Zweithund in Mietwohnung (Mietrecht)?

Diskutiere Zweithund in Mietwohnung (Mietrecht)? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo liebe Fellnasen-Freunde. Ich bin neu hier und hoffe ein paar aufschlüssige Tips und Antworten von tieferen Kennern zu bekommen. Wir sind...
Thoboe

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Hallo liebe Fellnasen-Freunde.

Ich bin neu hier und hoffe ein paar aufschlüssige Tips und Antworten von tieferen Kennern zu bekommen.

Wir sind ein kinderloses Paar und leben seit über 3 Jahren in einer großen 120m²-Wohnung mit barrierefreien Zugang zur Terasse und den 200m² großen (eingezäunten) Garten.
Unser größter Schatz ist ein kleiner 6jährige Malteserdame.

Jetzt haben wir uns gedacht einen weiteren Malteser uns zuzulegen um unserer Kleinen einen Begleiter und Spielgefährten zu schenken und weil wir es auch gerne für Uns wollen.

Meine Frage zielt jetzt auf die Mietrechtslage und welche Einspruchsrechte unser Vermieter lt.Gesetz hat, den Zweithund zu verbieten.
Die Voraussetzung ist so, dass wir einen Standartmietvertrag haben, welcher die normale Tierhaltungsregelung hat.
Handschriftlich ergänzt ist, dass "2 Personen und 1 kleiner Hund" in die Mietwohnung einziehen werden.
Im Haus gibt es 2 weitere ÄMietparteien, welche insgesamt 2 Katzen halten.

Pflichtbewusst wie wir sind, haben wir unser Vorhaben beim Vermieter angekündigt und seine Absegnung erbeten.
Dieser war fürs Erste gar nicht begeistert und wollte es mit fadenscheinigen Gründen wie, Hundespuren werden höher in der Wohnung und wir werden es später auf Abnutzung der Wohnung schieben...u.s.w., sofort abwiegeln. Nachdem wir uns jedoch dies nicht ohne weiteres gefallen liesen erbat er sich eine Nacht drüber schlafen zu dürfen, was wir natürlich gerne bewilligten.
Nachdem er sich nach dem 2.Tag nicht meldete, versuchte
ich mein Glück erneut. Leider war niemand erreichbar.
Am 3.Tag rief er dann endlich zurück und meinte, "dass er es sich nicht leicht gemacht hat, aber dem Zweithund nicht zustimmen kann".
als Begründung wurde angeführt, dass er "den Hausfrieden nicht gestörrt wissen will" und der Meinung ist dass der 2.Hund im Doppelpack mehr Lärm verursacht, da sich beide Hunde miteinander aufschaukeln werden.
Ich wies ihn auf die Rasse der Malteser hin und das derartige Bichon-Rassen überhaupt nicht für derlei Verhalten bekannt sind - Im Gegenteil! Ich fragte auch ob er denn schon Beschwerden von anderen Mietern oder Nachbarn wegen unseres ersten Hundes bekommen hat, was er natürlich verneinen musste. Unsere kleine ist auch ein Brave. Klar bellt sie mal, wenn jemand klingelt und uns besucht. Sie will von jeden begrüßt werden und könnte freundlicher nicht sein.
Er argumentierte weiter, dass kleine Hunde in höheren Oktaven bellen und dies viel unangenehmer ist als das laute Bellen großer Hunde und das er meint dass die für die anderen Mieter mit der Zeit zu nervig werden würde.
Er ging sogar soweit zu sagen, dass man "die anderen Mieter gar nicht fragen bräuchte, ob sie damit einverstanden wären, da sie eh im 4-Augen-Gespräch natürlich nie eine negative Meinung abgeben würden und er sich daher vor diesen Mietern stellen müsse, um deren wirkliche Meinung zu diesem Thema zu schützen".
Ich konfrontierte ihn mit seiner eigenen Aussage und hielt ihn vor Augen, dass er den Mitmietern keine eigene Meinung zugesteht und vor allem keine positive Meinung zu diesem Thema und das er von vornherein davon ausgehe dass sie negativ dazu eingestellt wären.
Weiter meinte er, dass doch ein Hund reichen müsse um unsere Liebe zu stillen, was ich ihm postwendend in angemessenen Ton um die Ohren schlug, dass ich ihm auch nicht vorschreibe dass er kein Zweitauto haben dürfe weil er schon eins hat. Das war unangemessen und der Wunsch nach einem 2.Hund geht ihn nichts an. Er hat manchmal solche Marotten, dass er gerne den Mietern seine eigene persönliche Meinung & Einstellung aufdrücken möchte. Das ist nicht nur unangemessen sondern schon fast frech.
Ich möchte betonen dass das Gespräch dauerte 30min und wurde in einen freundlichen, dem Thema angemessenen Ton geführt.
Er wiederholte mehrmals seine Argumetnte dass "er sich nicht leicht gemacht hat", das "er den Hausfrieden nicht gesört wissen möchte", und dass "er dem Wunsch nicht entsprechen kann".

