Zuverlässige Infos in der Aquaristik

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blackcat

blackcat

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Huhu,

so langsam zweifle ich an meinem Verstand. So ganz nebenbei sammle ich derzeit ein bisschen Infomaterial ganz allgemein, zu ein paar Fischen die ich interessant finde und zu anderen Tierchen, die in einem Aquarium gut aufgehoben sind.
Noch steht nichts fest, aber ja, ich liebäugle damit mir ein
Aquarium anzuschaffen. ;)

Mein Problem: beim Durchforsten des Internets scheine ich zumindest auf den zweiten Blick mehr Fragezeichen als Antworten zu finden… oder anders gesagt, wenn man Infos von verschiedenen Seiten miteinander vergleicht finden sich teilweise absolut widersprüchliche Angaben und Haltungsberichte.

So langsam frage ich mich ernsthaft, ob es zu einigen Fischen schlicht keine zuverlässigen Infos gibt oder ob es innerhalb einer Art so viele Unterschiede gibt, dass jeder zweite Schritt einfach nur Glückssache ist? :eusa_eh:

[VERSTECK]Mir ist klar dass es da zu vielen Bereichen schon wegen der Menge an verschiedenen Tieren vermutlich gar kein so großes Wissen geben kann wie etwa bei Katzen und einem Fisch sieht man es auf den ersten Blick vermutlich nicht unbedingt an, ob es ihm jetzt gut geht oder ob er nur gerade so unter den Bedingungen leben kann… aber über Tiere die es im normalen Fachhandel gibt, sollten doch eigentlich ein paar Eckdaten wirklich fest stehen? :eusa_think:
Zugegeben rede ich hier nun nicht gerade von Guppys und Neons sondern eher von so etwas wie Beispielsweise Dornaugen, Guramis und Flossensaugern, aber so unbekannt sind die Tierchen nun auch wieder nicht, oder?

Dasselbe Problem habe ich auch wenn es um die Technik und Einrichtung geht. So viel kann doch gar nicht „egal“ und reine Geschmackssache sein, wenn man nun eine bestimmte Tierart pflegen will. So etwas wie „dicht bepflanzt und wenig Strömung“ ist für mich als unwissenden Anfänger eine Angabe, mit der ich nicht wirklich etwas anfangen kann… :|
Besonders witzig wird es dann, wenn ich lese, dass die Pflanzen extra-CO2 brauchen und die Fische viele Pflanzen und viel Sauerstoff. [/VERSTECK]

Ich will gar nichts Konkretes fragen, dafür habe ich noch etwas zu wenig Ahnung wohin ich überhaupt möchte bzw. ob aus dem Projekt überhaupt etwas wird, aber eines würde mich schon interessieren: Woher holt ihr euch die Infos, wenn ihr zum Beispiel überlegt einen neuen Fisch zu holen?
Kennt hier jemand mein Problem?
Muss ich die in meinen Augen teils doch sehr wagen Infos einfach hinnehmen und auf die „Mehrheit“ vertrauen oder gibt es Fachquellen die auch wirklich wissen wovon sie reden?

LG blackcat
 
10.10.2013
#1
A

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Guest

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Danimonster

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Hallo,
es gibt ganz tolle Fachliteratur du müsstest nursagen in welche Richtung du willst.

Zu den gängigen 0815 Fischen findest du eigentlich überall was und sobald du doch etwas spezielleres pflegen möchtest bieten sich andere Foren als dieses an. Hier sind einfach zu wenige richtige Aquarianer unterwegs.

Schreib einfach wozu du infos brauchst dann helfe ich dir gerne mit den Quellen.

Immer gut finde ich Aquarienatlas von Mergus. Sicherlich ändern sich aber die Kentnisse immer mal.
Schau dir doch mal an wo die z.B Dornaugen her kommen und wie sie in der Natur leben und genau das sollte dein Ziek sein.

