Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung?

Diskutiere Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; MMMM! Ich weiß nicht, ob ich im richtigen Unterforum bin oder ob das bereits zu persönlich ist. Wenn ja, bitte ich darum, das Thema...
GAZ Vodnik

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MMMM!

Ich weiß nicht, ob ich im richtigen Unterforum bin oder ob das bereits zu persönlich ist. Wenn ja, bitte ich darum, das Thema gegebenenfalls zu verschieben, bzw. zu sperren und zu löschen.

Nun, was steht an?

Ich habe (noch) keinen Hund, aber dafür bereits einen VDH-Züchter ausgewählt und einen Besichtigungstermin hinter mir gehabt. Alles hatte seine Richtigkeit und der Züchter sagte, dass er persönlich keine Bedenken hätte, mir einen Welpen zu verkaufen. Ergo erste Hürde gemeistert, fehlt "nur" noch
der Rest: Einkommen, Haus, Auto und die nötige Lektüre.

Was ich ihm aber leider verschwiegen habe, ist, dass ich sprachbehindert bin und eine autistische Störung habe. Jetzt kein "klassischer" Autismus, also wo man einen Tagesablauf hat, der immer gleich abläuft und auf kleinste Veränderungen heftig reagiert oder man sich am liebsten mit Fahrplänen beschäftigt, sondern eine leichte Form davon. Äußert sich unter anderem darin, dass ich ziemliche Probleme im zwischenmenschlichen Bereich habe und Körpersprache nur schwer deuten kann. Entsprechend unsicher ist auch mein Auftreten.
Sprachbehinderung insofern, als das ich oft stottere, manchmal kein Wort rausbekomme oder undeutlich spreche. Das versuche ich unter anderem durch teils seltsame Gesten zu kompensieren.

Jetzt ist es einem Hund natürlich egal, ob sich sein Besitzer in Gesprächen blöd anstellt oder in Selbstgesprächen vertieft ist, solange sich gut um das Tier gekümmert wird.

Deswegen meine Frage, ob die obengenannten Defizite die Qualitäten eines Hundehalters so sehr schmälern, dass man von einem Haustier absehen sollte oder ist es kein Thema, solange man versucht, es irgendwie zu therapieren (Man kann sie nicht heilen, sondern nur lernen, damit umzugehen) und ansonsten mit Liebe und konsequent erzieht?
Ich (und meine Eltern) haben leider nicht viel Ahnung von Haltung und Erziehung, deswegen möchte ich mich im Voraus informieren und so bereits Probleme beseitigen, bevor sie auftreten und das Leben des zukünftigen Hundes zur Hölle machen. Was könnten denn sonst für Schwierigkeiten auftreten?

Vielen Dank im Voraus! :)
 
20.07.2014
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
seven

seven

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Hallo GAZ Vodnik!
Zur Hundehaltung an sich kann ich Dir nicht viel sagen, da ich mich mit Hunden nur wenig auskenne.
Aber: Warum solltest Du keinen Hund halten dürfen/können? Wenn das Finanzielle und die Zeit passen, sehe ich da überhaupt kein Problem - weder im Autismus (hast Du Asperger?), noch in der Sprachbehinderung. Da gibt´s doch nichts Besseres als Tiere - denn die nehmen einen so, wie man ist, und sie lieben Dich genau so, wie Du bist. Einem Hund ist das völlig wurscht, ob Du vielleicht mal stotterst - im Gegenteil wirst Du da vielleicht sogar "lockerer", wenn Du mit ihm sprichst - einfach weil das ganz selbstverständlich ist. Weil ein Hund Dich nicht blöd anguckt oder was man sonst eben alles immer so mitbekommt - er wird Dich lieben, genau so, wie Du bist. Und das wird gut sein so!

Mit Autismus kenne ich mich nur ein kleines bisschen aus - bin Grundschullehrerin, und wir haben einige Schüler mit Asperger - die kommen soweit aber gut klar, und ich wüsste auch nicht, was gegen einen Hund spräche, da Du Dir ja selbst einen wünscht und Dich offenbar doch ziemlich gut selbst einschätzen kannst!

