Darf der Vermieter Frettchen verbieten?

Diskutiere Darf der Vermieter Frettchen verbieten? im Muckerstübchen Forum im Bereich Frettchen Forum; Hallo, ich schreibe im Namen einer Bekannten: Sie hält 4 Frettchen und möchte nun umziehen. Allerdings bekam sie wegen den Frettchen firstbereits...
Smykke

Smykke

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Hallo,

ich schreibe im Namen einer Bekannten:
Sie hält 4 Frettchen und möchte nun umziehen. Allerdings bekam sie wegen den Frettchen
bereits mehrere Absagen. Mit den -meines Erachtens- fadenscheinigen Worten, dass Frettchen nachts laut seien und stinken würden. Meine Bekannte versuchte aufzuklären, dass dem nicht so sei. Doch es führt kein Weg in eine neue Wohnung.

Darf der Vermieter Frettchen überhaupt verbieten? Muss es eine Klausel im Mietvertrag bzgl. Kleintierhaltung geben?

Für Antworten wäre ich euch sehr dankbar! ;)
 
06.08.2014
#1
A

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Guest

Schau mal hier: Darf der Vermieter Frettchen verbieten? . Dort wird jeder fündig!
Knopfstern

Knopfstern

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Huhu.
Bin leider nur über das handy online guck mal hier http://www.frettcheninfos.de/Home/DE/index-02b8(Frame gesetze).htm

Zum geruch...frettchen können durchaus sehr übel riechen. Besonders für leute die eine empfindliche nase haben kann das sehr unangenehm werden.
Und laut...auch hier lässt sich streiten.
Unsere haben damals auch nachts gut randaliert weil sie die Wohnung für sich hatten. ;)

Eines der Fretts hatte auch nen sehr strengen eigengeruch.
 
F

Fiesta1

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Nein, darf er nicht mehr, also im Mietvertrag pauschale Formulierungen dazu sind rechtsunwirksam, allerdings bei Anmietung einer neuen Wohnung kann der Vermieter immer einen anderen bevorzugen, das ist seine Freiheit. Warum will sie den umziehen ? Sie könnte ja in der alten Wohnung bleiben, da es kein Verbot mehr gibt.
 
Calimero

Calimero

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Ich denke, sie wird schon ihre Gründe haben, umziehen zu wollen ;)

Knopfsterns Link sagt ja eigentlich alles dazu, rein theoretisch dürfte sie also wohl einziehen und die Frettchen verschweigen, aber dieses Thema kam hier ja schon mit allerlei Tierarten auf und wohl fühlt sich dabei wohl keiner. Aber wie Fiesta sagte, darf der Vermieter ja ganz unabhängig davon ob Frettchen mit einziehen sollen, entscheiden wem er seine Wohnung vermietet. Da kann man wohl nur auf einen einsichtigen Vermieter hoffen (evtl auch in aller Ruhe die Rechtslage besprechen bzgl Geruchsbeschwerden etc.) oder es eben auf die harte Tour machen und von den Frettchen nichts erzählen. Kann aber natürlich auch unangenehm werden, ein gutes Verhältnis zum Vermieter hat noch keinem geschadet...
 
R

Retic

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Alles eher zweifelhaft. Unter die gängige Definition von "Kleintieren" fallen Frettchen gerade nicht, da es keine Käfigtiere sind.

Leute, labert doch nicht einfach immer irgendwas. Für Frettchen sieht es momentan eher schlecht aus, wenn der Vermieter es verbietet. Es sind keine Kleintiere und im Gegensatz zu beispielsweise Katze, kann der Vermieter häufig eine Beeinträchtigung der Mietsache glaubhaft machen und bekommt Recht.
 
zitroneneistee

zitroneneistee

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Frettchen sind kleiner/leichter als die meisten Kaninchen. Auch Kaninchen sind keine "Käfigtiere" ebensowenig wie Meerschweinchen. :eusa_think: Warum sollten sie nicht unter Kleintiere laufen?

