Probleme mit Autofahren und alleine bleiben

Diskutiere Probleme mit Autofahren und alleine bleiben im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; hallo alle zusammen, ich bräuchte dringend eure hilfe, ich bin nämlich mit meinem latein am ende... sei 7 monaten bin ich frauchen von einem...
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marina19

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hallo alle zusammen,
ich bräuchte dringend eure hilfe, ich bin nämlich mit meinem latein am ende...
sei 7 monaten bin ich frauchen von einem einjährigem schäferhund beagel mischling.
er ist kastriert, der vollständigkeit halber muss ich erwähnen das er von geburt an blind ist-lasst euch bitte deswegen nicht davon abhalten eure tipps zu äußern..
er ist vom charakter her ein aufmerksamer, anhänglicher hund, freundlich und neugierig mit wenig angst, gott sei dank.
ABER:
- autofahren:
wir
steigen ein, drei minuten später beginnt das theater- jaulen, janken, fiepen. fast durchgängig während der kompletten fahrt.
was ich bis jetzt versucht habe:
- bachblüten
- transportbox im auto (ging gar nicht noch viel mehr stress)
- pheromon spray
- je 30 min mit ihm immer wieder nur im auto sitzen ohne zu fahren, kuscheln auf der rückbank, versuche zu füttern.
- umzug in den kofferraum da er sich dort wenigstens nach einiger zeit hin legt
- mit musik, ohne musik
- komplettes ignorieren
wie sich der hund verhält:
-wir steigen ein , er beginnt zu zittern wie espenlaup
- kurz später hecheln und beschleunigte atmung
- erhöhter speichelfluss (ingwer gegen übelkeit lehnt er ab)
Habt ihr eine Idee? was kann ich bloß noch tun?

zweites problem:
-alleine bleiben

was ich versucht habe:
- eine min vor die türe, dann 5 dann 15 usw
- vorher ganz normal verhalten
- vor dem trainingmindestens eine stunde spazieren, halbe stunde ankommen, halbe stunde entspannen auf dem sofa, dann alleine training
- getragene jacke von mir in seine geliebte hundebox
- kong mit lebewurst gefüllt und eingefroren
- würstchen im sofa versteckt
- leise musik und babyphone angestellt

wie der hund sich verhält:
- an der türe kratzen und hochspringen
- kot und urin absetzen
- heulen
- letztens: pfoten blutig (gebissen?) seitdem keinen versuch mehr unternommen ihn alleine zu lassen

was mache ich verkehrt??
vielen dank schonmal!!!:?:
 
16.11.2013
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
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Huhu,

ich hab deinem Thema mal einen etwas aussagekräftigeren Titel gegeben ;).

Zum Auto fahren: Manchen Hunden wird im Auto einfach schlecht. Meist verwächst sich das bis zu einem Alter von etwa einem Jahr (war bei meinem auch so), wenn der Hund mit der Bewegung besser klar kommt. In deinem Fall kann es aber sein, dass er aufgrund der Blindheit zum einen mehr Angst davor hat, weil er nicht zuordnen kann, was passiert, ihm zum anderen eher schlecht wird, weil er Kurven o.ä. nicht kommen sieht. Leider fällt mir dazu nicht mehr ein als erst einmal abzuwarten und es ihm so angenehm wie möglich zu machen, ich wäre an das Problem nämlich genauso herangegangen wie du.
Was ich damals noch versucht habe waren Cocculus und Nux Vomica (Globulis), ob sie geholfen haben oder nicht kann ich nicht sagen, aber irgendwann hat es aufeghört (meiner hat gespeichelt und gebrochen).

Was das alleine bleiben angeht: Das klingt für mich nach schwerer Trennungsangst. Wie ist das denn in anderen Situationen, wenn du mal nur den Raum und nicht das Haus verlässt o.ä.? Vielleicht kannst du da ansetzen und es ganz langsam darüber aufbauen.
 
