Von Flucht und "Rühr mich bloss nicht an!".. oder "Die ersten 4 Monate"

Diskutiere Von Flucht und "Rühr mich bloss nicht an!".. oder "Die ersten 4 Monate" im Katzen Verhalten Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo zusammen, ich warne mal gleich vor, das ganze hier wird etwas länger, aber kurz zur Vorgeschichte: Wir hatten uns schon das ganze letzte...
Montaine

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Hallo zusammen,

ich warne mal gleich vor, das ganze hier wird etwas länger, aber kurz zur Vorgeschichte:

Wir hatten uns schon das ganze letzte Jahre immer wieder Gedanken gemacht ob wir uns einen Kater ins Haus holen sollen nach dem durch Umzug unseres Freundes sein Kater abhanden kam. Wie es der Zufall dann so wollte kam dieses Jahr irgendwann vor Ostern auf einmal ein Anruf von einem Bekannten der einen Kater abgeben wollte.

Soweit so gut.

Für uns fiel die Entscheidung dann ziemlich schnell, allerdings kannten wir da die Vorgeschichte noch nicht, bzw. nur ansatzweise. Alles was wir bis dahin wußten war: 1 Kater, fast 4 Jahre alt, Main Coon der sich mit eine der beiden anderen Katzen nicht vertrug.

Warum wir da noch nicht hellhörig wurden, ist mir ein Rätsel. Wir sagten zu und übernahmen somit den Kater.

Etwas erstaunt waren wir dann allerdings doch als wir am Übergabeort dann gesehen hatten das die Besitzerin einen ziemlich dicken Verband um ihren Unterarm hatte den sie damit erklärte sie habe den Kater ja in die Box verfrachten müssen, na Bravo!

Trotz dieser Info haben wir ihn trotzdem bei uns aufgenommen, mittlerweile sage ich, war die beste Entscheidung die wir haben machen können. Warum ich das hier so poste? Ganz einfach... ich glaube das wir nicht die einzigen sind die so eine Erfahrung nun hinter uns haben und wer weiß wem dieser Betrag hier weiter helfen wird.

Das Zusammenleben mit unserem Kater sah von Anfang an so aus das wir ihn überhaupt nicht mehr zu Gesicht bekommen haben, und das wochenlang. Nachdem es erstmal mehrere Stunden gedauert hatte bis er sich
im Bad (da steht seit Anfang auch das Katzenklo) mal langsam raus getraut hat, dauerte es keine 30 Sekunden und wusch, war er unter dem nächstbesten Möbel verschwunden was er in Sichtweite hatte.. meinem Bett.

Insgesamt blieb er mehr als 6 geschlagene Wochen für uns komplett unsichtbar, allerdings bekamen wir irgendwann mit das er wohl Nachts doch anfing in der Wohnung herum zu streifen und sein Revier sozusagen in Besitz zu nehmen. Gott sei Dank hat auch relativ schnell gefressen sonst hätten wir ein ganz anderes Problem bekommen.

Dann... ein paar Wochen später das erste Erfolgserlebnis, er ließ sich auf einmal mitten am Tag blicken, blieb aber komplett auf Abstand. Sobald sich einer von uns nur ansatzweise genähert hat, sofort die Flucht angetreten und weg. Dieses Spiel dauerte eine ganze Weile bis wir es mal schafften langsam an ihm vorbei zu gehen und er mit riesengroßen Augen stocksteif da blieb wo er war.

Eigentlich haben wir in der ganzen Zeit millimeterweise Fortschritte mit ihm gemacht.

Nachdem wir ihn dann ganz allmählich soweit hatten das seine Scheu nicht mehr so riesig war fingen wir an ihn langsam aber sicher zu "bestechen". Wir begannen Katzenleckerlis auszutesten und legten im Flur einfach mal ein paar aus, auch gezielt am Katzenbaum den er bis dato groß auch noch nicht nutzte. Gefressen hat er die, aber nur dann wenn er alleine war.

Hier sind wir Stück für Stück aber auch weiter gegangen, der nächste Schritt war dann, Leckerli liegt auf dem Boden, aber einer von uns weiter weg in der Nähe etc, nach und nach versucht die Distanz zu verringern. Hat gedauert aber irgendwann hat das auch halbwegs funktioniert.

Der Witz ist, ich selbst kenne mich, im Gegensatz zu meinen Freunden mit denen ich zusamnen lebe, mit Katzen so gut wie überhaupt nicht aus. Das was ich bisher weiß habe ich in den letzten 4 Monaten eigentlich selbst erst lernen müssen.

