Sinn und Unsinn von Farbmäusehaltung für Kinder?

Diskutiere Sinn und Unsinn von Farbmäusehaltung für Kinder? im Farbmäuse Haltung Forum im Bereich Farbmäuse Forum; Hallo, ich habe seit ca 2 Jahren Farbmäuse, weil ich diese Tiere niedlich finde und mich gerne um sie kümmere. Auch meine Kinder haben ihren...
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Superhobel

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Hallo,

ich habe seit ca 2 Jahren Farbmäuse, weil ich diese Tiere niedlich finde und mich gerne um sie kümmere. Auch meine Kinder haben
ihren Spass, auch wenn es Tiere sind die nicht unbebingt zum Knuddeln da sind. Ich bin erwachsen, als Kind und Jugendlicher auf
einem Bauerhof aufgewachsen, habe Tiere mit viel Einsatz grossgezogen aber auch eigenhändig getötet, weil sie gegessen wurden.
Mäuse und Ratten waren eine "Plage", die Aufgabe der Katzen war.

In den 3 Jahren sind ca 15 Mäuse in die Sippe hinein gekommen und ca. 7 haben das Zeitliche gesegnet. Damit hatte ich anfangs
nicht gerechnet. Manche starben bereits nach 3-4 Monaten, andere nach 12, die meisten aber nach spätestens 1 1/2 Jahren.
Nur eine Maus ist jetzt 2 Jahre
alt. Manche wurden einfach alt, immer langsamer, zausiger, bis sie umfielen und tot waren. Aber
viel schlimmer: Tumore: Binnen 4-5 Tagen bildeten sich bei 4 Tieren Tumore, die rasent schnell wuchsen.[edit seven: bitte auf solche Schilderungen verzichten, zumal das auch verboten ist] , weil ich
das nicht mit ansehen konnte, bei den anderen einen befreundeten TA aus meinem Sportverein gebeten sie einzuschläfern. Eine OP
würden die Mäuse nicht überleben, zudem die ganze Maus bereits "infiziert" ist und nicht nur eine Stelle. Meine Kinder haben sie dann
m Garten in Pappkartons beerdigt, um auch mit dem Thema Tod mal in Kontakt zu kommen. Leider ist das schon fast ein ganzer Friedhof
geworden.

Das Sterben der Mäuse ist gewissermaßen "interessant": Scheinbar wissen sie es kurz vorher, sie entfernen sich weit von den anderen und gehen
ein. Oder die anderen schütten sie mit Streu zu. da scheint noch eine Art Urinstinkt zu wirken, dass ein totes Tier die Gruppe gefährdet.

Ich bin eigentlich kurz davor das Thema Mäuse sein zu lassen, wegen der Kurzlebigkeit dieser Wesen, trotz optimaler Haltung (Plexiglas
umzäunter 3m lange Tisch mit einer grossen Mäuse-Burg, Gestrüppt, Holz, wie in der Natur eben genug Sportmöglichkeiten, kein Zug, Sonne
sw.). Haben meine Kinder einzelne Mäuse mal etwas zahm bekommen sterben sie auch bald schon wieder und Kinder "verlieben" sich schnell in Haustiere.

Woran liegt es, dass soviele Mäuse an Tumoren sterben? Dass sie nicht alt werden liegt an der Herzfrequenz, das ist mir klar, diese bestimmt
die Lebenzeit eines Tieres und auch Menschen etwa. Aber Krebs entsteht durch Gen-Defekte. Sind diese Tiere so überzüchtet, ver-inzuchtet?
In der Natur wird jede Maus, die schwach oder krank ist durch Fressfeinde "beseitigt", die Natur lässt nur die Gesündesten und Stärksten überleben, das Überleben der Sippe ist immer wichtiger als das eines einzelnen aber was ist mit den domenstizierten Mäusen? Oder war das imme schon so und sie haben ihr
Überleben und die hohe Mortalitätsrate durch die extrem hohe Geburtenrate gesichert? Masse statt Klasse? Mäuse wird es auch in 1000 Jahren noch
geben, wenn der Mensch vielleicht weg ist. Allein schon wegen der "Geburtenexplosion".

Vielleicht weiss da jemand etwas zu? Wie geht ihr damit um, dass Mäuse so kurzlebig sind? Immer wieder "Durchgangsverkehr" herrscht?

Mfg
Chris
 
18.01.2014
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Casimir

Casimir

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Huhu!

Leider liegt die große Tumorrate bei Mäusen schlicht an der maßlosen Überzüchtung. Der Mensch will nicht einfach nur agouti-farbene Mäuse haben, sie sollen bunt sein. Sie sollen groß sein, mit riesigen Ohren und langen Schwänzen.
Dass all diese Schönheitsideale nicht unbedingt die Gesundheit der Tiere fördert, sieht man allein schon daran, dass ein Farbschlag z.B. durch Bestrahlung hervorgerufen wurde.

Leider kann man dies auch nicht umgehen, indem man Tiere vom Züchter holt. Fast jeder, der sich Züchter schimpft, rutscht immer mehr in das neue Ideal der großen Mäuse mit den großen Ohren hinein. Dass die aufgrund ihrer enormen Masse im Hochsommer extreme Probleme mit der Hitze haben, interessiert kaum einen dieser Züchter. Das musste ich letztes Jahr erleben und glaub mir, das ist kein schöner Anblick!