Gruß Dani
 
Cerridwen

Cerridwen

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Hi Blackcat,

Mir ist leider noch kein einziges Buch über Aquaristik und Fische untergekommen, in dem keine Falschinfos standen, oder das so umfassend informiert, dass sich eine weitere Recherche erübrigen würde. Vieles in den Büchern ist veraltet und überholt, und das meiste einfach nur von anderen abgeschrieben. Man kann ja vom Autor nicht verlangen, dass er jede genannte Fischart schon selber gepflegt und vermehrt hat, das ist klar. Aber wenn man etwas abschreibt, sollte es auch richtig sein.

Dasselbe im Internet. Es fängt bei Wikipedia an, wo jeder seinen unqualifizierten Senf dazuschreiben kann und keiner das auf Richtigkeit überprüft. Dann steht da mal ganz schnell ganz großer Quark drin. Andere Seiten sind uralt und schon längst nicht mehr auf dem neuesten Stand. Und zu guter Letzt fällt es sogar den Profis und langjährigen Aquaristikern schwer, Mythos von Wahrheit zu unterscheiden. Braucht man Wasseraufbereiter und Bakterien? Ist eine Lichtpause am Mittag sinnvoll? Braucht man einen Sprudelstein? Ein Fastentag die Woche? Nährboden oder nicht? Ganz viele Sachen, wo man sich arg verwirren lassen kann, ob richtig oder falsch, wahr oder unwahr - egal wieviel Vorwissen man mitbringt, und wenn sie einen Erfahrenen schon verwirren, dann erst Recht einen Anfänger.

Es hat ja auch nicht jeder die Möglichkeit, zu Stammtischen und Messen zu fahren und dort die alten Hasen kennenzulernen. Das wäre natürlich die Ideallösung.

Wie mache ich das jetzt. Wenn ich mich für eine neue Art entscheide, suche ich Fachforen auf. Für meine Garnelen das Garnelenforum und der Wirbellotse, für die Kampffische das Kampffischforum und das Kampffischnet, und so weiter. Dort ist die Wahrscheinlichkeit am größten, auf qualifizierte Leute zu treffen, die bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Meist gibt es dort auch FAQs, sodass man sich fürs erste nicht mal registrieren muss. Der Wissensstand ist, auch was die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse angeht, viel größer und zeitgemäßer, als es ein Buch sein kann, das ja nicht unbedingt alle paar Jahre neu aufgelegt wird.
 
blackcat

blackcat

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Danke euch beiden!
Ist also tatsächlich nicht so einfach und ich bin nicht bloß zu blöd für die Thematik, habe Zwischendurch schon ernsthaft gezweifelt. ;)

Stammtische und Messen dürfen bei mir eigentlich wegfallen, zumindest habe ich von keinem von beiden hier je etwas gehört...
Den Aquarienatlas werde ich mir mal ansehen, vielleicht krieg ich den wenigstens mal über die Bibliothek zum stöbern, wenn ich das richtig sehe bin ich aber wohl mit Fachforen am Ende besser bedient.

Wozu genau ich Infos brauche kann ich noch nicht wirklich sagen. Ich hab mich nun Richtung Asien / Süd-Ost-Asien angefangen zu orientieren und befinde mich noch in einer Phase, wo ich immer wieder mal über einen neuen Fisch stolpere und für ihn fast alle bisherigen Pläne über den Haufen werfe. *g*
Also ich habe vor mir einen "Endbesatz" zu suchen und dann von dem aus das restliche Aquarium zu planen - wobei das Ganze wie gesagt noch in einem sehr frühen Stadium steckt. ;)
Meine aktuelle Frage (nachdem ich bei der Technik irgendwann geistig abgeschaltet habe und zurück zu den Fischchen gegangen bin) wäre etwa, ob ich nun Flossensauger in ein Gesellschaftsbecken setzen kann und wenn ja, mit welchen Fischen. Und ich bin nur mäßig begeistert davon, dass es dabei schon damit anfängt, dass das halbe Internet den Tod der Kleinen bei über 27° ankündigt und der Rest sie bei fast 30° noch fröhlich vermehrt. Dass ich mit der Angabe "brauchen Strömung" dabei auch nicht wirklich was anfangen kann macht es auch nicht unbedingt einfacher. *seufz*

