Infothread zum Thema Barf

  • Ersteller des Themas *Mischling*
  • Erstellungsdatum
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
21.01.2011
17.063
0
Hallo alle miteinander,

Da ich gerade so »im Flow« bin gibt es noch einen Infotext, dieses mal zum Thema Barf ;).
Für Fragen, Anregungen und Kritik steht natürlich weiterhin das Diskussionsthema zur Verfügung: https://www.tierforum.de/t46092-b-a-r-f.html
Die bereits Barfenden dürfen sich natürlich gerne auch hier austoben: https://www.tierforum.de/t121296-was-war-heute-im-napf-barf-vorsicht-bilder.html
Ich würde mich auch über Rückmeldung freuen, ob derartige Texte überhaupt gewünscht sind, ob es eine Fortsetzung geben soll oder ob ihr sagt »nö, das reicht mir schon« ;).
Nun aber zum Text:

Was ist Barf und worum geht es dabei?

Der Begriff Barf kommt aus dem Englischen und war ursprünglich eine Abkürzung für »Born-Again Raw Feeders«, später wandelte sich die Bezeichnung zu »Bones And Raw Foods«. Im Deutschen wird Barf als Abkürzung für »Biologisches Artgerechtes Rohes Futter« verwendet. Der Grundgedanke beim Barfen geht auf die natürliche Ernährung der Wölfe zurück, weshalb Barf auch zum größten Teil aus Fleisch, Innereien und Knochen besteht. Es wird versucht, ein ganzes Beutetier »nachzubauen«. Allerdings sind nicht alle Ernährungsgewohnheiten des Wolfes auf den Hund zu übertragen. So hat der Wolf zum Beispiel einen Magen mit einem Fassungsvermögen von sieben bis neun Kilogramm, beim Hund sind es – von einer durchschnittlichen Größe ausgehend – etwa vier Kilogramm. Der Dünndarm des Wolfes ist länger als der des Haushundes und auch der Magensaft weist eine andere Zusammensetzung auf. Nichts desto trotz ist auch beim Hund eine naturnahe Ernährung mit Rohfleisch durchaus möglich, sofern sich der Hundehalter zuvor richtig in die Materie einliest. Eine kleine Zusammenfassung zum Begriff Barf bietet auch Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Barf

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass dieser Text zwar die wichtigsten Grundlagen des Barfens zusammen fassen, aber keine eigene Recherche und kein selbstständiges Einlesen ersetzen soll!


Gesunde, adulte Hunde

Grundlagen der Rationsberechnung (verschiedene Ansätze)

Die Rationsberechnung nach Reinerth:
Gesamttagesbedarf: 2% der Körpermasse ergeben die Tagesgesamtration. Diese besteht aus:
70-80 % Fleisch, bestehend aus Muskelfleisch, Innereien und fleischigen Knochen/Knorpel.*
20-30% Beilagen, bestehend aus Obst, grünem und buntem Gemüse zu gleichen Teilen (10:10:10).
(Gültig für Pläne ohne Getreide)
Die Zahlen können je nach Stoffwechsel, Aktivität und auch Alter des Hundes variieren.

*Berechnung von Fleisch, Innereien und fleischigen Knochen/Knorpel:
fleischige Knochen/Knorpel = 10% der Tagesgesamtration (inklusive Beilagen)
Fleisch und Innereien (Gesamtfleischration) = Tagesgesamtration abzüglich Knochenanteil
Innereien = 10% der Gesamtfleischration

Bsp. 20kg Hund:
Tagesgesamtration = 400g
Beilagen = 120g (30%), je 40g Obst, grünes und buntes Gemüse
Knochenration = 40g
Gesamtfleischration (Innereien und Knochen) = 280g (70%) abzüglich Knochen = 240g
Innereien = 24g
Muskelfleisch: 216g
Die Werte dürfen gerundet werden.


Die Rationsberechnung nach Simon:
Gesamttagesbedarf: 2-4% der Körpermasse ergeben die Tagesgesamtration. Diese besteht aus:
75-90% Fleisch, bestehend aus Muskelfleisch, Knochen, Innereien
10-25% Beilagen, bestehend aus Gemüse und Obst
10% fleischige Knochen/Knorpel mindestens (gerechnet von Tagesgesamtration), aber nicht mehr als 30%
(Gültig für Pläne ohne Getreide)

Richtwerte für die Tagesgesamtration in Prozent:
Mäßige Aktivität: 2%
Mäßige Aktivität, kastriert: 1,6%
Mittelmäßige Aktivität: 2,5 %
Hohe Aktivität: 3%
Sehr hohe Aktivität: 4%

Verteilung der Einzelkomponenten (bei 80% tierisch, 20% pflanzlich):
20% Beilagen, davon 2/3 Gemüse, 1/3 Obst
Muskelfleisch (durchwachsen): 50% des tierischen Anteils von 80%
Pansen/Blättermagen: 20% des tierischen Anteils von 80%
Innereien: 15% des tierischen Anteils von 80%
fleischige Knochen/Knorpel: 15% des tierischen Anteils von 80%

Bsp. 20kg Hund, mäßig aktiv:
Tagesgesamtration = 400g
Beilagen = 80g, 26g Obst, 52g Gemüse
Muskelfleisch = 265g
Pansen/Blättermagen = 64g
Innereien = 48g
fleischige Knochen/Knorpel = 48g


Wichtig: Alle Ansätze haben eines gemeinsam: Das A und O des Barfens ist bei Fleisch wie auch bei Beilagen die Abwechslung. Verschiedene Muskelfleischstücke, Fleisch von verschiedenen Tieren, sowie unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten machen den Speiseplan nicht nur interessanter, sondern ermöglichen auch eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Vitaminen. Eine Übersicht der wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe sowie ein entsprechendes Bedarfsrechenprogramm sind hier zu finden: http://www.barfers.de/barf_fuer_hunde.html. Eine kleine Vitaminkunde ist aber auch im
Text weiter unten zu finden.

