Meine Ratten sind scheu

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Lenamarie

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Hallo
Ich brauche doch Hilfe bei meinen Ratten.

Eigentlich bin ich im Umgang mit Ratten erfahren. Meine Eltern haben einen Bauernhof und ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass wir früher neben den Wanderratten auch Hausratten hatten.

Nachdem ich ausgezogen bin, holte ich mir immer mal Farbratten. Mit ihnen hatte ich nie Probleme.

Nach der Trennung von meinem Mann holte ich mir, nachdem meine letzte vorherige Ratte einige Jahre zuvor eingeschläfert werden musste, zwei Rattendamen
aus dem Zoogeschäft. Zu Hause erwiesen sie sich als Scheu und beissfreudig. Jeder Versuch, sie zahm zu bekommen, scheiterte. Nach drei Wochen hatten die beiden Nachwuchs von vier Babys. Zwei Buben und zwei Mädels. Diese wurden von mir ziemlich früh an die Hand gewöhnt und waren eigentlich zutraulich, die Mütter waren leider Scheu wie zu Anfang. Als es an der Zeit war, trennte ich die Weibchen von den Boeckchen. Die Kinder blieben zutraulich, hatten regelmaessig Ausgang und auf einmal fing das Weibchen an zu Spinnen. Rennt vor mir weg, wenn ich sie wieder in den Käfig geben möchte, was ich deshalb seitdem eingestellt habe. Dann hatten die anderen drei Ausgang und das spinnert Weibchen kam zu den Mamas. Gestern wollte ich dann die Boeckchen wieder in den Käfig geben und auf einmal zischte mich eine der Beiden an und schnappte. Das andere Weibchen fängt auch an zu fiepen und zu schnappen, wenn ich sie aus dem Käfig holen will. Ich denke mir einfach, dass da noch sehr viel von der Wanderratte steckt. Ich muss sie auch nicht unbedingt streicheln, aber wenn mal ein Tierarztbesuch ansteht, habe ich ein dickes Problem, weshalb ich mich an euch wende:)

Gibt es die Möglichkeit, die Situation wieder hinzubiegen, dass wenigstens die Kids zahmer werden und bleiben?

Viele Gruesse
Lenamarie
 
08.01.2014
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Nienor

Nienor

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Hey,

nachdem meine letzte vorherige Ratte einige Jahre zuvor eingeschläfert werden musste, zwei Rattendamen aus dem Zoogeschäft. Zu Hause erwiesen sie sich als Scheu und beissfreudig. Jeder Versuch, sie zahm zu bekommen, scheiterte.
Das ist leider nicht ungewöhnlich.
Ratten haben quasi sensible Phasen, in denen sie viel Kontakt zu Menschen haben sollten, damit sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zahm werden (der Charakter spielt auch mit rein, selbst "zahmgeknuddelte" Babies aus Pflegestellen können im Erwachsenenalter wieder scheu werden). Die Zeit nimmt sich kaum jemand im Zooladen und deshalb braucht es reichlich Glück, dass man solche Charaktere erwischt, dass sie später doch einigermassen zutraulich oder gar klebrig werden.
Und dass sie schwanger sind oder krank, ist auch nichts ungewöhnliches.
Vielleicht schaust du dir mal diesen Link an : http://gegen-zooladenkaeufe.de/

So, ab hier habe ich etwas Verständnisprobleme.
Die beiden Zooladenweibchen waren schwanger (auch ein Grund für eine gewisse Aggression, zum Teil gewöhnen sich die Weibchen sowas dann an, wenn sie genug Chancen hatte, es aus zu leben - aber die Grundaggression während der Aufzucht ist natürlich und in der Natur sehr nützlich, das steckt noch in den Tieren drin), es gab 2 Jungs und 2 Mädels und die Geschlechter wurden getrennt.
Du hast nun also 2 Rudel, einmal die vier Mädels und einmal die 2 Jungs.
Leben die Rudel in getrennten Räumen mit getrennten Ausläufen und ohne jeglichen geruchlichen Kontakt ?
Wie verhalten sich beide Rudel untereinander ?
Und vor allem, wie alt sind alle Tiere im Moment ?

Wie stellst du dir die Zukunft mit den Tieren vor ? Willst du weiterhin zwei getrennte, artgerechte Rudel (https://www.tierforum.de/t157798-ratten-sind-rudeltiere.html) halten - schaffst du das überhaupt mit der kompletten geruchlichen Trennung, zweimal Rudelbespassung täglich, zweimal Rudelauslauf ?
Es ist wichtig, dass alle Tiere in artgerechten Rudeln leben, damit ihr Verhalten sich richtig entfalten kann und damit sie ausgelastet sind. Gerade die Paarhaltung bei den Böcken kann massive Probleme machen. Und wenn einer (was bei Paarhaltung erstaunlich häufig vor kommt), hormonell auch noch aus dem Gleichgewicht gerät, kann das nicht nur zu Problemen im Rudel führen, solche "Hormonböcke" stehen auch ständig unter Strom, lassen sich von Menschen auch kaum noch berühren und beissen auch mal.

