Extreme Tiervernachlässigung und "Schönrederei" - Was tun?

Diskutiere Extreme Tiervernachlässigung und "Schönrederei" - Was tun? im Tierhilfe Forum Forum im Bereich Tier Ecke; Hallo und guten Abend/Morgen, ich weiß nicht, was ich tun soll und an wen ich mich wenden soll und erkläre jetzt einfach mal ganz umfangreich...
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Ayzewi

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Hallo und guten Abend/Morgen,

ich weiß nicht, was ich tun soll und an wen ich mich wenden soll und erkläre jetzt einfach mal ganz umfangreich mein Problem.
Ich beobachte bereits seit zwei Jahren bei meinem Freund zu Hause, wie sein Vater mit seinen Tieren umgeht. Er besitzt Wellensittiche, einen kleinen Vogel (den er wohl mal irgendwo eingesammelt haben muss), einen Hund und eine Katze. Alle Tiere werden stark vernachlässigt. Die Wellensittiche leben auf engstem Raum zusammen in einem Käfig, der nie sauber gemacht wird. Der Käfig ist vielleicht etwas über einen Meter hoch und nicht einmal annäherungsweise so breit. Alles was sie bekommen ist ein wenig Futter und Wasser. Der kleine oben erwähnte Vogel, sitzt in einem 20 cm x 20 cm Käfig, der an der Decke im Schuppen baumelt, fest und hat nur noch ein Bein. Er wird, verständlicherweise, sehr panisch wenn sich jemand seinem Käfig nähert. Auch sein Käfig wird nur sehr selten sauber gemacht.
Der Hund, der mir am meisten Bauchschmerzen bereitet, hat anfangs (vor zwei
Jahren) noch einen recht stabilen Eindruck auf mich gemacht und wurde auch deutlich mehr gepflegt als es heute der Fall ist, was jedoch nicht heißt, dass die Pflege ausreichend war. Er ist ungefähr 16 Jahre alt. Er bekommt fast ausschließlich die Reste von dem übergebliebenem Mittagessen. Nur selten sehe ich Trockenfutter in seinem Futternapf. Rudi (so heißt er) bekommt nur auf einem wirklich sehr kleinem Hof Auslauf und kann (wahrscheinlich dadurch) auch nicht mehr so gut und weit laufen. Ich habe schon oft probiert mit ihm Gassi zu gehen aber meist kann er nach einer sehr kurzen Strecke (ca. 500 m) schon nicht mehr. Wie bereits angedeutet, wurde in den letzten beiden Jahren immer weniger auf die Pflege des Hundes geachtet, wodurch er nun ein sehr verfilztes und verschmutztes Fell hat. Vor mehreren Wochen (ca. 8 Wochen) ist mir aufgefallen, dass er begonnen hat immer öfter seinen Kopf zu schütteln, seinen Kopf schräg zu halten und sich alles andere als normal auf dem Boden zu wälzen und dabei zu knurren. Nachdem ich mich sofort im Internet schlau gemacht habe, habe ich vermutet, dass er entweder eine Ohrenentzündung haben musste oder von Parasiten befallen sein musste. Beides hätte ich, laut den Angaben im Internet, sofort erkennen können, indem ich einen Blick in seine Ohren geworfen hätte. Das Problem ist, dass er sofort zuschnappen möchte sobald man in sein Ohr schauen will, wodurch sich mein Verdacht nur noch mehr verstärkt hatte. Denn Rudi war überhaupt nicht die Art Hund, die einfach ohne Grund zuschnappen würde. Ich sagte also sofort meinem Freund Bescheid, dass er seinen Eltern sagen solle, dass sie dringend mit Hund zum Tierarzt gehen sollen und das tat mein Freund auch. Jedoch war alles, was von seinen Eltern kam: "Dem fehlt nichts, dass ist nur weil der so alt ist." (Was übrigens die Antwort auf alles ist bei den Eltern meines Freundes). Nach mehreren Drängen kauften sie dann schließlich aus irgendeinem Laden Ohrentropfen für Hunde, die selbstverständlich nichts brachten. Es wurde seitdem immer schlimmer. Nun jault und bellt der arme jede Nacht lautstark vor Schmerzen und wälzt sich so viel er kann. Ich versuche so gut wie immer zu beruhigen und fühle mich dabei einfach so hilflos. Es kommt auch noch dazu, dass er zwischenzeitlich Kämpfe mit der Katze hat, die ihm am Kopf einige Wunden zugefügt hat, die nicht behandelt wurden und nun seit Wochen riesige Schorfwunden auf seiner Stirn und an seiner Schnauze bilden, die natürlich auch höllisch schmerzen müssen, nach seinem Jaulen zu urteilen wenn er darauf kommt. Ich würde ihn am liebsten packen und selber mit ihm zum Tierarzt gehen, aber es ja nicht mein Hund. Dann ist da auch noch die Katze, die auch immer mehr verwahrlost. Alles was die Tiere hier bekommen ist Futter und Wasser und es tut mir einfach so in der Seele weh. Aber sobald man was sagt kommt nur:" Die haben nichts. Die sind nur alt."