M

marina19

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hallo, vielen lieben dank für die schnelle antwort.
ich hoffe sehr das sich das verwächst...!!!!!! es ist wirklich anstrengend..
in der wohnung schließe ich von anfang an türen hinter mir, gehe alleine in die wanne etc. das funktioniert ohne probleme.lt
vorbesitzer war der hund dort täglich vier stunden alleine..
allerdings, konnte er nie eine richtige bindung aufbauen da er oft herum gereicht wurde da isrgendwie jeder mit seinem blindsein überfordert war.
ich habe von anfang an vertrauen aufgebaut: aus der hand füttern , ganz nah beieinander liegen, viel mit ihm reden wenn er entspannt war, viel streicheln etc.
ich glaube er vertraut mir inzwischen ganz gut. allerdings hat er wohl einfach angst das zu verlieren und das er plötzlich für immer ganz alleine in der wohnung sitzt..
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
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Hallo nochmal,

wenn du die Türen offen lässt, läuft er dir dann nach oder bleibt er auch dann entspannt liegen?
Nur weil er beim Vorbesitzer alleine war heißt das nicht, dass er es auch kann. Das kann durchaus eine sehr prägende Erfahrung für ihn gewesen sein, wenn er dort einfach alleine gelassen wurde, kein Training hatte und dabei verunsichert wurde. Ich stelle mir das bei einem blinden Hund nochmal einen Ticken schwerer vor, da er vielleicht etwas mehr auf seinen Halter angewiesen ist.
Wie lange warst du denn schon in einem anderen Raum bei geschlossener Türe und bleibt er da absolut ruhig? Vielleicht kannst du die Zeitspanne erst einmal etwas ausdehnen, damit er sich gewöhnt?
Sollte er dir in der Wohnung extrem nachlaufen würde ich erstmal daran arbeiten, denn er sollte entspannt liegen bleiben können, wenn du dich bewegst.

Wenn all das aber schon gut läuft ist das Problem vermutlich recht schwer in den Griff zu kriegen. Kürzer als ein paar Sekunden kannst du ja nicht rausgehen, du sollst aber auch nicht wieder rein, wenn er gerade Terz macht, denn dann bestätigst du ihn. Das Koten und Urinieren finde ich auch schon recht extrem und ein Zeichen für großen Stress. Vielleicht solltet ihr euch lieber einen erfahrenen Hundetrainer holen, der mit euch an der Verlassensangst arbeitet.

Was das Autofahren angeht drücke ich euch die Daumen, dass es sich wirklich noch verwächst :D.

Liebe Grüße
 
M

marina19

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halli,lieben dank.
in der wohnung ist es sehr tagesabhängig ob er mir hinterherläuft oder liegen bleibt. beides kommt vor.
 
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A.P.A.

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Hallo,
ich kann mir gut vorstellen, dass deinem Hund beim Autofahren nicht wohl ist. Er ist blind und sitzt in einem beengten Raum, der wackelt. Wir haben unseren Hund zunächst vorne angeschnallt (Das gute war, dass er zwischendurch gekrauelt werden konnte... Immer wenn er gequietscht hat, haben wir direkt aufgehört ihn zu streicheln und wenn er ruhig war wurde wieder gestreichelt). 2Wochen später auf der Rückbank... und seit er 6Monate alt ist, fährt er im Kofferraum mit. Vielleicht solltest du mit deinem Hund klein anfangen. Nur ins Auto einsteigen, warten bis er einen ruhigen Moment hat, belohnen und wieder raus aus dem Auto ?!?!
 
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marina19

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danke für den tipp- habe ich direkt mal ausprobiert und ihn unten am beifahrersitz festgemacht- ging gar nicht...
für mich hölle mir das anschauen zu müssen (ist albern, aber ich hatte echt sorge das er mir umfällt..) zudem kann ich mich so kaum aufs fahren konzentrieren und das mit dem streicheln hat auch nicht funktioniert..es gab einfach keinen anlass dazu, außerdem turnt er rum.. naja, versuch macht klug..;-)
 
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A.P.A.