Die Kinder blieben zutraulich, hatten regelmaessig Ausgang und auf einmal fing das Weibchen an zu Spinnen. Rennt vor mir weg, wenn ich sie wieder in den Käfig geben möchte, was ich deshalb seitdem eingestellt habe.
Was heisst denn "regelmässig" ?
Zur artgerechten Haltung von Ratten gehört TÄGLICHER Auslauf. Die Käfigmindestmasse für Ratten sind ein Witz, ohne Auslauf können die Tiere niemals ihren Bewegungsdrang ausleben. Und auch scheue oder bissige Tiere müssen täglich in den Auslauf, sonst wird das nie was. Ausgelastete Tiere sind ausgeglichener und dadurch werden sie eher zahm dazu kommt, dass sie so die Möglichkeit haben, von selbst auf den Menschen zu zu kommen.
Alle meine scheuen Tiere haben diese Möglichkeit (oft gegen Leckerchen aus der Hand) mit der Zeit genutzt. Zwei meiner Tiere sind, wenn ich mich ihnen nähere, immernoch Paradebeispiele für scheue Tiere - im Auslauf kommen sie trotzdem zu mir, klettern auf mir rum, wenn ich ganz still sitze. Aber wehe ich bewege mich oder versuche gar nach ihnen zu greifen. Dann sind sie flinken Fusses weg.
Schau dir mal diesen Beitrag an : https://www.tierforum.de/t157807-auslauf.html

Kannst du das spinnen des Weibchens genauer beschreiben ?
War sie vllt sonst irgendwie auffällig ? Sprang sie vllt wie ein Frosch und blieb dann nach einiger Entfernung komisch mit Hohlkreuz sitzen ? Vibrierten vllt die Ohren ?
Mein Krümelchen war damals ziemlich schwer wieder einzufangen, wenn sie rattig war. Da war es einfach ein Segen, dass sie vom Auslauf direkt zurück ins Gehege konnten - was ich auch bei scheuen und bissigen Tieren absolut empfehlen würde und als die artgerechteste Auslaufvariante empfinde. Die Tiere entscheiden selbst, wann und wie oft sie raus oder rein gehen, solang man ihnen die Zeit gibt und die Tür offen ist.

Dann hatten die anderen drei Ausgang und das spinnert Weibchen kam zu den Mamas.
Das klingt ganz so, als hätten die Mamas und das andere Tier nie Auslauf ?
Wie soll das denn besser werden, wenn die Tiere sich nicht bewegen können ?
Und die anderen drei, dass sind die 2 Jungs und das Weibchen ? Die hatten aber getrennt Auslauf ? Und das auch an verschiedenen Orten ? Denn wenn keine geruchliche Trennung vorliegt, kann das allein schon viel von deinen Problemen erklären. Dazu die mangelnde Möglichkeit an Bewegung und mit dir in Kontakt zu treten. Und schlussendlich einfach noch die Herkunft der Mütter, aber auch da kann mit viel Geduld ein Zustand erreicht werden, mit dem beide Seiten einigermassen zufrieden sind, denn du erwartest von den Tieren ja nicht zu viel, wie mir scheint. Handling ist etwas, das muss klappen - davon sind nur Wildies und Hawis ausgeschlossen, denn bei denen bekommt man es tatsächlich nicht immer hin - aber hier handelt es sich um Farbis, das klappt eigentlich immer mit viel Geduld, Spucke und Einfühlungsvermögen. Und reichlich Leckerchen natürlich.
 
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Lenamarie

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Hallo,

so viele Räume habe ich leider auch nicht zur Verfügung.

Also ich habe zwei große Käfige, einen kann man in der Mitte trennen.
Die Boeckchen haben einen Käfig und eigentlich scheinen sie ganz zufrieden zu sein, liegen ständig ineinander gekuschelt. Sie bekommen einmal täglich ca. zwei Stunden Ausgang. Und wie gesagt, gab es mit ihnen keine Probleme bis auf vorgestern, wo ein Boeckchen plötzlich anfing zu Zischen und zu schnappen.
Sonst erinnern sie eher als Garfield, nur Leckerchen und Schläfchen im Kopf.

Die Mamas hatten Anfangs Auslauf, als sie noch kleiner waren. Aber ich bekam sie kaum noch in den Käfig, weshalb sie eigentlich nur noch im Käfig sitzen. Sie wirken aber auch nicht so, als wollten sie unbedingt raus. Lieber verkriechen sie sich in der hintersten Ecke und drehen nachts auf, indem sie mit der Zeitung Nester bauen.
Ihre Tochter, die plötzlich Scheu wurde, hat einen Freiheitsdrang. Sie ist Scheu, versucht aber immer an mir vorbei auszureißen. Ich mache das mit dem Auslauf dann davon abhängig, wie ihr Verhalten gerade ist. Wenn sie besonders aufgedreht ist, lasse ich sie nicht raus, weil ich sie sonst einfangen müsste und darauf reagiert sie sehr sensibel.
Ihre Schwester hingegen ist umgänglicher, ausgeglichener. Obwohl bei ihr in letzter Zeit ebenfalls scheuere Tendenzen auftauchen. Sie bekommt ebenfalls täglich Freigang.
Ungefähr eine Stunde bevor ich sie aus dem Käfig hole, trenne ich sie von ihrer Cousine, Mutter und Tante(?).

Und ich lasse auch schon einmal die Trennwand drin, weil die anderen sie angreifen. Es geht wohl hauptsächlich um die Rangordnung, denke ich mal.

Vom Alter her: Die Mamas sind ca. ein Jahr alt, die Kinder sind jetzt sechs Monate alt.
 
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Meine Ratten sind scheu

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