Der gläserne Schlachthof

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Lipper83

Lipper83

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Im Spiegel habe ich vor einiger Zeit einen Artikel über einen dänischen Schlachthof gelesen, der seine Tore für Besucher öffnet. Sprich hinter Glaswenden kann man sich vom "lebenden
Schwein bis zum Schinken" den gesamten Tötungs- und Zerlegungsprozess anschauen. (http://www.spiegel.de/wirtschaft/se...-fleischproduktion-in-daenemark-a-965922.html)
Irgendwie finde ich die Vorstellung so einen Schlachthof zu besichtigen ganz furchtbar. Ich mag Schweine wahnsinnig gerne und könnte es nicht ertragen sie am Fließband sterben zu sehen (andere Tier natürlich auch nicht).
Sehe ich als Schweinefan das einfach zu eng oder hättet ihr da ähnliche Skrupel? Oder fändet ihr es informativ und interessant, wie das Schnitzel auf den Teller kommt? Schließlich sind hier nicht nur Vegetarier unterwegs.
Ich persönlich wäre jedenfalls zu zartbesaitet dazu.
 
30.06.2014
#1
A

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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
E

exe

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Na ja... wir alle wissen doch, dass unser Schnitzel nicht freiwillig auf den Teller gesprungen ist. Ich finde, man sollte sich schon damit auseinandersetzen - solange man keinen seelischen Schaden davon trägt.
 
Michse89

Michse89

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Haben damals selber geschlachtet, sprich ich hätte und hab.keine Probleme damit. Alles schon mitgemacht auch beim Rind.
Kann ich exe nur zustimmen, mein Schnitzel liegt nicht einfach da ;)
 
Nienor

Nienor

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Ich finde, man sollte sich schon damit auseinandersetzen - solange man keinen seelischen Schaden davon trägt.
Ich finde, jeder sollte sich damit auseinandersetzen, der Fleisch konsumiert. Egal ob seelischer Schaden oder nicht, denn das ist das, was er einfordert, wenn er Fleisch isst.
Wenn er es nicht verantworten kann, dann soll er sich auch nicht das schön entfremdete, vakuumierte Schnitzel im Supermarkt kaufen. Aber das ist ja so unbequem, über den Tellerrand zu schauen. Kein Wunder benehmen sich einige, als würden Schnitzel auf Bäumen wachsen. Das Tier dahinter sieht kaum jemand mehr :(
 
blackdobermann

blackdobermann

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Genau so wie nienor sehe ich es auch.
Zumal ich mir vorstellen kann dass es dort humaner zu geht als in den restlichen Schlachthöfen, wo einem das reinschauen verwert bleibt.
 
Morastbiene

Morastbiene

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Hm, schwierig. Dass den Menschen klar verständlich gemacht werden sollte, dass Fleisch nicht auf Bäumen wächst, dafür bin ich absolut. Ob das ausgerechnet auf diesem Weg, gesteuert durch Marketing, geschehen muss, das weiß ich nicht. Es liest sich nicht, als würde die Vorführung die Menschen sensibilisieren. Viel mehr ist es die Showbühne eines gewaltigen Konzerns, die ihren Gästen veranschaulichen soll, dass bei ihnen alles sauber und mit rechten Dingen zugeht. Also kein Grund, sich Gedanken zu machen, wenn man sich sein Kotelett in den Mund schiebt. Insgesamt ist es sicher positiv, dass man sich dem Kunden zeigt, nur läuft das fernab der eigentlichen Problematik. Also der Schlachthöfe, die eben weniger seriös arbeiten.

Allgemein auf Schlachtung bezogen denke ich, dass das jeder für sich entscheiden muss, solange es nicht auf gezieltes Leugnen oder Ignorieren der Tatsachen hinausläuft. Ich habe mir in meinem Leben noch keine Schlachtung angesehen, zumindest nicht vollständig und schon gar nicht live. Aus dem einfachen Grund, dass ich diese Bilder nicht brauche, um Fleisch abzulehnen. Mir reichen die Aufnahmen der Zustände in der Massentierhaltung, der Transporte und der Anblick der "Ware Fleisch" auf Fließbändern und Haken aus, um zu wissen, dass ich das nicht unterstützen möchte. Dazu muss man mir nicht den Vorgang der Tötung ins Gehirn brennen.

Aber ich betone nochmals: Das soll keine Entschuldigung für andere sein, sich einfach abzuwenden und so zu tun, als würden diese Dinge nicht passieren, damit sie ihr ungestört Schnitzel essen können.
 