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Schade, aber hast du es denn mal mit nur kurz einsteigen OHNE ZU FAHREN probiert? Du schreibst nämlich, dass du dich nicht auf das Fahren konzentrieren konntest.
Ich wünsch euch zwei alles Gute. :)
 
BerndFfm

BerndFfm

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Hallo Marina,

die Symptome, die Dein Hund zeigt, können zwar Übelkeit und Trennungsangst sein, meistens ist es aber Kontrollverlust.

Bei Youtube gibt es dazu ein Video mit Mops Henry bei Martin Rütter. Das Video ist in Deutschland gesperrt, vielleicht kannst Du es trotzdem irgendwie sehen.

Sonst googel mal nach "Kontrollverlust" oder "Kontroll-Freak".

Grüße Bernd
 
*Mischling*

*Mischling*

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Mir kam da gerade eine Idee: Was das Auto angeht glaube ich nach wie vor, dass es einerseits das Alter, andererseits aber ein Problem der unkontrollierten Bewegung ist. Wie viel wiegt dein Hund denn? Lässt er sich tragen?
Eventuell könntest du ihn zuerst eine Weile jeden Tag nur für kurze Zeit tragen (ohne dazwischen Auto zu fahren), bis ihm das überhaupt nichts mehr ausmacht (auch immer schön mit Leckerlis bestätigen), ihn dann im Auto erstmal auf den Schoss nehmen und ohne fahren wieder aussteigen, dann das ganze mit kurzer Fahrt (muss dann eben wer anders fahren, wenn das geht?) usw.. Vielleicht gewöhnt er sich so langsam daran, dass sich etwas bewegt und ihn »mitbewegt«.
 
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marina19

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vielen dank für euer interesse und die anregungen! also, ich habe mehrfach mit ihm nur auf der rückbank gesessen , hingelegt, gekuschelt, im auto gegessen...keine änderung. auch ohne das das auto an ist zittert er stark. er wiegt 12 kg und lässt sich ohne probleme tragen das macht ihm nichts aus.vor allem- so langsam, sollte er sich doch daran gewöhnen können und abspeichern, das ihm nichts passiert?! wir fahren ohne ausnahme jeden tag auto, seit einem halben jahr, es lässt sich einfach nicht vermeiden.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

zum thema kontrolle: das video ist scheinbar nirgendwo zu sehehn.. habe es nicht gefunden es ist gesperrt. ich kann den hund ja irgendwie verstehen- da sieht man schon nix und plötzlich sitzt man in irgendeinem ding was sich bewegt, laute geräusche macht und schlecht wird einem auch noch.-klar das das keine bomben sache sein kann..im alltag ist er weniger "kontrollig" wie meine vorherigen hunde- er legt zum beispiel nicht seine Pfoten auf mich wenn ich irgendwo sitze, allerdings fällt es ihm an machen tagen schwer liegen zu bleiben wenn ich den raum verlasse, an anderen tagen klappt das wiederum prima. durch den schäferhundanteil zeigt er starke schutzinstinkte- so meldet er beispielsweise jedes geräusch im haus mit knurren an. ich versuche das in den griff zu bekommen ,bin da aber denke ich auf einem guten weg- ich honoriere seine meldung und teile ihm mit das alles ok ist sodass er sich entspannen kann und nicht gezwungen ist die verantwortung zu übernehmen.. ich bilde mir ein das klappt ganz gut ;-))

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

bloß irgendwann muss ich mal einen arzttermin machen können ohne das der hund irgendwo betreut wird oder von den sprechstundenhilfen bespaßt wird. und ich muss zugeben- irgendwann möchte ich auch mal wieder menschen sehen;-) ich bin gerne bereit und bin mit auch bewust darüber gewesen das es eine hohe verantwortung und zeitanteil bedeutet einen hund zu nehmen (erst recht als dritter besitzer) aber mit einem jahr muss doch mal drin sein das er eine stunde alleine bleibt ohne zu sterben .. ich weiß, ich bin ungeduldig..
 
