Wie kann ich Amselküken vor Freßfeinden schützen?

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Anton01

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Ich hörte am Sonntag Morgen Vogelschrei im Garten. Ich riß den Rollo hoch und sah ein Amseljunges und seine Mutter, die um das Leben des Kleinen kämpften, da der Kater der Untermieter daneben saß. Bin schnell barfuß und im Nachthemd bekleidet zwei Stockwerke nach unten durch den Keller in den Garten gerannt. Habe den Kater sofort verjagt. Ich habe die Untermieter gebeten, auf den Kater zu achten, bis das Küken fliegen kann. Das ist aber auch keine Garantie, dass er es nicht wieder versucht.

Es lebt jetzt im Garten auf dem Kirschlorbeerbaum und kann leider immer noch nicht fliegen. Meinen großen Respekt haben seine Eltern, die es total rührend und gewissenhaft versorgen. Da könnten sich so manche Menscheneltern was davon abschauen. Das Küken ist bei den Nachbarn geschlüpft und hat ein Geschwisterchen, das bereits fliegen kann und schon viel größer ist, so berichtete es die Nachbarin. Ich wünsche mir so sehr, dass es das Kleine schafft keinem Freßfeind zum Opfer zu fallen. Um das Erstere zu verhindern, habe ich mir jetzt schon Nächte im Garten um die Ohren geschlagen, was aber so langsam an die Substanz geht. Unglaublich, wie schnell einem so ein Tierchen ans Herz wachsen kann. Kann mir hier Jemand Tips geben, wie ich das Amselküken vor Freßfeinden schützen kann, bis es richtig fliegen kann.

Mir ist aufgefallen, dass das Amselküken keine Schwanzfedern hat. Ist das normal?

Im Voraus besten Dank für Eure Antworten.

Karin
 
08.08.2013
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Streunerkatzen

Streunerkatzen

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Amseln hüpfen schon in einem relativ jungen Alter aus dem Nest, werden dann aber noch von den Eltern versorgt, so wie du es bei dir beobachten kannst.
Viel machen kann man wohl nicht, die Bitte an deine Nachbarin ist schonma gut, allerdings kann es natürlich sein das auch andere Katzen zu euch kommen....
Prinzipiell würde ich aber sagen, Amseljunges bei den Eltern lassen. Is ne super schwere Zeit, aber leider ist das die Natur....
 
Mariama

Mariama

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Hallo Karin,

herzlich willkommen im Tierforum und danke für deinen Einsatz für das Amselkind. :clap:

Du kannst Teebaumöl weiträumig im Garten vertropfen. Der Geruch ist für Katzen so unangenehm, dass sich daraus zumindest eine Chance für die kleine Amsel eröffnet. Ich hoffe sehr, dass der andere Mieter sein wilderndes Haustier wenigstens in diesem Fall in der Wohnung behält. Schau mal in den Mietvertrag, ob freilaufende Katzen eventuell verboten sind. Der Hinweis darauf könnte deinen Appell an das Mitgefühl des Nachbarn für andere Tierarten unterstützen. :roll:


Mir ist aufgefallen, dass das Amselküken keine Schwanzfedern hat. Ist das normal?


Ja, das ist normal. Die Schwanzfedern sind noch ganz kurz und wachsen erst nach Verlassen des Nestes zu ihrer normalen Länge, sonst wäre nicht genug Platz im Nest.

Bitte halte noch zwei Tage durch, dann dürfte das Amselchen richtig fliegen können.

Falsch, wildernde Haustiere sind nicht Natur, sondern Werk des Menschen, der sie auf die Natur loslässt.

Ich wünsche dir mit deiner kleinen Amsel viel Glück, Karin, und würde mich freuen, wenn du uns weiter berichtest.
 
Streunerkatzen

Streunerkatzen

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Damit war gemeint, dass es Natur ist das die Kleinen so bald raus kommen ;) Klar sind Katzen keine natürlichen Feinde, aber man kann in dieser Phase nie ausschließen das was passiert.
Das mit dem Teebaumöl wusste ich zum Beispiel nicht, aber gute Idee.
 