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Adraste

Adraste

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Ich finde das gut. Wie im Text schon anklingt, herrschen dort für einen Schlachthof gute Bedingungen. Problematisch sind eben die Betriebe, die nicht so transparent sind, daher würde ich mir wünschen, dass sich auch andere Betriebe ein Beispiel daran nehmen.
Trotzdem denke ich, dass man sich so einen realistischen Eindruck von einem Schlachthof verschaffen kann, fernab der Horrormeldungen einiger Tierschutzvereine oder der verblümten Beschreibungen einiger Schlachthofbesitzer, was beides nicht viel mit der Realität zu tun hat. Ich finde es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, wie so ein Schnitzel eigentlich entsteht. Und auch, wieviel Arbeit eigentlich dahintersteckt, bis das Fleisch abgepackt im Supermarkt liegt, was viele so selbstverständlich hinnehmen. Ich würde mir das auch angucken, weil mich der gesamte Ablauf interessiert und auch wie der Alltag der Menschen aussieht, die dort täglich arbeiten.
 
Pewee

Pewee

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Huhu,

ich finde das auch gut. Das setzt auch immer voraus, dass der Schlachter da nicht einfach gefühlskalt durch einen Entfremdungsprozess mit den Tieren umgeht wie mit einem Sack. Wenn Zuschauer dabei sind, wird eine gewisse Hemmung eintreten bzw. der Entfremungsprozess ist u.U. nicht so heftig. Denn wenn die die Tiere vorher (absichtlich oder unabsichtlich) quälen oder etwas schief läuft, wird das ganz schnell einen medialen Rummel geben. Letztlich signalisiert man damit auch immer, dass man nichts zu verbergen hat.

Kann mich da Adraste nur anschließen. Es wird einfach mal Zeit, dass man sich realistisch anschaut, wie das Schnitzel auf dem Teller entsteht. Zwischen den hetzenden Kommentaren der Tierschützer und den bilderbuch-Ausführungen der Schlachtbetriebe liegt irgendwo die Wahrheit. Wir haben hier in de Nähe einen Pferdemetzger, der die Tiere auch schlachtet. Die Besitzer der Pferde dürfen währenddessen dabei sein und das Pferd auf den letzten Weg begleiten, damit es ruhiger wird und nicht gestresst in die Schlachtung geht, damit es den Todesprozess nicht unnötig verlängert. Ein Freund der Familie ist auch tatsächlich zu diesem Schlachter gegangen und hat dort sein Pferd töten lassen (welches als ganz normales "Familienpferd" und Wegbegleiter gehalten wurde - also durchaus sehr emotional für ihn). Er meinte, er kann sich nicht beschweren und es lief alles so gut, wie es halt bei so einem Prozess laufen kann.
 
*Mischling*

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Irgendwo teile ich MoBies Bedenken, dass das halt doch eine Kommerz-Aktion ist. Aber ab davon halte ich es für sinnvoll. Gerade dass die Vorstellung so furchtbar ist macht es wichtig, dass man es sich ansieht. Einfach die Augen verschließen und sagen »mein Fleisch ist kein Tier« finde ich nicht richtig. Wer nicht damit leben kann, dass das Tier dafür stirbt oder sich seine Verarbeitung anzusehen, der sollte eben kein Fleisch essen. Man muss es ja nicht selbst tun und es geht ja auch nicht darum, dass die Verarbeitung dort möglichst brutal und blutig ist, aber den normalen Prozess sollte man sich ansehen und verkraften können, wenn man Fleisch isst.

Als Kind musste ich mit auf den Hof des Opas einer Freundin und beim Hühner schlachten und rupfen helfen. Natürlich fand ich das ganz furchtbar, ich hatte das Tier kurz zuvor noch auf dem Arm gehalten. Aber es macht einem klar, woher das Essen kommt. Witzig oder schön ist die Erfahrung sicher nicht, soll sie aber auch nicht sein. Mein Vater musste als Kind mit seinem Opa Hasen schlachten, damit er weiß, wo das Fleisch herkommt. Ob man trotzdem noch mit sich vereinbaren kann, Fleisch zu essen, muss jeder für sich selbst ausmachen. Ich bin kein Vegetarier, obwohl ich weiß, wie das Fleisch auf den Teller kommt.

Und es wirkt vll ein wenig dem Vorurteil entgegen, dass alle Metzger und Schlachter gefühlskalte Tierquäler sind.
 
Morastbiene

Morastbiene

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Umkehrschluss wäre für mich, dass jeder Schlachtbetrieb gläsern sein sollte, im Sinne der Transparenz. Damit vernünftig und gewissenhaft durchgeführte Prozesse den Stellenwert bekommen, den sie eigentlich haben sollten. Man merkt ja schon daran, wie der Hase läuft, wenn man sich ansieht, mit welcher Vehemenz manche Betriebe ihre Türen geschlossen halten und Makel zu vertuschen versuchen. In dem Sinne wäre das Vorgehen der Dänen vielleicht ein interessantes Modell für die Zukunft. Allerdings ist das -leider- nicht der einzige Bereich, in dem Deutschland hinterherhinkt. Von daher wird das wohl ein frommer Wunsch bleiben. Aber interessant ist der Ansatz definitiv.
 
