halterin hat django trotz schutzvertrag ins tierheim gebracht

Diskutiere halterin hat django trotz schutzvertrag ins tierheim gebracht im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo allerseits, folgendes problem: wir haben einen unserer welpen mit schutzvertrag weitergegeben. nach einem jahr wurden wir kontaktiert, dass...
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Echo

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Hallo allerseits,

folgendes problem: wir haben einen unserer welpen mit schutzvertrag weitergegeben. nach einem jahr wurden wir kontaktiert, dass es neuerdings probleme mit dem bellen in der wohnung gibt. daraufhin haben wir uns bereiterklärt, ihn während der arbeitszeiten wieder zu uns
zu nehmen (mittlerweile ca. 3 monate). als wir ihn letztesmal "zurück"gegeben haben, hatten wir vereinbart, dass es diesmal für eine woche sein sollte... tja, nun hat sie ihn mittlerweile ins tierheim gegeben und offiziell "abgetreten".
jetzt die frage: wie bekommen wir ihn da wieder raus? prinzipiell muss er ja schon weitervermittelt werden, aber da würden wir doch auch gerne ein wörtchen mitreden und ich denke, dass er so lange bei uns (wir haben zusätzlich noch 3 hunde, mit denen er sich super versteht) besser aufgehoben wäre. und ist die weitergabe ans tierheim überhaupt rechtens? das tierheim macht ja auch schutzverträge und müsste sich demnach auch aus unserem schutzvertrag nicht irgendwie rausreden können.
vielen dank im voraus für tipps, ratschläge und infos.

Ben
 
Zuletzt bearbeitet:
22.06.2014
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exe

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Der Hund gehörte den Besitzern, war deren Eigentum - die dürfen ihn hingeben wo sie wollen.
Du kannst den Hund jetzt natürlich "adoptieren", aber mehr... auch wieder nicht.
 
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Echo

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im schutzvertrag war allerdings geregelt, dass er ohne unser einverständnis nicht weitergegeben darf und zur not wieder zu uns zurück kommt. für was gibts denn dann schutzverträge???
 
Maische

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Schutzverträge sin leider meist nicht zulässig. Du kannst dich gern an einen Anwalt wenden, aber ich denke wie exe, dass man nicht viel machen kann. Oder du redest mal mit dem Tierheim?!
 
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Echo

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wir fahren morgen hin, aber ich denke ihr versteht, dass wir nicht unbedingt lust haben eine schutzgebühr für ihn zu zahlen um ihn wieder rauszukriegen... vielleicht irgendwie zur pflege bis zu einer vermittlung, aber tierheime sind da ja manchmal ein wenig faschistoid, was die "weitergabe" angeht. wir haben ja schon hunde und ob es dann auch gut für den hund wäre und ob er dann auch genug freiraum für sich hätte... bla bla
 
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Cooperin

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Ich würde mit dem Tierheim persönlich reden und die Sachlage klären.
Auch wenn Du dort eine Schutzgebühr bezahlen musst, würde ich ihn an Deiner Stelle dort heraus holen.
Die Tierheime sind jetzt vor den Sommerferien mehr als voll und ich würde mir denken, das die froh sind ein Tier weniger zu haben.
 
killil

killil

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Wenn die Leute den Schutzvertrag bechen, müssen sie Gerichtlich einiges an Geld abeben!

das heißt: Du krigst jetzt Geld. Aber Anwalt würde ich trotzden einschalten ;)
 
demona

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im schutzvertrag war allerdings geregelt, dass er ohne unser einverständnis nicht weitergegeben darf und zur not wieder zu uns zurück kommt. für was gibts denn dann schutzverträge???
Mal für mich ne Frage zum Verständis, sind solche Klauseln überhaupt rechtens? Also, würden sie vor einem Gericht überhaupt bestehen?

Ich meine, es wurde Geld bezahlt, der Hund wechselt den Eigentümer und damit kann doch der Eigentümer machen was er will, oder?

Lg Demona
 
Maische

Maische

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So wie ich solche rechtlagen kenne stimmt das. Entweder Geld oder Schutzvertrag ist bei sowas meist Gültig. Sobald man Geld zahlt ist der Schutzvertrag nichtig. Das wird behandelt wie bei einem gegenstand. Nur ob es immer noch 100% stimmt weiß ich nicht.:eusa_think:
 
Syn

Syn

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Nein, sie sind nicht rechtswirksam. Bei Tierschutzprganisationen genauso wenig wie bei Privatpersonen. Ebenso Kastrationsklausel, Untersuchungsklauseln, Kontrollbesuche, Futter und was es nicht noch alles gibt. Es gibt zwei Optionen: Entweder man macht ein Vorkaufsrecht oder man behält das Eigentum. Beides hat aber Tücken. Ersteres bezieht sich wie der Name sagt nur auf das Vorkaufsrecht und das Eigentum am Hund behalten, aber alle Kosten (inkl. eines Kaufpreises, auch gerne Schutzgebühr genannt) an den neuen "Halter" abwälzen zieht vor Gericht auch nicht.

Ist es einfach nur ein "Ihr habt Bescheid zu sagen, wenn der Hund weggegeben wird und wir dürfen ihn dann zuerst haben" funktioniert ganz sicher nicht.
Da kann man auch noch so hohe Strafen fordern, das bringt einem gar nichts.

Man gibt den Hund weg, bekommt Geld und damit wechselt der Hund das Eigentum und der neue Besitzer kann damit tun und lassen was er will.
 
demona

demona

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Ah, ok. :)

Was wäre mit folgendem Fall, wenn sich da jemand auskennt:

- eine Aussiehalterin hat ihre Hündin für den normalen Preis gekauft, hat aber im Vertrag unterschrieben, dass sie nicht mit ihr züchtet. Sollte sie das machen, muss sie nachträglich den Zuchtpreis nochmal für die Hündin zahlen. Die Hündin hat Papiere und alles.

