Essen wie in der Steinzeit - die Paleo Ernährung

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Susan&Lilly

Susan&Lilly

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Hallo Liebe Foris,

Paleo ist ein Trend, der großteils aus den USA nun auch längst in Europa angekommen ist. Hierbei verzichtet man sozusagen auf alles, was man damals nicht zur Verfügung hatte - natürlich in gewissem Maße angepasst an die Industrialisierung (Importierte Waren). Man ernährt sich von Obst, Gemüse, Fleisch,
Fisch, Nüssen, Samen, Eier und hochwertigen Ölen. Verzichten muss man nur auf Getreide, Milchprodukte, industriellen Zucker, künstliche Zusatzstoffe und Hülsenfrüchte. Zu Paleo gehören noch mehr Aspekte, z.b. legt man Wert auf regionale, Bio und hochwertige Produkte. Aber als kleine Übersicht soll dies erstmal als Beschreibung reichen.

Ich habe meine Ernärung auf Paleo umgestellt und es hat mir sehr geholfen. Ich bin nun schon den zweiten Monat dabei und merke, wie es mir besser geht. Zudem habe ich durch diese Ernährung auch festgestellt, auf welche Lebensmittel ich eine Unverträglichkeit entwickelt habe. Ich hoffe, dass diese sich im weiteren Laufe evtl noch verbessern oder auch ganz verschwinden.

Nun seid ihr gefragt :D

Was haltet ihr von Paleo? Was habt ihr damit für Erfahrungen gemacht? Seid ihr auch gerade am Anfang der Ernährungsumstellung? Oder habt ihr einfach nur Fragen an mich, weil ihr von Paleo zum ersten Mal hört? Dann her damit.;)
 
24.06.2014
#1
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Wuschelmonsterchen

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Hört sich interessant an :) Ich denke, das macht durchaus Sinn, da wir ja eigentlich genau dafür gebaut sind. Was genau "darf" man denn da noch essen? :eusa_think: Finde Ernährung immer ein spannendes und wichtiges Thema :D
 
Susan&Lilly

Susan&Lilly

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Es gibt für die Umstellung auf Paleo eine "Übergangszeit" von 30 Tagen. Diese sind strikt einzuhalten, da es der Entgiftung des Körpers dient. Zudem merkt man nach 30 Tagen erste Verbesserungen des Wohlbefindens und man entwickelt erste Gewohnheiten. In diesen ersten 30 Tagen ernährt man sich nur von Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Nüssen, Samen, Eiern und gesunden Fetten. Man lässt in der Zeit auch Kartoffeln und Reis weg. Diese beiden Sachen sind nochmal gesondert zu handhaben, da sie - was Paleo betrifft - in einem Graubereich liegen. Auch solche Produkte, wie Kaffee, Alkohol und Tabak sollte man weglassen, weil man seinen Körper ja entgiften will. (Hier habe ich mich aber zb nicht ganz dran gehalten und mal ein Glas Wein getrunken;)).

Mal ein kleiner Einblick in meinen täglichen Kochtopf:

Zum Frühstück gab es heute den "heißen Frühstücksbrei" bestehend aus verschiedenen Nüssen, Samen,Kokosflocken, Honig und etwas Zitrone.
Zum Mittag gab es Reste vom Vortag - Rinderspieße und Reis mit Ananas-Kürbis-Gemüse.
Und heute Abend gibt es gebratenen Zander mit Dill-Karotten.

Allgemein war das Frühstück die größte - aber auch leckerste - Umstellung. Ich vermisse Brötchen wirklich überhaupt nicht. :) Nun gibt es ein sehr vielfältiges Frühstück:
"Müsli" aus verschiedenen Nüssen, selbst geröstet
Obst mit Nüssen und Kokosmilch
Rührei in verschiedensten Varianten
deftige Muffins
Süßkartoffelfrühstückspfanne, usw.

Gebraten wird mit gesunden Fetten, wie Ghee (fällt bei mir wohl wegen Milchallergie weg), natives Olivenöl extra oder Kokosöl. Die Rezepte, die ich bisher so aus meinem schlauen Kochbuch gekocht habe, sind teilweise mit Curry, oft mit Kokos (was deutlich besser schmeckt, als gedacht) und sehr oft süß und deftig in einem.

