hund/hündin kastrieren?

Diskutiere hund/hündin kastrieren? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; hallo ich hab mal ein paar fragen bezüglich dem kastrieren von hunden.unzwar hatte ich gestern eine diskusion mit meinem vater und onkel.die haben...
tierlover1998

tierlover1998

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hallo ich hab mal ein paar fragen bezüglich dem kastrieren von hunden.unzwar hatte ich gestern eine diskusion mit meinem vater und onkel.die haben das total schlecht gemacht,man würde den hund verstümmeln,er würde seinen charakter verlieren und und und.sie behaupten dass wenn ich einen kastrierten habe er nicht bewacht,beschützt
und wenn einbrecher kommen nichts macht.da waren zb bekante mit einem kastrierten labrador.die haben im keller eingebrochen und geklaut während der hund eine etage weiter weiter nichts gemerkt hat(wobei ich denke dass es was mit charakter zutun hat).es würd begründet dadurch dass er kastriert war hat er nicht mehr so scharfe sinne und kein so gutes gespür mehr.also was denkt ihr?
sollte man einen hund einfach kastrieren?
welche vor und nachteile kann das bringen?
oder sollte man abwarten und es erst machen wenn es nötig ist?
also um sich selbst einen vorteil zu beschaffen oder um es sich einfach zumachen sollte man es jedenfalls nicht denke ich(zb läuftigkeit//hygiene)
er findet auch dass de rhund dann nicht mehr so glücklich ist wie ein unkastrierter,weil ihm etwas fehlt.und es würde ihm große schmerzen bereiten....also schießt los.was denkt ihr? :) also mal abgesehen vom gesundheitlichen aspekt(zb tumor welcher entfernt werden muss)
lg
 
26.12.2013
#1
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
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A.P.A.

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Moin und Frohe Weihnachten!
Wir haben unseren Rüden vor gut 10 Wochen kastrieren müssen und ich kann dir versichern, dass sich bei unserem Hund charaktertechnisch GARnichts geändert hat. Es fehlen ihm einfach die Hormone. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Hund nicht mehr wacht etc. Eine Kastration verändert einen Hund nicht! Das einzige was sich ändert sind hormonellbedingte "Problemchen". Ich kenne viele kastrierte Rüden und Hündinnen und die sind nicht verhaltensauffällig (Hat auch viel mit der Erziehung zu tun). Auch laut den Aussagen der Halter haben sie alle Ihre Charaktereig. behalten.
Zu dem nicht mehr so glücklich sein wie vorher: Unser Hund war schon vor der K super aufgeweckt, aktiv, neugierig, sehr verspielt und super offen und freundlich anderen Personen und Hunden gegenüber. Er ist noch genau so wie vorher. :D
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Also ein typischer Labrador ist nunmal so, dass er den Einbrechern noch hilft ^^ Die Hündin meiner Tante (Labbi-Goldi-Mix) ist seit Sommer kastriert (musste sein... Eitrige Gebärmutter) und sie bellt zwar, freut sich aber tierisch, wenn die Tür auf geht, bei jedem. Auch schon vor der Kastra.
Wenn man nen Labbi hat, kann man nicht erwarten, dass er wie ein Schäferhund (z.B., macht sicher auch nicht jeder Schäferhund) das Haus bewacht.

Aber du hast da nicht grade das einfachste Thema ausgesucht :)

Eins ist für mich klar: Der Hund wird dadurch weder träge, noch unwachsam noch sonst irgendwas. Die Hündin meiner Tante dagegen ist sogar aktiver geworden (ist bald 8 J. alt).

Über Sinn oder Unsinn von kastrieren lässt sich aber sicher streiten. Ich würde einen Rüden nur kastrieren lassen, wenn er nicht hört, wenn läufige Hündinnen in der Gegend sind oder gar extrem leidet. Es gibt Rüden, die fressen nichts, sind nur am jaulen usw. Da macht eine Kastra Sinn. Es gibt genauso auch Hündinnen, die bei der Läufigkeit + Scheinschwangerschaft extrem leiden. Die verstorbene Hündin meiner Großeltern hat dann immer alles eingesammelt und in ihr Körbchen getragen, hat das Beschützt usw. Ihr wurden dann aber nur Hormonspritzen gegeben.

