Übertragbarkeit von Myco auf Mensch und Maus

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macra

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Hallo Zusammen,

Es geht mir um die Übertragbarkeit von Myco auf andere (gesunde???) Mäuse + Menschen. Im meinen Threads "Wunde Schwänze und sonst nix" + "Vergesellschaften trotz möglicher Myco" habe ich schon ein bißchen über meine 4 Mäuschen + 2 Neuzugänge erzählt.

Ich selbst habe 4 "Rassemäuse" - ok, dass heißt nicht zwingen, dass sie gesund/nichts in sich tragen sind, aber die Chance ist höher, als bei Zooladentieren. Dann
gibt es da 2 Tierheimmäuschen - eine ca. 3 Monate (in etwa wie meine Mäuse auch), eine ca. 2 Jahre. Um mir nichts einzuschleppen, habe ich extra 3 Wochen gewartet, nachdem mich die Pflegerin aus dem Tierheim anrief, bevor ich sie zu mir holte.
Und kaum hatte ich die Mäuse da, zeigte die jünger dann Mycosymptome (knarren,zwitschern). Toll!

Mein Tierartzt mein nun, dass man nach den 10 Tagen Baytril-tropfen mind. 4 Wochen warten sollte, bis man sie zusammensetzt :? Also 4 Wochen im Übergangskäfig im Gästekloh ist eindeutig zu lange. Ich könnte sie natürlich bis zum Tag X wieder ins TH bringen.
Aber: seiner Meinung nach soll ich ganz die Finger davon lassen. Er schien mir (im Gegensatz zu meiner ersten Tierärtzin) sehr kompetent - er nahm sich für meine 4 auch unendlich Zeit und mochte Mäuse offensichtlich. Zum einen sprach er von der Übertragbarkeit auf den Menschen, zum anderen auf meine Mäuschen. Ob es meine in sich tragen, wisse man schließlich nicht. Oder es breche erst dadurch aus. Hmmmm. So etwas habe ich über Dritte auch mal einen anderen TA sagen hören. Was ist da dran? Ich will schließlich auch nicht alle immungeschwächten Personen von dem Käfig fernhalten müssen.

Liebe Grüße,
macra
 
20.04.2007
#1
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seven

seven

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Irgendwann hab´ ich mich mal intensiv über Mycoplasmose schlau gemacht und dabei gelernt, dass Mycoplasmose durch den Erreger "Mycoplasma pulmonis" ausgelöst wird. Dieser allein ist wohl relativ harmlos, denn die Tiere tragen den Keim wohl in sich, erkranken aber nicht. Erst wenn andere Infektionserreger dazukommen, bricht die Krankheit aus. Es sind also meist irgendwelche "Mischinfektionen".
Es ist durchaus möglich, dass ein erkälteter Mäusehalter seine Mäuschen mit der Erkältung ansteckt - das Immunsystem der Maus wird geschwächt, und schwupps, bricht die Mycoplasmose aus. (Es ist jedoch bei Mäusen noch gar nicht nachgewiesen, ob wirklich (wie bei Ratten nachgewiesen) bis zu 90% aller Mäuse den Myco-Erreger tatsächlich in sich tragen...
Umgekehrt ist Mycoplasmose wohl nicht auf den Menschen übertragbar (meine Freundin arbeitet in einer Lungenklinik, und ihr ist ein solcher Fall noch nicht untergekommen - wohl jedoch gibt es Mycoplasmen auch beim Menschen... Ich bin aber kein Mediziner, daher weiß ich da keine Einzelheiten - möglicherweise sind die unter dem Oberbegriff "Mycoplasmen" zusammengefasst, es gibt aber verschiedene "Varianten" für Mensch und Maus... (Schweine etc. können ja auch Mycoplasmose bekommen - aber ob sich die einzelnen Tierarten untereinander anstecken können, weiß ich gar nicht...)
Zur Theorie der "Ansteckung" kann ich nur sagen, dass ich in vielen Nagerforen unterwegs bin und man dort inzwischen überwiegend der Meinung ist, dass erkrankte Mäuse nicht von der Gruppe getrennt werden sollten. Bei Dir sieht´s ja noch etwas anders aus, da die Maus noch gar nicht bei der Gruppe war. Ich würde aber wohl nicht diese vier Wochen nach der Medikamentengabe warten, das finde ich auch arg lang. (Wir haben auch schon neue Mäuse mit älteren Mäuschen vergesellschaftet, deren Baytril-Behandlung noch keine vier Wochen zurücklag - da hat sich keine angesteckt...) Wenn Deine neue Maus tatsächlich den Mycoplasmose-Erreger in sich trägt, dann kann man den mit keinem Antibiotikum der Welt ausrotten, sondern nur "eindämmen" und den Verlauf der Krankheit vorübergehend stoppen. Das heißt, eigentlich dürftest Du die Maus dann nie mit einer anderen Maus vergesellschaften, da sie den Erreger nach wie vor in sich trägt und ihn auch nicht loswird... Also bringt es meiner Meinung nach auch nicht viel, die Maus nach der Behandlung noch vier Wochen länger mit Einzelhaft zu quälen...
LG, seven
 