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marina19

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mir ist noch eine unangenehme sache aufgefallen:ich muste was im hausflur beiseite räumen, der plan war- türe auflassen, hund im wohnungsflur, ich im hausflur.was ablief war: hund anweisung: ab und sitz- hund fängt an zu gurren wie eine katze, versucht nach mir zu schnappen, hat riesen angst ich könnte die türe schließen, bäumt sich auf, geht in "Kampfstellung" ich: knurre ihn an, dränge ihn mit dem oberschenkel in den flur zurück, ignoriere ihn danach eine stunde völlig weil das absolutes scheiss verhalten von seiner seite war.
wenn es in solchen situationen droht ernst zu werden, hört er irgendwann auf und leckt meine hände. seine angst mus sehr grpß gewesen sein weil er ansonsten ein sehr harmoniebedürftiger hund ist, wenn man das so sagen kann..
 
*Mischling*

*Mischling*

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vielen dank für euer interesse und die anregungen! also, ich habe mehrfach mit ihm nur auf der rückbank gesessen , hingelegt, gekuschelt, im auto gegessen...keine änderung. auch ohne das das auto an ist zittert er stark. er wiegt 12 kg und lässt sich ohne probleme tragen das macht ihm nichts aus.vor allem- so langsam, sollte er sich doch daran gewöhnen können und abspeichern, das ihm nichts passiert?! wir fahren ohne ausnahme jeden tag auto, seit einem halben jahr, es lässt sich einfach nicht vermeiden.
Hast du vielleicht zu viel verschiedenes gemacht? Gerade bei ängstlichen Hunden ist wichtig, dass du stets souverän und beständig bist, vll hast du einfach zu schnell von einer Taktik zur anderen gewechselt und das hat ihn verwirrt?
Es ist natürlich auch von Nachteil, wenn sich das Fahren während des Trainings nicht vermeiden lässt... Hast du mal versucht, ihn auf den Schoss zu nehmen?

was ablief war: hund anweisung: ab und sitz- hund fängt an zu gurren wie eine katze, versucht nach mir zu schnappen, hat riesen angst ich könnte die türe schließen, bäumt sich auf, geht in "Kampfstellung" ich: knurre ihn an, dränge ihn mit dem oberschenkel in den flur zurück, ignoriere ihn danach eine stunde völlig weil das absolutes scheiss verhalten von seiner seite war.
Wenn der Hund tatsächlich schon so eine Panik davor hat, dass du auch nur die Haustüre schließen könntest, dass er sich gegen dich stellt, möchte ich an dieser Stelle wirklich nichts mehr raten als einen erfahrenen Hundetrainer oder Hundetherapeuten zu Rate zu ziehen. Jeder fehlgeleitete Versuch kann hier noch weit mehr Schaden anrichten oder zur Eskalation führen, deswegen würde ich dir hier wirklich nur noch zu professioneller Hilfe raten, da kann euch nur wer mit viel Erfahrung bei ängstlichen Hunden und einem sanften Vorgehen (bitte keine »Rangordnungsspielchen« oder Gewalt, gibt auch welche, die bei sowas dazu raten) helfen, der sich das für Ort anschauen kann.

Viel Glück!
 
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marina19

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guten morgen, danke für deine hilfe. wenn im auto jemand auf dem beifahrersitz sitzt, und der hund im fußraum sitzt ist alles super- kein zittern, er konnte sich sogar hinlegen, leider finde ich niemanden der jeden morgen um fünf mit mir zur arbeit fährt..
zu dem anderen: es ist gott sei dank nicht mein erster hund, daher denke ich seine körpersprache etwas einschätzen zu können- nackenfell war zum beispiel unten, ich glaube, man darf nicht vergessen das er gerade voll in die pubertät kommt und natürlich schaut, wie er seine belange durchsetzten kann, ich habe ihm natürlich keine gewalt angetan im flur, ich habe ihn lediglich aus der situation genommen weil das fr mich ganz klar der versuch war die situation zu bestimmen. die verantwortung kann er gar nicht tragen er wäre mit der anführerrolle hoffnungslos überfordert. ich wollte für ihn klarstellen: das ist hier nicht dein kriegsplatz;-) es kommt nie zum äußersten, heißt er lenkt ein und lekt meine hände oder setzt sich hin und wartet ab. ich habe das gefühl er wollte schauen wie weit er so kommt.. natürlich kann ich mich auch völlig täuschen aber ich glaube er braucht keinen therapeuten sondern einen verlässlichen menschen der im seinen platz zeigt und sichert.
bestimmt habe ich zuviel ausprobiert, seit 9 wochen läuft das autofahren jetzt aber gleich ab..trotzdem wenig besserung.
aber, warum auch immmer, es sind tage dabei, da weint er zwei minuten und dann... komplette ruhe, die ganze fahrt über?????!!
 