Unsere Frage ist nun, darf er das so ohne Weiteres?
Unsere Mitmieterin hat auch neuerdings ohne Rückfrage sich eine 2.Katze zugelegt, nachdem die Erste gestorben war.
Sie ist da schmerzfrei und hat den Vermieter gar nicht erst gefragt.
Angesprochen auf dieses Thema meinte mein Vermieter, dass dies auch bei ihm "kein gutes Gefühl hinterlassen habe und er damit eigentlich auch nicht so ohne weiteres einverstanden wäre".
Unternommen hat er jedoch scheinbar nichts und hat es einfach akzeptiert.

Wir wissen jetzt nicht, wie wir weiter vorgehen sollen.
Ich bin mit dem Vermieter so verblieben, dass man sich im Telefonat nur im Kreis drehe und kein Weiterkommen spürbar ist, ich jedoch den Umstand und seine Begründung dazu nicht einfach akzeptieren kann, da sie meines Erachtens nicht stichhaltig genug ist um eine Zweithund zu verbieten. schon gar nicht aud der "Annahme" heraus, welche den anderen mietern ihre eigene Meinung abspricht.

Habt Ihr Tipps, wie ich unseren Wunsch noch durchsetzen kann, ohne dass der Vermiter was dagegen sagen kann?
Eventuell werden wir ein Schreiben verfassen, wo wir unsere Mitmieter befragen ob sie etwas dagegen hätten und in denen wir uns in 2 Punkten selbst beschränken, indem drin steht, dass es sich um nur einen weiteren Hund handelt, welcher zwingend der ruhigen Bichon-Rasse angehört (um den Hausfrieden zu wahren) und dass keinesfalls eine Massentierhaltung oder gar Zucht angestrebt wird.
Das will ich dann ihn schriftlich zuschicken und um Freigabe bitten, da ja damit sein Hauptgrund ausgehebelt ist.


Ich habe das Thema auch schon ausführlich gegoogelt und verschiedenste Ansatzpunkte kennen gelernt.
 
Zuletzt bearbeitet:
19.08.2013
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Anitram

Anitram

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Hallo Thoboe,

unsere Vermieterin, die direkt unter uns wohnt, hat uns jetzt doch noch - nach 9 Jahren ;) - die Haltung eines kleinen Hundes in unserer Mietwohnung erlaubt. Mit einem zweiten Hund wäre sie niemals einverstanden und hätte meines Wissens auch ganz klar das Recht, diesen abzulehnen. Zwar muss ein Vermieter handfeste Gründe gegen die Anschaffung des ersten Hundes vorbringen können, die lassen sich aber finden...im Endeffekt ist man auf den guten Willen seiner Vermieter angewiesen, beim ersten Hund und beim Zweithund sowieso. Ihr könnt natürlich versuchen, Unterschriften von den Nachbarn zu sammeln und noch einmal mit Eurem Vermieter zu reden, vielleicht jetzt mal das Ganze etwas sacken lassen und nach einiger Zeit einen erneuten Versuch starten.

