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Sesshomaru

Sesshomaru

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Huhu,

ich wollte mich mal intensiver mit Pferden auseinandersetzen. Ich selber reite schon seit 11 Jahren Western. Das Reiten jedoch nicht alles ist, wenn man sich z.B ein eigenes Pferd anschaffen möchte, das ist mir klar. Ich kenne mich abgesehen vom Reiten sehr gut mit Longieren aus, weiß also dass man weder mit Trense oder Halfter longiert, sondern mit einem Kappzaum.

Ich
würde allerdings gerne noch mehr lernen z.B Horsemanship,(Sozial-), Verhalten, Ernährung, Krankheit, artgerechte Haltung, Gymnastizierung, Dressur etc. Kennt ihr vielleicht seriöse Seiten wo man sich zu allem belesen kann. Ich finde nicht wirklich, was und wenn dann jedenfalls nichts seriöses, wenn ich mir die Longiermethoden so anssehe (mit Ausbinder. Schlafzügel und so **augenroll**).

Ich möchte das wissen, weil ich mir im erwachsenem Alter ein Pferd zulegen möchte und da fange ich lieber jetzt schon an mich intensiv damit zu beschäftigen. Das ein Pferd teuer ist ist mir bekannt, wenn ich mir das nicht zu leichtsinnig vorstelle dann betragen monatliche Kosten 300€-600€ Stallmiete (mindestens 200€-400€ <--habe mehrere Pferdebsitzer und instellerställe befragt). Und mir ist auch bekannt, dass man vom Hufschmied wenig halten sollte, ein Huforthopäde sei angebrachter. Was das Thema Ernährung betrifft ich denke mal hochwertiges Heu, Mineralfutter, Hafer und Karotten als Leckerlie sowie mal ein paar Äste sind nicht schlecht. Also so dumm bin ich nicht^^

Dennoch: Könntet ihr mir Seiten empfehlen, die auch wirklich im Sinne des Pferdes sind? Das wäre wirklich sehr lieb dankeschön und ein schönes neues Jahr wünsche ich Euch! :)
 
01.01.2014
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Susanne zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
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Machtnix

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Seiten kann ich dir nicht empfehlen. Das ist ein Wissen, was man mühselig zusammentragen muss und nach und nach auch lernt die Spreu vom Weizen zu trennen,
 
Sesshomaru

Sesshomaru

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Verstehe. Und wie sieht es mit Büchern aus? Irgendwo muss man schließlich anfangen.^^
 
Atachi

Atachi

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Die Bücher von Michael Geitner sind meines Erachtens sehr zu empfehlen! Da lernt man, wie man mit dem Pferd umzugehen hat, dass man richtig reagiert, was man beachten muss, die Sprache der Pferde usw.
Ich selber habe auch 3 Bücher von oben genanntem Trainer.

Ich frage mich aber gerade, warum du so gegen Hufschmiede bist? Bei uns in der Gegend, so weit ich weiß, gibt es kaum Huforthopäden. Ein Hufschmied kümmert sich ja auch um die Pflege, Beschaffenheit, Beschlag und auch nur Raspeln von Barhufern. Was ist da jetzt der Unterschied zu einem Huforthopäden?

So wie "Machtnix" schon gesagt hat- Man selber muss die Erfahrung machen. Oder man fragt z.B. auf dem Hof erfahrene Leute, die einem etwas weiterhelfen können, was die Ernährung, Gymnastizierung usw. angeht.
 
M

Machtnix

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Der Anfang liegt leider nicht in Büchern.
Lerne verschiedene Trainer und verschiedene Reiter kennen. Wenn du Glück hast, darfst du vielleicht ihre Pferde mal reiten. Dann erkennst du mit einiger Erfahrung den Unterschied zwischen Pferde knechten und Pferde ausbilden.
Schau dir einige der Pferdegurus an aber folge ihnen nicht. Lerne ihr Prinzip, das eigentlich immer auf der Erziehung des Menschen ausgelegt ist.
Setzt dich einige Stunden an eine Wiese und schau dir eine altersmäßig gemischte Herde an, finde heraus welches Pferd welche Stellung in der Herde hat. Finde heraus welches Pferd welchen Charakter hat. Finde heraus welches Pferd einfach und welches Pferd vermutlich schwierig zu erziehen ist. Versuch im Gespräch und im engen Kontakt (Mithilfe) mit den Ausbildern deine Theorie zu bestätigen oder zu korrigieren.
Mach ein Praktikum bei einem Tierarzt und in einer Tierklinik, so kannst du lernen welcher Tierarzt wirklich Ahnung hat und wer ahnungslos tippt.
Befasse dich mit Hufbearbeitung, so kannst du später einen guten von einem schlechten Hufschmied unterscheiden und kannst beurteilen welches Pferd später mal Probleme mit den Hufen haben wird und wer ein tolles Barhufpferd werden wird.
Befasse dich mit Reitlehre, wie ein Pferd lernt, wie der Mensch lernt.
Besuche Kurse in funktioneller Anatomie.
Befasse dich mit Pedigree und Zucht und versuche durch Kontakte an Insiderwissen heranzukommen.

