Muskelaufbau beim Pferd - wie?

Diskutiere Muskelaufbau beim Pferd - wie? im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hi Leute, Meine Tante hat 6 Pferde, und eins davon ist ein Fjordi. sie hat mir erzählt das es füher einen schön muskulösen Hals hatte, also halt...
zickenqueen

zickenqueen

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Hi Leute,
Meine Tante hat 6 Pferde, und eins davon ist ein Fjordi.
sie hat mir erzählt das es füher einen schön muskulösen Hals hatte, also halt wie ein fjord.
Jetzt habe ich mir so überlegt, wenn ich mit ihr arbeite bekommt sie vielleicht diese Muskeln wieder... ich weiß aber nicht so ganau wie ich es machen soll, das sich die Muskeln wieder aufbauen. Sie wir dauch eigentlich icht geritten wenn ich mal zu besuch bin reite ich immer nur ein Pferd. Wenn ich dann z.b wieder komme ein anderes... Und so.. aber für Nipi würde ich mehr zeot inverstieren.
Also kann ich es schaffen das sich die Musklen wieder aufbauen? Und wenn ja wie?
 
13.12.2014
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Guest

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seven

seven

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Auch hier hab´ ich den Threadtitel mal etwas verständlicher gemacht - bitte achte in Zukunft darauf, denn unter "Hilfe" o. ä. kann sich keiner was vorstellen ;) Danke!
 
zickenqueen

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Ja ok, nochmals danke!;)
 
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Colby

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Hey! Mag jetzt vielleicht ein bisschen abschreckend wirken, dass ich erst 14 bin aber ich bin mit vielen Pferden aufgewachsen. Meine Mutter hatte ein ähnlichesProblem mit ihrem Fjordi. Ich möchte Dir jetzt gerne einmal einen Trainingsablauf schildern.

1. Wir holen unsere Pferde stets mit einem Leckerlie in der Hand vom Paddock oder aus der Box. Dabei beginnen schon die Übungen. Du nimmst einfach das Naschi und führst es zur Schulter. Wenn Dein Fjordi rassetypisch ist wird er aufgrund seiner Dauerhungrigkeit dem Leckerlie begeistert folgen. Das ist eine Dehnübung, die du immer einmal pro Seite ausführen solltest.

2. Fallst du jetzt denkst es wird aufgesattelt dann liegst du falsch! :) Am besten ist es zunächst das Pferd locker zehn bis zwanzig Minuten zu longieren. Im Schritt und Trab.

3. Jetzt startet das Reitvergnügen! Schön für die Halsmuskulatur ist es ohne Ausbinder oder Schlauf- oder Dreieckszügel zureite. Auch nicht mit Martingall! Also ideal entspannte Schrittübungen in der Dehnungshaltung, Trabübungen mit Stellung und Biegung und

4. ausgelassenes GALOPPIEREN am besten im leichten Sitz!

5. gründlich in der Dehnungshaltung und im Schritt über mittelhohe Cavalettis oder hochgelegte Satngen reiten. Es reichen zwei bis drei in der gesamten Halle oder auf dem Platz!

6. Die Dehnungsübung mit der Leckerei auch nach dem Reiten wiederholen! Es ist auch eine Variation mit der Nase am Boden möglich.


Am nächsten Tag besonders viel Wert auf den Galopp legen, um das Pferd zu lösen. Und jeden Tag variieren zwischen entspanntem Schritt, forderndem Trab und losgelassenem Galopp.

Und die Dehnungshaltung und Übungen sind das Herzstück des Träinings. Auch das Reiten ohne Satter unterstützt den Effekt!!!


Ich hoffe ich konnte Dir helfen! ;)

Bitte gib och mal eine Rückmeldung, ob der Beitrag hilfreich ist! Es ist mein erster! :)
 
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Machtnix

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Muskelaufbau dauert je nach Rasse und alter des Pferdes ca. 6 Monate. Darüber muss man sich erstmal klar sein.
Bevor ein Muskel aufgebaut werden kann, muss er erstmal gelockert und gedehnt werden.
die Ausbildungsskala ist hier eine gute Hilfestellung zum Ausbildungsweg.
Takt, Losgelassenheit, Anlehnung = Gewöhnungsphase
Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung = Entwicklung der Schubkraft
Schwung, Geraderichtung, Versammlung = Entwicklung der Tragkraft

Die Punkte der Ausbildungsskala greifen also ineinander über. Man sollte daher den nächsten Ausbildungsschritt immer im Auge behalten, wenn man noch am vorherigen arbeitet. Sonst bastelt man sich schnell ein Korrekturpferd.
Ich halte das Longieren am sehr langen Dreieckszügel und auf jeden Fall mit Körperband für ideal. Das Pferd wird durch den Dreieckszügel nur daran gehindert, den Unterhals herauszudrücken, es kann den Hals trotzdem sehr weit heben. Das Körperband sorgt dafür, dass die HH nicht nach hinten heraus arbeitet, das Pferd lässt nach kurzer Zeit den Hals fallen, da ihm diese Haltung am Angenehmsten ist.
Bei Pferderassen, die im Hals sehr schwer sind, sollte man jedoch darauf achten, dass sie vorne nicht zu tief laufen und eigentlich nur die HH beachten. Man kann daher, wenn das Pferd nicht zum Unterhals neigt, den Dreieckszügel auch weglassen.
Das Pferd lernt so ein entsprechendes Bewegungsmuster ohne Belastung im Rücken. Gleichzeitig wird das Gleichgewicht geschult. Das Longieren sollte jedoch kein reines Abschleudern des Pferdes sein. Sobald das Pferd in allen 3 GGA aufgewärmt ist, kann der Zirkel im Trab und Galopp auf Voltengröße verkleinert werden. Die Peitsche treibt sanft an der Schenkellage. Die Longe verhindert durch sanftes Zupfen die Außenstellung. Nach wenigen Trainingseinheiten lassen eigentlich alle Pferde dabei den Hals fallen und setzen die HH gut unter, weil es ihnen dann einfach leichter fällt, die Gangart zu halten. Diese Übung schult gleichzeitig auch das Gleichgewicht.
Niemals zu lange üben, sonst demotiviert man das Pferd. Immer viel loben. Viele Handwechsel vermeiden Übermüdung und Demotivation.
Tempiwechsel innerhalb einer Gangart bringen dem Pferd einen angenehmen Wechsel zwischen Entspannung und Arbeit und verbessert Kondition, Kraft und Gehorsam.
Später kann man dann Stangen mit ins Training einbauen. Diese fördern dann die Konzentration, das Bewegungsgefühl und die Motivation.
Man stelle ich dafür den Zirkel als eine Uhr vor. Eine Stange liegt auf 12 Uhr und eine weitere auf 6 Uhr. Klappt das gut, kann man eine Stange auf 12 Uhr und eine auf 3 Uhr legen usw.


