Zweithund Sinnvoll um Sozialisierung zu optimieren?

Diskutiere Zweithund Sinnvoll um Sozialisierung zu optimieren? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, mal eine Frage an die wissenden unter Euch :-) : wir haben in unserer Familie eine Rotti-Dame(12 Monate, hatten vorher 2X DSH)...
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lissi1980

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Hallo zusammen,

mal eine Frage an die wissenden unter Euch :) :
wir haben in unserer Familie eine Rotti-Dame(12 Monate, hatten vorher 2X DSH). Der Rotti hatte vom Welpenalter an bis er ewa 10 Monate alt war Hundeschule(Verein), sozialisiert, Leinenführig, macht Grundkommandos ohne Anstand, lieb zu unseren und allen anderen Kindern, absolut Stadttauglich (sogar Volksfesttauglich). Vor etwa 2 Monaten hat er eine Leinenaggression ausgebildet, die wir seitdem "behandeln" - mühsam aber erste Erfolge sind sichtbar.

Vorab zur Geschichte:
wir haben die Hundeschule mit 10 Monaten abgebrochen da das Hundchen im Junghundekurs II so dermassen von den Trainern traktiert wurde, dass wir die Leinenaggression mittlerweile mit der Hundeschule in Verbindung bringen. Im Kurs waren knapp 20 Junghunde, die Kurszeit über wurde unser Hund konstant von mindestens einem Trainer "beackert" - war der eine Trainer fertig mit ihm kam seine Kollegin und hat weiter an dem Hund gezerrt. Obwohl der Hund bis zu diesem Zeitpunkt völligst Problemlos in jedweder Situation war, wurde jedes noch
so kleine nicht-befolgen eines Kommandos vom Trainer mit wildem Leinenruck und anschliessendem mehrminütigen Dominanz-fixieren am Knie quittiert. Ich meine, man geht ja zur HS damit Hund und Halter etwas neues zu lernen, und nicht, um sich einfach nur 1 Stunde anzuhören was der Hund alles nicht kann und wie schlimm es ist dass der junge Hund nicht sofort neuen Kommandos folgt, oder halt auch mal ganz gerne zum vorbeilaufenden Übungspartner hinzieht. Hallo, deswegen üben wir doch um derlei Verhalten zu kontrollieren!?!?. Ergebnis war, dass der Hund schon nach kurzer Zeit auf dem Hundeplatz nicht mehr zu gebrauchen war, hat nur noch kompensationsmässig geschnüffelt, war kaum mehr Aufnahmefähig. Ab da an ging es was die Ausbildung anging in eine Abwärtspirale. Unser letzter Tag auf dem Platz war der, an dem wir bei einem testweisen Spaziergang mit 20 Junghunden unterwegs waren (bis auf ein bisschen Verspieltheit in den ersten 10 Minuten war der Hund völlig ruhig und ging trotz der anderen Hunde perfekt an der Leine) - an diesem Spaziergang nähert sich die Trainerin uns von hinten, geht ein paar Meter neben mir, und fängt kommentarlos an den Hund mit dem Knie in die Seite zu treten. Ich war so perplex dass sie tatsächlich noch ein paar mal getreten hat, bis ich fragen konnte was sie da macht. Die Antwort: sie wollte das die ganze Zeit schon mal machen, um zu schauen wie der Hund reagiert. Bitte was!?! Zum Glück ist ein Rotti so robust, und unser Hund hat sie nur verdutzt angesehen und ist ausgewichen. Also nix Aggression oder Angst oder so.
Am Ende kamen wir durch diese Situation auf den Punkt weshalb die Trainer uns im Junghundekurs die ganzen Wochen so traktiert hatten: sie hatten wohl einfach Angst vor dem Hund, bzw schlechte Erfahrung mit ähnichen Kalibern.

Wie gehts nun weiter mit dem Hundchen?
Wir planen natürlich den weiterführenden Besuch auf einer anderen Hundeschule, möchten den Hund aber im Vorfeld gerne etwas runterfahren was die Leinenaggression angeht, damit er einen guten Start hat und nicht gleich am Anfang aufdreht (und wir nicht den Stempel "nichtsozialisierter Kampfhund" oder so bekommen) - dieses mal sind wir vorsichtiger mit den sogenannten Hunde-Experten. Lange Rede kurzer Sinn: die o.g. Vorfälle, und das anti-Leinenaggressionstraining welches wir derzeit machen hat uns zu der Überlegung geführt, ob wir Ihm nicht vielleicht Ende des Jahres zu einem Kollegen verhelfen. Versteht uns nicht falsch, der zweite Hund soll uns keine Arbeit abnehmen was Hundschule etc angeht, aber wir dachten es wäre generell einfach sehr gut für Ihn, um das letzte quäntchen Sozialisierung aus ihm rauszuholen und um ihn quasi 24/7 zu vergesellschaften. Versteht Ihr was ich meine?


So und an dieser Stelle hoffe ich mal auf Feedback von Euch, ob unser Plan aufgehen kann oder nicht.

