Probleme nach Zooladenkauf

Diskutiere Probleme nach Zooladenkauf im Degu Verhalten Forum im Bereich Degu Forum; Wir haben für unsere beiden Kinder im Zoohandel je zwei männliche Degus gekauft. Einer der Degus bekam nach wenigen Wochen einen Anfall, der nach...
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Moana

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Wir haben für unsere beiden Kinder im Zoohandel je zwei männliche Degus gekauft. Einer der Degus bekam nach wenigen Wochen einen Anfall, der nach Ersticken aussah. Der Degu richtete sich auf und flog kreuz und quer durch den Käfig. Es war grausam dies mit ansehen zu müssen. Bis ich beim Tierarzt sein konnte, war er bereits tot. Der Arzt vermutete, dass es sich um Innzuchttiere handeln könnte und das Tier vermutlich genetisch nicht in Ordnung war. Wir kauften ein weiteres männliches Tier dazu.
Dieses bekam schon bald Babys. Die Geschlechterunterscheidung scheint also auch für Fachleute nicht leicht zu sein. Es war extrem schwierig die Jungtiere zu vermitteln.
Behalten war unmöglich, weil die Käfige im Kinderzimmer standen und die Degus beim Trinken
aus der Nippelflasche und beim Nagen, auch Nachts recht viel Krach machten. Vom Geruch (wir haben die Bretter natur belassen, weil wir bei einer Lackierung fürchteten dass sie gesundheitsschädlich sein könnte) und vom Dreck der durch die Gitterstäbe der Voliere fliegt, mal ganz zu schweigen.
Bitte nicht falsch verstehen: Wir lieben unsere Degus sehr, aber wenn immer behauptet wird, die Haltung von Degus sei unproblematisch, kann ich dem nicht zustimmen. Wer sich einen Degu anschaffen möchte, sollte bessere Informationen erhalten, damit der Halter im Nachhinein nicht enttäuscht oder überfordert ist. Es ist nicht empfehlenswert, einen Degukäfig im Schlafraum zu halten und wer abends ungestört Fernsehen möchte, sollte den Käfig auch nicht im Wohnzimmer stehen haben.

Nochmal zum Gesundheitszustand und der Lebenserwartung: Unser zweites männliches Pärchen fing (mit der Geschlechtsreife) an, sich zu rivalisieren und sich gegenseitig Verletzungen zuzufügen. Wir mussten sie trennen. Sie leben seither in Einzelhaltung, obwohl uns das im Herzen weh tut. Aber eine Vergesellschaftung mit einem Neuzugang kann auch nicht garantiert werden. Nun stehen zwei große Volieren im Kinderzimmer. Sowohl Platzbedarf, als auch Kosten, sind nicht zu unterschätzen. Alle Männchen waren aus dem gleichen Wurf und haben schon jung angefangen sich die Haare von den Pfoten zu nagen. Einer der Degus hat ein Problem mit dem Ohr. Das Gewebe stirbt ab, so dass er nur noch zwei Drittel des Ohres hat. Der Tierarzt konnte uns weder in bezug auf die kahlen Pfoten, noch mit dem Ohr weiterhelfen. Er vermutet ebenfalls genetische Ursachen. Laut ihm, gibt es über Degus zu wenig tiermedizinische Erkenntnisse. Das wäre für mich noch ein Grund, Degus nicht als Haustiere weiter zu empfehlen - so niedlich sie auch sind und so sehr ich sie auch liebe. Es ist eine wahre Herausforderung ihnen ein Leben möglich zu machen, welches sie verdienen! Sie haben sich nicht ausgesucht in Käfighaltung zu leben. Es ist unsere Verantwortung ihnen ein schönes Leben zu bieten. Deshalb sollten die Beiträge über Deguhaltung ehrlich sein und mögliche Interessenten gut darüber aufklären, welches Tier sie sich mit einem Degu ins Haus holen und wie hoch die Kosten werden können.
Unser Weibchen wurde nicht älter als 4 Jahre. Die Männchen sind mittlerweile ca. 6,5 Jahre alt.
 
01.09.2014
#1
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Guest

Alexandra (Tierärztin) hat einen Ratgeber über Degus geschrieben. Sie erklärt in diesem Ratgeber, was die aufgeweckten Hörnchen brauchen, um sich als Heimtiere wohl zu fühlen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
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Moana

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wir haben uns so gut als möglich informiert, bevor wir unsere Degus kauften. In der Zoohandlung unserer Wahl, waren sie -wenn auch in geschlechtergemischten Gruppen - in einem kleinen Deguparadies untergebracht und zu dem Zeitpunkt auch noch nicht geschlechtsreif. Die Angestellten konnten lediglich die Geschlechter nicht unterscheiden, weshalb sie uns ein Weibchen als Männchen verkauften. Als wir unsere Degu-Babys weitervermitteln mussten, waren die Zoohandlungen unsere erste Anlaufstelle und da wurden uns auch welche abgenommen. Aber das Risiko von Innzucht kann somit im Fachgeschäft keiner ausschließen, weil nicht kontrolliert wird, wie die Tiere vom Vorbesitzer gehalten wurden.

Es gibt wirklich viele Gründe, warum ich es bereut habe, Degus als Haustiere zu halten. Nicht wegen der Arbeit, aber weil ich finde, dass es sehr schwer ist, ihnen ein schönes Käfigleben zu bieten. Wir haben jetzt drei Degus in Einzelhaltung, weil das Weibchen gestorben ist und sich die anderen beiden Männchen rivalisierten. Das tut mir in der Seele weh. Die Käfige stehen bei unseren Kindern im Zimmer. Eine Tochter ist mittlerweile nicht mehr zu Hause, so dass der Degu auch nicht mehr so viel menschliche Gesellschaft hat. Mittlerweile haben wir ihn an den Besuch unserer Katzen gewöhnt (Natürlich vor geschlossenem Käfig). Somit hat er wenigstens andere tierische Gesellschaft -und die gefällt ihm. Wir können die Zimmertür jetzt offen lassen und damit sieht und hört er auch uns Menschen mehr.

