Hämangiosarkom beim Hund (nur für "zarte" Gemüter)

Diskutiere Hämangiosarkom beim Hund (nur für "zarte" Gemüter) im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Tier Ecke; Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier im Forum, da ich langsam nicht mehr weiß wohin mit meinen Gedanken und der Trauer. Kurz zu mir: Ich bin 30 J...
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Dju84

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Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier im Forum, da ich langsam nicht mehr weiß wohin mit meinen Gedanken und der Trauer. Kurz zu mir: Ich bin 30 J, verheiratet, noch keine Kinder und arbeite im Gesundheitswesen. Vielleicht ist dieses Thema bereits hier aufgetreten aber trotz der Suchfunktion habe ich nichts Vergleichbares gefunden. Falls unangebracht bitte verschieben :) Ich habe, seit ich geboren bin, immer mit Hunden gelebt und habe generell mit Tieren zu tun gehabt. "Mein" erster Hund hat mich begleitet im Amter von "0"-14J. Vor nun mittlerweile etwas über 8 J haben meine Eltern und ich einen Flat Coated Retriever Rüden, Max, zu uns geholt. Max und ich waren ein Herz und eine Seele. Nun wurde am 10.4 diesen Jahres bei ihm ein Hämangiosarkom der Milz und einer Niere festgestellt. Vorher war er fit, hat gefressen und gespielt. Von dem einen Tag auf den Anderen hatte er plötzlich Blut im Urin, war schlapp... nach einer Not-OP wurde uns gesagt, dass er nur noch kurze Zeit bei uns sein würde, mit Chemotherapie hätte er eventuell eine Chance, da nicht sicher war, ob der Krebs gestreut hatte. Wir haben die Chemotherapie gewagt, da er sonst körperlich fit und die Chemotherapie niedrig dosiert (auf Lebensqualitätsverbesserung aus) war. Max hatte dies dann alles super vertragen, doch dann war trotzdem am 5.9.14 wieder Blut im Urin. Nach dem direkt folgendem TA-Besuch anschließend war klar - Max hat nur noch weniger als 2 Wochen Lebenserwartung. Der Tumor von der Milz hatte gestreut und ist unerwartet innerhalb von 5 Wochen (letzte Kontrolluntersuchung) auf 80% von zuvor 0% gewachsen).

Die letzte Zeit mit Max war traurig
aber wunderschön... Er lebte mit kurzer Antibiotikagabe ohne Blut im Urin, fraß aber wenig bis nichts, blühte trotz Allem aber regelrecht auf. Als er bei mir war (meine Eltern waren kurze Zeit später nach der letzten Diagnose verreist, stand schon länger fest) kam der Tag, als er wieder plötzlich Blut im Urin hatte. Max wurde immer lethargischer, fraß nichts, wollte drei Tage später nicht mehr wirklich raus (es ging körperlich einfach nicht mehr) - DAS war der Moment, vor dem ich mich so gefürchtet hatte.. wann merkt man, wann der Zeitpunkt für das Lebwohl gekommen ist?! Wie oft konnte ich deswegen nicht schlafen, habe mir Gedanken gemacht... Habe mir vorher gesagt, wenn Max nicht mehr laufen, Spielen und Rennen mag, noch nicht mal Pipi machen mag, kaum isst, ER IST EINFACH NICHT MEHR WIE SONST, dann ist der Moment da. Sonst leidet er.

DA war der Moment ... Einfach so. Max sah mich nur an. Und ich zerbrach.

Mein Mann rief, kurz nachdem ich heim von der Arbeit kam und Max so sah, danach in der Tierklinik an (leider war es Sonntag und kein Tierarzt konnte zu uns kommen) und dann fuhren wir los. Den Tierbestatter, zu dem ich schon bei Bekanntgabe der Erkrankung Kontakt aufnahm, riefen wir kurz danach bereits an. Ich wollte nicht, dass Max nachts zwischen/mitten all dem vorangegangen Leid seiner Erkrankung und Anderen dort in der Kühlkammer besagter Tierklinik bleiben muss. Auch wenn es "nur" der Körper ist.. Ich wollte es für ihn nicht.

Diese ganzen Gedanken zu seinen Lebzeiten; es ist schwer alles zu planen und organisieren wenn der Engel noch lebt.

