Unterschied Saarloos, TSW und Amerikanischer Wolfshund

Diskutiere Unterschied Saarloos, TSW und Amerikanischer Wolfshund im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Hey;) Mich interessiert was der charakterliche oder auch äußerliche Unterschied (e) zwischen Saarloos, Tschechoslowakischer, firstund Amerik...
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chilly101

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Hey;)
Mich interessiert was der charakterliche oder auch äußerliche Unterschied (e) zwischen Saarloos, Tschechoslowakischer,
und Amerik. Wolfshund ist ?
Ich möchte das nur wissen weil ich schon oft in Foren oder anderen Websiten über diese Rassen gelesen hab, möchte mir keinen zulegen, ist reine Neugierde da ich im Internet irgendwie nix gefunden hab:roll:

Liebe Grüße:)
 
27.03.2014
#1
A

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Guest

Hast du schon mal im 400 Hunderassen von A-Z nachgelesen? Vielleicht hilft dir das ja weiter?!
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Also der Amerikanische Wolfshund ist einfach nur eine Mischung aus Haushund & Wolf und das finde ich völlig daneben. Das ist einfach der Drang der Ami's nach "Wildnis"...

Der Saarloos und der Tsch. Wolfshund dagegen sind anerkannte Rassen, beide sollten wohl als besserer Diensthund gehen (Kreuzung mit Schäferhund), bei dem Tsch. Wolfshund wurden Karpaten-Wölfe eingekreuzt, bei dem Saarloos wohl europäische (ist ne niederländische Rasse).
Saarloos eignet sich wohl nicht als Diensthund, der Tsch. Wolfhund dagegen schon.
 
*Mischling*

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Huhu,

persönlich durfte ich bereits vor allem den amerikanischen Wolfshund kennen lernen. Diese Tiere haben eindeutig noch was wildes. Als Welpen sind sie sehr scheu, mit dem Alter gewöhnen sie sich an den Menschen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass eine derart starke Bindung wie beim klassischen Haushund vorliegt. Wie auch, bei über 90% Wolf? Die Tiere sind auch optisch Wölfe, muss man mal so sagen. Als ich damals in den eingezäunten Auslauf gehen durfte, hat interessanter Weise keiner von denen Notiz von mir genommen. Ich habe keinen gestört, also war ich auch nicht interessant. An sich hab ich die Tiere als sehr ausgeglichen empfunden, wenn sie mal richtig geprägt sind. Die Besitzer sagten aber auch ganz klar, dass so ein Hund alles zerstört, um notfalls seinen Willen zu bekommen. Also »eigensinnig« ist da wohl noch untertrieben, auch was die Erziehung angeht.
Den Saarloos durfte ich auch schon erleben, allerdings nicht so hautnah. Der erschien mir eher wie die light-Version, mehr Prägung auf den Menschen, wenn auch optisch noch viel Wolf. Hat aber auch weniger Wolf eingekreuzt inzwischen, was auch von Liebhabern angekreidet wird. Ob das nun wünschenswert ist, dass da so viel Wolf drin ist – ich weiß es nicht. Im Umgang mit dem Menschen schienen die Tiere keineswegs scheu oder verängstigt, wenn man dann aber den Welpen sieht fragt man sich schon, ob es das wert ist. Die werden tatsächlich »wild« geboren. Die Herausforderung besteht wohl darin, so einen Hund zu zähmen, ob das aber in seinem Sinne ist und jemals vollständig möglich – keine Ahnung.
Ein Halter des amer. Wolfshundes, mit dem ich gesprochen habe, arbeitet mit Wölfen, hat eine Auffangstation, übernimmt Tiere von Zoos und gibt sie in Auffangstationen weiter. Dass so jemand mit den Tieren arbeiten kann glaube ich ihm, aber ein Normalsterblicher? Eher nicht.
 
