Der Traum von einer Zoopädagogin ?

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So,dank Mrs. Bunny hab ich mal meine Frage(n) hier rein gestellt :

Hallo, ich möchte mal wissen,was das Gehalt eines Zoopädagogen ist. Ich habe mich schon viel erkundigt,auch durch Berufsbilder,dennoch finde ich nichts passendes. Habe ich reele Chanchen auf einen Ausbildungsplatz ? Wieviel verdiene ich im Monat Brutto/Netto? Wonach richtet sich das Gehalt ? Eher nach Pädagogik oder Zooberufen ?

Vielen Dank für die Infos !

LG
 
27.10.2013
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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
Laura

Laura

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Huhu,

ich habe mich auch mal in die Richtung erkundigt. Tatsächlich gibt es keine richtige Ausbildung dazu, also es gibt keine Lehre, nach der du "Zoopädagogin" oder "Naturpädagogin" oder irgendetwas in die Richtung bist. In Wien an der Uni gibt es einen Studiengang zur Umweltpädagogik, das ist aber auch die einzige Uni, von der ich das weiß.
In Deutschland gibt es keine Unis oder Ausbildungsbetriebe, die so etwas anbieten. Das einzige was man machen kann ist, sich in die Richtung weiterzubilden, aber zuvor muss man eine richtige Ausbildung in einem anderen Fach machen. Es gibt z.B. einen Masterstudiengang in Berlin "Umwelt und Bildung", zuvor musst du aber natürlich einen halbwegs passenden Bachelor gemacht haben. In Freiburg gibt es eine Schule, die Weiterbildungen in Natur- und Erlebnispädagogik anbietet, allerdings hauptsächlich nebenberuflich und nicht ganz billig.

Das heißt wenn du Zoopädagogin werden möchtest, musst du erst mal Umwege gehen.
Der von Arbeitgebern am liebsten gesehene ist der Weg über die Biologie. Alle Zoopädagogen die ich kenne sind eigentlich gelernte Biologen.
Ich habe mich für den anderen Weg entschieden, nämlich den der Pädagogik. Allerdings "fehlt" da das fundierte Biowissen, und was man sich privat so aneignet, kann ein Arbeitgeber halt erst mal nicht so gut beurteilen.

Beim Gehalt kann ich dir leider auch nicht helfen.
 
Adraste

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Das Problem bei Zoopädagogik ist auch hier, dass die Leute nicht gesucht werden. Alle Stellenanzeigen der letzten Jahre, die ich so gelesen habe, die explizit jemanden für die Zoopädagogik suchten, suchten entweder Tierpfleger mit Weiterbildung oder Biologie-Lehrer oder eben Biologen mit Schwerpunkt Zoologie und Pädagogik und Erfahrung in der Tierpflege mit am besten einer zusätzlichen Tierpflegerausbildung. Also, wenn Biologiestudium, dann sollte man sich frühzeitig spezialisieren und am besten auch in die pädagogische Richtung, über die anderen Berufe erscheint es mir leichter.

Was noch geht, ist Naturpädagogik als Weiterbildung. Die ist auch nicht lang und die wird in erster Linie für Erzieher angeboten, kann man aber auch als Lehrer oder Naturwissenschaftler machen. Als Erzieher hast du den Vorteil, dass du notfalls auch für Kindergartenbetreuung (Waldkindergarten o. Ä.) qualifiziert bist und eher die Chance hast, eine feste Stelle zu bekommen.

Allerdings verdient man in in den Berufen selten gut, weil es oft Saisonstellen oder Teilzeitstellen sind. Viele arbeiten auf selbstständiger Basis. Schau dich am besten mal in den Stellenanzeigen um, dann weißt du, was wo wofür gesucht wird:).
 
