Spinnenphobie-Therapie in Schleswig-Holstein

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tatverdaechtiger

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Guten Tach!

Meine Frau hat große Angst vor Spinnen jeglicher Art. Um ihr diese Angst zu nehmen, denke ich darüber nach, ihr eine Therapie zu ermöglichen. Diese Therapie sollte allerdings nicht unbedingt
bei einem Psychotherapeuten für 60,- Euro die Stunde erfolgen. Vielmehr dachte ich an einen Spinnenkundigen, der sich vielleicht ein paar Mal Zeit nimmt, um meiner Frau diese Tierchen näher zu bringen. Natürlich würde dieser Experte eine Aufwandsentschädigung erhalten.

Also: gibt es hier jemanden, auf den diese Beschreibung passt und der oder die im Raum Rendsburg/Kiel/Neumünster in S-H wohnt? Oder kennt hier jemand eine solche Person, mit der ein Kontakt hergestellt werden kann?

Vielen Dank schon mal und beste Grüße,

tatverdaechtiger

P.S. die vielen Anleitungen zu den Selbsttherapien sind mir bekannt. Die Sache soll eine Art Geschnek werden...
 
17.09.2013
#1
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Guest

Hast du schon mal in den Spinnenratgeber von Peter geschaut? Er hat dort viel Wissenswertes über die Lebensweise, Pflege und Zucht von Spinnen geschrieben. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
jason1612

jason1612

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Hallo und herzlich Willkommen,

diese Konfrontationstherapie ist ja eine tolle Sache und hat auch schon vielen weiter geholfen. Jedoch bin ich mir nicht so sicher, ob das so gut ist, sowas bei irgendeinem Spinnenzüchter das zu machen.
Hier wird es schwer jemanden zu finden, der sowas machen würde da wir hier kaum Vogelspinnenhalter haben. Zu mir könntet ihr gern kommen aber ich wohne leider nicht in dem Bereich. ;)
Habt ihr denn schon mal darüber nachgedacht euch selbst ne Vogelspinne zu holen? Meine Freundin hatte auch immer panische Angst vor Spinnen. Es war zwar keine Phobie aber schon sehr große Angst. Seitdem wir Vogelspinnen haben scheint ihre Angst weg zu sein. Mittlerweile hält sie selbst auch 2 Vogelspinnen.

Freundliche Grüße
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Hi und Grüße aus Kiel ;)
Ich kann deine Frau gut verstehen, auch ich leide unter situationsbezogenen Ängsten (nicht vor Spinnen) und bin seit über einem Jahr auf der Suche nach einer Konfrontationstherapie gewesen.

Mein Ergebnis: Keine Chance für gesetzlich Versicherte.

Konfrontationstherapien sind ja durchaus aufwendig (evtl muss der Therapeut mit dem Patienten Busfahren, Einkaufen oder Spinnen angucken üben - je nachdem wovor die Angst besteht) und das bedeutet dass ein Therapeut sich Zeit nimmt und auch mal die Praxis verlässt. Ich habe keinen Therapeuten gefunden der Kassenpatienten betreut und dazu bereit wäre :? (Man denke hier übrigens mal an Menschen die sich nicht trauen ihre eigene Wohnung zu verlassen - und das ist gar nicht so selten - die werden laut Willen der gesetzlichen Krankenkassen einfach sich selbst überlassen. :()

Andere Therapeuten machen soetwas müssen aber privat bezahlt werden.
Nachdem mir die gKK keine Hilfe geboten haben (und das obwohl ich sehr motiviert war eine Therapie zu beginnen) habe ich auch mein letztes Geld zusammengekratzt und privat für einen Therapeuten gezahlt. Für mich zwar finanziell kaum zu schaffen, aber leider für mich die einzige Möglichkeit adequate Hilfe zu bekommen.

Meine (selbstbezahlte) Therapeutin bietet übrigens unter anderem auch Hypnose an und mir hat das bei meinen Ängsten schon sehr schnell und gut geholfen. Für Ängste und Phobien eignet sich Hypnose auch sehr gut.

