Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen

Diskutiere Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallöchen! Habe mich im Forum informiert aber denke ich kann diesen Thread öffnen... Sollte ich da falsch liegen kein Problem ;) Ich habe mich...
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julevien

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Hallöchen! Habe mich im Forum informiert aber denke ich kann diesen Thread öffnen... Sollte ich da falsch liegen kein Problem ;) Ich habe mich in letzter Zeit eingehend mit dem Tschechoslowakischen Wolfhund
beschäftigt und mir stellt sich folgende Frage. Wenn man keine direkte 'Hundeerfahrung' hat aber sich eigentlich eine schwierigere Rasse wie den Wolfshund zulegen möchte, was macht man dann? 15 Jahre einen anderen Hund halten um die Erfahrung zu bekommen? Ist das dem anderen Hund gegenüber gerecht, ihn nur zu halten weil man einen anderen haben will? Oder gibt's da eine andere Lösung? Ich zum Beispiel habe schon zig Tiere gehabt und gezüchtet, auch Hunde von Verwandten öfters dagehabt aber das heißt ja nicht Hundeerfahrung haben... Hoffe ich höre mich hier nicht zu seltsam an ;)) Liebe Grüße, J.
 
22.10.2013
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
E

exe

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Das ist schwierig. Ich würde einem Anfänger von gewissen Rassen auch abraten. Man kann sich natürlich viel informieren, sich die Tiere anschauen, mit Züchtern sprechen, etc. aber es ist nie so, als wenn man diesen oder jenen Hund selbst besitzen würde.

Man unterschätzt die Arbeit auch so schnell! Es ist schon eine ganz schöne Aufgabe für einen Anfänger einen "einfachen" Familienhund (was das ist, mag jeder selbst definieren) zu erziehen. Viele scheitern schon an normalen Problemchen wie Stubenreinheit oder der Beißhemmung. Wie soll so eine Person mit extremen Misstrauen oder Jagdtrieb umgehen? Da wird keiner von beiden glücklich, die Hunde landen im Tierheim oder werden weitergereicht.

ICH würde eine etwas gemäßigtere, vielleicht ähnliche Rasse wählen. Du wirst sicher noch eine andere Rasse finden, mit der du dich anfreunden könntest - und den eigenen Hund, liebt man sowieso. ;)

Es kommt aber auch immer darauf an, wie/wo man wohnt. Auf nem Bauernhof, wo die nächsten Nachbarn 6km entfernt wohnen, treten weniger Probleme auf, als in der Stadt/Dorf.
 
blackdobermann

blackdobermann

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Naja, selbst jemand der schon 2 Hunde im Leben hielt, kann an einem dritten scheitern vom Wissen und Erfahrung her.
Entweder man passt zu der Rasse und die Rasse passt zum Halter oder nicht.
Hier sind ein paar User unterwegs die sich diese Rasse halten- sie werden sich sicher auch hier melden.

Man darf sich auch nun nicht zu verrückt machen weil andere sagen dass die Rasse so kompliziert ist.
Vieles ist auch Bauchsache. Ich kenne halt auch welche die sich jetzt nicht zum Ei gemacht haben wegen der Rasse und es sind für sie Traumhunde.
Man muss sich über Hundeverhalten belesen, auch speziell bei dieser Rasse ist es nicht schlecht auch was über Wolfsverhalten zu wissen.

Und viel mit Leuten verkehren die diese Rasse besitzen.

(So weit ich weiß sollte man einen Wolfshund nicht alleine halten sondern als Zweithund)


Denkst du denn, dass ein Wolfshund bei dir glücklich werden würde?
Wie stellst du dir alles so vor?
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Also ich finde, dass bei Hunden (oder Tieren allgemein) schwierig ein schweres Wort ist... Ein Wolfshund kann bei jemandem, der gewillt ist und sich genug informiert "einfach" sein. Ein Labrador (um mal einen "Anfängerhund" zu nehmen) kann bei einem, der sich mal eben einen Hund anschafft, weil die Lust da ist, eben "schwierig" sein....

Ansonsten finde ich den Wolfshund auch toll, seitdem bei "Menschen,Tiere & Doktoren" mal einer in einem TH war und von dem Hundetrainer "getestet" wurde.
 