Was ich einfach auch schlimm finde ist, dass im Krankheitsfall so wenig ärzliche Hilfe möglich ist, weil die notwendigen Erkenntnisse fehlen. Vielleicht ist das aber andernorts besser.
Ein weiteres Problem sehe ich darin, ein artgerechtes Laufrad zu finden. Wir haben uns eines anfertigen lassen, welches dem ausgeprägten Nagertrieb eines Degu standhält und groß genug ist. Ich glaube es hat fast hundert Euro gekostet. Das ist es wert und erhöht die Lebensqualität eines Degus enorm. Aber das kann sich vielleicht nicht jeder leisten, genauso wie eine ordentliche Papageienvoliere samt Kletterausstattung. Ich empfinde selbst eine große Voliere als zu klein für ein Tier mit so viel Kletter -und Bewegungsdrang. Auch ein Grund warum ich Deguhaltung nicht weiterempfehle.

Liebe Interessenten, überlegt euch bitte, ob ihr bereit seid, solche Investitionen zu machen um euren Degus wenigstens ein bisschen artgerecht entgegenkommen zu können. Und bedenkt, dass man in einem schönen kletterfreundlich ausgestatteten Käfig nur mit Mühe überall gut hin kommt um ihn zu reinigen. Zwanzig bis dreißig Minuten pro Woche brauche ich für die Reinigung eines Käfigs und sie bringt pro Käfig etwa 10 Liter Müll in Form von Einstreu mit sich. Macht euch Gedanken darum, wo der Käfig stehen soll, ob ihr eine Alternative anbieten könnt, falls sich eure Tiere nicht mehr verstehen und wie ihr ihnen für den Fall der Fälle dennoch Gesellschaft anbieten könnt. Die Abgabe eines Degus ist -zumindest bei uns -fast unmöglich. Informiert euch, ob es einen Tierarzt in eurer Nähe gibt, der sich mit Degus auskennt.

Wenn ihr Degus halten wollt, solltet ihr unbedingt bereit sein den nötigen Aufwand zu betreiben und bei euren Anschaffungen auf hohe Qualität zu achten. Selbstverständlch machen Degus auch viel Freude. Es sind sehr herzige und liebenswerte Tiere die ein möglichst schönes Leben haben sollten!!!!
 
Mandarina

Mandarina

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Hallo Moana,

da habt ihr ja das volle Programm abbekommen. Ich finde es gut, dass du deine Erfahrungen hier aufgeschreiben hast um hoffentlich einige auf die möglichen Schwierigkeiten in der Deguhaltung aufmerksam zu machen. Mit den richtigen Informationen im Vorfeld, kann man viele Probleme vermeiden.

Kennst du schon den Deguratgeber der Deguhilfe-süd oder unsere Deguwiki.

Ihr habt jetzt 2 männliche Einzeldegus und ein einzelnes Weibchen. Degus zu vermitteln ist in machen Regionen Deutschlands eine schwierige und langwierige Angelegenheit. Trotzdem solltet ihr keinen eurer Degus alleine lassen. Lies dir mal das Merkblatt zur Vergesellschaftung durch. Vielleicht könnt ihr noch einen VG-Versuch eurer Männchen wagen. Wenn die Käfige Gitter an Gitter stehen ist der erste Schritt schon gemacht.

Für das Weibchen solltet ihr entweder wieder ein Partnertier suchen oder sie in eine Gruppe vermitteln. Wenn du mir die PLZ (gerne auch per PN) mitteilst, helfe ich dir gerne bei der Vermittlung.
 
blackdobermann

blackdobermann

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Ich hatte schon viele Degus.
Im Moment zwei Weibchen. Danach werde ich aber aufhören weil es zeit für was anderes wird^^
Ich hatte nie Probleme mit Degus.
Weder bei Vergesellschaftungen noch sonst wie.
Der Halter muss halt zu den Tieren passen.
Für euch sind es nicht die richtigen Haustiere. .....

Kahle stellen können auf einen Mangel hinweisen, dass sie sich das Fell stellenweise abnagen. Was fütterst du?
Bei Degus mischt man am besten selber. Kein Futter ist hochwertig und komplett genug.

Es kann sein dass deine Männer ins herbsteln kommen. In der Zeit streiten sich die Tiere vermehrt und manchmal muss man einschreiten. Und neu vergesellschaften.

Hast du Bilder von den Volieren?
Wäre interessant sie zu sehen.


Unterstütze am besten nie wieder Zooläden mit dem Kauf von Tieren.
Es gibt viele viele degus die ein zweites zu hause suchen.
 
Smoothie

Smoothie

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Das passiert wenn man in Zoofachhandlungen kauft. Die meisten ´Fachleute´ dort können noch nicht mal einen Apfel von einem Ei unterscheiden. :roll:

Neben dem richtigen Informieren über die Haltung (Kleinnager sind selten gute Kinderspielzeuge!) sollten auch Zoofachhandlungen nicht unterstützt werden, ihr seit das beste Beispiel dafür.
 
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Moana

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Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass Degus nicht zu uns passen.
Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut um unseren Tieren ein schönes Leben zu bieten. Wir haben uns sehr darum bemüht, gute Lösungen für alle aufgetretenen Probleme zu finden, aber oft fehlte es an den nötigen Informations-und Bezugsquellen.
Bezüglich Ernährung bekommen unsere Degus Heu und Degu Alleinfutter von der JR-Farm. Salat und Gemüse hat leider keiner unserer Degus angenommen und Kräuter überleben bei uns im Topf nicht lange. Wenn du ein Rezept für die richtige Futtermittelzusammenstellung hast, bin ich ganz offen dafür!

