Wer von euch hat ein Rehe pferd?

Diskutiere Wer von euch hat ein Rehe pferd? im Pferde Gesundheit Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo, eine Freundin möchte sich am WE ein Pony anschauen das laut Besitzerin letztes Jahr das 1. mal einen Rehe Schub hatte. Zuckerrehe nannte...
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Anonym123

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Hallo,

eine Freundin möchte sich am WE ein Pony anschauen das laut Besitzerin letztes Jahr das 1. mal einen Rehe Schub hatte. Zuckerrehe nannte sie es, ich dachte es wären Futter Rehe aber nein Zucker..kannte ich bislang nicht.
sie
hat 2 Pferde in einem offenstall stehen wo das Pony als Begleiter dazu soll. Geritten wird er dann von einem Kind und sonst halt longiert aber nicht jeden Tag.

im Sommer stehen sie den ganzen Tag auf der Weide meist auch nachts. Sie macht's ich nun Gedanken das dadurch ein neuer Rehe schub kommen könnte.

könnt ihr mal berichten wie das bei euch ist?
Wie macht sich der Schub bemerkbar?
was bekommen eure zu fressen?
wie werde sie bewegt?
haben sie jedes Jahr einen Schub?

wir haben ja schon einiges an pferdekrankheiten durch aber Rehe waren bisher nicht dabei.

der kleine gefällt ihr total gut und ist auch ein toller Kerl... Wenn da nicht die Rehe wären :-(

lg
sandra
 
13.02.2014
#1
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Missymannmensch

Missymannmensch

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Nicht akkute RehePferde so viel bewegen wie möglich, dadurch werden die "Giftstoffe" besser verwertet.
24 Std Weide halte ich für bedenklich, zumindestens die "normalen" deutschen Weiden.
Am besten Weide mit langen!!! überständigem Gras, also wie Heu am Stiel.

Zuckerrehe? Könnte zwar fast meine approbation über das thema schreiben aber das habe ich noch nie gehört.

Futter kann man nicht pauschal sagen, es kommt auf jedes Pferd einzeln an.
So konnte meine chronische Rehe Stute z.B. Stundenweise auf Weide mit Heu am Stiel, hat Heu adLib bekommen und bei bedarf Heucobs und Rüschnis von Dodson&Horrel.

Bewegt wurde Sie mit Hufschuhen bis zu 7Tage die Woche zwischen 1-4 Std am Tag.

Wie gesagt, man kann es nie pauschal sagen, dafür gibt es bei Rehe zuuuu viele Auslöser.

Ach ja, Stuti hatte übrigens nie die typische Rehe Sägebockstellung gezeigt.
Häte sie mal, wäre viel Leid erspart gewesen.

LG Shorty
 
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Chiron

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Ja, Zuckerrehe ... netter Ausdruck ... soll einfach nur heißen, dass es eine fütterungsbedingte Rehe gewesen sein soll, so dass der Glukosespiegel im Blut und nachfolgend der Insulinspiegel im Blut so hoch wurde, dass die Huflederhäute dadurch eine Entzündung entwickelten.

Gründe, warum der Insulinspiegel im Blut ein physiologisches Maß übersteigt, gibt es unterdessen mehrere:

- zu wenig Bewegung (Muskeln können vorhandene Glukose nicht verbrennen, daher wir verstärkt Insulin ausgeschüttet, um dieses in die Muskelzellen zu bringen)
- Chrommangel (dient als Schlüsselmolekül für das Insulin, um Glukose in die Zelle bringen zu können)
- einfach zu viel Glukose durch zu viel Futter
- ein zu hoher Cortisolspiegel, der einen zu hohen Insulinspiegel nach sich zieht (z.B. bei einer akuten Entzündung, oder ECS)
- ...

Generell gilt, ausreichende und regelmäßige Bewegung, gute Hufbearbeitung mit funktionierendem Hufmechanismus, wenig Streß, gute Mineralienversorgung, nicht zu viel Futter, wenig bis garkein Kraftfutter, Portionierung von Weide.