Gitte57

Gitte57

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Hallo Marina,

Die Elterntiere von Micky vertragen Beide das Autofahren absolut nicht.
Die HH haben wirklich schon Alles ausprobiert, leider ohne Erfolg.....
Die Tiere puschen sich im Auto derart hoch, dass es unweigerlich zum Erbrechen kommt, auch wenn sie einen leeren Magen haben.

Zum alleine bleiben...
In unserer Nachbarschaft wohnt eine Dame, die eine blinde Dackelhündin hat.
Sie konnte auch nicht alleine bleiben und zeigte ein ähnliches Verhalten wie Dein Schatz.
Die Dame hat sich einen guten Hundetrainer genommen und mittlerweile bleibt die Maus ohne Probleme alleine...

Ich drücke Dir und dem Schatz ganz fest die Daumen und wünsche Euch viel Erfolg...;)

L.G.
 
*Mischling*

*Mischling*

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daher denke ich seine körpersprache etwas einschätzen zu können
Das wollte ich dir gar nicht absprechen, das hast du vielleicht falsch verstanden ;).
Ich meinte damit zweierlei: Über das Internet Tipps zu geben ist bei Erziehungsfragen immer schwierig, besonders bei tiefer gehenden Problemen. Auch wenn du die Situation richtig einschätzen magst müsste jemand, der einen wirklich qualifizierten Tipp geben will, die Situation auch selbst erleben, den Hund und dich sehen und dabei auch auf Kleinigkeiten achten, die dir vll in dem Moment gar nicht auffallen. Nicht jeder schätzt hier seinen Hund richtig ein und zumindest ich würde nicht wagen, über diese Distanz bei solchen Problemen etwas zu raten, was nachher vll kräftig in die Hose geht. Im direkten Dialog tauscht man sich einfach besser aus und erfährt auch mehr über Hund und Halter.

Das andere ist, dass man selbst auch mit noch so viel Erfahrung u.U. kleine Fehler macht oder Kleinigkeiten übersieht. Das geht den besten Hundeführern so, denn in der Situation fällt es schwer, einen neutralen Blick von außen zu behalten. Deinen Hund magst du richtig eingeschätzt haben, aber dich auch? Meine Mutter z.B. hat auch schon Hundeerfahrung, hat jetzt aber einen neuen Welpen, bei dem ein paar Kleinigkeiten nicht richtig klappen wollten. Sie hat mich dann gebeten, einmal zuzusehen und zu schauen und es waren tatsächlich nur ein paar Kleinigkeiten an ihrer Körpersprache, die nicht ganz optimal waren. Kaum hat sie drauf geachtet ging es viel besser. So etwas meinte ich damit – einfache Kleinigkeiten, die man an sich gar nicht so bemerkt.
 