Und wenn man auf die Ernährung achtet, dann wird ein kastrierter Hund auch nicht dick.
 
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A.P.A.

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Über Sinn oder Unsinn von kastrieren lässt sich aber sicher streiten.
Bei uns war es leider notwendig. Wenn ein Hund nicht leidet und auffällig ist sollte man es lassen. Aber wie du schon sagst... Das ist ein großes Diskussionsthema. Ich finde einfach, dass jeder das für sich entscheiden sollte und darauf achten muss, was für seinen Hund am besten ist. ;):)
 
*Mischling*

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es würd begründet dadurch dass er kastriert war hat er nicht mehr so scharfe sinne und kein so gutes gespür mehr.
Also bitte. Die Kastration wirkt sich sicher nicht auf die Schärfe der Sinne oder das »Gespür« des Hundes aus. Der Hund hätte unkastriert ebenso wenig reagiert. Manche Hunde haben einen natürlichen Wachinstinkt, andere nicht. Und selbst wenn dieser Instinkt vorhanden ist muss der Hund den Einbrecher erst einmal überhaupt als Gefahr erkennen. Das Dasein als Wachhund will auch gelernt sein, das unterschätzen leider viele. Manche meinen, man setzt den Hund einfach hin und der wird schon aufpassen, wenn ein Fremder kommt, so einfach ist es aber nicht.
Es gibt Berichte, dass sich der Charakter eines Hundes nach der Kastration geändert hat, wie zuverlässig diese sind sei aber mal dahin gestellt. Oftmals werden da einfach Besitzer befragt, ob sie Veränderungen bemerkt haben, ob da dann aber ein kausaler Zusammenhang zur Kastration besteht vermögen die meisten m.E. nicht zu beurteilen.

er findet auch dass de rhund dann nicht mehr so glücklich ist wie ein unkastrierter,weil ihm etwas fehlt.und es würde ihm große schmerzen bereiten
Ich wage zu bezweifeln, dass der Hund ein solches Selbstbild von sich hat, dass er merkt, dass er nicht mehr zeugungsfähig ist und dass ihm da was fehlt. So denkt ein Hund meiner Meinung nach nicht.
Und Schmerzen hat er dadurch sicher auch nicht. Der Rüde meiner Mutter wurde noch in hohem Alter kastriert, der hätte also sicher merken müssen, wenn da was fehlt, und den hat es nicht im mindesten gestört, es hat auch rein gar nichts an seinem Verhalten geändert. Sein Charakter war gefestigt, sein Wesen geprägt – ob da noch was baumelt oder nicht war ihm völlig egal.
 
McLeodsDaughters

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Bei uns war es leider notwendig. Wenn ein Hund nicht leidet und auffällig ist sollte man es lassen. Aber wie du schon sagst... Das ist ein großes Diskussionsthema. Ich finde einfach, dass jeder das für sich entscheiden sollte und darauf achten muss, was für seinen Hund am besten ist. ;):)
Wenn es notwendig ist, ist es ja was anderes. Bei der Hündin meiner Tante musste es ja auch sein. Aber ich glaube hier geht es eher um das "vorsorgliche" kastrieren.

Im Übrigen: Mein verstorbener Urlaubshundi lebte 14 Jahre unkastriert und hatte nie irgendwelche Probleme. Er war ein Goldi und hätte sicher auch den Einbrechern geholfen ^^
 
Hexogen10

Hexogen10

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Hi!

Also die Kastra hat nichts damit zu tun, ob ein Hund wacht oder wie scharf die Sinne sind.
Ich bin in einem Tierheim, wo ALLE Hunde kastriert sind. Wir haben auch eine Hündin, die zum Wach- und Schutzhund ausgebildet wurde und definitiv, trotz Kastra noch wacht! Fremde Menschen dürfen einem nicht zu nahe kommen und ihr Auslauf gehört ihr. Oder ein Goldi-Hovawart Mischling. Rein kommste, aber du wirst nicht mehr raus gelassen! Der Hund wiegt ca 70-80kg und den kannste nicht mal eben so wegschieben, wenn er dein Haus bewacht!

