Leinenaggression

Diskutiere Leinenaggression im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Ich habe einen Aussie-Bordercollie-Mischling mit 12 Wochen aus einer Sicherstellung (17 Welpen bei einem Zirkus)bekommen , der nun seit 3 Jahren...
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chicobello

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Ich habe einen Aussie-Bordercollie-Mischling mit 12 Wochen aus einer Sicherstellung (17 Welpen bei einem Zirkus)bekommen , der nun seit 3 Jahren bei mir lebt. Der Hund ist absolut verträglich mit anderen Hunden und Menschen und läuft deshalb fast immer ohne Leine.
Jetzt zu
meinem Problem: Kommt uns ein Gassigänger mit angeleintem Hund entgegen und ich rufe meinen Hund zu mir und leine ihn ebenfalls an , zeigt er eine solche Leinenagression , dass ich ihn kaum halten kann und er vor lauter Frust den ganzen Wald zusammenschreit. Ich zerre ihn dann irgendwie vorbei, danach ist wieder Ruhe.
In der Situation, dass der andere Hund ebenfalls abgeleint wird, spielen und toben die beiden zusammen und alles ist gut. Wenn mein Hund bereits an der Leine ist, z.B. in der Stadt oder er wartet mit Herrchen vor einem Geschäft auf mich, dann lässt er meistens jeden Hund kommentarlos vorbei.
Wie kriege ich es hin, dass mein Hund ohne zu pöbeln am "Hindernis" vorbei geht.
Hat jemand einen Tipp, woher dieses nervige Verhalten kommt, und wie man es abtrainieren kann?
 
15.12.2014
#1
A

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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
G

Gast84631

Guest
Hallo :)

Wenn es auch in der Stadt so wäre, würde ich sagen, dass es Unsicherheit wäre, weil er "eingeengt" ist, da er sich ja sonst mit anderen Hunden versteht.
Kann es sein, dass es wirklich Frust ist, einfach weil er jetzt nicht spielen darf?

Ich würde ihn an deiner Stelle ablenken, mit seiner Lieblingsbeschäftigung.
Spielt er gerne mit dir? Oder mit einem Spielzeug? (Spielzeug nur, wenn er es gegenüber anderen frei laufenden NICHT verteidigt, logischerweise!)
Oder eben besonders tolle Leckerchen, die du ihm suchen lässt, während du (in der ersten Zeit) etwas weiter weg wartest, so dass es nicht SO einen arg großen Reiz für deinen Hund ist, dass der andere grade vorbei geht. So bleibt es fair für deinen Hund, denn er muss sich auch erstmal daran gewöhnen!
Idealerweise fängst du das Spielen VOR dem "fixieren" des anderes Hundes an, denn dann ist es schwer den Hund wieder "runter zu schalten".

Viel Erfolg :*
 
louiss

louiss

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vielleicht verteidigt er dich? kann man ausprobieren indem du bei passender gelegenheit die leine an ihn dran machst, sie aber nicht hältst, sondern auf dem boden schleifen lässt. wenn er da gelassen bleibt hats höchstwahrscheinlich was mit dir zu tun, da kann man oft dagegensteuern indem man den fremden hund zuerst sieht und den eigenen hund rechtzeitig hinter sich nimmt.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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zeigt er eine solche Leinenagression , dass ich ihn kaum halten kann und er vor lauter Frust den ganzen Wald zusammenschreit.
Da hast du doch schon die Lösung;)

Er ist gefrustet, weil er sonst spielen darf.
Ich würde einfach ein "Auflöse-Signal" einführen- soll heißen, dass er nur noch spielen gehen darf, wenn du z.B. "Geh´los" o.ä. sagst und das egal, ob er an der Leine ist oder eben nicht.

Zudem solltet ihr an seiner generellen Frust-Toleranz arbeiten; zunächst mit großem Abstand zum anderen Hund und solange er das ertragen kann und noch ansprechbar ist den Arbeitsabstand verkleinern.
Wichtig dabei ist es den Hund eben NICHT abzulenken.

