Welpe ist total ängstlich...

Diskutiere Welpe ist total ängstlich... im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, seit dem 22.11.14 bin ich stolze Besitzerin einer kleinen Jack Russel/Beagle Dame. Sie ist 10 Wochen alt und kommt von einem...
xEmmi

xEmmi

Registriert seit
04.12.2014
Beiträge
9
Reaktionen
0
Hallo,

seit dem 22.11.14 bin ich stolze Besitzerin einer kleinen Jack Russel/Beagle Dame. Sie ist 10 Wochen alt und kommt von einem Bauernhof/Reiterhof. An sich ist sie ganz pflegeleicht.
Allerdings gibt es da auch ein paar Problemchen und ich habe mir jetzt schon von mehreren Leuten Tipps geben lassen - allerdings ohne wirklichen Erfolg.
Da wäre zum einen das Problem, dass sie anfängt unseren Besuch (in der Wohnung) anzubellen/anzuknurren. Sie schnuppert immer kurz und dann geht´s los.
Und dann seit vorgestern knurrt und bellt sie auch wildfremde Menschen auf der Straße an.
Desweiteren hat sie panische Angst vor anderen Hunden... Uns sind jetzt bei den kurzen Spaziergängen (so 5-10 min) mehrere Hunde entgegen gekommen. Da das gleiche, sie schnuppert, bekommt schiss, knurrt/bellt und versteckt sich hinter mir/zwischen meinen Beinen.
Und das
letzte Problem ist, wenn mein Freund oder ich ihr etwas verbieten, dann fängt sie auch an uns beide anzuknurren/anzubellen.

Wir haben jetzt auch schon mehrere Bekannte gefragt, die sich mit Hundeerziehung auskennen (selbst mehrere Welpen gehabt oder züchten), aber all das was sie uns geraten haben hilft nicht.
Wir waren auch schon am überlegen in die Welpenspielstunde mit ihr zu gehen - allerdings ist das aufgrund der Zeit (Samstags von 11-12) nicht ganz einfach. Ich musste mein Auto verkaufen und habe jetzt keine Möglichkeit mir ihr zu dem Zeitpunkt zur Hundeschule zu kommen. (Bin aber schon am überlegen wie ich das auf die Reihe bekomme)

Habt ihr vielleicht noch Tipps für uns? Wir sind mit dem Latein am Ende. Wir möchten doch nur das beste für die kleine Maus :(

Name des Hundes: Emmi
Alter des Hundes: 10 Wochen
Rasse des Hundes: Jack Russel/Beagle Mischling
Herkunft: Deutschland/Bauernhof/Reiterhof
Kastriert? Da erst 10 Wochen alt noch nicht
Wie lange lebt der Hund schon bei euch? Seit dem 22.11.14

Und hier ein Foto der kleinen Emmi :)

Lg 2014_12_04_105847.jpg




Edit: Ich vermute einfach mal, dass sie dort sehr schlecht sozialisiert wurde, denn sie schreckt auch bei dem kleinen geräusch immer sofort auf. Nur was können wir da jetzt machen?!
 
05.12.2014
#1
A

Anzeige

Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
Registriert seit
21.01.2011
Beiträge
30.955
Reaktionen
3
Huhu,

die Welpenstunde fände ich sehr wichtig. Wenn der Hund jetzt schon so unsicher ist wäre es sehr wichtig, dass er den richtigen Umgang mit Artgenossen kennenlernt. Den Kontakt zu (gut sozialisierten) adulten Hunden würde ich auch in jedem Fall suchen. Es wäre vll auch nicht schlecht, wenn einer der Trainer der Hundeschule den Hund »in Action« sieht und das Verhalten beurteilt bzw. euch Tipps gibt.

Was habt ihr denn bisher versucht? Du schreibst, ihr habt Ratschläge bekommen: Welche? Und was davon habt ihr wie lange ausprobiert bzw. wie hat der Hund reagiert?
 
xEmmi

xEmmi

Registriert seit
04.12.2014
Beiträge
9
Reaktionen
0
@Mischling: Ja das mit der Welpenspielstunde haben wir uns auch schon überlegt, wir sind momentan nur am gucken, wie wir immer dahin kommen.
Bezüglich des Anbellen/Anknurren von unserem Besuch wurde uns gesagt, dass wir Emmi zu nix drängen sollen und sie von sich aus zum Besuch hin gehen soll, wenn sie mag. Das Problem dabei ist, sobald jemand die Wohnung betritt und sie das mit bekommt, fängt sie sofort an zu knurren und zu bellen. Ich rufe sie dann immer zu mir, streichel sie und spreche ihr gut zu, dass ja alles in Ordnung ist. Und seit vorgestern macht sie das halt auch auf der Straße bei Fremden Menschen.
Zu dem Anknurren/Anbellen wenn wir ihr etwas verbieten wurde uns gesagt, dann kurz aus dem Raum gehen und nach ein paar Minuten wieder rein kommen ohne zu schimpfen oder ähnliches.
Naja und bei der Angst vor anderen Hunden wurde uns auch gesagt, wir sollen ihr gut zu reden und sie beruhigen. Allerdings bringt das alles nichts. Sie gibt erst Ruhe, wenn der Hund oder die Menschen nicht mehr bei ihr in der Nähe sind (Das macht sie aber auch nicht bei jedem Menschen, hinter manchen will sie auch hinterher und gucken was los ist).
So ist sie total verspielt und kuschelt sehr gerne mit uns.

Lg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
dine-jolie

dine-jolie

Registriert seit
04.02.2014
Beiträge
370
Reaktionen
0
Ich rufe sie dann immer zu mir, streichel sie und spreche ihr gut zu, dass ja alles in Ordnung ist.
Mir wurde mal gesagt, das ist das dümmste was man tun kann. Mann soll den Hund nicht betüddeln, dadurch bestätigt man ihn in der Angst.
Bei meiner Kleinen hielt die Angst nicht lange an.
Wenn sie sich vor etwas fürchtet oder unsicher ist, gehe ich "voraus" und zeige ihr, dass (worum auch immer es sich handelt), das normalste der Welt ist.
Meine Süsse hatte zum Beispiel Angst vor dem Autofahren, seit sie sich einmal auf der Rückbank übergeben hatte.
Ich habe sie natürlich immer mit Leckerchen gelockt und schön gelobt, wenn sie doch mal von allein ins Auto ist. Auf der Rückbank hat sie dann
angefangen zu zittern. Wir haben das allerdings ignoriert und uns gegenseitig ganz ruhig unterhalten. Schon nach wenigen Tagen hat
sie kapiert: Aha, Herrchen und Frauchen sind ganz entspannt, hier gibt es also nichts wovor man Angst haben müsste.
Seither schläft sie immer oder schaut aus dem Fenster und ist - eben wie wir - die Ruhe selbst.