Hausmäuse sind schlicht nicht dafür geschaffen, jahrelang zu überleben. Tumore und Krankheiten gibts auch bei den wildlebenden Mäusen, aber wie du bereits sagtest, werden die schneller Futterbeute. Sie gleichen das aus, indem sie sehr schnell fortpflanzungsfähig werden und mit einem Wurf auch eine beachtliche Anzahl an neuen Mäuschen auf die Welt setzen.

Bei meinen Mäusen bin ich mir bisher nur bei einer Maus sicher, dass sie einen Tumor hatte. Bei einer anderen vermute ich es, so schnell, wie sie auf einmal ihre Körperform geändert und kurz danach gestorben ist. Ich habe hier eher mit den ewigen Atemwegsinfekten zu kämpfen. Die Züchtermäuse sind dagegen zwar erstmal immuner als die Notfellchen, aber wenn sie einmal krank sind, muss man an ihnen länger und intensiver"basteln", damit sie wieder gesund werden.

Aus dem Grund werde ich die Haltung auf jeden Fall aufgeben. Mäuse sind super interessant und aufgrund ihrer Neugierde sicherlich auch für Kinder geeignet (sofern ein vernünftiger Erwachsener dahintersteht). Mit dem Thema Tod konfrontiert zu werden hat auch seine guten Seiten. Aber unterm Strich ist es in meinen Augen auch kein lebenswertes Leben für die Mäuschen, wenn sie ständig krank sind.


edit: Gegen kurlebige Tiere an sich habe ich nichts, nur etwas gegen die extreme Krankheitsanfälligkeit der Mäuse. Daher werde ich wieder zu den Hamstern zurückkehren und dort bleiben. Die werden zwar auch nur zwei Jahre, sehen den Tierarzt in dieser Zeit aber wesentlich weniger als die Mäuse.
 
seven

seven

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Ich musste meine Mäusehaltung leider allergiebedingt vor einigen Jahren aufgeben - davor hatten wir in ca. 3 Jahren insgesamt 31 Mäuse (natürlich nicht alle gleichzeitig), und an dieses ständige Krankwerden und Sterben gewöhnt man sich nur mühsam - ich hab´ bei jeder Maus geweint. Aber ich hab´ es irgendwann geschafft zu sagen: "Die Tierchen haben eben eine sehr kurze Lebenserwartung, also mach ihnen ihr kurzes Leben so schön wie möglich, denn sie haben nur dieses eine." Und ich hab´ sie dann auch gehen lassen können - einige eben leider schon nach wenigen Monaten, andere haben es immerhin auf 1,5 Jahre geschafft, nur 2 haben die 2-Jahres-Grenze knacken können... Es war jedes Mal traurig, sie gehen lassen zu müssen, aber am Ende war es dann auch möglich zu sagen: "Ich hab´ mein Bestes gegeben für die Tiere, mehr konnte ich nicht tun."
Ich war unendlich traurig, dass ich unsere letzten Mäuschen aufgrund meiner Allergie weggeben musste - inzwischen bin ich irgendwie erleichtert, dass ich keine mehr habe, denn Dauergast bei der TÄ zu sein und quasi monatlich eine oder mehrere Mäuse einschläfern lassen zu müssen, das zehrt einfach an den Nerven... so süß ich die Mäuschen auch finde, und so tolle Tiere es auch sind.

Jetzt haben wir Katzen - seit 5 Jahren inzwischen - wie viele Mäuse wären in der Zeit schon über die RBB gegangen?
Wie gesagt, wenn meine Allergie nicht wäre (mit Ratten ist es übrigens das gleiche Spielchen - Ratten hatten wir auch), dann hätten wir wahrscheinlich trotz der geringen Lebenserwartung immer noch Mäuse und/oder Ratten - aber so ist es irgendwie..... hmmm.... leichter? erleichternder?
Wie ich reagiere, wenn mal eine Katze geht, weiß ich noch nicht - wahrscheinlich ist es noch deutlich schlimmer als bei einer Maus, eben weil man viel mehr Zeit mit dem Tier verbracht hat und auch eine persönliche Beziehung zu dem Tier aufbauen kann (wobei es ein paar Mäuschen gab, die auch irgendwie ganz "besonders" waren ;) )

LG, seven
 
S

Superhobel

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Hallo Casimir,

danke für deinen ausführlichen Beitrag. Ich pendle auch zwischen "Och sind die süss...." und dem rationalen Verstand, dass es sich vielleicht um Wesen handelt, die diesen
"Niedlich-Faktor" vom Menschen eingebaut bekommen haben auf Kosten anderer Merkmale, nämlich, dass die "knallharten" Gesetze der Natur ausgehebelt wurden, wonach jede
Rasse bestrebt ist ihren Gen-Pool "gesund" weiterzugeben. Vieleicht hängt es auch mit dem geringen materiellen Wert dieser Tiere zusammen, bei Pferden und Rassehunden wird extrem darauf geachtet wer sich kreuzen darf und wer nicht, da werden ganze Stammbäume angelegt. Meine Mäuse haben nicht mal Namen, nur die Auffälligsten, mein Sohn meinte schon wir könnten ihnen ja Nummern geben.