Katzen sind ne Grauzone und selbst kleine Hunde können nicht pauschal verboten werden.
Wie kommst du darauf, dass es bei Frettchen so schlecht stehen muss Retic?
 
Lydina

Lydina

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Hey,

ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn ein Vermieter keine Frettchen im Haus haben will. Ich denke viele setzen dieser Tiere gleich mit Katzen, nur dass Frettchen eben noch dazu sehr ungangenehm riechen können und durchaus die Wohnung zerlegen können, was man bei Katzen jetzt nicht unbedingt immer sofort denkt oder erwartet.
Oder sie setzen sie gleich mit Mardern, die das Auto zerstören und dann denkt sich der Vermieter halt, was wenn die seine Wohnung zerstören? :eusa_think:

Damit meine ich nicht, wie die Realität jetzt wirklich aussieht, sondern eben genau das, was Leute denken.
Und für die meisten Leute leben Kaninchen nach deren Ansichten eben einzeln in 100x50cm großen Käfigen und bleiben da ihr Leben lang.

Zudem wissen viele auch nicht, dass Frettchen durchaus an eine Toilette gewöhnt werden können. Da fragen sich viele: Was wenn das Tier auf den Teppichboden macht, das Laminat zerstört etc.?

Zudem sind es auch 4 Frettchen. Wenn Vermieter diese Tiere mit Mardern/Katzen gleichsetzt, dann würden das eben 4 Marder oder Katzen bedeuten. Da überlegt man sich eben auch, ob man da nicht jemanden vorzieht, der nur mit einer Katze einziehen will, etc.

Vermieter sind da eben übervorsichtig, bevor sie sich wen ins Haus holen, was durchaus verständlich ist.
Da bleibt entweder nur die Möglichkeit, es zu verheimlichen und mit eventuellen Konsequenzen zu rechnen, oder man ist ehrlich und sucht eben so lange, bis man wen gefunden hat, der damit einverstanden ist.

Ich denke, man muss sich auch fragen, ob man in einer Wohnung leben will, in der die Nachbarn und der Vermieter einen "hassen", weil man solche Tiere hält, nur weil es eben nicht verboten werden kann, oder ob man sich doch eher eine Wohnung sucht, wo zumindest der Vermieter nichts dagegen hat und man somit ein ruhiges Leben in der Wohnung hat.

Eventuell sagt man auch einfach, dass die Frettchen in einem Vollmetallkäfig wohnen, und nicht frei in der Wohnung umher rennen und mindestens zwei mal die Woche gebadet werden, weil man den Gestank ja selbst nicht riechen will. Weiß ja niemand, dass die Realität anders aussieht. Aber wenns auffliegt, könnte es eventuell kritisch werden.

Liebe Grüße.
 
Kasary

Kasary

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Das Problem ist wohl, dass hier noch immer viele Ammenmärchen und Schauergeschichten kursieren. Frettchen stinken, Frettchen fressen alles an, Frettchen pieseln überall hin... und die familiäre Nähe zum autoschrottenden Marder macht sie sicherlich auch oft unbeliebt. Ich könnte das als langjährige Frettchenhalter jetzt alles wiederlegen, aber mal ehrlich, wenn der Vermieter keine Tiere im Haus will, dann sitzt er am längeren Hebel. Ob es jetzt rechtliche Grauzone ist oder nicht.

Natürlich kann man Frettchen verheimlichen, aber was, wenn es doch mal jemand mitbekommt. ("riechen" wird sie bei anständiger Hygiene und gesunden Tieren niemand, aber man kauft ja auchmal Tierzubehör oder muss mit dem Kennel durch den Flur). Und spätestens dann wirds u.U schwierig. Und weder die Tiere, noch man selbst hat etwas davon, wenn man dann aus der Wohnung fliegt oder ein neues Zuhause suchen muss. Ausserdem bin ich der Überzeugung, rechtliche Lage hin oder her, wenn der Vermieter jemanden aus der Wohnung haben will, weil ihm die Frettchenhaltung widerstrebt, dann wird er einen Weg finden. Er muss das Kind ja nicht offiziell so taufen, aber als Wohnungseigentümer sitzt er immer am längeren Hebel!