Zu dem Anknurren/Anbellen wenn wir ihr etwas verbieten wurde uns gesagt, dann kurz aus dem Raum gehen und nach ein paar Minuten wieder rein kommen ohne zu schimpfen oder ähnliches.
Hat bei mir ganz toll funktioniert :) Weitermachen !

Naja und bei der Angst vor anderen Hunden wurde uns auch gesagt, wir sollen ihr gut zu reden und sie beruhigen. Allerdings bringt das alles nichts. Sie gibt erst Ruhe, wenn der Hund oder die Menschen nicht mehr bei ihr in der Nähe sind
Siehe oben zwecks gut zureden. Ich finde, das bestätigt die Aufregung. Anstatt sie zu betüddeln und gut zureden, solltest du zeigen, dass es nichts gibt, worüber man sich aufregen müsste. Und wenn sie - genau wie du hoffentlich - ganz ruhig ist in Anwesenheit anderer Hunde, dann solltest du sie loben.


Aber vor allem solltest du nicht vergessen, dass sie SEHR jung ist.
Das alles bedeutet Monatelanges Üben. Meine Kleine ist jetzt fast 6 Monate jung und ich sehe jetzt erst die ersten Erfolgserlebnisse des Übens.

Viel Erfolg :)


PS: Mehr Bilder bitte, scheint ja ein ganz süsser Knirps zu sein ! :clap:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
xEmmi

xEmmi

Registriert seit
04.12.2014
Beiträge
9
Reaktionen
0
@dine-jolie: Danke für deine Antwort und deiner Ansicht! Okay dann werd ich das mal so versuchen... Aber was kann bzw soll ich denn machen, wenn wir spazieren sind und uns ein anderer Hund/Mensch entgegen kommt. Meist bleiben die Besitzer der anderen Hunde dann stehen und wir unterhalten uns ("Ach was ist das eine Süße", etc). Wenn Emmi dann anfängt zu knurren und zu bellen einfach erstmal nichts drauf sagen und sie machen lassen? Sie versteckt sich ja dann zwischen meinen Beinen bzw hinter mir :(
Und das gleiche auch zu hause, wenn sie unseren Besuch anknurrt/bellt? Auch einfach erstmal machen lassen?

Und an alle anderen: Wenn ihr mir noch Tipps geben könnt, immer her damit :) Ich bin euch um jeden Tipp dankbar! :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
xEmmi

xEmmi

Registriert seit
04.12.2014
Beiträge
9
Reaktionen
0
Hier noch ein paar Fotos von Emmi :)

2014_11_23_095521.jpg
2014_12_04_105818_1.jpg
2014_12_04_105940_1.jpg
 
BerndFfm

BerndFfm

Registriert seit
18.06.2010
Beiträge
374
Reaktionen
0
Auf jeden Fall ein ganz süßer Hund !

Welpenstunde fände ich sehr wichtig, dort lernt ihr viel mit dem Hund.

Lasst den Hund viele gute Erfahrungen machen.

Mein Welpe hatte auch Angst vor fremden Menschen. Auf der Hundewiese hat dann auch jeder versucht den Hund anzufassen.

Ich hab dann nur noch Leute an meinen Hund gelassen die sich auskennen, die mit dem Hund gespielt haben und auch Futter gegeben haben. Inzwischen ist sie lieb zu allen Menschen und Hunden.

Grüße Bernd
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
Registriert seit
21.01.2011
Beiträge
30.955
Reaktionen
3
Off-Topic
Die ganze Diskussion zum Thema Hunde von privat hab ich ausgegliedert: https://www.tierforum.de/t193499-hunde-von-privat.html
An dieser Stelle bringen Vorwürfe rein gar nichts und alles weitere dazu wird hier auch gelöscht. Die TE hat die Situation erklärt und damit ists auch gut.
 
xEmmi

xEmmi

Registriert seit
04.12.2014
Beiträge
9
Reaktionen
0
Aber mal eine andere Frage... Was soll ich denn machen, wenn wir Besuch haben und sie den Besuch anknurrt/anbellt? Haben momentan wegen ihr selten Besuch, aber er lässt sich nun mal nicht ganz vermeiden.
 
louiss

louiss

Registriert seit
17.09.2014
Beiträge
636
Reaktionen
0
hi emmi,

wohnst du alleine oder wohnst du mit einer weiteren person zusammen? (mit zwei personen isses einfacher). ich wohn mit meinem freund zusammen, immer wenn es geklingelt hat ist mein freund zur tür. ich war mit dem hund in einem zimmer und mein freund hat die türe einfach zugemacht. wenn der hund gemuckt hat hab ich mit ihm gespielt, also abgelenkt. wenn mein freund den besuch "geprüft" hat und als "alles in ordnung" eingestuft hat, hat er unseren hund gerufen und er durfte hin. oft musste er einfach auch an seinem platz bleiben wenn es geklingelt hat. wenn es zum bsp klingelte und er hinlaufen wollte, wurde er auf seine platz zurück geschickt. der besuch hat ihn ignoriert und der hund durfte erst kommen wenn wir das okay dazu gegeben haben..

wenn du also besuch bekommst sollte sie auf ihrem platz bleiben bis sie freiwillig dort liege bleibt und ganz entspannt ist. solange muss der besuch sie komplett ignorieren, nicht ankucken, nicht mit ihr sprechen und nicht anfassen. wenn sie entspannt ist kannst du sie rufen.