Einen Schub haben sie (wenn es eine stoffwechsel- bzw. fütterungsbedingte Rehe ist) nur dann, wenn mal wieder zuviel und zu lange der Glukosespiegel oben war.

LG,

Chiron
 
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Anonym123

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Vielen Dank für die Antworten!
 
Robin08

Robin08

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Wir haben ein Rehepferd. Darf jetzt NUR noch Heu und stroh fressen. Sobald er was anderes erwischt wird es wieder schlimmer. Bewegt werden sollte er schon. Meist eine kleine Schrittrunde ins gelände. Aber nicht bei einem Schub. Erst beim Abklingen wieder.
 
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Imladris

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Hallo!

Ich nutze jetzt mal den vorhandenen Thread um auch eine Frage zu dem Thema in die Runde zu werfen: Ich bin im Frühjahr mit meiner Stute (Tinker-Vollblut-Mix) in einen Offenstall gezogen, der 24h Zugang zur Weide hat. Bisher waren wir super glücklich, sie hatte zwar etwas zugenommen, aber ich habe jeden Tag die Hufe angefasst, mir ist keine Hitze aufgefallen, also hatte ich gehofft, dass meine Sorgen im Vorfeld, ob sie möglicherweise Reheprobleme bekommen könnte, falsch waren (vorher hatte sie nur zwei Stunden Koppel am Tag). Tja, jetzt war gestern der Hufschmied da, hat ausgeschnitten und festgestellt, dass sie offensichtlich an einem Vorderhuf einen Reheschub hatte. Ich habe heute mit meiner Tierärztin telefoniert und die kommt jetzt nächste Woche vorbei und schaut ob man am Röntgen noch was erkennen kann und meinte, ich soll meiner Kleinen halt erst mal eine Fressbremse drauf tun.
Allerdings habe ich jetzt viel gelesen, dass man die auf keinen Fall länger als 5 Stunden drauf tun soll... Ich bin gerade ein wenig verunsichert, ob ich nun eine kaufen soll oder nicht. Denn der schub, den man jetzt sieht, ist laut meinem Hufschmied ein Viertel- bis Halbesjahr her und ich habe ein wenig Sorge dass ich jetzt mehr Schaden anrichte, wenn ich ihr jetzt 24 Stunden die Fressbremse drauf tue :(
Auf lange Sicht mache ich mir jetzt auch Gedanken ob ich vielleich doch noch einen anderen Stall suchen sollte (was wirklich schade wäre, weil meine Süße sich extrem wohl fühlt). Kann es sein, dass dieser Reheschub nur durch die Umstellung auf 24h Gras ausgelöst wurde (wir haben das natürlich gestaffelt verlängert mit dem Gras, aber nur über zwei Wochen) und sie jetzt eigentlich drauf eingestellt ist und wenn ja, wie stelle ich das fest (am besten ohne einen weiteren Schub zu riskieren)? Oder ist das Blödsinn und ich sollte ihr einfach gleich einen anderen Stall suchen, weil ganzjährig eine Fressbremse einfach mies ist (hab so Sachen mit Zahnverschleiß u.Ä. gelesen)?

Danke schon mal!
 
C

Chiron

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Hallo Imladris,

es ist relativ müßig darüber nachzudenken, ob der Reheschub jetzt durch die Umstellung auf 24-Stunden-Weidehaltung oder durch einen entsprechend hohen Fructosegehalt des Grases durch entsprechende Witterung vor 6 Monaten ausgelöst wurde. Sicher ist, dass zuviel Insulin aufgrund zu viel Glukose zu diesem Zeitpunkt im Blut war und dieses den Reheschub ausgelöst hat.