Ich wäre da zugegeben sehr vorsichtig...Gilt allerdings für alle Tiere. Von der Maus bis zum Hund...
 
zitroneneistee

zitroneneistee

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ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn ein Vermieter keine Frettchen im Haus haben will. Ich denke viele setzen dieser Tiere gleich mit Katzen, nur dass Frettchen eben noch dazu sehr ungangenehm riechen können und durchaus die Wohnung zerlegen können, was man bei Katzen jetzt nicht unbedingt immer sofort denkt oder erwartet.
Dafür kann man Frettchen in eine Voliere einsperren und nur unter Aufsicht laufen lassen :eusa_think: Daher auch eher "Kleintiere" als Katzen.
Oder sie setzen sie gleich mit Mardern, die das Auto zerstören und dann denkt sich der Vermieter halt, was wenn die seine Wohnung zerstören? :eusa_think:
ganz einfachre Regelung wie sonst auch: wenn etwas durch nicht normale Abnutzung beschädigt wird, hat der Mieter die Kosten zu tragen. Egal ob das durch eine Waschmaschine, Katzen, Kinder oder durch Schlafwandeln passiert ;)

Und für die meisten Leute leben Kaninchen nach deren Ansichten eben einzeln in 100x50cm großen Käfigen und bleiben da ihr Leben lang.
Wenn ich mir so ansehe was die Zooländen (und viele Privatpersonen oder auch gar Züchter) "empfehlen" gilt das traurigerweise ebenso für Frettchen :eusa_think:

Zudem wissen viele auch nicht, dass Frettchen durchaus an eine Toilette gewöhnt werden können. Da fragen sich viele: Was wenn das Tier auf den Teppichboden macht, das Laminat zerstört etc.?
Gleiches gilt für Kaninchen oder Katzen
Die Kosten sind vom Mieter zu zahlen - siehe oben

Zudem sind es auch 4 Frettchen. Wenn Vermieter diese Tiere mit Mardern/Katzen gleichsetzt, dann würden das eben 4 Marder oder Katzen bedeuten. Da überlegt man sich eben auch, ob man da nicht jemanden vorzieht, der nur mit einer Katze einziehen will, etc.
Frettchen SIND Marder ;)
vor einer Einzelkatze würde ich, wenn ich Vermieter wäre, stark zurückschrecken zwecks Protestpinkeln weil kein Artgenosse vorhanden. Lieber nehme ich einen Mieter mit einem harmonischen 6er Rudel ;)
Aber sowohl die eine als auch die andere Ansicht ist rein subjektiv und hat wenig mit den gesetzlichen Regelungen zu tun...


Einen Vermieter zu finden der mit den Tieren einverstanden ist, ist natürlich immer die beste Wahl :D
aber so einer will eben auch gefunden werden...


Was ich im Internet gefunden habe zum Thema Kleintiere und deren Def.:
Wenn die Tiere überwiegend bzw. ausschließlich in einem geschlossenen Behältnis (Käfig, Voliere, Aquarium, Terrarium etc.) gehalten werden gelten sie als Kleintiere. Bei Katzen und Hunden ist dies nicht üblich, daher gelten für sie andere Regelungen.
Daher ist es wohl ein erheblicher Unterschied ob Frettchen in freier Wohnungshaltung leben oder in einer Voliere. :eusa_think:
 
R

Retic

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Frettchen sind kleiner/leichter als die meisten Kaninchen. Auch Kaninchen sind keine "Käfigtiere" ebensowenig wie Meerschweinchen. :eusa_think: Warum sollten sie nicht unter Kleintiere laufen?

Katzen sind ne Grauzone und selbst kleine Hunde können nicht pauschal verboten werden.
Wie kommst du darauf, dass es bei Frettchen so schlecht stehen muss Retic?
Kaninchen gelten aber im Mietrecht als Kleintiere, weil sie typischerweise eben in Käfigen gehalten werden (auch wenn das nicht "richtig" ist"). Und ich würde keineswegs davon ausgehen, dass man bei in der Wohnung freilaufenden Kaninchen sich noch auf Kleintierhaltung berufen kann, wenn der Vermieter die Haltung untersagt.