Ist sowas rechtens? Eigentlich nicht, oder? :eusa_think:

Und Vorkaufsrecht, muss ich das als Eigentümer annehmen? Also muss (!) ich den Hund an den Züchter zurückverkaufen oder kann ich sagen, nö, ich geb den woanders hin?

Lg Demona
 
Mickey48

Mickey48

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Das klingt irgendwie nach USA mit "Pet Quality" und "Show Quality with breeding permit".

Wenn das Ganze wie eine Vertragsstrafe formuliert ist, sprich "Der Vertragspartner erklärt sich einverstanden bei Bruch von Bedingung A eine Vertragsstrafe in Höhe von XY,- € zu zahlen.", dann Meines Wissens ja. Aber nachträgliche Preiserhöhung ist illegal, der "Bestellpreis" ist normalerweise bindend. Wo liegt der festgehaltene Gerichtsstand, im Ausland? Dann gelten die landesspezifischen Gesetze.
 
demona

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So weit ich weis, ist es eine deutsche Züchterin. Sie hat die Hündin zum normalen Preis abgegeben und wenn die Besitzerin jetzt damit Nachwuchs zeugt - auch ungewollt, auch für Mixwelpen falls ein Ups-Wurf passiert - soll sie wohl nochmal nen Zuchtpreis dafür bezahlen.

Als Erklärung wurde mir gesagt, dass eine Zuchthündin ja teurer ist als eine normale Hündin und da die Besitzerin nicht züchten will, hat sie sie billiger bekommen.

Ob da was mit Vertragsstrafe formuliert ist, weis ich leider nicht.

Lg Demona
 
Para

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Soweit ich informiert bin handelt es sich auch bei solch einer Klausel um eine Klausel, die man nicht einklagen kann.
Genauso, wenn du einen Hund aus dem Tierschutz übernimmst mit der Auflage den Hund kastrieren zu lassen. Dazu kann dich niemand zwingen, wenn du den Kaufpreis / Schutzgebühr einmal bezahlt hast.

In dem Falle greift die altertümliche Definition des Hundes / des Tieres: es ist eine Sache und du kannst, sobald du es gekauft und bezahlt hast, damit machen was du möchtest... solange du andere Gesetze nicht brichst. Sprich: du musst dein Tier so halten, dass du nicht gegen das Tierschutzgesetz verstößt. Du darfst ihm nicht willentlich Schmerzen zufügen, es hungern lassen oder anderes.
 
Syn

Syn

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Ich würde in dem Fall mit der Züchterin mal bei einem Anwalt nachfragen. Ich kann das leider nicht sicher beantworten, denke aber auch es hängt sehr an der Formulierung im Vertrag. Ist z.B. von vornherein ausgemacht, dass die Hündin mehr kostet bei erfolgreichem Zuchteinsatz, dann wussten das beide Parteien vorher und haben es vertraglich festgesetzt und dann kann ich mir gut vorstellen, dass sowas durchgeht. Wurde die Hündin aber normal zu dem Preis verkauft ohne den Preis für den Zuchteinsatz vorher auszumachen, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Züchterin da noch eine handhabe hat.


Und Vorkaufsrecht, muss ich das als Eigentümer annehmen? Also muss (!) ich den Hund an den Züchter zurückverkaufen oder kann ich sagen, nö, ich geb den woanders hin?
Bekommst du als (neuer) Eigentümer ein Angebot, dann bist du verpflichtet das Angebot dem vorherigen Besitzer zu sagen und ihm die Chance zu lassen ebenfalls zu diesem Angebot zuzuschlagen. Möchte er das, dann muss das Tier auch an den vorherigen Eigentümer verkauft werden. Ist es einem ernst sollte man einen solchen Vertrag mit einem auf Tierrecht spezialisierten Anwalt aufsetzen, denn auch beim Vorkaufsrecht gibt es Hintertürchen (Hund verschenken z.B.).


Ich bin keine Anwältin und kann demnach natürlich auch keine Rechtsberatung durchführen, aber ich habe mich besonders mit den Schutzverträgen eine ganze Weile beschäftigt und auch mit mehreren Anwälten darüber gesprochen.
 
demona

demona

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Also der genaue Zuchtpreis, also was sie bei Welpen zahlen muss, ist wohl schon festgesetzt. Wahrscheinlich hat sich die Züchterin da schon was bei gedacht. :eusa_think:

Ich danke für die Informationen, jetzt bin ich schon wieder etwas schlauer. :D

Aber dann mal ne ganz dämliche Frage, wieso gibt es dann überhaupt Schutzverträge? Und vorallem Klauseln, die man eh nicht durchsetzen kann?

Lg Demona
 
Syn

Syn

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Weil der Großteil nicht weiß, dass sie unwirksam sind und die Angst vor einer hohen Vertragsstrafe bringt Leute nun mal dazu genau die Dinge zu tun, die man möchte.
 
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FelixS

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Aber dann mal ne ganz dämliche Frage, wieso gibt es dann überhaupt Schutzverträge? Und vorallem Klauseln, die man eh nicht durchsetzen kann?
Weil manche glauben, dass sie damit eine juristische Handhabe haben. Prinzipiell sollte man soetwas mal von einem Anwalt prüfen lassen. Vor allem, wenn es um Vorkaufsrecht etc. geht.
 
demona

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Das macht natürlich Sinn. Danke für die Erklärung. :)

Lg Demona
 
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