Der Ernährungsplan des Hundes muss über etwa einen Monat ausgewogen sein, daher ist es nicht nötig, jeden Tag alles zu verfüttern. Besonders Ein- oder Zweiwochenpläne bieten sich der Einfachheit halber für den Hundehalter an.


Was darf ich wie verfüttern?

Fleisch (Rind, Pferd, Ziege, Schaf, Kaninchen, Reh, Hirsch): Blättermagen, Euter, Herz, Kehlkopf, Kopffleisch, Kronfleisch (Zwerchfell), Leber, Lefzen, Luftröhre, Lunge, Milz, Muskelfleisch, Niere, Pansen, Schlund, Stichfleisch
Geflügel (Huhn, Pute, Ente, mit Knochen): Flügel, Hälse, Rücken, Leber, Herz, Magen, ganze Hühner/Enten
Fisch: Alle Fische aus dem menschlichen Verzehr können ganz, als Filet oder nur der Kopf verfüttert werden. Fisch ist besonders reich an Jod, Selen und Phosphor, sowie Vitaminen und essentiellen Fettsäuren.
Knochen (immer roh verfüttern!): Brustbein, Sandknochen, Schulter, Schwanz, Köpfe (Schaf, Ziege, Wild), Beine (auch Hufe)
Beilagen: Auberginen und Avokados dürfen nicht verfüttert werden, Trauben ebenso wenig. Nachtschattengewächse wie Zwiebel oder Paprika können ab und an gegeben werden. Wichtig ist, dass die Früchte richtig gereift und nicht halb grün sind. Die Fütterung von Knoblauch ist strittig, da er in hohen Mengen giftig ist.
Samen, Kerne und Nüsse: Cashewkerne, Erdnüsse, Haselnüsse, Kokosnuss, Kürbiskern, Leinsamen, süße Mandeln, Paranüsse, Pekanüsse, Pinienkerne, Sesam, Sonnenblumenkerne, Walnüsse können verfüttert werden.
Getreide: Amaranth, Buchweizen, Dinkel, Einkorn, Emmer, Fermentgetreide, Gerste, Grünkern, Hafer, Hirse, Kamut, Mais, Nudeln (gekocht), Quinoa, Reis (gekocht), Roggen, Weizen dürfen verfüttert werden
Sonstiges: Ei, Eierschale, Öl, Kräuter, Heilerde, Honig, Propolis, Hefe u.ä. können verfüttert werden und haben teilweise therapeutische Wirkung (siehe unten)
Künstliche Zusätze: Verschiedene Anbieter haben den Barf-Markt inzwischen für sich entdeckt und vertreiben Mineralstoff- und Vitaminmischungen, die eine ausgewogene Ernährung garantieren sollen. Da diese Mischungen aber wiederum künstlich sind, widersprechen sie dem Grundgedanken des Barfens. Außerdem ist eine ausgewogene Fütterung auch ohne derartige Zusätze möglich.

Eine ausführliche Liste mit den gängigsten Lebensmitteln ist unter anderem hier zu finden: http://www.mkd-shop.ch/man_darf.php


Fleisch:
Aus der humanen Ernährung ist ein Hundehalter meist gewohnt, fettarmes Fleisch zu kaufen. Der Hund benötigt allerdings genau dieses Fett, um es in Energie umzuwandeln. Darum darf sich im Hundefutter gerne auch mal ein fettiges Stück mit Schwarte wiederfinden (15-25% Fett am Fleisch sind empfohlen). Das Fleisch muss auch nicht unbedingt gewolft werden, es kann auch am Stück oder in größeren Brocken verfüttert werden, zumal es in dieser Form die Zähne besonders gut reinigt. Letztendlich sollte aber die Brockengröße gewählt werden, die der Hund am besten annimmt.
Aus Kostengründen wird wohl bei den meisten – sofern keine Allergie vorliegt – Rind den Hauptbestandteil der Fleischration ausmachen. Es ist am einfachsten zu beziehen und mit am günstigsten (Tipp: Schlachthöfe oder Metzger geben oftmals günstig Fleischreste/Abschnitte/Innereien/Knochen an Hundehalter ab).
Das Fleisch darf auch gerne noch blutig sein, manche Hundehalter geben sogar extra Blut hinzu, da das Fleisch vom Metzger meist recht »trocken« ist, bei einem Beutetier aber das Blut mitgefressen werden würde. Es enthält sowohl Vitamine, als auch Mineralstoffe.