wenn sie schon bellt und den besuch anknurrt ist es zu spät. bei hundeerziehung ist es wichtig vorausschauend zu handeln, also im voraus zu wissen was der hund tun wird und darauf reagieren, dass es garnicht zu dem verhalten kommen kann

du bist der erwachsene, souveräne "chef" deshalb kannst nur du entscheiden, wer gut und wer böse ist. deshalb musst du zuerst gehen und hallo sagen und erst wenn du dein okay gibst darf sie kommen. wenn sie zuerst geht wird sie alles melden, weil sie noch nicht sehr viel kennt, sobald sie mit einer neuen situation konfrontiert wird, wird sie es dir melden. da du sie immer gestreichelt hast, hast du sie in ihrer unsicherheit bestätigt, und sich dachte sie verhält sich richtig

wegen der welpenspielstune, solltest du darauf achten, dass sie von der größe her gut passen, wenn dein hund eh schon unsicher ist und einer der größere welpen zu grob mit ihr spielt wird das mehr schaden anrichten als es gut ist.

wenn sie draußen angst vor mensche oder hunde hat musst du darauf achten, dass diese nicht an sie rankommen. bei deinen beinen ist ihr schutzraum, da wirst du alle hunde abwehren, die ihr zu mah kommen wollen. menschen darum bitten, dass sie deinen hund nicht ankucken, das macht ihr angst. wenn sie dann sicherer geworden ist wird sie sich von alleine von deinen beinen entfernen. wenn sie dann mal eins aufn "deckel" bekommt von anderen ist das ihr problem, aber bei deinen beinen wird sie immer beschützt. so wird dein hund nie unkontrolliert weglaufen wenn er angst hat, sondern immer zu dir kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
astrid.

astrid.

Registriert seit
23.06.2011
Beiträge
101
Reaktionen
0
Hallo
Deine Emmi ist sehr niedlich! Meine Ideen zu Deinem Bericht:

1. gib bloß nicht auf und verzweifele nicht, Emmi ist ja noch ein Baby und Ihr seid erst 2 Wochen zusammen.

2. Wenn Emmi unsicher und ängstlich ist und deshalb knurrt und bellt und Du sie streichelst und ihr sagst, alles sei gut, bestätigst Du ihre Ängstlichkeit und signalisierst ihr durch Streicheln und beruhigendes Sprechen, dass sie sich in dieser Situation angemessen verhält, Du sagst ihr also, Knurren und Bellen ist richtig und von Dir erwünscht.

Emmi muss lernen, dass Du der Boss bist und alle Angelegenheiten regelst, nicht sie. Wenn Du den Auslöser für ihre Angst kennst, also z. B. Emmi betritt das Bad nicht, wenn die Waschmaschine läuft, lenke sie spielend in Richtung Bad, feuere Leckerlies durch die Wohnung oder ein Bällchen, nähere Dich dem Bad, in dem die Maschine läuft, wirf ein Leckerli an die Badezimmertür, kurz hinter die Tür, in die Mitte des Raumes, neben die Maschine etc. etc. immer in kleinen Schrittchen, lobe sie überschwänglich, aber ignoriere die Waschmaschine vollkommen. Es muss Euch nicht gelingen, dass Emmi schon an Tag 1 ins Bad geht, je nach Grad der Ängstlichkeit oder Ausmaß des "Ungeheuers", vor dem sie sich fürchtet, kann es dauern. Wichtig ist nur, dass Ihr jede Lerneinheit positiv beendet. Und nicht das Tierchen überfordern, lieber 10 x am Tag 5 Minuten spielend lernen, als 30 Minuten am Stück, das wäre für einen Hund von 10 Wochen viel zu viel.

Ich hoffe, Du kannst die Waschmaschine/ Bad Beispielsituation übertragen auf die Ereignisse, in denen Emmi ängstlich reagiert.

3. mit dem Verhalten gegenübern Besuchern würde ich genauso vorgehen, wie von louiss beschrieben.

4. Ich ziehe Hundeschulen vor, in denen Welpen mit Hunden unterschiedlichen Alters Kontakt haben.

5. Ich würde versuchen mehrmals in der Woche mit jemandem gemeinsam Gassi zu gehen, der einen adulten, souveränen Hund hat, an dem Emmi sich orientieren kann. Hundekontakt meiden würde ich keinesfalls, und Du darfst niemals Emmi auf dem Arm nehmen, wenn sie vor einem anderen Hund Angst hat oder knurrt. Damit würdest Du ihr wieder nur sagen, dass sie Recht damit hat, Angst zu haben, das Fehlverhalten würde sich manifestieren und das willst Du ja keinesfalls.

Viel Freude an der Kleinen!
 
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
6.128
Reaktionen
408
2. Wenn Emmi unsicher und ängstlich ist und deshalb knurrt und bellt und Du sie streichelst und ihr sagst, alles sei gut, bestätigst Du ihre Ängstlichkeit und signalisierst ihr durch Streicheln und beruhigendes Sprechen, dass sie sich in dieser Situation angemessen verhält, Du sagst ihr also, Knurren und Bellen ist richtig und von Dir erwünscht.
Jein.

Du darfst ihr durchaus Sicherheit geben- sie darf sich z.B. zwischen deinen Beinen, hinter dir usw. verstecken.
Einen so jungen Hund sich selbst zu überlassen und seine Angst zu ignorieren ist schlicht und ergreifend grausam.

Die Angst an sich kann ich weder "wegstreicheln" noch "wegignorieren". Ängstliche Hunde verlieren ihre Angst nur, wenn sie sich sicher fühlen- ergo musst du Sicherheit schaffen.
Sei es durch dich selbst oder aber eben durch einen festen Platz, der aber positiv aufgebaut werden muss.

Einfach drauf und gut reicht nicht.

Emmi muss lernen, dass Du der Boss bist und alle Angelegenheiten regelst, nicht sie. Wenn Du den Auslöser für ihre Angst kennst, also z. B. Emmi betritt das Bad nicht, wenn die Waschmaschine läuft, lenke sie spielend in Richtung Bad, feuere Leckerlies durch die Wohnung oder ein Bällchen, nähere Dich dem Bad, in dem die Maschine läuft, wirf ein Leckerli an die Badezimmertür, kurz hinter die Tür, in die Mitte des Raumes, neben die Maschine etc. etc. immer in kleinen Schrittchen, lobe sie überschwänglich, aber ignoriere die Waschmaschine vollkommen.
Oder lenke sich nicht vom Angstreiz ab, sondern gehe einfach immer wieder ins Bad, mach´dort was, geh´wieder raus und fertig- ohne sie mitzunehmen. Lass einfach die Tür auf und werkel da herum.
Wenn sie sieht, dass DU keine Angst hast wird sie irgendwann von allein neugierig werden.