Und jetzt will ich gar nicht darüber nachdenken, was Cerridwen mir für neue Rätsel aufgegeben hat. Irgendwie sah das Ganze Aquarienzeugs "von Außen" nicht so rätselhaft aus. :lol:

LG blackcat
 
Cerridwen

Cerridwen

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Ach man, noch mehr verwirren wollte ich dich nun wirklich nicht. :lol: Aber keine Sorge, wir dröseln das alles noch auf, wenn du Fragen hast.
 
blackcat

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Darauf vertraue ich voll und ganz. ;)
Ich werde auf jeden Fall nichts überstürzen, derzeit geht es wirklich erst um das ganz rudimentäre Sammeln von Infos. Wenn es konkreter wird habe ich dann sicher jede Menge Fragen, aber erstmal muss ich ja suchen was ich überhaupt wissen will. *g*
 
blackcat

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Danke, die Seite wird direkt abgespeichert. :angel:
 
blackcat

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So, nochmal ich mit einer hoffentlich nicht ganz seltsamen Frage. ;)

Also, bei Angaben zu den Wasserwerten und zur Temperatur wird ja immer ein von-bis angegeben. Sind das Werte in Richtung bei der Mindest-/Maximaltemperatur lebt der Fisch gerade noch oder Werte in Richtung in dem Temperaturbereich fühlt er sich sehr wohl?
Sprich, wenn da steht 20-25°C heißt das dann im Klartext: "Fisch bei 23°C halten, da die Wassertemperatur ohnehin immer wieder mal ein paar Grad schwanken kann" oder heißt das "Fisch ist mit einer dauerhaften Haltung bei 20°C bzw. 25°C glücklich und zufrieden"?

LG
blackcat
 
Cerridwen

Cerridwen

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Hi,

Ich kenne es von Garnelen und Schnecken so, dass in den angegebenen Werten die Tiere überleben, aber sich nicht zwingend so wohlfühlen, dass sie sich erfolgreich vermehren. Bei bspw. Bienengarnelen wird eine Härte bis zu 15° angegeben. Die Bees können darin leben, wenn sie darin aufgezogen wurden oder extrem langsam daran gewöhnt wurden. Aber die Vermehrung wird nicht klappen. So ähnlich wird es auch bei Fischen sein. Sie können bei, sagen wir mal, 30° eine Zeitlang überleben, aber förderlich ist es nicht. Die Mitte des angegebenen Toleranzbereichs wäre als ideal anzustreben. Damit bin ich persönlich immer gut gefahren bei Fischen, sofern keine expliziten Idealwerte angegeben werden.
 
blackcat

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Aha, danke, wieder eines der großen Rätsel gelöst. Schätze da frage ich dann wenn es soweit ist noch einmal explizit für den vorgesehenen Besatz nach, aber das hilft mir schonmal weiter.
 
F

Fabian98

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Hallo,

sieh dich nach Quellen um, bei denen Leute ihre Erfahrungen weitergeben und vertraue nicht auf sowas, wie aquariumguide.

Gruß
 
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FelixS

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Ja, das ist ein guter Tipp. Frag in Internetforen nach eigenen Erfahrungen. Die Leute haben immer ganz viel Meinung, aber wenig selbst gemacht. Viele plappern bloß Mythen nach. Ob jemand dummes Zeug schreibt oder vernünftige Informationen weitergibt, ist für einen Anfänger natürlich nur schwer unterscheidbar. Das ist die Krux an Internetforen.

Die wohl beste Online-Datenbank, um nach Fischen zu recherchieren, ist meiner Meinung nach http://www.fishbase.org Sehr gut gepflegt und mit belastbarer Informationsbasis. An Literatur für Anfänger kann ich ebenfalls den Mergus Band 1 und das große GU Praxishandbuch Aquaristik empfehlen.
 
blackcat

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Huhu,
ich hänge hier mal eine weitere Frage an...

