Tierheim(e), Organisationen, Pflegestellen

Diskutiere Tierheim(e), Organisationen, Pflegestellen im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo liebe Leser, da mein Freund und ich uns jeden Tag mit Hundehaltung, Hundeanschaffung und allem was dazugehört beschäftigen, erstelle ich...
Eulenohr

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Hallo liebe Leser,

da mein Freund und ich uns jeden Tag mit Hundehaltung, Hundeanschaffung und allem was dazugehört beschäftigen, erstelle ich hier nochmal einen Beitrag.
Genauer gesagt soll es darum gehen, wo genau, wo "am besten" man einen Vierbeiner adoptiert und was es zu beachten gibt. Ein Züchter fällt für uns raus, da wir uns gegen einen Welpen entschieden haben und gerne einen etwas älteren Hund zu uns holen möchten. Er sollte ca. 1,5-4 Jahre alt sein.

Vorher sei gesagt, dass der
Hund nicht vor Juli 2015 hier einzieht, ich dennoch jetzt sehr viel darüber nachdenke und einfach schon Infos einholen möchte ;-)
Die Voraussetzungen sind dann alle gegeben, finanziell passt es auch, der Hund wäre tagsüber nicht länger als 6 Stunden alleine, wir können ihn auch mit mehr auslasten als "nur" Gassigehen und werden anfangs auch eine Hundeschule besuchen. Wir haben aber beide (bis jetzt) eher wenig interesse an Agility, Dog Dancing etc., also sollte der Hund einfach mittlere Ansprüche haben, doch ich denke, dass wir da im TS fündig werden.


Ich habe in letzter Zeit viel über die Orga "Salvate Canes" gelesen und die gefallen mir ganz gut. Allerdings befinden sich dort wenige Hunde auf deutschen Pflegestellen, sodass man sich dann auf die Beschreibungen verlassen muss. Vielleicht ist es für Hundeanfänger ein zu großes Überraschungsei, einen Hund aufzunehmen, den man noch nicht kennengelernt hat.

Unser Tierheim gefällt mir recht gut, allerdings fand ich die Mitarbeiter nicht immer freundlich und teilweise etwas abweisend. Außerdem weiß ich nicht, ob sie uns einen Hund vermitteln würden (Freund arbeitet Vollzeit, ich studiere).

Kennt ihr Organisationen, mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht habt (oder Freunde/Bekannte)? Könnt ihr Tierheime in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein empfehlen? Ich finde es eigentlich auch immer sehr schön, wenn Hunde auf einer Pflegestelle sind, da man da noch am ehesten sieht, wie sie sich verhalten als in einem Zwinger im Tierheim.

So, viele Grüße und ich freue mich auf viele Tipps:D
 
05.11.2014
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hey,

das mit der Pflegestelle ist schon richtig- im Optimalfall ist der Hund bereits einige Monate dort und nicht nur ein paar Tage.
Dann kann man auch wirklich beurteilen wie der Hund so generell wäre.

Wichtig, egal woher der Hund kommt:

Ihr richtiges Verhalten zeigen Hunde erst, wenn sie mehrere Monate Zeit hatten sich irgendwo einzugewöhnen. Gerade bei Hunden aus dem Ausland wird häufig angegeben, dass die Hunde superlieb, mit allem und jedem verträglich ist usw. usf....das hat aber leider häufig nicht lange Bestand, wenn die Hunde nicht mehr nur agieren um zu überleben.

Das ist wirklich wichtig.
Viel zu oft haben wir vollkommen verzweifelte Leute in der Hundeschule stehen, die mit ihrem "netten, lieben, superverträglichen" Hund total überfordert sind, weil er plötzlich hochgradig ängstlich/aggressiv usw. ist.
Leider gerade Gottes bei Hunden aus dem Ausland ist das häufig der Fall, da da oft viel zu schnell und mit zu wenigen Vorinformationen vermittelt wird.

Vielleicht ist es für Hundeanfänger ein zu großes Überraschungsei, einen Hund aufzunehmen, den man noch nicht kennengelernt hat.
Ich würde das auch nicht tun- persönlich.