Mein persönliches Fazit nach den 30 Tagen ist auf jedenfall, dass ich nun auch wieder mehr Spaß am kochen habe, da es so vielfältig ist. Paleo wird ja oft als Diät deklariert. Aber es gibt nach der Umstellung keine Verbote, sondern eher Richtlinien. Man findet dadurch seine eigene Ernährungsweise auf lange Sicht gesehen.
 
Maische

Maische

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Ich könnte es nicht.
Ich brauche meine Milchprodukte. Ich könnte deshalb nie Veganer werden:silence:

Auch Kartoffeln brauch ich einfach. Einmal am Tag. Yummi.

Fleisch esse ich nicht genauso wie Fisch^^

Aber intressant ist es schon und würde ich meinen Joghurt und meine Kartoffeln nicht brauchen würde ich es vielleicht mal versuchen.

Aber ich hör es mir gern mal an.. :)

Was es nicht alles gibt:mrgreen:
 
Nienor

Nienor

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Wenn das nicht so fleischlastig wäre, würde ich das wohl auch mal probieren ^^
Milchprodukte sind mir sowieso gerade Horror *hüstel* was die Industrie da draus gemacht und die gesundheitschädliche Wirkung noch heraufbeschwört hat .. nee, brauch ich nicht, erst recht nicht in den Mengen, die uns die Industrie unterjubeln will .. passt ja überall noch Milchpulver (schön noch mehr Laktose - super :roll:) rein, was man als Überschuss loswerden muss -.-
 
Foss

Foss

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Grüß dich!

Ich kenne die Ernährung von meiner Mutter und ihr scheint es damit richtig gut zu gehen. Sie legt allgemein sehr viel wert auf gutes Essen und fährt zb. extra 200 km in den Süden um sich von einem speziellen Hof gutes und wertvolles Öl (Kürbiskern und co.) zu holen.
Ob die Ernährung etwas für mich wäre? ich weiß es nicht - probieren wollte ich es aber schon mal.
Ich ernähre mich großteils nach meiner Blutgruppe, da ich mich damit richtig fit und wohl fühle. Bei viel Getreide und Kartoffeln werde ich richtig schlapp und kann mich kaum noch zu irgendwas aufraffen.
Interessant klingt es allemal und möchte es gerne im Herbst mal auf jeden Fall testen.

LG Foss
 
Susan&Lilly

Susan&Lilly

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Maische du bist also Vegetarier? Das könnte ich wiederum gar nicht. ;) Aber Milch fehlt mir auch ein bisschen. Ich würde einzelne Produkte ja hinzufügen, aber da ich nun festgestellt habe, dass ich wohl auch eine Milchallergie und nicht "nur" Laktoseintolleranz habe, bleibt es eben ohne Milch. Aber die ein oder andere Milchschokolade wandert ja doch ganz selten mal in meinen Mund. :lol: Das ist das schöne an den vielen Freiheiten, die man hat. Solange man sich nicht jeden Tag mit den "Sünden" vollstopft, ist es auch mal ok.

Da schreibe ich gleich mal etwas über Vegetarier und Paleo:

Es ist nicht unmöglich beides überein zu bringen. Anstelle des Fleisches kommen z.b. Eier auf den Teller. Und Obst und Gemüse gehört ja sowieso in Massen zu Paleo dazu.:D Allerdings muss man Veganern definitiv von Paleo abraten, da Sojaprodukte auch aus der Paleo Ernährung rausfallen. Es würde hier zu einseitgig werden und Mangelerscheinungen entstehen.

Ich werde nachher mal noch meine Geschichte schreiben, wie ICH zu Paleo kam. Und wenn jemand mag auch noch ein paar Bilder von meinen ersten Gerichten einstellen.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hey,

ich hab da ehrlich gesagt meine Probleme mit dieser Form der Ernährung wie du sie beschreibst:eusa_shhh:

Kokos und Ananas sind ok, Soja aber nicht?^^
Wo ist da die Logik?