Mariama

Mariama

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Bitte entschuldige, Streunerkatzen, du hattest meinen wunden Punkt getroffen, an dem ich regelmäßig überreagiere. ;)
 
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Anton01

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Hallo Ihr Beiden,

herzlichen Dank für Eure Antworten. Meine Mitmieter geben sich sehr große Mühe den Kater fern zu halten. Ich habe selbst einen Kater und eine Katze die allerdings ausschließlich in der Wohnung leben, wobei man darüber streiten kann ob das artgerecht ist oder nicht. Meine Mitmieter sind da auch sehr tolerant, was die Geräuschbelästigung von meinen Katzen angeht, denn ich wohne oberhalb von ihnen. Deshalb möchte ich es mir nicht mit ihen verscherzen und wie schon geschrieben, sie haben großes Verständnis für die Situation des Amselkükens. Allerdings gibt es hier auch Marder, Elstern und Krähen, das sind auch alles natürliche Feinde von jungen Vögeln und anderen kleinen Tieren. Es leben auch noch andere Katzen in der Nachbarschaft die auch alle Freigänger sind.

Das mit dem Teebaumöl ist nicht so einfach. Ich habe noch Kaninchen, die in einem großen gesicherten Außengehege leben und tagsüber Freilauf im Garten haben. Für Kaninchen ist Teebaumöl giftig und ich möchte nicht, dass sie es mit der Nahrung aufnehmen. Die Amseleltern sind wirklich sehr zahm und sie suchen auch Futter im Garten direkt neben mir und auch neben den Kaninchen. Sie sind wohl so schlau, dass sie wissen, dass die Kaninchen ihrem Amselkind nichts tun.

Ich denke ich habe heute einen großen Fehler gemacht und ich mache mir deshalb große Vorwürfe. Ich war in der Dämmerungsphase noch mal im Garten um meine Kaninchen zu versorgen. Da habe ich gesehen, dass die Amselmutter mit dem Küken im Garten unterwegs ist. Es ist wirklich schon seit Sonntag sehr gewachsen. Ich musste zwangsläufig an dem Küken vorbeilaufen, da ist es nicht in den Kirschlorbeerbaum, sondern woanders hin geflogen. Ja, es kann jetzt anscheinend schon ganz gut fliegen. Es ist allerdings auch nicht zu dem Kirschlorbeerbaum zurück gekehrt, wo es relativ sicher war. Ich habe sein piepen noch gehört, es kann nicht allzuweit weg geflogen sein. Nun habe ich eine unruhige Nacht, weil ich mir noch mehr Sorgen um das Kleine mache. Ich weiss nicht, ob es jetzt irgendwo sitzt, wo es auch sicher ist. Ich bin schon ein wenig bekloppt, oder? Versteht ihr meine Sorge um das Amselkind?

Karin
 
Anitram

Anitram

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Hallo Anton,

nur, weil Du an dem Küken vorbeigelaufen bist und es sich vor Dir versteckt hast, brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Die Mutter wird es aufgrund seiner und ihrer Kontaktrufe mit Sicherheit finden. Ich verstehe Dich sehr gut, man hängt total an den Kleinen, die man aufwachsen gesehen hat.

Freilaufende Katzen und wildlebende Vögel sind ein ewiges Streitthema, wobei ich in diesem Fall sagen muss: Meine Hochachtung vor Deinen Nachbarn, die sich der Problematik bewusst sind und sich viel Mühe geben. Davon könnten sich viele andere Halter freilaufender Katzen schon eine dicke Scheibe abschneiden, denn allein das Erkennen und in Angriff-nehmen der schwierigen Situation ist schon viel wert. Z.B. hilft es sehr, wenn Katzenhalter sich bemühen, ihre Tiere während der Brutzeit zumindest während der Morgen-und Abenddämmerungszeiten im Haus zu behalten.