Labradore sind in der Regel, wenn sie nicht anders erzogen worden sind, sehr menschenbezogen und ruhig. Dass man dann unten einbricht und der Hund nichts macht, liegt am Wesen der Tiere. Der Goldi meines Exfreundes hätte den Dieben sogar noch geholfen beim raustragen, wenn du verstehst was ich meine ;) Ich kenne auch einen Labrador mit nicht fachmännischer Schutzausbildung. Den durften wir nur mit Mauli ausführen, weil er unkontrolliert gebissen hat!

Eine Kastra verändert nur den Hormonhaushalt des Tieres. Bei ängstlichen Hunden ist es zum Beispiel nicht ratsam, sie kastrieren zu lassen bevor sie zwei/drei Jahre alt sind und man sie an einige Dinge gewöhnt hat. Werden sie zu früh kastriert, fehlen ihnen wichtige Hormone, die sie in ihrer Entwicklung stabilisiert hätten. Andererseits ist so eine Läufigkeit bei Hündinnen sehr viel Stress für den Hund. Ich sehe das bei den Hündinnen meiner Freundin. Ganz zu schweigen von dem Stress für einen Rüden, wenn er eine läufige Hündin riecht.
In der Nachbarschaft laufen vier nicht kastrierte Rüden herum, die als Welpen zusammen gespielt haben und sich jetzt gegenseitig zerfleischen wollen, seit sie geschlechtsreif sind. Zwei davon stammen sogar aus dem gleichen Wurf.
Vor ca 1 1/2 Jahren kam es zwischen dem Labrador und dem Jack Russel von Nachbarn zu einer Auseinandersetzung. Der Labrador, unkastriert, und der JR Rüde, mit Chip hormonell kastriert, hatten sich in den Haaren, weil die kastrierte Hündin unserer Nachbarn mit dazwischen wuselte. Die Halter des Labradors hielten es nicht für notwendig, ihren Hund an ein Halsband oder an die Leine zu nehmen, während die mit dem Jack Russel ihre beiden Hunde sofort wegbringen wollten. Der Labrador, so ohne HB wurde 1m vom JR weggezogen und als Herrchen losließ, stürzte er sich erneut auf den JR Rüden. GsD ist nichts schlimmeres passiert, aber aus den vormals sehr guten Freunden, sind nun zerstrittene Parteien geworden. Dabei hat der Labrador auf unserer Straße sogar Leinenpflicht, da er sich nicht auf umzäunten, von den Haltern befriedetem Boden aufhielt und zu den 20/40 Hunden gehört.

Ach ja, der Labrador bekam vor ca einem Jahr einen Hormon-Chip eingesetzt, damit er sich nicht mehr so leicht auf dem HuPlatz beim Agility ablenken lässt. DAS hab ich vorher noch nie gehört! Denn da stimmt die Beziehung einfach nicht. Wer "Stressfrei über alle Hürden" gelesen hat, weiß was ich damit meine ;) Dieser Hund dackelt seinen Leuten einfach bloß hinterher. Und chemisch zu kastrieren, nur damit er aufmerksamer ist bei einem Sport, der für ihn mit seinem Übergewicht nicht mal der beste ist und an dem er offensichtlich keinen Sport hat, ist schwachsinnig.

Meine Hunde sind kastriert nach Deutschland gekommen. Im Tierschutz und wenn die Hunde in Gruppen zusammen leben geht es manchmal nicht anders. Zu früh sollten sie nicht kastriert werden, weil dadurch auch das Wachstum gehemmt werden kann (nicht muss).

Ich habe schon Hunde kennen gelernt, die kastriert werden mussten, weil sie epileptische Anfälle durch den zu hohen Hormonpegel hatten. Bei einem Bernersennen Hund nicht gerade ungefährlich, wenn er plötzlich umkippt und zuckt. Den kann man nicht wie einen Yorki auf den Arm nehmen und fest halten.

Also die Begründung deines Vaters und deines Onkels ist nicht hieb- und stichfest! Ich musste solche Diskussionen schon sehr oft führen.
Eine Kastration macht Sinn, wenn das Tier gestresst ist, man beweisen kann, dass die Epilepsie oder andere Krankheiten darauf zurück zu führen sind und wenn man nach Testung mit Hormonchip sagen kann: ja, das Verhalten X kommt tatsächlich daher, dass er seine Hormone noch hat und die ihn dazu verleiten. Es gibt noch viele andere Gründe, die dafür sprechen, aber auch unzählige, die dagegen sprechen. Man muss es letzten Endes für sich entscheiden.