Ich hätte nun die Möglichkeit direkt ein kleines Aquarium aufzustellen. Die Grundfläche darf aber bedingt durch den Schrank ca. 45x35 cm nicht übersteigen. Voraussichtlich im Herbst ziehe ich um, dann lässt sich wohl auch ein großes Becken realisieren, aber denke ein kleines Aquarium für Quarantäne, Aufzucht oder Krankenpflege kann man dann immer noch gut gebrauchen.

Naja, mein eigentliches Anliegen hier ist das leidige Thema Fische in Nanoaquarien.
Keine Bettas sondern eher ein paar Moskitobärblinge oder etwas ähnliches. Berichte über die scheinbar gelungene Haltung in so kleinen Becken finden sich genügend, sie werden auch regelmäßig als für Nanoaquarien tauglich aufgeführt, aber eine Seite weiter kommt dann wieder der wenig ermutigende Satz, dass Fische unter 60cm Beckenlänge nichts verloren haben...

Womit wir wohl wieder beim Thema zuverlässige Infos in der Aquaristik wären. *hust*

Bitte um Hilfe, lässt sich da was machen oder besser vergessen und direkt warten, bis sich ein größeres Becken umsetzen lässt?

LG
blackcat
 
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FelixS

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Es gibt viele Fische, die sich problemlos in kleinen Aquarien (<54 Liter) dauerhaft pflegen und auch vermehren lassen. Hier mal eine sehr interessante Seite von einem sehr engagierten und erfahrenen Aquarianer zum Thema Nanoaquaristik und die Diskussion über kleine Aquarien -> KLICK.

Bei konkreten Fragen helfe ich dir gerne weiter.
 
blackcat

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Danke, das ist in der Tat ein interessanter Link.
Was ich allerdings schon mal nicht verstehe ist der Unterschied zwischen Boraras und Bärblingen in der Aufzählung der Fische? :eusa_think:
 
F

FelixS

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Bärblinge ist die Überschrift unter der Olaf dann Danionella, Boraras und Danio margaritatus aufzählt.
 
blackcat

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Ah, danke. Das ist einleuchtend.

Okay, dann mal konkret ein Besatzvorschlag:

Aquarium, 25l, Grundfläche ca. 45 x 25 x 25 cm.

Besatz 1M,2W Aphyosemion ODER 8-12 Moskitobärblinge

Wäre das bei entsprechend eingerichteten Becken machbar?
Und die Aphyosemion besser geeignet als die Moskitos? :eusa_think:


Sehe ich das richtig, dass die Seitenlänge wichtiger ist als das Volumen? Also lieber ein rechteckiges Becken und dafür die ganze Länge die ich habe ausnutzen als einen Cube, der mehr Inhalt hat aber kürzere Kantenlänge?
 
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FelixS

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Zu den Aphyosemion kann ich dir nichts sagen. Absolut nicht meine Baustelle.

Wenn du den Platz hast, dann würde ich die volle Grundfläche 45x35 nehmen und eine Höhe von 30. Das macht dann ca. 47 Liter. Ein Aquarienbauer kann dir das für kleines Geld anfertigen. In so einen Kasten würde ich ohne Probleme 15 bis 20 Boraras brigittae reinsetzen. Ansonsten würde auch dein Vorschlag mit den Boraras funktionieren.

PS: Ich hoffe du bist dir im klaren darüber, dass man bei diesen Minifischen mit Flockenfutter nicht weit kommt. Die brauchen überwiegend Frost- und Lebendfutter.
 
blackcat

blackcat

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Das hilft mir aber schon mal sehr.

Hm, wie finde ich einen Aquarienbauer? Läuft das über Zooläden?

Ja, Futter bin ich mir im Klaren, denke das gehört sowieso bei den meisten Fischen zu einer gesunden Ernährung dazu. :angel:
 
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