Bei Frettchen wird im Gegensatz zu Kaninchen davon ausgegangen, dass sie sich eben nicht nur in Käfigen aufhalten und deshalb keine Kleintiere sind.

So sieht mein Kenntnisstand aus, was die Rechtsprechung angeht. Ich glaube, es gibt bei der Definition auch den Zusatz "Tiere, von denen keine Störungen ausgehen" oder so etwas in der Art. Das ist der Grund, weshalb auch Katzen und Hunde teilweise dazu gezählt wurden.

Und Katzen sind eigentlich keine Grauzone, Kleintiere sind es nach höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht. Allerdings kann ein Vermieter bei 2, 3 Wohnungskatzen nur schwer eine Beeinträchtigung der Mietsache begründen, sodass man mit Katzen unter normalen Umständen keine Probleme hat. Bei Frettchen ist das anders, wie unsauber sie sind und wie sie stinken - ich hab kein Plan. Allerdings haben sie was das angeht einen schlechten Ruf, weshalb es für Vermieter einfacher ist, eine Beeinträchtigungen geltend zu machen.

Ich hab hier übrigens auch schon öfter gelesen, wie Frettchen die ganze Wohnung verscheißen, also das scheint alles nicht von ungefähr zu kommen. Das gleiche gilt für Kaninchen. Die Halter sagen, es seien ja Kleintiere wenn es ums Mietrecht geht. Gehts um artgerechte Haltung, dann ist die Empörung aber groß, wenn man sie hält, wie es im Mietrecht für Kleintiere vorgesehen ist. Also ich würde da nicht so laut schreien. Das kann schnell gehen, dann sind Kaninchen nämlich gestrichen.
 
Kasary

Kasary

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Zitroneneistee:
Sicherlich sehen wir als "Tierfreunde" viele Punkte (z.B ob Kaninchen in Käfige gehören oder nicht) anders und ziehen daher vergleiche. Aber rechtlich hinkt sowas. Ich bin in diesem Bereich ehrlich gesagt nicht sehr fit, da zum Glück noch nie "fremdmieten" mussten, aber siehe meinen letzten Beitrag: ich glaube es ist recht sinnfrei, mit einem Vermieter über die Kategorisierung von "Kleintieren" zu diskutieren. Wenn ein Vermieter keine Frettchen (oder wegen mir auch Tiere allgemein) in seiner Wohnung möchte, dann wird man ihn auch mit sachlich korrekten Argumenten nicht umstimmen. Und ich finde es heikel, jemanden solange zu bequatschen, bis er zustimmt. Da reicht am Ende u.U eine klitzekleine Kleinigkeit und schon sitzt man wieder auf der Straße oder hat ein richtiges Problem.

Frettchen sind nunmal Exoten und die wenigsten Menschen kennen sich damit aus. Das allein reicht, um sich ein ziemlich eingebranntes Bild darüber zu machen. Und ich denke kaum, dass es einen Unterschied gibt, wenn die Tiere in der Voliere gehalten werden oder nciht. Zumal sich mir die Frage stellt: Gesetzt den Fall der Vermieter deiner Bekannten liese sich auf die Volierennummer ein, will deine Bekannte den Tieren dann den Freilauf verwähren? Also für MICH wäre das in diesem Fall ein absoluter Grund GEGEN diese Wohnung.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Und weder die Tiere, noch man selbst hat etwas davon, wenn man dann aus der Wohnung fliegt oder ein neues Zuhause suchen muss.
Aber WENN Frettchen unter die Kleintierregel fallen, genau wie Kaninchen, Meerschweinchen etc.., dann ist ihre Haltung doch ohne Zustimmung erlaubt und der Vermieter kann einen dafür genau so wenig rauswerfen, wie wenn man plötzlich ein Kind bekommt, oder das Rauchen anfängt oder anfängt Flöte zu spielen, oder sonst irgend etwas macht, dass im Rahmen der normalen Nutzung einer Wohnung erlaubt ist.