Wenn man die Zeit, die Geduld und im Zweifelsfalle auch das Geld hat (gutes Training bei ernsten Problemen ist nicht günstig) sich mit einem "echten" Problemhund auseinander zu setzen: ok.
Muss nicht passieren, aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht unbedingt gering, wenn man den Hund noch nie gesehen hat.

WENN ihr einen Hund aus dem Ausland nehmen wollt lest euch zu spezifischen Problemen ein, die typisch für Auslandshunde sind (nur für den Fall der Fälle!) und achtet darauf, dass er eben nicht erst seit 2 Tagen hier ist.
Beim Tierheim würde ich einfach mal nachfragen- vllt. sitzt da trotz aller Vorbehalte "euer" Hund.

In welche Richtung soll es denn generell gehen?
Viele Rasseverbände haben ja z.B. auch Notvermittlungen usw. und vllt. werdet ihr da auch fündig:)
 
*Mischling*

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Huhu,

ich komme leider nicht aus deiner Gegend, daher kann ich dir bei der konkreten Suche nicht viel weiterhelfen.
Allerdings: Habt ihr denn eine Vorstellung, was den Hund angeht? Eine bestimmte Rasse? Selbst wenn ihr keinen Welpen wollt muss ein Rassehund nicht völlig ausgeschlossen werden, es gibt Nothilfen für so ziemlich jede Rasse (leider).
Solltet ihr eher in Richtung Mischling und »die Sympathie wird entscheiden« tendieren würde ich vom Auslandshund vom Bild abraten. Ich hab es selbst gemacht und bin sehr glücklich mit meinem Hund, er ist aber auch nicht mein erster. Wenn jemand recht klare Vorstellungen hat oder wenig Erfahrung und den Hund daher zuerst ein paar Mal kennen lernen möchte (oder besser sollte) würde ich davon also abraten.
Ein Auslandshund auf deutscher Pflegestelle ist wieder was anderes. Wenn da ein passender dabei sein sollte würde ich auf jeden Fall einen Besuch wagen. Nur würde ich genau fragen, wie es denn um Eingewöhnung und Charakter des Hundes bestellt ist. Da ihr ein älteres Exemplar aufnehmen wollt könnte dieser Hund eben auch schon länger auf der Straße gelebt und ein paar typische Verhaltensweisen angenommen haben (verstärkte Ressourcenverteidigung z.B.). Das sind nicht unbedingt Dinge, wegen derer ihr einen solchen Hund nicht aufnehmen könntet/solltet, ich würde es lediglich genau erfragen und dann abwägen.
Was den TS/die THs allgemein angeht würde ich mir immer auch überlegen, ob ihr Tierheim A oder B unterstützen wollt oder nicht. Nur weil sich etwas TS nennt ist es nicht gleich seriös oder fördernswert. Wenn also die Mitarbeiter kein Interesse an der Vermittlung zu haben scheinen, die Tiere nicht richtig kennen/vorstellen etc. würde ich mir eine andere Anlaufstelle suchen.
Alles andere würde ich auf mich zukommen lassen und mir einfach auch vor Ort anschauen. Erfahrungswerte und Onlinekommentare sind immer ein erster Hinweis (besonders, wenn sich eine gewisse Tendenz zeigt), aber eben auch nicht ultimativ. Also auch wenn du über etwas bisher nur Gutes gelesen hast: trotzdem kritisch anschauen. Und wenn etwas vermehrt negativ bewertet wurde ist es vielleicht trotzdem einen Besuch und einen eigenen Eindruck wert.

Liebe Grüße
 
Tompina

Tompina

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Hallo,

also ich kann dir/euch nur empfehlen so viele Gespräche wie möglich zu suchen mit den verschiedensten Anlaufstellen (TH, Orga etc.), bevor ihr euch entscheidet - inzwischen gibt es so viele Organisationen, da wirst du kaum zu jeder Orga jemanden finden, der dir wirklich helfen kann in Bezug auf echte Erfahrungswerte und/oder Empfehlungen.