Da unsere Degus aber schon als Jungtiere direkt nach dem Kauf ihre Pfoten "rasiert" haben, liegt auch für mich die Vermutung nahe, dass es sich um ein genetisches Problem handeln könnte. Und das haben nur die drei Böcke aus dem gleichen Wurf gemacht. Das Weibchen war aus einem anderen Wurf und hatte dieses Problem nicht. Ihre kahlen Stellen haben sie übrigens nicht von Haarausfall, sondern weil sie sich die Haare an den Pfoten abnagen.

Ja, du hast Recht, unsere 6 1/2 jährigen Böcke sind mittlerweile Senioren. Ich bin dankbar dafür, dass sie sonst einen gesunden Eindruck machen. Sie sind noch gut beweglich, wenn auch ruhiger und sie genießen unsere Streicheleinheiten mit ganzer Hingabe.
Unsere Volieren sind in etwa alle gleich groß. 120 cm hoch, 55 cm tief und 80 cm breit. Wir haben verschiedene Etagen eingerichtet, so wie Wurzeln und Röhren zum Klettern montiert. Dazu hat jeder ein großes Laufrad, ein Häuschen, Brücken und natürlich ihr Sandbad. (wie man hier Bilder reinstellt, weiß ich nicht).

Im Zoohandel haben wir damals nur gekauft, weil aus privater Hand keine zu bekommen waren. Uns wäre die Abnahme aus privater Haltung oder aus dem Tierheim auch lieber gewesen. Wenn unsere Degus einmal das zeitliche segnen, werden wir uns keine weiteren Haustiere mehr anschaffen und somit ist auch das Thema Zoohandlung erledigt. Unser Haushalt ist ja mittlerweile um zwei (jetzt einjährige) BKH Katzen reicher geworden und ihre Lebenserwartung liegt bei etwa 18-20 Jahren. Bis dahin gehören auch wir zu den Senioren;)

Ich beschreibe die aufgetretenen Probleme hier nur, weil es mir ein Anliegen ist, darüber aufzuklären dass die Deguhaltung nicht für jeden so wie bei dir, komplikationsfrei verläuft und dass man sehr an seine Grenzen kommen kann, die es unter Umständen auch nicht mehr zulassen, Degus ein artgerechtes und schönes Leben zu bieten.

Also, falls man es nicht rauslesen konnte: Wir lieben unsere Degus sehr!!! Das Problem sind nicht die Tiere, sondern die Tatsache dass es schwierig ist, ihren Bedürfnissen gerecht zu werden und daran, dass es an den nötigen Informationen und Lösungsvorschlägen mangelt, wenn Probleme auftreten.
 
eichhorn33

eichhorn33

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Liebe Interessenten, überlegt euch bitte, ob ihr bereit seid, solche Investitionen zu machen um euren Degus wenigstens ein bisschen artgerecht entgegenkommen zu können. Und bedenkt, dass man in einem schönen kletterfreundlich ausgestatteten Käfig nur mit Mühe überall gut hin kommt um ihn zu reinigen. Zwanzig bis dreißig Minuten pro Woche brauche ich für die Reinigung eines Käfigs und sie bringt pro Käfig etwa 10 Liter Müll in Form von Einstreu mit sich. Macht euch Gedanken darum, wo der Käfig stehen soll, ob ihr eine Alternative anbieten könnt, falls sich eure Tiere nicht mehr verstehen und wie ihr ihnen für den Fall der Fälle dennoch Gesellschaft anbieten könnt.
Da bietet ein Eigenbau doch nur Vorteile :
I.d.R. deutlich günstiger bei deutlich größerem Volumen .
Kein heraus sauen in alle Himmelsrichtungen .
Kann an die örtlichen Gegebenheiten optimal angepasst werden .

Und auch wenn nicht jeder handwerklich begabt ist , gibt es immer noch genug EB. aus zweiter Hand , online vom Spezial-Versand oder beim örtlichem Tischler .

Mal ganz davon abgesehen , dass die "Kaufkäfige" allesamt nicht wirklich groß genug sind .
Nur mit solchen Aluelementen kommt da eine gescheite Größe bei raus , aber die liegen auch im oberen Preissegment .




Die Abgabe eines Degus ist -zumindest bei uns -fast unmöglich.
Arbeiten die Degu-Hilfen nicht bundesweit ?




Informiert euch, ob es einen Tierarzt in eurer Nähe gibt, der sich mit Degus auskennt.
Ein Tierarzt der Meerschweinchen behandelt kann auch Degus und Chinchillas behandeln . Die Gattungen sind längst kein Buch mit sieben Siegeln mehr . Da gibt es viele Parallelen . Das kann auch mein Landtierarzt .
 
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Moana

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Hallo Eichhorn,
ja, du hast Recht, so ein Käfig in Eigenbau ist schon eine tolle Sache. Aber Holz hält dem Nager ja auch nicht lange stand.

Wir haben lange nach einem geeigneten Käfig gesucht. So leicht sind sie aber nicht zu finden. Wir haben tief in den Geldbeutel gegriffen um etwas zu kaufen, was wir für geeignet hielten. Die Wannen sind trotzdem oft aus Plastik. Wir haben welche aus Alu anfertigen lassen. Aber da die Wannen allesamt zum herausschieben sind, sind sie nach unten nicht dicht, so dass doch immer Einstreu herausfällt. Wir haben uns damals auf die empfohlene Mindestgröße eines Käfigs von 50x100 cm verlassen, wobei unsere Volieren trotzdem größer sind. Im Nachhinein würde ich das nicht mehr machen, weil ich finde, dass Degus mehr Platz haben sollten. Nur, dafür bräuchte man ein extra Zimmer, oder habt ihr so ein großes Wohnzimmer, dass ein schrankgroßer Käfig Platz fände?