WENN Frettchen unter die Kleintiere fallen würde ich sie wohl erstmal beim Vermieter verschweigen, bei dem vielerorts so problematischen Wohnungsmarkt würde ich auf keinen Fall irgend ein Detail von mir preisgeben welches dem Gegenüber vielleicht nicht gefällt obwohl ich nicht dazu verpflichtet bin.
Ich meine, Ehrlichkeit in allen Ehren, aber ich erzähle ja z.B. bei einem Bewerbungsgespräch auch nicht, dass ich oft erkältet bin oder sowas ;)

Er muss das Kind ja nicht offiziell so taufen, aber als Wohnungseigentümer sitzt er immer am längeren Hebel!
Jemanden aus einer Wohnung klagen, der einen unbefristeten Mietvertrag hat ist ziemlich schwer, selbst wenn der Mieter sich unrechtlich verhält und z.B. überhaupt keine Miete mehr zahlt kann es Jahre dauern bis das Gericht die Zwangsräumung erlaubt.
Bei rechtmäßig gehaltenen Frettchen und pünktlichen Mietzahlungen dürfte es wohl so ziemlich unmöglich werden für den Vermieter jemanden aus der Wohnung zu bekommen ;)


Ich würde also einfach klären, ob Frettchen zu den Kleintieren gehören und ihre Haltung zum "Bestimmungegemäßen gebrauch einer Mietwohnung" gehört und wenn ja würde ich bei der zukünftigen Wohnungssuche die Tiere einfach nicht mehr erwähnen, weil ich dazu dann auch nicht verpflichtet bin ;)
 
Lydina

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Hey,

eine Idee wäre es vielleicht noch, den Mieter/Makler zu sich nach Hause einzuladen. Dann kann er sich direkt ein Bild machen ob es stinkt, ob alles kaputt ist oder ob sonst was vorhanden ist, was ihn stört.

Ich finde auch, je offener und selbstbewusster man mit dem Thema umgeht, desto weniger Probleme hat man.
Man darf aber nicht aggresiv/genervt/eingeschüchtert wirken. Und wenn man seine Tiere ordentlich und sauber zuhause hält, sollte man auch kein Problem damit haben, wenn der Mieter/Makler sich das anschaut.

Eventuell direkt selbst einen Makler suchen, der einem eine Wohnung sucht und den zum Erstgespräch nach Hause einladen. Vermieter vertrauen Maklern meist mehr als dem 0815-Mensch der da einfach so antanzt, und viele lassen ihre Wohnungen ja auch nur noch über Makler vermieten. Dann kann man sich ja auch direkt einen suchen und hat den Stress nicht.

Als wir hier eingezogen sind, haben wir auch gefragt, ob Tiere erlaubt seien, da wurde uns auch direkt gesagt "vom Vertrag her nicht, aber hier wohnen mindestens 2 Katzen und 2 Hunde im Haus, die Vorbesitzerin dieser Wohnung hatte auch 3 Katzen". Also solche Vermieter gibt es auch. Manchmal muss man eben ein bisschen suchen bis man den passenden findet.
 
Casimir

Casimir

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Huhu!

WENN Frettchen unter die Kleintiere fallen würde ich sie wohl erstmal beim Vermieter verschweigen, bei dem vielerorts so problematischen Wohnungsmarkt würde ich auf keinen Fall irgend ein Detail von mir preisgeben welches dem Gegenüber vielleicht nicht gefällt obwohl ich nicht dazu verpflichtet bin.
Ich meine, Ehrlichkeit in allen Ehren, aber ich erzähle ja z.B. bei einem Bewerbungsgespräch auch nicht, dass ich oft erkältet bin oder sowas ;)


Jemanden aus einer Wohnung klagen, der einen unbefristeten Mietvertrag hat ist ziemlich schwer, selbst wenn der Mieter sich unrechtlich verhält und z.B. überhaupt keine Miete mehr zahlt kann es Jahre dauern bis das Gericht die Zwangsräumung erlaubt.
Bei rechtmäßig gehaltenen Frettchen und pünktlichen Mietzahlungen dürfte es wohl so ziemlich unmöglich werden für den Vermieter jemanden aus der Wohnung zu bekommen ;)