Syn

Syn

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Amerikanische Wolfhunde sind Mischungen aus allen Möglichen (meist nordische Rassen, Schäferhunde etc.) Hunden und Timberwölfen - später dann Mischungen aus AWH's untereinander und immer wieder gerne neu Wolf dazu. Es gibt dort kaum Untersuchungen, Kontrolle und auch die Dokumentation lässt sehr zu wünschen übrig. Dort herrscht bei vielen leider ein Wettbewerb um "wer hat den höchsten Wolfanteil". Was schon mal an sich Blödsinn ist, da es nun mal nicht mit einfachem Rechnen getan ist. Es gibt F6 Tiere, die mehr Verhalten und Aussehen vom Wolf haben als ein F2 Tier. Dazu kommt dann noch die Tatsache, dass es für meinen Geschmack absolut nichts Erstrebenswertes ist möglichst viel Wolf drin zu haben.
An sich sind es natürlich wunderschöne Tiere und durch den Timberwolf haben sie auch einfach eine andere Größe und Ausstrahlung als unsere anerkannten Rassen.

TWH entstand durch eine Schäferhündin und einem Karpatenwolf und sie wurden zum Grenzschutz eingesetzt. Generell sehen sie Wölfen ähnlicher als es SWH tun, vom Verhalten sind sie aber weiter entfernt. Sie sind seltener scheu, können auch mal nach vorne gehen. Sie haben einfach mehr Schärfe, sind "härter", nicht bösartig - bitte nicht falsch verstehen. Dafür sind sie aber auch zugänglicher mit dem Besitzer zu arbeiten (wobei man auch einen TWH besser nicht mit dem Ziel holen sollte irgendwas im Bereich Hundesport zu erreichen).

SWH entstand durch einen europäische Wölfin und einem Schäferhund und das Ziel war einen verbesserten Schäferhund zu bekommen - zumindest im Hinblick auf den Gehorsam schlug dies natürlich komplett fehl. SWH sind vom Verhalten noch recht nach am Wolf. Sie sind sehr oft scheu, wählen eigentlich immer den Rückzug. Sie sind generell recht ruhig und gelassen. Sie werden gerne als die einfachsten Wolfhunde bezeichnet. Ich würde dem auch zustimmen.

Was alle Wolfhunde gemein haben: Sie bleiben nicht gerne alleine! Wenige können es, manche können es mit einem anderen Hund, aber die meisten können es gar nicht und werden es niemals lernen. Wenn man sie trotzdem alleine lässt schaffen sie teilweise unmögliches. Springen über 2 Meter Zäune, zerstören den Innenraum eines Autos innerhalb von 10 Minuten vollständig, kratzen Löcher in Wände und Türen, springen aus Fenstern etc.
Hier ein schönes Video: https://www.youtube.com/watch?v=KYMBYSIZ5_g


Am schwersten zu halten sind die AWH. Ich kenne mehr Leute bei denen es nicht geklappt hat als Leute, bei denen es klappt (und selbst von denen bereuen es manche oder haben Bedingungen Zuhause, die ich so nicht haben wollen würde).
Für SWH und TWH muss man einfach passen. Sie sind sich ähnlich, aber im Endeffekt doch total verschieden. Sie benötigen einfach eine andere Art Umgang. Mein nächster Wolfhund wird auch einer dieser drei Arten sein. Beim AWH gibt es einige Züchter, die ich in Ordnung finde (wobei man da wieder fragen kann, ob es noch AWH sind...). TWH finde ich schon sehr faszinierend. Einfach "härter" als SWH. Würden mich auch sehr reizen. Allerdings habe ich einen SWH und bin von vorne bis hinten 100% zufrieden.
Wir werden sehen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Was vor allem TWH und SWH noch gemein haben: Eine unglaubliche starke Bindung an das "Rudel", oft auch nur an eine Person. Bei meinem SWH läuft eigentlich die gesamte "Erziehung" nur über die Bindung.. und es läuft super. ;)

Sie sind auch in der Regel alle übermäßig verschmust. "Kontaktliegen" ist eben etwas sehr natürliches und wichtiges. Viele Hunde und auch ganze Hunderasse haben das leider regelrecht weggezüchtet bekommen.

Gesprächig sind sie eigentlich auch alle miteinander. Jaulen, Brummen, Heulen, "Erzählen" und manchmal auch Bellen.
 
Candy1983

Candy1983

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Ich finde die Rassen auch sehr interessant, habe aber leider noch nie einen gesehen.

Mich wuerde mal interessieren, wie die Leute so im Alltag reagieren, Syn? Ist es Neugier, Angst, Respekt? Und kannst du deinen Hund ableinen?
 