Umso erstaunlicher ist es das ich nun diejenige bin die er mehr an sich heran lässt. Mittlerweile haben wir ihn soweit das er nicht mehr sofort verschreckt die Flucht antritt sobald jemand von uns kommt, er ist und bleibt aber absolut misstrauisch. Er kommt zwar immer noch nicht in die Küche zum Fressen wenn jemand von uns drin ist, das gleiche mit dem Bad, aber er war gestern Abend das erste Mal auf meinem Bett und lässt sich von mir kraulen, aber richtig kraulen.

Was er dabei aber überhaupt nicht mag ist kraulen am Bauch oder an seinem Schwanz, da fährt er sofort die Krallen aus und schlägt mit der Pfote, auch zu langes Kraulen insgesamt ist für ihn absolut ungewohnt und wie uns scheint komplett neu.

Aktuell ist es so das er jetzt anfängt die Nähe und Zuneigung zu suchen, gleichzeitig traut er sich aber doch noch nicht so wirklich. Die meiste Zeit liegt er im Moment auf meinem Bett oder meinem Teppich bei mir rum, sobald ich mich ihm zuwende und ich meine Hand einfach hängen lasse streift er ein einer Schleife an mir entlang und lässt die Berührung zu. Aber Angst hat er immer noch dabei, das merke ich einfach.

Es gibt nur eine Sache die momentan noch absolut nervt... er ist scheinbar wirklich nachtaktiv, kann gut sein das es daran liegt das sich Nachts niemand mit ihm beschäftigt, ist ja logisch wenn wir am schlafen sind. Wenn er uns denn mal schlafen lassen würde! Ich weiß nicht warum und wieso, aber er ist hier jede Nacht am schreien.

Vielleicht hat ja jemand einen Tip was man dagegen machen kann?

Was wir definitiv für die Zukunft planen ist mal eins von den Katzenfummelbrettern zu testen damit er etwas Beschäftigung zwischen drin hat. Wir haben ihm zwar von Anfang an mit etwas Katzenspielzeug versorgt, das hat er bis jetzt aber nicht angenommen. Ist wohl auf seine bisherige Angst zurück zu führen.

Ich weiß auch nicht was seine bisherigen Vorbesitzer dazu beigetragen haben das dieser kluge und bildhübsche Kater so eine wahnsinnige Scheu entwickelt hat, aber mir sträuben sich da echt die Nackenhaare.

Das einzige was wir wissen ist das er im Alter von 6 Wochen bereits von seiner Katzenmutter weg geholt wurde und sich bei dem Vorbesitzer nur an den einen Kater gehalten hat, scheinbar lief der einfach so nebenher mit. Eigentlich kann man sagen, wir haben zwar eine Wohnungskatze bekommen die gleichzeitig aber eine absolute Wildkatze ist weil nicht an Menschen gewöhnt.

Ich bin jetzt nur mal gespannt wie sich das ganze weiter entwickelt. Momentan bin ich damit beschäftigt heraus zu finden in welchen Momenten ich ihn am besten kraulen kann und wann ich es am besten lassen sollte. Zeitweise gibt mir da schon sein Katzenbuckel oder mehr oder weniger heftiges Schwanzwedeln Auskunft, aber ganz so einfach ist das nicht.

Auch hier wäre ich für Tips mehr als nur dankbar :)


Erstmal liebe Grüße, Montaine
 
21.08.2013
#1
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Catnip

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Huhu,
ich würd jetzt spontan sagen, dass jede Katze einfach ihre Zeit braucht, um sich richtig einzugewöhnen. Es soll auch tatsächlich Katzen geben, die mehrere Jahre brauchen. Das ist dann je nach Vorgeschichte (bei seiner Vorgeschichte durchaus verständlich) und Charakter verschieden.

Find ich aber toll, dass ihr trotzdem so unglaublich geduldig seid! Genau richtig! :clap:
Das Katzenfummelbrett ist bestimmt eine gute Idee. Habt ihr schon mal Katzenangeln versucht? Wie viel beschäftigt ihr euch mit ihm tagsüber? Ist er kastriert?