Bzgl. der scharfen Sinne: wenn die Wahrnehmung des Hundes nicht mehr durch Hormone verfälscht wird, ist sie im Grunde noch intensiver bzw. klarer oder? (dessen bin ich mir jetzt nicht so bewusst, weil ich kein Tierarzt bin, wäre aber für mich eine logische Konsequenz)

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiter helfen.

Gruß Hexe
 
M

MissDeathMetal

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Haha Papa und Onkel das typische Szenario :D Mach dir keine Gedanken, Männer können sich damit nie abfinden ;) DIe wollen ja auch ihre EIer behalten :D SInne etc wird sich nicht verändern, keine SOrge, das ist nur dummes Geschwetz :) EIn Labraor ist dafür bekannt, dem EInbrecher raustragen zu helfen, das hat was mit der Rasse zu tun ;) Ich kenne einen ROttweiler der auch kastriert ist und der hat trotzdem einen Menschen tot gebissen :D Kastrierte Hunde werden eher fett und sind dann auch etwas ruhiger. Aber ein aktiver Hund wird nicht plötzlich zur Couchpotato, das bezieht sich auf den Charakter! (nicht auf die AKtivität), aber wenn Papa und Onkel unbedingt wollen dass die EIer dranbleiben, dann können sie schauen wie sie den unter kontrolle halten. Wenn der nämlich eine läufige Hündin sieht... und tschüss! Außerdem sind Rüden oft dominanter als kastrierte. Ihre Hormone sagen ihnen eben: Du musst der stärkere sein, dann bekommst du das WEIbchen! Wenn die Hormone fehlen werden sie ruhiger. Brauchen ja kein WEibchen. SOnst gibt es auch Hormonchips, die haben eine bestimmte Haltedauer, z.B. 6 Monate. Da wird ein kleiner CHip in den NAcken gespritzt und der gibt dann über 6 Monate Hormone ab. Ist aber wesentlich teurer! Wenn ich entscheiden könnte: Kastrieren! Man erspart sich viel Leid damit ;) Dann viel SPaß beim debattieren! :) Achja, Rüden stinken auch oft!
 
Para

Para

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@MissDeathMetal
es wäre schön, wenn du mehr auf deine Rechtschreibung achten könntest.
Mit Zeilenschaltungen und Absätzen wäre dein Text definitiv einfacher zu lesen.
Es bringt auch nicht viel, wenn du Klischees aneinander klatschst und die Beiträge der anderen nur in anderen Worten wiederholst.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hey:)

Ich pflichte zunächst einmal dem Standpunkt bei, dass Kastration sinnvoll sein KANN, aber kein Muss ist.
Hexogen hat das eigentlich schon sehr schön zusammengefasst.

Wenn der nämlich eine läufige Hündin sieht... und tschüss! Außerdem sind Rüden oft dominanter als kastrierte. Ihre Hormone sagen ihnen eben: Du musst der stärkere sein, dann bekommst du das WEIbchen! Wenn die Hormone fehlen werden sie ruhiger. Brauchen ja kein WEibchen. SOnst gibt es auch Hormonchips, die haben eine bestimmte Haltedauer, z.B. 6 Monate. Da wird ein kleiner CHip in den NAcken gespritzt und der gibt dann über 6 Monate Hormone ab. Ist aber wesentlich teurer! Wenn ich entscheiden könnte: Kastrieren! Man erspart sich viel Leid damit ;) Dann viel SPaß beim debattieren! :)
Grundsätzlich hat Dominanz nicht viel mit den Hormonen zu tun. Dominanz bezeichnet immer nur die konkrete Beziehung zwischen zwei Individuen. Beispiel: Meine Hündin zeigt wirklich alle "Dominanzgesten" gegenüber einem bekannten Rüden, meinem Rüden gegenüber ist sie wahnsinnig submissiv. Ohne submissiven Part gibt es auch keinen dominanten Part und das entscheidet sich immer in der konkreten Situation.

Und die Abrufbarkeit eines Rüden ist Trainingssache;) Wenn ein Rüde nicht gerade hormonell entgleist ist sind sie durchaus auch bei läufigen Hündinnen abrufbar- das erfordert eben viel Arbeit. Wie fast alles was mit Erziehung zu tun hat.