Ansonsten freut Euch, dass Ihr einen Hund halten dürft, das ist ja heutzutage auch schon nicht so ganz selbstverständlich in einer Mietwohnung. Viele Vermieter sind rigoros gegen Hundehaltung eingestellt.
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Wenn der Vermieter einen Zweithund nicht zustimmt könnt ihr gar nix machen.
Solltet ihr dennoch unbedingt einen Zweithund wollen kann ich nur zu einem Hauskauf raten.
Fühlt sich der Vermieter nämlich genervt
kann er euch auch eine Kündigung nahe legen
um euch so euren Herzenswunsch nach einen Zweiten Hund zu erfüllen.

Was die Mieterin mit der verstorbenen Mietze anbelangt
ist es ihr gutes Recht für das verstorbene Tier eine andere Mietze bei sich aufzunehmen.
 
simone

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Unsere Mitmieterin hat auch neuerdings ohne Rückfrage sich eine 2.Katze zugelegt, nachdem die Erste gestorben war.
Sie ist da schmerzfrei und hat den Vermieter gar nicht erst gefragt.
Angesprochen auf dieses Thema meinte mein Vermieter, dass dies auch bei ihm "kein gutes Gefühl hinterlassen habe und er damit eigentlich auch nicht so ohne weiteres einverstanden wäre".

Finde ich immer super. Um die eigenen Interessen durchzusetzen haut man mal eben die Nachbarn in die Pfanne. Nur mal angenommen, der Vermieter hätte von der Katze noch nichts gewusst und hätte was dagegen, was dann?

Ansonsten ist es die Entscheidung des Vermieters, ob er einen zweiten Hund gestattet. Er muss es nicht.
 
Thoboe

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Finde ich immer super. Um die eigenen Interessen durchzusetzen haut man mal eben die Nachbarn in die Pfanne. Nur mal angenommen, der Vermieter hätte von der Katze noch nichts gewusst und hätte was dagegen, was dann?
Na na! Bitte keine Anmaßungen hier! :eusa_shhh:
Selbstverständlich hatte der Vermieter vorher bereits ein Wissen davon.
Mit in die Pfanne hauen hat das nichts zu tun!
Im Ggegnteil, der Vermieter muss lt. geltenden Mietrecht eigentlich alle Mieter gleich behandeln und nicht den einen etwas genehmigen, was er den anderen verweigert.
Bitte also vorher erkundigen, bevor man derlei unsachliche Kommentare verfasst.:?
 
Knopfstern

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Huhu :)

Mir kam beim lesen die Idee, das ihr euren Vermieter mal zu euch einladet.
Zeigt ihm, das die Wohnung absolut Ok ist, das es nichts zu bemängeln gibt, was auf euren Hund zurückzuführen ist.
Und zeigt ihm, das euer Hund erzogen und lieb ist. ;)

Vielleicht besprecht ihr das einfach mal bei Kaffe und Kuchen. :)
 
Tayet

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Wenn im Vertrag nur steht 1 Hund, da könnt ihr leider nicht viel machen.

Wir sind letztes mal sehr böse auf die ** gefallen. Als wir eine Wohnung gesucht haben, haben wir unsere (noch) jetztige Vermieter gefragt wie es aussieht ob man später auch 2 halten könnte. Es hieß, ja klar, Hauptsache keine 3 Doggen (wegen Größe eben). Zeit verging und wir waren soweit für den 2 Hund, bis dato waren die von meine Hündin immer begeistert das sie so leise ist (sie bellt nicht, auch nicht wenn es klingelt). Als ich dann fragte, waren die plötzlich total dagegen. Im Vertrag stand auch nur 1 Hund...tja das war bitter. Begründung war so ähnlich wie bei dir.. dass 2 Hunde angeblich laut sind, weil deren Freunde auch 2 Hunde haben und das geht wohl gar nicht :roll: (das Erziehung dazu gehört wollten die nicht wirklich wissen). Das geile war als unsere Vermieterin mir dann sagte: einer reicht doch oder? Wo ich dann nur dachte: ähm meine Entscheidung ob es mir reicht und nicht deine..