Wobei ich in 3 Jahren niemals mit Atemwegserkrankungen zu tun hatte! Ok, machmal hustete eine etwas aber das ging wieder weg. Vielleicht ist dein Platz auch nicht ok. Ich habe einen Tisch, auch eine Rotlichtlampe gibt es, wo sie drunter können wenn sie wollen, die ist aber nicht immer an, wegen Stromverbrauch. Außerdem reinige ich den Käfig nur alle 2-3 Wochen, er ist nie "klinisch rein", Bakterien und Dreck gehören dazu. Desinfiziert wird er nicht, nur Industriestaubsauger rein und alles Streu raussaugen. Der Tisch selbst ist wachsversiegelt, damit kein Urin eindringen kann.

Viellelicht sollte ich mal den Züchter wechseln, wir haben nur Weibchen. Kastrieren sehe ich nicht ein, 40 Euro für eine Maus? Da wird man ja arm bei und ich habe auch niemand der mir Jungmäuse abnimmt. Kriege schon die Krise, wenn ich diese Frostmäuse in Tüten sehe für die Fans von Schlangen. Nix da! das Haltbarkeitsdatum meiner Mäuse bestimmt die Natur und sonst niemand.

Gibts es viellelicht ein Qualitätsmermal für Nager Züchter? Irgendeine Lobbyorganisation, die darüber wacht?

@Sven: Bei aller Tierliebe darf man auch die Kosten nicht aus den Augen verlieren. TA's sind teuer, viel teurer als die Maus. Bei Hunden und Katzen noch wesentlich mehr, da kommen schnell ein paar hundert zusammen. Ich halte auch überhaupt nichts davon ein Tier bis ins Greisenalter am Leben zu lassen, wo es nur noch krank ist. Das gibt es natürlich nicht, schaffe ich mir Tiere an muss ich mit Leben UND Tod klarkommen und auch über letzteren entscheiden, da das Tier es nicht kann.
Aber ich kann ja keine Katze vor der Mäuseburg plazieren, die würde da Tabula rasa machen :)
 
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seven

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Superhobel,
die Haltung auf einer Mäuseburg ist nicht verkehrt - und so wie Du Deine Haltung beschreibst, klingt sie ziemlich gut!
Die Maße sind toll, sie haben offenbar viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten, und wenn sie keine Zugluft abbekommen oder in der prallen Sonne stehen, sollte das alles soweit prima sein!
Und das Gehege sollte man eh nie komplett reinigen, eher reihum etagenweise, damit der vertraute Geruch noch da ist - auch das machst Du also genau richtig ;)
(Zwei unserer Mäuse hatten übrigens auch "Nummern" :D Seven und Nine (Wobei die eher nach SevenOfNine aus StarTrek Voyager benannt waren ;) )

Es gibt einen anerkannten Rassemauszuchtverein - DMRM - aber ich weiß nicht, ob selbst "seriöse" Züchter so das Gelbe vom Ei sind.
Um die Kastration von Böckchen kommt man aber leider wirklich nicht herum, eben weil die sich unkastriert auf Dauer zerfleischen und man deshalb auch keine Gruppen von unkastrierten Böcken zusammenhalten kann, das gibt Tote. Und mit Mädels zusammen geht, wie Du schon sagst, ja eben auch nicht, wenn man nicht in einer Mäuseflut ersticken will....
Was jetzt aber, wenn jeder nur Mädels will? Wohin mit den Jungs? (Zumal in einem Farbmauswurf in der Regel ca. 2/3 der Babies männlich und nur 1/3 weiblich ist?)
Wir haben damals einen Notfallwurf aus dem TH aufgenommen, Mama, 3 Tanten und 8 Babies - 6 davon waren Jungs. Übers Tierheim konnten wir die dann etwas günstiger kastrieren lassen - waren aber immer noch 30 Euro pro Maus (und da ein Kerlchen aufgrund Minderwuchses und nur 16g nicht kastriert werden konnte, waren das dann auch mal eben immerhin 150 Euro...) Das ist ´ne Stange Geld, gerade wenn man die kurze Lebenszeit in Betracht zieht - aber andererseits: Was für ein Leben hätte die Kerlchen sonst erwartet? Entweder eines in Einzelhaft - oder totgebissen werden - oder Schlangenfutter werden - joar... Uns war es das wert, und die Jungs (der Mickerling ist leider mit 4 Monaten verstorben, bis dahin lebte er mit seinen kastrierten Brüdern zusammen) sind nach Bennys Tod zu den Mädels gezogen und hatten ein tolles Leben in einer großen Gruppe und einer großen Voliere - das hätte ohne Kastra gar nicht geklappt....