Ein abgelenkter Hund arbeitet mit seinem Kopf nicht mit, sondern rennt blind der Ablenkung hinterher.

Beispiel:

300 Meter Abstand zum fremden Hund, dein Hund guckt dich auf Signal hin an- super, loben und Jackpot-Belohnung.

200 Meter - klappt- s.o.

150 Meter - klappt immer noch- s.o.

100 Meter - klappt auch noch - s.o.

50 Meter - ist schon extrem abgelenkt, aber flippt noch nicht rum - Abbruch - Abstand wieder vergrößern (auf z.B. 70 Meter ) usw. usw. usw.

Und der Abbruch immer BEVOR der Hund ausrastet, immer auf dem schmalen Grad zwischen "Wuahaaaaa, Mama da ist was!" und "Joa, okay, da ist einer, aber ich guck mal was du so treibst".

An Leinenaggression zu arbeiten ist immer sehr langwierig, aber im Regelfall sehr gut hinzubekommen:)


Dass er an der Leine entspannt ist, wenn er bereits dran ist liegt vermutlich schlicht daran, dass er erst offline ist, gefrustet wird durch das Anleinen und dem Ganzen dann durch seine Toberei Ausdruck verleiht.
Mit Beschützen hat das vermutlich nicht allzu viel zu tun;)
 
C

chicobello

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Zuerst einmal vielen Dank für die zahlreichen Tipps.
Der Vorschlag von Midoriyuki ist im Prinzip gut, klappt aber aus folgendem Grund nicht:
Die Übung ist nur mit bekannten Hunden möglich, nur dann benimmt sich Chico vorbildlich: zerrt nicht, bleibt auf Befehl sitzen und rennt nach dem Ableinen erst los, wenn ich es zulasse.
Fremde Gassigänger denken, ich hätte einen ausflippenden Kampfhund an der Leine und sehen zu, dass sie vorbeikommen. Das oft empfohlene Ablenken mit Leckerchen sieht meist so aus, das Chico sich das Leckerchen schnappt und sofort weiterpöbelt. Den Hund hinter mich zu nehmen, geht einfach nicht, wenn 22Kg Hund unbedingt nach vorne wollen.
Als Abhilfe dagegen rufe ich den Hund immer wieder mal zu mir und leine ihn an. Außer einem kurzen “wo ist der Feind?”-Rundblick geht das problemlos und ruhig. Außerdem werden keine Zerr-, Frissby- und Ballspiele mehr gespielt, dafür aber vermehrt Suchspiele , um den Hund ruhiger zu bekommen (Tipp unserer Hundeschule). Das alles brachte aber keine wesentliche Besserung.
Ich habe den Eindruck, dass Chico dauernd extrem aufmerksam und neugierig ist und alles was er nicht kennt, unbedingt aus der Nähe begutachten will und dann schnell überdreht.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Der Vorschlag von Midoriyuki ist im Prinzip gut, klappt aber aus folgendem Grund nicht:
Die Übung ist nur mit bekannten Hunden möglich, nur dann benimmt sich Chico vorbildlich: zerrt nicht, bleibt auf Befehl sitzen und rennt nach dem Ableinen erst los, wenn ich es zulasse.
Deswegen macht man das ja auch nicht mit bekannten, sondern fremden Hunden;)
 
G

Gast84631

Guest
Hallo.
Hast du vielleicht die Möglichkeit, dich über Bekannte (oder "Mitschüler" deiner Hundegruppe) mit anderen Gassigängern, (die dein Hund noch nicht kennt) zu verabreden zum Training?

MFG
 
C

chicobello

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Ich bin mir langsam sicher, dass das Ganze in den weitaus meisten Fällen weder mit Beschützen, Angst oder mit Aggression zu tun hat; Chico will einfach was anderes als ich und flippt aus, wenn er nicht darf, wie er will. Ich werde noch einige Stunden bei meiner Hundeschule nehmen und mit den fremden Hunden üben und hoffen, das manchmal peinliche Verhalten in den Griff zu bekommen.
Danke Euch allen und frohe Weihnachten
 
Thema:

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