Aus vielen Gründen (unter anderem wegen 2 Hund), ziehen wir jetzt um. Eigener Garten kommt dazu + schriftlich im Vertrag dass uns 2 Hunde erlaubt sind, alles anders dann nach Absprache. Hinter her ist man immer schlauer^^
 
simone

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Na na! Bitte keine Anmaßungen hier! :eusa_shhh:
Selbstverständlich hatte der Vermieter vorher bereits ein Wissen davon.
Mit in die Pfanne hauen hat das nichts zu tun!
Im Ggegnteil, der Vermieter muss lt. geltenden Mietrecht eigentlich alle Mieter gleich behandeln und nicht den einen etwas genehmigen, was er den anderen verweigert.
Bitte also vorher erkundigen, bevor man derlei unsachliche Kommentare verfasst.:?
Ich steh zu dem, was ich geschrieben habe. Was ist da Anmaßend? Du weißt etwas, was Du für Dich verwendet hast. Ob der Vermieter es nun wusste oder nicht. Außerdem, was hat ein Hund mit einer Katze zu tun? Eine Katze ist ein Kleintier, dass nicht unbedingt Genehmigungspflichtig ist. Es sei denn, Tierhaltung ist generell lt. Mietvertrag verboten. Bei Hunden sieht das anders aus.
 
Thoboe

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@Simone: Ich werde mit Dir sicherlich hier nicht weiter diskutieren, da dies offtopic ist.
Nur soviel, kleine Hunde werden genauso wie Katzen vor dem Gesetz geführt!
Wäre schön, wenn Du was helfendes beitragen könntest!

@all:
Habe nochmal im Mietvertrag nachgelesen.:
Die Standartklausel (also nicht die hanschriftliche Ergänzung die im 1.Beitrag erwähnt wurde) beinhaltet sinngemäß folgender Regelung.:

> mitbestimmungspflichtig durch den Vermieter sind....
> u.a......... Tiere (Ausgenommen Kleintiere wie Hamster, Maus,.....)
>...Der Vermieter wird seine Zustimmung erteilen wenn,....
>...keine negative Beeinflußung und oder Störung der Nachbarn oder Mitbewohner vorliegt odet die Mietsache beschädigt oder im Wert gemindert wird.

Demnach sollte eigentlich eine "Unterschriftensammlung" bewirken, dass er seine Genehmigung nach diesen § erteilen muss, es sei denn er kann im Nachhinein beweisen, dass der 2.Hund im unangemessenen Mass den "Hausfrieden" negativ beeinflußt, sei es durch Verschmutzung oder erhöhte Lärmbelästigung. Dies kann er jedoch im Vorhinein duch "Hellsehen" meines Erachtens nicht festlegen.
Wie seht ihr das?
 
Infano

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Wenn Katze unter Kleintier fällt dann ist die Haltung immer erlaubt ;) Da kann im Mietvertrag stehen was will, Hasen und Meerschweinchen usw sind immer erlaubt.
Das Verweisen auf diese besonders ruhige Hunderasse würde ich persönlich vermeiden. Am Ende bekommt ihr ein Ausnahmetalent, dann ist der Ärger noch größer.
 
Knopfstern

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Jeder Fall wird vor dem Gericht als einzelfall gehandelt.
Wenn jetzt hier also ein Hund geholt wird, kann es sein, das dass Gericht dem Halter recht gibt, aber evtl auch dem Vermieter.
Es gibt ja bereits einen Hund.

Hier kommt es dann sicher auch auf die Richter und Anwälte drauf an.

Ich finde meine Idee immer noch gut. Aber die wurde ja nicht wirklich angenommen.
Stattdessen wird lieber mit Gesetzen um sich geworfen. :(
 
Nephilim

Nephilim

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Knopfstern, klar ist die Idee gut. Sehr gut sogar, aber wenn auch das nichts bringt, dann muss man eben schauen wo man bleibt.
Und "mit Gesetzen um sich werfen" ist manchmal nicht der schlechteste Weg um zu wissen woran man ist.

Ich kenne mich mit solchen Urteilen nicht wirklich aus, meine aber irgendwas von Präzedenzfaellen gelesen zu haben, und dass sich nun eben an diesem Urteil allgemeingueltig orientiert wird?
 