Syn

Syn

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Naja, viele Leute wechseln die Straßenseite wenn ich mit meinen beiden Hunden durch die Stadt laufe. Das liegt aber wahrscheinlich einfach an der Größe der Hunde und den engen Bürgersteigen bei uns. Generell ist alles an Reaktionen vertreten von panischer Angst bis zur aufdringlichen Faszination.
Kinder und alte Menschen sagen gerne mal "Wolf!" und werden dann von ihren Begleitungen aufgeklärt, dass es kein Wolf sein kann und "nur" ein Husky ist oder ein Schäfer-Mischling, weil er ja keine blauen Augen hat. Ich kläre Leute nur noch auf, wenn sie mich direkt fragen und selbst dann sage ich meistens nur "ist ein Saarloos", ohne das Wolfhund.
Ansonsten kommen nämlich solche Gespräche zustande:
"Ist das ein Wolf?"
"Nein, das ist ein Saarloos Wolfhund"
"Wolf?"
"WolfHUND"
"Echter Wolf?"
"Nein, ein WolfHUND"
"Wolf?"
"Nein, das ist ein WolfHUND, die Rasse entstand mal durch die Mischung mit einem Wolf"
"Also mit Wolf drin"
etc.
Am Ende kamen wir übrigens wieder an bei:
"Wolf?"
:lol:


Ja, ich kann Askan ableinen. Sogar wesentlich entspannter als meine Jagdsau von einem Golden Retriever. Askan entfernt sich nie weit von mir. Nur wenn Mylo weiter weg rennt entfernt er sich auch etwas weiter und dann meistens genau mittig zu uns. Rennt Mylo "zu weit" weg dreht Askan aber um. Der Anschluss zu mir ist ihm wichtiger. Kommt Mylo dann zurück, bekommt er von Askan auch erst mal eine Zurechtweisung, was ihm denn einfällt "zu weit" weg zu gehen.
Generell muss ich Askan bei Spaziergängen nie rufen. Er geht nicht in die bestellen Felder, er geht nie weit weg, er achtet immer auf mich und sobald ich die Leine raus hole setzt er sich vor mich. Jagen gehen würde Askan auch nur, wenn es eine Chance auf Erfolg gibt. Mylo hingehen würde bis zum Umfallen Vögel jagen, die er sowieso nie bekommen kann. Genauso wie Askan auch nur an Hündinnen in der Standhitze interessiert ist und Mylo schon Wochen vorher und nachher. Mylo rennt jedem Ball hinterher der fliegt, Askan wartet und schaut, ob er eine Chance hat. Hat er eine Chance ihn zu holen, dann macht er es auch und apportiert ihn sogar (gibt ja auch eine Belohnung). Jede Anstrengung die nicht nötig ist und für ihn keinen Sinn macht wird vermieden.

Ich habe mal ein paar Freilauf-Videos gemacht gehabt, wenn du sie sehen magst:
Askan und Mylo im Wald:
https://www.youtube.com/watch?v=H6dX5zbGank
Askan, Mylo, meine Halbtags-Pflegehündin(+Besitzerin) und ein braunes Labbi-Tier (der ohne Herrchen einfach mit uns gekommen ist) im Feld:
https://www.youtube.com/watch?v=xgPSXuOEzUs

Das ist auch ganz süß:
https://www.youtube.com/watch?v=mTZ94amwir4



Und mal ein paar Fotos:

[VERSTECK]










[/VERSTECK]