Mal ganz davon abgesehen, dass Veganer kein Soja brauchen im herkömmlichen Sinne- es gibt auch extrem viele Menschen, die sich vegan und komplett roh und/oder ohne Soja ernähren.
Was mMn noch viel näher an der steinzeitlichen alltäglichen Ernährungsform ist als diese Form.

Solche Unmengen an Fleisch werden nämlich kaum während der Steinzeit verfügbar gewesen sein.

Die Idee dahinter finde ich eig. ganz gut, nur hapert es für mich an der Umsetzung.

Während der Steinzeit wurde nämlich sicherlich nicht jeden Tag gekocht/gebraten o.ä. und den Großteil der Zeit hatte man kaum Fleisch zur Verfügung;)

Mal ganz abgesehen von den massiven Hungerperioden im Winter/Frühjahr, die so vermutlich keine Umsetzung in dieser Ernährungsform erfahren, oder?

Was nicht heißt, dass ich das schlecht finde wie man sich dadurch angeregt ernährt- ich finde den Begriff der "Steinzeit-Ernährung" lediglich etwas am Ziel vorbei^^

Ansonsten kläre mich gern auf, ob ich da irgendwas verdreht habe;)
 
F

FelixS

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Ghee (und andere Fette) und auch Reis passen nicht zu einer steinzeitlichen Ernährung. Auch bei Zitrone, Kokos und Ananas ist fraglich welches Zeitalter und Region denn nun ernährungstechnisch nachgeahmt werden soll.
 
Susan&Lilly

Susan&Lilly

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Es stimmt schon. Ich esse nun etwas mehr Fleisch als vorher, aber auch deutlich mehr Fisch - was ich ganz gut finde. Das einzige, was mich am vielen Fleisch stört ist die Massentierhaltung, da ich mir leider gerade kein Biofleisch leisten kann. Aber was ich persönlich von Bio halte, ist ja auch nochmal so eine Sache - da bin ich inzwischen sehr skeptisch. Ich versuche regional einzukaufen. Das halte ich für die beste Variante, anstatt Bio.

Es kommt eben immer darauf an, aus welchem Grund einen das Fleisch stört. Ist es wegen der Haltung der Tiere? Deren Lebensqualität? Oder da die Marktwirtschaft einem vermittelt, dass zu viel Fleisch ungesund wäre? Letzteres ist so nicht richtig. Wer dazu mehr wissen möchte, dem kann ich diesen Artikle empfehlen: http://www.paleo360.de/gesunde-ernaehrung/wie-viel-fleisch-ist-gesund/
 
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FelixS

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Während der Steinzeit wurde nämlich sicherlich nicht jeden Tag gekocht/gebraten o.ä. und den Großteil der Zeit hatte man kaum Fleisch zur Verfügung;)
Das ist falsch. Steinzeit ist vor der neolitischen Revolution. Also vor Viehzucht und Ackerbau. Die Ernährung war vermutlich(!) sehr auf proteinhaltiges fettiges Wildfleisch konzentriert. Dazu kamen dann Früchte, Obst und Samen. Die damals noch existente Megafauna sorgte für eine ausreichende Versorgung mit Wildfleisch.
 
Susan&Lilly

Susan&Lilly

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Nunja, deswegen schrieb ich oben auch mit teilweiser Anpassung an die Industrialisierung, die uns eine große Vielfalt an Produkten ermöglicht. Selbstverständlich hatten die Steinzeitmenschen keine Kokosraspeln und Ananas zur Verfügung. Aber der Mensch hat sich ja weiter entwickelt. ;) Paleo baut eben auf einer "Steinzeiternährung" auf. Es ist auch eher ein oberflächlicher Begriff, um es kurz und knapp zusammen zu fassen.