Kleiner Hinweis: Herz zählt zum Muskelfleisch, sollte aber wegen des Tauringehaltes nur in Maßen gefüttert werden. Das Zwerchfell wird ebenfalls zum Muskelfleisch gerechnet.


Knochen/Eierschalen:
Knochen decken vor allem den Kalziumbedarf des Hundes und reinigen die Zähne. Können zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen keine Knochen verfüttert werden, wird der Knochenanteil dennoch von der Ration abgezogen und das Kalzium zum Beispiel in Form von Eierschale hinzugefügt. Der Kalziumbedarf beträgt nach älteren Studien 100mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, nach neueren nur 50mg. Nachfolgend wollen wir von 50mg ausgehen, auch wenn ein leichter Überschuss an Kalzium keinen Schaden anrichtet (siehe auch https://www.tierforum.de/t175660-ernaehrungsgrundlagen-und-wissenswertes-fuer-fertigfutter.html, Abschnitt Kalzium - versteckter Text).

Üblicher Weise wird der Bedarf beim Barf über Knochen gedeckt. Der genaue Kalziumgehalt vieler Knochen ist nicht bekannt, es ist aber davon auszugehen, dass Rind, Pferd, Lamm und Ziege in etwa gleich auf liegen. Sicher ist aber, dass je jünger das Tier bei der Schlachtung war, desto weniger Kalzium enthalten ist. Ungefähre Richtwerte sind: Rind mit 14.000mg pro 100g, Geflügel (Karkasse, Schenkel, Gerippe) mit 7.000mg, Geflügel (Flügel und Hälse) mit 1000-1500mg. Da die Werte sehr unterschiedlich ausfallen, nicht das gesamte Kalzium verwertet werden kann und meist noch Fleisch an den Knochen ist (was sogar wünschenswert ist) ist eine etwas großzügigere Menge angeraten, als diese Werte ergeben.

Eine Deckung mit Eierschalenpulver ist ebenfalls möglich. 100g Eierschalenpulver enthalten 33.000-35.000mg Kalzium, ein Teelöffel (etwa 5g) pulverisierte Eierschale enthalten somit etwa 1600-1800mg.

Bsp. 20kg Hund:
Tagesbedarf = 5mg/KG KM = 100mg = 700mg/Woche = 50g Rinderknochen (eine großzügige Aufrundung auf 100g bietet sich m.E. an) = 1/2 Teelöffel Eierschalenpulver

Knochen sollten immer mit ausreichend Fleisch daran gefüttert werden, um den Magen des Hundes zu schonen. Schlingt der Hund sind große, harte Knochen zu empfehlen, damit er richtig kauen muss, für die Umstellung eignen sich eher weiche Knochen. Es sollte nie eine größere Menge Knochen auf einmal verfüttert werden, da dies zu Knochenkot führen kann. Auch Karkassen (gewolfte Knochen mit Fleisch) können verfüttert werden. Außerdem müssen Knochen immer roh verfüttert werden, ansonsten besteht die Gefahr des Splitterns. Außerdem sollten sie weder von sehr alten Tieren stammen, noch zu lange eingefroren gewesen sein, denn auch dann mineralisieren die Knochen und werden brüchig.

Die Verfütterung von Kalziumzitrat – erhältlich im Internet oder im Barffachhandel – ist ebenfalls möglich (nicht zu verwechseln mit dem anorganischen Kalziumkarbonat). Die benötigte Menge ist dem Packungsaufdruck zu entnehmen.


Innereien:
Die Innereien werden zum größten Teil vom Rind stammen (Pansen/Blättermagen), aber auch Geflügel, Lamm (außer Verdauungstrakt), Ziege, Kaninchen und Wild kommen in Betracht. Pferdeinnereien sind allerdings nicht für den menschlichen Verzehr geeignet und sollten daher auch lieber nicht in der Hundeschüssel landen.

Bei der Fütterung von Innereien ist immer Vorsicht geboten, da ein zu hoher Anteil – besonders an Entgiftungsorganen – u.a. Leber und Nieren des Hundes belastet (nach Simon speichere die Leber die Giftstoffe allerdings nicht). Gerade Leber sollte nicht in größerer Menge verfüttert werden, da sie abführend wirkt und es zu einer Vitamin-A-Vergiftung kommen kann (Leber enthält aktives Vitamin A, bei pflanzlichen Quellen ist dies so gut wie unmöglich). Auch Hormondrüsen wie die Schilddrüse sollten aufgrund des darin enthaltenen Thyroxins nicht oder nur selten verfüttert werden (die Schilddrüse hängt oft am Schlund, weshalb dieser nicht zu oft verfüttert werden sollte). Pansen und/oder Blättermagen nehmen in vielen Rechnungen eine Sonderstellung ein (vgl. u.a. Simon), da sie einen Nährbrei – das anverdaute Futter des entsprechenden Tieres – enthalten, der sehr nährstoffreich ist. Aus diesem Grund sollen Pansen und Blättermagen auch immer gefüllt verfüttert werden, nicht gewaschen oder gar gebleicht. Der Nachteil an diesen Rechnungen ist, dass der restliche Innereienanteil dann mit Lunge, Leber, Niere, Milz und Co. gefüllt werden muss, was wie oben erwähnt Risiken birgt. Die Fütterung dieser Organe ist möglich und beide Ansätze werden scheinbar erfolgreich praktiziert. Die Theorie, ein Hund könne nur mit Blättermagen ausgewogen ernährt werden, steht ebenfalls im Raum.