Arbeitet man zu viel mit Leckerchen/Ball bei sowas ist der Hund abgelenkt - sprich er schnappt sich Futter oder Spielzeug, bemerkt, dass der Angstreiz doch noch da ist und haut wieder ab.

Habituation ist da das Stichwort;)

wenn du also besuch bekommst sollte sie auf ihrem platz bleiben bis sie freiwillig dort liege bleibt und ganz entspannt ist.
Hier ist ein kleiner Denkfehler- der Platz muss ERST positiv aufgebaut werden und DANN kann man den Hund dort hin schicken.
Ein 10 Wochen alter Welpe wird das noch nicht schaffen.

Nimm´sie zwischen deine Beine, zur Not halt an der Leine damit sie dir nicht wegflutschen kann und halte alle Besucher auf Abstand. Wenn sie dann allein los geht um die Situation zu erkunden: Prima.
Aber sie muss jederzeit sofort wieder zu dir in Sicherheit flüchten können;)

Rufen würde ich sie nicht- es ist viel mehr wert, wenn sie von allein losgeht und merkt, dass sie eben bei ihrem Menschen sicher ist.
DAS überträgt sich nachher nämlich auch auf andere Situationen.

Gleiches gilt auch für Begegnungen mit anderen Hunden.

Wenn sie knurrt und Angst hat ist es deine PFLICHT sie zu beschützen.
Ob du sie mit deinen Beinen abschirmst, weggehst oder auf den Arm nimmst ist vollkommen egal- sie knurren und im Zweifelsfalle schnappen zu lassen wird ihre Angst ins Unermessliche steigern und vor allen Dingen wird sie irgendwann härtere Geschütze auffahren, wenn ihr niemand hilft.


Der Irrglaube, dass die "durch" müssen ist so unfassbar falsch, dass ich echt regelmäßig die Krise kriege, wenn ich solche Würmchen in die Welpenstunde bekomme und sie vor lauter Panik schnappend und knurrend in irgendeiner Ecke sitzen, weil ihr Mensch sie nicht beschützt.
Hat mein Hund Angst muss ich eingreifen- immer.

Außer mir kann und wird niemand auf meinen Hund aufpassen und wenn ich es nicht tue wird er eben irgendwann selbst dafür sorgen, dass man ihm nicht auf die Pelle rückt.
 
louiss

louiss

Registriert seit
17.09.2014
Beiträge
636
Reaktionen
0
hm. ein welpe muss lernen an einem platz zu bleiben wenn die situation es verlangt, in freier natur sichert diese lektion sein überleben. ein zwölf wochen alter welpe kann das lernen, warum nicht auch einer der zehn wochen alt ist. die übung ist gar nicht komppliziert. bei vier oder fünf wiederholungen ist das drauf... natürlich muss man das erst ohne ablenkung mit ihm üben
 
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
6.128
Reaktionen
408
Hunde brauchen bis ein Verhalten wirklich sitzt 3000-5000 Wiederholungen.
Jeder Hund.

Das kann man in diesem Alter anfangen aufzubauen, aber zu glauben, dass ein 10 Wochen alter Welpe wirklich auf Signal auf seinen Platz geht, sich dort hinlegt, entspannt und dann auch so lange da bleibt bis ich das auflöse ist utopisch;)

Und sein Überleben wird dadurch gesichert, dass er sich bei Gefahr irgendwohin verkriecht (und in dem Moment HAT er bereits Angst) oder er aber eben sich entwicklungsbedingt noch gar nicht vom Haus/der Wurfhöhle entfernt- das gilt aber eben für Situationen außerhalb des Hauses. IM Haus und unterwegs ist der Mensch seine Zuflucht.

Alles andere ist eine Trainingsfrage und sitzt nicht nach 4-5 Wiederholungen.
Wenn das wirklich so wäre gäbe es wesentlich weniger Probleme dabei sowas den Hunden beizubringen, oder?;)
 
C

Chelle88

Registriert seit
06.12.2014
Beiträge
7
Reaktionen
0
Hund bzw Welpenschule wäre echt perfekt. Wollte mit meinem Hund damals auch nicht hin...gott sei dank hab ichs trotzdem gemacht... Da lernt der Hund einfach das Verhalten unter anderen Hunden...sehr wichtig..
die könen dir auf jedn fall weiter helfen..such dir nur die richtige Schule aus..
 
astrid.

astrid.

Registriert seit
23.06.2011
Beiträge
101
Reaktionen
0
Ich schreibe Dir einige Ansätze auf, die Dir hoffentlich nützlich sind für die Erziehung von Emmi. Einiges verdeutliche ich mit Beispielen, die Du dann auf Deinen Alltag und Bedarf übertragen musst.


Du hast für die Grunderziehung ca. 1 Jahr Zeit. Nicht alles, was auf dem Programm steht, um ein „guter Hund“ zu werden, steht jetzt schon an, Emmi ist ja noch sehr klein, sollte aber immer im Hinterkopf vorhanden sein, denn Du kannst Übungen, die erst in 2-3 Monaten oder später anstehen auf dem Fundament aufbauen, dass Du jetzt schon legst.


„Du bist der Boss“ bedeutet, Du bist für Emmi der Rudelführer. Deine Aufgabe ist es, sie mit den für sie wichtigsten Ressourcen zu versorgen, dass sind Nahrung und Sicherheit/ Schutz. Tust Du das angelehnt an die Art, in der ein gesunder Hund einen Welpen erzieht, wird der Welpe Dich als Rudelführer akzeptieren und Dir gerne folgen. Tust Du das nicht bzw. falsch, also erziehst Du sie nach menschlichen Maßstäben und aus menschlicher Perspektive, die Emmi nicht verstehen kann, wird sie orientierungslos und unsicher. Hat sie keine Führung, wird sie die Führung in Eurem Rudel selber übernehmen (heißt, nicht auf Dich hören, sondern versuchen, eigene Regeln zu etablieren, damit sie sich sicher fühlt). Da Du aus ihrer Sicht ständig gegen ihre Regeln verstößt, wirst Du für sie ein „Unsicherheitsfaktor“ in ihrer Welt, also wird sie versuchen, Dich zu reglementieren. Damit ist sie in ihrem Alter zusätzlich zu der fehlenden Sicherheit völlig überfordert.
Ein Hund, der sich aus Unsicherheit so verhält, wird meistens als dominant, oft sogar als aggressiv verkannt.