Die Logik, dass Soja nicht erlaubt ist, liegt nicht an der Herkunft bzw. dass es früher nicht erhältlich war. Sondern daran, dass es zu den Hülsenfrüchten gehört und diese relativ viele Kohlenhydrate enthalten, wenig Ballaststoffe und auch relativ Nährstoffarm im Vergleich zu Obst und Gemüse. Zudem enthalten manche Hülsenfrüchte Phytinsäure, welche ein Antinährstoff ist, der dem Körper schadet.
 
F

FelixS

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Also ist "Steinzeiternährung" nur ein nichtssagendes Label, dass mit dem Inhalt nix zu tun hat. Steht hinter dem Ganzen irgendein Autor, Guru, Verlag oder Firma? Gibt es da Kochbücher für?
 
Susan&Lilly

Susan&Lilly

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@Midori ich vage es sehr zu bezweifeln, dass Veganer und Vegetarier näher an einer Steinzeiternährung dran sind. Wie FelixS gerade schon schrieb, gehörte Fleisch als ein Hauptbestandteil auch damals schon zur Ernährung. Es sind ja keine Unmengen an Fleisch, wie du schreibst. Den Hauptanteil trägt das

Gemüse ca. 40 %, gefolgt von
Protein ca. 25%,
Fett ca. 20 % und zuletzt
Obst zu ca.15 %

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Es gibt ein tollen Blog, deren Betreiber auch ein Kochbuch rausgebracht haben. Schau mal hier:

http://www.paleo360.de/
 
Pewee

Pewee

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Generell find ich das immer sehr interessant, wenn es Ernährungsweisen gibt, die wieder ein wenig "back to basics" gehen. Für mich wäre das wahrscheinlich nichts, da es mir zu fleischlastig wäre und ich Getreideprodukte sehr gerne mag. Ich bräuchte also die umgekehrte Form davon :lol: Ich befürworte es aber auf jeden Fall, weitgehend auf Zucker verzichten zu wollen. Das mache ich seit einigen Monaten vermehrt (wenn auch nicht ausschließlich, da es kaum vermeidbar ist und ich auch ganz gerne mal Süßkram esse) und habe jetzt bedingt durch meinen Auslandsaufenthalt der letzten 3 Wochen extrem viel Essen zu mir nehmen müssen, was enorm zuckerhaltig war. Fand mein Körper nicht so gut und hat auch aktuell wieder mit der Umgewöhnung zu besserem Essen seine Probleme, da er sich ja leider erstaunlich schnell an so einen Fraß gewöhnt :?

Sondern daran, dass es zu den Hülsenfrüchten gehört und diese relativ viele Kohlenhydrate enthalten, wenig Ballaststoffe und auch relativ Nährstoffarm im Vergleich zu Obst und Gemüse.
Man mag mich korrigieren, aber Hülsenfrüchte hab ich eigentlich als das genaue Gegenteil wahrgenommen. Wie das bei Soja ist, kann ich nun nicht genau sagen, da ich das eher weniger zu mir nehme, aber gerade Dinge wie Linsen und Kichererbsen gelten doch als Allrounder für wichtige Nährstoffe.
 
Susan&Lilly

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Aber ich gebe allen Kritikern Recht: Wenn man eine "echte" Steinzeiternährung durchziehen möchte, würde es noch anders aussehen. Allerdings wird daher auch viel Wert darauf gelegt regionale und Saisonale Produkte zu kaufen. Hier muss ich aber ehrlich sagen, dass sämtliche Rezepte des Kochbuchs exotische Zutaten enthalten. Was ja irgendwo im Widerspruch zu der Aussage Saisonprodukte kaufen steht. Aber die Autoren kochen anscheinend gern deftig und süß, wofür sich sowas wie Ananas oder Mango anbietet.
 
Pewee

Pewee

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Wahrscheinlich, weil das die besten Verkaufschancen hat. Die Mehrzahl der Leute will ja leider doch deftig und süß essen. :eusa_think: Ich hab das ein oder andere vegetarische und vegane Kochbuch, in dem teilweise auch versucht wird, Braten und Klöße nachzuahmen. Kann ich nicht so ganz nachvollziehen, aber viele Leser wollen das vielleicht einfach so.
 