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Vielen Dank für eure schnellen & hilfreichen Antworten.
Mal ganz abgesehen vom Zoopädagogen suche ich auch noch ähnliche Berufe mit Tieren.
Meine Suchen "ergaben" bisher :
Tierarzt- mache ich zwar nächstes Jahr von der Schule aus ein Praktikum, aber ist nicht so wirklich mein Traumjob, da mir hier die "Erziehung von Tieren" wichtiger ist wie operieren,sezieren,etc . :roll:
Tierpfleger- Auch nicht so wirklich der Traumjob,nach allem was ich gelesen habe hat man wenig Kontakt mit Tieren, eher mit Mist :eek:
Tierzüchter (Pferdezucht,etc.) - nicht so meins. Auch hier die Begründung wie beim Tierarzt, das hat leider nix mit dem zu tun.
Was ich auch noch so gehört habe, was aber eigentlich kein anerkannter Beruf ist (daher wenig Chanchen) sind Filmtiertrainer (super Beruf,würde mir sehr gefallen, allerdings sind die Chanchen auf einen Platz sehr gering (1 von 500 Bewerbern)) und Hundetrainer (auch ein super Beruf, aber auch nicht "anerkannt".

Was kennt ihr noch so bzw. würdet ihr mir vorschlagen ?
LG
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Hu
 
Sumo88

Sumo88

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Ich hab die gleichen Überlegungen angestellt und mich dann gegen einen Beruf mit Tieren entschieden. Wobei ich Zoopädagogik ehrlichgesagt noch nie gehört habe... Ich werde sonderschullehrerin mit Begeisterung für die tiergestützte Pädagogik, sobald es mir möglich ist, möchte ich einen Begleithund haben.

Also das wäre vielleicht noch eine Richtung für dich. Reittherapie, Hippotherapie, etc. Ich weiß ja nicht, welche Tiere dein "Steckenpferd" sind und mit welchen Menschen du arbeiten möchtest, aber da kannst du dich ja mal schlau machen, was es alles so gibt..
 
Laura

Laura

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Wobei ich Zoopädagogik ehrlichgesagt noch nie gehört habe...
Das gibt es eigentlich in jedem Zoo. Sämtliche Infoschilder (also abgesehen von den Gehegeschildern) werden in der Regel von Zoopädagogen entworfen. Viele Zoos haben ja auch so Spiele, wo man irgendwelche Klötzchen drehen muss und dann kommt am Ende irgendwas über das Tier raus, oder Knöpfe müssen gedrückt werden und dann kommt Löwengebrüll usw. Führungen innerhalb des Zoos gehören auch zum Aufgabenbereich der Zoopädagogik. Größere Zoos und einige kleinere haben auch sogenannte "Zooschulen".
Allerdings sind die meisten Zoopädagogen Biologen mit Weiterbildungen im pädagogischen Bereich, denn den Beruf "Zoopädagoge" an sich gibt es nicht.

Wenn Tierarzt nicht so dein Traumjob ist, würde ich den an deiner Stelle gleich von der Liste streichen. Das Studium ist kein Zuckerschlecken und zum Beruf gehören Überstunden und Noteinsätze dazu. Letzteres trifft auch auf die Tierarzthelfer zu.
Die Tätigkeiten eines Tierpflegers hängen auch ein bisschen vom Einsatzfeld ab, aber Sauber machen ist auf jeden Fall eine Hauptaufgabe. Je nachdem wo man da arbeitet, hat man aber auch viel Kontakt zu den Tieren - wahrscheinlich variiert das.

Ansonsten gibt es abgesehen von dem, was du schon genannt hast, nicht so viele Tierberufe. :eusa_think:
 
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Hmmm...ich schubs mal hier das Thema nochmal an.
Kennt jemand sonst noch interessante Berufe mit Tieren ?
Hat jemand Erfahrung mit dem Beruf eines Filmtiertrainers ? Oder kennt ihr noch so was ähnliches ?
@ sumo88 : Naja,so ein richtiges "Steckenpferd" habe ich gar nicht, aber Pferde und Hunde finde ich schon sehr interessant. Die weniger lustigen sind für mich Amphibien und Co., also ich sag jetzt mal nicht so die "Felltiere". Auch interessieren würde ich mich für "Wildtiere"(also nicht so die üblichen Haustiere) wie beim Filmtiertrainer schon angesprochene : Schweine (ja, ich finde tatsächlich toll, was man denen beibringen kann :clap:),selten handaufgezogene Löwen (leider schon sehr selten beim Filmtiertrainer) und solche Tiere.
Auch die Arbeit in einer Seehundstation finde ich toll, ist allerdings meist auch nur "Saisonarbeit".