Du beschreibst Emmi als „total ängstlich“, ihr fehlt also die entscheidende Ressource Sicherheit. Deshalb knurrt sie Menschen und Hunde auf der Straße an und nun auch Dich und Deinen Freund daheim (sie reglementiert Euch), denn Ihr habt Euch Emmi gegenüber, wie oben beschrieben, (noch) nicht als verlässliche Quelle von Stabilität, Konsequenz und Sicherheit gezeigt.

Bring als erstes Ruhe in Euren Alltag, zeigt Emmi noch nicht allen Freunden, die zu Besuch kommen wollen um den neuen Mitbewohner kennen zu lernen und macht noch nicht viele Besuche bei Familie und Freunden mit ihr, etabliert erst einmal einen Alltag zu dritt, der ruhig und gleichförmig ist.

Zweitens ist es wichtig für Euer künftiges Zusammenleben, dass Du Dich hinsetzt mit Block und Stift und aufschreibst, wie Dein Alltag, Dein Leben ausschaut und was Emmi alles können muss und können soll, damit Euer Leben gut und für alle schön ist. Die Basis für alles, was Emmi können und kennen muss, legst Du in den kommenden Monaten.

Also z. B.: Muss Emmi Auto fahren, Straßenbahn/ Bus/ Zug, neben einen Fahrrad herlaufen, im Fahrradkorb transportiert werden?
Geht Emmi mit zur Uni, zur Arbeit?
Muss Emmi einige Stunden alleine zu Hause bleiben?
Bekommt Emmi einen Hundesitter, der sie stundenweise außer Haus betreut?
Wird sie viel Kontakt mit unterschiedlichen Menschen haben, z. B. am Arbeitsplatz?
Gehst Du viel an einen Badesee oder machst Urlaub am Meer und wünscht Dir, dass Emmi Freude an Wasser hat?
Darf Emmi mit ins Bett, aufs Sofa? (als Welpe süß, mit 14 Kilo, nass und dreckig nach dem Gassi im Herbst brrrrrrrr)
Soll Emmi mit in Kneipe, Restaurant, Biergarten?
Muss Emmi zusammenleben mit weiteren Haustieren?
Gibt es in der erweiterten Familie Kleinkinder, Katzen, Hühner......., mit denen Emmi später regelmäßig Kontakt hat?
Machst Du Sport, gehst Du auf vogelkundliche Wanderungen, Zelten, Segeln....... und Emmi soll dabei sein?

Solch` eine Liste solltest Du Dir auf Dein Leben abgestimmt machen und danach Euer Trainingsprogramm ausrichten. Das heißt alles, was Emmi als ausgewachsener Hund können muss, muss sie in den kommenden Monaten nach und nach kennen lernen.
Beispiel: Soll sie mit Dir Campingurlaub machen, darf sie ein Zelt nicht erstmals in ihrem Leben sehen, flattern hören und betreten, wenn sie 2 Jahre alt ist.

Du arbeitest Deine Liste langsam, hierarchisch und methodisch ab nach Fähigkeit/ Entwicklungsstand von Emmi und Wichtigkeit für Euer Zusammenleben. Manche Probleme werden sich erst im Laufe der Entwicklung Emmis stellen, z. B. das Hinterherlaufen von Joggern und Radfahrern ab ca. dem 5. Lebensmonat. Wenn Du bis dahin aber schon ein festes Kommando wie „Hier“ o. ä. etabliert hast, kannst Du darauf aufbauen.

Du nimmst Dir mehrmals täglich 5 Minuten Zeit für kleine Übungseinheiten, aber die meiste Erziehung erhält Emmi im Alltag, ganz nebenbei und wie selbstverständlich. Positives/ Erfolge bestätigst Du mit Lob und/ oder Leckerli, negatives/ Misserfolg ignorierst Du. Eine Übungseinheit endet für Emmi immer mit einem Erfolgserlebnis und Lob. Du musst konsequent sein, die Übungen für Emmi leicht und anfangs immer gleich aufbauen, Dein Freund muss sich an das gleiche Konzept halten. Wiederholungen und immer gleiche Rituale/ Abläufe sind wichtig und geben Sicherheit.

Eine zweite Liste machst Du mit allen Worten und Gesten, die in Emmis Erziehung Anwendung finden und an diese Liste müssen sich alle an der Erziehung beteiligten halten. Vermeide dabei ähnlich klingende Worte wie z. B. nein und fein, vermeide zu viele Worte. Rede nicht in komplexen Sätzen mit ihr, die versteht sie nicht, verwende ihren Namen nicht in negativen Situationen („Nein Emmi!!!“, „Pfui Emmi!!!“), und rede generell nicht unentwegt auf sie ein. Hunde mit Dauerbeschallung stellen auf Durchzug, Frauchens Stimme wird zu einem einheitlichen Rauschen, dem keine Beachtung mehr geschenkt wird.

Mein Hund ist erzogen mit 7 Worten: Zurück – Bleib – Weiter – Stop – Nein – Bitte – Prima. Dazu wenige Gesten mit Finger/ Hand, Klick- und Zischlaute mit dem Mund und eine Notfall-Pfeife.

Emmis lebenswichtige Ressourcen sind Futter und Sicherheit.

Ressource 1 Futter:
Wenn Du Emmi Futter hinstellst, lasse sie erst an den Napf gehen, wenn Du es ihr erlaubst. Das Futter gehört Dir, Du teilst es mit ihr, Du gibst es und Du nimmst es. Das ist Dein Vorrecht als Rudelführer, das gibt Dir Macht, diese Macht gibt Dir Anerkennung der Rudelmitglieder, sprich: Emmis, und die Anerkennung führt zu bereitwilliger Folgsamkeit.