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Huhu,

persönlich durfte ich bereits vor allem den amerikanischen Wolfshund kennen lernen. Diese Tiere haben eindeutig noch was wildes. Als Welpen sind sie sehr scheu, mit dem Alter gewöhnen sie sich an den Menschen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass eine derart starke Bindung wie beim klassischen Haushund vorliegt. Wie auch, bei über 90% Wolf? Die Tiere sind auch optisch Wölfe, muss man mal so sagen. Als ich damals in den eingezäunten Auslauf gehen durfte, hat interessanter Weise keiner von denen Notiz von mir genommen. Ich habe keinen gestört, also war ich auch nicht interessant. An sich hab ich die Tiere als sehr ausgeglichen empfunden, wenn sie mal richtig geprägt sind. Die Besitzer sagten aber auch ganz klar, dass so ein Hund alles zerstört, um notfalls seinen Willen zu bekommen. Also »eigensinnig« ist da wohl noch untertrieben, auch was die Erziehung angeht.
Den Saarloos durfte ich auch schon erleben, allerdings nicht so hautnah. Der erschien mir eher wie die light-Version, mehr Prägung auf den Menschen, wenn auch optisch noch viel Wolf. Hat aber auch weniger Wolf eingekreuzt inzwischen, was auch von Liebhabern angekreidet wird. Ob das nun wünschenswert ist, dass da so viel Wolf drin ist – ich weiß es nicht. Im Umgang mit dem Menschen schienen die Tiere keineswegs scheu oder verängstigt, wenn man dann aber den Welpen sieht fragt man sich schon, ob es das wert ist. Die werden tatsächlich »wild« geboren. Die Herausforderung besteht wohl darin, so einen Hund zu zähmen, ob das aber in seinem Sinne ist und jemals vollständig möglich – keine Ahnung.
Ein Halter des amer. Wolfshundes, mit dem ich gesprochen habe, arbeitet mit Wölfen, hat eine Auffangstation, übernimmt Tiere von Zoos und gibt sie in Auffangstationen weiter. Dass so jemand mit den Tieren arbeiten kann glaube ich ihm, aber ein Normalsterblicher? Eher nicht.
Meinst du mit dem "wild geboren" noch die SWH? Ich kenne keinen Züchter von SWH der das so macht (was nicht heißt, dass es sie nicht gibt). Nur AWH Züchter.
Bei Wolfhunden ist ein Merkmal eher eine besonders starke Bindung zum Menschen. Bei Tieren der ersten Generationen kann man nur Probleme damit bekommen, dass sie erwachsen werden und dann nicht mehr das Gefühl haben vom Menschen abhängig zu sein. Eigentlich ein ganz natürlicher Schritt im Wolfrudel. Auf eigenen Beinen stehen und Auswandern. Es kann dann wirklich zu lebensgefährlichen Kämpfen kommen. Allerdings muss man bei den anerkannten Rassen dahingehend keine Angst haben. Da stecken einfach schon zu viele Generationen "Hund" dazwischen (man geht von ~10 Generationen aus). Wie gesagt ist ein Merkmal der Wolfhunde eine besonders starke Bindung.
Bei welcher Auffangstation warst du denn? Packt man mehrere High-Content-Wolfhunde zusammen in ein Gehege ist die Bindung zum Menschen logischerweise nicht mehr die selbe wie bei einem "Haushund".
 
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chilly101

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Danke für eure Antworten:clap: Ich kenne mich jetzt besser aus:lol: und Syn : Askan ist ein Traum, er ist wunderhübsch, danke für die tollen fotos und videos:mrgreen:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Beim letzten Video musst ich echt lachen, einfach nur süß :040::049::055::041::026::007:
 
*Mischling*

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Meinst du mit dem "wild geboren" noch die SWH? Ich kenne keinen Züchter von SWH der das so macht (was nicht heißt, dass es sie nicht gibt). Nur AWH Züchter.
Sorry, das war vll blöd formuliert. Ich meinte damit mein Beispiel von dem AWH-Welpen. Der war eben noch sehr scheu, ganz anders als Haushundwelpen. Da hatte ich schon noch mehr den charakterlichen Eindruck vom Wolf und nach Aussage der Züchter dort sind die zu Anfang alle so »wild«, eben wie kleine Wölfe (sorry, mir fällt kein besseres Wort ein).
 
Candy1983

Candy1983

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Vielen Dank Syn fuer die tolle Erklaerung. Die Videos sind echt toll und dein Askan ist eine Augenweite:D.
 
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Florian90

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Nochmal ne Frage

Ich weiß der letzte Eintrag is schon fast ein Jahr her aber ich würde mir auch gern einen Wolfhund zulegen und da bin ich gerade auf das Forum gestoßen wo ich sehr interessante Sachen gelesen habe zuerst wollte ich ja einen Twh haben aber jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher! Hab aufjedenfall was dazu gelernt und syn dein Askan ist echt der Hammer hab mir die Videos angesehen echt toll!

So jetzt zur Frage sollte man wenn man sich einen SWH oder einen TWH zulegen noch am besten einen zweiten Hund oder auch Wolfhund haben von wegen Rudel das er nicht alleine ist und das er schneller das sozial Verhalten lernt? Wie sieht es aus mit alleine lassen funktioniert es wenn sie es gewöhnt sind oder geht das garnicht wenn sie ganz alleine sind auch ohne anderen Hund!

