Und auf einmal bin ich Rattenmami

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CKittie

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Hallo ihr lieben,

ein Familienmitglied ist schwer erkrankt und kann sich nicht mehr um seine Ratten kümmern.
Zwei von den dreien haben während seines Krankheitsbeginns leider auch das zeitliche gesegnet.
Nun ist ein Rattenbock übrig und bei mir zu Hause.

Ich selber hatte bisher noch nie Ratten.
Hamster, Meerschweinchen, Hunde und Katzen ja, aber eine Ratte eben nicht.

Ich habe
mir schon 3 Rattenbücher geholt und alles durchgelesen, aber trotzdem war ich mir bisher noch unsicher zu einem Thema.

Mein armer Babu ist jetzt alleine, und sein Halter hat nun auch gewechselt. Er ist 1,5 Jahre alt und eigentlich top fit, aber dass er da ganz alleine in seinem Käfig sitzt verursacht mir ein seeehr schlechtes Gewissen. Ich habe mir jetzt auch in diesem Forum einige Leitfäden und alles durchgelesen, aber eine Antwort finde ich trotzdem nicht.

Babu kennt mich schon immer, er lässt sich auch problemlos von mir streicheln und hochnehmen. Am liebsten schnuppert er in meinem Ohr, wenn er könnte würde er glaube ich reingrabbeln ;)
Kastriert ist er nicht.

Jetzt meine Frage an euch:
Kann ich ihm einen neuen Spielgefährten zulegen? Oder sollten es lieber 2 sein? Und wenn ja, wie soll ich das anstellen? Ich meine der Leitfaden ist ja ganz nett, aber 1. hat er ja kein Rudel mehr und 2. Leben wir gemeinsam in einer 1 Zimmerwohnung.

Bitte helft mir :)
 
26.02.2014
#1
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Nienor

Nienor

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Hey,

klar sollte er neue Artgenossen bekommen - du sagst ja selbst, er ist noch fit. Und als Bock kann er mit Glück noch doppelt so alt werden, wie er jetzt ist. Die Hälfte seines Lebens sollte er definitiv nicht allein verbringen !

Und bitte nicht nur einen neuen Kollegen, sondern mind. 2-3. Keine Babies, sondern schon mind. halbjährige, die einigermassen seinem Temperament entsprechen.

Auch in einer Einzimmerwohnung ist eine Integration möglich. Wichtig ist, dass die Käfige so weit wie nur möglich auseinander stehen und es am Anfang drei Ausläufe gibt.
1) für Babu
2) für Babus neue Freunde
3) der neutrale Auslauf für die Integration

Mit einer Auslaufabsperrung kannst du auch gut kleinere Flächen z.B. für die ersten Integrationstreffen nach Badewanne / Dusche abtrennen.

Ansonsten macht es vom Vorgehen wenig Unterschied ob Einzeltier oder Rudel zu einem Rudel integriert wird. Die Treffen sollten genauso auf die Tiere abgestimmt werden, man sollte langsam steigern, neutral anfangen, etc.
Einziger Unterschied : du brauchst nur ein Tier aus dem Auslauf zu fischen, um die Gruppe im Notfall komplett getrennt zu haben.
 
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CKittie

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So es givt Neuigkeiten!
Erstmal noch Danke für das Verschieben des Threads...ich hatte es voll verbockt ;)