Schritt 1 wäre für mich: Was für einen Hund wollt ihr? Rasse? Charakter? Was auf keinen Fall? Was auf jeden Fall?

Schritt 2: rassespezifische Organisationen suchen (sollte es da klare Tendenzen geben), möglichst viele THs einfach mal besuchen und abklären wie es da so läuft (Kann man denn Hund mehrmals ausführen und kennenlernen bevor man ihn mit nimmt? Wird man ausführlich beraten oder nur kurz abgespeist? Etc.), Auslandsorganisationen suchen, die mit Pflegestellen arbeiten

Schritt 3: potentielle Hunde ins Visier nehmen und dann Zeit lassen!
Den Hund mehrmals besuchen (nicht gleich beim ersten Kennenlernen mitnehmen!), den Hund in verschiedenen Situationen "testen"/beobachten (Wie reagiert er auf Geräusche? Auf Menschen? Auf andere Hunde? Auf andere Tiere? Auf Kinder? Etc.).

Gute THs und Orgas nehmen sich viel Zeit für Beratung, Gespräche, Vorkontrollen und alles! Sprüche wie "Wenn Sie ihn heute nicht nehmen, ist er weg." sollten nicht fallen! Man sollte sich auch angenommen und respektiert fühlen, nicht wie jemand der einen Pullover kaufen will ("Willste den? Oder den? Ist egal. Alle toll! Am Besten vier nehmen!") oder ein Schwerverbrecher ("Was sie sind berufstätig? Was sie haben Kinder? Was sie haben ein Leben neben dem Hund?")!
 
Eulenohr

Eulenohr

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Ok, das, was ihr schreibt, hört sich alles sehr plausibel an. Danke für eure Gedanken. Auf jeden Fall werden wir uns lange genug umsehen, es geht uns nicht darum, möglichst schnell den "perfekten" Hund zu finden sondern einen, der zu uns und unserem Leben passt. BZW: Wir müssen auch zum Hund passen.:cool: Wie schon erwähnt, das ortsansässige TH macht Vorkontrollen und nimmt sich auch Zeit für Gespräche, aber eben nicht alle Mitarbeiter dort sind so freundlich. Aber das wäre dann beizeiten ja kein großes Problem, es geht ja schließlich um den Hund und man kann sich ja auch von einem anderen Mitarbeiter beraten lassen.


Mit den Organisationen sieht es halt immer sehr schwammig aus, selbst wenn sie z.B. viele Pflegestellen in Hamburg haben, ist es doch für mich als Laie nicht sehr einfach, genau zu sagen, worauf ich achten muss. Aber dass sie nicht nur den Hund schnell loswerden wollen und für alle die beste Situation suchen, halte ich schon für ein wichtiges Kriterium. Nicht im Sinne von Millionär und ohne Arbeit, aber eben einen angemessenen Halter für den individuellen Hund finden. Es ist mir auch wichtig, dass die Hunde, wenn sie auf einer PS sind, Familienanschluss haben und an Alltagsgeräusche und Situationen gewöhnt sind (Autos, Kinder, Jogger). Klar, ist da ein Superhund, der gut passt und vielleicht nur Jogger fürchtet, ließe sich daran arbeiten. Aber mein Freund und ich sehen uns nicht in der Lage, extreme Verhaltensstörungen und Ängste anzugehen, da wir hundeunerfahren sind.

Es geht gar nicht so sehr darum, was wir von einem Hund erwarten. Ich möchte das alles nicht zu hoch schrauben. Das wichtigste ist für mich, dass er nicht zu anfällig für Krankheiten ist (wie manche Rassen, die ja erblich bedingt gehäufte Erkrankungen aufweisen, wie z.B. der Mops). Danach kommt geringe Bellfreudigkeit (da wir zur Miete wohnen und ich das auch so eher unangenehm finde, wenn ein Hund wegen jedem Mucks anschlägt). Dann wäre es toll, wenn er ein mittleres Temperament hat, also gerne mal 4 Stunden am WE rausgeht, am Fahrrad mitläuft, aber auch einen Tag verträgt, an dem mal weniger los ist. Wir sind gerne in der Natur, aber unter der Woche können wir nur ca. 2-3 Stunden täglich mit dem Hund raus. Jadgtrieb ist auch weniger erwünscht.