Darf ich fragen, welche Symptome am Rehehuf festgestellt wurden? "Nur ein Vorderhuf betroffen" kommt nicht so häufig vor bei Rehe, meistens sind es beide Vorderhufe oder gar alle Viere, wenn der Reheschub ausschließlich fütterungsbedingt und nicht noch durch weitere Co-Faktoren ausgelöst sein soll.

Ganzjährig eine Freßbremse ist natürlich mies ... ;-) ... es gibt aber auch noch ganz viele andere Faktoren, die überprüft werden sollten, bevor man auf Verdacht den Stall wechselt. Es bringt dir nämlich nichts, in einem neuen Stall zu sein und einen weiteren Reheschub zu bekommen ...

Da wären:
- auffallende Verformungen des Hufes, Zwanghufe, zu steil stehende Hufe
- zu viel oder zu gehaltvolles Futter oder Beides, überdüngte "Kuhwiesen"
- Streß oder anderweitige (chronische) Erkrankungen des Pferdes (wegen erhöhtem Cortisolspiegel), ggf. equines Cushingsyndrom
- spurenelementarme Fütterung (insbesondere Chrom, aber auch Mangan, Selen, Molybdän, Kupfer, Vanadium), ggf. EMS
- zu viel Fettgewebe, zu wenig Muskelgewebe, zu wenig Bewegung

Du solltest alle diese Faktoren mal checken. Ein (fortbestehendes) Problem, welches in Richtung erneuter Reheschub gehen könnte, erkennst du (außer am klammem Laufen des Pferdes, insbesondere bergab!) auch in der wiederholten Bildung einer "Einschnürung" (nicht Verdickung) des Wandhorns. Diese vermindert dick produzierte Wand spiegelt den geringeren Stoffwechsel bei erhöhtem Glukose-/Insulinspiegel wieder (was den Organismus nicht daran hindert, mit vermehrter Durchblutung (pulsierende Fesselkopfarterie, überwärmte Hufe) dem entgegenzuwirken).

LG,

Chiron
 
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Imladris

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Lieber Chiron!

Vielen Dank dass du mir so ausführlich geantwortet hast! Ich werde mit meiner Tierärztin nächste Woche alles durchsprechen, was du so geschrieben hast (einen Test auf Cuhshing hat mein Hufschmied mir auch empfohlen, da er meinte, das sei gar nicht so selten)!
Symptome ist mir leider zu dem Zeitpunkt nichts aufgefallen! Drei Monate später war sie auf dem Bein lahm, da war auch die Tierärztin da, hat aber diagnostiziert, dass es das Fesselgelenk sein muss (auf die Beugeprobe hat sie reagiert) und wir sind drei Wochen Schritt gegangen und es war gut. Was mir allerdings aufgefallen ist (nicht genau in dem Zeitraum, aber so allgemein seit wir in dem neuen Stall sind) ist das vorsichtige bergabgehen! Da wir aber aus absolutem Flachland kamen hatte ich keinen Vergleich und hatte angenommen sie würde eben immer ein wenig langsamer bergab gehen als sie normal geht. Rillen auf dem Huf hatte sie im Sommer auch (daran erinnere ich mich JETZT *sich selbst an den Kopf schlag*, aber ich Idiot dachte es läge an der Umstellung dass sie jetzt den ganzen Tag herum läuft und vorher eben nicht, dass sie das Hufgewebe deshalb verändert oder so), jetzt hat sie die nicht mehr komischerweise.
Bemerkt hat den Reheschub eben mein Hufschmied beim Ausschneiden: vorne links war die weiße Linie deutlich verbreitert und sie hatte Einblutungen. Rechts war so gut wie gar nichts. Die weiße Linie zwar etwas breiter aber fast normal.
Futtertechnisch bekommt sie gar kein Kraftfutter, hat aber den ganzen Tag Zugang zu Heu und Gras (und das ist wirklich fett, weil die zwanzigköpfige Herde vier Monstergroße Koppeln für sich allein hat, die immer routierend offen sind) und ich füttere Mineralfutter zu (eines das (ich hab versucht mich zu informieren, also meines Wissens:) für Robustrassen, die immer draußen sind besonders geeignet ist). Manchmal bekommt sie ein Mash, aber eher selten.