So und nun zu den Neuigkeiten:
Eigentlich hatten wir uns nach 2 neuen Ratten für Babou umgesehen und dann war ich im Tierheim. Dort saß er "Nebumuk".
Ich war bisher eigentlich nie ein Fan von Albinos aber er ist so umwerfend. Der arme Kerl war schon seit Anfang Dezember da.
Mein Herz war weich und schwupp war Nebu bei uns zu Hause.
Ich habe den Leitfaden mit allem eingehalten. Die Käfige stehen auch weit auseinander und dank unserer "Bar" können die beiden sich auch nicht sehen.
Von Babou weiß ich, dass er früher mit seinen Geschwistern zusammen gelebt hat, aber das ist leider schon sehr lange her.
Von Nebu wissen wir nichts, da er als Fundratte abgegeben wurde.
Nebu ist von Anfang an sehr handzahm, lässt sich ohne Probleme hoch nehmen, kuschelte auch nach 2 Tagen schon mit uns.
Jetzt sind ja schon ein paar Wochen seit seinem Einzug vorbei und wir wollten die Jungs sich mal sehen lassen.
Der einzige Ort an dem mein großer Schlößerknacker Babou noch nicht war, war unser Esstisch.
Der Tisch wurde abgeräumt, ich hatte Babou auf dem Arm und mein Freund Nebu.
Wir haben sie auf den Tisch gesetzt, sie haben sich aufjedenfall gerochen und zack ist Nebu an meinem Freund wieder hochgeklettert.
Da er sich auch aufgeplüscht hatte und es eh ihr erstes zusammentreffen war haben wir es am ersten Tag dabei belassen.
Tag 2 verlief schon besser. Beide kamen wieder auf den Tisch, haben sich kurz beschnuppert, diesmal wurde Babou zum Igel also haben wir sie hochgenommen. Das ganze ging höchstens eine Minute.
Tag 3 der Tisch kam wieder ins Spiel. Keiner hat sich aufgeplüscht, sie haben aneinander geschnuppert, sind übereinander gelaufen.
Alles war sehr harmonisch, dann sagte ich "Das war gut nehmen wir sie hoch" im selben Moment wurde Babou wieder zum Igel und hat Nebu angefallen, Nebu schrie und mein Freund schnappte ihn weg von Babou.
Babou war danach kaum zu beruhigen, Nebu die arme Socke hingegen sehr schnell.
Nach einer halben Stunde auf mir hat sich Babou dann endlich beruhigt.
Jetzt ist die Frage, sollen wir heute weiter machen? Oder lieber erstmal ne kurze Pause einlegen?
 
Nienor

Nienor

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Hey,

schön, kann Balou endlich Gesellschaft bekommen.

Und du hast meinen vollen Respekt, dass du dich direkt an 2 Problemtiere wagst, die du integrieren willst.
Das wird vermutlich erstmal nicht ganz einfach, weil einer ewig allein hockt und nicht unbedingt Rattenverhalten kennt und beim anderen ist die Vorgeschichte unbekannt ..

Und weil Paarhaltung sowieso nicht gut ist und beide sicher davon profitieren würden :
Besteht irgendwie die Möglichkeit, Tiere, die an ein Rudelleben gewöhnt sind und damit wirklich "rattisch" sprechen, noch dazu zu holen ?

Ich habe es bei Emely erlebt, die hat zwar Fortschritte gemacht, als sie endlich mit Sprite integriert war und beide waren nicht mehr allein, aber als sie nach dem Tod von Sprite dann zu mir zog und endlich im Rudel lebte, waren das keine Fortschritte mehr, die sie machte, sie sprang regelrecht in ein rattiges Leben zurück.

Und auch Dakirus Viktor scheint es enorm gut getan zu haben, dass er von der Einzelhaltung im Heim direkt in ein Rudel kam.
Ich weiss zwar nicht, wie er sich jetzt bei der Integration anstellt, aber generell scheint sein Verhalten sich deutlich gebessert zu haben.

Deshalb wirklich der Rat : macht es euch "einfacher" (ok, am Anfang wird es sicher genauso schwer bleiben, weil die Tiere einfach aus Einzelhaltung kommen und die Integration entsprechend Fingerspitzengefühl bedarf) und integriert beide Einzeltiere direkt zu mind. 2 weiteren, sozialisierten Tieren und macht ein Rudel draus. Glücklich werden die 2 zu zweit sowieso nicht und eine weitere Integration ist nur eine Frage der Zeit.
Macht das in einem Abwasch und ermöglicht den beiden direkt, wirklich wieder Rattenverhalten zu lernen und auszuleben.