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julevien

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Na, ich bin noch nicht Namen am Aussuchen haha Aber bei der Wohnungs- oder Haussuche würde die geplante Rasse ja durchaus eine Rolle spielen, darum möchte ich mich frühzeitig informieren und alles abwägen... Wenn, dann in einem Haus mit Garten, aber da ich Tierfotograf (hauptsächlich Pferde) bin, bin ich eher am Wochenende unterwegs und nehme auch oft den Hund einer Freundin mit, der dann nebenher läuft. Daher wäre mein Hund - welche Rasse auch immer - eigentlich nicht allein, ich kann ihn immer mitnehmen. Sonst bin ich immer zuhause, bearbeite Bilder oder mache Grafikdesign. Ich beschäftige mich viel mit Hunden, ihrer Erziehung und Rudelverhalten, auch beim Wolf, aber theoretisches Wissen ist halt nur das... Ob ein Wolfhund bei mir glücklich sein würde? Ich weiß es nicht, aber im Zweifelsfall würde ich eher ohne Hund leben als ihm ein schlechtes Leben zuzumuten.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Da kommt bei mir nur "Deine Suchanfrage erzielte keine Treffer. Bitte versuche es mit anderen Suchbegriffen." ? :eusa_think:
 
cherry-lein

cherry-lein

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Aus Erfahrung kann ich sagen das man "seine" Rasse erst mit der Zeit finden wird. Meine Eltern haben damals mit einem kleinen Riesenschnauzer-Mix angefangen der auch ein klasse Hund war und uns 16 Jahre begleitet hat, dazu hatten wir dann einen weißen Schäferhund der ertränkt werden sollte aufgenommen und der war auch super. Nachdem der aber gestorben ist haben uns eine Bernhardinerhündin aus dem Tierheim geholt und das war tatsächlich das erste mal das ich mich 100%tig mit einer Rasse identifizieren konnte, Holly war wirklich voll und ganz mein Hund und sobald ich wieder genug Zeit & Geld zur Verfügung habe (bin derzeit in Ausbildung) wird auch defitiv wieder ein Berni einziehen. Derzeit haben meine Eltern einen Berner Sennen-Mix und der ist auch ein klasse Hund den ich auch sofort aufnehmen würde wenn mal was sein sollte aber die perfekte Rasse kommt einfach mit der Zeit.
Schwierige Hund finde ich für den Anfang doch sehr problematisch, man kennt einfach noch nichts was den Umgang mit dem eigenen Hund und dessen Erziehung angeht und das kann ganz schnell ganz gefährlich werden, denn wenn dir ein kniehoher Hund an der Leine losschießt und sich nicht benehmen kann ist das schon was anderes als wenn da so ein Kalb auf dich zu gerannt kommt weil es nicht die richtige Erziehung genossen hat.
Es ist natürlich wichtig das du deinen Hund magst, ganz klar aber ich könnte mir z.B. auch niemals einen sehr kleinen Hund holen, die sind einfach nix für mich trotzdem solltest du auch offen für andere Rassen sein, schau dich einfach mal um und vielleicht findest du ja eine andere Rasse die für euch zum "üben" erst mal besser geeignet wäre denn nichts ist schlimmer wie wenn du deine vermeindliche Traumrasse Zuhause hast aber dann totunglücklich bist weil du mit deinem Hund nicht zurecht kommst. Das ist für dich und deinen Hund dann die wahre Hölle.
 
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julevien

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Vielen Dank dir! :)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hey:)

Schwierig ist immer relativ, wie ja schon eingebracht wurde:)

Ich würde mir einfach generell möglichst viel praktisches Wissen über Hunde aneignen- Praktika in Hundeschulen etc. bieten sich da an.
Wobei man da natürlich bei denen landen sollte, die wissen was sie tun;)

Ansonsten eben viel Kontakt zur Traumrasse, Haltern (auch denen, die vllt. irgendwann gesagt haben, dass sie es nicht mehr packen) und ganz wichtig: anderen Rassen.

Wie Cherry-lein schon schrieb findet sich meist mit der Zeit die Rasse/Art, die wirklich passt.
Ob das jetzt ein Wolfshund ist oder ein Labrador, Rottweiler, Landseer oder weiß der Kuckuck sollte man sich erstmal m.E. nach noch recht offen halten.