Maische

Maische

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Ich finde es gut.
Bin ja selbst Vegetarier, weil ich mir bei Youtube Videos angeschaut habe. Für mich gibt es seither kein Fleisch mehr.

Ich finde so sieht jeder wenigstens mal, was dort gemacht wird und setzt sich damit auseinander.

Mein Onkel hat ja auch früher geschlachtet mit meinem Opa. Aber real hab ich sowas nie gesehen. Außer halt bei den Videos. Was mir schon reichte.

Ich finde auch, da sollten sich andere ein beispiel dran nehmen.
 
Midoriyuki

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ich finde das auch gut. Das setzt auch immer voraus, dass der Schlachter da nicht einfach gefühlskalt durch einen Entfremdungsprozess mit den Tieren umgeht wie mit einem Sack. Wenn Zuschauer dabei sind, wird eine gewisse Hemmung eintreten bzw. der Entfremungsprozess ist u.U. nicht so heftig. Denn wenn die die Tiere vorher (absichtlich oder unabsichtlich) quälen oder etwas schief läuft, wird das ganz schnell einen medialen Rummel geben. Letztlich signalisiert man damit auch immer, dass man nichts zu verbergen hat.
Wobei genau dieser Entfremdungsprozess ja dazu beiträgt, dass viele Menschen, die in Schlachtbetrieben arbeiten überhaupt funktionieren können.
So traurig wie es ist, aber wenn ein Tier zur Sache degradiert wird fühlt man sich wesentlich weniger schlecht dabei es zu töten- Dinge kann man aber auch ruhig grob/gewaltsam behandeln.

Gerade wenn man sich die Erfahrungsberichte von Menschen durchliest, die in solchen Betrieben gearbeitet haben wird sehr schnell deutlich, dass selbst diejenigen, die vllt sehr abgebrüht sind irgendwann anfangen unnötig grob zu werden, weil sie das sonst psychisch selbst gar nicht verarbeiten könnten.

Am Fließband zu töten wird nun mal niemals ein guter, angenehmer oder für die Psyche förderlicher Job sein.


Grundsätzlich halte ich das trotz einiger Bedenken für durchaus sinnig...nur der Begriff "human" stört mich in diesem Kontext.
"Human" wäre es entweder das Tier überhaupt nicht zu töten oder es so zu töten, dass es das absolut nicht mitbekommt.
Ein Modell wäre das des gezielten Abschusses auf der Weide- da macht es dann einmal "peng" und das wars.
 
Ivy-maire1

Ivy-maire1

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Ich find es auch gut..

ob es nun PR/Marketing ist oder nicht ist doch im Grunde egal- es regt zum Nachdenken und über den Tellerrand schauen an.

Ich habe früher als beim Schlachten geholfen (Kaninchen und Hühner- gut das mit den Hühnchen kann etwas verstörend sein wenn die noch herumlaufen) und hätte auch kein Problem bei größeren Tieren wie Rindern oder schweinen. Deshalb esse ich Fleisch- einfach weil ich mich imstande dazu fühle mir mein Essen selber zu "erjagen".


Heutzutage fehlt es einfach an der Aufklärung- ich habe schon öfter Jugendliche erlebt die direkt schockiert waren dass ihr Mittagessen mal gelebt hat. Anonyme Massenware Fleisch.

So ein Schlachthof ist der richtige Weg, allerdings muss dann auch noch die Bereitschaft dazu da sein sich das anzuschauen. Ansonsten ist auch das vergebene Liebesmüh...
 
Pewee

Pewee

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Wobei genau dieser Entfremdungsprozess ja dazu beiträgt, dass viele Menschen, die in Schlachtbetrieben arbeiten überhaupt funktionieren können.
So traurig wie es ist, aber wenn ein Tier zur Sache degradiert wird fühlt man sich wesentlich weniger schlecht dabei es zu töten- Dinge kann man aber auch ruhig grob/gewaltsam behandeln.