Also alles in allem ein relativ gelassener Familienhund, mittleres Temperament, gering bellfreudig, kein Jagdtrieb.

Das Aussehen ist nebensächlich, ich habe aber festgestellt, dass mein Freund rein gar nichts mit Pudeln und Molossern anfangen kann (wobei ich Pudel wunderbar süß wäre und das wohl meine Rassenwahl gewesen wäre, hätten wir uns für einen Hund in Not entschieden). Mir gefallen wirklich sehr viele Hunde, er sollte allerdings nicht schwerer als 20kg sein und mittelgroß/bis 50cm Schulterhöhe. Oder wenn Windhund dann halt größer, da die ja leichter sind. Allerdings haben die wohl auch nen ordentlichen Jagdtrieb...finde Silken Windsprites total toll:mrgreen:;) Mir wurde auf der Hundeseite immer der Barsoi auf Platz 1 angezeigt :?::D



So, das wars erstmal. Vielleicht teilen ja noch mehr ihre Erfahrungen mit, wie sie zum Hund kamen und was sie empfehlenswert finden.
Danke
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Nur ganz kurz: Bei einem erwachsenen Hund aus dem Ausland würde ich mich von "kein Jagdtrieb" verabschieden.
Zumindest mir ist bisher noch keiner untergekommen (und das waren absolut grundverschiedene Hunde) die nicht gejagt hätten.

Einfach, weil sie a) die ungehinderte Gelegenheit dazu haben und b) es bis zu einem gewissen Grad auch eine Notwendigkeit sein kann eben jagen zu können um das Überleben zu sichern.

Da müsste man dann dementsprechend mehr Arbeit in den Abruf/Anti-Jagd-Training stecken.
 
Tompina

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Zum Thema Windhund.

1. Windhund ist nicht gleich Windhund. ;) Der Barsoi z.B. ist eine eher "schwierige" Rasse. Dieses typische draußen von 0 auf 100, drinnen unscheinbar wie alle Windhunde, haben die zwar auch, allerdings neigen Barsois zu Beuteaggression und auch Artgenossenagression. Im Gegensatz zu den meisten Windhunden oder Podencos (sind kein Windis ;)), die ja im Rudel sehr kompatibel sind, sind Barsois eher reserviert. Klar gibt es da auch innerhalb der Rasse alle möglichen Varianten, aber 5 Barsois gestapelt auf einem Haufen in völliger Ruhe, ist nicht unbedingt typisch. Überhaupt sind die russischen Rassen eher so die "kernigen" Typen unter den Windhunden, so ein bisschen wie Terrier. Sehr vehement und nicht unbedingt leichtführig. Die arabischen Rassen ebenfalls. Das kommt daher, dass im russischen/arabischen Raum, die Nutzung der Windhunde nicht so stark spezialisiert ist, wie in England oder Spanien - da müssen die auch ein bisschen aufpassen, ein bisschen hüten und so was. Deshalb dann die für bekannte Windhundrassen eher untypische Wachsamkeit und Mannschärfe!

2. Windhund ohne Jagdtrieb wirst du nicht finden. ;) Spezialisierte Sichtjäger wie Galgo, Whippet, Greyhound sind ganz gut händelbar, wenn sie nicht vom Jäger kommen und man hat da mit gutem Training eine realistische Chance! Allrounder wie die Podencos (Sicht, Nase, Gehör) sind da schon schwerer zu kontrollieren, aber nicht grundsätzlich unableinbar! Bei einem Hund aus dem Tierschutz dessen Herkunft man nicht genau kennt, muss man sich halt drauf einstellen, dass es auch sein kann, dass man ihn nur auf umzäuntem Gelände ableinen kann!

