Ich denk, Benni könnt noch leben

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Gast2

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Guten Abend an Alle,

falls ich im falschen Unterforum bin, bitte verschieben.

heute ist etwas Furchtbares passiert.

Benni, der Hund meiner Schwiegermutter, ist im Alter von 11 Jahren gestorben und ich denke, es hätte nicht sein müssen, wenn die TÄ richtig gehandelt hätte.

Vor zwei Jahren wurde bei Benni ein Herzfehler festgestellt, der aber, bisher, noch nicht medikamentös behandelt werden musste. Selbstverständlich war er unter regelmäßiger Kontrolle und für sein Alter und die Rassen (Zwergpudel-Dackel-Mix) noch gut fidel.

Gestern fing er an, das Futter zu verweigern. Passierte allerdings manchmal, da er mäklig war. Schwiegermutter dachte sich nichts weiter dabei. Gegen Abend hustete er ab und an, aber auch nicht irgendwie dramatisch.

Heute morgen dann wurde es auf einmal ganz schlimm. Er keuchte mit vorgestrecktem Hals, war unruhig und hatte einen
Husten, als müsse er erbrechen.

Leider hat der sonst behandelnde TA Urlaub, also musste meine Schwiegermutter zur Vertretung. Mein großer Sohn hat sie mit Benni hingefahren.

Sie war sage und schreibe 5 Minuten bei der TÄ drinnen. Die horchte Benni ab, stellte einen unregelmäßigen Herzschlag und Wasser in der Lunge fest, gab meiner Schwiedermutter für den Hund Herz- und Entwässerungstabletten und den Ratschlag, den Hund mal röntgen zu lassen, kassierte 56,00 Euro und schon war meine Schwiegermutter mit Benni, der schon nicht mehr laufen wollte/konnte, wieder draußen.

Ich hab schon zu Hause draußen gewartet, als sie ankamen und meine Schwiegermutter macht die Autotür auf und der Hund fällt um, unheimlich viel weiße Flüssigkeit lief ihm aus der Nase und er hörte kurz auf zu atmen, dann fing er sich wieder, man hörte das Wasser und wie er dagegen kämpfte.

Schwiegermutter rief gleich bei der TÄ an, während mein Mann und ich den Hund so hielten, dass das Wasser irgendwie abfließen kann und klopften ihm leicht auf den Rücken, massierten die Brust, redeten mit ihm.

Die TÄ meinte, nen nassen Waschlappen ins Genick legen!!!!

10 Minuten haben wir versucht, es zu schaffen, dass Benni atmen kann und er hat so gekämpft, aber verloren. Es war so grausam, ich mag es nicht beschreiben und ich will es auch nicht. Ich bin einfach fassungslos, denn das hätte, meiner Meinung nach, so nicht kommen müssen.

Klar, irgendwie hatte sich sein Herzfehler wohl jetzt verschlimmert, aber medikamentös hätte man dann noch was machen können, da bin ich sicher, denn er war, wie oben geschrieben, ein fideler Hund.

Aber er hatte gar nicht die Möglichkeit, sich auf Medikamente einstellen zu lassen, weil meiner Meinung nach die TÄ falsch gehandelt hat. Sie hat doch gesehen, in welchem Zustand der Hund war, warum hat sie vor Ort nicht gleich eine Entwässerungsspritze gegeben und was herzstärkendes? Wie kann sie ein Tier in dem Zustand unbehandelt nach fünf Minuten wieder rausschicken?

Er war für meine Schwiegermutter wie ein Kind, um sie mach ich mir jetzt auch riesige Sorgen, weil das, was heute abgelaufen ist, dass ist so Entsetzlich. Sie hat ihn seit klein auf und von einer Minute auf die andere verliert sie ihn.

Hätte die TÄ vor Ort schon helfen müssen, wie ich es mir denke?

Traurige Grüße

G.
 
23.04.2014
#1
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Guest

Hast du schon mal im Ratgeber nachgelesen? Velleicht hilft dir das ja weiter?
suno

suno

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Lieber gast2,

euer Verlust tut mir von Herzen leid - zumal die Umstände doch sehr dramatisch - und sicher auch traumatisch für euch waren.
Seinen Hund zu verlieren tut immer schrecklich weh, und wenn dann noch die Frage aufkommt ob man es hätte verhindern können wird es doppelt schlimm.