Gerade wenn man sich die Erfahrungsberichte von Menschen durchliest, die in solchen Betrieben gearbeitet haben wird sehr schnell deutlich, dass selbst diejenigen, die vllt sehr abgebrüht sind irgendwann anfangen unnötig grob zu werden, weil sie das sonst psychisch selbst gar nicht verarbeiten könnten.
Ich muss gestehen, dass ich den genauen Vorgang in Schlachthöfen leider nicht kenne. Ich habe diesen Prozess vor ein paar Jahren in einem Seminar kennengelernt, als es um Kindersoldaten ging und wie diese überhaupt dazu gebracht werden, so zu agieren, wie sie dann irgendwann agieren (ziemlich grausam, deswegen erwähne ich das besser nicht :?). In einem Nebensatz fiel, dass Schlachter diesen Prozess ähnlich durchmachen, was zumindest den psychischen Aspekt angeht. Ich frage mich, ob bei Schlachtern dieser Vorgang irreversibel ist oder ob sie ihr Leben lang Tiere nicht mehr als fühlendes Lebewesen wahrnehmen können. Zumindest bei Kindersoldaten ist dies wohl der Fall, weswegen sie selbst nach Rettung aus dem eigenen Land nicht oder nur noch bedingt gesellschaftlich integrierbar sind. :|
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Das kommt drauf an würde ich meinen...je nachdem wie gut derjenige das Verdrängen kann. Aber es lässt sich selbst nach Austritt aus diesem Beruf nicht ungeschehen machen was man so getan hat. Rein von der psych. Verarbeitung her ist es da sicherer bei der absoluten Entfremdung zu bleiben.

Wobei das vermutlich nicht immer so ist. Gibt ja genug Leute, die in sowas gearbeitet haben und dann später Depressionen usw. usf. bekommen.
 
C

Cooperin

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Ich finde es auch gut, dass jeder sich das einmal ansieht und genau weis wie mit dem Tier, die wir essen umgangen wird.
Ich selbst bin Vegetarier und weis aber durch Filme genau, was und wie es dabei ablaufen kann.
Wenn ein Schlachthof, seine Türen öffnet ist es besser, als wenn sie es hinter verschlossenen Türen machen.
 
Morastbiene

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Gerade wenn man sich die Erfahrungsberichte von Menschen durchliest, die in solchen Betrieben gearbeitet haben wird sehr schnell deutlich, dass selbst diejenigen, die vllt sehr abgebrüht sind irgendwann anfangen unnötig grob zu werden, weil sie das sonst psychisch selbst gar nicht verarbeiten könnten.
Völlig OT und an niemanden speziell gerichtet, aber ironischerweise treten ja im Pflegebereich durch den vielen Druck manchmal ähnliche Fälle auf. :silence:
 
Calimero

Calimero

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Mich schockiert dieser letzte Satz, dass die Studentinnen die noch lebenden Schweine gar nicht mehr anschauen. Tolle Strategie, die Menschen so mit Reizen zu überfluten, dass sie das Relevante, nämlich genau diese Verbindung vom lebenden Tier zum Schnitzel gar nicht mehr wirklich wahrnehmen. Sehr schlau gelöst von diesem Schlachthof.

Ich esse kein Fleisch. Sollte ich es jemals wieder tun, würde ich eigentlich von mir selbst erwarten, mir eine Schlachtung zumindest mal in live mit anzusehen. Ich kann und will das nicht. Und ich möchte nicht aus meinem täglichen Essen, welches für mich ein Stück Lebensqualität darstellt, eine Lüge machen. Ich möchte beim Essen über jedes Thema sprechen können, ohne plötzlich ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Das gilt auch für das Schlachten und dabei hätte ich nunmal ein schlechtes Gewissen.

Die Idee mit dem gläsernen Schlachthof finde ich nicht verkehrt, nur leider hat das die Fleischlobby sehr geschickt für sich gestaltet. Es gibt für mich appetitlicheres als halbe Schweine an Haken zu sehen, aber naja, irgendwo hat es dann doch schon fast wieder etwas vom Schnitzel auf dem Teller. Wahrscheinlich könnte ich auch problemlos diesen Rundgang machen, weil das Gehirn irgendwann einfach abschaltet. Dazu kommt wohl durch eine Glaswand einen maschinisierten Betrieb zu sehen. Ja, das könnten auch Autoteile sein, erkennt man doch gar nicht so genau...
 
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chilly101

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Ich könnte mir das Schwein lebend nicht ansehen wenn ich weiß, Minuten später ...... ist es tot.
Aber ob man es jetzt sieht oder nicht, es passiert. :(
 
blackdobermann

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Habe auch mal nen Bericht gesehen von einem Bauern der Schweine züchtet. Er hält sie auch mit einem großem Auslauf und überall hat er Kameras die die Schweine und deren, tiergerechten, Haltung zeigen.
Die Kunden suchen sich ein Schwein aus und wenn es geschlachtet wird, bekommen sie das Fleisch was sie von dem bestimmten Schwein ausgesucht haben. Die Schweine haben auch ALLE Namen. Wie Babsy und so.
Und dann kommt ein Gläschen oder anderer Behälter mit dem Fleisch und dem Namen und dem Foto vom Tier drauf.

Sowas finde ich auch gut. Wenn es nur sowas gäbe, auch bei anderen Nutztieren, was denkt ihr wieviele noch Fleisch essen würden ;)
 
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Der gläserne Schlachthof

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