Bezogen auf Galgos und Greys kann ich FarFromFear empfehlen. Die haben auch ab und an Podis oder Mischlinge, aber hauptsächlich Galgos/Greys. Da könntest du dich ja mal umsehen und anrufen! Die arbeiten nur mit Pflegestellen und vermitteln die Hunde erst, wenn sie gesundheitlich und charakterlich durch gecheckt sind! Auch um Infos zu den besagten Rassen zu bekommen, sind das denke ich gute Ansprechpartner!

Ich persönlich bin der totale Windhund und Podencofan und sehe auch für Hundeanfänger bei der richtigen Beratung und Auswahl genug Rassen, die da passen würden - man muss sich halt informieren und Zeit lassen, aber abgesehen vom Jagdtrieb sind die meisten Windis/Podis sehr sozial, unglaublich verschmust und anhänglich und trotz Körpergröße perfekt "zusammenklappbar" und mitnehmbar. Wenn sie nicht komplett traumatisiert sind, sind sie in der Regel auch sehr freundlich zu Menschen, kleinen Menschen (Kindern) und anderen Tieren, einfach weil sie auf rudeltauglich gezüchtet sind und Wachsamkeit, Mannschärfe, Beuteaggression, Revieraggression nicht zu den gewünschten Eigenschaften bei der Verwendung zählen! Was nicht heißt, dass es das bei den Windis/Podis nicht gibt! ;)

Man muss halt mit Jagdtrieb und einer gewissen Selbstständigkeit leben können!

Ich persönlich finde auch, das würde zu euren Ansprüchen des mittleren Temperamentes passen!
Es stimmt nämlich so gar nicht, dass Windis/Podis die totalen Powerpakete sind, die man 6h täglich bespaßen muss! :eusa_shhh:
Die brauchen ein Mal am Tag (öfter natürlich auch gerne) die Gelegenheit richtig schön zu sprinten am Besten mit Rassegenossen, die auch so schnell sind und dann einfach zusätzlich geistige Auslastung, dann hast du einen Hund der von 24h 20h zusammen geklappt unter der Bettdecke liegt und sich nicht rührt. :) Ich kann mit meinem Podi und meinem Whippet-Mix 1h laufen, mit ein Mal gut rennen dabei und dann noch ein bisschen Futterbeutelarbeit machen und die sind zufrieden. Ich kann aber auch 4h reiten gehen und die halten mit! Meine DSH-Mix-Hündin hingegen ist nicht "tot zu kriegen"...während der Podi und das Whippetteil schon in der Ecke liegen nach einem 3h Ausritt, geht sie noch auf den weiteren 2h Austritt mit, macht danach noch Apportierübungen und steht nach 1h Ruhe schon wieder parat.
 
Eulenohr

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hey,

danke tompina für deinen hinweis! war mal auf der seite und ich muss sagen, die kleine podenco gefällt mir sehr gut! die galgos sind mir ne nummer zu groß, sie sind zwar nicht schwer, aber die meisten haben ja 65cm und mehr. vom wesen gefallen mir die podencos gut und sie scheinen ja wirklich ganz familientaugliche kerlchen und mädels zu sein :) kann ich mal meinem freund zeigen, mal schauen, was er sagt
 
Tompina

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Podencos = familientauglich, ja.

WENN die Hunde nicht aus schlechter Haltung kommen oder vom Jäger!

Wenn du allerdings einen bis zu 100% ableinbaren Hund möchtest und einen Hund, der dich als Mittelpunkt der Welt sieht und akzeptiert, dann bitte KEINEN Podenco! ;) Lies dich mal hier rein: https://www.tierforum.de/t110058-der-podenco-ibicenco-oder-der-was-ist-das-denn.html

Und informiere dich speziell über den Podengo Portuguese, denn nur denn gibt es in den Kleinvarianten! Die Ibicencos, die Cirnecos usw. gibt es nur ab Schulterhöhe 60cm aufwärts. :eusa_shhh:

Ich will dir nicht abraten, ich mahne nur zur Vorsicht! :)