Mutmachende Grüße,
seven
 
Smoothie

Smoothie

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Nun ja. Also ich erlaube mir mal an sich kein Urteil ob du Hunde geeignet bist oder nicht. An sich aber kurz; Hunde lesen auch die Körpersprache vom Menschen, gleichzeitig kann auch dieser viel über die Körpersprache dem Hund vermitteln! Ich weiß nicht ob deine dann evtl. deinen Hund nicht verwirren würde oder ob sich der Hund daran gewohnt. Naja da es viele Menschen mit körperbehinderungen gibt die dem Hund auch egal sind...

Sprachdefizite können nur in sofern ein Problem werden das, wenn dir die Worte wegbleiben der Hund eben auch nicht gehorcht bzw. Zurückkommt beim Abruf. Ich mache auch viel über die Tonlage klar; ruhig und nett oder streng usw.

An an was für eine Rasse/ alter habt ihr den gedacht? Ihr habt an sich ja auch noch keine Erfahrung mit Hunden?
 
Knopfstern

Knopfstern

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Huhu :)

Schön, das du dich Informierst.
Das finde ich super.

Magst du mal sagen für was für einen Hund du dich Entschieden hast?

Und was meinst du mit "Haus, Auto"?
Ein Hund braucht kein Haus und auch kein Auto. ;)

Das Einkommen, ja man sollte schon so abgesichert sein, das man im Notfall Finanziell nicht Pleite geht und einem Hund die nätige Versorgung und artgerechte Ernährung zukommen lassen kann.

Ansonsten, Ich kann dir aus eigener Erfahrung, einer Nachbarin, sagen, das ist kein Problem.
Der Hund fragt dich nicht, warum du nicht in einem vernünftigen Satz spricht und der Hund wird dir auch nicht böse sein, wenn du mal kein Wort raus bekommst.

Ganz im gegenteil, der Hund wird mit dir zusammen Wachsen und sich mit dir eine Beziehung aufbauen.

Sehr viele Menschen mit Behinderungen haben einen Hund und kümmern sich mit 1000% um ihren Liebling.
Gerade, weil du diese Zwischen Menschlichen Probleme hast, finde ich einen Hund eigentlich gut für dich.
Da auch ein Hund hier, dir Helfen kann.

Mein eigener Hund war auch bereits in einem Alten Heim tätig und auch dort waren Menschen mit Behinderungen und diese waren einfach glüclich darüber.

Wie sieht es aus, wärst du bereit - trotz deiner Behinderung - mit dem Hund in eine Hundeschule oder zu einem Trainer zugehen?
Du kannst dir auch einen Privaten Trainer suchen und mit dem Vorweg deine Probleme besprechen.

Wie würde dein Alltag aussehen?
Deine Eltern stehen hinter dir?

Ich finde es auch gut, das du dir einen Hund von einem Züchter holst und deinen Wunsch Hund dort besuchst.
Habt ihr auch schon geschaut, ob einer dabei ist, der auch zu deinen Bedürfnissen passt? :)

Lg
 
S

Sanshu

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Um was für eine Rasse handelt sich?

Bei einem Hund ist es schon wichtig, dass er dich versteht und das der Hund dir vertraut.
Du musst dein Hund lesen können und dein Hund dich.
Man wächst rein.

Ob es bei dir/euch gut gehen würde, kann ich nicht sagen.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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An sich aber kurz; Hunde lesen auch die Körpersprache vom Menschen, gleichzeitig kann auch dieser viel über die Körpersprache dem Hund vermitteln! Ich weiß nicht ob deine dann evtl. deinen Hund nicht verwirren würde oder ob sich der Hund daran gewohnt. Naja da es viele Menschen mit körperbehinderungen gibt die dem Hund auch egal sind...

Sprachdefizite können nur in sofern ein Problem werden das, wenn dir die Worte wegbleiben der Hund eben auch nicht gehorcht bzw. Zurückkommt beim Abruf. Ich mache auch viel über die Tonlage klar; ruhig und nett oder streng usw.
Menschen machen für Hunde grundsätzlich immer ziemlichen Schwachsinn;)
Es ist ja nicht so als wäre die "normale" Körpersprache des Menschen einfach für Hunde zu lesen...die meisten Hunde haben ziemlich große Probleme mit den für Menschen natürlichsten Dingen.