Susan&Lilly

Susan&Lilly

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Man mag mich korrigieren, aber Hülsenfrüchte hab ich eigentlich als das genaue Gegenteil wahrgenommen. Wie das bei Soja ist, kann ich nun nicht genau sagen, da ich das eher weniger zu mir nehme, aber gerade Dinge wie Linsen und Kichererbsen gelten doch als Allrounder für wichtige Nährstoffe.
Es ist richtig, dass verschiedene Nährstoffe enthalten sind. Aber Hülsenfrüchte sind im allgemeinen eben nicht solche "Vitaminbomben", als die sie vermarktet werden. Genau gesagt muss man deutlich weniger Obst/Gemüse essen, um auf den selben Nährwert zu kommen, wie bei Hülsenfrüchten.

Das ist so ähnlich wie der Mythos vom gesunden Vollkornbrot. Fakt ist, dass Getreide schon ewig als gesund und wichtig vermarktet wird. Es ist auch richtig, dass Vollkorn gesünder als anderes Getreide ist. Aber Getreide jedweder Art ist sehr ungesund für den menschlichen Körper und kann eigentlich kaum umgesetzt werden - dies äußert sich bei den meisten durch Glutenunverträglichkeit. Alle anderen merken nur keine offensichtlichen Symptome, aber wirklich vertragen tun sie es auch nicht.
 
Nienor

Nienor

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Sondern daran, dass es zu den Hülsenfrüchten gehört und diese relativ viele Kohlenhydrate enthalten, wenig Ballaststoffe und auch relativ Nährstoffarm im Vergleich zu Obst und Gemüse.
Komisch, 100 g Sojabohnen haben mehr Balaststoffe als 100 g frischer Apfel.
Dazu haben 100 g eine ähnliche Menge an Kohlenhydraten, der Apfel aber fast kein Eiweiss, die Sojabohne schon. Dazu kommt, dass Soja viele essentielle Aminosäuren enthält.
Sojabohnen haben über 8mal mehr Vitamin A, über 10mal mehr B-Vitamine, im Vitamin E schlägt der Apfel die Sojabohne. Mineralstoffe und Spurenelemente hat die Sojabohne auch wieder mehr. Man könnte jetzt über die Fettsäuren vielleicht noch einen Vorteil vom Apfel rausrechnen, aber so schlecht, wie du die Sojabohne als Hülsenfrucht hinstellst, ist sie erstmal gar nicht ;) Das Glas Wasser kann man zusätzlich noch trinken.

Gemüse ca. 40 %, gefolgt von
Protein ca. 25%,
Fett ca. 20 % und zuletzt
Obst zu ca.15 %
Das Obst und Gemüse auch Fette und Eiweisse enthalten, fällt hier wohl unter den Tisch ?
Da hat wohl jemand eine Rechnung aufgestellt, der der Meinung ist, Veganer sterben an Eiweissmangel oder wie :mrgreen:
 
Susan&Lilly

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Ich habe sie ja nicht schlecht dargestellt ;) Die Sojabohne ist ein Proteinlieferer. Dieses pflanzliche Protein ist aber für den Menschen eher schlecht verfügbar. Das Protein aus tierischen Produkten ist für uns sehr viel besser verwertbar. Zu den Nährstoffen: wenn Phytinsäure enthalten ist, werden einige der Nährstoffe dadurch gebunden und sind so für uns gar nicht mehr nutzbar.
Ein weiteres Problem bei Hülsenfrüchten sind Lektine. Diese können wir nicht verdauen und führen u.U. zu Entzündungen. Bei Sojabohnen kommen noch Isoflavonoide dazu, ähnlich dem Östrogen und können den Hormonhaushalt auf den Kopf stellen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Die prozentuale Aufteilung ist als Aufteilung für eine Mahlzeit zu sehen. Soll heißen: Fett steht hier nur für die Öle u.CO, Protein steht für Fleisch, Meeresfrüchte oder Eier, und Obst/Gemüse erklärt sich ja von selbst. :D Es ist keine expliziete Aufsplittung der Nährstoffe, sondern eine Hilfe, um das passende auf dem Teller zu haben.
 
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