So, zu deinem aktuellen Problem eine Nachfrage :

im selben Moment wurde Babou wieder zum Igel und hat Nebu angefallen, Nebu schrie und mein Freund schnappte ihn weg von Babou.
War das bevor oder nachdem er von euch berührt wurde ?
Wie weit war Nebu entfernt in dem Moment davor und was hat er gemacht ?

Gab es Verletzungen ?

Im Übrigen war der Moment genau richtig zum Trennen. Es lief positiv. Einfach eine Sekunde zu lang und es kam zu der Situation. Das ist blöd und frustrierend :?
 
Fluffy122012

Fluffy122012

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Hi,

auch von mir erstmal Respekt, dass du direkt im Tierheim geschaut hast und dich der Situation auch stellst und dich informierst etc.

Und die ersten 3 Treffen sind eigentlich wirklich gut gelaufen. Im letzten vielleicht ne Sekunde zu spät getrennt, aber dennoch, es könnt schlechter laufen ;)
Also auf jeden Fall weiter machen.

Wobei ich Nienor auch zustimme: Sie direkt in ein Rudel zu integrieren, das sich auch Rudel nennen kann, wäre für beide wirklich besser. Zumal sie dann jemanden haben, an dem sie sich in Sachen Rudelverhalten orientieren können.

Das hatte ich mit meiner Izzy. Die lebte 1,5 Jahre in einer Paarhaltung. Damals war sie nicht offiziell in meinen Händen. Und von zahm sein konnte man bei ihr auch nicht reden.
Ich hab sie und ihre beste Freundin angefangen in mein Rudel zu integrieren, und es war bei weitem nicht einfach, weil sie immer wieder mit einer meiner Zicken aneinander geraten ist. Noch während der Integration ist ihre beste Freundin dann gestorben.
Die Integration dauerte insgesamt Wochen, oder sogar 2 Monate, ich weiß es nicht mehr.
Aber als sie abgeschlossen war, blühte Izzy im Rudel richtig auf. Ich hab wirklich selten gesehen, dass sich ein Tier sozusagen von heut auf morgen so verändern kann. Sie wirkte total ausgeglichen, total glücklich, zeigte mir immer wieder, wie sehr sie mir vertraut. Sie hat auf meine anderen Ratten aufgepasst...

Das Ganze änderte sich leider als sie krank wurde... Aber das hatte einen anderen Grund.

Es ist wirklich einfacher, wenn sie sich an einem Rudel orientieren können. Und du hast nicht in nem halben Jahr wieder das Problem, das du neue Gesellschaft brauchst, weil einer dir wegstirbt.
 
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CKittie

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Hallo zusammen,
entschuldigt die späte Reaktion, ich hab's sofort gelesen nur nicht die Zeit gefunden zu antworten.

Also eigentlich hatte wir vorgehabt gleich 2-3 Nasen zu holen, bloß wir schon oben beschrieben konnte ich Nebu einfach nicht im TH lassen.
Jetzt noch ein bestehendes Rudel zu holen würde nicht gehen, habe eine 1 Zimmerwohnung und da bestehen jetzt schon Platzprobleme wegen den Käfigen (sind ja nicht gerade klein ;) )

Es hat sich bisher leider nicht verbessert. Seit dem Vorfall ist Babu sofort aufgeplüscht, wenn er Nebu auch nur wahrnimmt.
Nebu ist sehr interessiert an Babu macht also absolut keine Probleme.
Wir bleiben stark und probieren es weiter.