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marina19

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da hast du völlig und absolut recht. -ich bin mir lediglich bei der einschätzung von gefahr und aggressivem verhalten sicher, bei allem anderen weiß ich nicht, was ich davon halten soll.. ich meine zum beispiel, der hund hat schlicht angst beim autofahren- hecheln, sehr schnelle atmung, zitternde beine, geweitete augen, gähnen. meine mutter meint- der will nur deine aufmerksamkeit und im mittelpunkt stehen. -tja. kann natürlich auch sein.
oder: der hund bellt einen pasanten an: er sieht ihn nicht, es verunsichert ihn, er schlägt an um den anderen auf abstand zu halten.
oder: er meint er wär der größte vonne welt, das ist sein garagenhof und das teilt er dem anderen auch lautstark mit.-witzig ist das er sich in so einer situation auf kommando übrigens hinsetzt,..dann leider im sitzen weiterbellt.
andere sagen: was macht ihr euch eigentlich so einen kopf? unsere hunde früher hatten solche probleme gar nicht...
grundsätzlich kriege ich immer zu höhren: Das geht so nicht, da musst du was ändern.
ich hatte einen hundetrainer, aber, ich muss zugegen, die 40 euro für 45 min waren mir auf die dauer einfach zu teuer. die tipps die ich bekommen habe konnte ich auch nachlesen. ich glaube, es würde ihm helfen, wenn er sich seiner selbst ruhig und stark bewusst sein könnte: das er weiß das er nicht aufhört zu existieren wenn er mal allleine bleiben muss etc. ich denke wirklich wenn er das einmal raus hätte, würden sich auch viele andere der kleinigkeiten relativieren.
ich habe hier im forum um hilfe gebeten weil ich oft die erfahrung gemacht habe das betroffene einem am besten helfen können. ich weiß das ferndiagnosen kaum zu vertreten sind, aber es hätte ja sein können dass jemand sagt_ jo, genau das war bei mir auch..
 
Chat_Sauvage

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Hecheln, speicheln, gähnen und zittern sind die gleichen Symptome, die auch meine Hündin beim Autofahren zeigt.
Wir haben lange versucht, es gründlich aufzubauen. Futter nur im Auto, wochenlang nicht fahren... dann Motor starten und irgendwann mal eine kleine Runde um den Block.
Anfangs hat sie sich schon nach 2 - 3 Minuten übergeben, das hat sich mittlerweile aber verflüchtigt. Doch egal wie oft wir das geübt haben, sie fährt heute mit ihren 1,5 Jahren nach wie vor nicht gerne Auto.
Das einzige, was wirklich geholfen hat, war das Ziel der Fahrt. Ich habe sie eine lange Zeit nur noch mitfahren lassen, wenn es danach auf einen schönen Spaziergang ging, vorzugsweise mit vielen anderen Hunden.
Zum Tierarzt ect. bin ich erst mal Fahrrad gefahren. Lieben tut sie das Auto heute noch nicht, aber sie steigt nach kurzem zögern ein und zittern sowie hecheln haben nachgelassen. Sie weiß, dass nach der Fahrt etwas tolles passiert.

Problem ist da nur, dass man seinen Hund eben auch nicht mit zum einkaufen usw. nehmen sollte, solange bis er die Angst ein wenig verloren hat. Wirklich nur, um auf's Feld zu fahren, in die Hundeschule oder um sich sonst wo mit anderen Hunden u. deren Besitzern zu treffen.

Das ist bei dir dann schwierig, weil du ihn ja nicht wirklich alleine lassen kannst. Ging uns genauso, deswegen musste erst das alleine bleiben klappen u. der Hund solange unter Stress (nicht unnötig oft) mitfahren, weil es eben keine andere Lösung gab.
Zum alleine bleiben kann ich dir aber leider nichts sagen... wir haben da auch nur eine 'Speziallösung' für uns gefunden, nach etlichen anderen Optionen, die gescheitert sind..

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Übrigens wie Bernd schon sagt, das Zittern etc. hat nichts mit Aufmerksamkeit oder dergleichen zu tun. er hat einfach nur totalen Stress beim Autofahren.
Wenn meine Hündin bellt oder auch wenn sie totale Panik im Auto hat und ich ihr ein Kommando gebe (z. B. Sitz), führt sie dieses auch problemlos aus, trotz Stress / Aufregung.