Hat noch jemand andere Ideen und Erfahrungen ? Hundeführer bei der Polizei/ beim Zoll,etc. ?
Nur her damit ;)


P.S. : Im Mai startet mein Praktikum beim Tierarzt. Freue mich jetzt schon darauf, finde das toll, mal so was "Neues" kennenzulernen. Wobei es vermutlich nicht immer lustig wird. Aber wenigstens habe ich dann was zu berichten :D

LG
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Ich schaue auch nochmal in das Thema rein, da ich noch immer nach interessanten Tierberufen suche. Immer her mit den Ideen ;) !
LG,
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Urizen

Urizen

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"Filmtiertrainer" sind in der Regel Tierpfleger, die sich selbstständig gemacht haben...die bilden auch nur Tierpfleger aus, die dann später den Schwerpunkt auf direktem Tierkontakt und Training haben.
Und auch da heißt es trotzdem: Gehege reinigen, Ställe misten etc.
Mal ganz davon ab, dass die Wildtiere da meist unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden und seelische Krüppel sind.

Wenn Reinigung und nur bedingter Tierkontakt nichts für dich sind, dann solltest du wirklich von den Berufen Tierpfleger und Tierwirt Abstand nehmen.

By the way...aus diesem Grund mag ich diese dämlichen Zoosendungen nicht...Giraffengeburten, Handaufzuchten von Totenkopfäffchen und Tigerbabies...es wird in diesen Sendungen immer so dargestellt, als wäre das der Tierpflegeralltag...dabei passiert sowas mit Glück einmal im Jahr...:roll:
 
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Stimmt, davon habe ich auch schon gehört.
Das mit der Reinigung und bedingter Tierkontakt stimmt, das wusste ich. Mir würde sowas "zur Not" auch als Beruf Spaß machen, aber dann hat sich mein Abitur (mal bitter ausgedrückt) nicht gelohnt ...
Das ist so mein Problem : entweder gibt es einen Beruf, den ich total toll finde -> z.b. Zoopädagogik und dann ist wieder das Problem, dass dieser Beruf nur wenig ausgebildet wird und man (ich sag mal) relativ schlechte Übernahmechancen hat..

Jetzt habe ich wirklich keine Ideen mehr :eusa_think:.
Also mal kurz "zum mitschreiben":
  • - Tierpfleger : Reinigung, wenig Tierkontakt, lohnt sich nicht wirklich -> schließe ich erstmal aus
  • - Tierarzt : operieren und am Körper herumtasten ist nicht so wirklich meins -> auch mal ausgeschlossen
  • - Tierarzthelfer bzw. Tiermedizinische Fachangestellte : gilt dasselbe
  • - Zoopädagoge : "Ausbildung über Umwege", nicht wirklich oft gesucht, ... -> Wo kann ich noch mehr Infos finden ? :eusa_think:
  • - Biologe generell : hat nichts so mit meinem "Lieblingsthema" zu tun... -> aber noch nicht ausgeschlossen
  • - Filmtiertrainer : selbstständige Tierpfleger,... -> nach neuesten Infos auch erstmal ausgeschlossen

Jetzt bin ich wirklich überfordert :shock::eusa_doh:.
Kann mir jemand etwas über Hippotherapie sagen ? Ist jemand Hippotherapeut ? Oder kann jemand über andere Berufe berichten ?
Im Internet hab ich auch was darüber gefunden, allerdings hilft mir das nicht so direkt weiter...


Liebe Grüße,
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:arrow: Manche sagen jetzt sicher : Wieso jetzt schon Gedanken machen ? :roll: Aber ich würde mich schon jetzt gerne informieren über spätere Berufsrichtungen etc. Deswegen : Immer her mit den Tipps ;)
 