Ich würde also schon darüber nachdenken einen Therapeuten selbst zu bezahlen, Ängste sind sehr schlimm und können einem das Leben zerstören (je nach Grad kann sicher auch eine Spinnenphobie den Alltag stark erschweren).

Für seine Ängste kann zudem niemand was und man kann sie auch nicht einfach 'überwinden', deswegen nehmt die Sache Ernst und sucht euch professionelle Hilfe.

Selbstversuche können leicht schief gehen und zu noch tieferen Traumatisierungen und sich noch stärker manifestierenden Ängsten führen.
 
T

tatverdaechtiger

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Hallo, Leute!
Euch beiden schon mal vielen Dank für Eure Beiträge!
@Jason1612: Es sollte auch nicht "irgendein" Spinnenzüchter sein. Meine Hoffnung war, hier einen Hinweis auf jemanden zu erhalten, der so etwas vielleicht (halb)professionell macht. Gibt es diesen Wirtschaftzweig nicht? Sind Psychotherapeuten die einzigen Ansprechpartner?? Es gibt doch Pferdepflüsterer, Tierchiropraktiker usw... Und da dachte ich, es gibt spezialisierte Spinnenhalter, die sowas direkt oder in der Volkshochschule anbieten... :eusa_think:

Schönen Gruß aus Mittelholstein,

tatverdaechtiger
 
Adraste

Adraste

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Huhu,
wenn deine Frau wirklich eine richtige Spinnenphobie hat und diese therapiert werden soll, dann sollte sie sich wirklich in professionelle Hände begeben, sonst kann es wirklich passieren, dass die Phobie aufgrund der neuen Erlebnisse mit Spinnen schlimmer wird. Ich denke, das möchte auch kein Spinnenhalter verantworten müssen.

Ist denn grundsätzlich interesse an den Tieren da? Ich weiß ja nicht, wie groß die Phobie ist, kann deine Frau Bilder von Spinnen ansehen? Wenn das schon ein Problem ist, dann kann sie ja erstmal damit anfangen und vielleicht ein Buch über Spinnen lesen. es gibt da sehr schöne und informative Spinnenführer. Vielleicht entsteht sogar Interesse daran, sich die Tiere draußen genauer anzusehen? Ich weiß, dass beispielsweise der Nabu von Zeit zu Zeit Spinnenführungen und -vorträge anbietet (zumindest jetzt noch, im Winter/Frühjahr nicht, da sind keine Spinnen unterwegs). Sich draußen in der Natur Spinnen anzusehen ist auch interessant und deine Frau steht nicht unter dem Druck, sich überwinden zu müssen, sondern kann einfach zuhören. Aber das alles muss sie auch wirklich selbst wollen. Das wäre jetzt meine Idee dazu:eusa_think:
 
S

Schänis

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Ohja, darüber kann ich ein Lied singen, mein Freund hat auch Angst vor Spinnen. Von seiner Mutter "vererbt", sozusagen.
Ich selber habe kein Problem mit Spinnen, sie stören mich je nach Größe auch bei mir Zuhause nicht, große Exemplare werden rausgesetzt und gut ist.
Meine - vielleicht auch unprofessionelle - konfrontationstherapie bei ihm war, dass ich ihm die Spinnen eben nicht mehr rausgesetzt habe und er diese Aufgabe selber erledigen musste. Dazu muss man sagen, dass er sich super gerne Dokus über Spinnen ansieht, er kennt sich mit der Materie wahrscheinlich sogar besser aus als ich, jedoch konnte er das "Objekt" in Natura einfach nicht haben.
Mittlerweile hat er es soweit geschafft, dass er sie raussetzt (oder plattmacht, wenn ich nicht dabei bin, wer weiß) und nicht mehr nach Gift oder ähnlichem greift. Ja, er hatte ein Spray zum Ansprühen der Spinnentiere, die dann starben und er sie nur noch wegtragen musste.
Nunja, bei deiner Freundin scheint es wohl schlimmer zu sein, weshalb ich dir auch professionelle Hilfe empfehlen würde. Mein Freund musste halt da durch, ich hatte in der Beziehung nicht mehr das Gefühl, dass er da wirklich Hilfe braucht, sondern eher einen Anstoß.
Ich hoffe, dass du und deine Freundin einen Weg findet.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hey,