Mit Kaninchen kenne ich mich nicht sehr gut aus, vielleicht könnte man da aber auch, nur für die Brutzeit, den Freilauf nur auf das gesicherte Gehege beschränken? Nur so eine Idee, um möglichst allen gerecht zu werden und den guten Tipp mit dem Teebaumöl anwenden zu können.
 
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Anton01

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Danke auch Dir Anitram, für Deine Antwort. Das mit dem Teebaumöl hat sich wohl erübrigt.

Ich habe mich heute extra wegen dem Küken zwischen 06.00 und 07.00 Uhr still und leise im Garten aufgehalten. Da ich heute Nacht sowieso kaum ein Auge, wegen den Selbstvorwürfen bezüglich meiner Unachtsamkeit gegenüber dem Küken, zu getan habe, fiel mir das frühe aufstehen nicht schwer. Das war immer die Zeit in der es mit der Mutter kommuniziert hat und in der die Mutter auch in den Garten kam. Ich habe zwar sein piepen vernommen, aber das klang so als wäre es weiter weg. Die Mutter kam auch nicht wieder, habe allerdings auch ihre Laute gehört. Das zeigt zumindest, dass es wohl die Nacht überlebt hat.

Gestern ist das Küken öfter als die Tage vorher von seinem Versteck heraus gekommen. Abends kam es mir dann so vor als hätte die Mutter ihm gezeigt, wei man Insekten von der Wiese pickt. Denn kurz bevor es davon flog, waren Mutter und Kind noch auf meiner Wiese zu sehen.

Ich nehme an, dass das Küken gestern kurz vor Dunkelheit vor Schreck den 1.80 mtr. hohen Zaun überwunden hat (was ich nicht für möglich hielt) und nun irgendwo in einem Garten von Nachbarn sitzt. Leider, denn der Baum in dem es bei mir saß war geradezu genial und in meinen Garten kommen auch keine anderen Katzen, sondern lediglich der Kater der Untermieter und die achten ja zur Zeit auf ihn, was ich ihnen auch hoch anrechne. In anderen Gärten wird man sich auch nicht so um das Kleine kümmern und sich bemühen die Feinde fern zu halten oder gar im Garten nächtigen. Ich hätte es so gerne noch ein paar Tage geschützt, so weit das möglich gewesen wäre. 5 Tage und 4 Nächte habe ich um das Kleine gehofft und gebangt. Jetzt werde ich wohl nie erfahren, was aus dem Amselküken geworden ist. Heute Morgen machten sich auch Krähen lautstark bemerkbar, ich hoffe sie tun dem Küken nichts.

Die Vorwürfe, dass ich es gestern durch mein Vorbeilaufen wohl so erschreckt habe dass es davon geflogen ist, lassen mich einfach nicht los. Die letzten paar Tage hat ihm meine Nähe gar nichts ausgemacht, es schien zumindest so. Jetzt habe ich es wohl durch meine Unachtsamkeit für immer vertrieben. Wobei ich doch ein Mensch bin, der normalerweise feinfühlig mit Tieren umgeht. Das was geschen ist macht mich so traurig und ich hadere mit mir selbst.
 
Streunerkatzen

Streunerkatzen

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@Mariama

Kann dich gut verstehen, argumentiere ja selber so, wenn mir jemand sagt das es doch Natur ist das die Küken ausm Nest fallen und ich sie liegen lassen soll ;) Das Leben der Wildtiere in der Stadt oder Stadtnähe hat wirklich NICHTS mit Natur zu tun....
 
Mariama

Mariama

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Dann bin ja ich beruhigt, Streunerkatzen. ;)

Hallo Karin,

bitte mache dir keine Vorwürfe. Die kleine Amsel war bestimmt gestern schon so weit, dass sie keine menschliche Aufpasserin mehr brauchte. Du schriebst ja, sie konnte schon ganz gut fliegen. Dann bleiben sie nicht in einem Garten, ganz egal, ob sich ein Mensch darin bewegt oder nicht.