In einem extra Zimmer wäre auch der Geruch, nicht so dramatisch. Aber in Schlaf-und Wohnräumen möchte man ihn ja nicht haben und der ist echt nicht schön zu reden. Einige von euch haben Laminat verwendet. Daran dachten wir auch, aber weil Laminat so rutschig ist, hatten wir Angst, die Degus könnten abstürzen. Und Laminat verursacht auch wieder Lauf-Geräusche. Dies sollte man bedenken und akzeptieren können. Fürs Kinderzimmer in dem auch geschlafen wird, also denkbar ungeeignet.

Wir haben alle unsere Böcke kastrieren lassen und hofften unter anderem darauf, dass sie dann nicht mehr markieren und somit auch der Geruch weniger werden würde. Einer musste kastriert werden, weil wir ungewollt ein Pärchen hatten und die anderen beiden, weil sie sich nach der Geschlechtsreife rivalisierten und wir sie trennen mussten. Wir hofften darauf, sie nach der Kastration wieder zusammensetzen zu können. Hat aber leider nicht funktioniert. Der Geruch wurde auch nicht weniger.

Als das Rivalisierungsproblem auftauchte und auch als wir ungewollt Nachwuschs hatten und diesen weitervermitteln mussten, riefen wir unzählige mal bei der Degu Hilfe an, aber wir konnten niemand erreichen und wurden auch nicht zurückgerufen. Selbst auf unsere schriftlichen Hilferufe bekamen wir keine Antwort. Bei der Vermittlung der Jungtiere, wanden wir uns an verschiedene Tierheime, die sich aber nicht in der Lage sahen, uns zu helfen. Über Tierarztpraxen und Zeitungsinserate fanden wir keine Abnehmer. Ich war damals sehr, sehr verzweifelt und hatte aus Sorge um unsere Babys etliche schlaflose Nächte.

Unsere Tierärzte behandeln selbstverständlich auch Meerschweinchen. Sie konnten uns bei den Degus trotzdem nicht wirklich helfen. Einem Degu kann man schlecht Blut abnehmen um eine umfangreiche Untersuchung zu machen. Unser Weibchen hatte sich mal das Bein gebrochen. Es wurde gegipst. Der Gips hielt keine zwölf Stunden, hat dafür aber eine Menge Geld gekostet und unser Degu war ohne Nutzen einer Narkose ausgesetzt. Laut unseren Tierärzten sind Degus eben doch nicht so gleich wie Meerschweinchen oder Ratten. Ich empfehle vor dem Kauf von Degus, in der Tierarztpraxis seines Vertrauens nachzufragen, ob man mit der Behandlung von Degus vertraut ist.

Du hast offensichtlich einen geeigneten Tierarzt für deine Degus, oder du hast noch keine tierärztliche Betreuung in Anspruch nehmen müssen.
Ich kann da nur meine eigenen Erfahrungen schildern und niemand kann ausschließen, dass ihm nicht das gleiche passieren könnte. Deshalb möchte ich aufklären und empfehlen, dass man sich jede erdenkliche Information einholt, bevor man sich Degus anschafft.

Es gibt genügend Bücher in denen man grundsätzliche Dinge über Degus erfahren kann. Aber ich halte es für wichtig, dass wir in den Foren auch über Probleme und Grenzerfahrungen sprechen, die in den Büchern nicht genannt werden und das Betroffene inspiriert werden, das Beste aus ihrer Situation zu machen bzw. dass man schon vor der Anschaffung über Dinge wie die nächtliche Geräuschkulisse, den Dreck (gerade bei Teppichboden) und über den Geruch, ehrliche Auskunft bekommt.
Im ersten Jahr konnten unsere Kinder wegen der nächtlichen Geräusche oft nicht schlafen und haben dann bei uns im Schlafzimmer gecampt. Solche Probleme sollte man eben nicht ausblenden.
 
eichhorn33

eichhorn33

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Ich halte selber (noch) keine Degus , sondern Chinchillas , aber in meinem Bekanntenkreis gibt es Halter .

Hallo Eichhorn,
ja, du hast Recht, so ein Käfig in Eigenbau ist schon eine tolle Sache. Aber Holz hält dem Nager ja auch nicht lange stand.
Doch ! Natürlich müssen die Kanten mit Aluwinkeln o.ä. versehen werden .

https://www.tierforum.de/t58555-p2-zeigt-her-eure-degukaefige.html




Wir haben lange nach einem geeigneten Käfig gesucht. So leicht sind sie aber nicht zu finden. Wir haben tief in den Geldbeutel gegriffen um etwas zu kaufen, was wir für geeignet hielten. Die Wannen sind trotzdem oft aus Plastik. Wir haben welche aus Alu anfertigen lassen. Aber da die Wannen allesamt zum herausschieben sind, sind sie nach unten nicht dicht, so dass doch immer Einstreu herausfällt. Wir haben uns damals auf die empfohlene Mindestgröße eines Käfigs von 50x100 cm verlassen, wobei unsere Volieren trotzdem größer sind. Im Nachhinein würde ich das nicht mehr machen, weil ich finde, dass Degus mehr Platz haben sollten. Nur, dafür bräuchte man ein extra Zimmer, oder habt ihr so ein großes Wohnzimmer, dass ein schrankgroßer Käfig Platz fände?
Das ist ja mein reden . Was man an Käfigen/Zimmervolieren im Handel findet , ist eher ungeeignet .
Und ja , in meinem WZ. (~18-20qm) habe ich zwei 2m hohe EB. mit den Chinchillas plus diverser kleinere für Hamster und Gerbils . Aber das sagt ja nichts aus . Jeder richtet sich ja anders ein .