Beispiel: Du befüllst Emmis Napf, Emmis springt aufgeregt um Dich herum. Nun stellst Du den Napf nicht einfach auf die Erde und Emmi darf sich hineinstürzen, sondern Du stellst Dich vor Emmi hin, den Napf hälst Du vor Deinem Bauch. Emmi hüpft an Dir hoch und will an den Napf. Du ignorierst Emmi, sprichst nicht mir ihr, schaust sie nicht an. Sobald Emmi ihre Versuche an den Napf zu gelangen aufgibt und sich ratlos auf den Pöter setzt, stellst Du den Napf direkt vor ihr ab und sie darf fressen.
Häufig bewegt sich der Hund schon, wenn Du Dich herabbeugst, um den Napf abzustellen, dann richtest Du Dich sofort wieder auf und wartest wieder, bis Emmi wieder still sitzt und stellst erneut den Napf vor sie hin. Sehr schnell wird Emmi begreifen, dass sie das Futter nur bekommt, wenn sie ruhig dasitzt. Hat sie das gelernt, was nur wenige Tage dauern wird, erweiterst Du das Fütterritual und verdeckst die Futterschale nach dem Abstellen vor Emmi mit der Hand, so dass sie nicht an das Futter gelangen kann. Sie wird versuchen, um Deine Hand herum zu kommen, lecken, evtl. kratzen. Du ignorierst sie, nicht sprechen, nicht anschauen. Gibt sie den Versuch auf , setzt sich hin und schaut Dich an, sagst Du z. B. „Bitte“ oder „Deins“ oder „Friss“ oder „OK“ und nimmst die Hand weg. Nach wenigen Tagen wird das Fütterritual folgendermaßen ablaufen: Du bereitest Futter zu, stellst Dich mit dem Napf vor Emmi, Emmi setzt sich hin und schaut den Napf an. Du stellst den Napf auf Emmis Essplatz, richtest Dich auf, schaust Emmi an, die Dir in die Augen schaut und Du sagst „Bitte/ Deins/ Friss/ OK“ und Emmi geht an den Napf.

Emmi lernt: Es wird nur gefressen, wenn der Rudelführer/ Frauchen, es erlaubt. Das heißt für sie, Nahrungsmittel die auf dem Tisch, der Anrichte, im Einkaufskorb liegen, der Zwieback, der aus einem Kinderwagen auf die Straße gefallen ist, die Kotze an der Bushaltestelle, sind tabu, gefressen wird nur, was Frauchen „OK“ gibt. (Draußen nichts aufzunehmen ist überlebenswichtig)


Ressource 2 Sicherheit:
Bei allem Neuen, das Emmi kennen lernen wird ist es wichtig, dass Du der stabile, sichere „Hafen“ bist. Emmi verlässt sich darauf, dass Du sie nicht in Gefahr bringst bzw. eine „gefährliche“ Situation (z.B. sich öffnende Türen der Straßenbahn) im Griff hast. Dass Du eine Situation im Griff hast zeigst Du ihr durch Deine Haltung in der Situation und Souveränität im Umgang damit.

Beispiel: Emmi soll mit der Straßenbahn fahren.
Alles ok an der Haltestelle, die Bahn fährt ein, huch so ein großes Ding, Emmi setzt sich hinter Deine Beine. Du sprichst nicht mit ihr, stehst ruhig da, nimmst kurz Blickkontakt mit Emmi auf, vermittelst Ruhe und Sicherheit, die Leine locker in der Hand, keine Spannung auf der Leine. Die Türen öffnen sich mit einem zischenden Laut, Emmi macht einen Satz nach hinten, Du gibst Leine nach, damit weiterhin keine Spannung auf der Leine ist. Die Türen schließen sich, die Bahn fährt ab. Du lässt noch eine Bahn kommen und noch eine. Während der Wartezeit spielt ihr. Nach der 4. Bahn wird Emmi gelassener sein. Du lobst Emmi ruhig, nicht überschwänglich, sie bekommt ein Leckerli oder ihr kullert ihren Ball noch ein wenig herum, dann geht ihr heim.

Das Ganze machst Du so oder ähnlich nach einigen Tagen Pause erneut, bis Du das Gefühl hast, der nächste Schritt kann gemacht werden: Einsteigen. Dazu nimmst Du Emmi nicht auf den Arm und Du ziehst sie auch nicht über die Schwelle, es ist ganz wichtig, dass sie selber geht. Dazu gehst Du in normal schnellem Gang, ohne mit Emmi zu sprechen zu den Türen und falls sie zögern sollte, führst Du sie, indem Du ihr leicht den Po anhebst und wenn nötig sanft schiebst, damit Emmi auf eigenen Beinchen in die Straßenbahn geht. Wichtig ist, dass Du das, was Du Dir vorgenommen hast auch durchziehst und nicht abbrichst, ein Abbruch bedeutet Unsicherheit/ Uneindeutigkeit. Du hast Emmi zuvor durch Haltung und Einstellung signalisiert, es ist in Ordnung und sicher, in die Straßenbahn zu gehen. Brichst Du ab, vermittelst Du, dass Du keine verlässliche Ressource, dass Du instabil bist.

Seid Ihr in der Bahn kannst Du Emmi loben und ein Leckerli geben, aber nur, wenn sie nicht ängstlich ist, sonst lobst/ bestätigst Du die Ängstlichkeit. Beim Loben darfst Du niemals überschwänglich und übertrieben sein, sonst vermittelst Du ihr, dass es etwas ganz Besonderes war, eine Riesenleistung, eine große Gefahr überstanden oder ähnlich... das war es nicht. Emmi soll ja lernen, Straßenbahn ist Alltag, sicher, nichts, worüber man sich aufregen, wovor man sich ängstigen muss.