LG, seven
 
Casimir

Casimir

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Bei den Nagern kann sich- sorry für den Ausdruck- Depp Züchter nennen. Egal, ob die Tiere in Makrolonboxen gehalten werden und nur die schönsten zur weiteren "Zucht" genommen werden oder ob man wirklich auf Genetik usw achtet.
Da gibts keine Vorschriften, wer interessiert sich schon für ein paar Mäuse?
Es gibt sogar Züchter, die nach außen hin das Bild einer vorbildlichen Zucht zeigen- große Gehege, ordentliches Futter, Frischfutter etc pp und im Keller stapeln sich die Makrolonboxen und das finden die noch ganz toll.
Es gibt gewisse Interessengemeinschaften von Züchtern. Komisch nur, dass dort die Tumorrate am größten ist ;) Aber hauptsache große Ohren und tolle Farben.

Du kannst dir mein Gehege ja gern mal anschauen. Nur der Tiefstreubereich ist an drei Seiten geschlossen, der Rest ist vergittert, sodass ein ordentlicher Luftaustausch gegeben ist. Raumtemperatur ist immer konstant (von der Nachtabsenkung und dem regelmäßigen Lüften abgesehen), es gibt frische und getrocknete Kräuter, ordentliches Trockenfutter, täglich Frischfutter....
Aber ich schiebe es auf meinen Earl, der letzte Woche von uns gegangen ist. Er hatte den Ateminfekt chronisch und damit munter lustig alle Mäuschen angesteckt, sobald deren Immunsystem mal kurzzeitig am Schwanken war. Bin guter Dinge, dass sich das jetzt bessert.
Reinigen tu ich nur einmal im Monat und dann nur einen Teil des Geheges, desinfizieren tu ich nie.


Ich hatte zwei Kastraten in der Gruppe und würde es immer wieder tun. Kastraten sind tolle Mäuse, bringen viel Ruhe in eine Gruppe. Und auch Männchen haben ein Recht auf das Leben- sie können ja am Ende nichts dafür.
Wenn ne Maus kastriert ist, kann es keinen Nachwuchs mehr erzeugen, das ist ja der Sinn der Sache. Von daher wirst du damit auch nie Jungtiere haben, die du abgeben musst.

Ich hab den Kauf beim Züchter bereut. Eine Tumorfreie Maus bekommt man nicht garantiert, indem man die Tierchen vom Züchter holt. Stattdessen tu ich den Notfellchen einen Gefallen und gebe ihnen ein schönes zu Hause. Somit unterstütze ich auch nicht weiter, dass tagtäglich mehr und mehr Mäuse in die Welt gesetzt werden- im Tierschutz gibts genauso schöne und bunte Mäuse ;)
 
Nienor

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dass die "knallharten" Gesetze der Natur ausgehebelt wurden, wonach jede
Rasse bestrebt ist ihren Gen-Pool "gesund" weiterzugeben.
Nein, nein, nochmals nein.

Gruppenselektion ist überholt, kein Tier stirbt zum Wohle der Gruppe.

Evolution funktioniert mit Genen, die sich egoistisch in die nächste Generation einbauen, indem sie das Lebewesen als Träger benutzen. Solang sie mehr Kopien von sich in die nächste Generation bringen, bleiben sie erhalten. Und da ist es dem Gen quasi egal, ob das Lebewesen unter sich oder einen verknüpften Mutation leidet. Da ist es egal, wie alt das Lebewesen wir - hauptsache, es hat sich vermehrt und die Kopie ist in der nächsten Generation.

So gibt es auch Gene, die sich verwandte Tiere teilen und die dafür Sorgen, dass ein Teil der Tiere den anderen hilft. So kommen sie auch in die nächste Generation, auch wenn ein Teil der Träger sich gar nicht vermehrt.

Gruppenselektion kann locker unterlaufen werden. Wenn alle zum Wohl der Gruppe agieren, kommt ein Cheater rein, nutzt das aus, kann sich mehr als die zum Wohle der Gruppe Agierenden vermehren, die Gene zum Wohle der Gruppe sterben aus und schon sind alle wieder egoistisch.
Auf lange Sicht kann Gruppenselektion nicht funktionieren, das ist keine ESS.

Es gibt keinen Schöpfer, der alles perfekt gestaltet. Es gibt nur die egoistischen Gene, die sich entweder besser oder schlechter als andere Gene in die nächste Generation bringen. Wer schlechter ist, verschwindet, wer besser ist, bleibt. Und wer besser ist, bestimmt die natürliche Selektion (und dazu ein wenig Drift, aber der hat keine Macht, gezielt zu selektieren).


Kastrieren sehe ich nicht ein, 40 Euro für eine Maus?
Vielleicht solltest du allgemein mal deine Einstellung zu Tieren überdenken ?
Die sind von dir abhängig - vielleicht würden sie länger leben, wenn du sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen würdest, sodern mal einen Tierarzt aufsuchst ? Husten ist ein absolutes Alarmsignal bei Nagern, normale Erkältungen gehen mit Nasenausfluss und Niesen daher.
Aber wenn dir 40 Euro für ein glückliches Leben zu viel sind, solltest du vielleicht nur Kuscheltiere halten, aber nicht die teuren von Bad Kösen, da sind auch mal schnell 40 Euro weg.
 