Das betrachte ich jetzt mal als Scherz. Mein Rüde riecht nach Hund- genau so wie meine Hündin auch.
Wenn ein Hund "stinkt" hat das nicht viel mit dem Geschlecht zu tun, sondern damit wie er ernährt wird, ob er gesund ist oder vorhin noch in einem Kuhfladen lag.
Und da ich einen Großteil meiner beruflichen und privaten Zeit in einer Hundeschule verbringe wage ich zu behaupte, die ein oder andere "Geruchsprobe" vergleichen zu können;)
 
*Mischling*

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Wenn der nämlich eine läufige Hündin sieht... und tschüss! Außerdem sind Rüden oft dominanter als kastrierte. Ihre Hormone sagen ihnen eben: Du musst der stärkere sein, dann bekommst du das WEIbchen! Wenn die Hormone fehlen werden sie ruhiger.
Das sind schlicht Klischees, die meiner Meinung nach nie richtig belegt wurden und ganz sicher nicht auf jeden Rüden zutreffen. Mein Rüde ist nicht kastriert und ist auch in Gegenwart einer läufigen Hündin gehorsam. Nicht jeder Rüde mutiert zum hormongesteuerten Monster, nur weil er noch Hoden hat. Dazu gehört ein Teil Erziehung und ein Teil Veranlagung.
Es ist auch nicht gesagt, dass ein Rüde, der jedem Rockzipfel nachhängt, nach der Kastration plötzlich in Gegenwart einer Hündin folgsam ist. Es kann zwar nichts mehr passieren, wenn er dann mal abgeht (Geschlechtskrankheiten und Verletzungen mal ausgenommen), aber wenn der weiß, was eine Hündin ist, kann dir ein Ausflug ebenso blühen wenn er kastriert ist.
Und weniger aggressiv werden Rüden dadurch auch nicht. Mein Rüde hat gerade eine läufige Hündin im Haus und verhält sich in keinster Weise anders gegenüber anderen und/oder fremden Rüden wie sonst. Der bereits genannte Hund meiner Mutter konnte andere Hunde nach der Kastration ebenso wenig ausstehen wie zuvor, das hängt maßgeblich vom Charakter, der Sozialisation, Erziehung und dem anderen Hund selbst ab. Die Kastration würde ich da eher hinten anstellen, denn wenn überhaupt werden kastrierte Rüden eher minderwertiger von intakten Rüden behandelt und müssen sich stärker zur Wehr setzen. Da läge die Vermutung näher, dass sie nach der Kastration mehr soziale Probleme haben als zuvor – aber wie gesagt, der Charakter ist entscheidend.

Wenn ich entscheiden könnte: Kastrieren! Man erspart sich viel Leid damit ;)
Inwiefern denn? Das eigene »Leid« zu minimieren sollte nie der Grund für eine Kastration sein, denn auch einen unkastrierten Hund kann man im Griff haben. Lediglich wenn der Hund stetig unter dem Geruch läufiger Hündinnen leidet würde ich eine Kastration in Erwägung ziehen.

Bitte was?? Wo hast du denn das her?? :eusa_eh:
Mein Hund stinkt sicherlich nicht, schlechter Geruch kommt meist daher, dass das Futter nicht vertragen wird oder Zahnstein vorliegt.
 
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A.P.A.

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Haha Papa und Onkel das typische Szenario :D Mach dir keine Gedanken, Männer können sich damit nie abfinden ;) DIe wollen ja auch ihre EIer behalten :D SInne etc wird sich nicht verändern, keine SOrge, das ist nur dummes Geschwetz :) EIn Labraor ist dafür bekannt, dem EInbrecher raustragen zu helfen, das hat was mit der Rasse zu tun ;) Ich kenne einen ROttweiler der auch kastriert ist und der hat trotzdem einen Menschen tot gebissen :D Kastrierte Hunde werden eher fett und sind dann auch etwas ruhiger. Aber ein aktiver Hund wird nicht plötzlich zur Couchpotato, das bezieht sich auf den Charakter! (nicht auf die AKtivität), aber wenn Papa und Onkel unbedingt wollen dass die EIer dranbleiben, dann können sie schauen wie sie den unter kontrolle halten. Wenn der nämlich eine läufige Hündin sieht... und tschüss! Außerdem sind Rüden oft dominanter als kastrierte. Ihre Hormone sagen ihnen eben: Du musst der stärkere sein, dann bekommst du das WEIbchen! Wenn die Hormone fehlen werden sie ruhiger. Brauchen ja kein WEibchen. SOnst gibt es auch Hormonchips, die haben eine bestimmte Haltedauer, z.B. 6 Monate. Da wird ein kleiner CHip in den NAcken gespritzt und der gibt dann über 6 Monate Hormone ab. Ist aber wesentlich teurer! Wenn ich entscheiden könnte: Kastrieren! Man erspart sich viel Leid damit ;) Dann viel SPaß beim debattieren! :) Achja, Rüden stinken auch oft!