In einem extra Zimmer wäre auch der Geruch, nicht so dramatisch. Aber in Schlaf-und Wohnräumen möchte man ihn ja nicht haben und der ist echt nicht schön zu reden.
Das höre ich das erste Mal , dass Degus stinken . Habe ich auch bei Bekannten so noch nie bemerkt .
Das liegt mit Sicherheit nur an Euren unbehandelten Sitzbrettern .




Unsere Tierärzte behandeln selbstverständlich auch Meerschweinchen. Sie konnten uns bei den Degus trotzdem nicht wirklich helfen. Einem Degu kann man schlecht Blut abnehmen um eine umfangreiche Untersuchung zu machen. Unser Weibchen hatte sich mal das Bein gebrochen. Es wurde gegipst. Der Gips hielt keine zwölf Stunden, hat dafür aber eine Menge Geld gekostet und unser Degu war ohne Nutzen einer Narkose ausgesetzt. Laut unseren Tierärzten sind Degus eben doch nicht so gleich wie Meerschweinchen oder Ratten. Ich empfehle vor dem Kauf von Degus, in der Tierarztpraxis seines Vertrauens nachzufragen, ob man mit der Behandlung von Degus vertraut ist.
Aber das sind doch keine Degu.- sondern einfach Größenprobleme . All das wäre bei einem Meerschwein oder Chinchilla ja ebenso ein Problem .
[VERSTECK]Und zum Blut abnehmen kann der TA. zur Not auch eine Kralle blutig schneiden .[/VERSTECK]



Es gibt genügend Bücher in denen man grundsätzliche Dinge über Degus erfahren kann. Aber ich halte es für wichtig, dass wir in den Foren auch über Probleme und Grenzerfahrungen sprechen, die in den Büchern nicht genannt werden und das Betroffene inspiriert werden, das Beste aus ihrer Situation zu machen bzw. dass man schon vor der Anschaffung über Dinge wie die nächtliche Geräuschkulisse, den Dreck (gerade bei Teppichboden) und über den Geruch, ehrliche Auskunft bekommt.
Ich habe so noch nie irgendwo gelesen , dass Degus pflegeleicht oder gar leise sind , sondern immer nur das Gegenteil . Und die Dreckbelastung ist ja eben eine Frage der Unterbringung .
 
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Moana

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Ja, ich denke auch, dass der Geruch mit den unbehandelten Brettern zu tun hat. Wir haben uns einen Degukäfig mit Laminatböden angesehen, die Tiere beobachtet, und fanden wirklich, dass die Absturzgefahr durch Ausrutschen groß war und das Laufgeräusch laut.
Lackieren trauten wir uns ebenfalls nicht, weil der Lack gesundheitsschädlich sein könnte. Wir haben uns dazu entschieden, den Geruch eine zeitlang auszuhalten und die Bretter häufiger auszuwechseln. Möglicherweise bin ich auch empfindlicher als andere Tierhalter, was Gerüche angeht.

Beim Geruch hat man die Alternative, Laminatböden mit Ausrutschgefahr zu nehmen, Lackierte Bretter die eventuell gesundheitsschädlich sind, oder unbehandelte Bretter, die eben mit der Zeit riechen und deshalb öfter gewechselt werden müssen.
Bezüglich der Geräusche, empfehle ich wirklich daran zu denken, dass die Nachtruhe enorm gestört werden kann und deshalb lieber nur dann Degus halten, wenn man sie nicht im Schlafraum unterbringen muss.

In Büchern haben wir keinen besseren Lösungsvorschlag gefunden und bei Forumsbeiträgen bin ich immer ein bisschen kritisch, weil nicht jeder der mitredet aus eigener Erfahrung spricht und weil jeder die Dinge anders betrachtet und beurteilt. Ich beschreibe hier auch nur meine eigenen Erfahrungen, die nicht jeder so macht wie ich. Aber Interessenten sollten wissen, dass nicht immer alles nach Plan und Vorstellung läuft. Wenn es anders kommt, muss man das Beste daraus machen und meistens mit einem Kompromiss leben können, da es nicht immer eine wirklich befriedigende Lösung gibt. Wir waren schon oft ratlos und haben vergebens nach guten Lösungsvorschlägen gesucht.

Wie du selbst schreibst, sprichst auch du aus Erfahrung mit deinen Chincillas.
Dein Tierarzt mag mit Degus umgehen können. Unserer kann es eben nicht. Seine Argumente leuchten auch ein. Degus können (bei nicht äußerlich sichtbaren Erkrankungen) nur unter Narkose untersucht werden. Schon das Einfangen oder der Tierarztbesuch an sich, bedeuten für die Tiere enormen Stress und die Narkose ist für Degus ein größeres Risiko als für viele andere Tiere. Dazu kommt, dass man innere Krankheiten die man über ein Blutbild bestimmen muss, nicht diagnostizieren kann, weil ein Degu gar nicht so viel Blut hat, dass man ihm eine ausreichende Menge abnehmen könnte. Mal ganz abgesehen davon, dass man die Nadel erst einmal in die Ader bekommen muss.

Du hast noch nie gehört, dass Degus leise sind...
Wir haben immer nur gelesen, dass Degus überwiegend tagaktiv sind und nicht riechen. Wie sehr die Nachtruhe allein durch die Nippeltrinkflasche und durch Laufräder gestört wird, konnten wir nicht abschätzen, bis wir es erlebt haben. Deshalb meine Empfehlung keine Degus in Schlafräumen unterzubringen! Denn was wäre die Alternative wenn nirgends sonst in der Wohnung Platz für so einen großen Käfig wäre?
Zum Geruch habe ich nun genug geschrieben und der Dreck lässt sich womöglich nur durch Marke Eigenbau vermeiden. Wir haben ihn ein wenig reduzieren können, indem wir im unteren Käfigbereich ringsherum Plexiglas in Höhe von ca. 20 cm angebracht haben. Aber da Degus auf allen Ebenen koten, fliegt der Kot auch durch die Gitterstäbe. Steht der Käfig zu nah an einem Bett, Tisch, oder Sofa, fliegt dieser eben auch dahin. Damit muss man dann leben können.