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Superhobel

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Hallo Sven,

Das Thema mit den Böcken ist eine Sache, die kann man nicht zusammen halten. Kastrieren ist teuer, zu teuer finde ich. Das gleiche "Problem" ergibt sich mit den männlichen Küken von denen zehntausende pro Jahr vergast werden, weil sie keiner will. Das geht aber in die Ethik hinein und die soll nicht mein Thema sein. Sobald ich Tiere halte, züchte, vermehre, "nutze" nehme ich die Gesetze der Natur auseinander, mit allen Konsequenzen die das mit sich bringt. Ich bestimme wer lebt und wer stirbt, weil es kein natürliches Umfeld mehr gibt, was diese Entscheidung abnimmt. Es ist ein Kompromiss ..... niemand braucht Farbmäuse wirklich. Sie werden nur "hergestellt" weil sie unser Empfinden für süss und niedlich befriedigen. Beim Lesen macher Foren habe ich den Eindruck, dass viele nicht dazu in der Lage sind, sie vermenschlichen Tiere, wollen nur die eine Seite sehen.

Ich merke ja bei meinen Kinder, dass sie Schwierigkeiten damit haben, dass andauernd Tote und Kranke zu beklagen sind. Es gibt Mäuse, die etwas Besonderes sind, Fidschi zum Beispiel ist seit der Geburt zahm, kommt auf die Hand, war sofort vergesellschaftet, ohne jeden Zank. Alle anderen hatten erstmal eine schwere Zeit mit den anderen.

@Casimir: Wo kann ich mit dein Gehege mal anschauen?

Ich denke aber auch, dass die die Haltung aufgeben werde, zumindest dieser Tiere. Meine Meerschweinchen wurden 6 und 7 Jahre alt, nie Probleme gehabt außer mal einem Abszess der behandelt werden konnte.
 
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Ich heiße immer noch sEven und nicht sven ;) Aber egal....

Ich hab´ im ersten Moment, als ich Deinen Beitrag von wegen "nur Weibchen" las, auch an die Kükenproblematik gedacht.
Aber bitte - was soll das dann werden? Der Mensch hält sich Haustiere, aber dann bitte auch nur die, die ihm genehm sind und möglichst keine Probleme machen? Farbmausjungs müssen getötet werden, weil eine Kastra zu teuer ist und sie sich unkastriert eben nicht zusammen halten lassen?
Das ist meines Wissens bei Meerschweinchen und Kaninchen ähnlich (ich weiß nicht, ob es da auch so extrem ist, aber da wird ja gemeinhin auch zu einer gemischtgeschlechtlichen Haltung mit einem (oder mehreren) kastrierten Böcken und Mädels geraten, weil sich reine Böckchengruppen ebenso wie reine Mädelstrupps nicht so wirklich gut verstehen. (Man korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber so falsch liege ich gar nicht, glaube ich ;) )

Ich vertrete nach wie vor vehement die Meinung: ICH hole mir die Tiere - und damit bin ICH verantwortlich für sie. Die Tiere haben sich das nicht ausgesucht, sie haben keine Wahl. Also muss ICH gucken, dass ich das Bestmögliche für sie heraushole. Es sind übrigens auch nicht MEINE Tiere, sie gehören mir nicht. Sie gehören sich selbst. Sie sind eigenständige Wesen. Nur wenn ICH sie in mein Haus/meine Wohnung geholt habe, dann muss ICH auch gucken, dass sie es dort so gut wie möglich haben. Eben im Sinne der Tiere.
Und eine Maus (und auch sonst kein anderes Tier) kann entscheiden, was es gern hätte.
Einen Farbmausbock kann man natürlich sein Leben lang unkastriert in Einzelhaft halten. Der wird womöglich sogar 2 Jahre alt. Aber er wird sein Leben lang kreuzunglücklich sein, weil er eben ein Rudeltier ist, das mindestens 2-4 Rudelmitglieder bräuchte.
Wenn man also nicht bereit ist, die Kastrakosten auf sich zu nehmen, sollte man im Sinne des Tieres auf eine Haltung desselbigen verzichten.

Ich gebe zu, unsere ersten beiden Mäuschen stammten aus dem Zooladen, weil WIR gern Mäuse halten wollten. Aber dann hat ein massives Umdenken stattgefunden, und seither gibt´s hier bei uns nur noch Notfalltiere (und ja, auch unsere Katzen sind allesamt Notfälle, die ansonsten im TH versauern würden). Zum einen natürlich, weil wir die Tiere toll finden - aber in erster Linie eben auch, damit die Tiere noch eine Chance auf ein gutes Leben haben. (Es sitzen z. B. auch viele Hunde in Tierheimen - ich bin aber kein Hundemensch - also nehm´ ich die Katzen, andere nehmen dafür eben die Hunde...)

LG, seven
 
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Superhobel

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Hallo Sven (ich lerne!),

ich muss gleich weg, daher nur kurz: Ich bin seit 1996 im Internet, seit 1997 in Foren (Mikrorechner-Systeme, Börse, Modellflug) und ich kenne die Mechanismen. Früher oder später gleiten Threads in Glaubensfragen ab. Und irgendwann auch in Flamewars. Vor allem bei Ingenieuren, wie ich einer bin. Ich bin 45 Jahre, habe 3 Kinder und arbeite in einer Firma als Führungskraft mit Personalverantwortung. Ich muss Entscheidungen treffen, die unbeliebt sind, ich musste auch schon Mitarbeiter entlassen mir bewusst, dass sie in Hartz4 landen. Das wird von einem "Entscheider" erwartet, dass er das kann und Entscheiden kann man erst, wenn man eine gewisse Reife hat. Aber zurück zu den Mäusen.