Warum soll er sich noch einen Tag uns zuliebe quälen, es geht ihm mies, er erbricht abends, nachts und morgens .... Nur damit eventuell eine Tierärztin irgendwann zu uns Heim kommt um ihn zu erlösen?! Dann wäre er noch eine letzte Nacht hier (für uns) aber verdammt - es geht doch um ihn! Es geht um ihn, nicht um uns. Verdammt, das ist/war schwer. Max hatte sich die ganze Autofahrt über bei mir angekuschelt. Vor der Klinik wollte er kein Gassi mehr gehen und als wir Richtung Tür gingen (mein Mann war schon drin zum anmelden) wurde mir plötzlich klar, dass es das das letzte Mal mit Max draußen sein würde. Ich wollte stark sein, doch bin ich vor der Tierklinik zusammengesunken, habe ihn umarmt und einfach nur geweint. Draußen standen andere Leute doch ich konnte einfach nicht anders. Mir laufen jetzt schon wieder die Tränen.. als wir rein gingen und ich dort lachende Menschen sah, fiel ich auf die Knie und weinte, Max leckte mich ab. Er war der Starke, selbst in dem Moment. Ich wusste, dass ich ohne Max, nur mit Halsband, Leine und einer Decke wieder in das Auto steigen würde, was uns als Familie hingebracht hatte. Der Gedanke zeriss mich.Wir bekamen relativ zügig einen eigenen Raum. Ich hatte Max' Lieblingsunterlage und Decke mit, wo er sich gleich drauf legte und von mir zugedeckt wurde (er fror zum Schluss immer so). Die TA-Helferin legte den Zugang, später kam die Ärztin. Ich lag auf dem Boden, meinen Bauch am Rücken von Max, seinen Kopf auf meinem linken Arm, habe ihn immer gestreichelt und geküsst. Dann ging sie. Ca. 5 Minuten später klopfte es an der Tür; die Tierärztin. Nachdem die TÄ und ich über alles gesprochen hatten, ließ sie uns einige Minuten alleine, sie ging die Medikamente aufziehen.

Was haben Max und ich gekuschelt, ich wollte jede Millisekunde mit ihm genießen.. Bis es dann erneut an der Tür klopfte. Da stand die TÄ mit den Medikamenten zum einschläfern. Max sah mich friedlich an und regte sich nicht, sonst wär er immer sofort aufgesprungen wenn jemand zu ihm kam. Ich habe mich so zusammengerissen, jeden Schluchzer runtergeschluckt und ihn geküsst, dabei in die Augen gesehen. Die TÄ ging zu uns auf die Knie und streichelte Max, redete ihm gut zu. Dann gab die ihm das erste Medikament zum beruhigen/einschlafen. Max war entspannt. Als sie ihm das tödliche Narkosemittel verabreichte sagte sie, Max könnte zucken aber es ginge schnell. Max riss kurz die Augen auf und wollte aufstehen, habe ihn mit Küssen und Umarmen/Streicheln wieder hingelegt. Um 21:32 ging Max von uns. Um 21:30 fing die TÄ an. Sie hatte mich noch gewarnt, dass es schnell gehen würde. Das ging es leider. Für Max war es das Richtige.

Der Tierbestatter kam kurz danach, ließ mir aber genug Zeit zum Abschiednehmen. Wir konnten Max mit dem Bestatter einbetten (große Plastikwanne) und zum Auto raustragen. Der Bestatter war sehr einfühlsam und lag mit Max und mir nach dem Einschläfern auf dem Boden, hat Max umarmt und geknuddelt. Max war in guten Händen. Mit diesem guten Gefühl einerseits und der leeren Leine/dem Auto/ allen traurigen Gedanken andererseits wurden wir zurückgelassen.

Heute ist die Asche von Max zurück bei uns daheim. Er wird für immer in unseren Herzen weiter leben - doch er fehlt mir so!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
17.10.2014
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Guest

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Knopfstern

Knopfstern

Moderator
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Hallo Dju,


Erstmal möchte ich dir mein herzlichstes Beileid ausrichten!
Dein Max und du, ihr ward so lange Stark und ihr habt einen gemeinsamen Weg bis zum ende gegangen.

Ich kann dich so gut verstehen.
Bei uns war es auch sehr emotional damals und ich habe gerade auch ein paar Tränchen verdrückt.

Das wichtigste ist, das es Max gut geht.Und das geht es ihm jetzt.
Er hat keine Schmerzen und darf in frieden ruhen.

Viele Menschen denken da leider eher an sich und warten.Ihr habt das richtige getan und ihr ward die ganze Zeit bei ihm.

Er passt nun ganz gewiss auf euch alle auf.


Fühl dich mal lieb gedrückt,und wenn du deine Gedanken los werden willst, immer raus damit.

Das mit dem Antworten dauert ab und zumal, da nich jeder 24 Std 7 Tage die Woche online ist. ;)

LG Knöpfi
 
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