Gemüse und Obst:
Gemüse und Obst sollte immer zerkleinert werden, da der Wolf oder auch Wildhund derartiges zum Großteil vorverdaut über den Magen seines Beutetieres und damit vorverdaut zu sich nimmt. Aufgrund der Fettlöslichkeit verschiedener Vitamine sollte auch immer ein Schuss Öl hinzu gegeben werden. Swanie empfiehlt, das Gemüse entweder zu pürieren oder zu kochen und einmal die Woche geraspeltes Gemüse für die Verdauungsförderung (vergleichbar mit dem Fressen von Gras) zu verfüttern. Desweiteren gibt sie mindestens drei Gemüse- bzw. zwei Obstsorten als Minimum pro Beilage an.
Gemüse dient nicht nur der Aufnahme von Nährstoffen, sondern auch der Verdauung. Bei zu wenig pflanzlichem Anteil und damit zu wenig Rohfaser kommt es zu Verstopfung.
Von Hülsenfrüchten wird grundsätzlich abgeraten, da diese Blähungen und Krämpfe verursachen können. Möchte man diese aber dennoch ab und an verfüttern, dann immer nur im gekochten Zustand. Auch Zitrusfrüchte sollten mit Bedacht verfüttert werden, da sie zu Übersäuerung führen können.

Öle und Fette:
Omega-9-Fettsäuren sind zwar für die Verdauung von Vitaminen nützlich, haben aber keinen Nährwert. Die essentiellen Fettsäuren Omega-3 und -6 hingegen haben zusätzlich einen positiven Effekt auf das Fell und den Stoffwechsel. Diese sind besonders in Mischölen, Fisch-, Hanf-, Leinsamen-, Raps-, Oliven- und Walnussöl enthalten. Bei der Auswahl des Öles sind aber vor allem Omega-3-Fettsäuren von Bedeutung, da Omega-6 bereits über den Fettanteil im Fleisch aufgenommen werden. 0,3g Öl pro Kilogramm Körpergewicht braucht ein Hund in etwa, um seinen täglichen Bedarf an essentiellen Fettsäuren zu decken, doch auch das ist nur ein Richtwert, der nicht exakt eingehalten werden muss.


Milchprodukte:
Milchprodukte zählen zur tierischen Gesamtration, also zum Fleisch, dazu. Wenn der Hund zur Zunahme neigt, muss diese Zahl entsprechend auf Kosten des Muskelfleisches angepasst werden. Joghurt, Quark, Frischkäse, Butter-/Ziegenmilch und Hüttenkäse können den Speiseplan des Hundes gut ergänzen, besonders wenn ein fleischloser Tag eingeplant ist (siehe weiter unten, Fasten). Milchprodukte enthalten außerdem lebende Kulturen, die Magen und Darm zum Beispiel bei einer Durchfallerkrankung wieder aufbauen können. Außerdem enthalten sie reichlich Vitamin A und D.

Wichtig ist, die Verträglichkeit zunächst mit einer kleinen Menge zu testen. Reine Milch bereitet manchen Hunden Probleme, teilweise auch Joghurt, Quark und Co.. Blähungen oder Durchfall können die Folge sein.


Getreide:
Getreide muss nicht, kann aber in kleineren Mengen gefüttert werden. Wichtig ist wie sonst auch vor allem: Der Hund muss es vertragen. Gerade Reis zum Beispiel zeigt als Schonkost bei Durchfall oft großen Erfolg. Auch in den verfütterten Mägen kann vorverdautes Getreide enthalten sein. Möchte man zusätzlich Getreide in den Napf geben, ist vor allem zu beachten, dass der Hund keine rohen, unverarbeiteten Getreidekörner verdauen kann. Dementsprechend müssen Mais und Co. vor der Fütterung zerkleinert werden (Fermentgetreide ist eine Ausnahme, da es bereits verarbeitet ist), außerdem sollten sie in Wasser oder Milch aufquellen (Getreide saugt Flüssigkeit/Magensaft auf, wodurch es zu Verdauungsproblemen und Koliken kommen kann); auch Kochen ist möglich. Möchte man Getreide verfüttern, sollte man wenn möglich auf glutenfreie Sorten zurück greifen (Gluten ist das Kleberprotein im Getreide und sorgt für eine noch größere Flüssigkeitsaufnahme durch das Getreide). Glutenfrei sind zum Beispiel Amaranth, Mais, Buchweizen, Hirse, Quinoa und Reis, dagegen reich an Gluten sind Weizen, Dinkel, Grünkern, Roggen, Gerste und Hafer. Auch Nudeln können gekocht verfüttert werden, auch wenn das nicht unbedingt der »Biologisch artgerechten Rohfütterung« entspricht.

Kleiner Hinweis: Fleisch und Getreide sollten in getrennten Mahlzeiten verfüttert werden, weil es sonst zu Verdauungsproblemen kommen kann.