Vollkommen richtig: ICH hole die Mäuse, nicht die Mäuse kommen zu mir. Zuerst sah ich nur die Mäuse, inzwischen sehe ich auch was dahinter steckt, die Mäuse-Industrie. Bilder aus Schlachthöfen will auch keiner sehen, der seine Wurst isst. So ist es aber. Es hat zwei Seiten, eine die ich sehen will und eine, die ich lieber verdränge. Heisst aber nicht, dass man das nicht ändern kann. Ich stehe vor der Entscheidung: Weg mit den Mäusen oder behalte ich dieses Hobby? Eine Maus ist eine Maus, ein instinkt gesteuertes Tier, ich weiss nicht ob sie glücklich sein kann oder unglücklich. Ich versuche es zu sehen an ihrem Verhalten. Da sie ein Rudeltier ist halte ich keine einzeln, nur kurz isoliert, bis sie sich an die anderen gewöhnt haben. Sie turnen herum, sie sind neugierig, sie haben keine Angst vor uns, also scheinen sie sich also wohl zu fühlen. Was soll man also noch tun? Ich kaufe Weibchen beim Züchter. Muss ich mich noch damit befassen, wie er züchtet? Muss ich ihm Männchen abnehmen, damit er sie nicht verfüttert? Ich habe einen Wurf gehabt und danach entschieden dass mir das zuviel ist, allein schon die Jungtiere an andere zu verschenken, weil sie keiner haben will. Mäuse sind nicht gerade beliebt bei den meisten, Frauen ist ja ganz schlimm...... ihh.... ähh..... der lange Schwanz. Total ballaballa. Glaube wenn sie es könnten würden sie auch noch welche ohne Schwanz züchten. Ich finde auch grosse Spinnen ästhetisch, zumindest auf Distanz.

Ok, muss los jetzt.....

LG,
Chris
 
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Immer noch SEVEN, nicht SVEN ;)

Du hast absolut Recht mit der "Mäuse-Industrie". Und ja, ich kann Deine Einstellung durchaus bis zu einem gewissen Grad verstehen - man ist immer gezwungen, Entscheidungen zu treffen, und leider haben die auch nicht selten negative Konsequenzen.
Dennoch kann ich für mich nicht verantworten zu sagen: Ich hole nur Weibchen, sollen die Männchen eben "geschlachtet" werden (im Falle der Mäuse: Als Frostfutter enden). Das ist eine sehr pragmatische Lösung, die ich aber ethisch einfach nicht vertreten kann. Klar, keine Schlange ernährt sich von Gänseblümchen, dass es da Futtertiere geben muss, ist eben so - aber wer bin ich, dass ich die Auswahl treffe und selektiere? Bin ich Gott?
Das ist ein extrem heikles Thema, ich weiß....
Letztendlich muss das jeder selber entscheiden und mit seinem Gewissen vereinbaren, was er wie macht.
Für mich ist´s jedenfalls so, dass jedes Lebewesen gleich viel wert ist, und wenn ich mir eines hole, muss ich gucken, dass es ein so schönes Leben wie möglich hat.
Wenn Du das mit den Kastras nicht auf Dich nehmen willst - ok - kann Dir keiner irgendwas vorwerfen, wirklich nicht. Dann nimmst Du halt Mädels.
Und wenn Du mit der hohen Sterblichkeit nicht zurechtkommst (was ich auch gut verstehen kann, denn das ist wirklich kräftezehrend) - dann lässt Du Deinen Mäusebestand auslaufen und schaust, dass Du die letzten verbliebenen 2-3 Mäuschen in gute Hände abgibst...
Am Ende geht es ja immer ums Wohl der Tiere, und wenn das - auf welche Art und Weise auch immer - gesichert ist, dann ist doch alles gut ;)

LG, seven
 
Casimir

Casimir

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Jetzt muss ich mich ja doch nochmal reinhängen :uups:
Natürlich ist es auch wichtig, woher die Tiere kommen. Will ich das Tierelend in kleinen Makrolonboxen aktiv unterstützen, nur damit ich mir den Luxus von Haustieren gönnen kann? Oder helf ich lieber Mäusen, die schon da sind und Hilfe benötigen?
Ich habe für mich beschlossen, dass ich mich auf jeden Fall auch über die Hintergründe informiere. Schöne und gesunde Mäuse gibts auch im Tierschutz, wozu also einem (womöglich schlechten) Züchter noch Geld in den Rachen werfen?
Der Mensch sorgt dafür, dass der Markt an Nagetieren jederzeit gedeckt ist. Mittlerweile gibts sogar mehr Angebot als Nachfrage. Da muss man in meinen Augen wirklich nicht noch mehr in die Welt werfen.