Danke und Grüße,
Eure Lissi
 
16.06.2014
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Guest

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Midoriyuki

Midoriyuki

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Hey,

nein;)

Ein Zweithund wäre nicht zwangsläufig das Tüpfelchen auf dem I bzw. ist nicht zwingend notwendig um einen tollen Hund zu haben.
Ihr habt scheinbar immer sehr viel mit eurem Hund gearbeitet (und das ist super) und kommt bis auf die Leinenaggression super mit ihr klar.

Wenn ihr einen Zweithund wollt dann für euch nicht für den Hund.
Denn letzten Endes werdet ihr genau die gleiche Arbeit auch mit einem zweiten Hund haben- und einen reinen "Zweckhund", der nur Gesellschaft sein soll fänd ich persönlich etwas ungut.

Zu dem Training: Es ist absolut fahrlässig, dass die Trainer so mit eurem Hund umgegangen sind und ich hoffe, dass ihr jetzt beim nächsten Mal sofort einschreitet sobald jmd. eurem Hund psychisch und physisch so etwas antut.

Normalerweise fasst man die Hunde im Training überhaupt nicht an- als Trainer arbeitet man nicht mal selbst mit den Hunden. Man zeigt vllt. mal etwas, wenn es nach ausführlicher Erklärung noch nicht ganz verstanden wurde, aber selbst da sollte immer gefragt werden, ob das in Ordnung ist.

Nicht der Trainer muss mit eurem Hund arbeiten können, sondern ihr.
Und zwar nur ihr.

Da wundert man sich wirklich, was sich so Trainer nennt...

Aber ich hoffe, dass ihr die Leinenaggression recht bald in den Griff bekommt:)
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Ich würde mit dem Hund in gar keine Hundeschule mehr gehen.
Erst mal muß Hundi euch wieder vertrauen,
Durch solche Trainer hatte auch mein Rüde viel an Vertrauen in mich verloren.
Ich bin in einen Verein wo zwar auch ausgebildete Trainer sind,
aber ich mit meinen Hund arbeite, Spiele und Spaß habe.
Klar ist da auch Gruppenübung und bei Problemen bekomme ich auch Hilfe.
Wichtig ist für mich jedoch das Trainer Hundi und ich miteinander arbeiten.
 
C

Cooperin

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Ich würde mich an Deiner Stelle, wenn überhaupt, nach einer anderen Hundeschule umsehen und da erst einmal allein zusehen, wie sie mit Hunden umgehen.
Das was Du hattest ist unmöglich und kann mir vorstellen, das Du erst einmal die Nase von Hunde-Trainern voll hast.

Bei einem Zweithund, habe ich in der Nachbarschaft gesehen, wie das Enden kann. Dobermann und kleiner Mixhund! Zu Hause verstehen die Beiden sich glänzend, aber unterwegs ist es doch ein kleines Rudel, der es nicht gestattet wenn ein 3. Hund dazu kommt. Nun muss die Frau 2x hintereinander Gassie gehen, denn zusammen ist es unmöglich. So hatte sie sich das auch nicht vorgestellt.
Ihre Erfahrungen waren der Grund, das mein Hund ein Einzelhund blieb :)
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Auch mit meinen beiden Hunden kann ich nicht alleine zusammen raus gehen!
Ich hatte ja auch mit Trainern schlechte Erfahrungen gemacht, bzw. die mit mir.
So wie ich das lese hast Du außer der Leinenaggression keine Probleme mit Deinem Hund.
Deshalb würde ich erst mal daran arbeiten.
Evt.l hilft es ja einen Ball an der Schnur mitzunehmen wo er seine Frustration ablassen kann.
Hat bei meinen Rüden geholfen.
 
suno

suno

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Huhu,
das ist ja ein schreckens Bericht ...mit der HS.

Ich kann dir nur aus Erfahrung sagen, daß auch in dem Punkt 2t Hund ....unsere Hunde dazu neigen sich wie Kinder zu verhalten: sie schauen sich zuerst einmal sämtliche Unarten und Unartigkeiten von einander ab. So kann es dir passieren daß der Leinenführigste und bellarmste Hund mit "seinem Freund und Kumpel" genau das macht was du nicht willst.

Mein Mädel ist so brav, daß sie in meinem Freundeskreis "der Stille Hund" genannt wird - man bemerkt sie kaum und sie bellt so gut wie nie....aber wehe ihr Kumpel sitzt mit ihr im Auto...ihr Kumpel bellt und bäfzt...und sie: fängt an in den höchsten Tönen jämmerlich mit zu jaulen....:shock: als hätte man einen Schalter umgelegt.

LG Suno
 
L

lissi1980

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Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten. Das mit dem Zweithund lassen wir dann wohl erstmal bleiben. Mal sehen ob sich hier im Forum vielleicht ein Gassigehpartner von etwas grösserem Kaliber findet, das sollte ja auch eine Möglichkeit sein.

Durch konsequentes Üben klappt das mit dem Gassi mittlerweile auch schon viel besser, hin und wieder ist bei einer Hundebegegnung auch mal ein ableinen und anschliessendes toben drin. Das ist dann völlig stressfrei im übrigen.

Grüße, Lissi
 
Z

Zufallsprodukt

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Ich kenn genügend HHs mit mehreren Hunden, die sich zwar untereinander (meistens) super verstehen, aber dennoch fremden Hunden gegenüber unverträglich sind. Für mich macht das daher mit dem Zweithund auch wenig Sinn.
 
Thema:

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