Das ist jetzt mit seiner Vorgeschichte schwierig einzuschätzen, aber sonst hätte ich gesagt: auf jeden Fall mit einer Zweitkatze versuchen, da Katzen eigentlich keine Einzeltiere sind. Das Schreien könnte man nämlich auf die Langweile schieben. Aber wenn er schon so extrem schreckhaft ist, viel zu früh von der Mutter getrennt und allein gehalten wurde - das find ich grad schwierig zu beurteilen. Käme es denn in Frage, eine weitere scheue (vom Charakter her ähnliche) Katze aufzunehmen?
 
Montaine

Montaine

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Also kastriert ist er, und tagsüber ist von uns immer jemand zu Hause, also wenn er sich blicken lässt versuchen wir ihn auch zu beschäftigen was momentan aber bei ihm noch ziemlich schwer ist.

Wegen Zweitkatze haben wir uns auch schon Gedanken gemacht, haben aber hier mit den Gedanken im Hinterkopf, was wenn er eine zweite Katze von sich nicht akzeptiert?

Die andere Katze vom Vorbesitzer war gegen Ende wohl schon so eingeschüchtert das die nicht mal mehr aufs Katzenklo ist wenn er nur ansatzweise irgendwo in der Nähe war.

Es wäre zwar absolut klasse wenn er sich mit einer anderen Katze oder einem Kater so anfreunden würde das es dann wirklich passt, aber falls er auf den anderen los gehen sollte wüßte ich nicht wie man die beiden dann wieder auseinander bringt.

Unser Billie wiegt knapp an die 10 Kilos und ist, wenn es um Krallen auschlagen geht etc, nicht gerade ein Schwächling. Ich hätte hier weniger Angst um uns als um die neue Katze die es dann treffen würde... keine Ahnung.
 
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Catnip

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Hm, die Befürchtung hatte ich nämlich auch, dass ihm einfach genau solches Sozialverhalten fehlt..
Man kanns auch leider nicht vorher wissen, was passieren wird. Einerseits könnten sich alle Probleme in Luft auflösen, weil er genau diese eine Katze gebraucht hat - andererseits könnte er dadurch noch mehr verschrecken, die andere Katze terrorisieren und nur noch im Stress leben..

Ich würd mal auf andere Meinungen hier warten, hier kommen immer so gute Vorschläge und Ideen, vielleicht ist da ja die ultimative Idee bei. ;)
 
Montaine

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Seh ich auch so.

Unser Ziel ist vorrangig erstmal das wir ihn irgendwann mal so "handzahm" bekommen das er sich halbwegs ohne Probleme zum Tierarzt bringen lassen würde wenn mal irgendwann was sein sollte. Das ist aber noch absolut utopisch und sowas von in weiter Ferne...
 
Ina4482

Ina4482

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Nachdem ich mir die gesamte Geschichte nun drei mal durchgelesen habe, bin ich wirklich etwas erschüttert. Und richtig froh, dass der arme Kerl nun bei so verständisvollen und geduldigen Menschen wie euch gelandet ist!

Deine Beschreibung seines Verhaltens schreit meiner Meinung nach geradezu das Wort "Unsicherheit", weil er wohl vieles wirklich einfach nicht kennen gelernt hat. Und nicht jede Katze reagiert bei Unsicherheit mit Rückzug, bei ihm scheint es ja eine Mischung aus eben diesem und frei nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" zu sein :eusa_think:.

Als wir letztes Jahr unser "Schüchterli" Abby zu uns geholt haben, war die Bedingung, dass bereits soziale und menschenbezogene Katzengesellschaft vorhanden ist. Abby ist eine absolut soziale Katze und braucht Artgenossen, aber sie hat panische Angst vor Menschen gehabt. Da euer Billie immer mit Katzengesellschaft gelebt hat, denke ich nicht, dass eine Zweitkatze grundfalsch wäre. Interessant wäre zu wissen, mit welcher der Katzen beim Vorbesitzer er nicht mehr klar kam und weshalb bzw. wie sich das gezeigt hat. Weißt du das zufällig?
Für ihn würde ich jetzt rein vom Bauchgefühl her zu einem sozialen und zudem sehr menschenbezogenen Kater tendieren, der ihm auch größen- und gewichtstechnisch ein wenig was entgegen setzen kann. Es ist wirklich absolut erstaunlich, was unsere Abby in dem knappen Jahr bei uns für Fortschritte gemacht hat und zum Großteil wirklich nur, weil sie die anderen Katzen als Vorbild hat und die ihr zeigen konnten, dass Menschen gar nicht nur furchtbar sind. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei Billie einen ähnlichen Effekt haben könnte, wenn er jemanden dabei hat, der ihm einiges zeigt und ihm auch mehr Sicherheit gibt :eusa_think:.
 