Aber das ist auch ein Thema, was jeder mit sich ausmachen muss und was alles andere als leicht ist- für manche zumindest ;)

Für mich steht jedenfalls fest, dass ich mit der Mäusehaltung aufhören werde. Sicherlich, unterm Strich geht es den Mäusen größtenteils gut hier. Und trotzden muss ich sie unnötigerweiße ständig rausfangen und ihnen AB geben. Das ist Stress, der eigentlich unnötig wäre, wäre man in der Vergangenheit nur etwas verantwortungsvoller gewesen.
Aber Gott sei Dank gibt es auch noch Kleintiere, die nicht so anfällig sind.
 
Daiteff

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Kastrieren sehe ich nicht ein, 40 Euro für eine Maus?
Vielleicht solltest du allgemein mal deine Einstellung zu Tieren überdenken ?
Die sind von dir abhängig - vielleicht würden sie länger leben, wenn du sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen würdest, sodern mal einen Tierarzt aufsuchst ? Husten ist ein absolutes Alarmsignal bei Nagern, normale Erkältungen gehen mit Nasenausfluss und Niesen daher.
Aber wenn dir 40 Euro für ein glückliches Leben zu viel sind, solltest du vielleicht nur Kuscheltiere halten, aber nicht die teuren von Bad Kösen, da sind auch mal schnell 40 Euro weg.
Nienor, ich stimme deiner Meinung absolut zu +Daumen hoch+

Und grade, wenn man, wie du es beschreibst, Chris, in der Chefetage einer Firma sitzt, sollte man doch eigentlich die Mittel haben seine Tiere zu versorgen ;)
Unbeliebte Entscheidungen im Berufsleben treffen, wie Kündigungen von Mitarbeitern, das machen mein Vater und mein Verlobter auch, aber wenn es um die Familie und die Tiere geht, da sind die dann doch keineswegs kaltschnäuzig. Das eine scheint also nicht mit dem anderen Hand in Hand zu gehen.
Und warum sollte Ethik nicht dein Thema sein? Jeder sollte etwas über Ethik nachdenken, wenn er die Verantwortung für Lebewesen übernimmt. Egal wie klein sie sein mögen. Vor allem, wenn man beruflich und familiär nicht nur eine Führungsposition sondern auch eine Vorbildfunktion hat.

Mich haben auch viele für verrückt erklärt, weil ich viel Geld für die Kastration meiner Mäusejungs ausgeben werde, aber allein oder ständig unter Stress haben die Kleinen keine Lebensqualität. Und diese sollte jedes Tier haben, und für die unter meiner Obhut kann ich sorgen. Da sollte Geld keine Rolle spielen, vor allem, wenn es vorhanden ist. Da verzichte ich lieber mal auf neue Kosmetik, Schuhe, Klamotten oder was weiß ich, als dass ich genau weiß, dass ein Tier leidet, nur weil ich den Marktwert eines Tieres gegen die Kosten für Tierarzt etc. aufwiege und nicht den ideellen Wert sehe und das Lebewesen.
 
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Superhobel

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Daiteff,

ich toleriere deine Ansichten, teile sie aber nicht. (Ich sitze auch nicht ein einer Chefetage). Blicke ich mal so ca 14. Jahre zurück an eine Liason mit einer Pferdenärrin, so weiss ich was geht und was nicht. Jene süsse Frau verballerte jeden Cent bzw jede Mark in die Pferde. Ok, Pferde sind keine Mäuse, Pferde sind "Investitionen" zumindest finanziell, allein schon die Anschaffung. Ihre Schulden waren bald 5-stellig, da ein TA nicht 50 sondern auch mal 1-2 Tausend kosten kann. So sehr ich jene Dame liebte, so entschlossen trennte ich mich von ihr, da ich mir mit ihr keine Kinder und kein normales Leben vorstellen konnte. Die Pferde dominierten alles, von morgens bis abends. Das mag kein Vergleich zu Mäusen sein, die säen nicht, sie ernten nicht und sie leben doch. Aber es zeigte mit meine Grenzen der Tierliebe auf. Und ich denke, dass es genug ist, wenn ich für meine Mäuse gut sorge, dass es ihnen gut geht. Da ich keine Vermehrung mehr zulasse gibt es auch keine Sorgenkinder und Waisen, keine Mäuse die zuviel sind. die irgendwo "verschwinden" müssen. Mir kommt es schon manchmal hoch, dass jeder Depp und Vollidiot Kinder in die Welt setzen darf ohne einen "Elternführerschein" machen zu müssen.

Ok, sind wir uns einig? Zumindest auf der Basis von "Mäuse-Fans"? :mrgreen:

Wie kriegt man sowas hin? Meine Kinder fragten schon wie sowas geht. Ist ja Wahnsinn und den Tieren scheint es Spass zu machen:

Wahnsinn! (Meine Mäuse würden das Leckerli nehmen und damit verschwinden.)

http://www.youtube.com/watch?v=t8XZ-_EgWB8

http://www.youtube.com/watch?v=z_pOvtOYuIw

Ratten, allein schon die Sprungweite!

http://www.youtube.com/watch?v=1A07gDVLe14
 
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Casimir

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Aber ich versteh deine Logik nicht: gibt dein Züchter denn die Männchen kastriert ab? Wenn nicht, wird ein Teil davon auch zu viel sein und verschwinden müssen und die Vermehrung lässt du damit auch zu- wenn auch "nur" passiv. Ist in meinen Augen genauso schlimm, wie wenn man aktiv selbst die Mäuse zusammen setzt.