Ob Benni nun noch leben könnte - oder ob sein Sterben dann nur verlängert worden wäre - das kann dir niemand beantworten. Das solltet ihr auch nicht länger Überdenken, damit quält ihr euch nur unnötig und ihr könnt gar nicht anfangen mit der eigentlichen Trauerarbeit.

Es ist Fakt und ich finde auch, daß der TA Besuch bzw. die Behandlungsmethode sehr fragwürdig waren. Ob sie Benni hätte retten können - weiß man nicht.
Aber die TÄ hat EUCH schlecht beraten / behandelt - geradezu unmenschlich.Ein TA behandelt auch immer die Halter mit - muss sie aufklären, einweihen , warnen oder ihnen auch mal Trost spenden. Ansonsten ist er/sie ein Medizin Roboter.Es geht nicht an, den verzweifelten Haltern mit einem schwer kranken - in diesem Fall Tod kranken Tier/Hund, so wie beschrieben nach Hause zu schicken. Und der "Waschlappen-Tip" ist geradezu sarkastisch.

Falls ihr damit abschließen wollt, würde ich euer Entsetzten und Enttäuchung besagter Ärztin entweder persönlich oder in einem Brief mitteilen - ansonsten wird sie es nie erfahren, glaubt richtig gehandelt zu haben und was aber viel schlimmer ist: ihr tragt dies ewig mit Euch herum.
Auch würde ich euren Haustierarzt, der diese TÄ als Vertretung angab - einweihen und aufklären.

Wichtig für euch ist dann zu trauern, euer Erlebnis zu verarbeiten und gemeinsam an die schönsten Tage / Erinnerungen mit Benni zu denken:

Unsere Hunde wollen uns ihr Leben lang Freude bereiten. Das Letzte das sie wollen ist, nach ihrem Ableben nur noch mit Schrecken und furchtbaren Bildern im Kopf verknüpft zu werden.

Ich denke an euch
Suno
 
G

Gast2

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Liebe(r) Suno,

ich danke Dir ganz herzlich für Deine Worte.

Vor allem das hier


Unsere Hunde wollen uns ihr Leben lang Freude bereiten. Das Letzte das sie wollen ist, nach ihrem Ableben nur noch mit Schrecken und furchtbaren Bildern im Kopf verknüpft zu werden

hat mich sehr tief berührt und ich habe es auch an meine Schwiegermutter weiter gegeben.

Das hilft uns ein ganzes Stück weit, nicht an das Ende zu denken, sondern an die schöne Zeit, die wir mit ihm verbringen durften.


Das Benni gestorben ist, weiß diese TÄ bereits, da meine Schwiegermutter noch einmal mit ihm hingefahren ist, um dass sie sicher ist, dass sie nicht vielleicht einen doch noch lebenden Hund begräbt
:(

Sie hat zwar zu meiner Schwiegermutter gesagt, dass es ihr leid tut und sie nicht damit gerechnet hätte, dass es so schnell vorbei ist und hat ihr das bezahlte Geld für die Tabletten zurück gegeben und gesagt, dass sie aber 26 Euro davon behält für ihre Bemühungen
:?::!:
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Hallo,
es tut mir sehr Leid, dass dich so ein trauriger Anlass hierher führt :(

Herzklappenfehler und sich dadurch schleichend steigernde Herzinsuffizienzen sind nicht ungewöhnlich für Pudel oder Dackel, von daher hatte Benni was das angeht vielleicht auch doch schlechte Gene.
Wenn eine der Herzklappen nicht mehr richtig schließt kommt es bei jedem Herzschlag zu einem Rückstau von Blut welches eigentlich durch das Herz weitergeleitet werden sollte. Das Blut sammelt sich in den Gefäßen der Lunge (zumindest wenn die linke Klappe kaputt ist) und verursacht dort die Wasseransammlungen.
Medikamentöse Behandlung hilft meist sehr gut, dennoch schreitet das Ganze in der Regel schleichend voran.

Auch wenn die Tierärztin sich tatsächlich offenbar nicht besonders freundlich verhalten hat, bleibt es dennoch fraglich, ob und wie viel sie noch hätte ändern können.

In dem Moment, als Benni aus dem Auto stieg und das ganze Unheil los ging hätte man vielleicht durch Hochlagerung des Oberköpers das Herz entlasten können und so dann zum Tierarzt zurückrasen können.
Aber was hätte die TÄ noch tun können? Selbst wenn man das Wasser mechanisch aus der Lunge gepumpt hätte, hätte es sich durch den schlimmen Zustand der Herzklappe schnell wieder angesammelt.