Junikind

Junikind

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Erstmal ein großes LOB an Euch! Das ihr das so toll mit dem Kater macht :clap:Da geht mir echt das Herz auf bei deinem Bericht!!!
Da muss man sich doch automatisch fragen, was so ein Tier alles durchgemacht haben muß um so Angst vor Menschen zu haben.
Aber so wie ihr das macht ist meiner Meinung nach der einzig richtige Weg, die Katze machen lassen bis sie selber von sich aus kommt und merkt, na soooo schlimm sind die Menschen ja gar nicht ;)
Und manchmal geht es dann plötzlich in rießenschritten vorwärts...ich meine du hast ja schon nen absoluten Erfolg wenn du ihn kraulen darfst!

Eine Zweitkatze halte ich für schwierig.... Wenn überhaupt würde ich erstmal noch abwarten bis sich das Vertrauen zu dir noch weiter gestärkt hat.Aber soooo Ahnung hab ich auch nicht davon. Und wenn dann muß es ne absolut Sozialisierte Katze sein!
 
Audrey

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Von mir auch ein ganz ganz großes Lob!! Find ich toll, daß ihr dem Kerlchen eine Chance gebt, und v.a. die Geduld und Zeit, die er benötigt! Was die Nächte angeht - Du schreibst, daß Du mit Freunden zusammen lebst. Also stell ich mir darunter so eine Art WG vor - richtig? Da stellt sich mir die Frage, wo er die Nächte verbringt? Also dürfte er in das/die Schlafzimmer, oder sind die Türen zu? Ich weiß es ist nicht jedermanns Sache, aber wenn er grad Dich zu mögen scheint würd ich ihm die Möglichkeit geben - falls es noch nicht der Fall ist - zu Dir ins Schlafzimmer zu kommen. Wenn Mensch schläft ist er ja noch ganz viel harmloser, vielleicht nähert er sich dann noch mehr an, und ist auch nachts ruhig.

Mit einer Zweitkatze seh ich's auch als schwieriges, aber langfristig durchaus lohnenswertes Projekt an. Er wurde zu früh von der Mama getrennt, und mit den anderen scheinbar falsch vergesellschaftet. Also das braucht dann nochmal Geduld und viel viel Nerven. Ich würd ihn tatsächlich erstmal ganz ankommen und auftauen lassen, bevor ich das angehen würd :eusa_think:
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Vielleicht könntet ihr dem Kater auch mit Globuli helfen?
Unseren Gerry haben gegen seine unsicherheit Globuli geholfen.
Seine Vorbesitzer hatten ihm erst mit im Bett.
Die Frau wurde Schwanger und die Katzen durften dann nicht mehr ins Schlafzimmer.
An den Babykram durften die Tiere auch nicht.

Gerry (unser Rötling) zeigte ein Meideverhalten wenn irgend wo etwas lag und Sprang darüber weg.
Siene Angst steigerte sich so das er geschlossene Türen nicht mochte und als meine Tochter mal ihre Schlafzimmertür zu machte
kackte der Kater auf alle Teile die er als sein Schlafplatz ansah.

Die Globulie haben ihn geholfen.
Er ist sauber, verspielt und mag meine Enkeltochter sogar.
 
seven

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Montaine, Du redest jetzt aber nicht gerade zufällig von unserem Julchen? ;)
Eine ähnliche Story können wir auch erzählen - nur dass das Julchen inzwischen seit 8 Monaten hier wohnt und es hier noch 5 andere Katzen gibt...
Die ersten 3 Wochen hat sie komplett unter der Couch gewohnt - soweit ok, aber als sie dann anfing, dort auch hinzustrullen, haben wir die Couch verbarrikadiert.
Also wohnt das Julchen seit etwas mehr als 7 Monaten auf unseren Schlafzimmerschränken - hat dort 2 Kratzbaumhöhlen, Decken und ein Klo und Spielzeug.
Runter kommt sie nur zum Fressen und für Leckerchen - und dann darf man sie inzwischen auch streicheln - ansonsten wurde man bis vor kurzer Zeit nur angefaucht und angeknallt und eben auch mit Krallen attackiert....
In den letzten 2 Wochen lässt sich endlich eine positive Entwicklung feststellen - das Julchen pennt tagsüber im Bett und kommt sogar mal um die Ecke und guckt ins Wohnzimmer - und - oh Wunder - sie hüpft abends mal auf die Terrasse....
Wir haben uns ihr wirklich - so wie Ihr - in extremst kleinen Schritten immer mehr angenähert und sind zwischendurch schier verzweifelt, weil sich einfach gar nichts tat....
Aber die Geduld hat sich offenbar ausgezahlt - vielleicht liegt´s aber auch daran, dass wir gerade etwas länger Urlaub haben - es wird... gaaaaaanz laaaaangsaaaaaam.....