Meine Tierärztin will auf jeden Fall nächste Woche vergleichend die beiden Vorderhufe röntgen und ich werde sie auf Cushing ansprechen und ob sie eine Blutuntersuchung machen kann zwecks Mangelerscheinung.


Puh, jetzt muss ich mich selbst erst mal abregen. Danke dir noch mal für die tolle Antwort!
 
C

Chiron

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Also die Rillen können durchaus auch von dem Mehr an Bewegung kommen. Wenn die Wände jetzt keine weiteren Rillen aufweisen, ist das doch schon mal gut ...

Cushing-Test ist leider nicht immer soooo aussagekräftig. Ich würde das eigentlich nur dann machen, wenn ich entsprechende andere Symptome von Cushing beobachten würde (schlechter Fellwechsel, langes Haarkleid, starkes Schwitzen, starke Abmagerung). Ansonsten muß man entweder für eine verlässliche Aussage mehrmals in zeitlichem Abstand testen, oder man läuft Gefahr, aufgrund eines einzigen hohen ACTH-Wertes ein Leben lang Prascend zu verabreichen ...

Die Spurenelemente kannst du bei einer Blutuntersuchung nach meinem Wissensstand nicht feststellen, da sie z.T. in zu niedriger Konzentration, zum Teil nicht im Blut (sondern im Gewebe) vorhanden sind.

Wesentlich ist eine ausreichende Versorgung mit Chrom-III, da dieses Spurenelement die Wirksamkeit von Insulin zur Einschleusung von Glukose in die Zelle dramatisch beeinflußt. Ist zu wenig Chrom vorhanden, steigt der Glukosespiegel und damit dann in der Folge auch der Insulinspiegel. Die Huflederhautzellen haben keinen Insulinrezeptor (anders als Muskel- und Nervenzellen), nur einen IGF3-Rezeptor, ein insulinähnlicher Stoff, der sozusagen den Grundumsatz der Zelle steuert. Die aktuelle Theorie geht dahin, dass die hohe Konzentration an Insulin diesen Rezeptor blockiert und die Zelle damit "verhungert", was auch die entstehenden Einschnürungen, Hornklüfte und Ablösungen der Hornlamellen der weißen Linie erklären würde.

Wichtig außer der verbreiterten weißen Linie wäre ein ggf. vorhandener Knick in der Zehenwand, und eine Palpation des Kronrandes auf Veränderungen der Lage des Hufbeins (Pyramidalfortsatz eingesunken? Hufbein insgesamt eingesunken, Igelhaare, gestaute Haut?), Einblutungen auf der Sohle im vorderen Sohlenbereich?.

Warum will deine TÄ denn vergleichend röntgen? Sie soll lieber mit entsprechenden (Metall-)Markierung des Kronrandes und der Zehenkontur röntgen ... ;-) ... wie der Huf aussehen sollte (Parallelität Zehenwandhorn + Zehenkontur Hufbein, keine Absenkung des Hufbeins) ist doch klar (und eigentlich auch, dass das auch nach Röntgenbild nicht in Ordnung sein kann). Und Aussagen über den einzuschlagenden Behandlungsweg dürften sich aus dem Röntgenbild auch nicht wirklich ergeben, auch nicht über die zu erwartende Prognose - außer unsinnigen im Sinne von "> 5 Grad Rotation = nicht reversibel". Sorry, bin gerade im Lästern über Sinn und Unsinn von bildgebenden Verfahren gefangen ... ;-) ... um den Status jetzt festzustellen macht das sicher Sinn.

Ach so: Bevor jetzt der Rehebeschlag als einzig sinnvolle Hufbehandlungsmaßnahme gezückt wird, sag Bescheid ...