Liebe Interessenten, beherzt all diese Dinge und entscheidet selbst, ob ihr den Bedürfnissen von Degus gerecht werden könnt.
 
blackdobermann

blackdobermann

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Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass Degus nicht zu uns passen.
Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut um unseren Tieren ein schönes Leben zu bieten. Wir haben uns sehr darum bemüht, gute Lösungen für alle aufgetretenen Probleme zu finden, aber oft fehlte es an den nötigen Informations-und Bezugsquellen.
Bezüglich Ernährung bekommen unsere Degus Heu und Degu Alleinfutter von der JR-Farm. Salat und Gemüse hat leider keiner unserer Degus angenommen und Kräuter überleben bei uns im Topf nicht lange. Wenn du ein Rezept für die richtige Futtermittelzusammenstellung hast, bin ich ganz offen dafür!

Ok, also ich bestelle hier: http://www.hansemanns-team.de/
Ich mische:
-Saatenmix Öl-und Mehlhaltig
-HF Fieste Paradiso Degu
-HF Blattsalat Basic
-HF Blütenzauber First Class

Davon bestelle ich je ein Kilo, bei den Saaten etwas mehr.



Da unsere Degus aber schon als Jungtiere direkt nach dem Kauf ihre Pfoten "rasiert" haben, liegt auch für mich die Vermutung nahe, dass es sich um ein genetisches Problem handeln könnte. Und das haben nur die drei Böcke aus dem gleichen Wurf gemacht. Das Weibchen war aus einem anderen Wurf und hatte dieses Problem nicht. Ihre kahlen Stellen haben sie übrigens nicht von Haarausfall, sondern weil sie sich die Haare an den Pfoten abnagen.

Das meine ich, sie nagen es ab. Ok, es kann natürlich sein dass es genetisch ist, oder einfach eine Verhaltensauffälligkeit.

Ja, du hast Recht, unsere 6 1/2 jährigen Böcke sind mittlerweile Senioren. Ich bin dankbar dafür, dass sie sonst einen gesunden Eindruck machen. Sie sind noch gut beweglich, wenn auch ruhiger und sie genießen unsere Streicheleinheiten mit ganzer Hingabe.
Unsere Volieren sind in etwa alle gleich groß. 120 cm hoch, 55 cm tief und 80 cm breit. Wir haben verschiedene Etagen eingerichtet, so wie Wurzeln und Röhren zum Klettern montiert. Dazu hat jeder ein großes Laufrad, ein Häuschen, Brücken und natürlich ihr Sandbad. (wie man hier Bilder reinstellt, weiß ich nicht).


Meine ersten Degus hatte ich in einem zu kleinen Käfig aus dem Zooladen gehalten. Sie machten mich natürlich aufmerksam dass ihnen dies missfällt ;-) Plastik wurde angenagt und am Gitter wurde Klavier gespielt. (Drinnen waren meine ersten Tiere, Lassa und Bruder Robinson)
Der nächste wurde artgerechter mit den Mindestmaßen von 100 cm x 50 cm x 100 cm.
Auch dies war nicht von Dauer, denn auch hier spielten sie fröhlich Klavier. (Hier wohnten Lassa und Robinson. Später starb er leider an einer Krankheit und Magda zog ein.)

Dann kam der Eigenbau aus Holz. 160 cm x 80 cm x 150 cm. Und sie waren Glücklich. Und konnten nicht mehr Klavier spielen dank Drahtgitter (Muhahahaha). Wurde ja fast schon ne Krankheit das Nagen. LAssa starb eines natürlichen todes und dann zogen Paula und Tequila ein.

Paula ist vor kurzen eingeschläfert wurden, weil sie eine irreparabele Zahnfehlstellung hatte. Nun sind Magda und Tequila die letzten. (Zahnfehlstellungen sind einer der häufigsten Erkrankungen so wie ich mittlerweile weiß.)


Im Zoohandel haben wir damals nur gekauft, weil aus privater Hand keine zu bekommen waren. Uns wäre die Abnahme aus privater Haltung oder aus dem Tierheim auch lieber gewesen. Wenn unsere Degus einmal das zeitliche segnen, werden wir uns keine weiteren Haustiere mehr anschaffen und somit ist auch das Thema Zoohandlung erledigt. Unser Haushalt ist ja mittlerweile um zwei (jetzt einjährige) BKH Katzen reicher geworden und ihre Lebenserwartung liegt bei etwa 18-20 Jahren. Bis dahin gehören auch wir zu den Senioren;)

Ich beschreibe die aufgetretenen Probleme hier nur, weil es mir ein Anliegen ist, darüber aufzuklären dass die Deguhaltung nicht für jeden so wie bei dir, komplikationsfrei verläuft und dass man sehr an seine Grenzen kommen kann, die es unter Umständen auch nicht mehr zulassen, Degus ein artgerechtes und schönes Leben zu bieten.

Das stimmt, manche kommen an ihre Grenzen..... man muss nicht alles rosa-rot erzählen....

Also, falls man es nicht rauslesen konnte: Wir lieben unsere Degus sehr!!! Das Problem sind nicht die Tiere, sondern die Tatsache dass es schwierig ist, ihren Bedürfnissen gerecht zu werden und daran, dass es an den nötigen Informationen und Lösungsvorschlägen mangelt, wenn Probleme auftreten.