M

Mara2012

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Die Gerichte gehen im Allgemeinen davon aus, dass das Recht auf die persönliche Lebensführung durch Verbote der Kleintierhaltung nicht eingeschränkt werden kann und darf und entscheiden daher oft für den Mieter. Das Recht auf die persönliche Lebensführung ist aber normalerweise mit einem Hund ausreichend gewährt. Bei einem Zweithund (oder auch mehr) geht das schon über das Recht de persönlichen Lebensführung hinaus. Trägt der Vermieter plausible Gründe vor, die gegen die Haltung eines zweiten Hundes sprechen (dazu gehören zum Beispiel eine erhöhte Lärmbelästigung, die Gefahr von größeren Schäden in der Wohnung durch 2 Hunde etc.), dann entscheiden Gerichte auch häufig für den Vermieter. Es sind aber alles Einzelfallentscheidungen, soweit ich weiß, gibt es bezüglöich Zweithund keine einheitliche Rechtssprechung.
 
Tayet

Tayet

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Es gibt zwar jetzt neue Gesetzte aber dann muss man dann auch mit Konsequenzen rechnen u.a eine Kündigung. Wir haben uns einfach ne andere Wohnung gesucht und warten jetzt gespannt auf 2 Hund.
 
Para

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Auch wenn es schwer zu akzeptieren ist.
Das Haus und somit die Wohnung gehört immer noch dem Vermieter.
Wenn er einen Hund duldet bzw. genehmigt aber keinen zweiten ist das tatsächlich eine Sache, die ihr akzeptieren müsst.
Die Alternative ist dann, dass ihr euch eine neue Wohnung sucht und euch dort direkt zwei Hunde im Mietvertrag genehmigen lasst.

Auch wir haben es damals so gemacht, als unsere damalige Vermieterin keinen zweiten Hund genehmigen wollte.
In unserer jetzigen Wohnung stehen zwei Hunde im Mietvertrag und anfangs hatten wir auch zwei.
Inzwischen lebt nur noch Inka bei uns - ob wir nochmal einen Zweithund halten werden steht zwar noch nicht fest, aber vertraglich haben wir jetzt keine Probleme mehr.
 
F

Fiesta1

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Jetzt haben wir uns gedacht einen weiteren Malteser uns zuzulegen um unserer Kleinen einen Begleiter und Spielgefährten zu schenken und weil wir es auch gerne für Uns wollen.
Das dürft Ihr auch, auch ohne Zustimmung des Vermieters.


Meine Frage zielt jetzt auf die Mietrechtslage und welche Einspruchsrechte unser Vermieter lt.Gesetz hat, den Zweithund zu verbieten.
Die Voraussetzung ist so, dass wir einen Standartmietvertrag haben, welcher die normale Tierhaltungsregelung hat.
Handschriftlich ergänzt ist, dass "2 Personen und 1 kleiner Hund" in die Mietwohnung einziehen werden.
Im Haus gibt es 2 weitere ÄMietparteien, welche insgesamt 2 Katzen halten.
Alle diesbezüglichen Formulierungen in Mietverträgen sind rechtsunwirksam seit März 2013.

Für Euch gilt :

Zitat -Anfang aus Newsletter 123 Recht:
Eine Formularklausel im Mietvertrag, die Katzen- und Hundehaltung generell verbietet, ist unwirksam, entschied der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 20. März 2013 - VIII ZR 168/12.

KLAUSEL BENACHTEILIGT MIETER

Eine solche AGB-Regelung benachteilige den Mieter unangemessen, weil sie ihm eine Hunde- und Katzenhaltung ausnahmslos und ohne Rücksicht auf den Einzelfall verbiete. Zudem verstoße eine solche Vertragsklausel gegen den wesentlichen Grundgedanken der Gebrauchsgewährungspflicht des Vermieters aus § 535 I BGB. Ob eine Tierhaltung etwa von Hunden und Katzen zum vertragsgemäßen Gebrauch gehöre, muss im Einzelfall durch eine umfassende Interessenabwägung geprüft werden, so der BGH. Hier sind insbesondere die Interessen des Mieters, des Vermieter sowie der Hausgemeinschaft zu berücksichtigen.