Wolfshunde finde ich persönlich auch hochinteressant und faszinierend, aber mir wären die zu...wölfisch:lol:
Klingt doof, aber diese Hunde haben ja doch eine sehr starke Rudelbindung und wenn ich mich da an Berichte erinnere in denen davon die Rede ist, dass die Hunde durch geschlossene Fensterscheiben springen um bei ihrem Rudel zu bleiben (selbst zu zweit gehalten) und nur durch doppelt und dreifach gesicherte Zwinger davon abgehalten werden können ihrer Bezugsperson zu folgen finde ich das schon sehr schwierig und würde mir das gut überlegen.

Muss mal schauen, ob ich den Bericht noch wiederfinde, dann poste ich den Link noch nach:)

Nochmal generell zur Hundeerfahrung: Es gibt Rassen, die verzeihen Patzer eher als andere...so würde ich das glaube ich am ehesten sehen.
Zumindest tendenziell- ein Labbi reagiert vermutlich eher passiv, wenn ich übersehe, dass er Stress hat als ein Rehpinscher, der gleich total aufdreht.

Muss natürlich nicht so sein, weil auch das ja nur grobe Tendenzen sind, aber ich hoffe du verstehst was ich meine:)

Daher finde ich es gar nicht so wichtig wie lange jmd. bereits Hundeerfahrung hat bzw. wie viele Hunde er vorher schon hatte, sondern wie bereit er ist sich intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen und wie lernwillig er in diesem Bereich ist.
Wobei ich das mit 40 vllt. anders sehen werde als jetzt mit 22:mrgreen:
 
*Mischling*

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Huhu,

ich möchte mich den anderen weitestgehend anschließen: Wenn eine Rasse zu dir passt, dann passt sie, egal ob ein anderer sagt, das wäre kein Hund für einen Anfänger ;).
Manche kommen mit der einen Sorte Hund besser aus, andere mit der anderen. Den »Anfängerhund« gibt es eben schlichtweg nicht, jeder Hund kann schwierig für einen sein, wenn man nicht so recht glücklich mit ihm ist.
Einen Hund zum »üben« anschaffen fände ich dem Hund gegenüber nicht fair und ich denke, es würde dich auch nicht glücklich machen. Du müsstest dann schon einen Hund finden, der dennoch zu dir passt und den du auch willst, wenn das aber nur der Wolfshund ist? Ich hab schon öfter gehört oder gelesen »wenn mein Hund nicht mehr ist hole ich mir Rasse XY, dann bin ich bereit« oder »mein Traum wäre einmal, wenn ich genug Erfahrung habe«. Das macht auf mich dann eher den Eindruck, als würde jemand eine sportliche Herausforderung suchen und am jetzigen Hund nur üben, auch wenn das sicher nicht bei allen der Fall ist.

Erfahrung finde ich vor jeder Hundeanschaffung nichts desto trotz wichtig. Da diese aber nicht auf Bäumen wächst ;), würde ich in Tierheime oder im Falle so spezieller Rassen eher in spezialisierten Nothilfen oder bei Zuchtverbänden auf die Suche gehen. Zuchtverbände richten oft auch ihre eigenen Trainings aus, wo du die Hunde dann auch in Aktion sehen kannst. Eine »normale« Hundeschule kann dir zumeist nicht weiterhelfen, wenn du keinen DSH hast (klingt gemein, ist bei uns aber leider so). Kontakte im Züchterverband schaden auch nicht, wenn du später mal auf Welpensuche gehst.

Unabhängig davon würde ich jedem raten, sich das Treiben auf einem Hundeplatz mal anzuschauen, besonders die Welpengruppe (da müssen es ja keine Wolfshunde sein). Die Kleinen sind meist noch »unverdorben« und probieren einfach alle Reaktionen und alles, was sie so an Körpersprache haben, einfach aus. Da kann man schon vom Zusehen sehr viel lernen.
Im Tierheim mal mit ein paar Hunden spazieren zu gehen schadet natürlich auch nie. So hast du Kontakt, sammelst praktische Erfahrung (auch mit schwierigeren Hunden, die das nicht aufgrund ihrer Rasse sind) und du merkst, wie es wäre, das jeden Tag verpflichtend machen zu müssen. Das halte ich für sehr wichtig, weil doch oft unterschätzt wird, wie anstrengend es ist, auch mal krank bei Regen vor die Türe zu gehen. Du kannst das Pensum da ruhig hoch ansetzen, also nicht nur einmal die Woche, immerhin soll ein Hund ja nachher auch den ganzen Tag in dein Leben passen ;).