Du hast sie in den kritischen Tagen sehr gut beschützt und wirst bestimmt belohnt werden, indem du heute oder in den nächsten Tagen ein flauschiges schwarzes Vögelchen mit immer noch kurzen Schwanzfedern durch die Gegend fliegen siehst. ;)
 
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Anton01

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Herzlichen Dank Mariama für Deine Tipps und die netten und tröstenden Worte.

Mir war klar, dass die Zeit kommt in der ich die kleine Amsel loslassen muss. Aber dass es so plötzlich und ohne Vorzeichen passiert und dann noch in der Abenddämmerung, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich bin dankbar, dass ich das Küken kennen lernen durfte und dass es mein Leben in den letzten Tagen sehr bereichert hat. Ich freue mich auch, dass das Kleine mit seinem Flug in die große Freiheit gewartet hat bis ich anwesend bin. Hätte es sich in meiner Abwesenheit aus dem Staub gemacht, wären immer Zweifel geblieben, wie es abhanden gekommen ist. Ich wünsche dem Kleinen ein schönes, spannendes und langes Amselleben.

Habe mir in den letzten Tagen so viel Wissen über Amseln angeeignet und ich finde es sind faszinierende Vögel. Werde in diesem Winter, zumindest das Amselfutter, selbst herstellen. Dies wird sehr gut auf der Seite der Wildvogelhilfe beschrieben. Es wäre wirklich ein schönes Geschenk, wenn mir das Amselchen noch mal über den Weg fliegen würde und es auch im Winter meine Futterstelle im Garten annehmen könnte. Werde ich es dann noch erkennen?

Liebe Grüße
Karin
 
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Anton01

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Mariama, Du hattest recht, heute bin ich belohnt worden.

Genau heute Morgen vor einer Woche habe ich dem Amselküken das Leben gerettet. Und genau heute um die gleiche Uhrzeit hat es mich mit seiner Mutter im Garten besucht. Es war so eine große Freude für mich zu sehen, dass es ihm gut geht und dass es wächst und gedeiht. Sogar die Schwanzfedern sind in den paar Tagen ein wenig gewachsen. Pieps, so habe ich es genannt, hat mir eine Stunde lang gezeigt wie gut er/sie schon fliegen kann und auch die selbständige Futtersuche scheint schon zu klappen. Das Küken dürfte nun 10 - 11 Tage aus dem Nest sein (im Nest war es laut Aussage der Nachbarin 14 Tage) und es wird sicherlich nicht mehr lange dauern, bis es komplett selbständig ist. Insgeheim habe ich gehofft, dass es sich wieder im Kirschlorbeerbaum einnistet. Aber natürlich weiß ich, dass es jetzt Lebenserfahrung sammeln muss. Pieps hat sich dann wieder in den Garten der Nachbarn abgesetzt. Ich hoffe sehr, dass ich noch mal Amselbesuch bekomme.

Leben Amseln weiterhin in dem Bereich in dem sie geboren wurden, oder suchen sie sich einen neuen Lebensraum?

Liebe Grüße
Karin
 
Streunerkatzen

Streunerkatzen

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Das klingt ja schön :) Meist werden sie so ca. 2 oder manchmal auch noch 3 Wochen von den Eltern vesorgt, wenn sie aus dem Nest sind. Sie ist also wirklich aus dem Gröbsten raus :)

Mhhh, also ich denke genau in dem Gebiet kann sie nicht bleiben. Amseln sind ja keine Schwarmtiere, somit hat jede ihr eigenes Revier. Gerade bei Männchen wirds da auch immermal Streit geben, vermute ich, da sie ihr Revier verteidigen. Also weit weg wird sie wohl eher nicht ziehen, aber irgendwann muss sie ja selbstständiger werden.
 
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Anton01

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Pieps kommt mich jetzt jeden Tag im Garten besuchen, was mich sehr freut. Noch wird sie von der Mutter betreut und gestern war auch ihr Geschwisterchen dabei, das schon viel größer ist. Ungünstig war, dass sie sich gestern auch im Garten meiner Untermieter aufhielten und der Kater wieder da war. Ich habe dann die Besitzer informiert und sie haben den Kater sofort ins Haus geholt, bis die Amselfamilie wieder weg war. Ich finde das wirklich toll, dass sie so großes Verständnis aufbringen.