KARLSRUHE KIPPT VERBOT FÜR KATZE UND HUND IN MIETWOHNUNG

Vermieter dürfen das Halten von Hunden und Katzen in Mietwohnungen nicht generell verbieten. Entsprechende Klauseln in Mietverträgen benachteiligen Mieter unangemessen, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied. Vermieter können demnach die Tierhaltung nur nach einer individuellen Einzelfallprüfung verbieten - und zwar dann, wenn die "Störfaktoren" überwiegen. (Az.: VIII ZR 168/12)
Im zugrundeliegenden Fall bedeutet das mieterfreundliche Urteil ein Happy End für einen kleinen kranken Jungen, für den die Eltern auf ärztliches Anraten einen Hund beschafft hatten. Obwohl der nur 20 Zentimeter hohe Mischlingshund in dem Mietshaus laut BGH "allseits wohl gelitten war", forderte die Vermieterin, eine Wohnungsbaugenossenschaft in Gelsenkirchen, dass der Hund binnen vier Wochen wieder ausziehen sollte. Die Genossenschaft berief sich dabei auf eine Klausel im Mietvertrag, wonach prinzipiell "keine Hunden und Katzen zu halten" seien.
Diese Klausel erklärte der BGH nun für unwirksam. Die Mieter würden einseitig benachteiligt, weil die Klausel die Haltung von Hunden und Katzen "ausnahmslos und ohne Rücksicht auf besondere Fallgestaltungen und Interessenlagen verbietet".
Zudem seien Vermieter gesetzlich verpflichtet, "dem Mieter den Gebrauch der Mietsache während der Mietzeit zu gewähren". Zu einem "vertragsgemäßen Gebrauch" der Wohnung könne aber durchaus auch die Haltung von Tieren gehören, wenn dem im Einzelfall nicht Interessen des Vermieters oder der Nachbarn entgegenstehen.
Dies bedeute aber nicht, "dass der Mieter Hunde oder Katzen ohne jegliche Rücksicht auf andere halten kann", betonten die Karlsruher Richter. Im Streitfall allerdings müsse nach Abwägung aller Interessen die Wohnungsbaugenossenschaft die Hundehaltung erlauben.
Der Deutsche Mieterbund (DMB) wertete dies als "ein gutes und gerechtes Urteil". "Es ist letztlich kein Grund ersichtlich, warum Mieter nicht einen kleinen Hund halten dürfen, wenn der niemanden im Haus stört und sich kein Nachbar beschwert", erklärte DMB-Direktor Lukas Siebenkotten in Berlin.



Was betroffene Mieter für die Praxis wissen sollten

Achtung: Die Entscheidung des BGH ist begrüßenswert. Sie bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass nun jegliche Haltung von Tieren wie Hunden und Katzen erlaubt ist. Vielmehr muss in jedem konkreten Einzelfall geprüft werden, ob eine Haltung zulässig ist oder nicht. Hat ein Hund beispielsweise bereits Störungen im Haus verursacht (etwa kontinuierliche Lärmbelästigungen durch dauerhaftes Bellen, Hundekot im Treppenhaus oder Angriffe durch das Tier auf Nachbarn), so kann die Einzelfallprüfung ergeben, dass eine Haltung nicht erlaubt ist. Auf der anderen Seite kann für eine Hundehaltung sprechen, dass das Tier keinerlei Beeinträchtigungen verursacht, sich also völlig unauffällig verhält oder der Mieter auf das Tier auch aus psychischen Gründen angewiesen ist.
Zitat-Ende aus Newsletter 123 Recht, weitere Quelle BGH-Urteil vom 20. März 2013 - VIII ZR 168/12.

Anmerkung von mir noch: Der Hund muss also unauffällig sein, nur das haben ich bei Eigentum auch so, bellen meine Tiere zu viel, belästigen mit Kot ect.pp. kann mir die Hundehaltung auch untersagt werden, nichts anderes ist gemeint, nur braucht man den Vermieter nicht zu fragen, damit werden alle Bürger auch vor dem GG gleich gestellt. Urteil ausdrucken und dem Vermieter mitnehmen/übermitteln, vielleicht weiß er es noch nicht, so ist er gleich auf dem neuesten Stand, das sollte ein Vermieter auch sein.
 
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Knopfstern

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Fiesta, bitte die Quellen angeben und die Zitate auch als Zitate zitieren.
Danke.
 
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