Gerade ein Welpe sollte da überhaupt keine Probleme haben- auch ältere Hunde nicht zwangsläufig.
Ob da jetzt ein Mensch steht, der zwanghaft meint ständig den Kopf tätscheln zu müssen oder jmd., der vllt. zwischendurch eine "seltsame" Bewegung macht ist für den Hund egal...Letzteres wäre ihm vermutlich lieber;)

Und zum Sprachdefizit: Man MUSS seinen Hund nicht vollquatschen;)
Bisher ist mir noch kein Hund untergekommen, der nicht auch komplett ohne Hörzeichen erziehbar/lenkbar gewesen wäre was den direkten Kontakt betrifft. Und für den Abruf kann man schlicht und ergreifend Pfeifen benutzen- mal ganz abgesehen davon, dass es genug Menschen ohne Sprachdefizit gibt, die es nicht gebacken bekommen ihren Hund richtig zu rufen oder vollkommen hysterisch werden;)

Das sind also def. keine Ausschlusskriterien.

Was mir spontan noch einfällt- wenn du im Umgang mit anderen Menschen unsicher bist wäre eine Rasse, die zum schützen/wachen neigt eher ungeeignet. Je nachdem was du da schon konkret im Auge hast sollte man das durchaus bedenken.

Ansonsten gilt halt, dass du dann nicht nur die Körpersprache der Menschen mit denen du zu tun hast, sondern eben auch die des Hundes lernen musst- was dich aber nicht von anderen Hundehaltern unterscheiden würde. :mrgreen:
 
Soma

Soma

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Hallo! :angel:

Ich denke auch, dass die Körpersprache in der Erziehung ein Problem darstellen könnte, denn jede Unsicherheit, die du ausstrahlst, kann dein Hund für sich nutzen und dir auf der Nase herumtanzen. Da das aber ja (so, wie ich das jetzt herauslesen konnte) tatsächlich nur auf den Umgang mit Menschen bezogen ist würde ich dieses Problem nicht allzu hoch werten.
Auch ich bin im Umgang mit anderen Menschen häufig total unsicher, mein Hund ist trotzdem gut erzogen und wir verstehen uns prima, eben weil ich in der Erziehung deutlich bin und das ist ja das, worum es geht.
Ich würde an deiner Stelle lediglich darauf achten, dass der Hund nicht selbst zu Unsicherheiten neigt.

Ich habe übrigens gemerkt, dass ich viel selbstsicherer bin, wenn ich meine Anila dabei habe. Liegt vielleicht auch daran, dass sie ein häufiges Gesprächsthema ist und ich dann mehr durch sie mit Fremden kommunizieren kann und ich ein Thema habe, über das ich gerne rede. Das hilft mir wirklich sehr. :lol:

Die Rasse würde mich auch mal interessieren. :angel:
 
C

Cooperin

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Erst einmal ein herzliches Willkommen im Tierforum :D

Ich denke schon, das ein Hund gut für Dich geeignet ist. Dem Hund ist es völlig egal wie Du mit ihm sprichst oder was für ein Verhalten Du sonst an Dir hast, wenn Du nur gut zu ihm bist und ein Vertrauen aufbauen kannst.

Einem Hund kann man sehr gut mit Zeichensprache Kommandos geben, wenn man es ihm beibringt. Es gibt ja auch Taubstumme Menschen mit Hund oder selbst auch Hunde die Taubstumm sind, die Lernen nur über die Gestik des Menschen, wie und was sie machen sollen :D

Lass Dich beraten, welche Hunderasse für Dich in Frage kommt und dann dem nichts mehr im Wege :D
Ich wünsche Dir viel Glück und alles Gute :D
 
GAZ Vodnik

GAZ Vodnik

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Vielen Dank für die Antworten!

Puha, wo fange ich an?

Also zunächst einmal, ich habe entschieden, einen Hund für mich allein zu kaufen, weil ich einen eigenen Haushalt führen möchte. Als Einzelgänger, der keine Beziehung zu anderen Menschen eingehen kann und ebenso nicht daran interessiert ist, möchte ich einen Hund als Lebenspartner, damit ich nicht ganz so einsam bin. Klingt egoistisch, aber solange es dem Tier dann gut geht, warum nicht?
Dabei möchte ich keinen "perfekten" Hund, der zigtausende Kommandos und Tricks kann, die ich am nächsten Tag sowieso vergessen habe oder dazu noch ganz fett im Hundesport mitmischt. Er soll "einfach" sein, sprich, die grundlegenden Kommandos können und ansonsten ein echter Freund sein, mit dem man sich durch die Höhen und Tiefen des Lebens hangelt. Und keinem anderen ein Dorn im Auge sein, weil er auf fremden Grundstücken macht oder bei anderen Hundehaltern Amok läuft. :tier2:

Wir hatten bereits zwei Hunde. Der erste (ich mochte ihn nicht) von einem Auto ohne Nummernschild überfahren, als ich noch klein war und der zweite erst letztes Jahr an Nierenversagen eingegangen. Trotzdem kann man sagen, dass wir nicht viel Ahnung haben. Meine Eltern vertreten den Standpunkt, dass man einen Hund nur liebhaben muss, was bekanntlich nicht ausreicht. Nur fand bei mir erstmals ein Umdenken statt, als absehbar war, dass der letzte Hund nicht mehr lange zu leben hatte. Also wo es schon zu spät war.
Diesmal will ich alles anders und besser machen und meine Eltern fallen deshalb raus. Die sind ohnehin damit beschäftigt, wenn das Thema Hund auftaucht, mir das auszureden. :)

Die Rassenwahl fiel nach einigem hin und her auf den Wolfsspitz. Bei zu kleinen Hunden habe ich zu sehr Angst, dass denen was passieren könnte und Große sind nicht für die Wohnungshaltung geeignet. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn so ein Riese mal was kaputtmacht... "Oh mein Gott, Kampfhund!!! Sofort einschläfern, den Halter lynchen und auf die Liste aufnehmen!" :076:
Und man weiß ja nie, wo man letztlich landet.
Vorrangig waren für mich das Wesen und, so doof es sich anhört, die Optik. Wobei ich zuerst nach dem Aussehen sortiert habe und dann nach dem Charakter. Am Schluss entschied ich mich für den größten Spitz, weil sein Wesen super zu mir passt, finde ich.

In nächster Zeit wird sowieso kein Tier einziehen, da die Welpen bereits reserviert waren und ich bis zum nächsten Wurf (3 Jahre, glaube ich) warten muss. Ich habe nichtmal eine Ausbildung und sitze derzeit nur Zuhause. Erst am 13.8 beginnt eine 3-Jährige Ausbildung im BBW.
Auch von der "Ausbildungsvergütung" könnte ich mir keinen Hund leisten - 105 Rubine monatlich.

Richtig, er braucht kein Haus und kein Auto. Aber ich. ;)
Ich wohne auf dem Land und mag Großstädte überhaupt nicht. Fahrten durch Betonwüsten sind für mich der pure Horror. Das Auto der Eltern fällt fast schon regelmäßig auseinander...

Ich kann auch nicht sagen, wie mein Tagesablauf aussehen wird, wenn ich mal einen Job habe. Da spielen ja mehrere Faktoren eine Rolle, unter anderem Arbeitszeiten, ob Hunde im Büro erlaubt sind oder nicht, Therapie-Termine, etc. Nicht zu vergessen, ob ich Urlaub bekomme. Für den Welpen müsste ich ja sämtliche Urlaubstage auf einmal aufbrauchen, was aber kein Problem wäre. Ich bin Stubenhocker. :mrgreen:

Ein Trainer, bzw. Hundeschule wäre kein Thema, obwohl ich lieber persönliche Trainer bevorzuge, weil ich dazu tendiere, mich in Gruppen mit fremden Leuten zu verstecken und die Rolle des Außenseiters zu übernehmen. Menschenmengen meide ich wie die Pest.
Auch hier wieder die Frage, ob dafür noch Zeit und Geld übrigbleiben. Ein Bürohengst verdient ja auch nicht die Welt.

Kein Asperger, sondern eine Autismus-Spektrum-Störung. Es wurde anfangs auf Asperger spekuliert, weil einiges darauf hindeutete, aber letzten Endes "nur" ASS.

Wenn ich was vergessen hab, einfach anhauen. Mein Gedächtnis ist nicht grad das Beste.
 
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Smoothie

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Hmm also ganz ehrlich; informier dich noch was.

Erst mal; auch große Hunde können in Wohnungen leben. Ich habe einen 28 und einen 38kg Hund in einen Haus und das funktioniert. Im Haus sollen die Hunde eh ruhen und nicht toben. Draußen ist die Aktion.