Ich würde also einfach klären, ob Frettchen zu den Kleintieren gehören und ihre Haltung zum "Bestimmungegemäßen gebrauch einer Mietwohnung" gehört und wenn ja würde ich bei der zukünftigen Wohnungssuche die Tiere einfach nicht mehr erwähnen, weil ich dazu dann auch nicht verpflichtet bin ;)

Vielleicht kann er einem rechtlich nichts, aber es gibt zigtausend andere Möglichkeiten, einen Mieter aus der Wohnung zu ekeln und auf diesen Terror hätt ich echt keinen Bock.
Verschweigen halte ich auch für den falschen Weg. Die meisten Vermieter kommen vielleicht nicht mehr in die Wohnung- aber was, wenn doch? Als Vermieter würde ich auch Ehrlichkeit voraussetzen und wenn ein Mieter mich von vornherein belügt, würd ich auch zusehen, dass der wieder fliegt, egal wie.

Zur allergrößten Not würde ich mich wohl an einen Makler wenden, dort mit offenen Karten spielen und schauen, dass der mir ne geeignete Wohnung findet.
 
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Kiwi

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Das ist eine Sache, in der es mehr oder weniger ein rechtliches Schlupfloch gibt.
Wenn man dem Vermieter die Haustiere verschweigt und nichts im Mietvertrag steht, kann man nach neuem Mietrecht eh erstmal Haustiere anschaffen. Dann ist da nichts vorgegeben und im Grunde hat man Narrenfreiheit.
Steht im Vertrag, dass Haustiere verboten sind, gilt das Selbe, denn so eine Klausel ist grundsätzlich ungültig, dann ist auch nichts vorgegeben. Im Vertrag müssten also schon ausdrücklich Frettchen verboten werden. Dass da ein Vermieter drauf kommt, ist unwahrscheinlich. Sollten also nicht wirklich akute Beschwerden wie Gestank oder Lärm auftauchen (und nur dann), könnte der Vermieter rechtlich nicht wirklich viel erwirken.

Aber wie Casimir schon schrieb, es gibt genug Möglichkeiten, einem das Leben schwer zu machen .. Aber ich weiß wie schwer und nervenaufreibend die Wohnungssuche ist und es gibt die Chance, dass es eben nicht raus kommt ...
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Als Vermieter würde ich auch Ehrlichkeit voraussetzen und wenn ein Mieter mich von vornherein belügt, würd ich auch zusehen, dass der wieder fliegt, egal wie.
Ich sehe das nicht als Lüge, wenn ich etwas nicht angebe, was ich nicht angeben muss ;)
Für mich ist es das gleiche, wie wenn ich meinem neuen Arbeitgeber nichts von meinem gefährlichen Hobby erzähle, oder davon dass ich vielleicht in zwei Jahren plane ein Kind zu bekommen. Genau diese Angaben würden nämlich auch dort meine Chancen schmälern und wenn ich den Job will dann sage ich sowas natürlich erst gar nicht.

Ich bin die Letzte die nicht grundsätzlich für Ehrlichkeit ist, aber aus meiner Sicht hat man bei solchen Sachen von seiner Ehrlichkeit eben einfach nur Nachteile.

Damit es "Terror" gibt muss der Vermieter die Sache zudem 1.bemerken, 2. sich daran stören und 3. ein recht aggressiver Zeitgenosse sein, der auch vor Gesetzesbruch nicht zurückschreckt (denn natürlich darf er seine Mieter nicht terrorisieren oder rausekeln, zumal wenn diese nichts unrechtes tun) und 4. ständig vor Ort sein (eine größere Wohnungsgesellschaft oder jemand der seine Wohnungen durch einen Makler vermieten lässt wird auch kaum vor Ort sein um einen zu terrorisieren).

