1000e Anfängerfragen

Diskutiere 1000e Anfängerfragen im Andere Mausarten Forum im Bereich Mäuse Forum; Hallo :) Ich überlege, mir Mäuse anzuschaffen und habe mich nun schon einige Zeit im Internet darüber informiert, wie diese gehalten werden müssen...
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Hallo :)
Ich überlege, mir Mäuse anzuschaffen und habe mich nun schon einige Zeit im Internet darüber informiert, wie diese gehalten werden müssen und so weiter.

Leider habe ich nicht einen blassen schimmer, welche Mäuse zu mir passen würden und anstatt mich noch durch hundert weitere Arten zu suchen möchte ich
lieber mal hier fragen:

Ich möchte mindestens 4 Mäuse haben.
Ich möchte, dass sie mit viel Hingabe einigermaßen handzahm werden (sie sollen mir zumindest das Futter aus der Hand fressen)
Sie sollen hauptsächlich Tagaktiv sein.
Sie sollen nicht zu stark riechen.
Sie sollen gerne klettern.

Nun habe ich gehört, dass Farbmäuse extrem anfällig für Krankheiten sind und außerdem stark riechen... damit sind sie nicht mehr ganz so attraktiv für mich.Mongolische Rennmäuse wiedderum sind keine so guten Kletterer und ich liebe es, Mäuse beim Klettern zu beobachten und hätte daher gerne Mäuse, die gern klettern, außerdem soll man mongolische Rennmäuse nur zu zweit halten
Stachelmäuse neigen zu Übergewicht und schnappen recht schnell mal zu.

Welche Mausart ist eurer Meinung geeignet für mich?
Meint ihr eine Gruppe von Weißfußmäusen wäre das richtige für mich?
Und wo kann man artgerechte Käfige kaufen (ich bin im Selbstbauen eine ziemliche Niete)?
Ist dieser Käfig artgerecht?: http://www.fressnapf.de/shop/kleintierkaefig-timmy#

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

oder vieleicht eine Art der Stachelmäuse?!
 
20.09.2014
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Alexandra zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
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Kann mich denn niemand beraten :(?
 
Casimir

Casimir

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Huhu!

Entschuldige, das ist wohl irgendwie untergegangen....

Leider kann ich dir nicht wirklich helfen, da ich außer Farbmäusen noch keine anderen Mäuse gehalten habe. Nur dazu kurz eins: Farbmäuse stinken nicht. Was an Farbis stinkt, sind unkastrierte Böcke. Bei einem ausreichend großen Gehege dauert es eine Weile, bis man den Urin riecht- und man riecht auch wirklich nur den. Ich habe in meinem Gehege damals einmal im Monat eine Teilreinigung gemacht, eher habe ich nix gerochen.

Farbmäuse und die zwei von dir genannten Mäuse sind aber Dämmerungs- Nachtaktiv, also fallen die bei deinem Wunsch nach tagaktiven Mäusen (gibts solche überhaupt?) schonmal weg.
Zahmheit ist auch immer eine schwierige Sache... ich hatte zehn Mäuse. Einer kletterte auf uns rum, weitere zwei oder drei haben Leckerlies aus der Hand genommen, der Rest wollte mit uns nix zu tun haben. Es kann also auch sein, dass du eine Gruppe erwischst, die auch mit viel Zeit und Geduld nichts aus der Hand nimmt.

Zum Käfig: Bei Mäusen würd ich wohl niemals einen Holzkäfig aus nicht beschichteten Holzplatten nehmen, die knabbern sich da schnell durch, wenn ihnen langweilig wird. 80x52 ist zumindest auch für Farbmäuse und Stachelmäuse zu klein, 100cmx50cm sollten es schon mindestens werden und ich verspreche dir, dass du sehr schnell feststellen wirst, dass auch das für diese bewegungsfreudigen Tiere viel zu klein ist ;)
Leider gibts im Handel nicht wirklich geeignete Gehege, aber selber bauen ist auch nicht schwer. Skizze machen, Maße aufschreiben, damit zum Baumarkt, Holzplatten zusägen lassen und zu Hause zusammenschrauben.
 