Ich LIEBE meinen Tom und ich kann mir keine bessere Rasse für mich vorstellen, aber ich
- kann Hunde, die einem am Bein kleben nicht leiden
- habe nichts gegen tägliche Spaziergänge mit Schleppleine
- kann Auslauf auf umzäuntem Gebiet mit windigen Kumpels bieten
- kann damit leben, dass ich meinem Hund ab und an schnurzegal bin
- habe keine hochtrabenden Begleithunde, Obedience, Agility oder sonst was Ambitionen mit meinem Tom
- habe keine Kinder die auch mal mit dem Hund raus sollen
- kann inzwischen mit plötzlichen Richtungswechseln, 2m-Sprüngen aus dem Stand und Co gut leben

Das nur so als kleiner Leitfaden...:angel:
 
Eulenohr

Eulenohr

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Also, habe mich noch bisschen eingelesen und auch deinen Beitrag über die Ibicencos durchgelesen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Rasse zu unserem Leben passen könnte. Ich finde den Jagdtrieb schon etwas abschreckend, wenn ich ehrlich bin- da ich auch wirklich nie einen eigenen Hund hatte und nicht weiß inwieweit ich da fähig bin, daran zu arbeiten. Ich mag Hunde, die einem nicht am "Hintern kleben" und 24/7 hinter einem herlaufen, wobei das ja auch viel mit Erziehung und bin ich dem Hund ein ernstzunehmender Partner zu tun hat.

Hm...ich habe auch vor längere Zeit mal etwas zum Silken windsprite gepostet, aber da haben wenig Leute erfahrung. Aber allgemein der jagdtrieb bei den Windhunden schreckt mich doch ab:eusa_think: wie gesagt, es muss ja auch kein Rassehund sein, wir schauen uns nächstes Jahr auch nach wilden Mischungen um, es muss einfach passen. Ich bin wie gesagt auch nicht sonderlich an hundesport, Agility etc interessiert und mute mir auch keine rassen zu, die besondere Bedürfnisse haben...wie z.b. Border Collies, Australian shepherds, Huskies, Hunde die allgemein sehr viel Bewegungsdrang mitbringen oder halt extrem ausgelastet sein wollen und sollen.

es soll einfach so ein relativ gelassener Gefährte sein, der fast alles mitmacht (also auch mal Bahnfahrten, Stadtbummel, aber auch lange Touren, waldwanderungen, kleine Radtouren). Wir haben da keine riesenansprüche;)
 
Tompina

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Huhu.

also ich persönlich finde es einfacher einen gewissen Jagdtrieb zu händeln - Whippets z.B, sind auch nur reine Sichtjäger und die Whippchen die kenne, sind alle ableinbar! ;) - als z.B. Kompensationsverhalten bei starkem Hütetrieb (auch nur eine andere Form von Jagdtrieb, aber für mich irgendwie "nerviger" :eusa_shhh:) oder eben Beute-/Revieraggression und dergleichen, was ja dann die Rassen mit eher weniger Jagdtrieb vermehrt mitbringen, weil sie eben schützen/bewachen/hüten/treiben sollten, anstatt zu jagen/die Jagd zu begleiten. ;) Aber das ist eben "Geschmackssache". :)

Also ich bin und bleibe auch ein Whippet-Fan. Die gibt es auch äußerst selten mal in THs oder bei Vereinen, da sie meist wirklich einfach, tolle Hunde sind. Setz dich doch mal mit Züchtern, speziell auch Silken-Züchtern in Verbindung und frage da nach.

Habt ihr einen Windhundauslauf in der Nähe oder zumindest in erreichbarem Umkreis?
Da könntest du dann auch mal auflaufen und dir wenn du Glück hast verschiedene Rassen in live anschauen.