Eine Kastration hat nichts damit zu tun ob und das ein Hund Menschen totbeißt. Wenn ein Hund solche Aggressionen zeigt dann ist er falsch erzogen oder hat ein traumatisches Erlebnis gehabt!
Ich kenne auch Hunde, die nicht kastriert sind und nicht jeder ist non stop im Paarungsmodus wenn es gut riecht. Das unterscheidet sich von Hund zu Hund. Kastrierte Hunde neigen zum Zunehmen, da sie durch die Kastration vermehrt hunger haben und sich der Energieverbrauch im Körper (keine Hormone mehr) ein wenig reduziert... Deswegen weisen gute Tierärzte auch darauf hin. Unser Hund hat kein Gramm zugenommen. Er hat DEUTLICH mehr Appetit aber das lässt sich mit Gemüse, Hüttenkäse, Reis und lecker Knochen alles bändigen. Wie schon oben geschrieben: Es ist von Hund zu Hund anders. Das ist eine sehr hitzige Debatte. Wir wollten unseren Hund nicht kastrieren lassen, aber als er mit 6-7 Monaten anfing zu kreischen, wenn wir in von "Gut-Riechenden-Hündinnen" wegholen mussten und dann zu Hause nichts aß... Mehrfach weggelaufen ist...Wenn er was gerochen hatte überhaupt nicht ansprechbar war und sein Penis ohne Grund rausgefahren war (wenn er auf dem Balkon lag oder im Bettchen) da hatten wir mit HT und TA beschlossen, dass er kastriert werden muss. Jetzt nach 10 Wochen kann ich nur dazu raten, dass wenn der Hund auffällig ist oder leidet, es zu machen. Er ist viel entspannter und es gab keine Situationen mehr mit nicht hören, nicht essen, weglaufen, quietschen etc.
Also:H-bedingtes Verhalten ändert sich, Charakter und gelerntes Verhalten eher nicht. Ob die Sinne schärfer werden !Nein! (hatte ich den TA auch gefragt) Der Hund ist einfach nicht mehr abgelengt durch Gerüche etc. dadurch ist er konzentrierter. Aber er mutiert nicht zu einem SuperDog.:D LG
 
tierlover1998

tierlover1998

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okey danke für eure antworten :) mein vater hat hier mitgelesen und wir denken dass der hund erstmal unkastriert bleibt.wenn es aber sein muss dann kann er sich damit abfinden dass der hund kastriert wird.
LG :)
 
Kersi78

Kersi78

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Meine Hündin wurde mit 1 Jahr, also nach der 1. Läufigkeit kastriert! Ich und ich glaube auch mein Hund haben es bis jetzt nicht bereut! Aus welchem Grund sollte man eine Hündin nicht kastrieren, wenn man keinen Nachwuchs möchte! Man erspart sich und dem Hund ne Menge Stress! Das ist meine Meinumg! Der einzige Nachteil ist, dass sich ihre Figur etwas geändert hat, das heißt sie ist etwas kräftiger geworden. Auch charakterlich hat sie sich überhaupt nicht verändert! Also nur Pluspunkte! Ich würde es immer wieder tun! Es ist doch dem Hund egal ob er kastriert ist oder nicht!
 