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Vielen Dank für die liebe Antwort :)
Ich habe noch einen Käfig gefunden, der zu deinen Angaben passt - Tataaa: http://www.amazon.de/Hamsterkäfig-Nagerstall-Kleintierkäfig-Mäusekäfig-Rattenkäfig/dp/B00AWPMMKE/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1411570663&sr=8-1&keywords=mäusekäfig

Was sagst du zu dem?
Das mit den Farbmäusen ist ja interessant... welche Konstelation hattest/hast du den (also wie viele Weibchen, wie viele Kastraten)?
Ich muss sagen, dass es mir Weißfußmäuse echt angetan haben... echt niedlich die kleinen... allerdings sind sie auch soweit ich das herausfinden konnte dämmerungs-bzw. nachtaktiv, oder?
Aber sie sollen mit großer warscheinlichkeit zumindest futterzahm werden.
Hat irgendjemand Erfahrung mit Weißfußmäusen (oder sollte ich dazu lieber einen neuen Thread aufmachen?)?
Und noch eine letzte Frage: kann man die Heimchen oder Mehrlwürmer auch gegen Quark ersetzten?
 
Casimir

Casimir

Moderator
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Der Käfig ist auch wieder aus unbehandeltem Holz und soll je nach Produktionstag wohl auch mal mehr oder weniger gut verarbeitet sein :?
Man kann es probieren, mir wär das zu heikel. Ich hatte einen Teil meines Geheges aus OSB- Platten, mehrmals lackiert und die Tiere hatten eine Grundfläche von 160cmx50cm plus zwei weiteren 80cmx50cm Etagen und sie haben trotzdem Löcher in die OSB- Platten geknabbert.
Hast du niemanden, der dir ein paar Bretter zusammenschrauben und ein paar Löcher für die Belüftung in die Platten sägen kann? Beschichtetes Holz hat den Vorteil, dass es glatt ist und somit keine Nageansätze bietet und außerdem ist es gut versiegelt, sodass du es auch nach einem Milbenbefall o.ä. gut abwischen und nochmal verwenden kannst, Sabberlack hält leider auch nicht so lange.

Ich hatte zwei Kastraten und der Rest Weibchen. Hab die Zeit sehr genossen, aber ab ca. einem Alter von einem Jahr fingen dann die regelmäßigen TA- Besuche und das ständige rausfangen für die Medikamentengabe an und das hab ich irgendwann nicht mehr durchgehalten, mir taten die Kleinen leid.

Mit den anderen Mäuschen hab ich keine Erfahrung. Sind die denn so weit verbreitet in der Heimtierhaltung? Kommt man leicht an die heran, oder muss man dazu irgendwelche Hinterhofvermehrer unterstützen? Hast du einen TA, der sich mit diesen "Exoten" auskennt?


Prinzipiell ist es natürlicher, den Tieren Insekten zu geben. In gewissem Maße können sie Laktose verarbeiten, aber eben auch nur in geringen Konzentrationen, ich würd sie daher nicht nur von Milchprodukten ernähren. Artgerechtes Mäusefutter (welches man eh nur online bekommt), enthält so oder so getrocknete Insekten. Die reichen aus, da musst du sie auch nicht anfassen, wenn du täglich die paar Löffel Trockenfutter im Gehege verstreust.
 