Wenn du das in 10 Jahren schaffst, bist du schnell.

Ich selber bin jetzt seit über 30 Jahren mit sehr viel Engagement und Geld dabei und bin noch immer nicht am Ende der Lernens. Über ein Jahr lang habe ich jede Trainingseinheit filmen lassen und lasse noch heute alle paar Monate eine Trainingseinheit filmen.


Das Wichtigste ist jedoch, dass du immer du selber bleibst. Bei allen Informationen, die du über die Zeit hinweg zusammentragen kannst, beurteile mit gesundem Menschenverstand. Konsumiere die Informationen nicht und lass dich nicht blenden, toll reden können die Meisten. Denke immer über alles nach.

Es hilft ein Reittagebuch zu führen, in dem man alle Ereignisse einträgt. Nicht nur das Reiten, sondern auch alle anderen Dinge rund um das Pferd. Wie hat wer reagiert, wie hat das Pferd reagiert.
Im Nachgang lässt sich da einiges herausfinden.
 
Sesshomaru

Sesshomaru

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@Atachi: Wozu braucht man einen Schmied für Hufen? Ein Huforthopäde ist kompetenter und speziell, wenn ich ein Pferd je haben werde dann würde ich es nur vom HO behandeln lassen. Vom Beschlag halte ich nichts, ein gesundes Pferd braucht kein Eisen. Aber vielen Dank, ich werde mich nach Büchern von Michael Geitner umsehen. ;)

@Machtnix: Dir herzlichsten Dank! :) Das klingt schon sehr umfangreich, dass praktische Erfahrung wichtig ist hatte ich mir gedacht, aber dass sie so groß zum Pferdewissen beiträgt nicht. Habe ich wohl doch unterschätzt. Meine erste Angst (ja so könnte ich es nennen) ist, Menschen zu treffen die mich falsch aufklären. Ich stelle mir das sehr verwirrend vor unterschiedliche Meinungen und Aussagen zu hören ohne selbst kaum Einfühlvermögen für Pferde entwickelt zu haben, ich habe nämlich eigentlich wirklich keine geringste Ahnung bis auf Westernreiten und richtiges Longieren. :eusa_think: Ich werde es selbstverständlich versuchen und deinen Rat befolgen, ich möchte schließlich was von Pferden verstehen können.

Ich wünsche ech Beiden ein schönes neues Jahr! :)
 
M

Machtnix

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Ein Schmied muss nicht schlechter sein als ein Huforthopäde. Ein klingender Name macht noch keine Leistung. Nur weil jemand auch orthopädische Beschläge macht, heißt das nicht, dass er das auch kann.

Ich kann mich an einen Flyer erinnern, der bei uns im Stübchen lag.
Es war eine Visitenkarte eines Schmiedes / Huforthopäden und was er nicht sonst noch alles war. Darauf standen folgende Leistungen: Barhuf, Huforthopädie, Hufkorrektur, Sportpferdebeschlag, Freizeitpferdebeschlag, Beratung und Anpssung von Hufschuhen.

Ich hab mir mal den Spaß gegeben. Da mein Freund selber Huforthopäde/Huftechniker ist und sich auf Problempferde und Barhuf spezialisiert hat kenne ich mich doch ein wenig aus.


Folgendes Pferd habe ich ihm vorgestellt:
Stute, 8 J. (das Alter habe ich ihm nicht gesagt und auch die Nutzung nicht). Die Stute hat vorne einen leichten Stellungsfehler, steht vorne Barhuf und läuft die Hufe total gerade ab. Hinten ist die Stute mit Slidingeisen kalt beschlagen.
Er kannte weder das Alter noch die Nutzung des Pferdes. Das Pferd wird auf Turnieren gestartet und hat bereits in Reining DQHA international eine 71,5 gelaufen, sowie seit Jahren mehrere Erfolge in Reining, Pleasure, HMS. Die Stute war übrigens vorne nie beschlagen, das weiß ich, da ich sie angeritten habe.
Das Pferd war frisch getüvt und hatte einen 1,5-2er TÜV, also ohne Befund und zum weiteren Einsatz im Sport geeignet.