Pieps macht mir allerdings auch Sorgen, denn sie gibt manchmal so seltsame Laute von sich. Das hört sich an wie ein Niesen oder ein Husten. Was kann das sein? Ich hoffe nicht, dass sie krank ist oder ihr Immunsystem geschwächt ist.

Viele Grüße
Karin
 
Mariama

Mariama

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Hallo Karin,

ich freue mich sehr für dich, dass die kleine Amselfamilie dich regelmäßig besuchen kommt. :D

Meine Hochachtung vor deinen Nachbarn.:023: Nicht alle Katzenbesitzer reagieren so mitfühlend anderen Tierarten gegenüber.

Pieps macht mir allerdings auch Sorgen, denn sie gibt manchmal so seltsame Laute von sich. Das hört sich an wie ein Niesen oder ein Husten.
Das könnten Luftröhrenwürmer sein, die durch Regenwürmer übertragen werden. Drücken wir Pieps die Daumen, dass ihr Immunsystem erfolgreich dagegen ankämpfen kann.

Leben Amseln weiterhin in dem Bereich in dem sie geboren wurden, oder suchen sie sich einen neuen Lebensraum?
Da würde ich mich den Vermutungen von Streunerkatzen anschließen. Ich habe selbst in unserem Garten beobachtet, wie der männliche Amselnachwuchs sehr drastisch verjagt wurde. Ob sie im Winter noch zur Futterstelle kommen, kann ich nicht sicher sagen, da ich die Amseln im Erwachsenenalter nicht wieder erkenne.

Allerdings hatten wir mal ein Amselmädchen, das bei Baumfällarbeiten frühzeitig aus großer Höhe aus dem Nest gefallen war und nie eine lange Schwanzfeder bekam. Sie kam bis zu ihrem Tod jeden Winter zu unserer Futterstelle.
 
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Anton01

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Heute vor 4 Wochen habe ich Pieps zum ersten Mal vor dem Kater geschützt und sie kennen gelernt. Sie ist nun erwachsen geworden und es geht ihr gut. Auch das Niesen völlig verschwunden. Ich habe sie jetzt eine Zeit lang nicht gesehen, aber die Mutter war in meinem Garten und ich habe das hohe "piepsen" des Jungvogels in der Ferne gehört. Jetzt hat Pieps mir die Freude gemacht, die letzten beiden Nächte wieder im Kirschloorbeerbaum zu übernachten. Sie hat sich auch ganz lange gezeigt, weil sie Futter im Garten gesucht und gefunden hat und so konnte ich sie gut beobachten. Habe sie an den noch minimal kürzeren Schwanzfedern, den minimal kürzeren Flügeln und ihrem Körperbau erkannt. Allerdings "piepst" sie jetzt nicht mehr in den hohen Tönen und die Mutter ist auch nicht mehr in der Nähe. Ich freue mich riesig, dass es ihr gut geht und sie sich so gut entwickelt hat. Es war ein schönes und spannendes Erlebnis, sie in den letzten 4 Wochen beim Aufwachsen begleiten zu dürfen. Bin auch beeindruckt, was ihre Eltern, vor allem die Mutter, bei der Aufzucht geleistet haben.

Das Gefieder von Pieps ist allerdings dunkler geworden und ich habe schon überlegt, ob sie nicht doch ein männliches Tier ist. Aber dann müsste sie auch einen gelben Schnabel haben, oder bildet sich die gelbe Farbe des Schnabels erst wenn das Tier älter ist?

Egal welches Geschlecht, ich wünsche dem Teenager noch ein ganz langes und schönes Amselleben und ich werde dafür sorgen, dass sie und auch die anderen Vögel in der Umgebung im Winter immer gutes Futter haben. Habe durch dieses Erlebnis einen ganz besonderen Bezug zu Wildvögeln bekommen.

Liebe Grüße
Anton
 
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