Ich kann dir ein gutes Degu-Forum empfehlen. Wenn du Interesse hast.
Meine Viecherchen leben seit beginn im Schlafzimmer ;-) Nenn mich Verrückt ^^
Aber bei mir zu Hause durfte ich nur in meinem Zimmer Tiere halten, da ich ihnen ja auch Auslauf anbieten wollte und musste.
Und jetzt bei meinem Freund wohnen im Wohnzimmer schon Chinchillas und Meerschweinchen. Also war nur das Schlafzimmer eine Option.
Aber später werden die Tiere ein eigenes Zimmer haben. So erstmal der Plan.

Achso, und bei mir wurden die Holzlaufräder immer lackiert wegen Urin.
Die Volletagen nicht, da sie aus Spanplatten sind und der Lack nur eingesaugt wird -.-
Es gibt ungiftigen Spielzeuglack im Handel. Nimm den. Unbedenklich.
 
Bullstaff

Bullstaff

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Im Zooladen/Zoohandlung sind das keine Fachleute...
 
Mandarina

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@Bullstaff: Fachleute um zu verkaufen und Profit zu machen. Du kannst dir gar nicht vorstellen wie viel ungewollten Nachwuchs durch die gemischt geschlechtliche Haltung in Zooläden immer wieder entsteht. Dazu werden noch viel zu kleine Käfige und völlig ungeeignetes Futter verkauft.

@Moana: Welche Deguhilfe ist denn in deiner Nähe?
Warum hast du das Weibchen nicht mit einem der Kastraten VG? Infos hab ich dir ja schon verlinkt.
Hast du diese denn schon gelesen?
Einzelhaltung ist definitiv keine Lösung.

Schreib mir doch mal per PN deine PLZ oder die ersten 3 Zahlen davon, möglicherweise kann ich dir einen geeigneten TA nennen.
 
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Moana

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Hallo blackdobermann,

danke dir für deine Futtermittel Info. Hast du auch ein Mengenverhältnis? Meinst du, ich kann meine 6 1/2 jährigen Senioren jetzt noch ernährungstechnisch umstellen? Naja, ich könnte ja ersteinmal etwas von deiner Rezeptur unter ihr gewohntes Futter mischen. Darf ich fragen, woher du weißt, wie man Degus richtig ernährt? Ich habe mal recherchiert, weil ich es besser machen wollte und schon öfter gehört hatte, dass die angebotenen Alleinfuttermittel nicht ausreichen. Aber ich hatte damals keine entsprechenden Infos gefunden.

Deine jetzige Käfiggröße ist ein Träumchen. Wir sind mit unseren Käfigen an der Platzgrenze. Wenn man seinen Degus so ein schönes großes Gehege bieten kann, spricht meines Erachtens auch nichts gegen Deguhaltung. Das freut mich richtig für deine Tiere! Klingt nach einem Degu-Paradies und lässt mich erahnen, wie sie da ihr Leben genießen können. Echt Klasse! Möglicherweise ist das Pfotennagen tatsächlich eine Verhaltensstörung aufgrund von mangelndem Platz. Wir liegen zwar über der empfohlenen Mindestgröße des Käfigs, ich bin aber wie du der Meinung, dass der Platz nicht wirklich ausreichend ist. Ich wünsche mir, dass dies den Tieren zuliebe von Neueinsteigern beherzigt wird. Deine Erfahrung mit dem "Klavierspielen" im kleineren Käfig und der Tatsache, dass sie im großen Gehege damit aufhörten, bestätigt meine Meinung zum Platzbedarf von Degus.

Für den Hinweiß auf den Spielzeuglack danke ich dir. Den werde ich mir kaufen!

Deine Degus leben also im Schlafzimmer. Wie ergeht es dir mit den nächtlichen Geräuschen? Unsere stehen ja in den Kinderzimmern wo ebenfalls geschlafen wird.

Hast du eine bessere Lösung fürs Wasser gefunden, als die Nippelflaschen?
Übrigens, wenn jemand nach einem geräuscharmen und stabilen, ausreichend großem Laufrad sucht und es sich leisten kann, der findet bei www.laufradschmiede.de geniale degugeeignete Laufräder die ziemlich geräuschlos laufen und mit Ständer um die 80-100 Euro kosten. Das hört sich teuer an. Aber im Laufe der vergangenen 6 1/2 Jahre haben wir sicher an die acht Laufräder kaufen müssen. Die waren nicht wirklich geeignet, sondern Notlösungen weil wir nichts besseres fanden. Rechne ich die Kosten zusammen liege ich deutlich über hundert Euro.

Kannst du Teilbereiche deines Käfigs öffnen? Wir haben unsere in den ersten Jahren oft rausgelassen um ihnen mehr Bewegung geben zu können. Das hatte aber zur Folge, dass sie ruck zuck aus ihrem Käfig sprangen, wenn wir sie unten zum Reinigen aufmachten. Beim oberen Türchen waren sie nicht ganz so mutig. Mittlerweile haben wir ja Senioren die gerne auf den Schoß rauskommen um sich ausgiebig kraulen zu lassen. Aber sie sind längst nicht mehr so sportlich unterwegs wie in jungen Jahren.

Robinson und Tequila sind schöne Degunamen!
Unsere heißen bzw. hießen: Cappuccino, Mocca, Jilli, Peperoni und das Mädchen hieß Sajonara. Eines von den Babys hatte eine Behinderung und wurde von uns liebevoll Quasimodo genannt. Über Zahnfehlstellungen brauchen wir zum Glück bisher nicht klagen. Eigentlich machen unsere Tiere abgesehen von dem Haarproblem an den Pfoten und dem Ohr bei dem das Gewebe abstirbt, einen guten, gesunden Eindruck. Ich habe auch schon Beiträge über Tumore gelesen. Solche Diagnosen müssen der Horror sein. Tut mir sehr leid für dich, dass du deine Paula erlösen lassen musstest. So eine Entscheidung zerreißt einem das Herz.