Es ist ein schmaler Grat zwischen Schutz und Sicherheit geben und bemitleiden und dadurch verunsichern. Hunde haben untereinander kein Mitleid. Wer mitleidet, ist ebenso instabil, wie der, der leidet. Das bedeutet übertragen auf die Straßenbahnsituation: Wenn Emmi in der Bahn, z. B. weil es ruckelt oder an jeder Station Durchsagen kommen unruhig ist oder ängstlich wird, dass Du sie natürlich auf den Schoß nehmen darfst, Du kannst ihren Körper mit den Händen fest umschließen oder sie kann in Deine Jacke krabbeln und dort herausschauen, aber Du streichelst sie nicht unablässig und redest nicht in Babysprache auf sie ein. Du vermittelst weiterhin durch Deine Einstellung, dass alles sicher ist und kannst z. B. während der Bahnfahrt lesen (oder so tun als ob :)), was Dich ruhig macht und Emmi wiederum zeigt, alles normal, oder Du beschäftigst Dich mit Emmi, indem Du mit ihr spielst und sie so ablenkst während sie auf Deinem Schoß liegt, z. B. mit Zipper oder Kordel Deiner Jacke, einem Kauspielzeug o. ä.

Nach 2 Stationen steigst Du aus, wiederholst das Ganze nach 3-4 Tagen und erweiterst Schritt für Schritt, je nach Fähigkeiten Emmis, die Du einzuschätzen lernen musst.

Und so weiter.... ich hoffe, das Prinzip ist nachvollziehbar erläutert, Du kannst damit etwas anfangen und es auf Eure Lebenssituationen übertragen und daran anpassen.

Noch etwas prinzipielles zum Training: Es gibt Tage, da geht scheinbar alles schief, Mensch hat schlechte Laune, Hund zahnt grade oder die Situation, die Du üben wolltest, ist aufgrund äußerer Umstände nicht möglich. Beispiel Straßenbahn fahren: Als Du an der Haltestelle ankommst siehst Du, dass da Hundert gröhlende Fußballfans stehen, die zum Stadion fahren wollen, deshalb: Sei nicht fixiert auf Dein Tagesziel, bleib flexibel, auch das zeugt von der Fähigkeit des Rudelführers, eine Situation zu Emmis Vorteil und Sicherheit richtig einschätzen und Gefahr abwenden zu können.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
6.128
Reaktionen
408
Ohne das böse zu meinen werde ich deinen Beitrag mal etwas auseinander dröseln, astrid.;)

„Du bist der Boss“ bedeutet, Du bist für Emmi der Rudelführer. Deine Aufgabe ist es, sie mit den für sie wichtigsten Ressourcen zu versorgen, dass sind Nahrung und Sicherheit/ Schutz. Tust Du das angelehnt an die Art, in der ein gesunder Hund einen Welpen erzieht, wird der Welpe Dich als Rudelführer akzeptieren und Dir gerne folgen. Tust Du das nicht bzw. falsch, also erziehst Du sie nach menschlichen Maßstäben und aus menschlicher Perspektive, die Emmi nicht verstehen kann, wird sie orientierungslos und unsicher. Hat sie keine Führung, wird sie die Führung in Eurem Rudel selber übernehmen (heißt, nicht auf Dich hören, sondern versuchen, eigene Regeln zu etablieren, damit sie sich sicher fühlt). Da Du aus ihrer Sicht ständig gegen ihre Regeln verstößt, wirst Du für sie ein „Unsicherheitsfaktor“ in ihrer Welt, also wird sie versuchen, Dich zu reglementieren. Damit ist sie in ihrem Alter zusätzlich zu der fehlenden Sicherheit völlig überfordert.
Ein Hund, der sich aus Unsicherheit so verhält, wird meistens als dominant, oft sogar als aggressiv verkannt.
Der Grundgedanke, dass der Hund Sicherheit braucht ist schon richtig, aber es geht nicht hier nicht um eine Rudelstruktur. Um ein Rudel bilden zu können müsste man die Mutter des Hundes sein- und Hunde erkennen sehr wohl, dass Menschen keine Hunde sind.
Soll heißen, dass man nicht wie ein Hund handeln muss- klar und souverän handeln ja, aber eben nicht wie ein Hund.

Das würde inkludieren, dass ich meinen Hund anknurre und die Zähne fletsche, wenn er etwas unterlassen soll und das wäre ja nun doch etwas wenig authentisch.

Du beschreibst Emmi als „total ängstlich“, ihr fehlt also die entscheidende Ressource Sicherheit. Deshalb knurrt sie Menschen und Hunde auf der Straße an und nun auch Dich und Deinen Freund daheim (sie reglementiert Euch), denn Ihr habt Euch Emmi gegenüber, wie oben beschrieben, (noch) nicht als verlässliche Quelle von Stabilität, Konsequenz und Sicherheit gezeigt.
Ähnliches hier: Sie ist unsicher, jap, aber sie reglementiert nicht, sondern sie greift zum einzigen Kommunikationsmittel, das ihr in dieser Situation bleibt. Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass sie irgendjemanden reglementieren will, sondern sie hat einfach Angst und verleiht dem Ausdruck.
Nicht mehr und nicht weniger.

Ressource 1 Futter:
Wenn Du Emmi Futter hinstellst, lasse sie erst an den Napf gehen, wenn Du es ihr erlaubst. Das Futter gehört Dir, Du teilst es mit ihr, Du gibst es und Du nimmst es. Das ist Dein Vorrecht als Rudelführer, das gibt Dir Macht, diese Macht gibt Dir Anerkennung der Rudelmitglieder, sprich: Emmis, und die Anerkennung führt zu bereitwilliger Folgsamkeit.
Nein.
Über Futter kann man eine entsprechende Frusttoleranz aufbauen, bestimmte Signale erarbeiten usw., aber das "Verteilen" von Futter macht einen nicht mächtig. Das ist auch nicht das Vorrecht des Rudelführers.
In jedem wildlebenden Canidenrudel ist es auch den rangniedrigsten Tieren gestattet ihr Futter zu verteidigen sofern keine akute Futterknappheit herrscht und das jeweilige Leittier hat es gar nicht nötig da irgendetwas zu verteilen, sondern die Tiere, die "unter ihm" sind treten bereitwillig und ohne Aufforderung ihr Futter ab, wenn er Interesse anmeldet und eben keine akute Knappheit herrscht.