Tja, dann mal meine Fragen:
1. Was ist der Unterschied zwischen einem Sportpferde- und Freizeitpferdebeschlag?
Sind Sportpferde anders gebaut als Freizeitpferde? Sollte nicht einfach nur jedes Pferd korrekt stehen und damit fertig? Können Sportpferde nicht mit normalen Eisen laufen oder gar Barhuf? Ab wann ist ein Pferd ein Sportpferd und wann ein Freizeitpferd? Gibt es Preisunterschiede / Qualitätsunterschiede? Antwort ausweichend.
2. Wie viele verschiedene Hufschuhe werden angeboten bzw. angepasst (es waren 4 von insgesamt weit über 10, die es auf dem Markt gibt).
3. Kann ein Pferd mit guter Hufqualität und leichtem Stellungsfehler barhuf laufen?
Seine Antwort nach Begutachtung des Pferdes 'Nein'. Einfach nur falsch!

Tja, wie gesagt, ein klangvoller Tital macht noch keine Kompetenz. Lass dich nicht blenden.
 
Atachi

Atachi

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seehomaru: Wie Machtnix schon gesagt hat, muss ein Huforthopäde nicht zwingend besser sein als ein Hufschmied. Unserer macht auch Barhufer, korrigiert bei meiner Stute den Stellungsfehler, beschlägt die Hufe, achtet auf Sauberkeit, dh regelmäßiges Reinigen der Hufe, verabscheut Huffett (-> Okay darüber lässt sich streiten), und bietet sonst alles mögliche an und ist der Beste in der Umgebung, jeder reißt sich um ihn. Wirklich. ;)
Da brauch ich keinen Huforthopäden wenn dieser "Hufschmied" es auch tut^^

Gleichfalls Frohes Neues!
 
SilverRaven

SilverRaven

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Hey!

Erstmal finde ich es toll dass du dich schon im vorhinein informierst und dir Gedanken machst.

Ich habe mit Pferden seit meiner frühesten Kindheit zu tun, hab dann als junges Mädchen regelmäßig Reitstunden genommen und dann leider Berufsbedingt aufhören müssen. 2-3 Jahre nicht geritten und dann kam Pia.
Meine damalige Haflingerstute. Gesehen, geritten-gekauft.
Ooohh, ich musste einen Haufen Lehrgeld bezahlen ud verzweifelte oft weil ich so unwissend war.
Ich kannte Pferde, kannte mich mit der Matrie einigermaßen aus, aber wie ich sehr rasch feststellen musste, beiweitem noch nicht genug.
Bücher können dir die Theorie näher bringen, sie können dir helfen besser zu verstehen.
Jedoch ist Theorie nicht alles.
Ich habe learning by doing gemacht.
Habe viele Trainer um Hilfe gebeten, viele Reitkollegen. Und ich habe mir von jedem etwas nehmen können. Auch zu wissen was man selbst nicht will ist sehr wichtig. Mein Wissen wächst ständig- bei jedem Gesprächl, bei jedem Training, bei jedem Geländeritt oder Turnier.
Jedes Mal lerne ich Neues.
Und wenn du ein eigenes Pferd hast, lernst du dieses auch kennen.
Meinen Wallach habe ich nun schon jahrelang, ich komm in den Stall und seh ihm an ob er heute Lust hat oder Null Bock.

Gerade bei Pferde und Reiten lernt man nie aus- im Gegenteil es macht sogar noch mehr Spaß jedes Mal etwas dazu zu lernen.

Bücher kann ich von Pat Parelli "Natural Horsemanship" empfehlen oder auch die DVD von ihm.

Theorie und Praxis liegen sehr nah nebeneinander und sind beide wichtige Dinge.

Zum Hufschmied oder Huforthopäden:
Ich liebe meinen Hufschmied über alles.
Sollte meinen Pferde etwas beim Huf haben, ich ruf ihn an und nicht den Tierarzt.
Mein Hufschmied kennt sich bei z.b. Abzessen besser aus als die Tierärzte die ich da hatte.
Es gibt überall gute Hufschmiede und gute Huforthopäden, da muss sich jeder sein eigenes Bild machen.
Mir z.b. ist sehr wichtig dass mein Hufschmied ruhig und zu den Pferden liebevoll ist.
 
M

Machtnix

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Nun bei Hufschmieden/Huforthopäden/Huftechnikern/Hufpflegern oder wie auch immer sie sich nennen, sollte man auf denen Fall darauf achten, dass sie wirklich Ahnung haben.
Das bedeutet, dass das Pferd gesund bearbeitet wird und nicht wie es gerade Mode ist bzw. wie es der Nutzung evt. zuträglicher ist als der Gesundheit.
Nett zu Pferden und mir, ruhig etc. ist da für mich eher Nebensache.
Sicher favorisiere ich keinen Schmied, der mein Pferd schlägt oder anschreit. Zur Not - wenn mein Pferd sich nicht benimmt- bin ich aber immernoch dabei.

Viele Leute können toll reden und können nix. Einige können ungeheuer viel und reden nicht viel. Andere können was und können auch reden.
Das betrifft, Trainier, Tierärzte, Schmiede... Eigentlich alle, die an dir und deinem Pferd Geld verdienen wollen.
Auch Jeder, der ein Buch schreibt will daran verdienen.
 
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