Am Ende hängt das Ganze vielleicht auch ein wenig vom eigenen Gefühl ab und davon wie das Gespräch mit dem Vermieter oder dem Makler so allgemein abläuft. Mir wäre es aber wichtiger, das ich eine schöne Wohnung bekomme, als das der Vermieter mich als ehrliche Person wahrnimmt (und dann doch (womöglich genau deswegen) ablehnt),

Im Zweifelsfall würde ich in den Mieterschutzbund eintreten, falls der Vermieter dann anfängt einen zu terrorisieren ist man damit auf der sicheren Seite. Ich habe zumindest nur gute Erfahrungen damit gemacht, die kümmern sich um alles und die Vermieter haben da auch eher Respekt ;)

es gibt genug Möglichkeiten, einem das Leben schwer zu machen
Vielleicht fehlt mir hier einfach die Kreativität, aber was soll der Vermieter denn schon machen? Mit einem Zweitschlüssel heimlich in die Wohnung kommen wenn man nicht da ist? Den Fahrstuhl abschalten? Das kaputte Fenster nicht austauschen? Unsachgemäße Rechnungen schicken?
Das sind alles Dinge gegen die man sich sehr gut und stressfrei mit dem Mieterschutz wehren kann.
Falls der Vermieter einen persönlich bedroht kann man auch zur Polizei gehen (aber mal ehrlich, es sind ja auch nicht alle Menschen schlecht und selbst wenn Vermieter natürlich auf ihren Vorteil bedacht sind und deswegen vielleicht jemanden anderen vorziehen wenn sie von einem Haufen Kleintiere erfahren, heißt dass ja noch lange nicht, dass sie auch gemeingefährlich sind ;)).
 
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Kiwi

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Wir sind übrigens grade auf Wohnungssuche und haben nur einen Hund *pfeif*
Aber Achtung! Auf Facebook sind schnell verräterische Bilder zu finden, also gut aufpassen, was öffentlich zu sehen ist ;)
 
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Fiesta1

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Alles eher zweifelhaft. Unter die gängige Definition von "Kleintieren" fallen Frettchen gerade nicht, da es keine Käfigtiere sind.

Leute, labert doch nicht einfach immer irgendwas. Für Frettchen sieht es momentan eher schlecht aus, wenn der Vermieter es verbietet. Es sind keine Kleintiere und im Gegensatz zu beispielsweise Katze, kann der Vermieter häufig eine Beeinträchtigung der Mietsache glaubhaft machen und bekommt Recht.
Sie labern nicht, sie diskutieren/unterhalten sich und was Deine: "sind keine Kleintiere" angeht, hier Wikipedia. 1. Satz:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kleintier

...und wie war das gleich nochmal mit dem "labern irgendwas" ?
 
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Retic

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Äh ne, sie labern. Und zwar meiner Meinung nach großen Kuhmist, der noch dazu führt, dass jemand nach dem Motto "rechtlich kann man mir ja nix" in eine Wohnung zieht, um dann sein blaues Wunder zu erleben. Denn so unproblematischsind Frettchen dann leider doch nicht im Mietrecht.

Und lal, Wikipedia, größter Dreck. Die Artikel sind so schlecht, dass du sie offensichtlich selbst nicht mal gelesen hast. Sonst hättest du nämlich gesehen, dass im ersten Satz "Kleintiere" gerade nicht im mietrechtlichen Sinne gemeint sind.
 
Audrey

Audrey

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Ich kenn mich mit Frettchenhaltung einfach nicht aus - aber bei Knopfsterns Link mußte ich dann doch schmunzeln (sorry Knopfstern!) - aber das Amtsgericht Augsburg, anno 1995? Vergiss es, das wird jeder Richter (und auch Anwalt) nur müde belächeln...

Ich hab grad mal oberflächlich recherchiert, ich tendiere auch zur rechtlichen Grauzone, hier z.B. wurde gegenteilig entschieden (auch wenn leider nicht dabei steht welches Gericht das entschieden hat, wer mehr Zeit hat kann gern weiterforsten ;)) http://www.n-tv.de/ratgeber/Frettchen-sind-keine-Kleintiere-article6982796.html
 
Thema:

Darf der Vermieter Frettchen verbieten?