Quellen/Empfehlenswerte Bücher und Internetseiten
Meyer, Helmut; Zentek, Jürgen: Ernährung des Hundes. Grundlagen - Fütterung - Diätetik, 6. Auflage, 2010.
Reinerth, Susanne: Natural Dog Food: Rohfütterung für Hunde - Ein praktischer Leitfaden, 1. Auflage, 2005.
Simon, Swanie: BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde von Swanie Simon, 2. Ausgabe, 2008.
Simon, Swanie: BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Welpen und trächtige Hündinnen, 2. Auflage, 2008.
Simon, Swanie: BARF SENIOR - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter im Alter und bei Erkrankungen, 1. Auflage, 2008.
http://www.tierheim-marktoberdorf.de/Haltung/Berichte/Haltung_Berichte_ErnaehrungKatzeHund.htm
http://www.tierdoku.com/index.php?title=Wolf
http://de.wikipedia.org/wiki/Biotin
http://www.tierklinik-iffezheim.de/page34/styled-25/index.html
http://www.heiltierarzt.de/hunde-katzen-richtige-ernaehrung/risiken-gefahren-beim-barfen.htm
http://www.vetmeduni.ac.at/hochschulschriften/diplomarbeiten/AC10794119.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Barf
http://www.wdr.de/tv/tieresucheneinzuhause/sendungsbeitraege/2013/0203/00_barfen.jsp
http://www.barf-fuer-hunde.de/
http://www.mkd-shop.ch/man_darf.php
http://mashanga-burhani.blogspot.de/p/blog-page.html
http://www.barfers.de/barf_fuer_hunde.html
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/teufelskralle.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Teufelskralle
http://www.barf-gut.de/pansenmehl-500g-p-709.html
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=2581
http://www.reformhaus.de/nahrungsergaenzung/gelenkschutz-aktivstoffe-aus-der-hagebutte.html
http://www.dogscastle.de/Hunde-Nahr...Futterzusaetze/Hagebuttenpulver-DHN::297.html
http://www.barf-fuer-hunde.de/60.html

(alle zuletzt besucht am 09.08.2013)



Der Text wurde verfasst und bereitgestellt von *Mischling*

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Zuletzt bearbeitet:
Chiari

Chiari

30.10.2009
1.196
0
super gemacht!!!! :)

ne kleine Frage, wie verändert sich die Fütterung bei einem Junghund/Welpen?
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
21.01.2011
17.063
0
Danke :D,

beim Junghund/Welpen sind es 4-5% als Tagesgesamtration, ab etwa dem sechsten Monat dann stetig weniger Prozent, weil man sich ja dem Endgewicht nähert.
Ansonsten ändert sich nicht viel, Knochen sollten langsam begonnen werden (Knorpel, Geflügel) und blähende Gemüsesorten sowie säuerndes Obst (Ananas z.B.) sollte erstmal gemieden oder nur in kleinen Mengen gegeben werden. Außerdem werden grundsätzlich etwa 4 Mahlzeiten am Tag empfohlen.
 
Schattenseele

Schattenseele

03.11.2009
5.571
0
Ah da ist er ja :)
Ich finde ihn immer noch super!
Toll geschrieben :)
 
Chiari

Chiari

30.10.2009
1.196
0
Danke Mischling :)

eine frage noch zum junghund/welpen...sollen die mehr knochen /knorpel bekommen? oder bleibt da alles gleich???
vllt dazu speziell eine Buchempfehlung?
und können wir das oben noch mit reinnehmen? hihihi
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
21.01.2011
17.063
0
@Chiari: Ich hatte dazu schon was geschrieben, da aber bisher kein Interesse da war hatte ichs noch nicht gepostet ;).
Wirklich empfehlenswert ist dazu eigentlich nur von Swanie Simon das Barf für Welpen, ist ebenfalls eine Broschüre und überschneidet sich teils auch mit dem Barf für adulte Hunde bei ihr.
Der Kalziumbedarf ist beim wachsenden Hund höher, ebenso im Zahnwechsel. Ob sie das genau berechnet muss ich nachschauen, wenn ich heute Abend mehr Zeit habe. Die Bedarfswerte kann ich dir so geben (wenn ich ausnahmsweise mal meine eigene Tabelle verlinken darf, damit ich nicht alles nochmal abtippen muss *räusper*):
http://www.vitaler-hund.de/wp-content/uploads/2013/08/Tabelle-Kalzium-wachsende-Hunde.jpg
Das sind die Werte nach Meyer/Zentek, Susanne Reinerth fasst etwas allgemeiner zusammen und sagt, dass der Bedarf bei 100mg liegt, im Zahnwechsel dann doppelt so hoch. Genau in die Rechnung einbezogen wird das nicht.

Beim adulten Hund schwanken die Studien zwischen 50 und 100mg pro kg KM pro Tag, Meyer/Zentek nehmen mit etwa 80mg die Mitte :lol:. Das heißt, der Bedarf liegt definitiv beim Welpen höher als beim adulten Hund, aber das Verhältnis zum Phosphor muss auch stimmen (http://www.vitaler-hund.de/wp-content/uploads/2013/08/Tabelle-Phosphor-wachsende-Hunde-neu.jpg). Mit Knochen liegst du da immer noch am besten, da die im Prinzip schon ein ausgewogenes Ca-P-Verhältnis haben.
 
