gegen den Husten?
Sonst kannst ihm Fenchel"bonbons" selber machen, da freut er sich dann auch, als Leckerlie drauf.



Wollen wir´s hoffen, dass ich das nicht komplett vergeige:p
Aber mit Geduld und Spucke geht ja fast alles:)
(Danke:p)
nee.. das glaub ich nicht, dass du vergeigst :)
das wird.

Gibt es eig. irgendwelche Bücher, die für totale Pferde-Deppen mal erklären wie die Welt so funktioniert?
Irgendwie hab ich da bisher immer nur welche gefunden, die ein gewisses Grundwissen voraussetzen und bei jeder 2. Seite erstmal 3 Stunden googlen zu müssen was gemeint ist...NJa. Nicht so pralle :/
Linda telleington Jones würd ich mal schauen. Aber wieviel Grundwissen die voraussetzt? das merkt man dann immer selbst nicht, wenn man ja Grundwissen hat...
Sonst google dir doch einfach das was er macht, was er nicht machen soll und sortier nach gesundem menschenverstand den Humbug aus, der im Internet (auch) steht.
Also: pferd beißt beim putzen
oder pferd rennt mich um

Viel Erfolg dir!
 
Thema:

"Roher" 13jähriger Shetty-Henst - wie sollte man mit ihm umgehen?

"Roher" 13jähriger Shetty-Henst - wie sollte man mit ihm umgehen? - Ähnliche Themen

  • Shetty Stute anlongieren

    Shetty Stute anlongieren: Hallo. Ich habe mir am Sonntag eine Shetty Stute (19 Jahre alt) gekauft. Sie hat absolut keine Muskeln kann sich selbst kaum halten, hat eine Bein...
  • Absolut Roher Jährling

    Absolut Roher Jährling: Hallo an alle, ich habe mich extra hier angemeldet da ich wirklich ein bisschen Hilfe gebrauchen könnte. Also erstmal zu mir, ich bin mit Pferden...
  • Shetty einreiten ?!?

    Shetty einreiten ?!?: Hallo zusammen, bei uns am Stall geht die kleine Shetty Stute so langsam auf die vier jahre zu und kann eingeritten werden. Nur stehen wir jetzt...
  • SHETTY was gefördert werden will

    SHETTY was gefördert werden will: Hallo...
  • Shetty einreiten...

    Shetty einreiten...: Hallo Liebe Tierforum-nutzer... Ich habe eine Frage an euch... Ich habe momentan den Auftrag 2 Shettys "einzureiten" jedoch möchte ich nicht so...
  • Shetty einreiten... - Ähnliche Themen

  • Shetty Stute anlongieren

    Shetty Stute anlongieren: Hallo. Ich habe mir am Sonntag eine Shetty Stute (19 Jahre alt) gekauft. Sie hat absolut keine Muskeln kann sich selbst kaum halten, hat eine Bein...
  • Absolut Roher Jährling

    Absolut Roher Jährling: Hallo an alle, ich habe mich extra hier angemeldet da ich wirklich ein bisschen Hilfe gebrauchen könnte. Also erstmal zu mir, ich bin mit Pferden...
  • Shetty einreiten ?!?

    Shetty einreiten ?!?: Hallo zusammen, bei uns am Stall geht die kleine Shetty Stute so langsam auf die vier jahre zu und kann eingeritten werden. Nur stehen wir jetzt...
  • SHETTY was gefördert werden will

    SHETTY was gefördert werden will: Hallo...
  • Shetty einreiten...

    Shetty einreiten...: Hallo Liebe Tierforum-nutzer... Ich habe eine Frage an euch... Ich habe momentan den Auftrag 2 Shettys "einzureiten" jedoch möchte ich nicht so...