LG,

Chiron
 
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safety

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Hallo! Will doch auch mal meinen Senf dazugeben!
Habe vor 1 1/2 Jahren mein Pony kerngesund gekauft. Dann habe ich sie aus ihrem alten Stall weggeholt und umgestellt im April und Schwubs, hatte sie einen Reheschub. Die Umstellung von dieser eher kargen Koppel + Box , zu einer eher volleren hat ihr nicht gut getan, vor allem weil er natürlich aprubt kam und sie nicht erst Probeweise jeden Tag länger ins neue zu Hause durfte, sondern der Umzug ja nur einmal stattfand. Daraufhin bekam sie eine Spritze vom Tierarzt (20€), ich habe ihr einen Maulkorb gekauft den sie mehr oder weniger 24 Stunden getragen hat (hab ihr zwischendurch immer Mal ein paar Tage Pause gegeben, da sie Aufschürfungen am Maul hatte und der Maulkorb nach 3 Wochen hin war). Danach hatte sie keine Probleme mehr, da das Gras ja ab Sommer immer mehr abnimmt. Danach den Winter stand sie den ganzen Winter draußen, da es nicht so kalt war und sie hatte keinen Reheschub, da sie sich langsam an das Gras gewöhnen konnte. Sicherheitshalber habe ich ihr einen neuen Maulkorb gekauft, der sogar fast 2 Monate gehalten hat und seitdem hatte ich nie wieder Probleme mit Hufrehen. Ich habe insgesamt also 20€ und ein immernoch glückliches Pferd gelassen. Die Maulkörbe muss man vielleicht auch mit anrechnen, einer hat um die 20 Euro gekostet, aber die kann man bei dicken Ponys sowieso empfehlen. So kann es gut laufen, ich habe zwar schon anderes gehört, aber man kann auch Glück haben mit der Krankheit :)
 
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Imladris

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hallo ihr Lieben,

man soll ja doch immer schreiben wie es weiter gegangen ist, deshalb mal eine Zwischenmeldung von mir: meine Tierärztin war da und du hattest natürlich recht, sie hat so Metallstreifen an die Hufe geklebt und dann beide Vorderbeine geröngt und zusätzlich das "betroffene" bein von vorne (natürlich ohne den Metallstreifen)... und war selbst ziemlich überrascht (da ja die weiße Linie deutlich war, auch die Einblutungen), dass sie absolut nichts feststellen konnte, was anders war als es sein sollte, keine Absenkung, keine Rotation. Sie hat mir gesagt, dass das tatsächlich auch der erste solche Fall ist, sie meint nämlich, dass sie mir jetzt nicht einmal sicher Rehe diagnostizieren würde (sie meinte auch, die Ringe könnten zusätzlich zu dem mehr an Bewegung auch von der Futterumstellung kommen), denn dass es nur einseitig ist, ist ungewöhnlich, dass sie als sie gelahmt hat auf die Beugeprobe reagiert hat aber nicht auf die Hufzange und dass sie röngtnologisch so total unauffällig ist. Sie sagt, es könnte natürlich entweder ein extrem leichter Reheschub gewesen sein oder eben (nagelt mich bitte nicht drauf fest, ich kann mir medizinische Sachen immer wahnsinnig schlecht merken)... irgendeine Entzündung an der Hufsohle(?), die aber völlig andere Ursachen hatte. Sie meint, meine Süße darf jetzt im Winter auf jeden Fall mit den anderen raus, hat mir fürs Frühjahr aber trotzdem zur Vorsicht geraten, d.h. wir haben uns jetzt für die "extreme" Zeit auf Maulkorb tagsüber geeinigt, das geht mit dem Herstellerrat konform und schränkt die Futteraufnahme trotzdem ein. Sie hat gesagt, sie kann natürlich auf Cushing testen (und wenn wir nicht so recht raus bekommen, was sie eigentlich hatte ist das vllt auch nicht dumm?), aber sonst gibt es wohl leider kaum Möglichkeiten um einzuschränken, was sie genau hatte (denn wenn man das wüsste, könnte man es für die Zukunft ja vermeiden...).
Tja, bis Frühjahr bin ich jetzt zumindest beruhigt. Gibt es noch etwas was euch jetzt ins Auge springen würde, was ihr mir raten würdet, noch zu unternehmen?