wenn es sich bei deiner Freundin um eine wirkliche Phobie handelt würde ich jetzt erstmal von einer Konfrontationstherapie ohne richtigen Therapeuten mehr als abraten.
Phobien haben nämlich die höchst gemeine Eigenschaft, dass sie sich "verschieben" können.
Das heißt, dass es durchaus möglich ist, dass sie keine Angst mehr vor Spinnen hat nach der "Therapie", dafür aber ihre Furcht auf etwas anderes richtet.
Oder eben noch mehr Angst davor.

Auch wenn man sich übrigens einen Therapeuten sucht sollte man sehr gründlich erfragen welche Erfahrungen/Qualifikationen derjenige in diesem Bereich hat.
Sonst wird aus der Konfrontationstherapie ganz schnell "flooding". Da braucht man ziemliches Fingerspitzengefühl um den richtigen Zeitpunkt zum Abbruch beispielsweise zu treffen.

Phobien sind immer Ausdruck dafür, dass der jeweilige Mensch mit bestimmten Ängsten nicht umgehen kann (aus welchen Gründen auch immer) und diese auf Objekte/Situationen richtet um überhaupt eine Möglichkeit zu haben sich mit der Angst auseinander zu setzen bzw. ihr aus dem Weg zu gehen.

Hat sie "nur" Angst vor Spinnen kann es durchaus helfen sich einfach mal näher mit Spinnen zu befassen wie Adraste schon vorschlug:)
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Auch wenn man sich übrigens einen Therapeuten sucht sollte man sehr gründlich erfragen welche Erfahrungen/Qualifikationen derjenige in diesem Bereich hat.
Sonst wird aus der Konfrontationstherapie ganz schnell "flooding". Da braucht man ziemliches Fingerspitzengefühl um den richtigen Zeitpunkt zum Abbruch beispielsweise zu treffen.
Ein wahres Wort, denn auch Psychotherapeuten haben in Deutschland "Therapiefreiheit" und können Art und Durchführung der Behandlung so wählen wie sie es gerade für richtig halten.
Nicht jeder Therapeut kann mit allen Problemen umgehen, weil ihm evtl. die Erfahrung oder Qualifikation dafür fehlt (meiner Erfahrung nach geben das leider nicht immer alle zu), deswegen sollte man auch einen niedergelassenen Therapeuten ruhig eingehend nach seinen Qualifikationen fragen bevor man dort eine Therapie beginnt.

Von Therapeuten die Flooding einsetzen würde ich grundsätzlich Abstand nehmen. Auch wenn man damit in sehr kurzer Zeit gute Ergebnisse erzielen kann ist die Methode fragwürdig, da sie immer auch die Gefahr einer noch tieferen Traumatisierung birgt. Außerdem kann es gerade nach Flooding zum Verschieben von Ängsten kommen.

Ängste wollen uns übrigens auch immer etwas sagen und wir sollten sie und uns Ernst nehmen und nicht versuchen sie von jetzt auf gleich abzutöten durch Holzhammermethoden wie Flooding.
Da ist es mit den Menschen wie in der Hundeerziehung: nicht die schnellste Lösung ist die beste, sondern die, die das Problem am sorgfältigsten durcharbeitet ;)

Es gibt doch Pferdepflüsterer, Tierchiropraktiker usw... Und da dachte ich, es gibt spezialisierte Spinnenhalter, die sowas direkt oder in der Volkshochschule anbieten...
Wenn ich ehrlich bin, sehe ich hier tatsächlich eine Marktlücke, gäbe es (semi-)professionlle Ausbildungen die sich allein auf die Behandlung von Phobien spezialisieren könnte damit sicher in relativ kurzer Zeit sehr vielen Menschen geholfen werden.
Die Behandlung von Ängsten setzt als Grundvoraussetzung voraus, dass der Behandler ihre Funktion und Wirkungsweise genau kennt.....transzendierte Betroffene (also Leute die ihr eigenes Angstprobelm überwunden haben) könnten dabei sicherlich teilweise bessere Arbeit leisten, als der ein oder andere Therapeut der das Problem nur aus dem Fachbuch kennt.