Ich hoffe und bitte um ein paar hilfreiche Ratschläge, die mir vielleicht weiterhelfen können.

Mit freundlichen Grüßen, Ayzewi
 
06.06.2014
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Guest

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Smoothie

Smoothie

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Schwierig. Ich als außenstehender würde denen das Veterinäramt auf den Hals hetzen und hoffen das es da ordentlich rappelt in der Kiste. Aber so ist nicht jeder zu mal es die Eltern deines Freundes sind...
 
Lola2412

Lola2412

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Bitte nicht zögern, sondern schnellstens beim Veterinäramt eine Meldung machen zum Wohle der Tiere die gequält sind. Mir wäre das egal ob das Verwandte oder Bekannte sind, wenn Tiere nicht gut gehalten werden gibt es eine Anzeige..
 
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Wuschelmonsterchen

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Seh ich auch so.. du bist noch die einzige Hoffnung für die Tiere. Erwähne beim Vet-Amt vor allem auch den Vogel im Schuppen, soviel ich verstanden habe ist das ein Wildtier? Den darf er nicht einfach behalten und schon garnicht unter solchen Umständen. Widerlich diese Leute. Was sagt denn dein Freund dazu?

Und mal was anderes.. hängen diese Leute denn noch an den Tieren oder wirken sie eher angeschi**en die Tiere noch zu "versorgen?" (Soweit man bloss Futter und Wasser als Versorgung ansehen kann..) Oder meinst du, es wäre möglich, die Leute davon zu überzeugen, dass du die Tiere an jemand anderes vermitteln darfst? Besonders der Hund soll doch noch einen schönen Lebensabend verbringen dürfen..
 
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Ayzewi

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Also der Vogel in dem Schuppen ist doch kein Wildvogel, wie ich es vermutet hatte. Auf Nachfrage wurde mir geantwortet, das sei "irgendein Kanarienvogel". Naja, ändert in meinen Augen trotzdem nichts an den sehr schlechten Verhältnissen.

Hm, ich schätze auch mal, dass das Veterinäramt noch die einzige Möglichkeit ist um da was zu bewirken. Auch wenn's mir echt schwer fällt, weil da auf der andere Seite die eigentlich eher netten Eltern meines Freundes sind. Sie lieben die Tiere eigentlich, aber sie sind einfach nicht davon überzeugbar, dass es den Tieren so nicht gut geht. Da kommen dann wie gesagt solche Antworten wie:"Das ist nur weil die so alt sind." oder:"Früher haben die die Tiere auch so gehalten und den Tieren ging es trotzdem gut."

Muss ich denn da beim Veterinäramt irgendetwas bestimmtes beachten? Wäre es eine gute Idee ein paar Fotos zu machen zu dem Zweck oder eher nicht?
 
Nephilim

Nephilim

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Ich würde schauen, dass ich jetzt 1-2 Woche Ruhe mit dem Thema gebe und dann was Vetamt informieren und bitten anonym zu bleiben.
 
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