Vielleicht hätte man sein Leid also nur noch verlängert.
Ich verstehe, dass ihr enttäuscht seid, über die unfreundliche Art der TÄ, denke aber nicht, dass ihr ihr die "Schuld" an Bennis Tod geben solltet (auch wenn es manchmal gut tut auf jemanden wütend sein zu können, wenn etwas schlimmes passiert ist).
Das sie das Geld für die Medikamente erstattet hat ist doch recht kulant, das Geld für die "Konsultation" erstattet sie nicht, da diese Leistung ja in der Vergangenheit liegt und sie (so glaube ich zumindest) auch verpflichtet ist, ihre Leistungen laut der Gebührenordnung abzurechnen (darf also nicht kostenlos behandeln).

Vielleicht schafft ihr es in den nächsten Tagen den Schock und die Wut etwas hinter euch zu lassen und den schrecklichen Tag von Bennis Tod nicht all die Erinnerungen an die vielen, vielen wunderbaren Jahren die ihr mit ihm hattet zu überdecken.
Nehmt euch Zeit an ihn zu denken und Fotos anzuschauen und Geschichten zu erzählen, ich bin sicher da wo er jetzt ist geht es ihm gut und sicher wünscht er sich, dass es euch auch gehen soll, selbst wenn er jetzt nicht mehr bei euch seien kann.
 
suno

suno

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Hallo,
es freut mich, daß ich euch einwenig Trost spenden konnte. Mir hat diese Überlegung auch immer (schon 3 Hundegenerationen) sehr geholfen.

Ich möchte dir noch etwas, schreiben. Jeder Mensch hat seine eigene Trauerzeit, das ist klar. Ich selbst kann einfach nicht ohne Hund leben, daher stand es nie in Frage ob ich mir einen anderen Hund , nach dem Ableben meiner geliebten "Mädels" anschaffe. Das neue kleine Leben hat mich immer sehr schnell aus der verzweifelten Trauer raus geholt. Nicht , daß ich die Vorgänger vergesse, ich ehre sie vielmehr damit , einem anderen "verwandtem" Wesen wieder ein liebevolles zu Hause zu geben - im Namen der verstorbenen.

Ich weiß nicht wie es deiner Schwiegermutter und euch geht, wie ihr tickt, aber hier ein ganz persönliche, wirklich schönes Erlebnis - mitten in trauer und Verlustschmerz:

Meine besten Freunde (sie kennen mich sehr gut und sind Hunde Narren) haben 2 Tage nach dem Tod meiner geliebten Schäferhündin Babe, ein Abschieds-Gedenk "Fest" einberaumt (ich bin Süddeutsch sie Italiener - also "gefeiert" wird zu jeder Gelegenheit).
Wir saßen also draußen, haben über Babe erzählt, geweint und gelacht...ich war fast starr vor Trauer, mein Hund und ich waren wie Salz und Pfeffer.

Plötzlich kam die Tochter des Hauses in den Garten, so ein bißchen "heimlich".....stellte sich vor mich und legte mir einen schwarzen, schlafenden Wollknäul in den Schoß. Der Herr des Hauses sagte (ich bekomm gerade wieder Tränen):

" Das ist ein Himmelsgeschenk von Babe, sie wünscht dich wieder lachen zu sehen und möchte, daß du auch dieses Wesen in ihrem Sinne glücklich machst".

Den Wollknäul nannten wir Rosi, sie ist nun fast 6 Jahre alt und wirklich ein Himmelsgeschenk.

liebe Grüße
Suno
 
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akatenango

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Hallo Suno, wenn der behandelnde TA nicht verfügbar ist, tuen sich Vertretungen schwer mit wirklichen Maßnahmen! Das habe ich vor vielen Jahren bei meiner nierenkranken Dogge erleben müssen. Vertretungen werden kaum wirklich hilfreiche neue Methoden anwenden - sie versuchen nur, die Zeit zu überbrücken.
Ich z. B. wollte, dass mein Schatzi erlöst wird, stattdessen bekam ich Aufbau-Spritzen, die ich ihm auch noch selbst verabreichen sollte. Ich konnte das nicht, und mein Hunti ist kurze Zeit später allein in den Hundehimmel gegangen. Ich hatte einen Jäger gebeten, meinem Hund den letzten Fangschuss zu geben, aber auf dem Weg zur "last station" ist mein Hunti von allein tot umgefallen. Gg
 
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