Glg Florian90
 
Syn

Syn

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Huhu

Ob es lieber ein SWH oder TWH sein soll, kann dir so einfach niemand beantworten. Das hängt sehr von deinen Vorstellungen, Wünschen und Charakter ab.

Hier nochmal die Unterschiede, wie ich sie sehe:
TWH entstand durch eine Schäferhündin und einem Karpatenwolf und sie wurden zum Grenzschutz eingesetzt. Generell sehen sie Wölfen ähnlicher als es SWH tun, vom Verhalten sind sie aber weiter entfernt. Sie sind seltener scheu, können auch mal nach vorne gehen. Sie haben einfach mehr Schärfe, sind "härter", nicht bösartig - bitte nicht falsch verstehen. Dafür sind sie aber auch zugänglicher mit dem Besitzer zu arbeiten (wobei man auch einen TWH besser nicht mit dem Ziel holen sollte irgendwas im Bereich Hundesport zu erreichen).

SWH entstand durch einen europäische Wölfin und einem Schäferhund und das Ziel war einen verbesserten Schäferhund zu bekommen - zumindest im Hinblick auf den Gehorsam schlug dies natürlich komplett fehl. SWH sind vom Verhalten noch recht nah am Wolf. Sie sind sehr oft scheu, wählen eigentlich immer den Rückzug. Sie sind generell recht ruhig und gelassen. Sie werden gerne als die einfachsten Wolfhunde bezeichnet. Ich würde dem auch zustimmen.
Wobei man bei dem "einfachste Wolfhunde" eben bedenken muss, dass einem ein TWH wahrscheinlich eher liegt, wenn man vorher z.B. Schäferhunde, Dobermänner etc. gewohnt war.

Man tut sich selber in der Regel einen Gefallen, wenn der Wolfhund erst der Zweithund ist. Zwar kann man sie auch als Ersthund holen, aber wenn schon ein gut sozialisierter Ersthund vorhanden ist, kann das sehr helfen. Wolfhunde sind nicht gerne alleine und ein Ersthund kann dabei helfen, aber vor allem auch Sicherheit bieten im Alltag und als Vorbild dienen.

Das alleine bleiben ist ein großes Problem bei allen Wolfhunden. Zwar gibt es durchaus Ausnahmen, die werden damit fertig bzw. man kann es ihnen beibringen (ein Zweithund kann hier wie gesagt helfen - muss aber auch nicht!), aber die meisten werden es niemals stressfrei können. Ich denke man sollte sich einen Wolfhund nur dann holen, wenn man ihn nicht alleine lassen muss. Hunde alleine zu lassen ist immer schon so eine Sache, die funktionieren kann oder nicht, aber wenn ich weiß, dass ich es muss, dann hole ich mir nicht auch noch eine Rasse von der ich weiß, dass sie zu starken Problemen dahingehend neigt.
Vor allem wird man bei einem Wolfhund auch nicht glücklich damit. Bei anderen Hunden mag man ihr Leiden vielleicht ignorieren können, aber Wolfhunde zerlegen dir deine Wohnung, springen über meterhohe Zäune, beißen/biegen Metallstäbe auseinander etc.

Edit: Ich möchte nochmal betonen, dass auch mit anderen Hunden zusammen ein Wolfhund Probleme mit dem "alleine bleiben" haben kann!
 
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Kiwi

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Also ich habe bisher einen Saarloos sehr gut durchs Gassigehen kennengelernt und er ist ein prima Kerl.
Allerdings steckt auch ein ganzer Batzen Arbeit in ihm. Als ich ihn das erste Mal getroffen habe, war er noch ein Knirps und die Besitzerin hat viel Zeit in seine Sozialisierung investiert.

Z.B. von den anderen Gassigehern anfassen lassen und währenddessen haufenweise Leckerlis in das Tierchen stopfen. Auch Sachen, wie kurz über Straßenfeste gehen, hat sie mit ihm geübt.

Fremden gegenüber ist er zurückhaltend. Wenn er einen kennt, kommt er auch mal schmusen. Dafür dass er wirklich enorm viel Fremdenkontakt in prägenden Phasen hatte, ist das schon recht wenig. Da will ich nicht wissen, wie problematisch ein Saarloos werden kann, der nicht ausreichend sozialisiert wurde. Darüber sollte man sich auf jeden Fall im Klaren sein.