Ich bewundere Euch ebenfalls für Eure Geduld - weiter so! ;)

Was die Zweitkatze angeht, bin ich hin- und hergerissen zwischen Inas und Audreys Post :) Es kann so oder so laufen... das weiß man eben vorher nicht... Ich würde aber mal vorsichtig behaupten: Einen Versuch könnte es wert sein...

LG, seven
 
Montaine

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Danke Euch für Eure ganzen lieben Antworten :)

Ja, wir leben zu dritt in einer WG wobei das eigentlich keine "normale WG" in dem Sinne mehr ist. Wir sind schon jahrelang sehr eng miteinander befreundet, mittlerweile sind wir füreinander wirklich Familie. Also wird es nicht so laufen das plötzlich einer von uns weg ziehen wird etc.

Bei uns sind grundsätzlich alle Türen immer auf, auch Nachts, es sei denn einer von uns möchte wirklich komplett seine Ruhe und macht die Tür dann halt mal zu. Von dem her kann Billie jederzeit zu uns kommen wenn er das will.

Das mit der Unsicherheit, das trifft es wohl haargenau. Was wir eigentlich vermuten ist wirklich das der arme Kerl bei den Vorbesitzern immer nur "gescheucht" wurde, sprich sobald der mal irgendwie was gemacht hat kam mit Sicherheit gleich jemand angerannt und hat geguckt oder sogar mehr. Bekannt ist auch das die Katzen dort in bestimmte Bereiche wie Küche etc überhaupt nicht rein durften. Das einzige positive daran ist: Er springt nicht auf Tische oder an Möbeln hoch, Fensterbank ja aber nur dann wenn keiner von uns in der Nähe ist.

Deshalb gucken wir auch ganz bewußt drauf das er bei uns wirklich überall hin kann damit er langsam das Vertrauen zu uns fassen kann das ihm nichts passiert.

Ich denk auch, wenn Zweitkatze dann wird das vermutlich erst eine spätere Option werden. Wenn wir das jetzt schon angehen und das ganze schief läuft, könnte es dann nicht sein das wir das was wir bis jetzt erreicht haben damit mit einem Schlag wieder zunichte gemacht wird? Ich hab so das Gefühl das er erst jetzt anfängt sich überhaupt richtig einzuleben und uns drei sozusagen endlich "akzeptiert". Wenn nun eine neue Katze mit dazu kommt... mhm.... ich weiß es echt nicht..
 
Ina4482

Ina4482

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Ich denk auch, wenn Zweitkatze dann wird das vermutlich erst eine spätere Option werden. Wenn wir das jetzt schon angehen und das ganze schief läuft, könnte es dann nicht sein das wir das was wir bis jetzt erreicht haben damit mit einem Schlag wieder zunichte gemacht wird? Ich hab so das Gefühl das er erst jetzt anfängt sich überhaupt richtig einzuleben und uns drei sozusagen endlich "akzeptiert". Wenn nun eine neue Katze mit dazu kommt... mhm.... ich weiß es echt nicht..
Vorher sagen kann dir das leider keiner, ich habe da lediglich nach meinem persönlichen Bauchgefühl geantwortet. Unserem Schüchterli hat eben die Katzengesellschaft enorm geholfen und es könnte bei Billie auch einen so positiven Effekt haben. Zu zweit erkundet sich die Welt ja meist einfacher ;). Wenn es allerdings nicht der passende Partner wäre, könnte das auch nach hinten losgehen.
Da er ja aber immer Katzengesellschaft hatte, würde ich trotzdem zu einer Zweitkatze tendieren. Nicht sofort, aber ich würde damit auch nicht ewig warten. Das macht es dann ja auchwieder schwieriger im schlimmsten Fall :eusa_think:.
 
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Von Flucht und "Rühr mich bloss nicht an!".. oder "Die ersten 4 Monate"

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