Dieses Persönlichkeitsproblem ist übrigens auch bei uns der Fall. Meine Hündin denkt sozusagen, sie wäre alleine nicht stark. Sie orientiert sich pausenlos an mir, sobald sie in ihr nicht vertraute Situationen kommt reagiert sie aufgeregt und unruhig. Sie unterwirft sich sehr gerne anderen Hunden und hatte beim alleine bleiben starke Verlassängste.
Das lag aber alles nur an meiner 'falschen' Erziehung. Nun muss ich ihr zeigen, dass auch sie alleine stark ist, keine Angst haben muss. Das habe ich im Welpenalter streng unterbunden, um keinen dominanten Hund zu bekommen. Aber ein ängstlicher ist tausend mal schlimmer...
Wir machen viele Spiele, bei denen sie gewinnt (Tau), sie darf mich auch mal anspringen, mal wild sein. Sie muss sich einfach nicht mehr ständig an Regeln halten und sich 'unterordnen'
In Situationen, in denen sie Angst hat, reagiere ich nun ruhig und souverän. Ich sehe sie nicht mehr an, spreche nicht mit ihr. Aber gebe ihr dadurch Sicherheit, nicht selbst aus der Fassung zu kommen.
Früher habe ich im Auto ständig nach ihr gesehen, beruhigend auf sie eingeredet, war selber aufgelöst. Ich habe mir ununterbrochen Gedanken um den Hund gemacht. Das war der große Fehler und mittlerweile lasse ich die Dinge auf mich zukommen oder sie so geschehen, wie sie sind.
 
M

marina19

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vielen dank für die erfahrungsberichte!!!!
bei coco kommt ein problem dazu, welches ich leider nicht außen vor lassen kann- er ist absolut blind.. ich habe von anfang an kein aufheben darum gemacht. er läuft im park ohne leine, wenn er sich die nase einhaut passiert das halt so schnell nicht wieder und so weiter. eine gute übung für spätere kinder :D aber, wenn er angst hat bin ich bis jetzt immer in die hocke gegangen, er bekam einen befehl hat er sich etwas beruhigt gehe ich mit ihm an den auslößer der angst dran, klopfe diesen mit der hand ab bis er mit seiner schnauze daran stößt und realisiert das keine gefahr droht. das klappte bei mülltonnen, autos, passanten und popcornverkäufern... auch wenn ich glaube ich werde für leicht sonderbar gehalten (so wie die katzenlady bei den simpsons) im auto habe ich nie derartiges gemacht, nie versucht ihn zu beruhigen, ich hatte die befürchtung das ich das thema dadurch erst richtig wichtig mache.
allerdings gebe ich frei zu: mir ist in 6 monaten zwei mal der geduldsfaden dermaßen gerissen dass der hund sich zehn min nachdem ich ihn völlig angebrüllt hab , nicht mehr bewegt oder auch nur den ansatz zum janken gemacht hat. er war definitiv perplex. ich bin kein lauter mensch, aber leider eben nur ein mensch.. ich habe nach 30 min keinen einzigen fingernagel mehr gehabt und ich bin durch meinen job wirklich stressresistent. es nervt so- ihn und mich und alle anderen leider auch..
das mit dem ihn gewinnen lassen muss ich dringend versuchen. ich hasse es wenn er mich anspringt da er ohne zu übertreiben aus dem stand bis auf höhe meines kopfes kommt.. vielleicht sollte ich einen raum schaffen wo er das alles mal darf.
ich habe jetzt urlaub und möchte verstärkt das alleine bleiben angehen.
warum ich das mit dem blind nochmal schreibe: ich habe wenig möglichkeit mit körpersprache oder blickkontakt zu arbeiten - es kommt halt nicht an.
das habe ich anfangs vielleicht unterschätzt wo hunde eigentlich so viel an der non verbalen kommunikation ablesen fehlt hier ein wichtiger baustein.
meine idee für das training ist ihn eventuell wenn ich mit fünf min abwesenheit anfange ihn in seiner box zu lassen. in der hoffnung das er sich nicht selber über bewegung antriggern kann, er sich dort evt. sicherer fühlt und sich eben nicht wieder die pfoten zerbeißt.. wenn er das wieder tut, hat sich das training erledigt.. allerdings hat er das erst einmal getan, und war zuvor in behandlung beim arzt weil er pflanzenschutzmittel gefressen hat und mit juckenden roten pfoten reagierte- vielleicht (hoffentlich hoffentlich hoffentlich!!!!) lag das damals noch daran und nicht am reinen alleine bleiben- sonst habe ich ein ernsthaftes problem...
 
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