Zweitens; Tricks und Co sind Arbeit für den Kopf und damit dein Hund nicht unterfordert wird braucht er Arbeit für den Kopf und Auslastung draußen. Du wirst also nicht drum herum kommen den Hund geistig zu fördern ansonsten zeigt dir der Hund schnell was er davon hält.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Und noch was; so schoen das auch klingt mit in friedlicher Einigkeit durchs Leben ziehen mit einen Hund an der Seite. Der hat auch noch eigene Bedürfnisse wie dein Menschen Ersatz zu sein. Das soll nicht böse klingen. Aber geistige Auslastung ist genauso wichtig wie dir körperliche Auslastung auch bei einen Spitz.
 
E

exe

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Klar, ein Hund will auch was erleben und was neues lernen, aber das tut er so oder so auf den Spaziergängen, vielen Hunden reicht es, "einfach nur Begleiter" zu sein. Und da würde ich 80% der Spitze zu zählen.

Über Beschäftigungszeugs, wie Suchspielchen, Tricksereien oder so, kann man sich immer noch informieren, wenn dem Hund tatsächlich "langweilig" ist.
 
GAZ Vodnik

GAZ Vodnik

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Richtig, deswegen frage ich hier auch nach, um bloß nix falsch zu machen. ;)

Is ja nicht so, als würde ich mir mal eben fix einen Hund ins Haus holen, dann hier aufschlagen und mit einem großen Fragezeichen übern Kopp nachfragen, was man jetzt mit ihm machen soll.
 
Smoothie

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Richtig, deswegen frage ich hier auch nach, um bloß nix falsch zu machen. ;)

Is ja nicht so, als würde ich mir mal eben fix einen Hund ins Haus holen, dann hier aufschlagen und mit einem großen Fragezeichen übern Kopp nachfragen, was man jetzt mit ihm machen soll.

Das schaffen erstaunlich viele Leute alles schon erlebt. Von Leuten die sich Hunde holen und ihre Rasse Eigenschaften völlig übersehen bzw. Verharmlosen und dann in Foren kommen und sich Tod wundern warum der Hund auffällig ist bis hin zu Leuten die in Foren ne liste liefern was ihr Hund machen und können soll aber bitte nicht mehr wie 200-300€ kosten.

@exe: besser man geht von aus das der Hund es wollen koennte wie selbstverständlich Davon ausgehen das der Hund es nie brauchen wird und dann dumm dastehen. ;-)
 
Mickey48

Mickey48

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Ich denke nicht, dass das ein Problem sein würde. Ich selbst bin ein leichter Aspie (zu "heavy" für ASS, zu "NT" für Kanner-Autismus) und ich halte einen Hund. Zwar "nur" eine mittelgroße Rasse wie einen Welsh Corgi Cardigan Rüden (32 cm hoch, 22 kg schwer), der nächste Hund wird aber wieder etwas Großes ab 40 kg aufwärts. Ich bin auch nicht so der Fan von Menschenmassen und Großstadt, suche aber meist auch keinen Kontakt zu anderen Menschen, wenn es nicht zwingend nötig ist. Wenn ich mich frei bewegen kann, sind Menschenmassen kein allzu großes Problem, weil ich dann "flüchten" kann, sprich wenn es mir an einem Platz zuviel wird, gehe ich weiter und alles ist wieder gut/bzw. entspannter. Ich gehe auch gern in Messehallen einkaufen, solange ich allein oder nur mit Hund unterwegs sein kann.
Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber in RLP könnte dein Wolfsspitz könnte unter die "20/40-Regelung" fallen (Hunde mit einem Gewicht über 20 kg oder einer Wideristhöhe von mehr als 40 cm), dann müsstest du einen Wesenstest mit ihm machen.

Dann zur Haltung vom Spitz:

Wie viel Auslauf bietest du dem Hund täglich an (aufgedröselt auf einzelne Spaziergänge) und wie viel/bzw. welche Auslastung in der Woche?
Spitze sind kleine Arbeitstiere. Das heißt gib' ihnen eine Aufgabe oder sie suchen sich selbst eine. Meist dank ihrers Ursprungs als Wachhund übermäßiges kläffen bei jedem noch so kleinen Gräusch, selbst wenn sich nebenan einer räuspert. Oder Leinenpöbelei bzw. Zerstörungswut, weil er dann den Frust an allem auslässt, was seinen Weg kreuzt, egal ob nun dein neues Sofa oder den joggenden Nachbarn. Das ist so das Worst-Case-Szenario, dass du bedenken solltest.
Deinen Posts entnehme ich, dass du nur die Haltung eines puren Gesellschaftshundes kennengelernt hast, würde ich dir eher einen reinen Gesellschaftshund, der seit jahrzehnten nur noch als Gesellschaftshund gezüchtet wird, anstatt eines Arbeitshundes anbieten. Schau' dir hierzu mal die FCI-Gruppe 9 an. Jeder Hund braucht Auslastung, das ist klar aber ein Gesellschaftshund fordert sie nicht so stark ein wie ein Arbeitshund. Mach' dir wegen der "Fragilität" mal keine Sorgen. Die wenigsten Kleinhundehalter packen ihre Hunde mit Samthandschuhen an, sprich solange du dich nicht draufsetzt bist du auf der sicheren Seite.
 
E

exe

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Ein Spitz ist doch kein Arbeitshund! Himmel, das sind mit die ruhigsten Hündchen, die ich kennenlernen durfte. Sicher, ehemalige Wachhunde, aber keine "Arbeitshunde", die ständig Beschäftigung fordern würden. Die unterscheiden sich in dem Punkt sicher nicht von den typischen Gesellschaftshündchen.

Davon ab, greift die 20/40-Regelung in NRW. Dann muss man einen kleinen Sachkundenachweis machen, keinen Wesenstest.
 
Mickey48

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Ach ja, noch etwas:
Wenn du eine Hundeschule nimmst, nimm' Gruppenstunden, damit der Hund Rassen und Mischungen in allen Farben und Formen kennenlernt. Durch das Spiel lernt er Sozialverhalten mit anderen Hunden. Ein sozialverträglicher Hund ist das A und O, vor allem bei "größeren" Hunderassen, die du nicht mal eben so auf dem Arm von dem Objekt seiner "Suizidgefährdung" (überspitzt ausgedrückt) entfernen kannst.
Du musst mit den anderen Kursteilnehmern nichts zu tun haben, wenn du nicht willst, aber dem Trainer solltest du unter vier Augen sagen, was Sache ist, damit er sich trainingstechnisch darauf einstellen kann.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ein Spitz ist doch kein Arbeitshund! Himmel, das sind mit die ruhigsten Hündchen, die ich kennenlernen durfte. Sicher, ehemalige Wachhunde, aber keine "Arbeitshunde", die ständig Beschäftigung fordern würden. Die unterscheiden sich in dem Punkt sicher nicht von den typischen Gesellschaftshündchen.

Davon ab, greift die 20/40-Regelung in NRW. Dann muss man einen kleinen Sachkundenachweis machen, keinen Wesenstest.
Klar sind sie nicht so extrem wie Malinois oder Border Collie, aber es sind dennoch Arbeitshunde und sie fordern ihre Auslastung ein. Mein Corgi ist auch ein Arbeitshund und trotzdem dreht er nicht gleich komplett am Rad. ;)
RLP und NRW verwchsel' ich immer, weil ich mit den beiden Ländern eigentlich nichts zu tun habe. Die meisten Autisten brauchen allerdings eine gewisse Vorbereitung auf Prüfungssituationen, sprich ich wollte die Regelung erwähnt wissen, damit er sich nicht vor den Kopf gestoßen fühlt.
 
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Nein. Es sind keine Arbeitshunde. Es sind Hunde, die mal auf Höfe aufgepasst haben. Mehr nicht. Einen Berner Sennenhund oder einen Pudel bezeichne ich doch auch nicht als Arbeitshund.
 
GAZ Vodnik

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Also ich lese auch auf mehreren Seiten, dass Spitze eher ruhige Hunde sind, die nicht viel Auslastung brauchen. Und kläffen würden sie gar nicht.
Was stimmt denn nun?

Ja, ich wohne in NRW. Für Hunde dieser Größe braucht man einen Sachkundeausweis?
 
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Ja, braucht man. Aber nur einen "kleinen". Das heißt, du musst ein Zettelchen mit 30 Fragen (multiple choice) ausfüllen. Dann hast du ihn. ;)
 
GAZ Vodnik

GAZ Vodnik

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Was man nicht alles lernen muss... mal einlesen.

Aber gut, was tut man denn nicht alles für die Kleinen. :)
 
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Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung?

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