Ich würde mich einfach mal umsehen, Kontakte knüpfen und versuchen dazuzulernen, wo es nur geht, auch wenn ich denke, dass du schon auf einem guten Weg bist, allein schon, weil du dir Gedanken machst :D.
 
Pewee

Pewee

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Huhu,

ich finde schon, dass es Rassen gibt, die grundlegend geeigneter sind und ich sie daher eher als "anfänger geeignet" bezeichnen würde. Ein Beispiel:

Person A hätte gerne einen Hund und aus Erfahrungen mit ein paar Gassihunden hat er festgestellt, dass Jagdhunde total sein Ding sind. A hatte aber noch nie einen eigenen Hund, muss sich noch einarbeiten und es fehlt ihm am Verständnis der hündischen Körpersprache und an Erfahrung, Dinge neu einzuschätzen, wenn sie nicht nach Plan laufen - was bei Hunden immer der Fall ist. Deswegen ist das Forum voll mit Fragen ;)

Ich könnte Person A jetzt zich Jagdhunde aufzählen (nachdem er mir die Präferenz angegeben hat, welche Jagdhundtypen er denn besonders gut findet), aber ich bin der Meinung, dass es innerhalb der Jagdhundrassen schwierigere und leichtere Typen gibt. Nachdem er mir seine Präferenzen mitgeteilt hat, würde ich vor allem nach Rassen Ausschau halten, die einem Fehler und Inkonsequenz erst einmal eher verzeihen als andere. Ich würde einen Jagdhund suchen, der toleranter ist, sich seinem Halter gerne anpasst und auch Bock hat, trainiert zu werden. Das letzte, was ich tun würde, wäre dem Neuhundehalter eine Rasse in die Arme zu drücken, die komplett eigenwillig ist, darauf pfeift, ob der Halter was macht und erst überzeugt werden will und jegliche Körpersprache des Hundehalters derart für sich interpretiert, während der Neuhundhalter das gar nicht mitbekommt.

Ergo: Würde der Halter mir sagen, er tendiert zu den Retrieverrassen, würde ich ihm eher zu einem Labrador (vielleicht aus der Showlinie) raten als zu einem Chesapeake oder einem Novia Scotia, die hauptsächlich als Arbeitstiere gezüchtet werden und teilweise noch Schutz- und Hütetrieb ausgeprägt haben. Jagd auf eine andere Weise zusätzlich zum Apport, den auch Labbis haben.

Die Jahre der Hundeerfahrung halte ich nicht für wichtig. Für manche Rassen halte ich aber die Kenntnis der Körpersprache wichtig und das lernt man nicht allein aus dem Internet oder aus Büchern, sondern in der Praxis. Manche Hunde achten aber mehr auf sowas als andere und reagieren extrem empfindlich, daher würde ich von solchen Rassen anfangs schon abraten.
Damit will ich nicht sagen, dass man die Herausforderung scheuen soll und alle unverantwortlich handeln, die sich eine schwierige Rasse oder ein schwieriges Individuum holen, ohne wirklich Ahnung zu haben. Aber der Sprung ins kalte Wasser ist nicht jedermanns Sache. Viele überschätzen sich (zum Nachteil des Tieres), andere machen sich wahnsinnig gut damit... Erstere überwiegen m.E. leider.