seven

seven

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Ich kann jetzt hauptsächlich auch nur was zu Farbmäusen sagen:
Ja, sie sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Aber: Bei uns hat sich die Aktivität mit der Anzahl der Mäuse drastisch verändert.
Angefangen haben wir mit 2 Mäuschen, dann waren es 4, dann waren es 9, und die maximale Zahl, die wir gleichzeitig hatten, waren 24 (und nein, wir haben sie nicht vermehrt, es sind immer irgendwelche Notfellchen dazugezogen, zwischendurch gab´s natürlich auch Verstorbene...)
Je mehr Mäuse es aber waren, desto aktiver waren sie. 24 waren auch nicht geplant, eigentlich sollte es bei maximal 12 bleiben. Alles andere wird auch irgendwann zu unübersichtlich, und v. a. zehrt es auch sehr an Nerven und Gemüt, wenn man ständig zum TA muss um Mäuse behandeln oder einschläfern zu lassen...
Aber: Je mehr Mäuse es waren, desto mehr waren sie auch tagsüber aktiv. Ok, wir waren arbeiten bis ca. 14 bzw. 16 Uhr - aber spätestens ab da (auch am WE) wuselten dann immer Mäuschen durchs Gehege...
Wie zahm sie werden, hängt einfach vom Charakter ab. Wir hatten einige, die klebten wie eine Brosche am Pulli (oder am Ohr, siehe mein Avatar), sobald man die Gehegetür öffnete. Wir hatten einige, die nahmen Leckerlis von der Hand. Wir hatten einige, die blieben einfach sitzen, wenn man im Gehege hantierte (Futter-/Wasserwechsel). Und wir hatten einige, die nahmen sofort Reißaus, sobald die Gehegetür aufging. Das hat sich auch nicht großartig trainieren lassen - das war einfach eine Charakterfrage... Natürlich haben sich einige über die Zeit gewöhnt und wurden weniger scheu - aber die grundsätzlich Scheuen blieben auch scheu, die Vorwitzigen blieben vorwitzig ;)

Mongolische Rennmäuse sollte man ja lieber nur zu zweit halten - die sind wechselaktiv, d. h., sie haben so ca. einen 6-Stunden-Rhythmus, da kann man also auch tagsüber was von haben. Die können durchaus auch handzahm werden, aber auch da ist das wieder charakterabhängig... Und die größten Kletterer vor dem Herrn sind sie auch nicht ;)

Mit Weißfuß- und sonstigen Mäusen kenne ich mich leider nicht aus.

Was wäre denn - um mal ´ne neue Idee reinzuwerfen - mit Ratten?
Die sollte man auch mindestens zu viert halten, die klettern und spielen gern, die werden auch gern handzahm und klettern auf einem herum.
Die sind eigentlich auch eher dämmerungs-/nachtaktiv, man kann sie aber ein bisschen an den eigenen Lebensrhythmus anpassen - unsere z. B. hatten täglich von 16-21.30 Uhr Auslauf und haben das auch genutzt (zumindest, bis es dann gegen 18/19 Uhr Abendessen gab, dann sind sie wieder zurück in die Voli... und nicht mehr unbedingt rausgekommen anschließend...) Für Ratten ist es allerdings zwingend erforderlich, dass sie täglich (ok, wenn mal ein Tag irgendwann ausfällt, lässt sich das verkraften) mindestens 1 Stunde, besser länger, Auslauf bekommen - der dann natürlich entsprechend abgesichert sein muss. Aber Ratten werden oft wirklich ziemlich "kuschelig" - unsere Chiqui hat oft in meinem Pulliärmel gepennt, die anderen sind auf uns herumgeturnt... In dem Maße kann man das mit Mäusen nicht haben, höchstens in Ausnahmefällen... Und Ratten sind sehr gelehrig, man kann ihnen, wenn man möchte (und wenn die Ratten das möchten) auch gewisse Tricks beibringen oder ihnen mal einen Hindernisparcours aufbauen o. ä....

LG, seven
 
G

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Vielen Dank für eure lieben Ratschläge :)
Nein, leicht kommt man an Weißfußmäuse nicht herran, aber das wäre es mir schon wert.
Ratten hatte ich auch schon in Betracht gezogen, aber die brauchen schon um einiges mehr Platz als Mäuse...
Casimir, du hast recht, Selbstbauen ist wohl doch am besten... nur die Gitterstäbe, das ist wirklich unschön - zumindest vorne hätte ich viel lieber Plexiglas.
Gut ist auch, dass man die Mehrlwürmer etc. auch getrocknet füttern kann- mir war schon ganz ängstlich zumute:lol:
 
Casimir

Casimir

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Vorne kannst du ja auch Plexiglas ranmachen, aber Belüftung muss trotzdem rein- an den Seiten, hinten, den kompletten Deckel vergittern... dann passt das schon :)
 
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