Liebe Grüße und vielen lieben Dank für die Tipps
 
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CKittie

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Besser spät als nie: Ein Upgrade

Unsere Nasen leben mittlerweile zu 5.
Wir sind umgezogen und mein Freund hat trotz Rattenhaarrallergie zugestimmt noch mehr zu holen :)
Größere Wohnung bedeutete mehr Platz für Käfige und jetzt kann ich von mir behaupten ein Rattenseniorenheim für Böcke zu halten :D
Babou lebt leider seit gestern in einem Einzelkäfig, sieht nach Milben aus, müssen am Montag zum TA mit ihm. Er hat jetzt auch eine Beule am Hals und Peanut (einer der "neuen") wollte ihm beim Auslauf andauernd da ran. Also hab ich ihn sicherheitshalber mal in nen "Krankenkäfig" gesetzt.
Unsere 5 Opi's sind alle zwischen 2,5 bis 3 Jahre alt und es ist eine wildzusammen gemischte Meute. Peanut und Dracula (← wird meistens Dracu genannt und sowas passiert wenn mein Freund die Namen aussuchen darf ;-) ) kommen wie Nebu aus einem Tierheim...ich hab halt doch ein Helfer syndrom...die beiden wurden allerdings zusammen abgegeben und kannten sich schon. Hulk (← Wer den Namen ausgesucht hat könnt ihr euch denken *grins*) habe ich einem Bekannten abgekauft, damit er nicht mehr alleine leben muss.

Für alle, die das lesen und es sich auch überlegen: es ist die Zeit und Mühe wert. Wir hatten gerade anfangs echt Probleme mit babou aber das legt sich irgendwann, man muss nur am Ball bleiben :)

Liebe Grüße
eure Kittie :)
 
Fluffy122012

Fluffy122012

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Hallo,

das freut mich sehr, dass sie nun ein Rudel sind :)

Zu Babous Beule: Je nachdem was es ist, kann man gut behandeln... Wenns ein Abszess ist, sollte dieser gespalten und regelmäßig gespült werden, damit er von innen zuwachsen kann. Wenn es ein Tumor ist, müsste man schauen, ob eine OP sinnvoll und möglich wäre...
Zu den evt. Milben: Wenn sich der Verdacht bestätigt müssen alle Tiere behandelt werden ;-) Auch wenn die anderen ggf nicht Kratzen etc. Eine einzige übrig gebliebene Milbe auf einem der Tiere reicht, um in wenigen Wochen das selbe Problem noch mal zu haben.
 
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CKittie

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Aller neustes Update: Entmilbt sind sie alle mittlerweile, die TÄ meinte die Milben kamen wegen dem Abszess, weil sein Immunsystem geschwächt war.
Das Abszess wurde behandelt, allerdings leider erfolglos.

Babou hat über die letzten Wochen ungefähr die Hälfte seines Gewichts verloren. Die Entzündung hat sich auf seinen Kiefer ausgebreitet. Die TÄ hat gemeint, er bräuchte eine 2. Narkose und ihm müssten Zähne gezogen werden damit eine geringe Chance besteht doch noch alles in den Griff zu kriegen.

was man in solchen Fällen macht ist meiner Meinung nach Ansichtssache, ich sah einfach keinen Grund meinen kleinen Opi zu quälen nur damit ich mich nicht verabschieden muss. Er hat sogar den letzten Tag das Fressen komplett verweigert und ist den anderen aus dem Weg gegangen (sonst hocken sie wirklich immer alle auf einem Haufen).
Wir haben ihn erlöst. Ich weiß, sowas ist unter Haltern ein Streitthema, aber wir hielten es für ihn einfach das Beste.
Allerdings ist er auch der Erste gewesen, bei dem ich selber diese Entscheidung treffen musste und nicht meine Eltern und es war komisch, einfach merkwürdig.

Meinen anderen Opis geht es gut, sie scheinen nur noch nicht ganz ausgefochten zu haben wer jetzt ihr Anführer ist.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Oh und nochmal zu den Milben: Babou wurde zuerst etwas gespritzt von der TÄ, und ich habe für alle anderen ein Spot-On bekommen und am Schluss auch noch mal für ihn. Ich muss sagen, alles andere was die Käfigreinigung und so anging bin ich wirklich extrem Dankbar für dieses Forum. Von euch allen waren sehr hilfreiche Tipps und Tricks dabei. :)
 
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