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macra

Guest
Hallo Seven,

danke für Deine ausführliche Antwort. Ich werde selbst auch noch ein bischen recherchieren, aber tendiere auch zum zusammensetzten. Mir macht momentan nur Sorge, dass bei dem Mäuschen überhaupt keine Besserung zeigt. Sie hat zwar keinen schlimmen Mycoschub (sie zwitschert nur ab und an - aber es wirkt nicht, als hätte sie mit der Atmung Schwierigkeiten), aber trotz inzwischen 5 Baytril-Gaben hat sich nichts verändert.

Sicher möchte ich mir auch noch mit der Übertragbarkeit auf den Menschen sein. Mein Partner sieht das nicht ganz so locker wie ich und ich möchte nicht, dass er bei den Mäusen ein ungutes Gefühl hat. Blöd, dass es zu diesem Thema so viele Unklarheiten gibt - wäre schön, wenn das z.B. der DMRM mal erforscht (vielleicht wird das ja schon gemacht - z.B. tote Mäuse auf Myco überprüfen ect.pp.) Ich frage mich, ob es nicht in Ländern, in denen Mäuse schon lange gezüchtet werden (China+England z.B.) nicht mehr Wissen darüber existiert.

Naja ... zumindest meine Nasen scheinen wieder fit zu sein - die Schwänze sind fast abgeheilt und heute ziehen sie wieder von der Badewanne in den Käfig (Gott sei Dank hatte ich eine extra-Gefriertruhe, in der ich fast alles versenken konnte).

Liebe Grüße,
macra
 
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macra

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So - ich habe nochmal eine Frage bezüglich meiner vermutlichen "Myco"-Maus.
Ich gebe ihr jetzt seit 7 Taen Baytril - aber ich konnte noch keine Besserung feststellen. Nach wie vor niest sie ab und an und gibt manchmal gurrende/zwitschernde Geräusche von sich. Allgemein ist sie auch relativ träge - wenn ich bedenke, wie sehr die zweijährige Maus im Käfig herumfetzt. Aber selbst Abends/Nachts ist es schon außergewöhnlich, wenn die kranke Maus mal kurz ihren Heuhaufen verlässt und 2min langsam herumläuft.
Ich denke, sie ist sehr gestresst - der Käfig ist recht klein (30x45cm mit 1,5 Etagen) und die ältere Maus ist offensichtlich das dominante Tier. Ich erwische sie häufig, wie sie die Kleine Zwangsputzt (und diese dann wild fiept).
Auf dieser Enge hat sie natürlich kaum Ruhe vor der große Maus (aber es wird nicht gebissen oder dergleichen). Doch einfach mit meinen zusammensetzten???
Ich würde ihr jetzt noch 3 Tage Baytril geben - aber was mache ich dann? Habt ihr Tips für mich?
 