Auch beim Reiten kann man erstmal das Körperband dran lassen, wenn man reiterlich nicht in der Lage ist die Lende des Pferdes entsprechend zu arbeiten.
 
Calimero

Calimero

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Ich glaube, das mit 3 Uhr stimmt schon, so wird der Abstand zwischen zwei Stangen verkürzt. Der Rest ist dann halt frei ;).
 
NinchenLu

NinchenLu

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Achso, stimmt das macht Sinn ;)
 
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Meike1987

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Immer Pausen während des Reitens mit einplanen! Ein geforderter Muskel muss auch wieder "durchatmen" können. Nur so kann er auch wirkungsvoll aufgebaut werden. In den Pausen ruhig absteigen und das Pferdi führen oder die kleinen Dehnübungen machen. Die Leckerle immer ein paar Sekunden halten, bevor er naschen darf (anfangs 5Sekunden und langsam steigern). Trocken führen statt trocken reiten zur Entspannung und Lockerung der Muskulatur. Gern auch ohne Sattel. Anschließend die Muskeln langsam mit der flachen Hand oder einer Wärmflasche (mein Pony schmilzt dahin;)) mit dem Fellstrich massieren. Schnelle Massagebewegungen oder quer zum Fellstrich "aktivieren" den Muskel und langsame beruhigen.
 
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Machtnix

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Statt dem zweiten 12 Uhr meinst du 9 Uhr oder? :)
Danke, dass du nachfragst. ich habe mich da wohl missverständlich ausgedrückt.
Ich arbeite bei Pferden, die nicht super ausgebildet sind, nie mit 3 Stangen in kurzen Abständen. Das Pferd muss an der Longe seinen Galoppsprung verkürzen oder verlängern und das selbstständig. Das ist für ein Pferd sehr schwer und anstrengend.
Das Training sieht demnach folgendermaßen aus:
Die Tage sind nur Beispiele, man geht zur nächstschwierigeren Übung, wenn das Pferd selber taxiert und fehlerlos arbeitet.
Tag 1 +2: Stange bei 12 Uhr.
Tag 3-5: Stange bei 12 Uhr und Stange bei 6 Uhr.
Tag 6-8: Stange bei 12 Uhr und Stange bei 3 Uhr.
Ob man jetzt hier 3 Uhr oder 9 Uhr nimmt, ist egal. Es kommt darauf an, dass das sich Pferd nun kürzere Abstände selbstständig arbeiten muss. Es muss die Aufgabe begriffen haben, eben der Tab und vor allen Dingen der Galopp über eine Stange.
Dann kommt eben die 2. Stange dazu. Im Galopp sieht man schon bei Stangen auf 12 und 6 Uhr, dass sich die Galoppade merklich verändert. Erst wenn das sehr gut klappt, verkürzt man den Abstand der Stangen auf ein Zirkelviertel.
Ich nehme für solche Übungen entweder eckige Stangen (lange Kanthölzer aus nicht zu hartem Holz, die ich selber mit Holzschutzfarbe weiß anstreiche) oder ich befestige die Stangen mit Sand, so dass sie beim Anschlagen nicht rollen und dem Pferd zwischen die Beine geraten können.
Bei empfindlichen oder sehr ungeschickten Pferden, die sich viel anschlagen, verwende ich neben Fesselkopfgamaschen auch Hufglocken. Hier gilt nicht 'lernen durch Schmerzen, je öfter du dich anschlägst, je besser wirst du wohl lernen'. Das 'Abstrafen' eines Pferdes beim Anschlagen an eine Stange erfolgt durch ein kurzes Wort und sofortiger Korrektur (entweder treiben, oder zupen an der Longe, je nachdem warum der Fehler entstand). Läuft das Pferd fehlerfrei über die Stange, bekommt es sein Lobwort und wird keinesfalls irgendwie gestört.
Das Ziel ist ein selbständig arbeitendes Pferd, das seinen Körper unter Kontrolle hat. Das Pferd lernt die Schulter oben zu lassen und die HH zur Gleichgewichts- und Tempokontrolle einzusetzen. Es kommt so nicht auf die Idee auf die VH zu fallen. Der Rücken kommt so von allein hoch und ist das Pferd locker und konzentriert fällt auch der Hals entsprechend und wölbt sich bei vorgenommener Nase (die Nase kommt niemals hinter die Stirnlinie, wenn man ein Pferd so arbeitet), da diese Haltung dann einfach leichter für das Pferd ist.
 
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