K

kabegi

13.01.2014
1
0
Guten Tag! Seit rund zwei Wochen füttere ich meinen Hund nun nach bestem Wissen und Gewissen roh. Bisher habe ich den Eindruck, dass das Tier alles gut verträgt und es sich schon nach dieser kurzen Zeit bezahlt gemacht hat. (Echt Wahnsinn, wie toll das Fell aussieht!) Leider ist es aber so, dass durch die Fülle an Information die man durch moderne Medien und Bücher erhält, die Verunsicherung stetig wächst. So sehr, dass ich mich nun hilfesuchend an Mitstreiter wende, damit ich einmal ein Feedback über das bereits Erlernte bekomme. Wir füttern wir folgt: der Hund wiegt 25 kg und ist sechs Monate alt. 500 g Pferdefleisch gewolft verteilt auf zwei Mahlzeiten. Dazu alle 2 Tage ein eher kleines Stück (200 - 250 g ) Rinderbrustbein. pro Tag 250 g Gemüse (vom Bauern, hiesig ,jahreszeitenabhängig, 10 Min. gekocht, da nach unserer Erfahrung für den Hund besser verträglich). Pro Woche ca. 200 g Leber. Und regelmäßig einen Esslöffel Hüttenkäse dazu. Alle drei Tage ein Ei mit Schale. Täglich insgesamt einen TL Rapsöl und eine Msp. Meersalz. Verfeinert wird das Ganze täglich mit wechselnden Kräutern (Oregano, Petersilie, Minze...) und hin und wieder einem grossen EL Kokosflocken. Ich gebe dann noch immer eine Handvoll Salat (zur Zeit Feldsalat) roh dazu. An Obst gibt es eigentlich täglich das, was ich gerade zur Hand habe. Also (z.B. abhängig von der Stuhlkonsistenz) meistens entweder 1 Apfel pro Tag oder aber zwei kleine Bananen. An Zusätzen verwende ich noch nichts. Ich mache mir aber Gedanken über das Vitamin C (wobei mein Hund sogar Zitrone so frisst :)). So, das ist wahrscheinlich alles etwas unübersichtlich, aber es brennt mir auf der Seele :) Ich muss zur Wahl des Fleisches noch dazu sagen, dass ich natürlich vorhabe, es in der Zukunft auch zu variieren, aber da wir gerade erst angefangen haben, zu barfen und mein Hund in der Regel recht empfindlich ist, habe ich mich entschieden, erst einmal für den Zeitraum von drei Wochen das gleiche Fleisch zu füttern. Als Leckereien zum Knabbern bekommt mein Hund Ochsenziemer, Büffelkopfhaut oder aber Dörrfleisch. Ich wäre froh über Antworten. Danke!
 
Zuletzt bearbeitet:
Pewee

Pewee

21.10.2009
13.963
0
Huhu,

ich finde, das klingt von der Vielfalt bisher gar nicht so schlecht. Alle fangen mal klein an und Mangelerscheinungen stellen sich nich nach wenigen Wochen ein. Wenn du also langsam mit der Abwechslung anfängt, mache ich mir keine Sorgen. Da dein Hund erst 6 Monate ist, hätte ich vielleicht mit 4% des Körpergewichts statt mit 3% gefüttert, da der Verbrauch durch die AKtivität und das Wachstum noch höher ist. Aber solange er normal und stetig zunimmt bzw. sein Gewicht hält, kann man das sicher so lassen. Allerdings solltest du schauen, dass du öfter ein paar Innereien verfütterst.

Was mir vielleicht ein wenig Bauchweh macht, sind die 200 g Leber pro Woche. Die Entgiftungsorgane würde ich wirklich nur ganz wenig füttern, weil die eben so vorbelastet sind. An Innereien finde ich Schlundfleisch, Pansen und Blättermagen - vielleicht auch Lunge - etwas besser, da eben nicht so vorbelastet. Leber fütter ich persönlich nur 1x im Monat und dann eine Tagesration. Bei der Vielfalt, die man füttern kann, würde ich dann eher zu besagten Dingen greifen.

Zusätze finde ich eigentlich nicht so wichtig, wenn man den Hund von anfang an richtig füttert, was du m.E. bisher sehr gut machst. Was das Vitamin C angeht, hat Hagebuttenschalenpulver viel zu bieten. Gibts beispielsweise von Lunderland, leider bisher aber nur im Internet bekommen. Allerdings gebe ich das nicht regelmäßig, sondern kurweise im Herbst und im Frühling für 30 Tage pro Hund. Da dein Hund ohnehin viel Vitamin C reiches Obst mag, fänd ich das jetzt also nicht so wichtig.

Wie schauts mit Knochen aus. Gibst du die auch regelmäßig? Bzw. welche Kauartikel fütterst du?

Ich kann dir für einen guten Überblick den Thread hier ans Herz legen: https://www.tierforum.de/t121296-was-war-heute-im-napf-barf-vorsicht-bilder.html Da kannst du die Mahlzeiten der anderen Forenhunde sehen. Man bekommt dann m.E. ein gutes Gefühl dafür, was man füttern kann und was nicht. Persönlich habe ich dadurch viele neue Ideen bekommen, was man füttern kann.
 