Dein empfehlenswertes Degu-Forum kannst du mir gerne verraten. Wer weiß, vielleicht brauchen wir mal wieder einen guten Rat.

Nochmals Danke für den Ernährungstipp und für den Hinweis auf den Spielzeuglack!
 
M

Moana

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Hallo Mandarina,

danke für deinen Hinweis zur Vergesellschaftung der Degus. Wir haben nach der Kastration versucht unsere Degus wieder aneinander zu gewöhnen. Sie konnten sich die ganze Zeit durch die Gitter sehen und beschnuppern. Die Zusammenführung haben wir auf neutralem Boden versucht, aber sie haben sich so heftig angesprungen, dass sie gegen Wände und Gitter geflogen sind und geblutet haben. Es war grausam und hat einfach nicht mehr geklappt. Und es war schwierig sie im Eifer des Gefechtes wieder einzufangen und zu trennen. Das war wirklich schlimm. Mir dreht sich heute noch der Magen um, wenn ich daran denke.

Die Deguhilfe hätten wir vor ein paar Jahren gebraucht.

Wir merkten erst dass wir ein Mädchen hatten, als sie hoch schwanger war. Da Degus nach der Geburt gleich wieder Empfangsbereit - und Böcke nach einer Kastration noch einige Zeit zeugungsfähig sind, konnten wir eine zweite Schwangerschaft nicht mehr vermeiden. Die Vermittlung der Jungtiere war extrem schwierig, aber letztlich gelang es uns doch noch. Drei mussten wir in eine Zoohandlung geben, die restlichen konnten wir privat in gute Hände vermitteln. Unsere Sajonara ist mit etwa vier Jahren gestorben. Sie hörte einfach auf zu fressen und wurde so schwach, dass ihr selbst der Tierarzt nicht mehr helfen konnte. Ursache unbekannt.

Mir tut es auch weh, dass wir unsere Degus in "Einzelhaft" halten. Aber wir haben entschieden, dass wir keine weiteren Degus aufnehmen möchten, weil wir davon überzeugt sind, dass die empfohlene Mindestgröße des Käfigs nicht ausreicht und wir einfach nicht mehr Platz bieten können.

Wir hätten damals die Hilfe gebraucht, als wir uns an die Deguhilfe wanden und keine Antwort bekamen.
Jetzt haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten das Beste aus der Situation gemacht.
Irgendwann wird sich immer der vorletzte Degu verabschieden und seinen Partner zurück lassen. Insofern lässt sich eine Einzelhaltung irgendwann nicht mehr vermeiden.

Für einen Tierarzt mit mehr Deguerfahrung wären wir allerdings dankbar. Unsere PLZ lautet 79650!

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Nochmal Hallo blackdobermann,

bevor ich das von dir empfohlene Futtermittel kaufe, möchte ich nochmal nachfragen, um sicher zu gehen, ob ich damit allen Ernährungsbedürfnissen gerecht werde, oder ob noch was dazu muss - außer Heu.
 
blackdobermann

blackdobermann

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Nein. Dass ist ausgewogen.
Man kann dort aber noch viel mehr bestellen.
Gemüse und frischfutter wäre natürlich noch gut.
Aber meine sind da auch nicht immer zu sowas zu begeistern.

Also lässt du die alleine? Oder verstehe ich was falsch.

Wenn Magda verstirbt werde ich die andere weg geben. Allein bleiben müsste sie nicht.
 
Mandarina

Mandarina

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Du sollst ja nicht die 2 Böcke VG, sondern einen davon mit dem Weibchen, wie im Merkblatt beschrieben. So sind schon mal 2 wieder glücklich.

Mittlerweile haben wir ja Senioren die gerne auf den Schoß rauskommen um sich ausgiebig kraulen zu lassen.
Das machen die nur weil sie keinen Kuschelpartner haben, der ihnen das Fell kraul.

Nochmal: Welche Deguhilfe hast du kontaktiert und wie? Mail? Telefon?
 
Bullstaff

Bullstaff

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@Mandarina : nicht böse gemeint , aber ich kann es mir vorstellen -das ich auch sehr vertaut mit solchen Themen bin..:roll:
 
M

Moana

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Mit dem Weggeben ist es eben auch nicht so einfach. Mal abgesehen davon, dass wir schon die Jungtiere kaum vermitteln konnten, weiß ich nicht was für die Tiere schlimmer ist: Sie auf ihre alten Tage nochmmal dem Stress auszusetzen, neu vergesellschaftet zu werden und umzuziehen, oder sie für die verbleibende Zeit, die sicherlich mittlerweile überschaubar ist, allein zu halten. Es ist nicht so, dass wir nicht auch schon darüber nachgedacht hätten.

Das ist auch wieder so ein Problem bei dem ich nicht weiß, welche Entscheidung die Bessere wäre. Wenn ich an den Vergesellschaftungsversuch unserer zwei Jungs denke und daran, wie grausam das mit anzusehen war, möchte ich ihnen so etwas auf ihre alten Tage auf gar keinen Fall mehr antun. Du kannst dir bestimmt nicht ausmalen wie das war!

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich weiß nicht mehr welche Deguhilfe ich damals kontaktiert hatte. Ich hatte es sowohl telefonisch als auch schriftlich versucht.

Unser Mädchen ist doch schon verstorben!
Ich traue mir eine Vergesellschaftung kein zweites Mal mehr zu. Dafür war das Erlebnis zu brutal gewesen.
 
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