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Hi Macra!
Normalerweise müsste es nach 7 Tagen deutlich besser sein bzw. die Maus sogar schon wieder symptomfrei sein. Also gibt´s entweder die Möglichkeit, dass das Baytril bei Deiner Maus nicht anschlägt (dann noch mal zum TA und nachfragen, ob man evtl. ein anderes AB ausprobieren kann...) oder aber, dass die Maus schon chronisch Geräusche macht (niesen dürfte sie dann aber meiner Meinung nach eigentlich trotzdem nicht mehr... Unsere "chronische Mycomaus" niest nur, wenn sie einen akuten Schub hat... Dann hört sich ihr "Geknatter" auch "verrotzt" an... wenn sie gerade keinen Schub hat, dann knattert sie phasenweise vor sich hin, aber das hört sich recht "trocken" an...)
Ich würde nochmal mit dem Tierarzt sprechen (geht ja evtl. auch telefonisch, ohne die Maus wieder hinzuzerren...) und fragen, ob die Maus noch weiter behandelt werden soll bzw. ob Du ein anderes AB ausprobieren sollst. Wenn es darauf hinausläuft, dass die Maus schon chronische Atemgeräusche macht, würde ich sie ganz bald mit den anderen vergesellschaften - ansonsten evtl. noch abwarten, bis das zweite AB anschlägt... denn so eine VG ist ja schon ein ziemlicher Stress und könnte den Genesungsprozess aufhalten...
LG und gute Besserung weiterhin für die Maus!
Seven
 
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macra

Guest
Hm - der TA, bei dem ich heute wegen meiner "tropischen Rattenmilben" war, meinte dazu, dass er in diesem Fall abwarten würde was nach dem Absetzen passiert. Und er dachte auch über eine Allergie oder dergleichen nach, da sie keinen Nasenausfluß hat/hatte.
Abgesehen davon hört sich das Knattern bzw. Gurren (das trifft es irgendwie besser) "trocken" an.

Dieser TA hat die Maus zwar damals nicht behandelt, aber offensichtlich von Mäusen recht viel Ahnung - zumindest nimmt er sich viel Zeit. Zu der ersten Tierärztin möchte ich nicht mehr - ich hatte damals den Eindruck, ich müsse Ihr erst erklären, was Myco eigentlich ist (und das es nicht heilbar ist! - und dass man AB nicht mit Milchprodukten geben soll).

Noch ein dritter TA??? Ich bin skeptisch - besonders, weil mir der letzte TA als Mäuseerfahren empfohlen wurde (im Gegensatz zu allen anderen).

By the way - soll man Mäusen eigentlich generell keine Milchprodukte (außer Sahne) wie z.B. Frischkäse geben? Meine sind dermaßen wild darauf und ich dachte, es wäre eine gute Eiweißquelle. Irgendwo meine ich nämlich eine Laktoseunverträglichkeit herausgelesen zu haben.
 
seven

seven

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Richtig, Mäuse haben eine Lactoseintoleranz... Aber sie vertragen Sahne, und sie vertragen auch frischen Gouda (sollte man aber nur als absolutes Leckerchen geben, da doch sehr mächtig) sowie Hüttenkäse und Magerquark... Dass sich Baytril mit Sahne verträgt, weißt Du aber, oder? (Dass man AB nicht mit Milchprodukten nehmen soll, sollte eigentlich generell bekannt sein, ist ja beim Menschen nicht anders.... seltsamer Tierarzt....)
Stimmt, an Deine niedlichen "Untermieter" hatte ich gar nicht mehr gedacht *umkipp*... Wäre ja auch doof, wenn Du die betroffene Gruppe mit der nicht betroffenen vergesellschaftest und die Milben so mit umziehen... (Obwohl sie sich wahrscheinlich auch so ihren Weg gesucht haben dürften...)
Unsere Mäuse bekommen an Eiweiß meist hartgekochtes Ei oder Brekkies; selten mal ein Schlückchen Sahne (letztens zum Beispiel gab´s "Obstsalat" - kleingewürfelter Apfel mit ein paar Tropfen Sahne drüber...) oder mal ein winziges Fitzelchen jungen Gouda... aber den wirklich nur sehr selten, vielleicht 1x im Monat, als absolutes Leckerli... Manchmal gibt´s auch Früchtequark - im Sommer z. B. frische Erdbeere mit etwas Magerquark... aber natürlich alles in Maßen...
Wenn Du den Eindruck hast, Dein jetziger TA ist kompetent und hat wirklich Ahnung von Mäusen, dann ist es doch ok (Du hast schließlich auch ´ne Menge Ahnung von Mäusen und wirst das schon einschätzen können ;-) )
LG, seven
 
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