Und, ja, spezifische Phobien vor Objekten (Spinnen, Spritzen etc) lassen sich mit der richtigen Anleitung und einer sanften, verständnisvollen, schrittweisen Desensiblisierung (kein Flooding, die Schritte sollten so klein sein, das der Phobiker zu keiner Zeit richtig schlimme Angst hat, denn nur dann macht er eine positive Erfahrung) tatsächlich relativ schnell lösen.
 
Elkecita

Elkecita

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Ohja, darüber kann ich ein Lied singen, mein Freund hat auch Angst vor Spinnen. Von seiner Mutter "vererbt", sozusagen.
Ich selber habe kein Problem mit Spinnen, sie stören mich je nach Größe auch bei mir Zuhause nicht, große Exemplare werden rausgesetzt und gut ist.
Meine - vielleicht auch unprofessionelle - konfrontationstherapie bei ihm war, dass ich ihm die Spinnen eben nicht mehr rausgesetzt habe und er diese Aufgabe selber erledigen musste. Dazu muss man sagen, dass er sich super gerne Dokus über Spinnen ansieht, er kennt sich mit der Materie wahrscheinlich sogar besser aus als ich, jedoch konnte er das "Objekt" in Natura einfach nicht haben.
Mittlerweile hat er es soweit geschafft, dass er sie raussetzt (oder plattmacht, wenn ich nicht dabei bin, wer weiß) und nicht mehr nach Gift oder ähnlichem greift. Ja, er hatte ein Spray zum Ansprühen der Spinnentiere, die dann starben und er sie nur noch wegtragen musste.
Nunja, bei deiner Freundin scheint es wohl schlimmer zu sein, weshalb ich dir auch professionelle Hilfe empfehlen würde. Mein Freund musste halt da durch, ich hatte in der Beziehung nicht mehr das Gefühl, dass er da wirklich Hilfe braucht, sondern eher einen Anstoß.
Ich hoffe, dass du und deine Freundin einen Weg findet.
Hallo Schänis, das "von der Mutter vererbt" kenn ich, so gehts mir nämlich auch. Seit ich denken kann, flippt meine Mutter beim Anblick von Spinnen schier aus, und so geht es mir eben auch, hab ich mir von Babybeinen auf wahrscheinlich abgeguckt. Das Schlimme ist, bei uns in Spanien gibts diese ekelhaften und überauss hässlichen Wolfsspinnen, sind ja absolut harmlos, aber ich kriege Gänsehaut von oben bis unten, wenn ich die sehe. Meistens rufe ich meinen Männe, um Abhilfe zu schaffen, aber wenn ich allein bin, dann muss ich schon den Mut aufbringen, entweder mit dem Staubsauger (wenn denn greifbar) oder mit dem Schlappen (das kostet unheimlich Überwindung, denn dazu muss ich ja relativ nah an das Ungetüm ran) dem Monster zu Leibe zu rücken. Raustragen - UNMÖGLICH, eher würd ich eines Heldentodes sterben. Allein der Gedanke, dass so ein Biest mir irgendwo auf der Hand oder Arm krabbeln würde, macht mir Übel, ich glaub mein Herz würde stehenbleiben. Bei kleineren Spinnen, die auf meinem Arm sitzen, krieg ich ja schon Schreikrampf.
DAs Seltsame daran ist: bin ich draussen im Garten bei der Gartenarbeit, macht mir der Anblick von Spinnen weitaus weniger aus, da sind sie mir eher schon gleichgültig. Ich beobachte sogar mit grossem Interesse Kreuzspinnen in ihrem Netz; einmal sah ich am Strand eine faszinierende Spinne, die ihr Netz zwischen den kargen Strandpflanzen ausgebreitet hatte. Die ekelte mich auch nicht und hab sie von allen Seiten fotografiert. Aber IM HAUS sind sie meine grössten Feindinnen (zusammen mit den Cucarachas, vor denen ich mich auch fürchterlich ekle, die aber unbarmherzig mit Badeschlappen verfolgt werden)
 
Thema:

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