Bei einem Mix, ist halt immer die Frage: was ist drin und wie genau kann man das sagen!
Da sollte es dann schon jemand geben, der dann sagen kann, welche Eigenschaften besonders hervorstechen und welche eher weniger. ;)

Meine DSH-Mix-Hündin kann den DSH nicht verleugnen, sie kommt total nach Schäferhund und was auch immer da noch "mitgemischt" hat (recht sicher noch ein Dobermann) und es ist somit recht einfach. Bei meiner Dackel-Whippet-Mix-Hündin kommt mal der Dackel, mal der Whippet durch und meist das Unpassendere in der jeweiligen Situation...:lol: Im Wald ist nichts mit händelbarem Sichtjäger, da hab ich nen Dackel, der mit Spurlaut alles findet was kreucht und fleucht. Und in der Stadt hab ich keinen selbstbewussten, kernigen Dackel, sondern ein zart besaitetes Whippchen, was hinter mir herkriecht...:mrgreen:
 
Eulenohr

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hallo tompina,

ich finde es sehr lieb von dir, dass du immer so ausführlich antwortest! ja, whippets finde ich auch toll und danke dir für deine infos. derweil bin ich aber doch recht sicher, dass wir nicht gezielt nach einem rassehund in not oder im ts suchen, sondern einen Gefährten/eine gefährtin von einer pflegestelle aufnehmen werden.

meine persönliche angst ist einfach, dass wir mit dem hund überfordert sein könnten. es gibt ja doch immer wieder geschichten, wo ein hund sich KOMPLETT anders verhalten und entwickelt hat, als es vorher im Tierheim/pflegestelle der fall war und probleme auftraten. ich bin bereit, den hund sein leben lang zu erziehen, zu lieben und auszulasten; das beinhaltet auch, probleme zu bearbeiten. allerdings habe ich bedenken, falls da mehrere Probleme aufträten, die sich nicht leicht bewältigen lassen. persönlich kenne ich viele Leute, die hunde aus dem tierheim haben oder auch eine, die ihre Hündin von freunden übernommen hat. die haben alle keine probleme, bzw. wenn, könnte man diese mit etwas aufwand ausbübeln (mir bekannter pude z.b.: rennt herrchen im haus nur hinterher, fiept, wenn die tür zugeht, legt sich vor die tür und wartet stunden, bis herrchen nach hause kommt). könnte man ausbügeln, stört die leute aber nicht...^^:silence:

es ist einfach so schwer in der masse von angeboten und Optionen (hunde sind keine ware, aber leider gibt es so viele zur abgabe :( ) den überblick zu behalten und zu bemerken, was die für einen selbst angebrachte option ist. eine freundin von mir z.b. meint, sie würde nur hunde vom züchter holen, von welpenalter an, sie selbst erziehen, vom guten züchter holen, wo sie sozialisiert werden...und dann gibt es leute, die sagen, einen tolleren hund hätten sie nie bekommen können, tierheimhunde wunderbar.. (also jetzt überspitzt dargestellt). und das alles macht mir doch angst, muss ich sagen!

ich bin mir bewusst, ein hund ist kein plüchtier, er hat ecken und kanten wie wir menschen (aber schönere) und ist ein indivuum. doch bei der fülle an meinungen bin ich einfach überfordert!


und was haltet ihr vom geschlecht eines Hundes? hat das irgendeinen einfluss auf Erziehung/wesen?
vielen lieben dank
eulenohr


ps : komme gerade vom wochenendseminar der uni und dort hatdie tutorin einen blindenführhund, einen großpudel. ein wunderbar sanfter, toll ausgebildeter und sensibler hund. ich muss sagen, ich mag pudel sehr gerne. aber das ist fast das einzige no go meines Freundes:eusa_eh::?:(

ciao
 
Tompina

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Huhu,

hab dieses Mal nur kurz Zeit.

Wie gesagt, ich will dir keinen Windi oder Podi aufschwätzen, du hast halt Barsois und Whippets erwähnt, deshalb habe ich mich ein bisschen dazu ausgelassen! ;)
Für mich sind die Podenco Ibicencos die klare Traumrasse und allgemein die windigen Hunde eher meine Richtung, somit kann ich da auch ehesten was sagen...:angel:

Großpudel sind toll! Allgemein hat der Pudel viele tolle Eigenschaften!
Was genau stört deinen Freund denn an Pudeln? Wenn man die nicht auf "Plüschkugel" schert, dann sehen die auch nicht so aus! :eusa_shhh:
 
Eulenohr

Eulenohr

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HallO, ja, wie gesagt, mir gefallen viele windhunde auch aber die gefahr eines doch ausgeprägteren jagdtriebs ist ja gegeben.
Da müsste ich mich mehr schlau machen, wobei ich denke, dass es am ende irgendein mix wird. Einen welpen großziehen- das trauen wir uns noch nicht zu.