Smoothie

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Wie viele andere wollte ich auch was mit Tieren machen, unbedingt. Hab mich nur bei Tierärzten beworben und Bürojobs fand ich langweilig und öde.
Letztlich habe ich keine Ausbildung im Bereich Tiere gefunden und hab dennoch meinen Traumberuf; Bürokauffrau. ;) Einfach mal mehr Praktikas machen, auch solche die erst Mal unter No Go fielen. Eine überraschung kann immer dabei sein. Ich hab in einer Tierarztpraxis, beim Bäcker, in ner Zoofachhandlung, in der Lebenshilfe und im Büro Praktikas gemacht und alles war gar nicht so übel wie ich es mir vorher gedacht hat obwohl 3 von 5 Berufen nichts mit Tieren zutun haben. Dafür hab ich dann einen halben Zoo bei mir Zuhause und das ist dann völlig in Ordnung gewesen. ;)
 
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. Dafür hab ich dann einen halben Zoo bei mir Zuhause und das ist dann völlig in Ordnung gewesen. ;)
Das Problem ist dann natürlich, ob man dafür genug Zeit findet ;) Also neben dem Beruf.
Lehramt habe ich auch schon einmal überlegt...Das wäre auch noch eine Möglichkeit...Aber da ist dann wieder das Biologiestudium im Weg :eusa_think:
 
Sumo88

Sumo88

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Inwiefern ist da dann das Biostudium im Weg? Kannst ja auch Biolehrer werden ;-)


Oder einfach nur Zoologie studieren (is glaub ich ein möglicher Schwerpunkt im Biostudium) und schauen was sich so ergibt...

Ich glaube, ich könnte nicht in einem Zoo arbeiten, mir tun die Tiere da Leid =(
 
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Inwiefern ist da dann das Biostudium im Weg? Kannst ja auch Biolehrer werden ;-)


Oder einfach nur Zoologie studieren (is glaub ich ein möglicher Schwerpunkt im Biostudium) und schauen was sich so ergibt...

Ich glaube, ich könnte nicht in einem Zoo arbeiten, mir tun die Tiere da Leid =(

Also Biologie zu studieren finde ich schon interessant - klar, dass da das sezieren auch dazu gehört :eusa_eh:. Hat jemand Erfahrungen im Biologiestudium und den "Ausblicken" danach ? Also Weiterbildungen, etc.? Oder kann mir jemand eine Seite nennen, wo ich mich da genauer erkundigen kann ?

Mit dem Lehramtsgedanken habe ich auch schon gespielt...Also beispielsweise Biologie und Deutsch...

Bei manchen Zoos tun mir die Tiere auch ziemlich leid, deswegen könnte ich an den Zoos auch nicht arbeiten... Aber zum Beispiel im Zoom Gelsenkirchen finde ich, dass die Tiere weitestgehend artgerecht gehalten werden.


LG,
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Nienor

Nienor

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Lehrer werden muss man aber wirklich wollen und es nicht einfach machen, weil sonst nichts blieb.

Je nach Uni musst du nicht sezieren.
Wir haben nur in Praktikas seziert (und das nur Fruchtfliegen und ne Sepia) und da musste niemand mitmachen. Ich habe mich auch geweigert und das wurde akzeptiert.

Wenn man aber Kurse wählt, die viel mit Anatomie zu tun hat, passiert es auch eher, dass man selbst sezieren muss.
In der Entwicklungsbio wurden laut einem Kollegen auch mal nur kurz zum Zeigen Hühnereier mit sich entwickelnden Küken aufgeschnitten und dann weggeworfen.

Mit dem Studium bin ich jetzt fertig und im Moment sieht es mau aus mit Arbeit. Geht vielen anderen Studenten genauso, die ich gefragt habe. Nur die handvoll, die direkt nen PhD bekommen haben und in der Forschung bleiben, sind erstmal sicher unter.

Weiterbildung kannst du logischerweise dann auch reichlich machen - für reichlich Geld. Aber welche dir dann wirklich nen Job beschert, ist ne andere Frage.
Mir scheint, dass man als Biologe flexibel sein muss - es sei denn, man fühlt sind als geborener Lehrer, kann gut mit Kindern und Jugendlichen, kann wissen vermitteln. Dann hängt man hier das Lehrdiplom an und findet recht zuverlässig Arbeit. Aber mir liegt das gar nicht, also verschon ich mich und die Schüler ^^
 