Foss

Foss

06.07.2010
1.749
0
Grüß dich,

Ich mache mir aber Gedanken über das Vitamin C
Im Gegenstz zum Menschen kann der Hund selbst Vitamn C bilden. Direkt zufüttern bräuchte man es daher nicht unbedingt.
Manche Rohfütterer füttern es zsätzlich in Form von Hagebutten oder Acerola-Kirsche, andere schwören darauf, das man es nicht braucht.

Es gibt auch die Möglichkeit, mit einer Kur einmal im jahr Vitamin C zuzführen, viele machen das gerade wenn der Winter vor der Türe steht. da gibts dann über mehrere Wochen hinweg hagebutte oder ander vitamin c-riche Kost.

LG
 
H

Hundenase

19.08.2011
894
0
H
Sicher ist aber, dass je jünger das Tier bei der Schlachtung war, desto weniger Kalzium enthalten ist. Ungefähre Richtwerte sind: Rind mit 14.000mg pro 100g, Geflügel (Karkasse, Schenkel, Gerippe) mit 7.000mg, Geflügel (Flügel und Hälse) mit 1000-1500mg.
Sorry, aber das ist ja schon gefährlicher Blödsinn. Je jünger das Tier bei der Schlachtung ist, desto HÖHER ist der Calciumanteil im Knochen. Nur mal als
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
21.01.2011
17.063
0
Hühnerknochen sind nicht so reich an Kalzium, da Hühner in der Regel nur wenige Wochen alt werden und noch nicht völlig ausmineralisierte Knochen aufweisen. Folgende Regel ist immer gültig: Je jünger das fleischliefernde Tier ist, umso weniger Kalzium ist in den Knochen enthalten, [...].
Reinerth, Susanne: Natural Dog Food: Rohfütterung für Hunde – Ein praktischer Leitfaden, 1. Auflage, 2005, S. 192.
Auch hier im Original zu lesen: http://books.google.de/books?id=vlG...wAA#v=onepage&q=kalziumgehalt knochen&f=false
 
Pewee

Pewee

21.10.2009
13.963
0
Hundenase, hast du denn auch eine Quelle für deine Aussage? Ich finds nu nicht gerade höflich, etwas als "gefährlichen Blödsinn" zu bezeichnen, um dann selbst etwas ohne Beleg in den Raum zu werfen und dann zu glauben, dass das der Rest das jetzt einfach so glaubt ;)
 
H

Hundenase

19.08.2011
894
0
Hundenase, hast du denn auch eine Quelle für deine Aussage? Ich finds nu nicht gerade höflich, etwas als "gefährlichen Blödsinn" zu bezeichnen, um dann selbst etwas ohne Beleg in den Raum zu werfen und dann zu glauben, dass das der Rest das jetzt einfach so glaubt ;)
Es is aber gefährlicher Blödsinn, denn wenn man sich auf die Angabe verlässt, kann man schon ordentlich was falsch machen. Eine Quelle kann ich grade nicht reichen, sowas gehört einfach zu meinem Grundwissen als Tierarzt... Hab in meinen Unterlagen nachgeschaut, ein Kalbsknochen hat in etwa 14000mg Ca pro 100g, eine Rinderbeinscheibe 4800mg Ca pro 100g und ein Hühnerhals 1700mg Ca pro 100g.

Die Quelle von Frau Reinerth lässt auch an mehr als einer Stelle zu wünschen übrig.
1. In den NRC 2006 steht 60mg/kg met Körpergewicht, nicht 50mg/kg KGW ;) (sorry, dass ich es nicht verlinken kann, aber die Stelle find ich nicht in Google Books).
2. Zu behaupten, es gäbe keine Analysewerte für Knochen ist Blödsinn. Z.B. in den Supplementen für Tierernährung gibt es Angaben dazu, wie auch im Meyer Zentek, ansonsten einfach mal bei Ernährungsinstituten nachfragen ;).
3. Wenn man ein wenig quer liest in diesem Buch, dann ist das insgesamt eh ein wenig fachlich fraglich. Mich würden sehr die Quellen interessieren, auf die sie sich bezieht.
 
Pewee

Pewee

21.10.2009
13.963
0
Sei mir nicht böse, aber mir fehlt hier eindeutig die Begründung, wieso das gefährlicher Blödsinn ist. "Steht in meinen Unterlagen" und "ich find die Stelle gerade nicht", sind nun nicht gerade die besten Belege für eine Aussage bzw. für die harsche Kritik an einer anderen und sollte als ehemaliger Student auch anders gelernt worden sein. Würde ich mich immer auf das "Grundwissen" der Leute verlassen, wäre bei mir und meiner Gesundheit auch schon so einiges schief gelaufen.
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
21.01.2011
17.063
0
ein Kalbsknochen hat in etwa 14000mg Ca pro 100g, eine Rinderbeinscheibe 4800mg Ca pro 100g und ein Hühnerhals 1700mg Ca pro 100g.
Das habe ich im Text oben aber auch schon stehen, inwiefern sind meine Angaben nun also Blödsinn?