Ja, mein freund und pudel...er sagt ganz klar, dass er molosser und pudel optisch unansprechend findet und das so gar nicht seine rassen sind. Er findet sonst sehr viele hunde toll, außer solch "zottelige" wie er sagt (bolonka zwetna, coton de tuléar etc). Er mag collies, shelties, corgis, dackel, labradore, golden retriever, silken windsprites, jack russel, dann alles mixige klein bis groß mit eher glattem fell.
Waren auch öfters im tierheim hier und da gefielen ihm einige, sowohl optisch als auch vom wesen. Das wird jetzt nicht das schwierigste, er legt aber aufs optische mehr wert als ich. Fände er sie schön, käme ein pudel in not hier ins haus;) höchstwahrscheinlich^^

Aber ich bin gerne bereit, pflegestellen zu besuchen, tierheime abzuklappern und einen Gefährten oder eine Gefährtin zu finden.

Kann mir jemand noch was zu Hündin/ rüde und wesen/Erziehung sagen? Und zum thema Züchter oder Tierschutz? Ich lege viel wert auf Erfahrungen und berichte:)
Danke euch!
 
Eulenohr

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Weiß jemand noch was zu den letzten Punkten? ;) schönes we
 
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Kann mir jemand noch was zu Hündin/ rüde und wesen/Erziehung sagen? Und zum thema Züchter oder Tierschutz? Ich lege viel wert auf Erfahrungen und berichte:)
Ich persönlich bin eher der Typ für Rüden, das ist aber Geschmackssache. Man sagt, Hündinnen wären zickiger, Rüden anhänglicher und dafür etwas langsamer in der Erziehung. Das haben aber schon so viele Hunde widerlegt, dass ich da schon lange nichts mehr drauf gebe. Bei der Hündin muss man eben mit der Läufigkeit klar kommen, beim Rüden mit dem Bein heben.

Züchter oder Tierschutz macht m.E. keinen Unterschied, solange man nicht den falschen unterstützt. Was den TS angeht hatten wir in unserer Zeitschrift mal ein paar Eckpunkte zusammen getragen. Ausgabe 3, ab Seite 28: http://tier-zeit.de/archiv/ausgabe3/

Zum Züchter kann ich dir den Thread hier ans Herz legen: https://www.tierforum.de/t72427-tipps-wie-erkenne-ich-einen-serioesen-zuechter.html
 
louiss

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hallo eulenohr,

bevor ich meinen jetzigen hund hatte, hatte ich mich auch lange umgesehen, letztendlich kam er nicht aus einem tierheim, sondern von einer privatperson über ebay kleinanzeigen. es war das beste was uns passieren konnte, mir, dem tier und der ehemaligen hundehalterin. manchmal müssen hunde einfach aus zeitmangel abgegeben werden, es sind aber die liebsten und erzogensten hunde die es gibt. die ehemalige hundehalterin war pberglücklich, dass louis in gute hände kam (auch wenn sie ein bisschen weinen musste als wir ihn geholt haben) und stand mir die ersten paar monate immer als ratgeberin zur verfügung. im gegenzug hab ich ihr hin und wieder fotos von einem wahrlich glücklichen louis geschickt.

das nur als anregung, so macht man nicht nur ein tier, sondern auch einen menschen glücklich. jeder der einen eigenen hund hat weiß, wie schwer es ist ihn abgeben zu müssen, da ist man überglücklich wenn man ihn in liebevolle hände geben kann und er nicht ins heim muß. wenn man ihn von einer privatperson bekommt, weiß man am ehesten was man bekommt, denn da ist die ganze vorgeschichte bekannt.
 
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