Ist das dem anderen Hund gegenüber gerecht, ihn nur zu halten weil man einen anderen haben will?
Ich denke, dass sich viele Rassen ähneln. Sieh dir mein Retrieverbeispiel an. Retriever ähnlichen sich in ihrem Verhalten relativ stark, haben aber unterschiedliche Bedürfnisse in der Auslastung, die auch vom Grad der Sportlichkeit der Halter bedacht werden sollte. Im Prinzip ists aber bei gar nicht so vielen Leuten der Fall, dass sie ihr Tier ausschließlich danach suchen, was es nun genau für Arbeitsweisen braucht, sondern wie sein Wesen ist und wie er sich mir gegenüber verhalten soll. Wer eine Retrieverrasse mag, liebt in der Regel den Kumpeltyp, mag es, dass der Hund einem folgt, dass der Hund jeden Spaß mitmacht, dass er ein ausgeglichenes Wesen und eine recht hohe Toleranzgrenze hat (wenn man es nicht total vergeigt). Die wenigsten sagen "ich find seinen Jagdtrieb so toll und dass ich mit ihm apportieren kann". Natürlich bedingen sich Wesen und Gebrauch oft, weil bestimmte Gebräuche eben auch bestimmte Charaktere brauchen. Deswegen gehe ich davon aus, dass jemand, der irgendwann mal gerne einen Nova Scotia hätte, auch mit einem Labrador glücklich werden kann, wenn es sein erster Hund ist.
 
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julevien

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Schonmal lieben Dank für all die interessanten Anregungen ;)

Und wie wäre es mit (nach praktischer Gassierfahrung und Hundeplatz etc. :) ) einem alten Hund aus dem Tierheim oder einer Schutzorganisation einer 'relativ ähnlichen' Rasse? Während die Erziehung durch mich nicht oder nur schwer vernudelt werden kann :D, hätte er dann ja ein ruhigeres Verhalten als ein Welpe, aber die rassetypischen Eigenschaften wären dann doch erhalten? Abgesehen davon das 'keiner' alte Hunde aus dem Heim will, die armen Socken, und ich vllt einem lieben Tier einen schönen Lebendsabend bieten könnte... Oder stelle ich mir das zu rosig vor?
(Tierarztkosten wegen Altersproblemen und solches sind natürlich in der Überlegung mit drin)
 
cherry-lein

cherry-lein

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Generell haben natürlich auch alte Hunde noch ein Recht auf ein schönes Heim aber man muss sich eben bewusst sein das Hunde aus dem Tierheim schon viel Vergangenheit haben die das Tierheim manchmal auch sehr gerne für sich behält und man manchmal auch einen Problemhund deluxe erwischen kann der bei den ersten Kennenlernphasen noch ganz anders war. Dazu kommt das die Hunde die schon besonders lange im TH sind sich oft nur noch schwer an eine neue häusliche Umgebung gewöhnen können, gerade wenn sie schon älter sind. Und wenn man Pech hat kann einen der Hund schon nach nur wenigen Wochen oder Monaten wieder verlassen, man kann aber auch noch einige schöne Jahre mit seinem Hund verbringen.
Wenn du mit diesen Punkten leben kannst finde ich es super wenn du dich für eine solche Variante entscheiden würdest denn viele dieser Hunde sehnen sich auch ganz arg nach einem Herrchen und einer Couch, besonders "verwaiste" Hunde bei denen das Herrchen/Frauchen verstorben ist und "Scheidungskinder" leiden ganz arg wenn sie nach 8-10 Jahren plötzlich ihr Zuhause verlieren.
Meine Maus kam ja auch aus dem TH und war ein absoluter Volltreffer :)
 
Pewee

Pewee

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Find ich super, wenn Leute eine alte Seele aufnehmen :) Kommt aber halt total drauf an, was seine Vorgeschichte ist. Ich kenne einige sehr dankbare alte Racker, die einfach nur super lieb waren. Andere haben eine schwieruge Vorgeschichte und sind nicht mehr leicht vermittelbar. Man kann auch super Glück haben und beispielsweise einen Scheidungsfall erhalten, der aber prinzipiell super erzogen ist. Eine gewisse Alterssturheit kann es aber schon geben, finde ich :D Sind aber meistens recht liebenswert und nicht mehr so rotzfrech wie junge Hunde.
 