Die Videos sind einfaches clicker-Training. Positive Bestärkung von erwünschten Handlungen. Wenn die Tiere nicht machen, was Mensch will, werden sie nicht bestraft- sie bekommen halt nur keine Belohnung.
Farbmäuse sind intelligent und eigentlich eignen sich die meisten zum Clickern. Ich habs auch mal probiert, aber leider waren die meisten meiner Mäuse so schlau zu wissen, dass sie Leckerlies auch früher oder später bekommen, ohne dafür was tun zu müssen :mrgreen:
Außer Earli, der hat sich jedes Mal extrem gefreut und man hat wirklich gemerkt, dass er irgendwann anfing, nachzudenken. Darüber nachzudenken, was er nun tun muss, damit er das Leckerlie bekommt.

Hier noch die HP der Videoautorin: http://schlaumaeuse.jimdo.com/clickertraining-mit-mäusen/
 
S

Superhobel

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Uh..... das ist schwere Kost, ich bin kein Psychologe und kein Tiertrainer. Ich wüsste gar nicht wie ich da anfangen sollte. Allerdings kenne ich das von Meersäuen, die ich mal hatte. Irgendwann machte ich den fehler ihnen Gurken zu geben. Von da ab verschmähten sie Trockenfutter, pieselten die Kiste ruckzuck voll. Als ich ihnen keine Gurken mehr gab finden sie an wie Waserkessel zu pfeifen und das nervt total auf Dauer. Kaum kam ich durch die Türe .... ihhhhhhh.....ihhhh....... ich war so genervt, dass ich ihnen Gurken gab und von da ab hatte ich verloren, die hatten mich dressiert. Nicht ich sie. Und bei dem Wassergehalt schifften sie auch munter in 2 Tagen das Streu alles zu :-(

Mein "Züchter", wo ich heute auch war für Futter hat keine Mäuse mehr. Nur noch Reptilien, Fische und größere Kuscheltiere wie Hasen, Meerschweinchen. Die Nachfrage nach Mäusen sei gleich Null sagte er. Nur noch Albinos für die Schlangen in Eigenproduktion aber die Farbmäuse... nichts mehr. Männchen wurden übrigens meist verfüttert oder eingefrostet (Frostmäuse), da wurde nichts kastriert. So ein Geschäft muss ja auch kostendeckend arbeiten und Mäuse sind eben..... "nur" Mäuse, quasi eine beliebig verfielfältigbare "Nahrung" für die "edlen Tiere". Kunden scheuten die Kosten und Mäuse wurden häufig von ahnungslosen Eltern als Hamsterersatz für Kinder gekauft, meist ohne Wissen über ihre Haltung und Eigenarten. Und der Herr X ist schon ein Tiernarr aber eben einer für größere Tiere und vor allem die die hohe Ansprüche haben. Und so eine Echse kann locker 20 Jahre und mehr alt werden, ist aber eben ausschliesslich ein Beobachtungstier und absolut kein Spielkamerad für Kinder etc.

Aber zum Thema: Was gibt man Mäusen denn als "Leckerli" so, was sich vom normalen Futter deutlich genug unterscheidet?
 
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Casimir

Casimir

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Clickern ist eigentlich nicht schwer, wenn man das Prinzip einmal verstanden hat. Eigentlich ist es eine tolle Abwechslung für die Tiere und auch mal Futter fürs Gehirn. Ich denke, clickern kennen die meisten von der Hundeerziehung :)
 
S

Superhobel

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Das ist ja irre!

Fidschi, Theoline und Speedy .... die drei habe ich mal einen kleinen Käfig ausquartiert und mit einem "Schoko-Pops" (dieser hochkalorische Müsli-Frass) und
Schnalzen geübt. Ruckzuck hatten sie raus, dass das Schnalzen den Pop ankündigt. Ich denke zwar, dass Scholade nicht so toll ist, aber von 3 Pops werden
sie nicht sterben. Meine Kinder haben öfter Finger in Kakao getunkt und diese ablecken lassen. Sitzen alle grad da auf dem Hintern, mit dem Pop in den Händen und knuspern..... Ich glaube ich habe ein neues Hobby enddeckt.... Mäuse-Bändiger :lol:
 
Firewire

Firewire

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Hey,
Schokolade ist nicht gut, für kein Haustier. Warum nicht lieber Frischfutter oder irgendwas anderes Gesundes?
Würde meine Kinder das auch nicht machen lassen, dann lieber in eine Gurke pieken und das abschlecken lassen ;)
 
Casimir

Casimir

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Ausquartieren sollte man die Kleinen dafür aber nicht- vor allem wenn das heißt, dass sie dafür von dem Rest der Gruppe getrennt werden. Ich hab immer im Gehege geübt, ging einwandfrei.

edit: und ja, keine Schokolade. Gibt genügend gesundes Zeug, mit dem man Mäuse locken kann. Pinienkerne, Sonnenblumenkerne, Nüsse...
 
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Thema:

Sinn und Unsinn von Farbmäusehaltung für Kinder?