Mitch

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Die Cousine von meinem Dad ist im Sommer nach Mallorca gezogen. Da hat sie auch eine Frau kennengelernt, die eine Filmtierschule, also vor allem Hunde und so, hat. Zusammen bieten die jetzt dort auch Hundewanderungen an, geplant war wohl auch, mit einem Tierheim zusammenzuarbeiten, damit Leute ohne Hund einen von dort mitnehme können.
Manchmal muss man also auch "nur" kreativ sein ;)

Sie ist übrigens mit einem Golden Retriever und einer Katze rüber gezogen und hat inzwischen noch jeweils einen Hund und eine Katze aus dem Tierheim aufgenommen ;)
 
Adraste

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Zoologie kann man nicht einzeln studieren, das ist Teil des Biostudiums und man kann sich im Master darauf spezialisieren. Da ich alle Zoologiekurse meiner Uni mitgenommen habe, kann ich sagen, dass dich das nicht auf die Arbeit im Zoo vorbereitet. Natürlich lernst du auch viele nützliche Sachen dafür und ich denke, dass jeder Biologe mit entsprechendem Interesse in der Richtung das problemlos hinbekommt, aber Arbeitgeber wollen für Zoopädagogik eben leider meist jemanden mit Pädagogikkenntnissen, die nunmal nicht Teil des Studiums sind;)

Zoologie im Biostudium hieß an meiner Uni hauptsächlich Tiere zu sezieren, in keinem Praktikum haben wir was anderes gemacht. Im Grundstudium konnte man sich zwar weigern, zugucken musste man trotzdem - soweit ich weiß, haben aber alle mitgemacht, selbst diejenigen, die sich eigentlich weigern wollten. Es war ja auch sehr interessant. In den Erweiterungsmodulen durfte man sich aber nicht mehr darum drücken, schließlich hat man den Kurs bewusst gewählt. Wenn du das nicht willst, solltest du dich über die jeweiligen Angebote der Unis informieren.
Im Zoo saß ich während der Ethologie - interessiert aber auch niemanden, ob du Statistiken erstellen kannst, welcher Grasbüschel von welcher Antilope als erstes gefressen wurde, auch wenn mir das wirklich Spaß gemacht hat. Arbeitgeber reißen sich nunmal nicht gerade um Zoologen. Da ein gewisser Laboranteil in der Zoologie ja üblich ist, könnte man es vielleicht in der Pharmabranche versuchen, dort sind ein paar meiner Mitstudenten untergekommen, die damit auch das große Los gezogen haben, einen festen, gutbezahlten Job zu bekommen.

Weiterbildungen gibt es zwar - allerdings für Berufsanfänger kaum machbar, weil meistens mindestens 2 Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt wird oder man für 4 Tage Weiterbildung auch mal mehr als 2000 Euro zahlen darf - wovon soll man das als arbeitsloser Berufsanfänger bezahlen? Bildung gibt es eben nur gegen Geld und Firmen wollen Leute, die die Weiterbildungen haben. Ich sags mal so, ich habe es mit dem Studium bisher nicht geschafft, irgendwo unterzukommen, trotz guter Studienleistungen. Ich bin flexibel, kann mir Arbeit in den verschiedensten Bereichen vorstellen und bewerbe mich auch auf die unterschiedlichsten Stellen. "Man muss sich nur bemühen, dann findet man auch was" ist so ziemlich einer der dämlichsten Sprüche, die es gibt - der größte Einsatz hilft nicht, wenn du über tausend Mitbewerber auf eine Stelle hast. Beim Arbeitsamt/Jobcenter wird man dann als ungelernte Hilfskraft an dubiose Zeitarbeitsfirmen vermittelt, völlig egal, was du sonst noch kannst (im Studium lernt man ja auch andere Dinge als Bio), womit dir eigentlich jegliche Chance auf einen guten Berufseinstieg, egal in welcher Branche, genommen wird. Damit sind die acht Jahre Studium beruflich gesehen völlig umsonst gewesen, was schon sehr frustrierend ist, da ich das wirklich gerne gemacht habe. Und man kommt eben leider auch woanders nicht unter, da man entweder "überqualifiziert" ist oder es Menschen mit passenderer Ausbildung gibt.