Was ich gehört habe, Kenner korrigieren mich, wenn ich falsch liege, dass alle Wolfhund Rassen mehr oder weniger scheu gegenüber Fremdem bleiben. Dass dabei die TWH aber mehr dazu neigen nach vorn zu gehen, also angstaggresiv werden.
 
Syn

Syn

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Ich habe TWH auch generell als weniger "scheu" kennen gelernt. Natürlich gibt es auch unterschiedliche Exemplare bei beiden Rassen.
Das ist aber auch schon daran festzumachen, dass in den Rassestandards beim SWH die "typische" Reserviertheit als erhaltenswert gilt (sehe ich und auch einige Züchter anders, aber darum geht es ja hier nicht) und beim TWH von "furchtlos und mutig" die Rede ist.
 
K

Kiwi

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Off-Topic
Die Tschechen hab ich auch noch nicht wirklich kennengelernt. Nur mal im Vorbeigehen welche gesehen, also richtig einschätzen kann ich das eh nicht :mrgreen:

Das ist aber auch schon daran festzumachen, dass in den Rassestandards beim SWH die "typische" Reserviertheit als erhaltenswert gilt
Stimmt, das ist mir auf Ausstellungen auch aufgefallen. So muss der Richter z.B. nicht selbst ans Maul fassen müssen zur Zahnkontrolle. Es ist sogar noch zulässig, wenn Herrchen/Frauchen die Zähne zeigt und der Richter aus einigen Metern Entfernung einen Blick über die Schulter darauf werfen darf.
Der Saarloos meiner Freundin rannte mal mitten im Lauf von der Fläche runter und bekam trotzdem noch das BOB :lol:
 
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Florian90

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Danke für die schnellen Antworten!

Muss mich gleich mal entschuldigen wegen dem alleine lassen das hast du falsch verstanden ich meinte nicht tage sondern ein zwei Stunden für Arbeiten gehen oder einkaufen!

Mein Bruder und ich haben zurzeit einen Labrador/Schäfer mischling sie ist sehr zutraulich zu den Leuten die sie kennt zu fremden ist sie sehr distanziert! Aber sehr Gehorsam! Damit gleich zu meiner nächsten Frag welches Geschlecht Rüde oder Hündin sind besser oder leichter zu trainieren gibt es da starke Unterschiede? Welcher Geschlecht oder Rasse ist idealer wenn man jetzt Kinder hat oder geht das garnicht!

Mfg
 
Syn

Syn

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Keine Angst, ich habe dich nicht falsch verstanden. Ich meinte sicherlich auch keine Tage! :shock:
Mal 1-2 Stunden klingt gut und die Chancen, dass das irgendwie machbar bzw. trainierbar wird, gerade mit anderem Hund dabei, sind gar nicht so schlecht. Bei einem Wolfhund solltest du dich trotzdem darauf einstellen, dass selbst 5 Minuten zu lange sind und ein Wolfhund kann in 5 Minuten viel anstellen! Nach 5 Minuten kannst du schon ein Loch in deiner Tür haben - ernsthaft!

Wirklich "gehorsam" wird ein SWH kaum werden. Zumindest nicht in dem Sinne, wie man es vielleicht von einem Labrador/Schäfer gewohnt ist. Natürlich gibt es auch mal Ausnahmen, wo ein SWH sogar die Begleithundprüfung macht, aber die Regel ist das nicht und sowas sollte auch niemals Ziel sein, wenn man einen SWH holt. Ich finde Wolfhunde können generell sehr einfach im Umgang sein, wenn man eben weiß worauf man sich einlässt und auch nur genau das möchte.
Sie haben eben kein bzw. kaum WTP, das heißt sie tun Dinge nicht nur um dir zu gefallen. Sie tun Dinge, wenn sie denken, dass es sinnvoll ist und/oder sich lohnt.

Ich denke einen Unterschied Rüde/Hündin gibt es da nicht wirklich. Auch nicht in Bezug auf Kinder. Da macht eigentlich jeder so seine eigenen Erfahrungen, aber ob da in der Masse am Ende Unterschiede zwischen den Geschlechtern festzumachen wären.. ich denke nicht.

Ich kenne Wolfhunde jeder Kategorie, die wunderbare Familienhunde abgeben. Am ehesten würde ich da aber wohl auf den SWH gehen. Das mag aber vielleicht auch einfach daran liegen, dass ich selber einen solchen habe.
 
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