Danke auf jeden Fall für die ersten Tipps! Ihr kennt euch echt toll aus :)
 
C

Chiron

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Hi Imladris,

na das ist doch schon mal eine Entwarnung wert! Wenn keine Rotation oder Senkung des Hufbeins zu sehen ist, sind wir ja "nur" noch bei einer Huflederhautentzündung (bzw. genau genommen einer überstandenen Lamellenlederhautentzündung).

Da gibt es eigentlich mehrere mögliche Ursachen:

- Der Umzug in den Offenstall, die damit verbundene vermehrte Bewegung sowie der ggf. andere Untergrund haben zu einer besseren Durchblutung der Huflederhäute geführt, worauf diese über eine leichte Entzündung (Einblutungen in die weiße Linie) vorhandene Defekte repariert haben
- anderer Hufbearbeiter, geänderter Hufausschnitt? Muß nicht bedeuten, dass sich die Hufbearbeitung verschlechtert hat, die Entzündung kann durchaus Zeichen auch einer besseren Hufbearbeitung sein (z.B. weil mehr Durchblutung des Hufes)
- oder tatsächlich das gehaltvollere Frühjahrs- und Herbstgras (viel Feuchtigkeit, Sonnenlicht, ausreichende Wärme - anders als im Sommer). Einblutungen in die weiße Linie (und manchesmal auch ins Sohlenhorn) sehe ich als Hufbearbeiter tatsächlich im Frühjahr und Herbst häufiger als im Sommer

Einfach im Frühjahr keinen unkontrollierten Zugang zum Gras zulassen (gerade wenn das Gras so "knallt"), und auch im Winter dafür sorgen, dass das Pferd keine Pölsterchen ansetzt - das schafft eine gewisse Reserve auch für das Frühjahr, was die Glukosetoleranz angeht. Geht das Pferd wieder klamm, insbesondere bergab, ist das ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass die Lamellenlederhaut / Hufbeinaufhängung wieder entzündet ist. Falls das trotz Fressbremse im nächsten Frühjahr erneut auftreten sollte, würde ich EMS und ECS testen und den Hufausschnitt durch eine Zweitmeinung checken lassen.

LG,

Chiron
 
J

jessidino

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mein hafi hat auch Probleme mit Hufrehe..

könnt ihr mal berichten wie das bei euch ist? er hatte es vor 5 Jahren mal, dann war alles gut und dieses Jahr gleich 2x! er hat es immer auf allen 4 Hhufen, was sehr ungewöhnlich ist, und auch immer sehr stark
Wie macht sich der Schub bemerkbar? meiner zeigt es erst sehr spät an, wenn andere Pferde schon liegen kämpft er trotzdem weiter und macht es nur schwer bemerkbar, er läuft langsamer, als hätte er keine luft. dann sieht man jedoch den rehe gang, seine vorderhufen nach vorne gestreckt und hinterhufen ebenfalls nach vorne zum entlasten.
was bekommen eure zu fressen? normal: heu und den ganzen sommer über nur koppel. wenn er rehe hat, heu. sollte man auswaschen und dosieren, geht aber schlecht da er im offenstall steht und freien zugang zum heu hat.
wie werde sie bewegt? ganzjährig auf der Koppel, je nach Wetter ect. 1-4x pro Woche ausreiten.
haben sie jedes Jahr einen Schub? wie gesagt, er hatte vor 5 Jahren einen, 4 Jahre nichts und dieses Jahr 2, davor wahrscheinlich einen leichten, also 3.

Hufrehe ist ne scheiß Sache, kommt immer wieder da er ja vorbelastet ist..
 
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