Als Biolehrämtler konnte man als Zusatzqualifikation - also außerhalb des regulären Studienplans - allerdings Zoopädagogik wählen. Das wäre dann zumindest ein Kurs in die Richtung. Aber wie gesagt, ich denke als Erzieher mit Weiterbildung in Naturpädagogik (die du theoretisch auch nach einem Biostudium machen kannst, sofern du Geld hast) sind die Chancen auf einen Arbeitsplatz in der Richtung wesentlich höher - ob man im Zoo die Vogelspinnen erklärt oder die Kinder im Bach fischen lässt - von der Arbeit an sich ist der Unterschied nicht so wahnsinnig groß.
 
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Ui, mit so vielen Infos hatte ich nicht gerechnet ;).
Das mit dem Sezieren gehört dazu, klar. Das ist mir auch bewusst und ich würde es auch mitmachen - auch wenn es jetzt nicht meine Lieblingsbeschäftigung wäre, aber ich glaube, das gefällt keinem so richtig :lol:.
So in Richtung Labor wird es für mich wieder uninteressant, da das wieder so in Richtung untersuchen, experimentieren,etc. geht.
Dann ist im Moment also gar nicht sooo großes Interesse an Biologen, etc. , wenn ich das so richtig gehört habe ?

Aber erstmal danke für die zahlreichen Informationen ;) Das hat mir wirklich geholfen !

Da hätte ich dann noch weitere Berufe, über die ich "gestolpert" bin :
- Assistenzhundetrainer oder auch Behindertenbegleithundetrainer (Therapiehunde-Trainer) -also sozusagen diejenigen, die die Hunde für blinde oder körperlich beeinträchtigte Personen ausbilden... Allerdings auch nicht staatlich anerkannt, man kommt häufig als Quereinsteiger in diesen Beruf... Hat jemand noch Informationen ? Habe mich mal durch einige Internetseiten wie dogs-university durchgelesen...
Jetzt bin ich auf Wörter wie "Fachkraft für tiergestützte Therapie im Bereich..." gestossen... :eusa_think: Kann mir jemand den Unterschied erklären ?

LG,
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Nienor

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Jetzt bin ich auf Wörter wie "Fachkraft für tiergestützte Therapie im Bereich..." gestossen... :eusa_think: Kann mir jemand den Unterschied erklären ?
Den Unterschied zu was ?
Zum Assistenzhundausbilder ?

Als Fachkraft für tiergestützte Therapie erlernst du zuerst einen therapeutischen Beruf.
Sei es Physiotherapeut, Ergotherapeut, Psychiater ..
Dann machst du eine Weiterbildung in Richtung tiergestützte Therapie und kannst dann in deinem Beruf Tiere einsetzen, um therapeutische Ziele zu erreichen ..

Ausbilder für Assistenzhunde und Co. sind schlussendlich Hundetrainer.
Und wie du schon gemerkt hast, das ist ein "Beruf", den jeder machen kann. Jeder kann sich Hundetrainer nennen, jeder kann behaupten, er kann Assistenzhunde ausbilden.

So in Richtung Labor wird es für mich wieder uninteressant, da das wieder so in Richtung untersuchen, experimentieren,etc. geht
Das Biostudium ist viel selbst experimentieren, wenn man aus dem Grundstudium raus ist und nicht mehr nur "Frontal-Unterricht" hat. Und selbst in den Praktika während des Grundstudium experimentiert man schon.
Wenn du also gar keine Lust auf Labor und Experimente hast (auch in der Chemie und der Physik), dann ist das Biostudium wirklich nichts für dich. Das wird dich all die Jahre im Studium begleiten.
 
Laura

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Ich denke es ist schwierig, direkt in einen Tierberuf reinzukommen, von Tierärzten mal abgesehen. Viele Berufe, die mit Tieren zu tun haben, bauen eigentlich auf etwas anderem auf.
Von daher würde ich an deiner Stelle erst mal überlegen, was dir sonst noch so liegt oder was du dir vorstellen könntest, zu kombinieren. Könntest du mit Kindern arbeiten? Mit kranken Menschen? Wäre ein Bürojob auch etwas für dich - Naturschutzprojekte organisieren, verwalten, unterstützen etc.?
 
Thema:

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