Seid Ihr in der Bahn kannst Du Emmi loben und ein Leckerli geben, aber nur, wenn sie nicht ängstlich ist, sonst lobst/ bestätigst Du die Ängstlichkeit. Beim Loben darfst Du niemals überschwänglich und übertrieben sein, sonst vermittelst Du ihr, dass es etwas ganz Besonderes war, eine Riesenleistung, eine große Gefahr überstanden oder ähnlich... das war es nicht. Emmi soll ja lernen, Straßenbahn ist Alltag, sicher, nichts, worüber man sich aufregen, wovor man sich ängstigen muss.
Dazu schrieb´ich bereits weiter oben etwas- ANGST kann nicht wegignoriert werden.

Es ist ein schmaler Grat zwischen Schutz und Sicherheit geben und bemitleiden und dadurch verunsichern.
Hunden ist es egal, ob ich jetzt Mitleid habe oder einfach so nett mit ihnen rede und ihnen durch das Zureden Sicherheit vermittle.
Es ist extrem vermenschlichend zu glauben, dass Hunde darauf aus sind Mitleid zu erreichen- und auch mal den Hund zuzuquasseln ist kein Beinbruch.

Hunde lernen recht schnell wann ich mit ihnen oder einfach so vor mich hin rede.

Grundsätzlich hast du mit deinen Trainingsansätzen recht, mich stört lediglich dieser Rudel/Dominanzbeigeschmack, der da durchklingt.
Hunde sind keine Menschen und anders herum und auch wenn ich meinen Hund vollquatsche, bemitleide oder einfach durchknutsche, weil er etwas toll gemacht hat kann ich konsequent und stabilisierend auf meinen Hund einwirken;)
Alles eine Frage der Grundhaltung und man sollte nicht so ein starres Konstrukt á la "Oh, oh, ich darf den jetzt auf keinen Fall bemitleiden!" im Kopf haben.
 
xEmmi

xEmmi

Registriert seit
04.12.2014
Beiträge
9
Reaktionen
0
Hey,

danke euch allen für euren zahlreichen Tipps :) Ich habe sie gerade mal überflogen und werd sie morgen mal in Ruhe durch lesen und versuchen umzusetzen... Ich habe auch vor morgen mal bei mehreren Hundeschulen in meiner Umgebung anzurufen und mich bez. der Welpenspielstunde erkundigen.

Bezüglich dem Problem mit dem Besuch anbellen/anknurren: Heute war ein Freund von meinem Freund und mir da... es war jetzt das 4x seit dem wir sie haben... Die ersten beiden Male hat sie ihn angeknurrt/angebellt. Gestern auch einmal ganz kurz und hat dann mit ihm gespielt und heute hat sie ihn begrüßt und wieder mit ihm gespielt, nachdem ich ihr zu verstehen gegeben habe, dass sie zu ihm hin kann.
Und als ich heute Nachmittag mit ihr einen 10 Minütigen Spaziergang gemacht habe (eine Strecke, die wir jeden Tag 2x gehen, ansonsten erstmal noch große Wiese hinterm Haus), hat sie nicht alle Leute angeknurrt/angebellt. Desweiteren ist uns ein Hund begegnet, den ich vor ihren Augen gestreichelt habe, sie hat kurz geschnüffelt und als er sich bewegt hat, ist sie wieder hinter mich verschwunden.

Das ist doch schon ein Fortschritt oder?
 
Thema:

Welpe ist total ängstlich...

Welpe ist total ängstlich... - Ähnliche Themen

  • Welpe rastet total aus, weil er mit auf das Sofa will

    Welpe rastet total aus, weil er mit auf das Sofa will: Hallöchen... Eigentlich ist Liam mein Traumhund. Die Grundgehorsamskisten laufen total super, er ist einfach ein Schatz, aber zeitweise scheint...
  • Welpe rastet total aus beim anlegen einer Leine

    Welpe rastet total aus beim anlegen einer Leine: Hallo ihrs, also ich habe seit neuestem einen 8Wochen alten Welpen. Nachdem ich die Leine anlege, rastet er total aus. Er hüpft rum und schlägt...
  • Welpe (13.Wochen) TOTAL zickig!!!

    Welpe (13.Wochen) TOTAL zickig!!!: Hallo! Wir haben ein ganz großes Problem. Unsere Hündin (13.Wochen) ist total zickig. Wenn wir mit ihr Gassi gehen, kommen wir wieder hoch und...
  • Welpe dreht durch

    Welpe dreht durch: Hallo, ich habe seit 2 Wochen eine Bolonka Hündin.Sie ist jetzt knapp 10 Wochen alt.Seit 1 Woche ca.dreht sie immer am Ende der "Spaziergänge"...
  • Französische Bulldogge - Durchfall nur Nachts!

    Französische Bulldogge - Durchfall nur Nachts!: Hallo liebe Mitglieder, ich habe seit vier Wochen eine Französische Bulldogge, sie ist dreizehn Wochen alt und zum größten Teil stubenrein...
  • Ähnliche Themen
  • Welpe rastet total aus, weil er mit auf das Sofa will

    Welpe rastet total aus, weil er mit auf das Sofa will: Hallöchen... Eigentlich ist Liam mein Traumhund. Die Grundgehorsamskisten laufen total super, er ist einfach ein Schatz, aber zeitweise scheint...
  • Welpe rastet total aus beim anlegen einer Leine

    Welpe rastet total aus beim anlegen einer Leine: Hallo ihrs, also ich habe seit neuestem einen 8Wochen alten Welpen. Nachdem ich die Leine anlege, rastet er total aus. Er hüpft rum und schlägt...
  • Welpe (13.Wochen) TOTAL zickig!!!

    Welpe (13.Wochen) TOTAL zickig!!!: Hallo! Wir haben ein ganz großes Problem. Unsere Hündin (13.Wochen) ist total zickig. Wenn wir mit ihr Gassi gehen, kommen wir wieder hoch und...
  • Welpe dreht durch

    Welpe dreht durch: Hallo, ich habe seit 2 Wochen eine Bolonka Hündin.Sie ist jetzt knapp 10 Wochen alt.Seit 1 Woche ca.dreht sie immer am Ende der "Spaziergänge"...
  • Französische Bulldogge - Durchfall nur Nachts!

    Französische Bulldogge - Durchfall nur Nachts!: Hallo liebe Mitglieder, ich habe seit vier Wochen eine Französische Bulldogge, sie ist dreizehn Wochen alt und zum größten Teil stubenrein...