Syn

Syn

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okey danke für eure antworten :) mein vater hat hier mitgelesen und wir denken dass der hund erstmal unkastriert bleibt.wenn es aber sein muss dann kann er sich damit abfinden dass der hund kastriert wird.
LG :)

Das ist eine gute Entscheidung. :023:

Ich bin der Meinung, dass kein Hund "vorsorglich" kastriert werden sollte.
Man schneidet mit einer Kastration doch erheblich in den Hormonhaushalt ein und das hat ggf. auch gesundheitliche Folgen. Man sieht es ja auch schön an so Dingen wie "Kastratenfell". Nun mögen sich manche fragen, warum sich denn das Fell verändern kann, wenn Geschlechtshormone fehlen?
Das Hormonsystem ist nun mal weitreichend und miteinander verbunden. Fehlt ein Hormon, gerät alles schnell ins Ungleichgewicht. Die Sexualhormone dienen für mehr, als nur dazu den Sexualtrieb zu regeln. Gerade Östrogen ist wichtig für den Mineralstoffwechsel und Testosteron für Muskelaufbau. Beide dienen auch dem Knochenstoffwechsel und sind damit gerade im Wachstum sehr wichtig. Es gibt schon mehrere Studien über gesundheitliche Folgen der Kastration. Darunter sind von Gelenkserkrankungen bis hin zu Krebs alles zu finden.
Weitreichend bekannte Risiken wie Übergewicht mit oder ohne gesteigerten Appetit, Charakterveränderung, (Angst-) Aggression, Trägheit etc. mal außen vor gelassen.

Ich denke, dass es auch viele gute Gründe für eine Kastration gibt, allerdings sollte man erst darüber nachdenken und abwägen, wenn es diese überhaupt ein Thema sind.
Warum sollte ich einen Hund kastrieren lassen, bei dem alles in Ordnung ist? :eusa_think:

Übrigens stimmt es ganz und gar nicht, dass Rüden in ihrer Natur haben "ich muss der Stärkste sein um das Weibchen zu bekommen" und deswegen dann angeblich auch noch dominant werden sollen. Caniden leben in Rudeln, bei denen sie eventuell niemals im Leben "zum Zuge kommen". Sie können sich Kämpfe in den Rudeln gar nicht leisten. Unsere Haushunde sind zwar keine Wölfe mehr, aber sie haben noch intus - wahrscheinlich sogar noch stärker - dass das "Rudel" wichtiger ist als Fortpflanzung. Bei Felidae ist das übrigens anders, weswegen eine Kastration dort auch eine ganz andere Sache ist. Dort ist es in der Tat so, dass Fortpflanzung "über alles" geht.

"Dem Hund Stress ersparen" hört man auch sehr oft. Ich denke es gibt bei uns leider wirklich schon sehr viele Hunde, die einen krankhaften Sexualtrieb und dadurch auch wirklich zu viel Stress haben. Dort wäre eine Kastration dann meiner Meinung nach auch durchaus angebracht. Allerdings ist eine natürliche Läufigkeit und auch das natürliche Interesse an einer läufigen Hündin kein ungesunder Stress. Natürlich ist es Stress, aber man darf nicht vergessen, dass Stress auch wichtig und gesund ist! Allerdings ist das eben eine Frage der Menge - wie bei uns Menschen auch.
Aber generell sollte man das bei der gesamten Hundehaltung nie vergessen: Wir tun den Hunden keinen Gefallen, wenn wir sie vor jedem Stress bewahren wollen!
Stress ist wichtig für einen gesunden Hormonhaushalt und damit einen gesunden Körper und vor allem ist er auch wichtig für die Charakterbildung.

Also: Wenn es Probleme gibt, kann man immer noch abwägen, ob es nun besser ist zu kastrieren oder nicht, aber "vorsorglich" zu kastrieren ist einfach Blödsinn!

Ich habe übrigens zwei intakte, gesunde, kräftige, schlanke Rüden hier sitzen, die sich auch von läufigen Hündinnen abrufen lassen.
Ich wüsste also absolut keinerlei Grund warum ich sie "vorsorglich" unters Messer legen sollte.
 
Z

Zufallsprodukt

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Wenn der Rottweiler wirklich jemanden getötet hat, wird er wohl kaum noch leben.

Bei meiner Hündin fand ich die Kastration eine falsche Entscheidung - der Tierschutzverein hat das veranlasst, ich hätte es gelassen. Seit der Kastration ist sie wesentlich unverträglicher und noch dominanter als vorher. Hat unseren Werdegang wirklich erschwert.
 
Thema:

hund/hündin kastrieren?

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