J

julevien

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Ja hatte auch schon mehrere Katzen aus dem Tierheim, die hatten durchaus ihre Eigenheiten, meine alte Perserkatze hab ich als graue Nase aus dem Heim geholt, und am Anfang war sie auch völlig anders als jetzt ;) Aber man liebt die alten Tierchen doch um so mehr dafür... Werde ein Auge in die Richtung offenhalten, aber nichts überstürzen :D
 
Michse89

Michse89

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Zu dem Thema schwierige Hunde als Anfänger.
Mein Ersthund ist auch kein Anfängerhund (Malamute) doch ich habe es mir zugetraut weil ich alles an infos eingesogen hab und auch praktische erfahrungen gesammelt habe.

Klar, mit den Dickschädel muss man fertig werden, und mit dem großen jagttrieb auch.
Aber mit konsequenter Erziehung und vieeel Geduld klappt alles ;)

Und nein, ich fahre nicht täglich hunderte von Kilometern mitn Fahrrad und er zerlegt mir meine Wohnung trotzdem nicht :mrgreen:

Hat er auch damals in seinen schlanken Zeiten nicht gemacht
 
Infano

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Es ist relativ egal, was du tust, finde ich :)
Mit jedem Hund, den du dir anschaffst, wirst du an deine Grenzen geführt, musst über dich hinauswachsen und bereit sein, zu arbeiten.
Wenn du aber bereit bist, das zu lernen und zu geben, wächst du ja auch mit deinem Hund zusammen. Das dann mit Unterstützung durch Informationen aus Büchern und Internet (Körpersprache, Verhalten) und du wirst deinen Hund auch bald lesen können wie ein Buch.
Und so wie ich das sehe hat jeder Hund (Hundeerfahrung oder nicht) das Potenzial, dich an deine Grenzen und zur Verzweiflung zu bringen ;)
Beispiel: Ich habe einen "schwierigen" Hund aus dem Tierschutz. Tragische Welpenzeit, als er hier ankam Panik vor einfach allem. Ich musste lernen, einen sensiblen Hund, zumindest soweit möglich, von seiner Angst zu befreien und ihm Grenzen setzen, die aber je nach Situation nicht zu streng ausfallen durften etc.
Wenn hier irgendwann ein weiterer Hund einzieht, der einfach unsensibler ist und ein gut ausgeprägtes Ego hat wird der mich auf der anderen Seite an meine Grenzen bringen da ich einfach bei meinem Hund nicht lernen musste, innerhalb der Wohnung Grenzen anders als mit einem normalen Nein zu setzen.

Und ich finde es nicht schlimm, dass hier im Forum viele Fragen gestellt werden. Hab ich auch gemacht und viel aus den Antworten der anderen User gelernt. Manches hat für uns gepasst, manches nicht, aber man nimmt doch immer etwas mit.

Bei einem Wolfshund hast du den Vorteil, dich vorher informieren zu können, du kannst die Rasse live erleben und kennenlernen. Das ist bei Auslandshunden zum Beispiel nicht der Fall.
 
Meinzwerg

Meinzwerg

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Ein Aspekt ist mir hier noch zu wenig zur Geltung gekommen: Ist der Preis nicht zu hoch für das Tier, wenn der Versuch schief geht? Ich finde man hat für einen Hund eine Verantwortung und man muss alles tun, damit der Hund unbeschadet und ohne seine Umwelt zu schädigen artgerecht oder Rasse gerecht leben kann. Natürlich kann man von einer Rasse fasziniert sein und natürlich kann man auch als Anfänger mit angeblich schwierigen Rassen gut zurecht kommen aber die Wahrscheinlichkeit das es klappt ist geringer und einen schwierigen Hund woanders unterzubringen ist auch schwieriger. Sammle Du doch erst einmal Erfahrung, mach eine Fortbildung als Hundetrainer, führe Tierheimhunde aus. Vielleicht liegt Dir der Alltag mit einem solchen Hund dann doch nicht.
 
Michse89

Michse89

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Nunja, wenn ich mir hier die ganzen verkorksten "Anfängerhunde" anschaue die nicht sozialisiert wurden sind, wenig Auslauf bekommen....

bin ich der Meinung das du dieses Risiko leider immer hast. Selbst mit den leichten Hunden können manche nicht klar kommen.

Und ganz ehrlich... ne Fortbildung zum Hundetrainer? cO
Das finde ich jetzt vllt bissle too much
 
Thema:

Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen

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