Z.B. in den Supplementen für Tierernährung gibt es Angaben dazu, wie auch im Meyer Zentek, ansonsten einfach mal bei Ernährungsinstituten nachfragen ;).
Meinst du das Buch Supplemente oder worauf beziehst du dich?
Im Meyer/Zentek gibt es nur zwei Angaben, einmal vom Rind und einmal vom Schwein, unabhängig vom Alter. Ansonsten werden nur Richtwerte zur Nahrungsergänzung und zur Vermeidung von Knochenkot gegeben, aber ohne Angabe, wie viel Kalzium ein Knochen nun enthält.

In den NRC 2006 steht 60mg/kg met Körpergewicht, nicht 50mg/kg KGW ;) (sorry, dass ich es nicht verlinken kann, aber die Stelle find ich nicht in Google Books).
Deswegen beziehe ich mich in diesem Text auch nicht nur auf sie. Nur was die Knochen angeht, d.h. diese spezielle Aussage, habe ich sie als Quelle verwendet.

Wenn man ein wenig quer liest in diesem Buch, dann ist das insgesamt eh ein wenig fachlich fraglich. Mich würden sehr die Quellen interessieren, auf die sie sich bezieht.
Zwei Bücher, zehn Studien, auf die sie sich berufen und alle mit anderem Ergebnis... Literaturempfehlungen stehen auf der letzten Seite, einige davon werden im Buchverlauf auch als Quellen erwähnt.

Tut mir leid, aber du weichst hier nur der Frage nach der Quelle aus. Das »das gehört zu meinem Wissen als TA« ist kein Argument, du könntest dich sowohl falsch erinnern als auch es falsch gelesen haben. Wenn es um solche Themen geht wären Quellen äußerst interessant, eben weil man kaum welche dazu findet. Wer nur »ich bin TA« entgegen zu setzen hat braucht mir nicht was von gefährlichem Blödsinn an den Kopf werfen, des geht sowohl freundlicher als bitte auch mit richtiger Begründung.
 
H

Hundenase

19.08.2011
894
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1. Mal ne Frage: wenn ihr zum Tierarzt geht und der euch ne Diagnose sagt, fragt ihr dann auch nach der Quelle? ;)

2. Ich hab die NRC z.B. hier vor mir liegen. Es gibt aber halt nicht alles im Internet. Jemand will ne Quelle? Eine große Bibliothek kann helfen ;). Oder ruft beim nem Ernährungsberater an, aber dem müsst ihr die Fakten auch glauben ;).

Leute, ehrlich gesagt kann es mir egal sein, wenn jemand hier falsche Angaben macht, es ist nicht mein Hund, der falsch gefüttert wird. Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass die Angaben im Buch von Frau Reinerth nicht korrekt sind. Und zwar gefährlich falsch. Denn wenn ich mir einbilde, dass in einem Rinderknochen mehr Calcium ist als in einem Kalbsknochen, dann kann das bei der Fütterung nach hinten los gehen, in die eine, wie auch in die andere Richtung. Aber schön, ich klink mich jetzt hier einfach aus. Wenn jemand eine Korrektur oder einen Tipp nicht annehmen will, kann man ihm nicht helfen.
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
21.01.2011
17.063
0
1. Mal ne Frage: wenn ihr zum Tierarzt geht und der euch ne Diagnose sagt, fragt ihr dann auch nach der Quelle? ;)
Wenn der TA mir sagt, ich würde Blödsinn verzapfen, dann soll er mir das Gegenteil beweisen. Das musst du hier wie jeder andere auch tun, Studium hin oder her.


2. Ich hab die NRC z.B. hier vor mir liegen. Es gibt aber halt nicht alles im Internet. Jemand will ne Quelle? Eine große Bibliothek kann helfen ;). Oder ruft beim nem Ernährungsberater an, aber dem müsst ihr die Fakten auch glauben ;).
Ja, wir wollen eine Quelle. Nenn die genaue Bezeichnung, wie du es in der Uni gelernt haben solltest, dann kann sich das jeder von uns in der Bib besorgen und sich selbst ein Bild machen. Keiner hat gesagt, dass wir nur Sachen lesen, die im Internet stehen.

Tut mir leid, wenn du nun beleidigt bist. Ich hätte mehr von dir erwartet als das bloße Pochen auf »ich habe Recht«. Eine einfache Quelle mit richtiger Zitation hätte dich nicht umgebracht. Du bist hier User wie alle anderen auch, wenn du etwas auszusetzen hast – begründe es.
 
H

Hundenase

19.08.2011
894
0
Die Quelle ist NRC 2006.

Außerdem will ich noch eines klarstellen. Ich finde nicht, dass hier irgendjemand Blödsinn verzapft, sondern, dass in dem Buch von Frau Reinerth Blödsinn steht im Kapitel Calcium.
Und ich bin nicht beleidigt. Nur versteht mal mich. Ich seh hier irgendwas z.B. zwischen zwei Fällen oder in der Mittagspause, was so einfach nicht stimmt, weil ich es einfach weiß. Nur ich hab einfach nicht die Zeit alles in einer Quelle nachzulesen und hier die Seitenzahlen zu posten. Denkt bitte auch mal daran, dass ich in der Praxis für das Anführen eines jeden Tipps bezahlt werde. Alles, was ich hier poste ist meine Freizeit. Und sorry, die werd ich nicht damit vegeuden, detaillierte Quellen zu suchen. Insofern klinke ich mich hier jetzt einfach aus, weil das zu zeitintensiv wird.
 

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